Wende in der Verteidigungspolitik
Christian, Monday, 10.05.2004, 20:14 (vor 7942 Tagen)
SPD liebäugelt mit Berufsarmee - Strucks Planungs-Chef macht sich für Abschaffung der Wehrpflicht stark
Aber!
Auf Sat1-Text Tafel 116 Topthema steht heute "Verhindert Wehrpflicht Folterungen?" Manche Personen versuchen doch immer wieder mit noch so großem Unsinn die Wehrpflicht um jeden Preis beibehalten zu wollen. Es wird doch auch Gewalt an Männer verübt die keine Zwangsdienste verrichten wollen und nur aufgrund ihres Geschlechts dazu gezwungen werden, ist das nicht auch eine Folterung?
meint,
Christian
Re: Wende in der Verteidigungspolitik
Garfield, Monday, 10.05.2004, 21:17 (vor 7942 Tagen) @ Christian
Als Antwort auf: Wende in der Verteidigungspolitik von Christian am 10. Mai 2004 17:14:48:
Hallo Christian!
Die Wehrpflicht wird von manchen Menschen ja damit begründet, daß mit einer Wehrpflichtarmee Kriegsverbrechen, Kriege allgemein oder auch ein Militärputsch schwieriger oder gar unmöglich wären.
Daß das Unsinn ist, beweist doch allein schon die Tatsache, daß Deutschland 1939 eine Wehrpflichtarmee hatte. Die konnte Hitler auch nicht an der Ausführung seiner Eroberungs-Pläne hindern.
Tatsächlich haben sich gerade deutsche Berufsoffiziere vor allem in den ersten Jahren des Dritten Reiches immer wieder gegen Hitlers Abenteuer ausgesprochen. Als Hitler beispielsweise seine Pläne für einen Anschluß von Österreich und der Tschechei vor einem kleinen Kreis von Militärs und Wirtschaftsexperten bekannt gab, reagierten die allesamt skeptisch bis ablehnend. Die Generäle verwiesen darauf, daß die tschechischen Grenzbefestigungen genauso gut ausgebaut waren wie die französische Maginot-Linie und daß sowohl die tschechische als auch die österreichische Armee vergrößert wurden und somit durchaus keine schwachen Gegner waren. Außerdem befürchtete man, daß zumindest Frankreich Deutschland den Krieg erklären würde und daß auch ein Kriegseintritt Italiens auf deutscher Seite (was trotz der Achse Berlin-Rom keineswegs sicher war) das militärische Gewicht Frankreichs nicht ausgleichen würde.
Hitler mußte erst einmal die Generäle von Blomberg und Fritsch mit fadenscheinigen Begründungen entlassen, selbst das Oberkommando der Wehrmacht übernehmen und Keitel in "Lakeitel" verwandeln, indem er ihm finanziell unter die Arme griff und ihn sich so zu Dank verpflichtete, um seine Pläne ohne größeren Widerstand aus der militärischen Führung Deutschlands verwirklichen zu können.
Als Hitler dann kurz vor dem Anschluß Österreichs verlangte, daß die Wehrmacht innerhalb von 48 Stunden zum Einmarsch in Österreich bereit sein müsse, reagierten die beteiligten Generäle entsetzt. Und als er dann auch noch die Tschechei schlucken wollte, waren immer noch mehrere hohe Offiziere bereit, einen Militärputsch zu unternehmen, falls dadurch Krieg mit Frankreich und England ausbricht.
Die treibende Kraft, die letztendlich zum Zweiten Weltkrieg führte, war nicht der so oft beschworene preußische Militarismus, sondern Hitler ganz allein. Er wollte unbedingt seine zwei großen Hauptziele verwirklichen: Die Vernichtung des "jüdischen Bolschewismus" und die Eroberung von Lebensraum im Osten. Aufgrund traumatischer Erfahrungen beim Tod seiner Mutter durch eine Krebserkrankung war er fest davon überzeugt, daß er selbst auch nicht lange leben würde und deshalb diese beiden Aufgaben noch vor seinem Tod, also möglichst bald, lösen müsse. "Nach mir wird das niemand mehr tun können. Ich bin der einzige, der das kann", sagte er mehrmals.
Zwar sind die Militärs ihm dann letztendlich in alle seine Abenteuer gefolgt, aber wer das nicht tat, mußte im Nazi-Reich mit überaus ernsten Konsequenzen rechnen. Wenn schon prominente Generäle wie Rommel nichts gegen Hitlers Wahnsinn ausrichten konnten, wie sollte dann ein kleiner Wehrpflichtiger da etwas bewirken? Da wurde man ganz fix kriegsgerichtlich abgeurteilt und erschossen, wenn man einen Befehl verweigerte.
Wenn hier jetzt wieder irgendein Psychopath an die Macht käme, dann würde unsere Wehrpflichtarmee den wahrscheinlich auch an nichts hindern. Und wenn doch, dann würde sie das nicht tun, weil sie eine Wehrpflichtarmee ist. Die Führung besteht ja immer aus Berufssoldaten, und die bestimmen die Richtung, in die die Truppe marschiert. Ein kleiner Wehrpflichtiger hat da gar nichts zu bestimmen, sondern nur zu gehorchen.
Soldaten haben naturgemäß kein großes Interesse am Krieg. Vor allem diejenigen von ihnen, die dann selbst raus aufs Schlachtfeld müssen. Die haben nämlich oft auch Frauen und Kinder und sehen ihre persönlich Zukunft allein schon deshalb nicht unbedingt darin, auf irgendeinem Schlachtfeld zu krepieren. Wenn es nur nach den Soldaten gegangen wäre, dann hätten viele Kriege niemals stattgefunden. In den allermeisten Fällen sind es die zivilen Machthaber in sicheren Bunkern weit hinter der Front, die Kriege anzetteln. Und denen ist es egal, ob sie eine Wehrpflichtarmee oder eine Berufsarmee befehligen.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Wende in der Verteidigungspolitik
Peter, Monday, 10.05.2004, 22:14 (vor 7942 Tagen) @ Garfield
Als Antwort auf: Re: Wende in der Verteidigungspolitik von Garfield am 10. Mai 2004 18:17:17:
Hallo Garfield,
mein Beitrag hat wenig mit Männerdiskriminierung zu tun, aber ich will deine Aussagen zur Geschichte kommentieren.
Tatsächlich haben sich gerade deutsche Berufsoffiziere vor allem in den ersten Jahren des Dritten Reiches immer wieder gegen Hitlers Abenteuer ausgesprochen. (...)
Hitler mußte erst einmal die Generäle von Blomberg und Fritsch mit fadenscheinigen Begründungen entlassen, selbst das Oberkommando der Wehrmacht übernehmen und Keitel in "Lakeitel" verwandeln, indem er ihm finanziell unter die Arme griff und ihn sich so zu Dank verpflichtete, um seine Pläne ohne größeren Widerstand aus der militärischen Führung Deutschlands verwirklichen zu können.
Die deutschen Offiziere waren gegen Abenteuer, aber Polen aufzuteilen, war der Plan auch des Offizierskorps. Seit spätestens 1923 nach der Ruhrbesetzung wurden Pläne ausgearbeitet fuer einen neuen Angriffskrieg gegen Frankreich.
Hitler bedachte die meisten höheren Generäle mit großzuegigen Schenkungen aus seinem persönlichen Verfuegungskonto. Auch seine Kritiker wurden bedacht und haben es nicht ausgeschlagen. Dazu gibt es eine interessante Buchveröffentlichung aus den letzten Jahren, ich kenne gerade den Titel nicht.
Die treibende Kraft, die letztendlich zum Zweiten Weltkrieg führte, war nicht der so oft beschworene preußische Militarismus, sondern Hitler ganz allein.
Die Generäle waren bescheidener und wollten durch die Isolierung Polens und anschließende Kriegsdrohung die Abtretung der verlorenen Gebiete erzwingen.
Zwar sind die Militärs ihm dann letztendlich in alle seine Abenteuer gefolgt, aber wer das nicht tat, mußte im Nazi-Reich mit überaus ernsten Konsequenzen rechnen.
Kein General ist ins KZ gekommen vor 1944. Die Generäle, die Bedenken hatten, wurden in Ehren entlassen, verloren damit aber oft ihren Lebensinhalt.
Wenn hier jetzt wieder irgendein Psychopath an die Macht käme, dann würde unsere Wehrpflichtarmee den wahrscheinlich auch an nichts hindern. Und wenn doch, dann würde sie das nicht tun, weil sie eine Wehrpflichtarmee ist. Die Führung besteht ja immer aus Berufssoldaten, und die bestimmen die Richtung, in die die Truppe marschiert. Ein kleiner Wehrpflichtiger hat da gar nichts zu bestimmen, sondern nur zu gehorchen.
Die Wehrpflichtigen können nicht die Richtung bestimmen, aber sie können ihren Unmut äußern und in die Luft schießen statt auf Menschen, und wenn tausende das tun, registriert das auch die Fuehrung und muss ihre Befehle ändern, wie im November 1918.
Das alles ändert natuerlich nichts daran, dass eine Wehrpflicht heute in Deutschland unnötig ist und abgeschafft gehört.
Gruß,
Peter
Re: Wende in der Verteidigungspolitik
reinecke54, Tuesday, 11.05.2004, 12:31 (vor 7941 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: Wende in der Verteidigungspolitik von Peter am 10. Mai 2004 19:14:26:
Die Wehrpflichtigen können nicht die Richtung bestimmen, aber sie können ihren Unmut äußern und in die Luft schießen statt auf Menschen, und wenn tausende das tun, registriert das auch die Fuehrung und muss ihre Befehle ändern, wie im November 1918.
Hoppla, ist das nicht etwas illusorisch? Wenn feindliche soldaten
auf dich schiessen, willst du in die luft schiessen? November 18
war eine revolution - eine ausnahmeerscheinung.
Jedenfalls wurden die grossen kriege des 20. jahrh. mit wehrpflichtigen
gefuehrt. Nach der kriegserklaerung ans reich hat die englische
regierung erst die wehrpflicht eingefuehrt - mit tatkraeftiger
unterstuetzung der damaligen frauenbewegung (suffragetten). Selbst
die Mother's Union veroeffentlichte poster mit der aufforderung an ihre
mitglieder, ihren soehnen folgendes zu sagen: "My boy, I don't want you
to go, but if I were you I should go." Perfider geht's nicht.
Und die wehrpflichtigenarmee des reiches hat in beiden weltkriegen
fuerchterliche kriegsverbrechen begangen. Die wehrpflicht verhindert
keine kriege, und sie verhindert auch keine kriegsverbrechen.
Re: Wende in der Verteidigungspolitik
Garfield, Tuesday, 11.05.2004, 12:36 (vor 7941 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: Wende in der Verteidigungspolitik von Peter am 10. Mai 2004 19:14:26:
Hallo Peter!
"Die deutschen Offiziere waren gegen Abenteuer, aber Polen aufzuteilen, war der Plan auch des Offizierskorps. Seit spätestens 1923 nach der Ruhrbesetzung wurden Pläne ausgearbeitet fuer einen neuen Angriffskrieg gegen Frankreich."
Kriegspläne werden immer ausgearbeitet, auch wenn man gar keinen Krieg möchte. Man muß eben auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Vor einigen Jahren sorgte in den Medien ja auch die Tatsache, daß es in den USA Pläne für einen Krieg gegen Großbritannien gab, für Aufsehen.
Die Ruhrbesetzung durch Frankreich war durchaus ein triftiger Grund, um einen Krieg mit Frankreich für die Zukunft einzukalkulieren. Also mußten dafür Pläne ausgearbeitet werden. Die deutsche Armee war zu der Zeit noch viel zu klein, um ernsthaft an einen Krieg mit Frankreich denken zu können, und so konnten diese Pläne nur theoretisch sein.
"Hitler bedachte die meisten höheren Generäle mit großzuegigen Schenkungen aus seinem persönlichen Verfuegungskonto. Auch seine Kritiker wurden bedacht und haben es nicht ausgeschlagen. Dazu gibt es eine interessante Buchveröffentlichung aus den letzten Jahren, ich kenne gerade den Titel nicht."
Klar - Hitler mußte das tun, um Kritiker ruhig zu stellen. Er konnte ja nicht sämtliche Kritiker entlassen.
"Die Generäle waren bescheidener und wollten durch die Isolierung Polens und anschließende Kriegsdrohung die Abtretung der verlorenen Gebiete erzwingen."
Ja, aber eben nicht durch Krieg!
"Kein General ist ins KZ gekommen vor 1944. Die Generäle, die Bedenken hatten, wurden in Ehren entlassen, verloren damit aber oft ihren Lebensinhalt."
Ja, Generäle ins KZ zu stecken, hätte zuviel Aufsehen erregt. Das tat man erst nach dem Stauffenberg-Attentat, und zu dieser Zeit hatten die führenden Nazis sowieso schon fast alle Hemmungen verloren. Bei einfachen Wehrpflichtigen hat man jedoch schon 1939 nicht lange gefackelt.
"Die Wehrpflichtigen können nicht die Richtung bestimmen, aber sie können ihren Unmut äußern und in die Luft schießen statt auf Menschen, und wenn tausende das tun, registriert das auch die Fuehrung und muss ihre Befehle ändern, wie im November 1918."
Ja, aber wieso äußerten die deutschen Soldaten ihren Unmut erst 1918? Und wieso zogen 1914 auf allen Seiten keineswegs nur Berufssoldaten freudig in den Krieg?
Propaganda wirkt auch auf das Volk und somit auch auf die Wehrpflichtigen. Daß 1918 die Stimmung unter den Soldaten so mies war, lag gar nicht so sehr direkt am Krieg. Klar waren die Stellungskämpfe im Westen zermürbend, aber es war nicht selten so, daß die altgedienten Frontsoldaten sich zunächst gar nicht an den Unruhen beteiligten. Die Proteste gingen häufig mehr von Soldaten aus, die frisch eingezogen worden waren. Die hatten nämlich miterlebt, wie sich der Krieg auf die Heimat auswirkte. Überall fehlten männliche Arbeitskräfte, durch die Blockade der Westmächte kamen kaum noch Importe ins Land, und das bewirkte überall Mangel und auch eine Hungersnot im ganzen Land. Vor allem deshalb war die Unzufriedenheit in der Bevölkerung so groß.
Anfangs gingen die Unruhen auch vor allem von Matrosen auf Kriegsschiffen aus. Interessant war dabei, daß vor allem die Besatzungen von Großkampfschiffen betroffen waren, während es auf kleineren Schiffen und Booten, wie z.B. U-Booten oder Torpedobooten, kaum Proteste gab.
Das hatte nichts mit Wehrpflichtigen oder Berufssoldaten zu tun. Es gab dafür zwei Gründe: Erstens wurden die deutschen Großkampfschiffe nach der Skagerrak-Schlacht nur noch selten eingesetzt. So langweilten sich die Besatzungen. Kleinere Einheiten dagegen wurden weiterhin häufig eingesetzt, und so hatten deren Besatzungen weniger Zeit dafür, sich z.B. über schlechte Verpflegung zu ärgern. Noch wesentlicher war der zweite Grund: Da es auf kleineren Einheiten keine sehr hohen Offiziere gab und da die Offiziere dort allein schon durch die räumlichen Gegebenheiten viel näher an den Mannschaften waren, gab es dort keine so ausgeprägten Rangunterschiede wie auf den Großkampfschiffen. Auf den Großkampfschiffen gab es höhere und auch mehr Offiziere, die hatten dort wesentlich bessere Unterkünfte, und auch ihre Verpflegung war besser. Da die Offiziere so immer eine gewisse Distanz zu den Mannschaften hatten, bildete sich dann häufig auch noch Standesdünkel heraus und es gab nicht dieses Zusammengehörigkeitsgefühl wie auf den kleineren Einheiten, wo die Offiziere keine schwer gepanzerten Kommandotürme zu ihrem Schutz hatten, sondern im Einsatz tatsächlich denselben Gefahren ausgesetzt waren wie ihre Untergebenen. Dort saß man buchstäblich im selben Boot, und das schweißte alle zusammen. Auf den Großkampfschiffen war das genaue Gegenteil der Fall, und das vergrößerte den ohnehin schon vorhandenen Unmut der Mannschaften noch mehr. So war es nur klar und logisch, daß auf Großkampfschiffen gegen Kriegsende immer wieder Unruhen ausbrachen. Teilweise konnte man diesen Unruhen nur Herr werden, indem man Torpedoboote vor die Großkampfschiffe mit meuternden Besatzungen setzte und damit drohte, die betroffenen Schiffe zu torpedieren. Mit Wehrpflicht hatte das alles wenig zu tun. Auch Berufssoldaten können meutern.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Wende in der Verteidigungspolitik
Emmalein, Tuesday, 11.05.2004, 18:19 (vor 7941 Tagen) @ Garfield
Als Antwort auf: Re: Wende in der Verteidigungspolitik von Garfield am 11. Mai 2004 09:36:33:
Hi, Garfield,
und selbst wenn das Ganze so sein sollte, dass Wehrpflichtige Folterungen verhindern: Artikel 3 und Artikel 12 a GG widersprechen sich weiterhin inhaltlich.
Will sagen: Wir können nicht einmal Wehrpflicht nur exklusiv für Männer fordern und an einer anderen Stelle von "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" sprechen, das widerspricht sich.
Sollte man also trotz dieses Widerspuchs in sich die Wehrpflicht unbedingt erhalten wollen, so müsste sie auch im Sinne von Artikel 3 auf Frauen mit ausgedeht werden.
Sollte ich Wehrpflichtige werden, kann ich aber mit meinem Gewissen nur vereinbaren, Zivildienst zu machen. Ich kann nicht auf Leute schiessen lernen. Das widerspicht all meinen Grundüberzeugungen.
Es grüsst freundlich vielleicht bald aus dem nächsten Altenheim als Zivi
das Emmalein
Re: Wende in der Verteidigungspolitik
XRay, Tuesday, 11.05.2004, 18:58 (vor 7941 Tagen) @ Emmalein
Als Antwort auf: Re: Wende in der Verteidigungspolitik von Emmalein am 11. Mai 2004 15:19:28:
..Ich kann nicht auf Leute schiessen lernen.
Auf Menschen schiessen lernen?
Lernt man(n) das bei der Bundeswehr?
Ich habe gelernt A,B,C Kampfstoffe aufzuspüren,
gelernt wie man ein Gewehr zerlegt, zusammensetzt, reinigt,
lädt, entlädt, den Abzug bedient...
--Ok, es gab auch mal nen "Pappkammeraden", wo sich jeder im Klaren war,
es war kein Mensch --
..gelernt nen Panzer zu fahren und diverse Reparaturen durchzuführen,
gelernt einen Mörser (Kleinartillerie) zu bedienen...
-- kein Mensch weit und breit, nicht mal etwas ähnliches. Das
Zielgebiet... nicht zu sehen --
..Du hast da ein Ofenrohr, da wirfst du ne Murmel hinein und die fliegt
dann mit einem lauten Knall gen Himmel.. fast wie Feuerwerk...
Nein, auf Menschen schiessen lernt man nicht. Man lernt Geräte zu bedienen,
die dazu geignet wären. Ich denke, daß das auch für diejenigen kein Problem wäre
- vom Pappkammeraden mal abgesehen - die aus Gewissensgründen verweigern,
wenn sie damit nicht Töten verbinden würden.
Im Ernstfall wäre es - denke ich - auch für die, die solche Geräte bedienen
lernten nicht unbedingt einfach einen Menschen zu töten, insbesonderen dann nicht
wenn der Auge in Auge gegenüber steht.
Aber das ist mit modernen Waffen ja nicht unbedingt
erforderlich. Irgend ein Computer könnte benutzt werden, um irgendwo in der
Welt eine vernichtende Waffe zu zünden.
Also Vorsicht. Du spielst mit einer potentiellen Kriegswaffe....
"Hand ab" (Aus der Kommandosprache = "Finger weg von der Waffe")