CDU und Wehrpflicht
Damit man mir nicht vorwerfen kann, dass ich nur über die Grünen und deren Politik zur Pressung junger Männer zu Zwnagsdiensten herziehe, hier eine PM der CDU-Abgeordneten Hildegard Müller (allerdings schon von vor 4 Jahren - aber sie wird sich sicher auch noch über Post von heute darüber freuen
) Mir hat sie übrigens nicht geantwortet.
"Die Forderung, den Dienst in der Bundeswehr für Frauen auf freiwilliger Basis zu öffnen, wurde von der Jungen Union seit Langem erhoben. Daher begrüße ich die Entscheidung der Luxemburger Richter...
Die Wehrpflicht sei durch das Urteil nicht berührt... Die Öffnung der Bundeswehr für Frauen als Zeit- und Berufssoldaten ändere nichts an den guten Argumenten für den Beibehalt der Wehrpflicht für Männer, so Müller.
Eine Ausweitung der Wehrpflicht auf Frauen lehnen wir weiterhin ab. Solange die Erziehung von Kindern und Pflegeleistungen in der Familie fast ausschließlich von Frauen erbracht werden und solange die bestehenden Benachteiligungen von Frauen in der Arbeitswelt und der Gesellschaft nicht abgebaut sind, geht eine Gleichstellungsdebatte hier an der Sache vorbei."
(Pressemitteilung der JU Deutschlands vom 12.01.2000)
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: CDU und Wehrpflicht
Als Antwort auf: CDU und Wehrpflicht von Bruno am 01. Juni 2004 13:14:51:
Am Donnerstag (11.04.02) lehnte das Bundesverfassungsgericht eine Klage gegen die Wehrpflicht ab: Der Grundsatz der Gleichbehandlung von Männern und Frauen werde nicht angetastet, wenn die Wehrpflicht in Deutschland nur für Männer gelte, urteilten die Richter in Karlsruhe. Doch mit diesem Rechtsspruch ist das Thema noch lange nicht aus der Welt. Die Grünen, die FDP und die PDS sähen die Wehrpflicht am liebsten abgeschafft, SPD und CDU/CSU wollen sie behalten. Jetzt sorgt eine Äußerung des Unionsfraktionschefs Friedrich Merz (CDU) für Wirbel: Er fordert eine Dienstpflicht auch für Frauen - entweder bei der Bundeswehr oder als Sozialdienst. Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) hält die Idee für "nachdenkenswert". FDP-Chef Guido Westerwelle hingegen rügt den Vorschlag streng als "frauenfeindlich, unnütz und realitätsfern". [...]
Aha!
Jede Partei hat unterschiedliche Ansichten - selbst Menschen innerhalb einer Partei.
Magnus
Re: CDU und Wehrpflicht
Als Antwort auf: Re: CDU und Wehrpflicht von Magnus am 01. Juni 2004 13:31:35:
. . .lehnte das Bundesverfassungsgericht eine Klage gegen die Wehrpflicht ab: Der Grundsatz der Gleichbehandlung von Männern und Frauen werde nicht angetastet, wenn die Wehrpflicht in Deutschland nur für Männer gelte, urteilten die Richter in Karlsruhe.
Juristo-esoterischer Quark! Im Art. 3 GG steht glasklar was anderes!
Jetzt sorgt eine Äußerung des Unionsfraktionschefs Friedrich Merz (CDU) für Wirbel: Er fordert eine Dienstpflicht auch für Frauen - entweder bei der Bundeswehr oder als Sozialdienst. Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) hält die Idee für "nachdenkenswert". FDP-Chef Guido Westerwelle hingegen rügt den Vorschlag streng als "frauenfeindlich, unnütz und realitätsfern". [...]
"Frauenfeindlich" - das Totschlagargument par Excellence, um jede Diskussion über die tatsächlich vorhandene Ungleichbehandlung der Geschlechter im Keim zu ersticken. Die bestehenden Verhältnisse sind also "männerfeindlich"!
Die Wiese ist rot und die Erde ist eine Scheibe!
Gruss,
Ferdi
Re: CDU und Wehrpflicht
Als Antwort auf: Re: CDU und Wehrpflicht von Magnus am 01. Juni 2004 13:31:35:
http://www.wdr.de/themen/politik/recht/bundesverfassungsgericht/dienstpflicht_frauen_gaestebuch.jhtml
Am Donnerstag (11.04.02) lehnte das Bundesverfassungsgericht eine Klage gegen die Wehrpflicht ab: Der Grundsatz der Gleichbehandlung von Männern und Frauen werde nicht angetastet, wenn die Wehrpflicht in Deutschland nur für Männer gelte, urteilten die Richter in Karlsruhe. Doch mit diesem Rechtsspruch ist das Thema noch lange nicht aus der Welt. Die Grünen, die FDP und die PDS sähen die Wehrpflicht am liebsten abgeschafft, SPD und CDU/CSU wollen sie behalten. Jetzt sorgt eine Äußerung des Unionsfraktionschefs Friedrich Merz (CDU) für Wirbel: Er fordert eine Dienstpflicht auch für Frauen - entweder bei der Bundeswehr oder als Sozialdienst. Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) hält die Idee für "nachdenkenswert". FDP-Chef Guido Westerwelle hingegen rügt den Vorschlag streng als "frauenfeindlich, unnütz und realitätsfern". [...]
Da wird eine totale Ungleichbehandlung an Männer verübt und so getan als verstöße dies nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit, nur Friedrich Merz hatte das Unrecht gegen Männer gesehen und auch eine Dienstpflicht für Frauen gefordert, alle anderen sind in ihren Aussagen zur Wehrpflicht kaum mehr an Perversion zu überbieten!
meint,
Christian
Re: CDU und Wehrpflicht
Als Antwort auf: Re: CDU und Wehrpflicht von Christian am 01. Juni 2004 14:16:42:
Da wird eine totale Ungleichbehandlung an Männer verübt und so getan als verstöße dies nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit, nur Friedrich Merz hatte das Unrecht gegen Männer gesehen und auch eine Dienstpflicht für Frauen gefordert, alle anderen sind in ihren Aussagen zur Wehrpflicht kaum mehr an Perversion zu überbieten!<
Ich setze da gerne noch eins obendrauf indem ich sage:
solange die sexistische Zwangsdienstverpfichtung bereits in einem Alter (überwiegend etwa 17-20 Jahre) ausgeübt wird, verfällt für die Betroffenen überhaupt jegliche moralische und sittliche Verpflichtung, sich um (frauenbegünstigenden) Gleichberechtigungs-Mist überhaupt einen deut zu kümmern. Zunächst mal gestehe ich dem Betroffenen nämlich das Recht zu, (beinahe) alles zu tun, um alle Schäden auszugleichen, die ihm in sowohl finanzieller, als auch den ideeller Art entstanden sind.
Ein Wehrpflichtiger verliert üblicherweise nicht weniger als ein "Einkommens-Jahr" an Zeit. Weil sich dieses Jahr natürlich bezüglich Arbeitserfahrung, Beförderungen durchschiebt bis ans Ende seiner Lebensarbeitszeit, ist es wohl nicht vermessen, mal fürs erste ganz grob etwa 13*2500 = 32500 Euro Verdienstausfall anzusetzen.
Solange ihm die nicht ausgeglichen werden, sollte er sich um "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" Debatten erst mal einen Kehrricht scheren, zumindest wenn er derjenige ist der mehr verdient.
Gruß,
Manfred