@Manfred: Apartheid
Hallo Manfred,
Ich will an dieser Stelle mal Deine Frage aus dem Beitrag
aufgreifen. Das Thema scheint mir lohnenswert genug zu sein, um daraus einen eigenen Thread zu machen. Der Vergleich der deutschen (feministischen) Politik mit der südafrikanischen Apartheidspolitik scheint mir in der Tat passend zu sein. Bei der Apartheidspolitik handelte es sich ja primär um eine Politik der Rassentrennung und -diskrimierung, die klein anfing und dann auf viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ausgedehnt wurde. Beide Systeme, sowohl das feministische Regime wie auch das Apartheidsregime, basieren auf folgender Annahme: es gibt eine Bevölkerungsgruppe (Schwarze, Männer), die einer anderen Bevölkerungsgruppe (Weiße, Frauen) in vielerlei Hinsicht unterlegen ist.
Bei der Apartheid wurde die schwarze Bevölkerung der weißen Bevölkerung untergeordnet, in unserem feministischen System soll der Mann der Frau untergeordnet werden. Aus diesem "System des Irrationalismus" werden dann Normen, Regeln und Direktiven abgeleitet, welche vor allem eines zum Ziel haben: die Macht der "überlegenen" Bevölkerungsgruppe soll in jeglicher Hinsicht gesichert werden. Dies erfolgt zum einen durch Trennung der Bevölkerungsgruppe - d.h. nur die privilegierte Bevölkerungsschicht bekommt Zugang zu den Ressourcen der Macht, wie auch durch eine systematische Diskriminierungspolitik, welche diese Trennung durchsetzt. Die "minderwertige" Bevölkerungsschicht wird in Bereiche zurückgedrängt, von wo aus sie keine Gefahr mehr darstellt.
Beide Systeme - sowohl der Feminismus wie auch die Apartheidspolitik - zeichnen sich durch eine fundamentale Gemeinsamkeit aus: Sie ignorieren die Ergebnisse von 2 500 Jahren menschlicher Geistesgeschichte und Aufklärung! Der Feminismus ist ein hervorragendes Beispiel für eine Ideologie, die aus der Geschichte der Menschheit nichts, aber auch gar nichts gelernt hat. Denn der Feminismus ist gerade dabei ein Projekt in Angriff zu nehmen, an dem bereits alle Diktaturen und totalitären Systeme incl. der Apartheid gescheitert sind: der Feminismus leugnet die Existenz der Logik.
Nur so ist zu erklären, daß eine Frauenpolitikerin an einem Tag eine Männerquote im Erziehungsbereich mit der Begründung ablehnen kann, es komme dann nicht mehr auf Leistung und Qualifikation, sondern lediglich auf das Geschlecht an - nur um dann am nächsten Tag die Ausdehnung der Frauenquote auf die Privatwirtschaft zu fordern.
In George Orwells "1984" wurde soetwas "Doppeldenk" genannt, denn Doppeldenk bezeichnet ja gerade "die Fähigkeit, gleichzeitig zwei einander widersprechende Überzeugungen zu hegen und beide gelten zu lassen." Ohne diese Überzeugung wäre der Feminismus überhaupt nicht lebensfähig. Und genau an diesem Punkt wird der Feminismus - ebenso wie alle totalitären Ideologien vor ihm - längerfristig scheitern. Denn ohne Logik kann keine Kommunikation stattfinden und ohne Kommunikation fällt eine Gesellschaft auseinander.
"Apartheid" bedeutet übersetzt "Trennung". Ebenso wie bei der "petty apartheid" Schwarze aus vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen wurden, werden heute auch Männer aufgrund diskriminierender Gesetze aus diesen Bereichen ausgeschlossen. Wir kennen die Frauenquote oder auch - wie bei den Grünen - quotierte Listen, um eine weibliche Mehrheit auf den Kandidatenlisten sicherzustellen. Wir kennen Frauenbibliotheken, Frauenbeauftragte, Frauenstädte, Frauenuniversitäten, Frauenparkplätze, Frauenministerien, Frauengesundheitszentren, Frauenggesundheitsberichte, Frauenquoten, Mädchenförderung auf den Schulen, Frauentaxis usw usw. Überall dort werden Frauen privilegiert und Männer diskriminiert.
Kürzlich erhalte ich eine Massenmail von der Frauenbeauftragten unserer Universität. Darin wird ein Kurs zur Didaktik an Hochschulen nur für Frauen angeboten. Wenn man sich das Info-Material der Frauenbeauftragten mal näher anschaut, werden dort eine Vielzahl von Kursen und Veranstaltungen angeboten, die mit "Gleichstellung" überhaupt nichts mehr zu tun haben. Der Grund dieser Veranstaltungen ist klar ersichtlich: durch diese Zusatzqualifikationen soll Frauen ein Vorsprung auf dem Arbeitsmarkt gesichert werden. Man bietet Frauen einfach zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten an, die man den Männern vorenthält. Diese Zusatzqualifikationen können Frauen dann bei ihrer Bewerbung vorlegen und haben dann größere Chancen auf einen Arbeitsplatz als dies bei Männern der Fall ist. Jetzt wird auch klarer, warum es in den Zeitungen immer so schön heißt: Frauen sind meist besser ausgebildet als Männer.
Apartheid bedeutet Trennung und Diskrimierung. Beide Komponenten finden wir auch in der feministischen Politik unserer Regierung wieder. Ebenso wie die Apartheid lehnt der Feminismus die Gültigkeit der Logik als Regelwerk zum Vollzug korrekter Schlußfolgerungen ab. Ebenso wie die Apartheid versucht der Feminismus, eine bestimmte Bevölkerungsschicht aus den Machtbereichen der Gesellschaft herauszudrängen. Ebenso wie die Apartheid will der Feminismus eine bestimmte Bevölkerungsgruppe privilegieren und mit Sonderrechten ausstatten. Ebenso wie die Apartheid erhebt auch der Feminismus den Irrationalismus zum dominierenden Kulturprinzip.
Aber darin liegt auch unsere Hoffnung begründet. Gerade die dumpfe Widersprüchlichkeit in unserer feministischen Gesellschaft, dieser schizophrene Frauenverherrlichungswahn in allen Bereichen des Lebens, dieses dummdreiste Regelwerk der Unterdrückung - das alles ist der Nährboden, auf dem auch der Nelson Mandela oder der Frederic de Klerk der Zukunft gedeihen wird.
Das ist nur eine Frage der Zeit.
Gruß
Andreas
