Anarchie + Dogma = Paradoxon
Als Antwort auf: @Emman(n)ze von susu am 20. Mai 2004 22:45:46:
Hi susu,
viele Deiner Texte habe ich genau durchgelesen, und ich habe den Eindruck, daß Du dem Nur-Umwelt-Dogma anhängst, ohne es Dir selbst eingestehen zu wollen. Die direkte Frage, ob Du diesem Dogma anhängst, hast Du ja mit "nein" beantwortet.
In all Deinen Darlegungen bedientest Du Dich jedoch stets Beispielen, die die Allmacht der Umweltfaktoren belegen sollten. Relativierende Feststellungen habe ich etwas vermißt.
Laß Dir eines gesagt sein: Anarchie und Dogma (=Wunschdenken) passen nicht zusammen. Das funktioniert nicht.
In einer "anarchischen" Gesellschaft nach Deiner Wunschvorstellung würde es früher oder später wieder zu einer Diktatur kommen - zu einer Diktatur der verordneten Gleichheit. Genau mit der Subtilität, die Du heute (z.T. zu recht) bei gesellschaftlichen Rollenzuweisungen kritisierst, würde versucht, Gleichsein zu erzwingen.
Wie kann man Umweltfaktoren von genetischen Faktoren trennen?
Ein Dilemma, wie ich finde. Auf keinen Fall einfach zu lösen. Bei absoluten Aussagen, die sich durch ihre Einfachheit auszeichnen und den einen oder anderen Kontrahenten eindeutig bevorzugen, ist IMO höchstes Mißtrauen angesagt.
Gruß
gesamter Thread:
- @Emman(n)ze -
susu,
21.05.2004, 01:45
- Anarchie + Dogma = Paradoxon -
Der Eman(n)ze,
21.05.2004, 23:03
- Re: Anarchie + Dogma = Paradoxon - susu, 23.05.2004, 04:02
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Der Eman(n)ze,
21.05.2004, 23:03