Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak

Sebastian, Sunday, 16.05.2004, 15:25 (vor 7936 Tagen)

bemerkenswert finde ich das eine frau derartigs als spaß bezeichnet, sind es doch gerade feministen die sonst bei jeder möglichen gelegenheit von sexueller belästigung, vergewaltigung und misshandlung sprechen.

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http://de.news.yahoo.com/040516/286/417rn.html

US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak "Spaß"

Washington (AFP) - Eine der wegen Misshandlungen irakischer Gefangener angeklagten Wachen des Gefängnisses Abu Ghraib bei Bagdad hat die Fotoaufnahmen von aufeinandergelegten nackten und masturbierenden Gefangenen als "Spaß" bezeichnet. "Wir fanden, es sah so lustig aus, deshalb wurden Fotos gemacht", sagte die US-Gefreite Lynndie England der Zeitung "New York Times".

Die Misshandlungen in Abu Ghraib seien Routine gewesen und manchmal amüsant, hätten jedoch fast nie die Grenzen des Erlaubten überschritten, betonte England. Auf die Frage, ob sie selbst Gefangene misshandelt habe, sagte die 21-Jährige: "Ja, ich bin auf einigen von ihnen herumgetreten, habe einige gestoßen und gezogen, aber nichts Schlimmes getan."

England beschrieb gegenüber der Zeitung, wie sie einem Häftling eine Leine um den Hals legte und ihn und andere Insassen zwang, "fast vier bis sechs Stunden" lang über den Gang zu kriechen. Ferner erzählte sie, ein Soldat habe Häftlinge mit Säcken über dem Kopf regelmäßig mit einem Fußball beworfen, "um sie zu erschrecken". Ein weiterer Soldat habe Gefangene getreten und ihnen offene Wunden zugefügt, berichtete England weiter. Er habe manche Wunden dann "persönlich genäht".

Die Gefreite beschuldigte den Feldwebel Ivan Frederick, er habe mit Leuchtstoffröhren "psychologische Spielchen" mit den Gefangenen betrieben. "Er hat ihnen befohlen, die Beine anzuheben, hat die Röhre unter ihre Füße gelegt und gesagt, es sei ein Messer." Dann sei die Leuchtstoffröhre zerstört worden; die chemische Flüssigkeit aus der Röhre habe sich auf dem Boden verteilt und die Gefangenen hätten dort durchkriechen müssen, sagte England. Der fluoreszierende Stoff sei zu den Gefangenen in eine dunkle Zelle gebracht worden. Das Licht habe die Insassen "ausflippen lassen".

Re: US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak

Sam, Sunday, 16.05.2004, 15:41 (vor 7936 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak von Sebastian am 16. Mai 2004 12:25:29:

bemerkenswert finde ich das eine frau derartigs als spaß bezeichnet, sind es doch gerade feministen die sonst bei jeder möglichen gelegenheit von sexueller belästigung, vergewaltigung und misshandlung sprechen.
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http://de.news.yahoo.com/040516/286/417rn.html

(...) "Ja, ich bin auf einigen von ihnen herumgetreten, habe einige gestoßen und gezogen, aber nichts Schlimmes getan." [/i]

Bitter.

Re: US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak

Sebastian, Sunday, 16.05.2004, 15:42 (vor 7936 Tagen) @ Sam

Als Antwort auf: Re: US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak von Sam am 16. Mai 2004 12:41:21:

>bemerkenswert finde ich das eine frau derartigs als spaß bezeichnet, sind es doch gerade feministen die sonst bei jeder möglichen gelegenheit von sexueller belästigung, vergewaltigung und misshandlung sprechen.

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http://de.news.yahoo.com/040516/286/417rn.html
(...) "Ja, ich bin auf einigen von ihnen herumgetreten, habe einige gestoßen und gezogen, aber nichts Schlimmes getan." [/i]

Bitter.

ja das ist auch noch so ein seltsamer satz.

Re: US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak

Pokemon, Sunday, 16.05.2004, 18:26 (vor 7936 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak von Sebastian am 16. Mai 2004 12:25:29:

Eine der wegen Misshandlungen irakischer Gefangener angeklagten Wachen des Gefängnisses Abu Ghraib bei Bagdad hat die Fotoaufnahmen von aufeinandergelegten nackten und masturbierenden Gefangenen als "Spaß" bezeichnet. "Wir fanden, es sah so lustig aus, deshalb wurden Fotos gemacht", sagte die US-Gefreite Lynndie England der Zeitung "New York Times".

"Ja, ich bin auf einigen von ihnen herumgetreten, habe einige gestoßen und gezogen, aber nichts Schlimmes getan."

Sind diese Aussagen nun ein Zeichen von Dummheit? Eine Art von Verrohung im Krieg? Oder kommt einfach nur die Bösartigkeit zu Tage,die wir alle mehr oder weniger in uns tragen?

Was auf jeden Fall bei vielen Leuten zu fehlen scheint ist das Bewusstsein der ungerechten Beurteilung von männlichen und weiblichen Opfern und Tätern. Würden sie nackte Frauen auf einem Haufen eben so lustig finden?

Re: US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak

Paul, Sunday, 16.05.2004, 19:49 (vor 7936 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak von Sebastian am 16. Mai 2004 12:25:29:

Und wieder einmal zeigt sich, daß mangelndes Einfühlungsvermögen und Mitleidlosigkeit eben nicht ausschliesslich männliche Charaktereigenschaften sind, wie uns der Feminismus gerne Glauben machen möchte.

Ich habe Teile des Interviews mit L. England im Fernsehen gesehen. Mein Eindruck - ohne jetzt überheblich klingen zu wollen: Eine ausgesprochen simpel gestrickte, primitive Person, die intellektuell kaum in der Lage sein dürfte, die Grundlagen von ethischem Verhalten "abstrakt" zu begreifen. Nun muss nicht jeder dumme Mensch gleichzeitig ein Monster sein. Die Hemmschwelle zu unethischem Verhalten ist aber, und dieser Eindruck bestätigt sich bei mir immer mehr, bei solchen Personen viel niedriger, da sie rein emotionaler Natur ist. Und diese "emotionale Hemmschwelle" ist sehr instabil und leicht zerstörbar, da sie keine rationale Basis hat, auf die sie aufgebaut ist.

Gruß,
Paul

Genau das ist der Punkt!

Jens, Sunday, 16.05.2004, 22:56 (vor 7936 Tagen) @ Paul

Als Antwort auf: Re: US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak von Paul am 16. Mai 2004 16:49:49:

Nun muss nicht jeder dumme Mensch gleichzeitig ein Monster sein. Die Hemmschwelle zu unethischem Verhalten ist aber, und dieser Eindruck bestätigt sich bei mir immer mehr, bei solchen Personen viel niedriger, da sie rein emotionaler Natur ist. Und diese "emotionale Hemmschwelle" ist sehr instabil und leicht zerstörbar, da sie keine rationale Basis hat, auf die sie aufgebaut ist.

Besser hätte man es nicht beschreiben können. Ein andere Möglichkeit für eine niedrige Hemmschwelle kann auch eine Ideologisierung darstellen, die die rationale Basis einseitig zuerstört und man dadurch zu unethischen Handlungen verleitet wird oder bestimmte unethische Handlungen relativiert. Das beste Beispiel ist hier:index.php?id=29194 zu finden.

Jens

Re: US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak

Emmalein, Monday, 17.05.2004, 12:58 (vor 7935 Tagen) @ Paul

Als Antwort auf: Re: US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak von Paul am 16. Mai 2004 16:49:49:

Ich habe Teile des Interviews mit L. England im Fernsehen gesehen. Mein Eindruck - ohne jetzt überheblich klingen zu wollen: Eine ausgesprochen simpel gestrickte, primitive Person, die intellektuell kaum in der Lage sein dürfte, die Grundlagen von ethischem Verhalten "abstrakt" zu begreifen. Nun muss nicht jeder dumme Mensch gleichzeitig ein Monster sein. Die Hemmschwelle zu unethischem Verhalten ist aber, und dieser Eindruck bestätigt sich bei mir immer mehr, bei solchen Personen viel niedriger, da sie rein emotionaler Natur ist. Und diese "emotionale Hemmschwelle" ist sehr instabil und leicht zerstörbar, da sie keine rationale Basis hat, auf die sie aufgebaut ist.

Hi, Paul,

hast Du schon einmal etwas von dem Experiment mit den kalifornischen Studierenden gehört? Ich weiss es ja nicht, also erlaube mir, es Dir kurz zu erklären:

In Karlifornien wurden Studierende für ein psychologisches Experiment per Anzeige gesucht, 14 Tage lang war es glaube ich , geplant, sie sollten eine gute Bezahlung erhalten, mit denen ein durchschnittlicher Studierender ein Semester lang Lebenshaltung und Studiengbühren dort finanzieren kann. Es fanden sich eine Reihe Studierender, die da auch mitmachen wurden, allesamt nach psychologischem Urteil keine Sadisten oder psychisch oder ethisch labilen jungen Leute, sondern ganz gewöhnliche Studenten (vor dem Experiment wurden einige Untersuchungen und Gespräche dazu mit den Studierenden durchgeführt, um das Ganze halt sicherzustellen, sonst wären die Ergebnisse ja auch nicht übertragbar auf normale Menschen, ist ja klar, ist Teil der wissenschaflichen Systematik und muss es auch sein.)

Die Studierenden wurden dann in Gefangene und Wärter aufgeteilt. Die Gefangenen wurden richtig mit Polizeiauto abgeholt und in Gefangenenkleidung gesteckt. Die Wärter bekamen Schlagstöcke und die typische Wärterausrüstung. Dann wurde den Wärtern gesagt, sie hätten bei den Gefangenen für Ordnung zu sorgen. Es gäbe keinerlei Einschränkungen bei den anzuwendenden Mitteln, die sie sich nicht selbst stellen würden, sie würden in diesem Punkt nicht überwacht werden (das war natürlich eine Lüge, denn gerade diese Überwachung war das Thema des Versuchs, man wollte herausfinden ,wie weit Menschen gehen, wenn sie alle Freiheiten gegenüber anderen Menschen haben und andere Menschen ihnen als rechtlose Subjekte ausgeliefert sind). Nach nur 3 Tagen, glaube ich, musste das Experment abgebrochen werden -wegen der Brutalität und Härter der Wärter gegenüber den Gefangenen!

Will sagen: Auch Intelligenz und durchschnittliche innere Ethik-Kontrollen sind kein wirklich wirtsamer Schutz. Schutz gibt es nur dadurch, dass Menschen, die ein Gewaltmonopol haben, ebenfalls überwacht werden und rein rechtlich nicht machen dürfen, was sie wollen. Traurig, aber wahr.

Egal, ob sie Frauen oder Männer sind.

Es grüsst freundlich
das Emmalein

blühende Phantasie

CnndrBrbr, Monday, 17.05.2004, 12:37 (vor 7935 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak von Sebastian am 16. Mai 2004 12:25:29:

Die Gefreite beschuldigte den Feldwebel Ivan Frederick, er habe mit Leuchtstoffröhren "psychologische Spielchen" mit den Gefangenen betrieben. "Er hat ihnen befohlen, die Beine anzuheben, hat die Röhre unter ihre Füße gelegt und gesagt, es sei ein Messer." Dann sei die Leuchtstoffröhre zerstört worden; die chemische Flüssigkeit aus der Röhre habe sich auf dem Boden verteilt und die Gefangenen hätten dort durchkriechen müssen, sagte England. Der fluoreszierende Stoff sei zu den Gefangenen in eine dunkle Zelle gebracht worden. Das Licht habe die Insassen "ausflippen lassen".

Die Frau hat offenbar noch nie eine Leuchtstoffröhre gesehen. Bei dem technischen Schwachsinn halte ich den Rest für - sorry - genauso an den Haaren herbeigezogen.

Re: blühende Phantasie

stiller Mitleser ;-), Monday, 17.05.2004, 23:51 (vor 7935 Tagen) @ CnndrBrbr

Als Antwort auf: blühende Phantasie von CnndrBrbr am 17. Mai 2004 09:37:26:

Die Gefreite beschuldigte den Feldwebel Ivan Frederick, er habe mit Leuchtstoffröhren "psychologische Spielchen" mit den Gefangenen betrieben. "Er hat ihnen befohlen, die Beine anzuheben, hat die Röhre unter ihre Füße gelegt und gesagt, es sei ein Messer." Dann sei die Leuchtstoffröhre zerstört worden; die chemische Flüssigkeit aus der Röhre habe sich auf dem Boden verteilt und die Gefangenen hätten dort durchkriechen müssen, sagte England. Der fluoreszierende Stoff sei zu den Gefangenen in eine dunkle Zelle gebracht worden. Das Licht habe die Insassen "ausflippen lassen".

Die Frau hat offenbar noch nie eine Leuchtstoffröhre gesehen. Bei dem technischen Schwachsinn halte ich den Rest für - sorry - genauso an den Haaren herbeigezogen.

Hmmm, vielleicht ist was ganz anderes gemeint: es gibt "Leuchtstäbe" - eine Art Notlicht. Das sind Röhrchen (zufällig auch in etwa so lang wie ein Messer) in denen sich (getrennt) zwei Chemikalien befinden. Knickt man das Röhrchen, dann vermischen sich die Chemikalien und das Röhrchen leuchtet mehrere Stunden. Das könnte eine plausible Erklärung sein...

Re: blühende Phantasie

CnndrBrbr, Tuesday, 18.05.2004, 12:03 (vor 7934 Tagen) @ stiller Mitleser ;-)

Als Antwort auf: Re: blühende Phantasie von stiller Mitleser ;-) am 17. Mai 2004 20:51:02:

Das Licht habe die Insassen "ausflippen lassen".

Hmmm, vielleicht ist was ganz anderes gemeint: es gibt "Leuchtstäbe" - eine Art Notlicht. Das sind Röhrchen (zufällig auch in etwa so lang wie ein Messer) in denen sich (getrennt) zwei Chemikalien befinden. Knickt man das Röhrchen, dann vermischen sich die Chemikalien und das Röhrchen leuchtet mehrere Stunden. Das könnte eine plausible Erklärung sein...

Hmm, das könnte sein. Und was macht an dem Licht "wahnsinnig"? Klingt ja eher nach ner abgefahrenen Spielerei.

Re: blühende Phantasie

Paul, Tuesday, 18.05.2004, 16:11 (vor 7934 Tagen) @ CnndrBrbr

Als Antwort auf: Re: blühende Phantasie von CnndrBrbr am 18. Mai 2004 09:03:37:

Das Licht habe die Insassen "ausflippen lassen".

Hmmm, vielleicht ist was ganz anderes gemeint: es gibt "Leuchtstäbe" - eine Art Notlicht. Das sind Röhrchen (zufällig auch in etwa so lang wie ein Messer) in denen sich (getrennt) zwei Chemikalien befinden. Knickt man das Röhrchen, dann vermischen sich die Chemikalien und das Röhrchen leuchtet mehrere Stunden. Das könnte eine plausible Erklärung sein...

Hmm, das könnte sein. Und was macht an dem Licht "wahnsinnig"? Klingt ja eher nach ner abgefahrenen Spielerei.

Vielleicht haben sie den Gefangenen einfach erklärt, daß der Stoff radioaktiv ist, und sie jetzt langsam verstrahlt werden und dann sterben werden. Oder was auch immer. Wenn jemand von diesen Dingen keine Ahnung hat, kannst du ihm viel Mist erzählen.

Gruß,
Paul

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