Kinder gequält von Nonnen
[http://www.blick.ch/PB2G/PB2GA/pb2ga.htm?snr=71331}
Kinder gequält von Nonnen
KASSEL (D) Als Kinder wurden sie blutig geprügelt und ausgepeitscht. Von Nonnen. Heute sind sie süchtig, haben Depressionen und Albträume.
Rund 3600 Heime gab es in den 50er und 60er Jahren in Deutschland. Viele davon wurden von der katholischen Kirche geführt. Statt Mami und Papi hatten Nonnen das Sagen. Und diese sorgten schlagkräftig dafür, dass die Kindheit für einige ihrer Schutzbefohlenen in ein lebenslanges Trauma ausartete.
«Wir wurden von den Nonnen selbst bei Kleinigkeiten blutig geprügelt und ausgepeitscht», erzählt Jean-Pierre de Picco, einer der Betroffenen. Er ist zugleich der Vorsitzende der «Bundesinteressengemeinschaft der misshandelten und missbrauchten Heimkinder Deutschlands». 100 Betroffene treffen sich morgen zu einem Kongress in Kassel.
De Picco wuchs von 1963 bis 1972 in Lippstadt im Internat der «Heiligen Hedwigschwestern» auf. Dort wurden Mädchen, wenn sie ihre erste Menstruation hatten, bestraft weil sie «sündig» wurden. Parierten die Kinder nicht, kettete man sie schon mal an die Betten an und stellte sie mit Medikamenten ruhig.
Ähnlich erging es der heute 58-jährigen Gila M. aus Paderborn. Sie lebte von 1961 bis 1962 im Vincenz-Heim in Dortmund. Zwei Jahre lang durfte Gila das Haus nicht verlassen. 8 bis 10 Stunden musste sie täglich in der Wäscherei hinter der Mangel stehen. Reden durfte sie nicht dabei, statt dessen musste sie ununterbrochen Marienlieder singen.
Und heute? De Picco ist Künstler und Stadtschreiber von Hameln. Viele von seinen Leidensgenossen leiden an Angststörungen, Süchten und Depressionen. Sie wollen jetzt eine öffentliche Entschuldigung für ihr Leid.
---------------------------------------------------------------------
ein beispiel dafür das frauen bei der erziehung genauso versagen können (und es auch tun, in gleichem masse) wie männer.
ob amnesty nun eine kampagne gegen frauengewalt startet?
grüsse
gesamter Thread: