Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Verdienstmöglichkeiten

Jörg, Sunday, 30.05.2004, 01:21 (vor 7923 Tagen)

Aus einem Interview mit dem (Ex?)-Model Nadja Auermann:

"Es ist heutzutage immer noch gang und gäbe, dass Frauen für den gleichen Job schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen. Ich wüsste eigentlich gerne mal, warum. Auch in der Politik wird das kaum thematisiert. Wir leben im 21. Jahrhundert, und Frauen kriegen weniger Gehalt, müssen aber höhere Krankenkassenbeiträge bezahlen. Dafür, dass wir Kinder bekommen? Wir können's ja auch lassen."

Ich frage mich, woher die gute Frau Auermann das eigentlich so genau weiß, daß Frauen schlechter bezahlt werden als Männer und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß Mythen, die zu früheren Zeiten irgendwann einmal von der Kampfemanzen-Fraktion in die Welt gesetzt worden sind, einfach immer wieder unhinterfragt nachgeplappert werden.

Ich saß einmal zufällig mit zwei Models in einem Zug. Sie unterhielten sich angeregt über ihren Job und auch über die einschlägigen Verdienstmöglichkeiten. Dabei kam heraus, daß manche ihrer Kolleginnen so viel verdienen wie der Generaldirektor einer großen Firma (und das waren keine Supermodels im Zug!).

Gruß, Jörg

Interview hier lesen

Re: Verdienstmöglichkeiten

Sebastian, Sunday, 30.05.2004, 01:44 (vor 7923 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Verdienstmöglichkeiten von Jörg am 29. Mai 2004 22:21:20:

Aus einem Interview mit dem (Ex?)-Model Nadja Auermann:
"Es ist heutzutage immer noch gang und gäbe, dass Frauen für den gleichen Job schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen. Ich wüsste eigentlich gerne mal, warum. Auch in der Politik wird das kaum thematisiert. Wir leben im 21. Jahrhundert, und Frauen kriegen weniger Gehalt, müssen aber höhere Krankenkassenbeiträge bezahlen. Dafür, dass wir Kinder bekommen? Wir können's ja auch lassen."
Ich frage mich, woher die gute Frau Auermann das eigentlich so genau weiß, daß Frauen schlechter bezahlt werden als Männer und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß Mythen, die zu früheren Zeiten irgendwann einmal von der Kampfemanzen-Fraktion in die Welt gesetzt worden sind, einfach immer wieder unhinterfragt nachgeplappert werden.
Ich saß einmal zufällig mit zwei Models in einem Zug. Sie unterhielten sich angeregt über ihren Job und auch über die einschlägigen Verdienstmöglichkeiten. Dabei kam heraus, daß manche ihrer Kolleginnen so viel verdienen wie der Generaldirektor einer großen Firma (und das waren keine Supermodels im Zug!).
Gruß, Jörg

models, prostituierte etc. verdienen soweit ich weiss ziemlich gut. allerdings muss man auch bedenken das dies alles nicht ist was man sonderlich lang machen kann. und das sage ich als computermensch (das kann man auch nicht extrem lang machen ;).
aber das frauen im schnitt bei gleicher leistung (bildung, können, erfahrung etc.) weniger verdienen ist jedenfalls quatsch.

grüsse

Re: Verdienstmöglichkeiten

Pokemon, Sunday, 30.05.2004, 22:17 (vor 7922 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Sebastian am 29. Mai 2004 22:44:59:

models, prostituierte etc. verdienen soweit ich weiss ziemlich gut. allerdings muss man auch bedenken das dies alles nicht ist was man sonderlich lang machen kann. und das sage ich als computermensch (das kann man auch nicht extrem lang machen ;).
aber das frauen im schnitt bei gleicher leistung (bildung, können, erfahrung etc.) weniger verdienen ist jedenfalls quatsch.
grüsse

Hallo Sebastian!

Na, das mit den Prostituierten will ich doch überhört haben. Gut verdienen ist ja wohl was anderes. Schließlich will auch noch ihr Lottl (=Zuhälter) was abhaben. Wo wir gerade beim Thema sind: Auch Prostituierte haben ein Recht auf eine gesetzliche Sozialversicherung. Das war doch bis jetzt nicht der Fall, oder?

Pokemon

Re: Verdienstmöglichkeiten - wie ist es wirklich?

Pokemon, Sunday, 30.05.2004, 22:39 (vor 7922 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Verdienstmöglichkeiten von Jörg am 29. Mai 2004 22:21:20:

"Es ist heutzutage immer noch gang und gäbe, dass Frauen für den gleichen Job schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen.

Ich frage mich, woher die gute Frau Auermann das eigentlich so genau weiß, daß Frauen schlechter bezahlt werden als Männer.

Das dachte ich eigentlich auch immer. Immerhin wird es ja tagein tagaus in allen Zeitungen behauptet. Mal `ne ganz doofe Frage: Wenn es nicht stimmt, weshalb verbreiten die dann so`n Mist? Das stiftet doch nur Unfrieden.

Weiß denn jemand wie es wirklich aussieht? Ob Frauen wirklich für gleiche Leistung, insofern die denn messbar ist, weniger verdienen?

Pokemon

Re: Verdienstmöglichkeiten - wie ist es wirklich?

Sven75, Monday, 31.05.2004, 00:07 (vor 7922 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten - wie ist es wirklich? von Pokemon am 30. Mai 2004 19:39:58:

"Es ist heutzutage immer noch gang und gäbe, dass Frauen für den gleichen Job schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen.
Ich frage mich, woher die gute Frau Auermann das eigentlich so genau weiß, daß Frauen schlechter bezahlt werden als Männer.

Das dachte ich eigentlich auch immer. Immerhin wird es ja tagein tagaus in allen Zeitungen behauptet. Mal `ne ganz doofe Frage: Wenn es nicht stimmt, weshalb verbreiten die dann so`n Mist? Das stiftet doch nur Unfrieden.

Weils offenbar in ist, von Dingen zu reden, von denen man keine Ahnung hat und Aussagen anderer zu glauben, ohne sie zu hinterfragen.

Weiß denn jemand wie es wirklich aussieht? Ob Frauen wirklich für gleiche Leistung, insofern die denn messbar ist, weniger verdienen?

Die Frage will ich dir nicht beantworten, aber nur mal ein paar Punkte dazu:

Vor allem in großen Unternehmen existiert für jeden Arbeitsplatz eine Stellenbeschreibung. Basierend auf den Anforderungen zu dieser Stellenbeschreibung erfolgt eine Einordnung in Lohn-/Gehaltsgruppen. Im Produktionsbereich ists differenziert nach körperlicher Belastung und Komplexität der Arbeit, im dienstleistenden bzw. kaufmännischen Bereich nach Komplexität und Verantwortung der Stelle. Das Geschlecht hat dort keine Wertung, kann auch gar keine haben, weil nicht klar ist, wer am Ende für diese Stelle eingestellt wird. Im Normalfall arbeitet auf dieser Stelle mal ein Mann, mal eine Frau. Die Entlohnung dieser Stelle wird man deshalb kaum ändern. Und diese Einordnung betrifft so ziemlich alle Arbeitsplätze, die irgendwie mit Tarifen abgesegnet sind. Niemand wird für solche Arbeitsplätze jedesmal individuelle Verträge aushandeln.

Anders aussehen kann dies in kleinen Unternehmen und besonders in Branchen wie Gastwirtschaft, Dienstleistungen, usw. Dass Frauen generell dort weniger verdienen, ist allerdings schon von der Logik her unsinnig. Denn wenn Frauen für die gleiche Leistung weniger Geld dort bekämen, dann würden diese Arbeitgeber nur noch Frauen einstellen. Umgekehrt wird nämlich ein Schuh draus: Wenn Frauen genauso gut arbeiten, wieso dann Männer einstellen, die nicht mehr können aber mehr kosten?

Bei außertariflichen Verträgen, wie sie im gehobenen Management vorkommen, mag dies anders sein. Aber ich mutmaße einfach mal, dass das zu erzielende Entgelt dort vom eigenen Verhandlungsgeschick abhängt und nicht vom Geschlecht.

Daraus ergibt sich für mich vor allem eines: Die Mär vom "unterbezahlten Geschlecht" ists nichts anderes als eines der vielen Märchen, die der Feminismus verbreitet hat und vom dummen Volk gerne geglaubt werden. Ich habe bislang schon zahlreiche Jobs gehabt und es ist mir noch nie untergekommen, dass das Geschlecht die Bezahlung beeinflusst hätte.

Allenfalls habe ich bemerkt, dass man bemüht war, Frauen in körperlich weniger schädigende Jobs zu überreden, für die es dann natürlich auch weniger Geld gab. Aber dann ist natürlich auch die Leistung weniger.

Gruss,
Sven

Re: Verdienstmöglichkeiten - wie ist es wirklich?

Sven, Monday, 31.05.2004, 01:35 (vor 7922 Tagen) @ Sven75

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten - wie ist es wirklich? von Sven75 am 30. Mai 2004 21:07:44:

"Daraus ergibt sich für mich vor allem eines: Die Mär vom "unterbezahlten Geschlecht" ists nichts anderes als eines der vielen Märchen, die der Feminismus verbreitet hat und vom dummen Volk gerne geglaubt werden. Ich habe bislang schon zahlreiche Jobs gehabt und es ist mir noch nie untergekommen, dass das Geschlecht die Bezahlung beeinflusst hätte."

Kann ich nur voll bestätigen.

Gruss,
Sven

Re: Verdienstmöglichkeiten

Jörg, Monday, 31.05.2004, 02:14 (vor 7922 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Pokemon am 30. Mai 2004 19:17:53:

Hallo Pokemon!

Na, das mit den Prostituierten will ich doch überhört haben. Gut verdienen ist ja wohl was anderes. Schließlich will auch noch ihr Lottl (=Zuhälter) was abhaben.

Prostitution ist ein weiter Bereich. Dementsprechend dürften auch
die Verdienstspannen aussehen. Ich denke mal, daß so manches
Callgirl sehr gut verdient. Längst nicht jede Prostituierte ist eine
Zwangsprostituierte mit Zuhälter. Viele - ich würde mal vermuten
die meisten - arbeiten gewissermaßen selbständig.

Wo wir gerade beim Thema sind: Auch Prostituierte haben ein Recht auf eine gesetzliche Sozialversicherung. Das war doch bis jetzt nicht der Fall, oder?

Prostituierte können sich seit Einführung des Prostitutionsgesetzes
genau so versichern wie andere Berufstätige auch. Vielfach wollen
sie das aber gar nicht, weil ihnen die schnelle Kohle lieber ist. Da
haben sich die Politiker am grünen Tisch mal wieder was
ausgedacht, was in der Praxis gar nicht genügend nachgefragt wird.

Jörg

Re: Verdienstmöglichkeiten - wie ist es wirklich?

Jörg, Monday, 31.05.2004, 02:24 (vor 7922 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten - wie ist es wirklich? von Pokemon am 30. Mai 2004 19:39:58:

Hallo Pokemon!

Mal `ne ganz doofe Frage: Wenn es nicht stimmt, weshalb verbreiten die dann so`n Mist? Das stiftet doch nur Unfrieden.

Daß solche Dinge immer wieder verbreitet werden, liegt meines
Erachtens vor allen Dingen an der starken Frauenlobby in diesem
Lande. Sowas stiftet natürlich auch Unfrieden, aber primär geht es
wohl darum, auf Biegen und Brechen der Bevölkerung
weißzumachen, daß Frauen auch weiterhin benachteiligt sind -
natürlich mit dem Ziel, weitere Vorteile abschöpfen zu können.
Auch wollen sich die Frauen-Funktionäre natürlich ihre eigenen
Pöstchen sichern.

Weiß denn jemand wie es wirklich aussieht? Ob Frauen wirklich für gleiche Leistung, insofern die denn messbar ist, weniger verdienen?

Soweit ich weiß, verdienen Frauen höchstens deswegen weniger,
weil sie sich mehrheitlich für traditionell geringer bezahlte Berufe
entscheiden. Daraus kann man aber nicht eine generelle
Benachteiligung der Frauen konstruieren. Das, was in den Medien
passiert, ist in dieser Form einfach unseriös.

Gruß, Jörg

Re: Verdienstmöglichkeiten

Manfred, Monday, 31.05.2004, 02:59 (vor 7922 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Jörg am 30. Mai 2004 23:14:02:

Prostituierte können sich seit Einführung des Prostitutionsgesetzes
genau so versichern wie andere Berufstätige auch. Vielfach wollen
sie das aber gar nicht, weil ihnen die schnelle Kohle lieber ist. Da
haben sich die Politiker am grünen Tisch mal wieder was
ausgedacht, was in der Praxis gar nicht genügend nachgefragt wird.<

Kunststück! Das stammt, wie so vieles andere, aus dem Märchensammlung der Grünen mit der Überschrift "das ewige Opfer Frau".
Klar, wer so lange und so intensiv mit Lügen umgeht, glaubt irgendwann selber daran.
Für mich auch so Beweis des verzerrten Menschenbildes der Grünen. Wenn auch Prostituierte untereinander sehr verschieden sein mögen, wie eben alle Menschen- so ist doch eine Tendenz kaum zu leugnen:
wer sich als Prostituierte verdingt muß entweder ein gewisses Maß an Mut, Verzweiflung, Geldgier haben oder Lust auf ein verruchtes, unabhängiges Leben, sowie die Fähigkeit sich relativ leicht über gesellschaftliche Konventionen hinwegzusetzen; vermutlich eine Mischung aus mehreren der vorgenannten Eigenschaften.
Kurz - all dies sind nun mal keine Eigenheiten die eine Person auszeichen, welche nach obrigkeitsstaatlicher Fürsorge strebt. Das die Grünen das nicht kapieren (wollen), wen wunderts noch?

Gruß,
Manfred

Re: Verdienstmöglichkeiten - wie ist es wirklich?

Andreas, Monday, 31.05.2004, 12:20 (vor 7921 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten - wie ist es wirklich? von Pokemon am 30. Mai 2004 19:39:58:

"Es ist heutzutage immer noch gang und gäbe, dass Frauen für den gleichen Job schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen.
Ich frage mich, woher die gute Frau Auermann das eigentlich so genau weiß, daß Frauen schlechter bezahlt werden als Männer.

Das dachte ich eigentlich auch immer. Immerhin wird es ja tagein tagaus in allen Zeitungen behauptet. Mal `ne ganz doofe Frage: Wenn es nicht stimmt, weshalb verbreiten die dann so`n Mist? Das stiftet doch nur Unfrieden.
Weiß denn jemand wie es wirklich aussieht? Ob Frauen wirklich für gleiche Leistung, insofern die denn messbar ist, weniger verdienen?
Pokemon

Ich habe mich vor etwa einem Jahr mal etwas intensiver mit diesem Mythos beschäftigt. Das erste Problem besteht schlichtweg darin, daß die Zeitungen einfach voneinander abschreiben. So wurde ich auf Nachfragen hin von einer Zeitung zur anderen weitergeleitet - ohne das feststellbar gewesen wäre, woher nun eigentlich die "Urquelle" stammt. Bei einigen Zeitungen stammte das Märchen von der "geringer entlohnten Frau" aus Interviews, die geführt wurden - natürlich mit Frauenpolitikerinnen. Nachgeprüft wurden diese Angaben allerdings nicht. Einmal bin ich einen Schritt weitergekommen, damals hat mich eine Zeitung an die dpa weitergeleitet und durch weiteres Nachforschen wurde ich auf eine Studie aufmerksam, die - wie sollte es anders sein - vom Frauenministerium stammte. Also habe ich mal beim Frauenministerium nachgefragt und diese Studie angefordert. Die Studie selbst wurde von Karin Tondorf durchgeführt und hieß "Equal Pay". Zunächst einmal zur Autorin dieser Studie. Diese Frau stammt wohl offensichtlich aus feministischen Kreisen. Bei der ersten Durchsicht der Studie hatte ich demenstprechend auch das Gefühl, daß hier das Ergebnis schon von vornherein feststand und die Studie dementsprechend "angepaßt" wurde. Der erste Eindruck wurde beim genauen Lesen dann auch bestätigt. Es werden Situationen regelrecht künstlich konstruiert, Fallbeispiele auf eine fast grauselige Art und Weise zurechtgebogen, so daß dem Leser tatsächlich überall dort eine Ungerechtigkeit vorgegaukelt wird, wo in Wirklichkeit keine ist. Die Strategie war denkbar einfach.
Zunächst einmal wurde in der Studie kleinlaut festgestellt, daß eine direkte Ungleichbehandlung nicht feststellbar ist - also mußte sich das Frauenministerium eine Ungleichbehandlung ausdenken. Eine Programmiererin im Unternehmen A verdient natürlich genauso viel wie ein Programmierer im selben Unternehmen und in vergleichbarer Position. Bei einem direkten Vergleich gibt es also keine Unterschiede. Was macht das Frauenministerium? Da werden zunächst einmal Berufsgruppen benannt, in denen vorwiegend Frauen arbeiten und es werden Berufsgruppen benannt, in denen hauptsächlich Männer arbeiten. Da gibt es dann bspw. die Berufsgruppe der Schreibkräfte (weiblich dominiert) und die Berufsgruppe der Lagerarbeiter (männlich). Dann wird einfach willkürlich BEHAUPTET, daß beide Berufsgruppen gleiche Leistung aufbringen. Desweiteren wird festgestellt, daß Frauen in der Gruppe der Schreibkräfte DURCHSCHNITTLICH weniger verdienen als Männer in der Gruppe der Lagerarbeiter. Daraus wird dann die Schlußfolgerung abgeleitet, Frauen würde bei gleicher Leistung weniger verdienen als Männer.
Zunächst einmal ist der Vergleich absolut unsinnig. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Was überhaupt nicht mit berücksichtigt wird, sind bspw. Begleitumstände wie Nachtschicht bei Lagerarbeitern, Gesundheitsgefahren, Zuschläge für Mehrarbeit usw. Hier merkt man insbesondere, daß die Frauen im Ministerium noch nie richtig gearbeitet haben. Wenn die feinen Quotendamen nämlich mal in einem Lager Material geschleppt hätten, dann würden sie nicht auf solchen Blödsinn kommen.
Bei anderen Vergleichen ist es ganz ähnlich - bspw. Bei Erzieherinnen und Fachinformatikern. Dort werden Sachverhalte wie Verantwortungsbereich, Überstunden und Position überhaupt nicht mit berücksichtigt.

Insgesamt betrachtet hat man bei dieser Studie eher das Gefühl, daß hier aus Mangel an Beweisen und aus einer ersten Verlegenheit heraus einfach eine Ungleichbehandlung willkürlich konstruiert wurde - ohne irgendwelche handfesten Beweise. Fakt ist: Frauen werden für gleiche Leistung genauso gut bezahlt wie Männer auch. Da gibt es keine Unterschiede.

Das kann man übrigens auch gerne mal selbst testen! Wenn sich eine Frauenpolitikerin nochmal darüber aufregt, daß eine Erzieherin weniger verdient als ein Kanalarbeiter, dann würde ich mal dezent nachfragen, wofür sich die Dame denn eher entscheiden würde: einen Tag lang als Erzieherin in einem Kindergarten oder einen Tag lang als Kanalarbeiterin zu arbeiten. Wie Du Dir sicher denken kannst, bekommt man in solchen Fällen bezeichnenderweise keine Antwort mehr.

Gruß
Andreas

Re: Verdienstmöglichkeiten

Leser, Monday, 31.05.2004, 13:26 (vor 7921 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Pokemon am 30. Mai 2004 19:17:53:

Na, das mit den Prostituierten will ich doch überhört haben.

Nö. Wo ist da der Unterschied? Die verkaufen ihren Körper , andere
Leute ihre Arbeitsleistung. Die halten 5min ihre *** hin, du buckelst
unterm chef.. wer ist da mehr der "Prostituierte"

>Gut verdienen ist ja wohl was anderes. Schließlich will auch noch ihr >Lottl (=Zuhälter) was abhaben.

jaja altes Klischee. Tatsache ist das viele junge Mädchen sich heutzutage auf die Schien was dazuverdienen zbsp während des Studiums. Die müssen
sich nicht an den Straßenrand stellen die suchen sich ne Handvoll Stammgäste aus Bewerbern aus dem Netz aus. Kannte beim Studium mal eine die hat damit sehr gut gelebt und sich ihr Loft in Berlin davon Bezahlt.
Zitat sinngemäß: "Spaß haben und dafür noch gut bezahlt werden was will man mehr?"

Re: Verdienstmöglichkeiten

Altschneider, Monday, 31.05.2004, 14:53 (vor 7921 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Verdienstmöglichkeiten von Jörg am 29. Mai 2004 22:21:20:

Ich frage mich, woher die gute Frau Auermann das eigentlich so genau weiß, daß Frauen schlechter bezahlt werden als Männer und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß Mythen, die zu früheren Zeiten irgendwann einmal von der Kampfemanzen-Fraktion in die Welt gesetzt worden sind, einfach immer wieder unhinterfragt nachgeplappert werden.

Die Daten dazu findest du beim Statistischem Bundesamt www.destatis.de. Tatsächlich verdienen Frauen danach, im Vergleich aller Berufe, aber auch nach Branchen und Stellen, weniger als Männer. Das ist natürlich wenige aussagekräftig, da hier stillschweigend Gleichwertigkeit der Tätigkeiten vorausgesetzt wird.
Verbreitet wird das Ganze dann mit kleinen Grafiken, überwiegend von der Agentur Globus, solcherlei heißt dann "der kleine Unterschied beim Lohn" oder so ähnlich und wird natürlich begeistert von den Medien aufgenommen - und findet leider auch Eingang in Schulbücher.
Allerdings hat das Statistische Bundesamt 2002 in seinen Monatsblättern eine eigene Untersuchung veröffentlicht. Angetreten mit dem Ziel, Diskriminierung von Frauen beim Lohn nachzuweisen, waren die Ergebnisse anders als erwartet: Frauen machen weniger Überstunden, wechseln häufiger die Stelle, nehmen sich öfter Auszeiten, oder arbeiten längere Zeit halbtags - alles Kriterien, die natürlich auf die Lohngestaltung wirken. Eine diskriminierende Komponente konnte nicht festgestellt werden.
Dies wird übrigens auch klar bei den erläuternden Texten zur Globus-Grafik genannt - nur wird dies geflissentlich ignoriert.
Was Frauen passiert, ist nichts anderes als das, was auch Männern passiert: das die gleiche Arbeit unter Umständen schlechter bezahlt wird, weil der Kollege vielleicht schon 10 Jahre in der Firma arbeitet, der andere nur 2 Jahre. Dies spielt ja hauptsächlich in kleinen und mittleren Unternehmen eine Rolle.
Da selbst offizielle Untersuchungen ignoriert werden, ist natürlich klar: nur mit dem Kampfargument, Frauen verdienen weniger, weil sie benachteiligt werden vom Firmenpatriarchat, können Forderungen nach weiteren Privilegien im Erwerbsleben - wie etwa ein Quote bei Führungskräften - begründet werden.

Absolute Zustimmung! (n/t)

Andreas, Monday, 31.05.2004, 15:15 (vor 7921 Tagen) @ Altschneider

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Altschneider am 31. Mai 2004 11:53:37:

Re: Verdienstmöglichkeiten

Odin, Tuesday, 01.06.2004, 00:49 (vor 7921 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Manfred am 30. Mai 2004 23:59:47:

Prostituierte können sich seit Einführung des Prostitutionsgesetzes
genau so versichern wie andere Berufstätige auch. Vielfach wollen
sie das aber gar nicht, weil ihnen die schnelle Kohle lieber ist. Da
haben sich die Politiker am grünen Tisch mal wieder was
ausgedacht, was in der Praxis gar nicht genügend nachgefragt wird.<

Kunststück! Das stammt, wie so vieles andere, aus dem Märchensammlung der Grünen mit der Überschrift "das ewige Opfer Frau".
Klar, wer so lange und so intensiv mit Lügen umgeht, glaubt irgendwann selber daran.
Für mich auch so Beweis des verzerrten Menschenbildes der Grünen. Wenn auch Prostituierte untereinander sehr verschieden sein mögen, wie eben alle Menschen- so ist doch eine Tendenz kaum zu leugnen:
wer sich als Prostituierte verdingt muß entweder ein gewisses Maß an Mut, Verzweiflung, Geldgier haben oder Lust auf ein verruchtes, unabhängiges Leben, sowie die Fähigkeit sich relativ leicht über gesellschaftliche Konventionen hinwegzusetzen; vermutlich eine Mischung aus mehreren der vorgenannten Eigenschaften.
Kurz - all dies sind nun mal keine Eigenheiten die eine Person auszeichen, welche nach obrigkeitsstaatlicher Fürsorge strebt. Das die Grünen das nicht kapieren (wollen), wen wunderts noch?
Gruß,
Manfred

Hübsche Geschichte, die Du da erzählst. Stimmt zwar alles nicht, aber Hauptsache es geht gegen die Grünen. Da wollen wir es ja nicht so genau nehmen.
Das Prostituiertengesetz hat es endlich möglich gemacht, daß Prostituierte ihren Lohn auch einklagen können. Dies war eine der wichtigsten Neuerungen.
Endlich konnten sich Prostituierte auch bei Kranken- Renten- und Arbeitslosenversicherung anmelden. Sie können also FREI ENTSCHEIDEN, ob sie lieber selbständig oder als "Angestellte" arbeiten wollen. Sie haben Anspruch auf Arbeitslosengeld und sogar auf Umschulung - ein wichtiger Schrit für Prostituierte, die aussteigen wollen.
Natürlich werden sie nicht gezwungen, dies alles anzunehmen. Es ihnen vorzuenthalten halte ich jedoch für sträflich.

Re: Verdienstmöglichkeiten

Manfred, Tuesday, 01.06.2004, 00:55 (vor 7921 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Odin am 31. Mai 2004 21:49:11:

Das ich mit den Grünen nicht sympathisiere ist kein Geheimnis.
Trotzdem würde ich gerne wissen, was denn "alles" nicht stimmt an meinem Posting?

Gruß,
Manfred

Re: Verdienstmöglichkeiten

Eugen Prinz, Tuesday, 01.06.2004, 01:34 (vor 7921 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Odin am 31. Mai 2004 21:49:11:

Das Prostituiertengesetz hat es endlich möglich gemacht, daß Prostituierte ihren Lohn auch einklagen können. Dies war eine der wichtigsten Neuerungen.
Endlich konnten sich Prostituierte auch bei Kranken- Renten- und Arbeitslosenversicherung anmelden. Sie können also FREI ENTSCHEIDEN, ob sie lieber selbständig oder als "Angestellte" arbeiten wollen. Sie haben Anspruch auf Arbeitslosengeld und sogar auf Umschulung - ein wichtiger Schrit für Prostituierte, die aussteigen wollen.
Natürlich werden sie nicht gezwungen, dies alles anzunehmen. Es ihnen vorzuenthalten halte ich jedoch für sträflich.

Hallo Odin,

wirklich von dir, der Einwand? wunder, wunder, kopfkratz...

Das Prostituiertengesetz hat es endlich möglich gemacht, daß Prostituierte ihren Lohn auch einklagen können. Dies war eine der wichtigsten Neuerungen.

Dazu eine Altgediente: "Die Prostituierte, die sich ihren Lohn nicht vorher zahlen lässt, sucht sich besser gleich einen anderen Job!"

Das hört sich nämlich so schön an mit "Lohn" und "normalem Job" aber natürlich ist es nichts mit Ausgewogenheit. Der Mann darf bei mangelhafter Leistung keine Vertragswandlung verlangen. Er hat natürlich als Kunde keinesfalls im gleichen Maße eine Stärkung seiner Rechte erfahren. Der muss froh sein, wenn ihm "die Bodyguards am Hintereingang nicht die Fresse polieren" (Filiz, Hamburger Hurensprecherin) oder wenn er nicht gleich wegen Verleitung zur Prostitution verknackt wird.

Freiheiten der Huren sind eben noch lange keine Freiheiten der Männer :-(

Endlich konnten sich Prostituierte auch bei Kranken- Renten- und Arbeitslosenversicherung anmelden.

Den Teufel werden sie tun, bzw. das werden sie tun, sobald ihre Aktien fallen. Vorher wird privat liquidiert, und nachher werden die Kosten vergesellschaftet. Nicht schön :-(

Ich gönne den Huren ihren Verdienst, aber dieses Gesetz war eine klassische und eine Hochleistung des Lobbyismus (Stefanie Klee und ihre Schwestern) und sonst nichts.

Einen schönen Gruß von Eugen

Re: Verdienstmöglichkeiten

Odin, Wednesday, 02.06.2004, 00:03 (vor 7920 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Eugen Prinz am 31. Mai 2004 22:34:54:

Das Prostituiertengesetz hat es endlich möglich gemacht, daß Prostituierte ihren Lohn auch einklagen können. Dies war eine der wichtigsten Neuerungen.
Endlich konnten sich Prostituierte auch bei Kranken- Renten- und Arbeitslosenversicherung anmelden. Sie können also FREI ENTSCHEIDEN, ob sie lieber selbständig oder als "Angestellte" arbeiten wollen. Sie haben Anspruch auf Arbeitslosengeld und sogar auf Umschulung - ein wichtiger Schrit für Prostituierte, die aussteigen wollen.
Natürlich werden sie nicht gezwungen, dies alles anzunehmen. Es ihnen vorzuenthalten halte ich jedoch für sträflich.

Hallo Odin,
wirklich von dir, der Einwand? wunder, wunder, kopfkratz...
>Das Prostituiertengesetz hat es endlich möglich gemacht, daß Prostituierte ihren Lohn auch einklagen können. Dies war eine der wichtigsten Neuerungen.
Dazu eine Altgediente: "Die Prostituierte, die sich ihren Lohn nicht vorher zahlen lässt, sucht sich besser gleich einen anderen Job!"
Das hört sich nämlich so schön an mit "Lohn" und "normalem Job" aber natürlich ist es nichts mit Ausgewogenheit. Der Mann darf bei mangelhafter Leistung keine Vertragswandlung verlangen. Er hat natürlich als Kunde keinesfalls im gleichen Maße eine Stärkung seiner Rechte erfahren. Der muss froh sein, wenn ihm "die Bodyguards am Hintereingang nicht die Fresse polieren" (Filiz, Hamburger Hurensprecherin) oder wenn er nicht gleich wegen Verleitung zur Prostitution verknackt wird.
Freiheiten der Huren sind eben noch lange keine Freiheiten der Männer :-(
>Endlich konnten sich Prostituierte auch bei Kranken- Renten- und Arbeitslosenversicherung anmelden.
Den Teufel werden sie tun, bzw. das werden sie tun, sobald ihre Aktien fallen. Vorher wird privat liquidiert, und nachher werden die Kosten vergesellschaftet. Nicht schön :-(
Ich gönne den Huren ihren Verdienst, aber dieses Gesetz war eine klassische und eine Hochleistung des Lobbyismus (Stefanie Klee und ihre Schwestern) und sonst nichts.
Einen schönen Gruß von Eugen

Da kann man immer noch diskutieren ob das Gesetz gut war oder ob es bessere Möglichkeiten gibt. Du mußt es ja nicht bejubeln als sei es mit der Erfindung des Rades gleichbedeutend. Vielleicht wird ja auch schon drüber nachgedacht, ob es Möglichkeiten gibt das Gesetz zu verbessern. Was weiß ich!
Nicht groß nachdenken mußt Du allerdings, wenn Du auf dem Standpunkt stehst, daß eh nur alles Mist sein MUSS, weil es von den Grünen kommt.
Beweis: Ist doch logisch, wenn alles Mist ist, was von den Grünen kommt, muß dieses Gesetz zwangsläufig auch Mist sein. Schließlich waren das ja 68er und die hatten ja auch Kindersex und wollen uns eh nur unterwandern und böse Ausländer ins Land reinlassen die dann unsere Töchter bumsen und Kopftuch tragen und den Papst ermorden.
Fazit: Wer Grün wählt, will den Papst töten - Beweis siehe oben!

Re: Verdienstmöglichkeiten

Eugen Prinz, Wednesday, 02.06.2004, 01:08 (vor 7920 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Odin am 01. Juni 2004 21:03:09:

Da kann man immer noch diskutieren ob das Gesetz gut war oder ob es bessere Möglichkeiten gibt. Du mußt es ja nicht bejubeln als sei es mit der Erfindung des Rades gleichbedeutend. Vielleicht wird ja auch schon drüber nachgedacht, ob es Möglichkeiten gibt das Gesetz zu verbessern. Was weiß ich!
Nicht groß nachdenken mußt Du allerdings, wenn Du auf dem Standpunkt stehst, daß eh nur alles Mist sein MUSS, weil es von den Grünen kommt.
Beweis: Ist doch logisch, wenn alles Mist ist, was von den Grünen kommt, muß dieses Gesetz zwangsläufig auch Mist sein. Schließlich waren das ja 68er und die hatten ja auch Kindersex und wollen uns eh nur unterwandern und böse Ausländer ins Land reinlassen die dann unsere Töchter bumsen und Kopftuch tragen und den Papst ermorden.
Fazit: Wer Grün wählt, will den Papst töten - Beweis siehe oben!

He holla, langsam. Von den Grünen habe ich kein Wort geschrieben. Mal nicht übertreiben. Verwechselst du mich vielleicht mit irgendjemandem?

Ich liebe die Grünen von heute nicht, mit ihrem vulgärfeministischen, männerfeindlichen Populismus. Aber ich war ein Grüner - und zwar aus ökologischen Überzeugungen - da warst du evtl. noch in der Grundschule.

Aber was hat das mit bezahlter Vögelei zu tun?

fragt ratlos, Eugen

Re: Verdienstmöglichkeiten

Jörg, Wednesday, 02.06.2004, 01:34 (vor 7920 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Odin am 31. Mai 2004 21:49:11:

Hallo Odin!

Hübsche Geschichte, die Du da erzählst. Stimmt zwar alles nicht, aber Hauptsache es geht gegen die Grünen. Da wollen wir es ja nicht so genau nehmen.

?

Ich meine, Manfred hat mit seinem Beitrag nicht ganz unrecht gehabt.

Das Prostituiertengesetz hat es endlich möglich gemacht, daß Prostituierte ihren Lohn auch einklagen können. Dies war eine der wichtigsten Neuerungen.

Man sollte hierbei allerdings nicht übersehen, daß sich die
Prostituierten schon lange vor Einführung des Prostitutionsgesetzes
gegen Betrug abgesichert haben, indem sie nur gegen Vorkasse
arbeiteten.

Endlich konnten sich Prostituierte auch bei Kranken- Renten- und Arbeitslosenversicherung anmelden.

Okay, das stimmt natürlich, wobei man aber auch hier erwähnen
sollte, daß sich Huren auch früher schon zumindest kranken-
versichern konnten (allerdings über Umwege). Ebenso stand es
ihnen frei, sich selbst um eine private Altersvorsorge zu kümmern.

Sie können also FREI ENTSCHEIDEN, ob sie lieber selbständig oder als "Angestellte" arbeiten wollen.

Das konnten sie vorher auch schon. Sie mußten lediglich Steuern
abführen und selbst bei den Steuern kann wohl niemand nach-
vollziehen, ob diese auch tatsächlich in dem erforderlichen Umfang
abgeführt wurden.

Sie haben Anspruch auf Arbeitslosengeld und sogar auf Umschulung - ein wichtiger Schrit für Prostituierte, die aussteigen wollen.

Zustimmung.

Natürlich werden sie nicht gezwungen, dies alles anzunehmen. Es ihnen vorzuenthalten halte ich jedoch für sträflich.

Vom Grundsatz her teile ich Deine Meinung. Ich gebe jedoch zu
bedenken, daß das Prostitutionsgesetz auch solche Konstrukte wie
den einseitig verpflichtenden Vertrag eingeführt hat. Das dürfte
letztendlich darauf hinauslaufen, daß die Hure auf dem Zimmer
machen kann was sie will bei gleichzeitig gesetzlich verankerter
Zahlungspflicht des Kunden der Hure. Eine ziemlich einseitige
Geschichte also.

Jörg

Re: Verdienstmöglichkeiten

Manfred, Wednesday, 02.06.2004, 01:48 (vor 7920 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Jörg am 01. Juni 2004 22:34:10:

Ich meine, Manfred hat mit seinem Beitrag nicht ganz unrecht gehabt.

Ich denke, dass Odin mein Posting mit meines Vorredners vermischt hat. Ich habe eigentlich nicht so argumentiert, dass sich das mit Odins Argumenten widersprechen würde.

Vielleicht kann mich aber jemand bezüglich der "Sittenwidrigkeit" der Prostitution aufklären. Ich meine das wurde abgeschafft. Falls dem so ist,
wie verhält es sich dann mit dem Tatbestand "Zuhälterei"?
Weiß das jemand?

Gruß,
Manfred

Re: Verdienstmöglichkeiten

Jörg, Wednesday, 02.06.2004, 02:51 (vor 7920 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Manfred am 01. Juni 2004 22:48:52:

Hallo Manfred!

Vielleicht kann mich aber jemand bezüglich der "Sittenwidrigkeit" der Prostitution aufklären. Ich meine das wurde abgeschafft.

Das ist richtig. Ansonsten würde IMHO der Hurenlohn auch nicht
einklagbar sein.

Falls dem so ist,
[quote]wie verhält es sich dann mit dem Tatbestand "Zuhälterei"?
Weiß das jemand?
[/quote]

Zu dem Tatbestand der Zuhälterei und zu anderen angesprochenen Punkten hier mal ein Auszug aus einer Pressemitteilung des Bundesfrauenministeriums vom 19. Oktober 2001:

"Nur die Prostituierte erhält rechtswirksame Forderungen, nicht der Freier. Auch bestehen zwischen Arbeitgeber und Prostituierten nicht die üblichen Arbeitgeberrechte: der Arbeitgeber hat nur eingeschränkte Weisungsrechte, es gibt für die Prostituierte keine Kündigungsfristen und gegen sie können keine Ansprüche wegen angeblicher 'Schlechtleistung' geltend gemacht werden. Im Strafgesetzbuch werden die Teile gestrichen, die bisher die Förderung der Prostitution auch ohne Ausbeutung und Freiheitseinschränkung der Prostituierten unter Strafe stellten. Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zuhälterei im engeren Sinne und die Zuführung Jugendlicher zur Prostitution bleiben selbstverständlich weiterhin strafbar."

Interessant übrigens der Umstand, daß Schlechtleistung als angeblich klassifiziert und in Anführungsstriche gesetzt wurde - gleichsam so, als ob es bei den Huren gar keine Schlechtleistung gäbe.

Alles in allem also: gute Lobbyarbeit seitens der Femanzen. ;-)

Jörg

P.S.: Bin mal gespannt, ab wann in Deutschland wohl die schwedische Lösung eingeführt wird: freie Arbeits- und Entfaltungsmöglichkeiten für die Hure bei gleichzeitiger polizeilicher Verfolgung und Bestrafung der Freier. ;-)

Nachtrag

Jörg, Wednesday, 02.06.2004, 02:53 (vor 7920 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Jörg am 01. Juni 2004 23:51:05:

Hier noch der Link zu der von mir erwähnten Pressemitteilung:
http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Presse/pressemitteilungen,did=4568.html

Re: Verdienstmöglichkeiten

Odin, Wednesday, 02.06.2004, 03:12 (vor 7920 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten von Eugen Prinz am 01. Juni 2004 22:08:43:

He holla, langsam. Von den Grünen habe ich kein Wort geschrieben. Mal nicht übertreiben. Verwechselst du mich vielleicht mit irgendjemandem?
Ich liebe die Grünen von heute nicht, mit ihrem vulgärfeministischen, männerfeindlichen Populismus. Aber ich war ein Grüner - und zwar aus ökologischen Überzeugungen - da warst du evtl. noch in der Grundschule.
Aber was hat das mit bezahlter Vögelei zu tun?
fragt ratlos, Eugen

Nun, wir sind in einer Abfolge eines Threads, der ursprünglich um das Prostituiertengesetz ging und um die Kritik daran, die von Manfred in eine allgemeine Kritik gegen die Grünen formuliert wurde. Ich habe darauf geantwortet, Du wiederum mir und ich dachte, Dir wäre die Reihenfolge der Antworten bewußt :-)

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