Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Lesetip

Odin, Monday, 07.06.2004, 23:45 (vor 7914 Tagen)

leite ich mal weiter:

----------------------------------

in den letzten Tagen erfuhr ich, dass mein Buch "Der gebrauchte Mann" beim
Deutschen Taschenbuchverlag sozusagen in den letzten Zügen liegt. Mangels
Nachfrage wird es nach dem Abverkauf der letzten ca. 200 Bände nicht mehr
neu aufgelegt.

Vielleicht interessiert diese Information hier in der Runde, falls noch
jemand ein Exemplar im Buchhandel oder direkt beim Verlag erwerben wollte?

Bei Rowohlt veröffentliche ich im November des Jahres übrigens meinen
zweiten Väterratgeber mit dem Titel "Vater werden. Der Weg zur glücklichen
Familie", welcher sich an werdende Väter richtet.
Bücher für werdende Mütter gibt es reihenweise. Dieses ist eines der
ersten für werdende Väter, denn Vater ist man von Anfang an, ebenso wie
Mutter.

Beste Grüße,
Karin Jäckel

Der gebrauchte Mann:

ISBN-Nr. 3-423-362006 (das Taschenbuch)

Preis? Euro 18, 50

Vater werden. Der Wegweiser für ein glückliches Familienleben

Details noch nicht bekannt. Rowohlt Verlag

--
Dr. phil. Karin Jaeckel
http://www.karin-jaeckel-autorin.de

Kann ich nur empfehlen! (n/t)

Andreas (der andere), Tuesday, 08.06.2004, 23:32 (vor 7913 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Lesetip von Odin am 07. Juni 2004 20:45:30:

Re: Lesetip

Don Pedro, Wednesday, 09.06.2004, 00:36 (vor 7913 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Lesetip von Odin am 07. Juni 2004 20:45:30:

Tja lieber Odin,
traurig aber wahr. "Der gebrauchte Mann" sollte eigentlich Pflichtlektüre im Sozialkundeunterricht der Schulen werden. Machen wir uns mal Gedanken, warum Männerliteratur nicht gut läuft. Meine Vermutung:

Weil schwanzgesteuert, lesen die Kerle nicht oder erst dann, wenn "penunomatische" Probleme auftreten. So lange es mit dem Sex stimmt, macht die Mehrzahl sich keine Gedanken über die Rolle der Männer in unserer Zeit. So gesehen würde auch der Titel "Die Frau an seiner Seite" (Karin Jäckel) mit Sicherheit besser laufen, wenn auf der Umschlagseite ein nacktes Weib mit Strapsen prangte. Ja, das männliche Rollenverständnis läßt sich kurz und explizit, genau wie vor 150 Jahren darstellen:

Des kleinen Mannes Sonnenschein,
ist Vögeln und Besoffensein (;-))))
vermutet Don Pedro

P.S. Von Karin Jäckel gibt es auch den Titel "Mein Kind gehört auch zu mir". Ich erwähne das mal besonders, weil ich unter echter Männlichkeit nämlich auch die Befähigung zur aktiven Vaterschaft verstehe.

Re: Lesetip

Ferdi, Wednesday, 09.06.2004, 00:54 (vor 7913 Tagen) @ Don Pedro

Als Antwort auf: Re: Lesetip von Don Pedro am 08. Juni 2004 21:36:42:


Hallo Don Pedro!

So lange es mit dem Sex stimmt, macht die Mehrzahl sich keine Gedanken über die Rolle der Männer in unserer Zeit. So gesehen würde auch der Titel "Die Frau an seiner Seite" (Karin Jäckel) mit Sicherheit besser laufen, wenn auf der Umschlagseite ein nacktes Weib mit Strapsen prangte. Ja, das männliche Rollenverständnis läßt sich kurz und explizit, genau wie vor 150 Jahren darstellen:
[quote]Des kleinen Mannes Sonnenschein,
ist Vögeln und Besoffensein (;-))))
[/quote]

Mir tun die Männer nicht die Bohne leid, die trotz aller Warnungen immer wieder auf die sirenenhaften Verlockungen der "fleischfressenden Pflanze" Weib hereinfallen und sich in den Blütenkelchen im Verdauungssaft auflösen. "Ein gelöstes Problem", wie wahr, wie wahr!

Wenn es allen Männern so gut ginge wie mir, dann brauchten wir dieses und ähnliche Foren nicht.

Gruss,
Ferdi

Re: Lesetip

Don Pedro, Wednesday, 09.06.2004, 11:38 (vor 7912 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Lesetip von Ferdi am 08. Juni 2004 21:54:57:

Mir tun die Männer nicht die Bohne leid, die trotz aller Warnungen immer wieder auf die sirenenhaften Verlockungen der "fleischfressenden Pflanze" Weib hereinfallen und sich in den Blütenkelchen im Verdauungssaft auflösen. "Ein gelöstes Problem", wie wahr, wie wahr!

Das glaube ich Dir aber nicht Ferdi!(;-))))
Du postest in den Genderforen, genau wie ich, weil Du die Männer bedauerst, die blind oder mit rosa Augengläsern in ihr Unglück tappen. Besonders die jungen und unerfahrenen Männer, geprägt von butterweichen väterlichen Luschen. Viele sind emotional derartig verarmt, daß sie nicht zwischen Sex und Liebe unterscheiden können. Vielen hat schon in frühester Kindheit die männliche Identifikationsfigur gefehlt, selbst in den Grundschulen sind sie dann fast nur weiblichen Lehrern begegnet. Kein Wunder, wenn sie als Erwachsene dann Identifikationsproblme haben und nach dem ersten sexuellen Rausch erst dann aufwachen, wenn es viel zu spät ist.

Wenn es allen Männern so gut ginge wie mir, dann brauchten wir dieses und ähnliche Foren nicht.

Zustimmung, ist aber kaum zu erwarten. So wie es heute ausschaut, wird sich die ganze Problematik noch in der nächsten Generation wesentlich verschärfen. Und zugegeben, ich habe was gegen manche Frauen, aber persönlich differnziere ich, es gibt solche und solche. Und wir sind uns ganz sicher doch einig, für manche Dinge sind Frauen absolut unverzichtbar? (;-)))
Herzliche Grüße
Don Pedro

Re: Lesetip

Garfield, Wednesday, 09.06.2004, 18:46 (vor 7912 Tagen) @ Don Pedro

Als Antwort auf: Re: Lesetip von Don Pedro am 08. Juni 2004 21:36:42:

Hallo Pedro!

Hm, also ich finde gar nicht, daß Männer so schwanzgesteuert sind. Dieses Märchen beruht zum Teil auf weiblichem Wunschdenken. Es ist allerdings auch etwas Wahres daran: Da sich eine Frau schon immer vor allem über ihre körperlichen Qualitäten zur geeigneten Mutter qualifizierte, achteten Männer schon immer vor allem auf das Aussehen einer Frau. Männer qualifizierten sich umgekehrt nicht nur über ihre körperlichen Qualitäten zum geeigneten Vater, sondern auch über Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen und auch über ihre Besitztümer. Folglich achteten Frauen dann eben bei Männern nicht nur auf das Aussehen, sondern auch noch auf diese anderen Kriterien. Während die männlichen Präferenzen bei der Partnerwahl heute gern als oberflächlich, sexistisch oder sonstwie negativ dargestellt werden (eben z.B. mit dem Wort "schwanzgesteuert"), werden die weiblichen Präferenzen bei der Partnerwahl gern geleugnet. Da wird es dann so dargestellt, als würden Frauen ja nur auf den Charakter achten. Nahezu jeder Mann, der einen Super-Charakter hat und nur leider nicht so gut aussieht und auch nicht reich ist, kann darüber allerdings etwas ganz anderes erzählen...

Die Gründe, wieso Männerliteratur bei Männern wenig gefragt ist, sehe ich woanders:

1. Haben Männer im Durchschnitt weniger Zeit zum Lesen. Sie arbeiten häufiger auf Vollzeit, und sie fahren im Durchschnitt auch weitere Strecken zur Arbeit als Frauen, und zwar häufig mit dem Auto, wobei sie dann schlecht Bücher lesen können.

2. Werden Männer immer noch dazu erzogen, Probleme selbst zu lösen. Hilfe nehmen sie daher nur ungern in Anspruch, und deshalb halten viele Männer auch nichts von Ratgeber-Büchern für Männer (es sei denn, es geht z.B. um Ratgeber fürs Heimwerken, für Autoreparaturen, für Computer usw., wo man diese Hilfe vor sich selbst damit begründen kann, daß es da nun einmal um Fachkenntnisse geht, die man anders kaum erlangen kann - aber das ist ja keine spezielle Männerliteratur).

3. Drehen sich Männer überhaupt weniger um sich selbst als Frauen. Auch deshalb widerstrebt es ihnen, über gewisse Dinge, die sie betreffen, nachzudenken. Und sie geben auch weniger Geld für sich selbst aus als Frauen. Oft gilt das auch für Bücher.

4. Muß ein Mann immer noch stark und überlegen sein. Von dieser vermeintlichen Überlegenheit bröckelt aber viel ab, wenn man sich die Situation von Männern in unserer Gesellschaft mal näher ansieht. Deshalb scheut so mancher Mann davor zurück, darüber zu viel nachzudenken. Und dann wird er auch kaum Bücher lesen, die ihn regelrecht darauf stoßen.

5. Neigen Menschen eben dazu, allgemein akzeptierte Dogmen und Klischees einfach zu übernehmen. Laut den derzeit gültigen Dogmen sind Frauen das benachteiligte Geschlecht und damit basta. Es gibt genügend Männer, die tatsächlich immer noch daran glauben.

6. Reagieren viele Frauen allergisch darauf, wenn ihr Partner ein Buch wie Arnes "Sind Frauen bessere Menschen?" liest. Gerade weil ihnen bewußt ist, daß der Feminismus längst über das Ziel hinausgeschossen ist, wittern sie in jedem Männerrechtler gleich einen Radikalmaskulisten, der nun den Spieß umdrehen und die Männer genauso gegen die Frauen aufhetzen möchte, wie Radikalfeministinnen schon seit Jahrzehnten die Frauen gegen die Männer aufhetzen. Deshalb trauen sich viele Männer in festen Partnerschaften oder Ehen gar nicht, solche Bücher zu kaufen und zu lesen.

Wahrscheinlich gibt es noch mehr Gründe - aber das sind die, die mir dazu spontan eingefallen sind.

Freundliche Grüße
von Garfield


Re: Lesetip

Odin, Wednesday, 09.06.2004, 23:10 (vor 7912 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Lesetip von Odin am 07. Juni 2004 20:45:30:

Das habe ich heute nachmittag gelesen. Es ist eine Buchkritik über das Buch "Goodbye Baby, Glücklich ohne Kinder" von der Frauenoffensive München.

Die ganze Kritik ist toll, aber am Besten hat mir der Schlußsatz gefallen:
"Erstaunlich auch, mit welch frauenfeindlichen Klischees und dümmlichen Vergleichen ein Buch aus einem feministischen Verlag hausieren geht." :-)

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