Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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@Manfred: Apartheid

Andreas, Thursday, 13.05.2004, 12:32 (vor 7939 Tagen)

Hallo Manfred,

Ich will an dieser Stelle mal Deine Frage aus dem Beitrag

index.php?id=29032

aufgreifen. Das Thema scheint mir lohnenswert genug zu sein, um daraus einen eigenen Thread zu machen. Der Vergleich der deutschen (feministischen) Politik mit der südafrikanischen Apartheidspolitik scheint mir in der Tat passend zu sein. Bei der Apartheidspolitik handelte es sich ja primär um eine Politik der Rassentrennung und -diskrimierung, die klein anfing und dann auf viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ausgedehnt wurde. Beide Systeme, sowohl das feministische Regime wie auch das Apartheidsregime, basieren auf folgender Annahme: es gibt eine Bevölkerungsgruppe (Schwarze, Männer), die einer anderen Bevölkerungsgruppe (Weiße, Frauen) in vielerlei Hinsicht unterlegen ist.

Bei der Apartheid wurde die schwarze Bevölkerung der weißen Bevölkerung untergeordnet, in unserem feministischen System soll der Mann der Frau untergeordnet werden. Aus diesem "System des Irrationalismus" werden dann Normen, Regeln und Direktiven abgeleitet, welche vor allem eines zum Ziel haben: die Macht der "überlegenen" Bevölkerungsgruppe soll in jeglicher Hinsicht gesichert werden. Dies erfolgt zum einen durch Trennung der Bevölkerungsgruppe - d.h. nur die privilegierte Bevölkerungsschicht bekommt Zugang zu den Ressourcen der Macht, wie auch durch eine systematische Diskriminierungspolitik, welche diese Trennung durchsetzt. Die "minderwertige" Bevölkerungsschicht wird in Bereiche zurückgedrängt, von wo aus sie keine Gefahr mehr darstellt.

Beide Systeme - sowohl der Feminismus wie auch die Apartheidspolitik - zeichnen sich durch eine fundamentale Gemeinsamkeit aus: Sie ignorieren die Ergebnisse von 2 500 Jahren menschlicher Geistesgeschichte und Aufklärung! Der Feminismus ist ein hervorragendes Beispiel für eine Ideologie, die aus der Geschichte der Menschheit nichts, aber auch gar nichts gelernt hat. Denn der Feminismus ist gerade dabei ein Projekt in Angriff zu nehmen, an dem bereits alle Diktaturen und totalitären Systeme incl. der Apartheid gescheitert sind: der Feminismus leugnet die Existenz der Logik.
Nur so ist zu erklären, daß eine Frauenpolitikerin an einem Tag eine Männerquote im Erziehungsbereich mit der Begründung ablehnen kann, es komme dann nicht mehr auf Leistung und Qualifikation, sondern lediglich auf das Geschlecht an - nur um dann am nächsten Tag die Ausdehnung der Frauenquote auf die Privatwirtschaft zu fordern.
In George Orwells "1984" wurde soetwas "Doppeldenk" genannt, denn Doppeldenk bezeichnet ja gerade "die Fähigkeit, gleichzeitig zwei einander widersprechende Überzeugungen zu hegen und beide gelten zu lassen." Ohne diese Überzeugung wäre der Feminismus überhaupt nicht lebensfähig. Und genau an diesem Punkt wird der Feminismus - ebenso wie alle totalitären Ideologien vor ihm - längerfristig scheitern. Denn ohne Logik kann keine Kommunikation stattfinden und ohne Kommunikation fällt eine Gesellschaft auseinander.

"Apartheid" bedeutet übersetzt "Trennung". Ebenso wie bei der "petty apartheid" Schwarze aus vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen wurden, werden heute auch Männer aufgrund diskriminierender Gesetze aus diesen Bereichen ausgeschlossen. Wir kennen die Frauenquote oder auch - wie bei den Grünen - quotierte Listen, um eine weibliche Mehrheit auf den Kandidatenlisten sicherzustellen. Wir kennen Frauenbibliotheken, Frauenbeauftragte, Frauenstädte, Frauenuniversitäten, Frauenparkplätze, Frauenministerien, Frauengesundheitszentren, Frauenggesundheitsberichte, Frauenquoten, Mädchenförderung auf den Schulen, Frauentaxis usw usw. Überall dort werden Frauen privilegiert und Männer diskriminiert.

Kürzlich erhalte ich eine Massenmail von der Frauenbeauftragten unserer Universität. Darin wird ein Kurs zur Didaktik an Hochschulen nur für Frauen angeboten. Wenn man sich das Info-Material der Frauenbeauftragten mal näher anschaut, werden dort eine Vielzahl von Kursen und Veranstaltungen angeboten, die mit "Gleichstellung" überhaupt nichts mehr zu tun haben. Der Grund dieser Veranstaltungen ist klar ersichtlich: durch diese Zusatzqualifikationen soll Frauen ein Vorsprung auf dem Arbeitsmarkt gesichert werden. Man bietet Frauen einfach zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten an, die man den Männern vorenthält. Diese Zusatzqualifikationen können Frauen dann bei ihrer Bewerbung vorlegen und haben dann größere Chancen auf einen Arbeitsplatz als dies bei Männern der Fall ist. Jetzt wird auch klarer, warum es in den Zeitungen immer so schön heißt: Frauen sind meist besser ausgebildet als Männer.

Apartheid bedeutet Trennung und Diskrimierung. Beide Komponenten finden wir auch in der feministischen Politik unserer Regierung wieder. Ebenso wie die Apartheid lehnt der Feminismus die Gültigkeit der Logik als Regelwerk zum Vollzug korrekter Schlußfolgerungen ab. Ebenso wie die Apartheid versucht der Feminismus, eine bestimmte Bevölkerungsschicht aus den Machtbereichen der Gesellschaft herauszudrängen. Ebenso wie die Apartheid will der Feminismus eine bestimmte Bevölkerungsgruppe privilegieren und mit Sonderrechten ausstatten. Ebenso wie die Apartheid erhebt auch der Feminismus den Irrationalismus zum dominierenden Kulturprinzip.

Aber darin liegt auch unsere Hoffnung begründet. Gerade die dumpfe Widersprüchlichkeit in unserer feministischen Gesellschaft, dieser schizophrene Frauenverherrlichungswahn in allen Bereichen des Lebens, dieses dummdreiste Regelwerk der Unterdrückung - das alles ist der Nährboden, auf dem auch der Nelson Mandela oder der Frederic de Klerk der Zukunft gedeihen wird.
Das ist nur eine Frage der Zeit.

Gruß
Andreas

Re: @Manfred: Apartheid

Ferdi, Thursday, 13.05.2004, 13:58 (vor 7939 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: @Manfred: Apartheid von Andreas am 13. Mai 2004 09:32:39:


Hallo Andreas!

Apartheid bedeutet Trennung und Diskrimierung. Beide Komponenten finden wir auch in der feministischen Politik unserer Regierung wieder. Ebenso wie die Apartheid lehnt der Feminismus die Gültigkeit der Logik als Regelwerk zum Vollzug korrekter Schlußfolgerungen ab. Ebenso wie die Apartheid versucht der Feminismus, eine bestimmte Bevölkerungsschicht aus den Machtbereichen der Gesellschaft herauszudrängen. Ebenso wie die Apartheid will der Feminismus eine bestimmte Bevölkerungsgruppe privilegieren und mit Sonderrechten ausstatten. Ebenso wie die Apartheid erhebt auch der Feminismus den Irrationalismus zum dominierenden Kulturprinzip.
[quote]Aber darin liegt auch unsere Hoffnung begründet. Gerade die dumpfe Widersprüchlichkeit in unserer feministischen Gesellschaft, dieser schizophrene Frauenverherrlichungswahn in allen Bereichen des Lebens, dieses dummdreiste Regelwerk der Unterdrückung - das alles ist der Nährboden, auf dem auch der Nelson Mandela oder der Frederic de Klerk der Zukunft gedeihen wird.
Das ist nur eine Frage der Zeit.
[/quote]

Sehr guter Vergleich. Fast alles stimmt überein. Fast! Einen gravierenden Unterschied zwischen hier und Südafrika gibt es aber. Der in Südafrika unterdrückte, diskriminierte und seiner Menschen- und Bürgerrechte beraubte Bevölkerungsteil hat tapfer gekämpft. Der hierzulande diskriminierte Bevölkerungsteil kämpft aber nicht, er gerät beim Anblick seiner Gegner in Verzückung und himmelt sie an. Aber noch ist nichts verloren und es muss auch nicht so weit kommen wie in Südafrika. Wenn man jetzt aus der Geschichte Südafrikas lernt und jetzt noch den Kurs ändert und die rosarot verklärte VIVA/MTV/Big-Brother-Brille von der Nase nimmt, dann kann man sich einen Freiheitskampf wie in Südafrika ersparen. Das geht aber nur, wenn jeder Mann aus seinem Rauschzustand aufwacht und die Konsequenz zieht. Und die kann momentan nur lauten: Frauen sind wie fleischfressende Pflanzen. Sie locken die Männer an und wenn sie in ihre Blüten geraten sind, dann werden sie verdaut und es bleiben nur noch unverdauliche Reste übrig. Wenn man aber Abstand hält, kann man sich an dem schönen Anblick der Blüten erfreuen.

Gruss,
Ferdi

Re: @Manfred: Apartheid

Andreas, Thursday, 13.05.2004, 14:42 (vor 7939 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Ferdi am 13. Mai 2004 10:58:18:

Hallo Ferdi,

Sehr guter Vergleich. Fast alles stimmt überein. Fast! Einen gravierenden Unterschied zwischen hier und Südafrika gibt es aber. Der in Südafrika unterdrückte, diskriminierte und seiner Menschen- und Bürgerrechte beraubte Bevölkerungsteil hat tapfer gekämpft. Der hierzulande diskriminierte Bevölkerungsteil kämpft aber nicht, er gerät beim Anblick seiner Gegner in Verzückung und himmelt sie an.

Den Grund dafür kennst Du ja selbst: kollektive Schuldzuweisung. Über Jahrzehnte hinweg hat man Männer zum Sündenbock der Nation erklärt, zum bösen Gewalttäter, zum Schwein, zum frauenprügelnden Monster. Gewalt bekam plötzlich ein Geschlecht: männlich. So hat man es geschafft, den Männern ein schlechtes Gewissen einzureden. Schon die Kirche wußte: wenn Du einen Menschen steuern und kontrollieren willst, dann rede ihm ein schlechtes Gewissen ein! Das ist auch die Strategie des Feminismus.

Um sich aus diesem Lügengeflecht zu befreien, braucht es vor allem eins: Erkenntnis und Kritikfähigkeit. Und dazu braucht es mehr als einen öffentlich-rechtlichen Rundfunkkanal. Dazu muß man vor allem auch den eigenen Kopf anstrengen.

Gruß
Andreas

Re: @Manfred: Apartheid

Der Bachelor, Thursday, 13.05.2004, 15:18 (vor 7939 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Andreas am 13. Mai 2004 11:42:16:

Hallo Ferdi,

Sehr guter Vergleich. Fast alles stimmt überein. Fast! Einen gravierenden Unterschied zwischen hier und Südafrika gibt es aber. Der in Südafrika unterdrückte, diskriminierte und seiner Menschen- und Bürgerrechte beraubte Bevölkerungsteil hat tapfer gekämpft. Der hierzulande diskriminierte Bevölkerungsteil kämpft aber nicht, er gerät beim Anblick seiner Gegner in Verzückung und himmelt sie an.

Den Grund dafür kennst Du ja selbst: kollektive Schuldzuweisung. Über Jahrzehnte hinweg hat man Männer zum Sündenbock der Nation erklärt, zum bösen Gewalttäter, zum Schwein, zum frauenprügelnden Monster. Gewalt bekam plötzlich ein Geschlecht: männlich. So hat man es geschafft, den Männern ein schlechtes Gewissen einzureden. Schon die Kirche wußte: wenn Du einen Menschen steuern und kontrollieren willst, dann rede ihm ein schlechtes Gewissen ein! Das ist auch die Strategie des Feminismus.
Um sich aus diesem Lügengeflecht zu befreien, braucht es vor allem eins: Erkenntnis und Kritikfähigkeit. Und dazu braucht es mehr als einen öffentlich-rechtlichen Rundfunkkanal. Dazu muß man vor allem auch den eigenen Kopf anstrengen.
Gruß
Andreas

Gerade die öffentlich-rechtlichen manipulieren doch, wo's nur geht. Deshalb sag ich schon lange: Entzieht ihnen die Geldmittel! Den Machern nur den Zeigefinger zu zeigen, reicht nicht.
Zum Glück gibt es das Internet, ein Medium, in dem die Wahrheit kaum zu blockieren ist.

Der Bachelor

Re: @Manfred: Apartheid

Andreas, Thursday, 13.05.2004, 15:25 (vor 7939 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Der Bachelor am 13. Mai 2004 12:18:46:

Gerade die öffentlich-rechtlichen manipulieren doch, wo's nur geht. Deshalb sag ich schon lange: Entzieht ihnen die Geldmittel! Den Machern nur den Zeigefinger zu zeigen, reicht nicht.

Genau das wollte ich damit sagen! ;-)

Andreas

Re: @Manfred: Apartheid

Leser, Thursday, 13.05.2004, 15:34 (vor 7939 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: @Manfred: Apartheid von Andreas am 13. Mai 2004 09:32:39:

volle Zustimmung zu deinem Posting. Allerdings leugnen Femis die Logik nicht - sie Ignorieren sie. das ist ein Unterschied. Leugnen heisst:bestreiten wider besseren Wissens. Deswegen ist der Begriff Holocaust-Leugner auch falsch. diese Leute und auch die Femis glauben ja an den Quatsch den sie verzapfen (ohoh schon wieder ein Nazivergleich..passt aber auch so gut)

Zu Widersprüchen kann ich nur sagen, grundsätzlich läßt das Leben, anders als die Logik, Widersprüche zu.

Das ist nur eine Frage der Zeit.

das glaube ich weniger. Solange die Männer vereinzelt ihren Frust im Netz ablassen oder Beschwerdebriefe schreiben um anschließend friedlich zur Arbeit zu gehen.. nochmals: hätten die Ossis 89 auch Beschwerdebriefe geschrieben anstatt in Massen die Strassen zu überfluten, trotz Repressalien von Staatsseite, ständen sie jetzt noch alle in Lohn und Brot, führen Trabbis und würden sich diebisch über nen Beutel Bananen aus der Kaufhalle freuen.

meint
Leser

nicht zu machen..

Leser, Thursday, 13.05.2004, 15:41 (vor 7939 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Andreas am 13. Mai 2004 12:25:52:

Gerade die öffentlich-rechtlichen manipulieren doch, wo's nur geht. >Deshalb sag ich schon lange: Entzieht ihnen die Geldmittel! Den Machern >nur den Zeigefinger zu zeigen, reicht nicht.

richtig. das und nur das!

Ist allerdings unmöglich umzusetzen. Der Staat verdient an jeder Bewegung des Bürgers mit, ob er nun arbeitet, sich ne rolle Klopapier im Supermarkt kauft, tankt.. alles Steuern die in Feminismusschwachsinn wie auch in ähnlichen Schwachsinn wie Auslandseinsätzen usw verbraten wird.

Leser

Re: @Manfred: Apartheid

Eugen Prinz, Thursday, 13.05.2004, 15:42 (vor 7939 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Andreas am 13. Mai 2004 12:25:52:

Da stimme ich zu: Die Parallelen: Apartheit - Feminismus sind nicht zu übersehen. Ich finde es auch sehr wichtig, Mechanismen und Formen von Machtergreifung und Machterhalt zu studieren, wo und wann immer sie sich zeigen.

Es bringt nichts, ein Denkmal zu enthüllen und zu sülzen, dass "so etwas" sich nie wiederholen dürfe. Magerquark! Es gilt, ein Unheil in seinen neuen Gewändern zu erkennen, bevor es zum Ausbruch kommt.

Dass sich schlussendlich die Logik, die Vernunft, die Rationalität durchsetzt, bezweifle ich. Um es wieder mal zu sagen: "Es geht nicht darum, etwas zu beweisen, es geht darum, etwas zu erreichen." Feministinnen führen uns dieses Prinzip äußerst erfolgreich vor.

Du schreibst: "Der Feminismus leugnet die Existenz der Logik." Ich wage zu behaupten: Er interessiert sich überhaupt nicht dafür. Wir können sie uns wohin schieben, unsere Logik. Sie wollen Macht für Frauen, also verlangen sie - gegen jede Logik - Frauenquoten in Bereichen, wo längst eine Männerquote angebracht wäre. Sie haben derzeit die Macht dazu. Männer haben sie ihnen gegeben. Frauen - wie gemein - benutzen ihre eigene "Logik" ... und gewinnen. Davon können wir was lernen.

Es hilft nicht drumrum zu reden: Wir müssen Frauen etwas wegnehmen, auch wenn sich das nicht nett anhört. Als erstes natürlich den Heiligenschein. Das ist überwiegend eine private Übung, denn eigentlich neigen Männer dazu, Frauen zu vergöttern. Deshalb ist das so wichtig. Denn einer Heiligen darf man ja nichts wegnehmen. Sonst weint sie ... und dann sind wir zerknirscht vor Reue.

Als nächstes die ungerechtfertigten Privilegien. Dazu müssen wir uns trauen zu sagen: "Was wir wollen ist Macht - Macht für Männer!" Nicht morgens vor dem Spiegel, oder hier in der Abgeschiedenheit unserer kleinen Diskussionsrunde, sondern öffentlich! - in der nächsten Diskussion, oder im Hörsaal, wenn die Dozentin mal wieder Blödsinn sabbert. Frauen haben sich das getraut. Jutta Limbach (EX-BVG-Präsidentin), öffentlich: "Was wir wollen ist Macht - Macht für Frauen." Und jetzt haben sie sie. Entgegen allen Behauptungen haben Männer nämlich keine Macht. Ich nicht, Andreas nicht, Manfred nicht... Und wir haben auch garnichts davon, dass der Chef von Daimler-Chrysler oder der Deutschen Bank ein Mann ist.

Der Rest ist Arbeit: Sich organisieren, sich auf die kleinsten gemeinsamen Ziele einigen, sie durchsetzen. Wie konnten wir ehrenwerte Organisationen wie Amnesty den Feministinnen überlassen? Während wir unsere Pornohefte lasen, haben FeministInnen die ökologische Idee usurpiert, und nun haben wir eine grün angestrichene Frauenpartei. Und weil wir so wild auf Arbeit sind, arbeiten Frauen Teilzeit, und arbeiten derweil die Gewerkschaften zur Frauenfilzmatte um. Und während wir Computer programmieren, haben Feministinnen alle politischen Parteien und öffentlichen Institutionen umprogrammiert.

Das Internet ist eine feine Sache - ein wirklich nützliches Instrument. Aber wenn wir drin bleiben, dann machen sie einen Zaun drumrum und wir können hier debattieren soviel wir wollen. Morgends, mittags und abends gibts dann ein Tässchen Hängulintee, damit wie keine Dummheiten machen...

Wir kriegen immer wieder Schreiben von Männern mit Ideen und legitimen Anliegen. Und dann kommt häufig der Satz: "Aber ich möchte anonym bleiben." So geht es nicht, liebe Brüder. Mehr Mut. Mehr Selbstbewusstsein. Mehr Offenheit. Sind wir vielleicht Spinner, Chaoten, Verbrecher? Macht euch bekannt. Trefft euch. Kooperiert! Gründet eine Gruppe in eurer Firma, an eurer Uni, beim Militär. Ich renne derzeit rum und sammle Unterschriften für eine Petition, die ein anderer Mann formuliert hat. Na und? Bricht mir deswegen ein Zacken aus der Krone?

Ihr müsst nicht die zwanzigste Interseite zum Thema Männerrechte machen - es gibt schon genug. Ihr müsst auch nicht den zwanzigsten Ein-Mann-Männerrat gründen. Viele Häuptlinge - wenige Indianer! Das haben wir schon. Vergesst alle anonymen Aktionen. Da weiß die Gegenseite von vorneherein, dass ihr euch nicht traut, den Kopf rauszustrecken. Und jeder, der fürs Auswandern oder für religiöse Konzepte missioniert, oder seine Zeit damit verschwendet, kleinen Emmaleins, Mayas, Anonymas usw. "das Gegenteil" beweisen zu wollen: Gesprächstherapie: Weidenruten ... nicht unter zwanzig Streichen...

Eugen

www.manndat.de

Re: @Manfred: Apartheid

Max, Thursday, 13.05.2004, 16:25 (vor 7939 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Eugen Prinz am 13. Mai 2004 12:42:13:

Hallo Eugen,

Wir kriegen immer wieder Schreiben von Männern mit Ideen und legitimen Anliegen. Und dann kommt häufig der Satz: "Aber ich möchte anonym bleiben." So geht es nicht, liebe Brüder. Mehr Mut. Mehr Selbstbewusstsein. Mehr Offenheit. Sind wir vielleicht Spinner, Chaoten, Verbrecher? Macht euch bekannt. Trefft euch. Kooperiert! Gründet eine Gruppe in eurer Firma, an eurer Uni, beim Militär. Ich renne derzeit rum und sammle Unterschriften für eine Petition, die ein anderer Mann formuliert hat. Na und? Bricht mir deswegen ein Zacken aus der Krone?...
... Vergesst alle anonymen Aktionen. Da weiß die Gegenseite von vorneherein, dass ihr euch nicht traut, den Kopf rauszustrecken.

...ganz ausgezeichnet! Ich habe mir schon oft ueberlegt, ob nicht die bestehenden Gender-Foren wesentlich ernster genommen wuerden, wenn sich da nicht so viel Anonyme tummeln wuerden. Aus diesem Grunde habe ich auch beschlossen, mit gutem Beispiel voranzugehen und habe ein Foto von mir neben jedem meiner postings stehen (M&M, KdG-Forum). Eine Menge real existierender Menschen ist nunmal wesentlich ernster zu nehmen als eine Menge real existierender Irgendwers. Ich empfehle dringend, meinem Beispiel zu folgen.

Gruss - Max

Re: @Manfred: Apartheid

Max, Thursday, 13.05.2004, 17:14 (vor 7939 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: @Manfred: Apartheid von Andreas am 13. Mai 2004 09:32:39:

Hallo Andreas,

Deine Parallelen zwischen Apartheid und Feminismus sind schon zutreffend. Es kommt sogar noch besser: Die herrschende Schicht der Weissen in der Vor-Mandela-Aera konnte sich ueberhaupt nur deswegen so lange als "Unterdruecker" halten, weil sie die Animositaeten zwischen den einzelnen Negerstaemmen fuer sich ausgenutzt hat. So waren in den Gold- und Diamantminen des Witwatersrandes prinzipiell Gruppencapos und die Arbeiter der Gruppe von verschiedenen Staemmen. Z.B. hat ein Xhosa eine Gruppe Zulus beaufsichtigt und angetrieben. Die ganze Apartheidsgeschichte war keineswegs nur eine Schwarz/Weiss Angelegenheit.

In meinen Augen ist es ein groesserer Verdienst Mandelas, die verschiedenen Negerstaemme, ca. 18 an der Zahl, (halbwegs) unter einen Hut gebracht zu haben, als resultierend daraus die Weissen von der (politischen) Macht vertrieben zu haben. Das kam danach quasi automatisch...

Dies zu uebertragen auf Feminismus und Maenner ist also recht simpel: Einigkeit macht stark.
Wenn es uns Maennern gelaenge, was den Weibsen immer wieder gelingt, naemlich, sich bei aller Unterschiedlichkeit wenigstens darauf zu einigen, dass wir gemeinsame Interessen haben, zu deren erfolgreicher Durchsetzung wir einfach zusammenarbeiten muessen, dann waeren wir schon auf der Siegerstrasse und unterwegs zum Triumphbogen.

Insofern also passt die Analogie Apartheid und Feminismus schon, allerdings eben nur insofern.

Die ganz grossen Schattenseiten der Abschaffung der Apartheid sollte man naemlich nicht aus den Augen verlieren: Explodierende Gewaltkriminalitaet. Das Ende der Apartheid hat in der Folge Tausenden von Schwarzen das Leben gekostet und viele von ihnen sind auf bestialische Art umgebracht worden (Die Halskrause z.B.: Ein alter Autoreifen, mit Benzin angefuellt und angezuendet, vom Opfer um den Hals zu tragen...)

Es ist bezeichnend fuer die ekelhafte Bigotterie derjenigen Staaten des Westens, die Apartheid-Suedafrika unter Embargo gestellt hatten (darunter die BRD), dass sie die Zustaende im Post-Apartheid-Suedafrika zwar bedauert, effektiv aber nichts dagegen unternommen haben. Ob der Neger tot ist oder nicht, interessierte nicht: Hauptsache er war ein "freier Neger", als er gemeuchelt wurde. Das ist: Eigene Prinzipien derartig zu ueberhoehen, dass sie einer Ideologie gleichkommen und dabei achselzuckend ueber Leichen gehen. Das sind Gutmenschen, die so etwas tun.

Zurueckblickend betrachtet, muss ich sagen, dass mir der Erhalt einer weissen Herrschaftsschicht in Suedafrika besser gefallen haette, wenn sie mit sich haette reden lassen und verantwortlich zum Wohle ihrer schwarzen Landsleute gehandelt haette, anstatt sie lediglich zu bescheissen und auszubeuten. Auch bin ich der Meinung, dass es Suedafrika wirtschaftlich vermutlich besser ginge, wenn dieser Umbruch nicht in der Form stattgefunden haette, in der er nunmal stattfand. Das gilt nur fuer Suedafrika.

Zimbabwe, das ehemalige Rhodesien, das ja ebenfalls eine Apartheidspolitik betrieb - zuletzt unter Ian Smith - waere heute definitiv besser dran, wenn alles beim Alten geblieben waere. Robert Mugabe, der Neger, hat innerhalb von gut zwanzig Jahren das ganze Land ruiniert: Vom Nahrungsmittelexporteuer zur Abhaengigkeit von der Welthungerhilfe. Und so lief das fast in ganz Afrika. Wo immer sich die Weissen aus dem Staub gemacht haben und einem Neger das Heft in die Hand gaben, war hinterher innerhalb kuerzester Zeit Chaos, Blutvergiessen, Hunger, Horror und Hoelle.

Bezogen auf Feminismus/Apartheid kann ich nur hofffen, dass sich die Parallelen vorher erschoepfen.

Gruss -

Der Forumsneger - Max

Re: @Manfred: Apartheid

Manfred, Friday, 14.05.2004, 01:50 (vor 7939 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Eugen Prinz am 13. Mai 2004 12:42:13:

Wie konnten wir ehrenwerte Organisationen wie Amnesty den Feministinnen überlassen? <<

Indem wir (ein Teil von uns Männern) die feministischen Ideen teilweise selbst ausgebrütet und forciert haben, in der wahnwitzigen und selbstzerstörerischen Einfalt der zu erwartende, jedoch sowieso nie eingetretene, Prestige- und Liebesgewinn würde uns dies lohnen!

Aus dieser Erkenntnis heraus möchte ich hier ergänzen:
Wir müssen auch unseren Geschlechtsgenossen, die sich immer noch in dem würdelosen Spiel "wer ist der beste Frauenversteher" den Rang abzulaufen versuchen, klarmachen, dass es ihnen eben NICHT zur Ehre gereicht, einen Rekord im Schleimen nach dem andern aufzustellen.

Es muß deutlich werden, dass man NICHT als moderner Rosenkavalier in die Geschichte eingeht, indem man alle essentiellen eigenen Interessen in den Wind schießt,
dass man NICHT an Ehre gewinnt, indem man jeder Emanze nach dem Munde redet wie der Regirungssprecher einer islamistischen Diktatur
und dass man eben alles mögliche -nur kein "ganzer Kerl"- dadurch wird, indem man wie eine Marionette in vorauseilendem Gehorsam jeden weiblichen Stuß nicht nur mitmacht, sondern auch zuweilen noch übertrifft.

(Letzeres wird besonderes abstossend, wenn mann noch nicht mal selber bereit ist sich für seine irren Duckmäusereskapaden zu opfern. Beispiel: Männer, Struck und die Wehrpflicht))

Der Gegner im eigenen Lager ist zuweilen gefährlicher, als der hinter der Kampflinie. Er muß erkannt, ernüchtert und überzeugt werden, schlimmstenfalls aber zumindest entlarvt.

Gruß,
Manfred

Re: @Manfred: Apartheid

Eugen Prinz, Friday, 14.05.2004, 01:58 (vor 7939 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Manfred am 13. Mai 2004 22:50:

Der Gegner im eigenen Lager ist zuweilen gefährlicher, als der hinter der Kampflinie. Er muß erkannt, ernüchtert und überzeugt werden, schlimmstenfalls aber zumindest entlarvt.
Gruß,
Manfred

...harter Job! Manchmal ist selbst die Feministin leichter zu knacken, als unser narzisstisch gestörter, matriarchal deformierter, matrifocal polarisierter Bruder.

Übersetzung auf Anfrage ;-)

Eugen

Re: @Manfred: Apartheid

Emmalein, Friday, 14.05.2004, 12:38 (vor 7938 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Max am 13. Mai 2004 14:14:10:

Wenn es uns Maennern gelaenge, was den Weibsen immer wieder gelingt, naemlich, sich bei aller Unterschiedlichkeit wenigstens darauf zu einigen, dass wir gemeinsame Interessen haben, zu deren erfolgreicher Durchsetzung wir einfach zusammenarbeiten muessen, dann waeren wir schon auf der Siegerstrasse und unterwegs zum Triumphbogen.

Insofern also passt die Analogie Apartheid und Feminismus schon, allerdings eben nur insofern.

Hi, Max,

willst Du wirklich behaupten, dass Jolanda und ich, Christine und ich, Monika und ich uns darauf einigen könnten, dass wir bestimmte allgemeine Interessen haben, die wir gemeinsam haben? Das halte ich eher für sehr unwahrscheinlich.

Ich denke, das erschöpft sich höchstens darin, dass wir alle das Wahlrecht wollen. Aber damit sind die Gemeinsamkeiten auch schon erschöpft. Ab dann werden die Vorstellungen unterschiedlich.

Schon von Anfang an, seit Beginn der Frauenbewegung, haben die Frauen eben nicht mit einer Stimme gesprochen. Und bis heute tun sie es nicht.

Einige Frauen wollen mehr Kindertagesstätten, andere sagen, dass Frauen, die Beruf und Kinder wollen, sich männlichen Vorstellungen anpassen, und wieder anderen ist das Ganze egal und die sagen, das kann jede Frau doch irgendwie selbst organisieren (ich tippe darauf, dass das Monikas oder Jolandas Einstellung zu dem Thema ist). Einige Frauen wollen bessere Kenntnisse für Mädchen in Naturwissenschaften, andere Frauen sagen, die Mädchen sind bloss faul, sollen sie halt mehr lernen, dann wird das schon mit den Naturwissenschaften. Einige Frauen sagen, es wär toll, wenn Frauen auch in Sachen Doktorat bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt würden, andere (das, denke ich, ist Christines Einstellung) sagen, das ist eine Privatangelegenheit,wenn die Frau sich bemüht, kriegt sie das schon hin, Frauen sind eben einfach zu faul.

Einigkeit macht stark? Dann haben die Maskulisten, die sich die Frauenbewegung als Gegner ausgewählt haben, ja sehr viel Glück:Der "Gegner" ist sehr in sich gespalten.

Es grüsst freundlich
das Emmalein

Re: @Manfred: Apartheid

Emmalein, Friday, 14.05.2004, 13:22 (vor 7938 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Emmalein am 14. Mai 2004 09:38:

Sorry, Manfred,

hab Dich verwechselt, aber Ihr beide, Max und Du, Ihr habt so einen ähnlichen Schreibstil.

Es grüsst freundlich und sich entschuldigend
das Emmalein

Re: @Manfred: Apartheid

Odin, Friday, 14.05.2004, 15:58 (vor 7938 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Eugen Prinz am 13. Mai 2004 12:42:13:

Wir kriegen immer wieder Schreiben von Männern mit Ideen und legitimen Anliegen. Und dann kommt häufig der Satz: "Aber ich möchte anonym bleiben." So geht es nicht, liebe Brüder. Mehr Mut. Mehr Selbstbewusstsein. Mehr Offenheit. Sind wir vielleicht Spinner, Chaoten, Verbrecher? Macht euch bekannt. Trefft euch. Kooperiert! Gründet eine Gruppe in eurer Firma, an eurer Uni, beim Militär. Ich renne derzeit rum und sammle Unterschriften für eine Petition, die ein anderer Mann formuliert hat. Na und? Bricht mir deswegen ein Zacken aus der Krone?
Ihr müsst nicht die zwanzigste Interseite zum Thema Männerrechte machen - es gibt schon genug. Ihr müsst auch nicht den zwanzigsten Ein-Mann-Männerrat gründen. Viele Häuptlinge - wenige Indianer! Das haben wir schon. Vergesst alle anonymen Aktionen. Da weiß die Gegenseite von vorneherein, dass ihr euch nicht traut, den Kopf rauszustrecken. Und jeder, der fürs Auswandern oder für religiöse Konzepte missioniert, oder seine Zeit damit verschwendet, kleinen Emmaleins, Mayas, Anonymas usw. "das Gegenteil" beweisen zu wollen: Gesprächstherapie: Weidenruten ... nicht unter zwanzig Streichen...
Eugen
www.manndat.de

Viele richtige Sachen. Besonders betonen möchte ich, daß JEDER an seinem Ort, in seiner Umgebung etwas mit Männern macht. Entweder man schließt sich einer bestehenden Männergruppe an und versucht dort, mit diesen Männern auch politisch zu arbeiten, oder man setzt mal ein Inserat in die Zeitung und versucht einen Männerstammtisch oder ähnliches zu gründen.
Nur gemeinsam ist man stark und außerdem macht es zusammen mehr Spaß. Man kann z.B. gemeinsam auf Demos vom VAfK fahren, hat schnell eine Menge Unterschriften für eine Petition zusammen, macht Ausflüge, besucht gemeinsam Seminare oder Diskussionen und hängt auch mal zusammen rum. Vatertag steigt bei mir z.B. eine Vatertagsparty. Jeder kann und soll in seinem Bereich "was kleines" oder größeres aufziehen (oder sich erkundigen, obs da schon was gibt).

Und denkt daran: Männerarbeit ist (noch) Pionierarbeit! Aller Anfang ist schwer.

Re: @Manfred: Apartheid

Manfred, Saturday, 15.05.2004, 18:50 (vor 7937 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: @Manfred: Apartheid von Emmalein am 14. Mai 2004 10:22:

Es grüsst freundlich und sich entschuldigend
das Emmalein<

Kein Problem!

Schöne Grüße,
Manfred

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