Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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@ Pokemon - Pille

Anti-Sexistin, Friday, 04.06.2004, 15:19 (vor 7917 Tagen)

Eine verspätete Antwort. Der Thread ist gesperrt.

Ich streite nicht ab, daß es Frauen gibt, die mit Verhütung sehr nachlässig umgehen. Ich streite auch nicht ab, daß es Frauen gibt, die mit Absicht Männern ein Kind anhängen. Ich finde das moralisch einen Skandal und verurteile es.

Nick führte ein Beispiel an, daß Frauen nachlässig damit umgehen können. Und daß ein Mann dem völlig ausgeliefert sei. Letzteres glaube ich gerade nicht, wenn man sich über diverse Verhütungsmethoden schlau macht. Gerade dadurch ist er nicht völliges Opfer weiblicher Verhütung, sondern kann mitbestimmen. Das kann er allerdings nur, wenn er sich auch über Verhütungsalternativen informiert und die vielleicht auch mal seiner Freundin nahelegt. Das muß nicht gleich männerspezifische Verhütung sein (Sterilisation), sondern kann auch etwas sein, an das man nicht täglich denken muß (Spirale, Dreimonatsspritze, Verhütungsring, Verhütungspflaster). Sollte die Frau eine solche Alternative auch aus medizinischer Sicht gut vertragen (deshalb Frauenarzt) sehe ich hier die gegenwärtige Alternative, einen männlichen Opferstatus zu reduzieren.

Die Fälle von Pillenunverträglichkeit bzw. Hormonunverträglichkeit generell sind mir bekannt. Beispielsweise können Frauen, die auch nur unter leichter MS leiden, gar nicht hormonell verhüten (weder Pille noch Gelbkörper noch Spirale).

Kurz und knapp: In Beziehungen ist Verhütung ebenso wie Kinder Partnerschaftssache. Ich sehe eine Frau, die permanent die Pille vergißt und den Vorschlag des Mannes, es doch mal mit Spirale zu versuchen (im Falle der Verträglichkeit) als genauso beziehungsunfähig an wie ein Mann, der mit "wird schon nichts passieren" seine Freundin belabert und sich dann abmacht, wenn sie schwanger ist, oder sie zur Abtreibung bewegen will.

Gruß

Anti-Sexisin

Re: @ Pokemon - Pille

Peter, Friday, 04.06.2004, 18:24 (vor 7917 Tagen) @ Anti-Sexistin

Als Antwort auf: @ Pokemon - Pille von Anti-Sexistin am 04. Juni 2004 12:19:18:

Eine verspätete Antwort. Der Thread ist gesperrt.

Das wird wohl seinen Grund haben. Du solltest darauf nicht mehr antworten und nicht versuchen, die Ordnungsversuche der Forenleitung zu umgehen.

Gruss,

Peter

Re: @ Pokemon - Pille

Anti-Sexistin, Friday, 04.06.2004, 18:42 (vor 7917 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Pille von Peter am 04. Juni 2004 15:24:34:

Eine verspätete Antwort. Der Thread ist gesperrt.

Das wird wohl seinen Grund haben. Du solltest darauf nicht mehr antworten und nicht versuchen, die Ordnungsversuche der Forenleitung zu umgehen.
Gruss,
Peter

Du unterstellst mir hier Absichten, die ich nicht habe. Da Pokemon offenbar mein Post nicht meiner Aussage gemäß interpretiert hat, halte ich meine Klarstellung für angemessen und berechtigt.

Gruß

Anti-Sexistin

Re: @ Pokemon - Pille

Pokemon, Friday, 04.06.2004, 23:50 (vor 7917 Tagen) @ Anti-Sexistin

Als Antwort auf: @ Pokemon - Pille von Anti-Sexistin am 04. Juni 2004 12:19:18:

Hallö!

Nick führte ein Beispiel an, daß Frauen nachlässig damit umgehen können. Und daß ein Mann dem völlig ausgeliefert sei. Letzteres glaube ich gerade nicht, wenn man sich über diverse Verhütungsmethoden schlau macht. Gerade dadurch ist er nicht völliges Opfer weiblicher Verhütung, sondern kann mitbestimmen. Das kann er allerdings nur, wenn er sich auch über Verhütungsalternativen informiert und die vielleicht auch mal seiner Freundin nahelegt.

Das ist ja gerade das Problem. Was die Verhütung angeht haben Männer nicht so viel Auswahl. Kondom (ist bei gesunden Männern auf Dauer eine eher unbefriedigende Lösung), Coitus Interruptus (ebenso unbefriedigend und dazu noch unsicher, auch wenn es Männer gibt die ihn angeblich seit Jahren erfolgreich und zufrieden betreiben) oder halt die Steri. Da gibt es für die Frauen auf den ersten Blick doch eine weit größere Auwahl. Du selbst führst ja einige an:

Das muß nicht gleich männerspezifische Verhütung sein (Sterilisation), sondern kann auch etwas sein, an das man nicht täglich denken muß (Spirale, Dreimonatsspritze, Verhütungsring, Verhütungspflaster). Sollte die Frau eine solche Alternative auch aus medizinischer Sicht gut vertragen (deshalb Frauenarzt) sehe ich hier die gegenwärtige Alternative, einen männlichen Opferstatus zu reduzieren.

Allein von den Möglichkeiten her hat der Mann meiner Meinung nach weniger Möglichkeiten, zu verhüten als die Frau und ist deshalb abhängig von ihr.
Leider sind viele Verhütungsmethoden unsicher (Pflaster, Spritze, Pessar) oder können nur bei bestimmten Frauen angewandt werden (Spirale, nur bei Müttern, von denen es ja bekanntlicherweise immer weniger gibt).

Kurz und knapp: In Beziehungen ist Verhütung ebenso wie Kinder Partnerschaftssache.

Da stimme ich dir vollkommen zu!

Ich sehe eine Frau, die permanent die Pille vergißt und den Vorschlag des Mannes, es doch mal mit Spirale zu versuchen (im Falle der Verträglichkeit) als genauso beziehungsunfähig an wie ein Mann, der mit "wird schon nichts passieren" seine Freundin belabert und sich dann abmacht, wenn sie schwanger ist, oder sie zur Abtreibung bewegen will.

Naja, der Vorschlag (Spirale) zeigt doch immerhin dass er sich kümmert.

Ich bin ja überzeugt von der Temperaturmethode. Aber wie schon jemand einmal erwähnte. Auch sie ist nur so sicher wie die Frau, die sie anwendet.

Pokemon

Re: @ Pokemon - Pille

Anti-Sexistin, Saturday, 05.06.2004, 12:14 (vor 7916 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Pille von Pokemon am 04. Juni 2004 20:50:08:

Hallö!

Nick führte ein Beispiel an, daß Frauen nachlässig damit umgehen können. Und daß ein Mann dem völlig ausgeliefert sei. Letzteres glaube ich gerade nicht, wenn man sich über diverse Verhütungsmethoden schlau macht. Gerade dadurch ist er nicht völliges Opfer weiblicher Verhütung, sondern kann mitbestimmen. Das kann er allerdings nur, wenn er sich auch über Verhütungsalternativen informiert und die vielleicht auch mal seiner Freundin nahelegt.

Das ist ja gerade das Problem. Was die Verhütung angeht haben Männer nicht so viel Auswahl. Kondom (ist bei gesunden Männern auf Dauer eine eher unbefriedigende Lösung), Coitus Interruptus (ebenso unbefriedigend und dazu noch unsicher, auch wenn es Männer gibt die ihn angeblich seit Jahren erfolgreich und zufrieden betreiben) oder halt die Steri. Da gibt es für die Frauen auf den ersten Blick doch eine weit größere Auwahl. Du selbst führst ja einige an:

Das muß nicht gleich männerspezifische Verhütung sein (Sterilisation), sondern kann auch etwas sein, an das man nicht täglich denken muß (Spirale, Dreimonatsspritze, Verhütungsring, Verhütungspflaster). Sollte die Frau eine solche Alternative auch aus medizinischer Sicht gut vertragen (deshalb Frauenarzt) sehe ich hier die gegenwärtige Alternative, einen männlichen Opferstatus zu reduzieren.

Allein von den Möglichkeiten her hat der Mann meiner Meinung nach weniger Möglichkeiten, zu verhüten als die Frau und ist deshalb abhängig von ihr.
Leider sind viele Verhütungsmethoden unsicher (Pflaster, Spritze, Pessar) oder können nur bei bestimmten Frauen angewandt werden (Spirale, nur bei Müttern, von denen es ja bekanntlicherweise immer weniger gibt).

Kurz und knapp: In Beziehungen ist Verhütung ebenso wie Kinder Partnerschaftssache.

Da stimme ich dir vollkommen zu!

Ich sehe eine Frau, die permanent die Pille vergißt und den Vorschlag des Mannes, es doch mal mit Spirale zu versuchen (im Falle der Verträglichkeit) als genauso beziehungsunfähig an wie ein Mann, der mit "wird schon nichts passieren" seine Freundin belabert und sich dann abmacht, wenn sie schwanger ist, oder sie zur Abtreibung bewegen will.

Naja, der Vorschlag (Spirale) zeigt doch immerhin dass er sich kümmert.
Ich bin ja überzeugt von der Temperaturmethode. Aber wie schon jemand einmal erwähnte. Auch sie ist nur so sicher wie die Frau, die sie anwendet.
Pokemon

Pokemon,

ja, für Männer gibt es weniger Verhütungsmittel als für Frauen. Und für Frauen sind die meisten weiblichen Verhütungsmethoden auch ausgesprochen unbefriedigend (z.B. Lustlosigkeit, Depri etc.).

Mir ging es darum, unter den momentanen Gegenheiten gemeinsam über Verhütung zu entscheiden. Partnerschaftlich eben. Aber ich sehe schon, daß dies hier in die meisten Köpfe nicht reingeht. Partnerschaftlich ist eben ein Fremdwort. Gemeinsame Entscheidung wohl auch. Da brüllt die eine Hälfte Schuldkomplex und Alleinverantwortung für Männer, wo es um gemeinsame Entscheidungen und gemeinsame Verantwortung geht, und die andere, ja, aber für Männer gibt es weniger Verhütungsmittel wie für Frauen. Selbst wenn nicht, ist noch gemeinsame Verantwortung möglich.

Gruß

Anti-Sexistin

Re: @ Pokemon - Pille

il padrone , Monday, 07.06.2004, 02:23 (vor 7915 Tagen) @ Anti-Sexistin

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Pille von Anti-Sexistin am 04. Juni 2004 15:42:21:

Eine verspätete Antwort. Der Thread ist gesperrt.

Das wird wohl seinen Grund haben. Du solltest darauf nicht mehr antworten und nicht versuchen, die Ordnungsversuche der Forenleitung zu umgehen.
Gruss,
Peter

Du unterstellst mir hier Absichten, die ich nicht habe. Da Pokemon offenbar mein Post nicht meiner Aussage gemäß interpretiert hat, halte ich meine Klarstellung für angemessen und berechtigt.
Gruß
Anti-Sexistin

Hallo Pokemon und Anti-Sexistin,

ich finde Euren Dialog sehr gut.
Über dieses Thema sollte viel mehr diskutiert werden, schließlich sind die Folgen der männlich-weiblichen Verantwortungslosigkeit häufig nicht nur auf die zwei "Liebenden" beschränkt, sondern das nicht geplante und nicht erwünschte Kind, das nicht selten das Ergebnis ist, leidet und das vollkommen zu unrecht, in der Regel am meisten darunter.
Ablehnung, liebloser Umgang mit dem Kind, bis hin zu Psycho-Terror und Gewalt gegen das Kind... das sind nicht selten die Folgen von verantwortungslosem sexuellen Treiben.
Daher sollte meines Erachtens viel mehr über Verhütung gesprochen werden.

for a better world

Re: @ Pokemon - Pille

Garfield, Monday, 07.06.2004, 14:42 (vor 7914 Tagen) @ Anti-Sexistin

Als Antwort auf: @ Pokemon - Pille von Anti-Sexistin am 04. Juni 2004 12:19:18:

Hallo Anti-Sexistin!

Das Problem der Schwangerschaften gegen den Willen des Vaters läßt sich leider nicht so einfach lösen.

Versetze dich mal in eine Frau, die unbedingt ein Kind möchte. Egal aus welchen Gründen. Würde sie dann darauf eingehen, wenn ihr Partner ihr vorschlägt, sich beispielsweise ein Hormonstäbchen einsetzen zu lassen?

Dann könnte sie das mit dem Kind für die nächsten 3 Jahre vergessen. Also wird sie dann behaupten, daß sie sowas wahrscheinlich nicht vertragen wird, oder daß sie vor dem kleinen Eingriff, der damit ja verbunden ist, zurück scheut, oder irgendsoetwas.

Sie wird darauf verweisen, daß sie ja die Pille nimmt, und sie wird ihren Partner fragen, ob er ihr denn nicht traut. Was soll er dann sagen?

Dieselbe Diskussion kommt dann, wenn er Kondome verwenden möchte. Dann wird sie ihn fragen, was das denn nun soll, sie wird sagen, daß sie es ohne Kondom schöner findet und ihren Partner wieder fragen, ob er dir denn nicht traut.

Letztendlich wäre er dann immer in der Situation, daß er einen Rückzieher machen muß, um ihr sein Vertrauen und seine Liebe zu beweisen. Und sie bräuchte einfach nur noch still und heimlich die Pille absetzen, um dann bald schwanger zu werden.

Das Problem besteht eben darin, daß es für Männer noch keine Verhütungsmittel gibt, die den Verhütungsmitteln für Frauen gleichwertig sind. Und daß kein Mann seine Partnerin zur Verhütung zwingen darf.

Natürlich kann er theoretisch auch auf Sex verzichten, oder er kann Kondome benutzen (wobei er dann aber immer vorher das Kondom genau untersuchen müßte, denn es gab schon Fälle in denen Frauen Löcher in Kondome gebohrt haben, um trotz Kondom schwanger zu werden) - aber dann riskiert er, daß seine Partnerin ihn deshalb verläßt. Er kann sich natürlich auch sofort trennen - aber im Gegensatz zu den Behauptungen einer gewissen Frau Solanas sind Männer eben keine "emotionslosen Klötze", sondern lieben ihre Partnerinnen üblicherweise und möchten sie deshalb nicht verlassen.

Wenn eine Frau aber ein Kind zur Welt gebracht hat, dann spielt es für die Justiz keine Rolle, ob der Vater damit einverstanden ist oder nicht. Dann kann die Frau ihn gegebenenfalls sehr wohl zwingen, für das Kind zu zahlen. Dann nützt es ihm auch gar nichts, sie zu verlassen. Ganz im Gegenteil - das kommt ihn oft noch teurer zu stehen als wenn er mit ihr zusammen bleibt.

So ist ein Mann also immer vom guten Willen seiner Partnerin abhängig. Wenn dieser gute Wille da ist, dann hat er Glück. Fehlt der gute Wille aber, dann hat er leider Pech.

Dieses Problem wird sich erst lösen, wenn es endlich auch eine Verhütungspille oder sogar ein Hormonstäbchen für Männer gibt. Dann wird die Geburtenrate aber nochmal deutlich sinken...

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: @ Pokemon - Spirale

Expatriate, Monday, 07.06.2004, 14:51 (vor 7914 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Pille von Pokemon am 04. Juni 2004 20:50:08:

(Spirale, nur bei Müttern, von denen es ja bekanntlicherweise immer weniger gibt).

Ist das so?
Wieso sollte die Spirale nur bei Muettern eingesetzt werden koennen?
Das stimmt doch nicht, ne Freundin von mir benutzte die Spirale, und sie ist definitiv noch keine Mutter.

Darauf 'nen Eierlikör!
Prösterchen!

Re: @ Pokemon - Spirale

Anti-Sexistin, Monday, 07.06.2004, 15:14 (vor 7914 Tagen) @ Expatriate

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Spirale von Expatriate am 07. Juni 2004 11:51:21:

(Spirale, nur bei Müttern, von denen es ja bekanntlicherweise immer weniger gibt).

Ist das so?
Wieso sollte die Spirale nur bei Muettern eingesetzt werden koennen?
Das stimmt doch nicht, ne Freundin von mir benutzte die Spirale, und sie ist definitiv noch keine Mutter.
Darauf 'nen Eierlikör!
Prösterchen!

Ja, ist allerdings nicht die Regel. Eine bestimmte Weite des Gebärmutterhalses ist nötig, um die Spirale einzusetzen. Die meisten Frauen haben diese erst nach einer Geburt, da die Gebärmutteröffnung dadurch entsprechend vergrößert wird. Im Endeffekt entscheidet der Frauenarzt, ob eine Spirale eingesetzt werden kann oder nicht.

Anti-Sexistin

Re: @ Pokemon - Pille

Ant-Sexistin, Monday, 07.06.2004, 16:04 (vor 7914 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Pille von Garfield am 07. Juni 2004 11:42:20:

Hallo Anti-Sexistin!

Hallo Garfield!

Das Problem der Schwangerschaften gegen den Willen des Vaters läßt sich leider nicht so einfach lösen.

Von "einfach" rede ich auch nicht. Ich rede davon, bei einer gewissen Gruppe Frauen mehr Mitentscheidung für Männer zu ermöglichen und das aufgrund des aktuellen Verhütungsmittelangebotes.

Versetze dich mal in eine Frau, die unbedingt ein Kind möchte. Egal aus welchen Gründen. Würde sie dann darauf eingehen, wenn ihr Partner ihr vorschlägt, sich beispielsweise ein Hormonstäbchen einsetzen zu lassen?

Nein, aber von diesen Frauen, werden auch nicht gleich alle dem jeweiligen Mann ein Kind ohne sein Wissen unterschieben WOLLEN, sondern auch ihrem Partner Zeit lassen, bis er vielleicht auch ein Kind möchte. Wenn nicht steht in solchen Beziehungen meiner Erfahrung nach die Trennung ins Haus, sollte einer der Partner einen starken, der andere gar keinen Kinderwunsch haben.

Der Rest, der dann bleibt, ist exakt das, was Du hier beschreibst.

Dann könnte sie das mit dem Kind für die nächsten 3 Jahre vergessen.

Nein:-) Ein Implanon kann jederzeit wieder entfernt werden. Schon wenige Tage nach dem Entfernen kann man auch wieder ganz normal schwanger werden.

Also wird sie dann behaupten, daß sie sowas wahrscheinlich nicht vertragen wird, oder daß sie vor dem kleinen Eingriff, der damit ja verbunden ist, zurück scheut, oder irgendsoetwas.

Das weiß sie nicht. Das kann der Frauenarzt aber relativ genau sagen. Insofern ist es auch gut, wenn der Mann gerade wenn er mißtrauisch ist, da ruhig mal mitgeht.

Sie wird darauf verweisen, daß sie ja die Pille nimmt, und sie wird ihren Partner fragen, ob er ihr denn nicht traut. Was soll er dann sagen?

"Ich bin für die Verhütung mitverantwortlich, habe keinen Kinderwunsch und möchte deshalb auch gerne da mitbestimmen."

Dieselbe Diskussion kommt dann, wenn er Kondome verwenden möchte. Dann wird sie ihn fragen, was das denn nun soll, sie wird sagen, daß sie es ohne Kondom schöner findet und ihren Partner wieder fragen, ob er dir denn nicht traut.

Dann sei doch Gummifetischist und probier mal was aufregend Neues aus.:o)

Letztendlich wäre er dann immer in der Situation, daß er einen Rückzieher machen muß, um ihr sein Vertrauen und seine Liebe zu beweisen. Und sie bräuchte einfach nur noch still und heimlich die Pille absetzen, um dann bald schwanger zu werden.

Im Gegenteil, wenn schon Mißtrauen vorhanden ist ("die schiebt mir ein Kind unter"), dann kann das zwei Gründe haben:

- erstens: sie hat das vor und er riecht das
- zweitens: er bildet es sich nur ein, weil er ihr nicht vertraut

Im ersten Fall wäre dies aus meiner Sicht ein Grund für den Mann die Beziehung zu beenden.
Im zweiten Fall wäre es ein Grund, über die Probleme zu sprechen.

Das Problem besteht eben darin, daß es für Männer noch keine Verhütungsmittel gibt, die den Verhütungsmitteln für Frauen gleichwertig sind.

Genau deshalb sehe ich den einzige Möglichkeit unter den gegebenen Umständen mehr Mitbestimmung bei der Verhütung zu tragen eben darin, daß sich Männer mit informieren. Ruhig auch in Sachen Verhütungsmittel für Frauen.

Oft nehmen Frauen die Pille, weil sie es anders nicht gewohnt sind oder alle Bekannten sie auch nehmen. Das übliche Gespräch beim Frauenarzt ist läuft dann so: "Guten Tag, ich möchte mir die Pille verschreiben lassen."

Die Pille ist tatsächlich auch mal leicht vergessen, was auch von den Lebensumständen abhängt. Nimm z.B. an, Deine Freundin hockt wochenlang im Büro und hat Routine, dann kommt mal eine richtige Streßphase, eine Geschäftsreise oder sonst was, und sie ist schnell vergessen. Wieso sollte so eine Frau für einen Gegenvorschlag von ihrem Partner in Sachen Verhütung abgeneigt sein?

Und daß kein Mann seine Partnerin zur Verhütung zwingen darf.

Um zwingen geht es gar nicht. Nur um gemeinsame Entscheidungen und Absprachen.
Aber Dein Satz geht schon in die Richtung, die ich oft mit Männern erlebt habe. Vorschläge zu machen und mitbestimmen wollen, ist noch kein Zwang. Ich habe Männer oft als sehr zurückhaltend in der Äußerung ihrer Verhütungswünsche erlebt nach dem Motto: "Ich kann meiner Freundin ja kein Medikament verordnen. Was ist, wenn es ihr nicht bekommt? Es ist Ihr Körper, und sie muß ja wissen, was sie verträgt."

Natürlich kann er theoretisch auch auf Sex verzichten, oder er kann Kondome benutzen (wobei er dann aber immer vorher das Kondom genau untersuchen müßte, denn es gab schon Fälle in denen Frauen Löcher in Kondome gebohrt haben, um trotz Kondom schwanger zu werden) - aber dann riskiert er, daß seine Partnerin ihn deshalb verläßt.

Oh je. Wenn ich von meinem Freund ein derart schlechtes Bild hätte, ob zu Recht oder Unrecht, hätte ich keine Lust mehr mit ihm zu schlafen. Es käme beinahe einer Folter gleich. Meinen Freund gut zu finden, sprich ein gutes Bild von ihm zu haben (das sollte allerdings auch der Realität entsprechen) , genau wie umgekehrt ist für mich neben der Chemie DIE Beziehungsbasis. Mit einem solchen Bild von meinem jeweiligen Gegenüber würde ich es lassen.

Er kann sich natürlich auch sofort trennen - aber im Gegensatz zu den Behauptungen einer gewissen Frau Solanas sind Männer eben keine "emotionslosen Klötze", sondern lieben ihre Partnerinnen üblicherweise und möchten sie deshalb nicht verlassen.

Na ja, dann kann ich ihm nicht helfen. Allerdings ist er dann in meinen Augen auch nicht ganz unschuldig, wenn er so etwas schon sieht, aber trotzdem nichts unternimmt.

Wenn eine Frau aber ein Kind zur Welt gebracht hat, dann spielt es für die Justiz keine Rolle, ob der Vater damit einverstanden ist oder nicht. Dann kann die Frau ihn gegebenenfalls sehr wohl zwingen, für das Kind zu zahlen. Dann nützt es ihm auch gar nichts, sie zu verlassen. Ganz im Gegenteil - das kommt ihn oft noch teurer zu stehen als wenn er mit ihr zusammen bleibt.

Stimmt. Das ist unfair. Andererseits kann der Mann theoretisch nur behaupten, daß er das Kind gar nicht wollte, weil sich beide verkracht haben.
In dubio pro infantes.

So ist ein Mann also immer vom guten Willen seiner Partnerin abhängig. Wenn dieser gute Wille da ist, dann hat er Glück. Fehlt der gute Wille aber, dann hat er leider Pech.

Dieses Problem wird sich erst lösen, wenn es endlich auch eine Verhütungspille oder sogar ein Hormonstäbchen für Männer gibt.

Würde ich begrüßen. Dann kann er die Pille nehmen, während ich Pillenpause machen muß. Das wäre verdammt fair.

Dann wird die Geburtenrate aber nochmal deutlich sinken...

Nicht wenn sein unbewußter Kinderwunsch dazwischen kommt und er seine Pille verschusselt.:o)

Scherz beiseite: Du gehst von einem worst case-Szenario aus. Das läßt sich nicht wegsprechen. Sicherlich kann das passieren. Ich gehe von den Zwischengruppen aus, in denen eine gute Beziehung vorliegt, nur alte Verhütungsgewohnheiten vorherrschen, über die sich nochmal reden läßt. Wieso sollten sich hierbei Männer nicht mal reinhängen? Ist die Beziehung gut, aber die Freundin nur ein Pillenschussel kann man doch drüber reden.

Freundliche Grüße
von Garfield

Freundliche Grüße zurück

Anti-Sexistin

Re: @ Pokemon - Pille

Garfield, Monday, 07.06.2004, 21:06 (vor 7914 Tagen) @ Ant-Sexistin

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Pille von Ant-Sexistin am 07. Juni 2004 13:04:23:

Hallo Anti-Sexistin!

"Nein, aber von diesen Frauen, werden auch nicht gleich alle dem jeweiligen Mann ein Kind ohne sein Wissen unterschieben WOLLEN, sondern auch ihrem Partner Zeit lassen, bis er vielleicht auch ein Kind möchte."

Diese Frauen sind ja auch gar nicht das Problem. Das Problem sind ja gerade diejenigen, die keine Skrupel dabei haben, auch gegen den Willen des Partners von ihm schwanger zu werden. Und ihm dabei notfalls auch Märchen erzählen oder sogar Kondome anbohren. Mir ist schon klar, daß die Mehrheit der Frauen sowas nicht tut - aber die Minderheit, die das tut, schafft dann eben diese Probleme.

"Ein Implanon kann jederzeit wieder entfernt werden. Schon wenige Tage nach dem Entfernen kann man auch wieder ganz normal schwanger werden."

Ja, aber das könnte der Partner merken. Beim Herausnehmen muß ja ein kleines Loch in die Haut geschnitten werden. Außerdem kann man das Stäbchen auch durch die Haut fühlen.

"Insofern ist es auch gut, wenn der Mann gerade wenn er mißtrauisch ist, da ruhig mal mitgeht."

Wie soll er das aber begründen, wenn er zwar mißtrauisch ist, dieses Mißtrauen jedoch nicht zeigen möchte, weil er seine Partnerin nicht verletzten will? Klar kann er dann sagen, daß er vielleicht einfach nur mal sehen möchte, was beim Frauenarzt passiert - aber gerade wenn seine Partnerin vor ihm verheimlichen möchte, daß sie noch nicht einmal wegen Implanon nachgefragt hat, wird sie natürlich dagegen sein, daß er mitkommt. Sie kann das z.B. damit begründen, daß es ihr unangenehm ist, wenn noch jemand dabei ist. Dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als ihr ganz konkret zu sagen, daß er ihr nicht traut. Und dann gibt es genau die Diskussion, die er vermeiden wollte, und die wird dann mit dem Satz: "Ach, so wenig traust du mir?" beginnen.

Und wenn er sowas sagt wie "Ich bin für die Verhütung mitverantwortlich, habe keinen Kinderwunsch und möchte deshalb auch gerne da mitbestimmen", dann läuft das auf dieselbe Diskussion hinaus.

"Im Gegenteil, wenn schon Mißtrauen vorhanden ist ("die schiebt mir ein Kind unter"), dann kann das zwei Gründe haben:

- erstens: sie hat das vor und er riecht das
- zweitens: er bildet es sich nur ein, weil er ihr nicht vertraut
Im ersten Fall wäre dies aus meiner Sicht ein Grund für den Mann die Beziehung zu beenden.
Im zweiten Fall wäre es ein Grund, über die Probleme zu sprechen."

Ja, aber woher weiß der Mann, ob er es sich nur einbildet oder nicht? Er wird doch nicht einfach nur auf einen Verdacht hin seine Partnerin gleich verlassen wollen. Und wenn er mit ihr redet - siehe oben...

"Wieso sollte so eine Frau für einen Gegenvorschlag von ihrem Partner in Sachen Verhütung abgeneigt sein?"

Die Frauen, die nicht die Absicht haben, ihre Partner gegen deren Willen zu Vätern zu machen, werden dem sicher nicht abgeneigt sein. Aber gerade diejenigen, die sich diese Möglichkeit offen lassen möchten, werden darauf nicht eingehen und sich mit allen nur erdenklichen Ausreden dagegen sträuben. Zwar können sie ein Implanon-Stäbchen wieder herausnehmen lassen, aber das ist nicht so einfach, wie mal eine Pille nicht zu nehmen. Und der Partner kann das nicht nur bemerken, sondern er braucht dann später, wenn seine Partnerin schwanger ist, einfach nur an ihrem Arm fühlen. Wenn das Stäbchen weg ist, ist ja klar, daß sie es sich ganz bewußt hat herausnehmen lassen. Daß sie die Pille absichtlich nicht genommen hat, kann ihr dagegen niemand nachweisen. Zwar ändert das an der Unterhaltsverpflichtung des Vaters nichts mehr, aber oft ist es ja so, daß die Frau schon Wert darauf legt, daß der Partner bei ihr bleibt, und deshalb möchte sie dann natürlich auch, daß er diesen Betrug nicht bemerkt, sondern glaubt, daß sie wirklich nur versehentlich schwanger geworden ist.

"Um zwingen geht es gar nicht. Nur um gemeinsame Entscheidungen und Absprachen."

Es gibt aber Frauen, die man tatsächlich dazu zwingen müßte, den Wunsch ihres Partners zu respektieren. Weil sie es freiwillig nicht tun.

"Andererseits kann der Mann theoretisch nur behaupten, daß er das Kind gar nicht wollte, weil sich beide verkracht haben."

Nach der jetzigen Gesetzeslage nützt ihm das nichts. Man könnte es natürlich auch so handhaben, daß ein Paar eine Art Vertrag machen muß, in dem beide ihren gemeinsamen Kinderwunsch bekräftigen. Nur wenn der Mann solch einen Vetrag unterschrieben hat, dürfte er unterhaltspflichtig sein.

Das hätte dann aber den Nachteil, daß wieder ein Teil des Privatlebens reglementiert wäre. So würde mir eine Pille oder ein Hormonstäbchen für den Mann als Lösung wesentlich mehr zusagen - nur leider gibt es so etwas noch nicht...

"Dann kann er die Pille nehmen, während ich Pillenpause machen muß. Das wäre verdammt fair."

Ja. Und wenn beide gleichzeitig verhüten, dann hätte man praktisch tatsächlich die 100%ige Gewißheit, nicht ungewollt ein Kind zu bekommen. Jetzt gibt es ja auch bei den wirksamsten Verhütungsmitteln noch ein minimales Restrisiko. Das liegt dann zwar üblicherweise bei unter 1%, aber immerhin...

"Nicht wenn sein unbewußter Kinderwunsch dazwischen kommt und er seine Pille verschusselt.:o)"

Ja, sowas kann natürlich auch passieren. Es gibt mit Sicherheit auch Paare, in denen er unbedingt ein Kind möchte, sie aber nicht oder noch nicht. Dann kann sie aber jetzt verhüten, und er darf sie nicht daran hindern. Wenn es aber gute Verhütungsmittel für Männer gäbe und eine Frau würde sich darauf verlassen, daß ihr Partner schon verhütet und selbst also nicht verhüten, dann könnte es ihr natürlich genauso passieren, daß ihr gegen ihren Willen ein Kind untergeschoben wird, und das hätte für die Frau dann noch die zusätzliche Konsequenz, daß sie das Kind dann austragen oder aber es abtreiben lassen muß.

Aber wenn sie die Pille oder Implanon gesundheitlich verträgt, dann wäre sie ja dann auch selbst mit daran schuld. Männern kann man so eine Mitschuld jetzt nicht so einfach unterstellen, weil die existierenden Verhütungsmittel für Männer in der Anwendung bei weitem nicht so bequem sind wie die Verhütungsmittel für Frauen.

"Du gehst von einem worst case-Szenario aus. Das läßt sich nicht wegsprechen. Sicherlich kann das passieren. Ich gehe von den Zwischengruppen aus, in denen eine gute Beziehung vorliegt, nur alte Verhütungsgewohnheiten vorherrschen, über die sich nochmal reden läßt."

Aber dieses Worst-Case-Szenario ist doch gerade das Problem! In einer normalen Beziehung, wo auch die Frau die Wünsche ihres Partners respektiert, kann sie höchstens dann gegen seinen Willen schwanger werden, wenn tatsächlich mal ein Verhütungsmittel versagt hat (was ja eher selten vorkommt) oder wenn eben beide gar nicht verhütet haben (wobei sie dann auch beide schuld sind). Ansonsten gibt es da doch gar kein Problem. Entweder akzeptiert die Frau, daß ihr Partner keine Kinder möchte, oder aber er willigt ihr zuliebe ein, oder sie trennen sich. Aber daß die Frau ganz bewußt nicht mehr verhütet und den Partner in dem Glauben läßt, daß sie noch verhüten würde, wird da doch nicht passieren.

Was ich auch mies finde, sind die Frauen, die zwar ein Kind im Einvernehmen (oder sogar auf Wunsch des Partners) bekommen, aber insgeheim gar nicht die Absicht haben, dauerhaft mit ihm zusammen zu bleiben. Ich hatte mal eine Bekannte, die sowas mit ihrem Partner abgezogen hat. Er hat vom trauten Familienleben geträumt, und sie sagte mir dann mal, daß sie an ihm eigentlich gar nicht sonderlich interessiert ist und einfach nur ein Kind möchte. Wie in diesem Lied von Ace of Base: "All that she wants is another baby. She's gone tomorrow... She's the hunter, you're the fox." Solche Frauen gibt es tatsächlich. Diese Bekannte von mir hatte übrigens schon einen Sohn, der allerdings bei ihrem Ex-Mann lebte. Sie war auch nicht sonderlich an ihrem Sohn interessiert. Sie fuhr viel lieber mit ihrem Motorrad durch die Gegend und flirtete in Clubs und Discos mit Männern - da wäre ein Kind für sie nur ein Hindernis gewesen. Trotzdem wollte sie unbedingt ein Kind und hat alles dafür getan, um schwanger zu werden. Sie sagte mir mal, daß sie den Lebenszweck einer Frau darin sieht, Kinder zu bekommen. Ich habe schon lange keinen Kontakt mehr zu ihr, aber ich bin mir sicher, daß sie sich dann später von ihrem damaligen Partner auch wieder getrennt hat und daß das Kind auch bei ihm geblieben ist. Es ging ihr nämlich auch nicht darum, Unterhalt abzuzocken oder so. Sie wollte einfach nur ein Kind austragen und zur Welt bringen. Rein instinktiv. Das Kind selbst interessierte sie nicht wirklich.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: @ Pokemon - Pille

Anti-Sexistin, Monday, 07.06.2004, 23:02 (vor 7914 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Pille von Garfield am 07. Juni 2004 18:06:50:

Hallo Anti-Sexistin!

Hallo Garfield,

"Nein, aber von diesen Frauen, werden auch nicht gleich alle dem jeweiligen Mann ein Kind ohne sein Wissen unterschieben WOLLEN, sondern auch ihrem Partner Zeit lassen, bis er vielleicht auch ein Kind möchte."
Diese Frauen sind ja auch gar nicht das Problem. Das Problem sind ja gerade diejenigen, die keine Skrupel dabei haben, auch gegen den Willen des Partners von ihm schwanger zu werden. Und ihm dabei notfalls auch Märchen erzählen oder sogar Kondome anbohren. Mir ist schon klar, daß die Mehrheit der Frauen sowas nicht tut - aber die Minderheit, die das tut, schafft dann eben diese Probleme.

Ja, eben. *seufz* Mir ging es in meiner Antwort darum, das Risiko ganz auszuräumen, was ich auch schon per Gesetz und Verhütung nie für 100%ig machbar halte, sondern unter den gegebenen Umständen zu reduzieren. Und da kann man schon was machen, indem man sich mal informiert. Von den absoluten worst cases, die Du hier schilderst und die ich keineswegs abstreite, abgesehen.

"Ein Implanon kann jederzeit wieder entfernt werden. Schon wenige Tage nach dem Entfernen kann man auch wieder ganz normal schwanger werden."
Ja, aber das könnte der Partner merken. Beim Herausnehmen muß ja ein kleines Loch in die Haut geschnitten werden. Außerdem kann man das Stäbchen auch durch die Haut fühlen.
"Insofern ist es auch gut, wenn der Mann gerade wenn er mißtrauisch ist, da ruhig mal mitgeht."
Wie soll er das aber begründen, wenn er zwar mißtrauisch ist, dieses Mißtrauen jedoch nicht zeigen möchte, weil er seine Partnerin nicht verletzten will?

Gut, Du bist wieder beim worst case.

Mal abgesehen davon: ich habe früher auch oft gedacht "lass das und jenes lieber nicht raushängen, sonst haut Dein Liebster Dir ab". Ja, kann passieren. Das übliche Beziehungsrisiko, das Männer UND Frauen nun mal tragen, sobald sie sich auf Beziehung einlassen. Gegenseitig Fassaden abzubauen, sollte zu einer Beziehung gehören. Ansonsten entsteht auf Dauer sowieso keine echte Nähe. Und dazu gehört nun mal auch ein wenig Mut und vielleicht auch Gefühle wie Mißtrauen zeigen, selbst wenn Verlustangst besteht. Was Deinen worst case angeht, teile ich Deine Meinung. Doch tut mir leid: die Einstellung zu haben - "ich will kein Kind" und dann kein Kondom nehmen können, ist reichlich komisch.

Klar kann er dann sagen, daß er vielleicht einfach nur mal sehen möchte, was beim Frauenarzt passiert - aber gerade wenn seine Partnerin vor ihm verheimlichen möchte, daß sie noch nicht einmal wegen Implanon nachgefragt hat, wird sie natürlich dagegen sein, daß er mitkommt.

Wäre einen Versuch wert. Er könnte mit so einem Anliegen und ihrer Reaktion checken, ob sein Mißtrauen nun objektiv oder subjektiv ist.

Sie kann das z.B. damit begründen, daß es ihr unangenehm ist, wenn noch jemand dabei ist. Dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als ihr ganz konkret zu sagen, daß er ihr nicht traut. Und dann gibt es genau die Diskussion, die er vermeiden wollte, und die wird dann mit dem Satz: "Ach, so wenig traust du mir?" beginnen.

Und wenn er sowas sagt wie "Ich bin für die Verhütung mitverantwortlich, habe keinen Kinderwunsch und möchte deshalb auch gerne da mitbestimmen", dann läuft das auf dieselbe Diskussion hinaus.

Wieso auch nicht diskutieren? Dann sähe er vielleicht klarer?!

"Im Gegenteil, wenn schon Mißtrauen vorhanden ist ("die schiebt mir ein Kind unter"), dann kann das zwei Gründe haben:

- erstens: sie hat das vor und er riecht das
- zweitens: er bildet es sich nur ein, weil er ihr nicht vertraut
Im ersten Fall wäre dies aus meiner Sicht ein Grund für den Mann die Beziehung zu beenden.
Im zweiten Fall wäre es ein Grund, über die Probleme zu sprechen."

Ja, aber woher weiß der Mann, ob er es sich nur einbildet oder nicht?

Durch Diskussion, durch Offenheit und ihre Reaktionen darauf. (s.o.)

Er wird doch nicht einfach nur auf einen Verdacht hin seine Partnerin gleich verlassen wollen.

Stimmt. Deshalb ja offen reden. (s.o.)

Und wenn er mit ihr redet - siehe oben...

"Wieso sollte so eine Frau für einen Gegenvorschlag von ihrem Partner in Sachen Verhütung abgeneigt sein?"
Die Frauen, die nicht die Absicht haben, ihre Partner gegen deren Willen zu Vätern zu machen, werden dem sicher nicht abgeneigt sein. Aber gerade diejenigen, die sich diese Möglichkeit offen lassen möchten, werden darauf nicht eingehen und sich mit allen nur erdenklichen Ausreden dagegen sträuben. Zwar können sie ein Implanon-Stäbchen wieder herausnehmen lassen, aber das ist nicht so einfach, wie mal eine Pille nicht zu nehmen. Und der Partner kann das nicht nur bemerken, sondern er braucht dann später, wenn seine Partnerin schwanger ist, einfach nur an ihrem Arm fühlen. Wenn das Stäbchen weg ist, ist ja klar, daß sie es sich ganz bewußt hat herausnehmen lassen. Daß sie die Pille absichtlich nicht genommen hat, kann ihr dagegen niemand nachweisen. Zwar ändert das an der Unterhaltsverpflichtung des Vaters nichts mehr, aber oft ist es ja so, daß die Frau schon Wert darauf legt, daß der Partner bei ihr bleibt, und deshalb möchte sie dann natürlich auch, daß er diesen Betrug nicht bemerkt, sondern glaubt, daß sie wirklich nur versehentlich schwanger geworden ist.
"Um zwingen geht es gar nicht. Nur um gemeinsame Entscheidungen und Absprachen."
Es gibt aber Frauen, die man tatsächlich dazu zwingen müßte, den Wunsch ihres Partners zu respektieren. Weil sie es freiwillig nicht tun.

Garfield, ich bin generell dagegen, irgendjemanden überhaupt zu irgendwas zu zwingen. Der Anspruch ist mir zu viel. Es reicht oft schon, wenn man selbst lernt, sich gut zu betten. Entsprechend gut wird man liegen.

"Andererseits kann der Mann theoretisch nur behaupten, daß er das Kind gar nicht wollte, weil sich beide verkracht haben."
Nach der jetzigen Gesetzeslage nützt ihm das nichts. Man könnte es natürlich auch so handhaben, daß ein Paar eine Art Vertrag machen muß, in dem beide ihren gemeinsamen Kinderwunsch bekräftigen. Nur wenn der Mann solch einen Vetrag unterschrieben hat, dürfte er unterhaltspflichtig sein.

Ist nicht schon die Eheschließung ein solcher Vertrag? Bei LAGs stimme ich Dir zu. Allerdings nutzte so ein Vertrag auch nichts, wenn er geschlossen ist, das erste Kind zehn Jahre später gegen den Willen des Vaters kommt und der es sich anders überlegt, aber den Vertrag nicht geändert hat. Ein ähnlicher Fall wie Euthanasie bei Komafällen.

Das hätte dann aber den Nachteil, daß wieder ein Teil des Privatlebens reglementiert wäre. So würde mir eine Pille oder ein Hormonstäbchen für den Mann als Lösung wesentlich mehr zusagen - nur leider gibt es so etwas noch nicht...

Kondome und/oder eine treffliche Partnerinnenwahl kann ich durchaus auch empfehlen.

"Dann kann er die Pille nehmen, während ich Pillenpause machen muß. Das wäre verdammt fair."
Ja. Und wenn beide gleichzeitig verhüten, dann hätte man praktisch tatsächlich die 100%ige Gewißheit, nicht ungewollt ein Kind zu bekommen. Jetzt gibt es ja auch bei den wirksamsten Verhütungsmitteln noch ein minimales Restrisiko. Das liegt dann zwar üblicherweise bei unter 1%, aber immerhin...
"Nicht wenn sein unbewußter Kinderwunsch dazwischen kommt und er seine Pille verschusselt.:o)"
Ja, sowas kann natürlich auch passieren. Es gibt mit Sicherheit auch Paare, in denen er unbedingt ein Kind möchte, sie aber nicht oder noch nicht. Dann kann sie aber jetzt verhüten, und er darf sie nicht daran hindern. Wenn es aber gute Verhütungsmittel für Männer gäbe und eine Frau würde sich darauf verlassen, daß ihr Partner schon verhütet und selbst also nicht verhüten, dann könnte es ihr natürlich genauso passieren, daß ihr gegen ihren Willen ein Kind untergeschoben wird, und das hätte für die Frau dann noch die zusätzliche Konsequenz, daß sie das Kind dann austragen oder aber es abtreiben lassen muß.

Ja, in dem Falle sollte es auch Verträge für nicht-verheiratete Paare. Für den Fall, daß der Mann ihr vormacht zu verhüten, aber sie dabei betrügt, weil er unbedingt Kinder will, sie aber nicht, muß er sie großziehen und die Frau ist nicht weiter KU-pflichtig.

Aber wenn sie die Pille oder Implanon gesundheitlich verträgt, dann wäre sie ja dann auch selbst mit daran schuld. Männern kann man so eine Mitschuld jetzt nicht so einfach unterstellen, weil die existierenden Verhütungsmittel für Männer in der Anwendung bei weitem nicht so bequem sind wie die Verhütungsmittel für Frauen.

Garfield, wenn Du erst mal die Pille für den Mann nimmst, reden wir mal weiter, wie bequem das mit den Hormonzusätzen wirklich ist.

"Du gehst von einem worst case-Szenario aus. Das läßt sich nicht wegsprechen. Sicherlich kann das passieren. Ich gehe von den Zwischengruppen aus, in denen eine gute Beziehung vorliegt, nur alte Verhütungsgewohnheiten vorherrschen, über die sich nochmal reden läßt."
Aber dieses Worst-Case-Szenario ist doch gerade das Problem! In einer normalen Beziehung, wo auch die Frau die Wünsche ihres Partners respektiert, kann sie höchstens dann gegen seinen Willen schwanger werden, wenn tatsächlich mal ein Verhütungsmittel versagt hat (was ja eher selten vorkommt) oder wenn eben beide gar nicht verhütet haben (wobei sie dann auch beide schuld sind). Ansonsten gibt es da doch gar kein Problem. Entweder akzeptiert die Frau, daß ihr Partner keine Kinder möchte, oder aber er willigt ihr zuliebe ein, oder sie trennen sich. Aber daß die Frau ganz bewußt nicht mehr verhütet und den Partner in dem Glauben läßt, daß sie noch verhüten würde, wird da doch nicht passieren.
Was ich auch mies finde, sind die Frauen, die zwar ein Kind im Einvernehmen (oder sogar auf Wunsch des Partners) bekommen, aber insgeheim gar nicht die Absicht haben, dauerhaft mit ihm zusammen zu bleiben. Ich hatte mal eine Bekannte, die sowas mit ihrem Partner abgezogen hat. Er hat vom trauten Familienleben geträumt, und sie sagte mir dann mal, daß sie an ihm eigentlich gar nicht sonderlich interessiert ist und einfach nur ein Kind möchte. Wie in diesem Lied von Ace of Base: "All that she wants is another baby. She's gone tomorrow... She's the hunter, you're the fox." Solche Frauen gibt es tatsächlich.

Unehrlichkeit in Beziehungen ist grundsätzlich ein Problem.
Auf alleinigen Wunsch des Partners ein Kind zu bekommen, finde ich auch abartig. Ich schätze nicht, daß man da wirklich das Interesse an einem Kind aufbringen kann, das es nun mal braucht.

Diese Bekannte von mir hatte übrigens schon einen Sohn, der allerdings bei ihrem Ex-Mann lebte. Sie war auch nicht sonderlich an ihrem Sohn interessiert. Sie fuhr viel lieber mit ihrem Motorrad durch die Gegend und flirtete in Clubs und Discos mit Männern- da wäre ein Kind für sie nur ein Hindernis gewesen.

Von mir aus kann sie sich gerne in Discos herumtreiben, Motorrad fahren und mit Männern flirten, wenn es ihr Spaß macht. Schön wäre natürlich auch, wenn sie sich mal um ihr Kind kümmern würde.

Trotzdem wollte sie unbedingt ein Kind und hat alles dafür getan, um schwanger zu werden. Sie sagte mir mal, daß sie den Lebenszweck einer Frau darin sieht, Kinder zu bekommen. Ich habe schon lange keinen Kontakt mehr zu ihr, aber ich bin mir sicher, daß sie sich dann später von ihrem damaligen Partner auch wieder getrennt hat und daß das Kind auch bei ihm geblieben ist. Es ging ihr nämlich auch nicht darum, Unterhalt abzuzocken oder so. Sie wollte einfach nur ein Kind austragen und zur Welt bringen. Rein instinktiv. Das Kind selbst interessierte sie nicht wirklich.

Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich keine solchen Fälle. Eher umgekehrt: Frauen mit Kinderwunsch und gutem Job, die ausgesprochen wählerisch mit Männern waren, gerade auch im Hinblick darauf, ob sie MIT DIESEM MANN wirklich Kinder wollen. Ihre Kinderwünsche waren sozusagen nicht frei schwebend. Das führt i.d.R. nur zu allein erziehenden Müttern. Diese Frauen sind glücklich mit glücklichen Männern verheiratet und haben auch glückliche Kinder. Anspruchsvoll sein lohnt sich eben doch.:-)

Freundliche Grüße
von Garfield

Freundliche Grüße

Anti-Sexistin

Re: @ Pokemon - Spirale

Odin, Tuesday, 08.06.2004, 00:08 (vor 7914 Tagen) @ Expatriate

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Spirale von Expatriate am 07. Juni 2004 11:51:21:

(Spirale, nur bei Müttern, von denen es ja bekanntlicherweise immer weniger gibt).

Ist das so?
Wieso sollte die Spirale nur bei Muettern eingesetzt werden koennen?
Das stimmt doch nicht, ne Freundin von mir benutzte die Spirale, und sie ist definitiv noch keine Mutter.

War mir auch neu. Hab mich aber auch noch nicht groß erkundigt.

Darauf 'nen Eierlikör!
Prösterchen!

Unterlaß diese sexistischen Anspielungen :-)

Re: @ Pokemon - Spirale

Expatriate, Wednesday, 09.06.2004, 12:26 (vor 7912 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Spirale von Odin am 07. Juni 2004 21:08:49:

War mir auch neu. Hab mich aber auch noch nicht groß erkundigt.

Ich auch nicht, aber AS' Erklaerung klingt logisch.

Darauf 'nen Eierlikör!
Prösterchen!

Unterlaß diese sexistischen Anspielungen :-)

Dann eben einen Eckes Edelkirsch, *schluck*
Cheers!

Re: @ Pokemon - Pille @ Garfield

Pokemon, Saturday, 12.06.2004, 23:11 (vor 7909 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Pille von Garfield am 07. Juni 2004 11:42:20:

Hallö!

Versetze dich mal in eine Frau, die unbedingt ein Kind möchte. Egal aus welchen Gründen. Würde sie dann darauf eingehen, wenn ihr Partner ihr vorschlägt, sich beispielsweise ein Hormonstäbchen einsetzen zu lassen?
Dann könnte sie das mit dem Kind für die nächsten 3 Jahre vergessen. Also wird sie dann behaupten, daß sie sowas wahrscheinlich nicht vertragen wird, oder daß sie vor dem kleinen Eingriff, der damit ja verbunden ist, zurück scheut, oder irgendsoetwas.

Der Eingriff ist zwar klein, hinterlässt jedoch eine Narbe weil das Stäbchen ja wieder entfernt werden muss. Da kann ich schon verstehen wenn eine Frau das Stäbchen als Verhütungsmethode ablehnt. Ich wollte mich bei meinem Gynäkologen über diese Verhütungsmethode informieren und bekam einen langen Vortrag zu hören über Afrikanerinnen, denen die paar Narben mehr am Körper ja nichts ausmachen und die mit der Pille nicht zurecht kommen. Einer Europäerin könne man so etwas nicht zumuten. Darüber hinaus sollen Frauen, die mit dem Stäbchen verhüten, nicht mehr oder nur nur unregelmäßig bluten.

Das Problem besteht eben darin, daß es für Männer noch keine Verhütungsmittel gibt, die den Verhütungsmitteln für Frauen gleichwertig sind. Und daß kein Mann seine Partnerin zur Verhütung zwingen darf.

Da hast Du leider recht.

Natürlich kann er theoretisch auch auf Sex verzichten, oder er kann Kondome benutzen (wobei er dann aber immer vorher das Kondom genau untersuchen müßte, denn es gab schon Fälle in denen Frauen Löcher in Kondome gebohrt haben, um trotz Kondom schwanger zu werden)

Oder sie schiebt sich das Ding hinterher anders herum noch einmal rein. Hat es auch schon gegeben.

Wenn eine Frau aber ein Kind zur Welt gebracht hat, dann spielt es für die Justiz keine Rolle, ob der Vater damit einverstanden ist oder nicht. Dann kann die Frau ihn gegebenenfalls sehr wohl zwingen, für das Kind zu zahlen.

Und das ist - so ungerecht es auf den ersten Blick auch sein mag - richtig. Denn das Kind ist unschuldig und soll nicht unter den Fehlern, die seine Mutter begangen hat, leiden. Der Unterhalt für das Kind ist für mich unverzichtbar, der für die Frau nicht.

Pokemon

Re: @ Pokemon - Pille@ Garfield2

Pokemon, Saturday, 12.06.2004, 23:18 (vor 7909 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Pille von Garfield am 07. Juni 2004 18:06:50:

Nach der jetzigen Gesetzeslage nützt ihm das nichts. Man könnte es natürlich auch so handhaben, daß ein Paar eine Art Vertrag machen muß, in dem beide ihren gemeinsamen Kinderwunsch bekräftigen. Nur wenn der Mann solch einen Vetrag unterschrieben hat, dürfte er unterhaltspflichtig sein.
Das hätte dann aber den Nachteil, daß wieder ein Teil des Privatlebens reglementiert wäre.

Und was ist wenn nun doch ein "Unfall" passiert und die Frau schwanger wird? Dann muss der Mann, wenn er nicht unterschrieben hat, nicht zahlen und das Kind hat drunter zu leiden. Wie immer bei solchen Diskussionen.
Ich kann die Männer verstehen. Ich würde auch nicht zahlen wollen. Aber das Kind ist immerhin auch ein Mensch.

Pokemon

Re: @ Pokemon - Spirale @ Expatriate

Pokemon, Saturday, 12.06.2004, 23:43 (vor 7909 Tagen) @ Expatriate

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Spirale von Expatriate am 07. Juni 2004 11:51:21:

(Spirale, nur bei Müttern, von denen es ja bekanntlicherweise immer weniger gibt).

Ist das so?
Wieso sollte die Spirale nur bei Muettern eingesetzt werden koennen?
Das stimmt doch nicht, ne Freundin von mir benutzte die Spirale, und sie ist definitiv noch keine Mutter.
Darauf 'nen Eierlikör!
Prösterchen!

Hallö!

Das hängt mit der Weitung des Muttermundes zusammen. Bei Frauen, die schon geboren haben ist er etwas weiter als bei Nichtmüttern. In Ausnahmefällen wird sie auch Frauen eingesetzt, die noch nicht geboren haben, da hast Du recht. Ich kenne auch ein Mädchen, welches mit der Spirale verhütet hat. Allerdings verursachte dieses Ding ziemlich viele Probleme: starke Blutungen (manchmal 3 Wochen lang) und Bauchkrämpfe. Im allgemeinen wird die Spirale nur Müttern eingesetzt.

Pokemon

Re: @ Pokemon - Pille @ Garfield

Garfield, Monday, 14.06.2004, 13:53 (vor 7907 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Pille @ Garfield von Pokemon am 12. Juni 2004 20:11:22:

Hallo Pokemon!

"Der Eingriff ist zwar klein, hinterlässt jedoch eine Narbe weil das Stäbchen ja wieder entfernt werden muss."

Die Narbe ist aber sehr klein. Meine Partnerin hat auch so ein Stäbchen implantiert. Bei ihr verheilen Narben im Allgemeinen sogar eher schlecht, aber dieses kleine Loch ist gut verheilt. Das Stäbchen wird üblicherweise innen in den Oberarm eingesetzt, also an einer Stelle, die selten sichtbar ist.

"Darüber hinaus sollen Frauen, die mit dem Stäbchen verhüten, nicht mehr oder nur nur unregelmäßig bluten."

Das ist richtig, aber das empfinden die meisten Frauen eigentlich eher als Vorteil.

"Denn das Kind ist unschuldig und soll nicht unter den Fehlern, die seine Mutter begangen hat, leiden. Der Unterhalt für das Kind ist für mich unverzichtbar, der für die Frau nicht."

Dann muß der Kindesunterhalt aber nach dem tatsächlichen Bedarf des Kindes berechnet werden. Das Einkommen des Vaters dürfte nur dann Berücksichtigung finden, wenn es zu niedrig ist, um den Unterhaltsverpflichtungen in voller Höhe nachzukommen. Und es müßte auch möglich sein, den Kindes-Unterhalt nicht nur finanziell, sondern ganz oder teilweise auch durch Sachleistungen (wie z.B. Kindernahrung, Windeln, Übernahme von Kindergarten-Gebühren und ähnliches) zu zahlen. Wenn alleinerziehende Mütter Kinder als Geldquelle betrachten, dann ist das jedenfalls auch nicht im Interesse der Kinder.

Freundliche Grüße
von Garfield

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