Männerdiskriminierung bei der Bundeswehr
Folgendes Schreiben ging gestern an das Justizministerium, das Verteidigungsministerium, das Frauenministerium, den Frauenausschuss des Bundestages und den Verteidigungsausschuss des Bundestages:
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben vernommen, dass geplant sei, eine Frauenquote bei der Bundewehr einzuführen. Bei 26% Frauenanteil in der Sanitätstruppe soll eine Quote von 50% und bei der Resttruppe mit einem Frauenanteil von 2% soll eine Quote von 30% gelten. Wir halten dies für überzogen und ungerechtfertigt.
Die Diskrepanz zwischen Anteil weiblicher Soldaten und Quote führt zu einer Ent-rechtung männlicher Soldaten, da diese dann geringere Rechte bei einer Beförde-rung haben als weibliche Soldaten. Dies ist mit dem verfassungsmäßigen Gleich-berechtigungsgrundsatz nicht vereinbar. Zudem werden einseitig junge Männer zwangsverpflichtet. Das Opfer, das die durch diese Einseitigkeit ohnehin schon benachteiligten jungen Männer durch diesen Dienst für die Bundesrepublik Deutschland bringen, mit einer massiven Ungleichbehandlung zu deren Unguns-ten bei Beförderung zu entlohnen, ist u.E. ethisch und moralisch nicht vertretbar. Zudem ist diese massive ChancenUNgleicheit mit dem Gender Mainstreaming-Ansatz nicht in Deckung zu bringen. Nach dem Gender Mainstreaming-Ansatz wären Sie verpflichtet, ein Gesetz zu konstruieren, das weiblichen und männli-chen Mitbürgern gleichenmaßen Nutzen bringt. Das ist jedoch nicht der Fall.
Unabhängig davon halten wir es gerade in Zeiten, in denen die Bundeswehr im-mer öfter in Krisengebieten Einsatz findet, für äußerst bedenklich, wenn sie eine Bundeswehr, die immer öfters zu Kriseneinsatzen genutzt wird, mit Führungsper-sonen versehen, die nicht aufgrund von Fähigkeit, sondern aufgrund des Ge-schlechtes eingesetzt würden.
Wie jede Frauenquote ist auch diese Frauenquote kinder- und väterfeindlich, denn die großen Nutznießer sind die Frauen, die sich für einen kinderlosen Le-bensweg entschieden haben, da sie die gleiche Förderung erfahren wir Frauen mit Erziehungsverpflichtungen und die großen Verlierer sind die aktiv erziehen-den Männer, da sie Erziehungspflichten haben aber keine Förderung erfahren, ja sogar ebenso benachteiligt werden wie nicht erziehende Männer. Solange ein ak-tiv erziehender Mann gegenüber einer Frau ohne Erziehungsverpflichtungen bei Beförderungen benachteiligt und damit die angeblich gewünschte verstärkte Ü-bernahme von Erziehungsverpflichtungen männlicher Mitbürger konterkariert wird, zementieren Sie ein archaisches Rollenbild fest.
Wir appellieren an Sie, von dieser geplanten Diskriminierung männlicher Solda-ten abzusehen. 2% Anteil mit 30% Karriereposten zu versehen hat mit Gleich-stellung nichts zu tun. Bei der Gleichstellung geht es darum, Männern und Frau-en die gleichen Aufstiegschancen zu gewährleisten. Dies wäre z.B. bei einer Quo-te entsprechend dem Anteil an der Mannschaftsstärke gewährleistet.
Über eine Antwort würden wir uns freuen.
Dieses Schreiben wird in mehreren Foren mit je mehreren Tausend Zugriffen pro Tag veröffentlicht. Wir gehen davon aus, dass einer Veröffentlichung einer Ant-wort von Ihnen ebenda nichts im Weg steht.
Mit freundlichen Grüßen
i. A. von MANNdat - geschlechterpolitische Initiative