Wissenschaft ist wie eine Religion und Glauben ist Nichtwissen.
Hallo zusammen.
Der Spiegel hat mit seinem Artikel (Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass....na Ihr wisst schon) ziemlich viel Unruhe verursacht. Diese Unruhe ist massgeblich nur dadurch entstanden, dass dieser Unsinn als "wissenschaftliche Erkenntnis" verkauft wurde. Aber nachgeprüft hat das keiner.
In der Wissenschaft werden nämlich wesentlich häufiger absichtlich oder aus Fahrlässigkeit Ergebnisse gefälscht. So ist es in einer Uni vorgekommen, dass ein Doktorand chemische Untersuchungsergebnisse verfälscht und manipuliert hat, um in der Fachpresse glänzend da zu stehen. Vor gut 10 Jahren trat ein Physiker in den USA mit der Sensationsmeldung an die Öffentlichkeit, er habe die "kalte Fusion" entdeckt, mit der man die Energieprobleme der Menschheit auf einen Schlag und für immer lösen könne. Fusion ist der Vorgang, der in der Sonne abläuft und ihr die Energie liefert, die sie abstrahlt. Derselbe Vorgang läuft zerstörerisch in der Wasserstoffbombe ab. Ein Fusionsreaktor, der wie ein Kraftwerk sicher und kontinuierlich Energie liefert, konnte bisher noch nicht gebaut werden.
Weiteres Beispiel, wie mit Wissenschaft Meinung gemacht wird: Handystrahlung. Die wird als gefährlich und krebserregend dargestellt. Gegen die Dauerbestrahlung mit megawattstarken Rundfunk- und Fernsehsendern, deren Strahlenpegel um mehrere Grössenordungen über dem der kleinen Handies liegt, hat merkwürdigerweise keiner etwas. Ist auch kein Wunder, dienen sie doch der effektiven Verbreitung feministischen und männerdiskriminierenden Gedankengutes.
"Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass elektrische Signale unter gewissen Umständen die Lichtgeschwindigkeit überschreiten können". Wissenschaftlich bewiesen? Der gute Professor Nimtz in Köln hatte schlichtweg nur Phasengeschwindigkeit und Ausbreitungsgeschwindigkeit verwechselt.
Es gibt noch mehr Fälle, in denen etwas als "wissenschaftlich bewiesen" in die Welt posaunt wurde. Ich plädiere nur dafür, nicht so blind wissenschaftlichgläubig zu sein und alles äusserst kritisch zu hinterfragen, was aus dieser Ecke kommt. Einer Wissenschaft, die mir nicht einmal erklären kann, was sowas Alltägliches wie Gravitation (Schwerkraft) eigentlich ist, der traue ich einfach nicht zu, dass sie ein paar Moleküle in einem Lebewesen von den Ausmassen eines Menschen "wissenschaftlich bewiesen" dafür verantwortlich erklären kann, ob dieses Lebewesen unnütz und ein Fehler der Natur ist. So ein Unfug ist eine Beleidigung der vielen exakt und ehrlich arbeitenden Wissenschaftler und gehört in die Abteilung "esoterische Alchemie" und nicht in seriöse wissenschaftliche Veröffentlichungen.
Ehrliche Wissenschaftler geben zu, dass sie noch verdammt wenig von den Geheimnissen der Gene wissen und plädieren daher ja auch dafür, dass keine gentechnisch veränderten Lebensmittel in die menschliche Nahrungskette eingebracht werden. Das ist richtig so, denn sie sagen "wir wissen da überhaupt nicht, was wir tun und welche Auswirkung das hat". Nun soll uns also weisgemacht werden, dass ausgerechnet ein Gen unter Millionen, deren Zusammenspiel niemand kennt, dafür verantwortlich sein soll, ob ein Mensch unnütz ist oder nicht? Nobelpreiskommitee aufgepasst! Da hat ein sogenannter Wissenschaftler der Natur bewiesen, dass sie 4 Milliarden Jahre lang einen Fehler gemacht hat. Das ist doch wirklich nobelpreisverdächtig. Wenn es dafür noch keinen Nobelpreis gibt, dann schlage ich vor, einen zu schaffen und ihn "Nobelpreis für feministische Alchemie" zu nennen. Das Heimatland des Nobelpreiskomitees bietet ja die besten Voraussetzungen dafür.
Wissenschaft ist eine Religion. Religionen müssen geglaubt werden. Und Glauben ist Nichtwissen.
Gruss,
Ferdi
Re: Wissenschaft ist wie eine Religion und Glauben ist Nichtwissen.
Als Antwort auf: Wissenschaft ist wie eine Religion und Glauben ist Nichtwissen. von Ferdi am 20. Mai 2004 11:18:04:
Wissenschaft ist eine Religion.<
Nein, es wird nur zu oft versucht, sie dazu zu vergewaltigen. Ein wichtiger wissenschaftlicher Ansatz wäre z.B. Spekulationen auch ohne Umschweif als solche zu bezeichnen.
Gruß,
Manfred
Re: Wissenschaft ist wie eine Religion und Glauben ist Nichtwissen.
Als Antwort auf: Wissenschaft ist wie eine Religion und Glauben ist Nichtwissen. von Ferdi am 20. Mai 2004 11:18:04:
Wissenschaft ist eine Religion. Religionen müssen geglaubt werden. Und Glauben ist Nichtwissen.
hallo ferdi,
ich sehe das mit wissenschaft ähnlich wie du, ich halte wissenschaft auch nur für eine religion (und zwar jede). eine religion macht dabei aus das man bestimmten dingen glauben schenken muss und der rest dann allenfalls daraus folgt (wenn dieser glaube denn überhaupt an logik glaubt ;).
so gesehen müssen wir sogar jeden tag aufs neue unseren augen und ohren glauben und ebenso ist es mit allen anderen dingen (glaube ich jedenfalls *g*).
das heißt aber im endeffekt das man wohl niemanden überzeugen kann das jemand ein wertvolles leben hat wenn er einen glauben hat der ihm ermöglicht doch immer das gegenteil zu glauben. ich kann mir z.b. aussuchen ob ich an teufel glaube die dafür sorgen das die dinger herunterfallen oder an gravitation. letztlich dient beides nur der erklärung einer sache die ich aufgrund dem glauben an mein augenlicht damit erklären will.
und genau das ist der punkt, die feministen (ok nur die dumme feministen, gibt ja auch ein paar nette) glauben eben das männer unnütz sind und schaffen sich dafür irgendeine erklärung. man kann nämlich garnicht beweisen das etwas unnütz ist, man muss erst genug annahmen machen aus denen dan folgt das etwas unnütz ist (ok auch nur mein glaube ;).
aber so funktioniert nunmal alle wissenschaft, wissen schaffen ;).
schönes thema und schwer in worte zu fassen
Gruss,
Ferdi
grüsse
Re: Wissenschaft ist wie eine Religion und Glauben ist Nichtwissen.
Als Antwort auf: Re: Wissenschaft ist wie eine Religion und Glauben ist Nichtwissen. von Sebastian am 20. Mai 2004 12:15:06:
Hi, Sebastian,
gut, als Feministin hast Du mich noch nicht bezeichnet, aber von anderer Stelle kam das ja schon mal.
Darum möchte ich hier erklären, ganz persönlich: Ich finde Männer nicht unnütz!
Und Männer, die ich nicht mag, können immer noch als schlechtes Beispiel dienen.
Die Männer, die ich mag, sind für mich zumindest meistens auch sehr nützlich, und wenn es nur als nette Gesprächspartner ist.
Biologisch sind MÄnner darum notwendig, weil wir uns geschlechtlich fortpflanzen. Das ist meines Erachtens auch gut so
.
Es grüsst
das Emmalein
Re: Wissenschaft
Als Antwort auf: Wissenschaft ist wie eine Religion und Glauben ist Nichtwissen. von Ferdi am 20. Mai 2004 11:18:04:
Wissenschaft ist unsere beste Methode, ueber einen begrenzten Zusammenhang Wissen zu erlangen. Was der Spiegel als wissenschaftliche Erkenntnis verkauft, kann immer nur Bruchstueck sein in einer langen Kette von Versuch und Irrtum.
In der Wissenschaft, zumindest der Naturwissenschaft, ist Luegen noch verpoent, im Gegensatz zu vielen anderen Bereichen - ehrlich, wer will schon einen wahrheitsliebenden Aussenminister?
Deshalb erregen offensichtliche Luegen oder Fehlberichte in der Naturwissenschaft immer noch Aufsehen, und aus diesen hat Ferdi seine Liste zusammengestellt.
In der Wissenschaft werden nämlich wesentlich häufiger absichtlich oder aus Fahrlässigkeit Ergebnisse gefälscht.
Haeufiger als wo?
Weiteres Beispiel, wie mit Wissenschaft Meinung gemacht wird: Handystrahlung. Die wird als gefährlich und krebserregend dargestellt.
Welche Wissenschaftler haben sich zu so eindeutigen Aussagen hinreissen lassen? Die Kritik an der Handystrahlung kommt von Aussenseitern, darf aber von einem richtigen Wissenschaftlern auch nicht mit einem Achselzucken abgetan werden. Die Wissenschaft hat in den wenigen Faellen, die untersucht wurden, keine signifikanten Effekte messen koennen, aber ausschliessen kann sie es auch nicht.
Gegen die Dauerbestrahlung mit megawattstarken Rundfunk- und Fernsehsendern, deren Strahlenpegel um mehrere Grössenordungen über dem der kleinen Handies liegt, hat merkwürdigerweise keiner etwas. Ist auch kein Wunder, dienen sie doch der effektiven Verbreitung feministischen und männerdiskriminierenden Gedankengutes.
Das klingt nach Verschwoerungstheorie.
Einer Wissenschaft, die mir nicht einmal erklären kann, was sowas Alltägliches wie Gravitation (Schwerkraft) eigentlich ist
Das liegt daran, dass die Kette der Fragen: Warum? Warum? Warum? immenr bis zu einem Punkt gefuehrt werden kann, wo niemand mehr weiter weiss. Die Wissenschaft, in diesem Fall meine, die Fysik, weiss heute mehr ueber die Schwerkraft, als die Menschheit jemals in ihrer Geschichte gewusst hat. Deine Fragen dazu kann ich gerne hier oder in meinem Fysikforum beantworten.
Nun soll uns also weisgemacht werden, dass ausgerechnet ein Gen unter Millionen, deren Zusammenspiel niemand kennt, dafür verantwortlich sein soll, ob ein Mensch unnütz ist oder nicht?
Fragen nach der 'Nuetzlichkeit' des Menschen sind unwissenschaftlich.
Gruss,
Peter
Re: Wissenschaft ist wie eine Religion und Glauben ist Nichtwissen.
Als Antwort auf: Re: Wissenschaft ist wie eine Religion und Glauben ist Nichtwissen. von Emmalein am 20. Mai 2004 13:40:21:
gut, als Feministin hast Du mich noch nicht bezeichnet, aber von anderer Stelle kam das ja schon mal.
"Kam das ja schon mal"?
Ich dachte, Du wirst hier IMMER als Feministin bezeichnet, siehe index.php?id=28974
Auf meine darauf folgende Frage, was Du unter "immer" verstehst und WO GENAU Du "immer" oder wenigstens MAL als Feministin bezeichnet wurdest, bist Du mir noch eine Antwort schuldig.
Oder ist obiges "kam das ja schon mal" als Antwort zu verstehen?
Re: Wissenschaft ist wie eine Religion und Glauben ist Nichtwissen.
Als Antwort auf: Re: Wissenschaft ist wie eine Religion und Glauben ist Nichtwissen. von Sebastian am 20. Mai 2004 12:15:06:
ich sehe das mit wissenschaft ähnlich wie du, ich halte wissenschaft auch nur für eine religion (und zwar jede).
Dann bist Du verdammt schlecht informiert.
eine religion macht dabei aus das man bestimmten dingen glauben schenken muss und der rest dann allenfalls daraus folgt...
Hmm, gutes Zitat, aber offenbar nicht kapiert. Die Wissenschaft unterscheidet sich gerade dadurch von Religionen, daß man nachgucken kann, ob's stimmt.