Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Horst Köhler: "21. Jahrhundert - das Jahrhundert der Frauen"- ein Vergleich

Pokemon, Monday, 24.05.2004, 23:53 (vor 7928 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Horst Köhler: "21. Jahrhundert - das Jahrhundert der Frauen" von Eugen Prinz am 24. Mai 2004 20:42:36:

Unsere emanzipierte und gleichberechtigte (Frauen-)gesellschaft könnte sich ihr eigenes Grab schaufeln.

Die Frauen mögen ja gleichberechtigt sein, emanzipiert sind sie deswegen noch lange nicht. Das eine kriegen sie heute auf dem silbernen Tablett, das andere müssten sie sich noch erarbeiten. Ich sehe wenige Ansätze... leider. So kann es durchaus sein, wie du befürchtest, dass sie demnächst wieder von Treue labern und in Weiß heiraten, oder in dreißig Jahren mit dem Kopftuch rumlaufen.
Eugen

Hallö!

Naja, ob es eine Befürchtung ist weiß ich gar nicht. Kommt darauf an wie sich die Gesellschaft entwickelt. Kann auch sein dass wir mit Kopftüchern und einer gemäßigten islamischen Gesellschaftsordnung viel glücklicher sind. Schließlich sind ja auch nicht alle Türkinnen unglücklich. Im Iran z. B. gibt es weniger Selbstmorde von Frauen als bei uns. Wobei die Kinder wohl auch oft der einzige Grund sind, am Leben zu bleiben.

In einer Gesellschaft mit einer festen Rollenverteilung zu leben hat auch Vorteile. Mal ein Vergleich zwischen mir und der Frau eines türkischen Freundes.
Sie hat mit 18 geheiratet, wusste also schon früh wie ihr späteres Leben wahrscheinlich aussehen wird. Zwar war die Heirat arrangiert und von mein Bekannter wollte eigentlich nicht so recht, jetzt jedoch scheint er ganz glücklich zu sein. Mit 23 hat sie ihr zweites Kind bekommen. Sie hat ihren Platz im Leben, hat zwei süße Kinder, einen netten Ehemann, weiß wie ihr Leben aller Wahrscheinlichkeit nach in einem Jahr aussehen wird und wovon sie leben wird. Und sie scheint auch ganz glücklich zu sein damit. Ich weiß nicht wie mein Leben in einem Jahr aussehen wird, ich mache mir Sorgen über meine Zukunft. Ich habe meinen Platz noch nicht gefunden und weiß nicht wovon ich demnächst leben werde. Insofern ist sie mir in manchen Dingen klar im Vorteil.


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