Wahlrecht für Kinder?
Eugen Prinz, Thursday, 06.05.2004, 17:49 (vor 7946 Tagen)
Wahlrecht für Kinder?
Die Familienpartei fordert ein Wahlrecht von Geburt an. Meine persönliche Ansicht dazu möchte ich zunächst zurückstellen. Was haltet ihr davon?
Eugen
Re: Wahlrecht für Kinder?
Mic, Thursday, 06.05.2004, 17:51 (vor 7946 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Was haltet ihr davon?
Ganz und gar nichts
Nonsens! n/t
Der Bachelor, Thursday, 06.05.2004, 17:56 (vor 7946 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Wahlrecht für Kinder?
Die Familienpartei fordert ein Wahlrecht von Geburt an. Meine persönliche Ansicht dazu möchte ich zunächst zurückstellen. Was haltet ihr davon?
Eugen
Nichts.
Garfield, Thursday, 06.05.2004, 19:03 (vor 7946 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Hallo Eugen!
Das ist ja nichts Neues. Jede Stimme bringt der jeweiligen Partei Geld, und da muß man sich schon etwas einfallen lassen, um den Geldhahn bei wachsendem Frust im Wahlvolk und dadurch sinkender Wahlbeteiligung wieder kräftiger sprudeln zu lassen.
Wie soll das eigentlich praktisch durchführbar sein? Wer soll für ein Neugeborenes wählen gehen? Der Vater oder die Mutter? Was ist, wenn sich beide darüber nicht einig werden?
Und was hat das noch mit Demokratie zu tun, wenn so plötzlich eine Person mehrere Stimmen abgeben kann?
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Wahlrecht...
Eugen Prinz, Thursday, 06.05.2004, 19:13 (vor 7946 Tagen) @ Garfield
Als Antwort auf: Nichts. von Garfield am 06. Mai 2004 16:03:20:
Wie soll das eigentlich praktisch durchführbar sein? Wer soll für ein Neugeborenes wählen gehen? Der Vater oder die Mutter? Was ist, wenn sich beide darüber nicht einig werden?
Und was hat das noch mit Demokratie zu tun, wenn so plötzlich eine Person mehrere Stimmen abgeben kann?
...die begründen das offenbar mit der Forderung nach Gleichberechtigung - und natürlich soll es auf ein Stellvertreterwahlrecht hinauslaufen...
Eugen
Re: Wahlrecht...
Jens, Thursday, 06.05.2004, 22:42 (vor 7946 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Re: Wahlrecht... von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 16:13:18:
Wie soll das eigentlich praktisch durchführbar sein? Wer soll für ein Neugeborenes wählen gehen? Der Vater oder die Mutter? Was ist, wenn sich beide darüber nicht einig werden?
Und was hat das noch mit Demokratie zu tun, wenn so plötzlich eine Person mehrere Stimmen abgeben kann?
...die begründen das offenbar mit der Forderung nach Gleichberechtigung - und natürlich soll es auf ein Stellvertreterwahlrecht hinauslaufen...
Eugen
Ein Stellvertreterwahlrecht ist hier verfassungswidrig. Desweiteren meine ich, dass eine Demokratie nur mit direktem Wahlrecht Sinn macht - alles andere ist nur dummes Gelaber - denn Eltern werden nicht nach ihren Kindern sondern nach ihren eigenen Interessen die Stimme "für das Kind" abgeben. Oder glaubst du, ein politisch gebildeter CDU-Jugendlicher mit 16 Jahren ist froh wenn sein SPD-Papa oder Die-Feministische-Partei-Mama eine Stimme für ihn abgibt? Ich kenne solch ähnliche Differenzen früher mit meinen Eltern.
"Kinderwahlrecht" - der Schwachsinn findet offenbar immer wieder Gehör, das ganze auch noch in einem euphemistischen Mantel - in Wirklichkeit sollte es "Zeitstimme für Eltern" heißen. Mit "Gleichberechtigung" hat das nichts zu tun.
Alles ist ein Zeichen dafür,dass es mit dem Land zugrunde geht, wenn man sich über solche Schwachsinnsumsetzungen auch noch Gedanken macht.
Jens
Re: Wahlrecht für Kinder?
gole, Thursday, 06.05.2004, 19:35 (vor 7946 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Das ist ja absoluter Schwachsinn. Kinder sind viel zu leicht zu manipulieren, und dann hat es in der Tat nichts mehr mit Demokratie zu tun.
Re: Gar nichts
Karin, Thursday, 06.05.2004, 20:22 (vor 7946 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
wer sollte das denn ausüben ?
Das Kind ? selbst wenn es noch nicht lesen kann ?
Die Eltern ? Die unterschiedliche Parteien wählen ?
Nach einer Scheidung jeder zur Hälfte ?
Oder "natürlich" immer die Mutter, sie weiss ja am besten, was richtig ist *grins (oder lieber heul ?), duck, wechrenn*
Ist doch echt Schwachsinn
Re: Wahlrecht für Kinder?
MeckMax, Thursday, 06.05.2004, 21:18 (vor 7946 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Wahlrecht für Kinder?
Die Familienpartei fordert ein Wahlrecht von Geburt an. Meine persönliche Ansicht dazu möchte ich zunächst zurückstellen. Was haltet ihr davon?
Eugen
Hi Eugen u.a.
Manche Punkte dieser Partei halte ich persönlich für gut und richtig.
Jedenfalls ist bei diesen der femivirus noch(?) nicht zu erkennen.
Ein Wahlrecht für Kinder halte ich allerdings für reichlich überzogen.
Kinder sind noch nicht in der Lage, sich eine Meinung bilden zu können, um eine Wahl entsprechend zu bewerten.
Sie sind ausschließlich von der Urteilskraft der Erwachsenen abhängig, welche jedoch selbst oft hinkt und fehl geht.
Die entsprechende Marke liegt schließlich nicht umsonst erst im 18.ten Lebensjahr begründet (früher sogar das 21 igste).
Allein die Vorstellung, das Alleinerziehende mehr als eine Stimme abgeben könnten, lässt mich arges vermuten.
Nein, Kinder sollen das sein und bleiben dürfen, was sie sind....bis sie selbst Verantwortung übernehmen können.
Das fällt auch Erwachsenen nicht immer leicht.
Deshalb bin ich grundsätzlich gegen ein Wahlrecht für Kinder.
Freundlicher Gruß
MeckMax
Totaler schwachsinn!
pit b., Thursday, 06.05.2004, 21:31 (vor 7946 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Man kann doch Keinem ein Wahlrecht zugestehen der noch gar nicht in der Lage ist zur Wahl stehende Kandidaten zu beurteilen.
Und das Wahlrecht stellvertretend auf die Mutter zu übertragen - so wollte man das glaube ich machen - das wäre diskriminierend den Vätern gegenüber.
Ich kann offengestanden nicht glauben dass solcher Blödsinn datsächlich ernsthaft diskutiert wird.
Gruß
Re: Totaler schwachsinn?
Jörg Rupp, Friday, 07.05.2004, 01:37 (vor 7946 Tagen) @ pit b.
Als Antwort auf: Totaler schwachsinn! von pit b. am 06. Mai 2004 18:31:56:
Man kann doch Keinem ein Wahlrecht zugestehen der noch gar nicht in der Lage ist zur Wahl stehende Kandidaten zu beurteilen.
Wieviele "Erwachsene" gibt es wohl Deiner Meinung nach, auf die genau diese Deine Beschreibung zutrifft?
Re: Totaler schwachsinn?
Manfred, Friday, 07.05.2004, 01:46 (vor 7946 Tagen) @ Jörg Rupp
Als Antwort auf: Re: Totaler schwachsinn? von Jörg Rupp am 06. Mai 2004 22:37:59:
Man kann doch Keinem ein Wahlrecht zugestehen der noch gar nicht in der Lage ist zur Wahl stehende Kandidaten zu beurteilen.
Wieviele "Erwachsene" gibt es wohl Deiner Meinung nach, auf die genau diese Deine Beschreibung zutrifft?
Das spielt keine Rolle, weil man es hier kaum stichhaltig beweisen kann und deswegen wohl der Gleichheitsgrundsatz greift.
Gruß,
Manfred
Re: Totaler schwachsinn?
Jörg Rupp, Friday, 07.05.2004, 11:09 (vor 7945 Tagen) @ Manfred
Als Antwort auf: Re: Totaler schwachsinn? von Manfred am 06. Mai 2004 22:46:11:
Tag Manfred,
Man kann doch Keinem ein Wahlrecht zugestehen der noch gar nicht in der Lage ist zur Wahl stehende Kandidaten zu beurteilen.
Wieviele "Erwachsene" gibt es wohl Deiner Meinung nach, auf die genau diese Deine Beschreibung zutrifft?
Das spielt keine Rolle, weil man es hier kaum stichhaltig beweisen kann und deswegen wohl der Gleichheitsgrundsatz greift.
Doch, das könnte man schon beweisen: es bestünde die Möglichkeit, einen Eignungstest vor der Wahl zu machen. Das wäre sinnvoller, als jmd. von der Wahl abzuhalten, nur weil er noch keine 18 ist.
Da aber ein solcher Test überhaupt nicht zu rechtfertigen ist, sollte das Wahlalter frei gegegeben werden - oder aber auf Verlangen vor dem 18. Geburtstag zugeteilt werden können - und dass davor die ELtern wählen, seh ich überhaupt nicht tragisch - Eltern treffen schwerwiegendere Entscheidungen als die Wahl einer politischen Partei für ihre Kinder.
Jörg
Re: Totaler schwachsinn?
Manfred, Friday, 07.05.2004, 14:25 (vor 7945 Tagen) @ Jörg Rupp
Als Antwort auf: Re: Totaler schwachsinn? von Jörg Rupp am 07. Mai 2004 08:09:52:
Hallo Jörg!
Nein, so ein Test vor der Wahl stellt doch keinen auch nur halbwegs ausreichenden Beweis für irgendwas dar. Ich denke schon, dass jeder im Prinzip das Recht haben muß, für das Land zu wählen, dem er als Staatsbürger angehört.
"Jeder" schließt aber deswegen nicht aus, dass man das Wahlrecht auf Erwachsene beschränken kann, denn es wird nunmal "jeder" irgendwann erwachsen (in Einzelfällen scheint die Natur allerdings das Gegenteil beweisen zu wollen
. Insofern sehe ich hier den Gleichheitsgrundsatz nicht verletzt.
Ich schließe allerdings eine andere Altersgrenze nicht zwingend aus.
Eltern treffen schwerwiegendere Entscheidungen als die Wahl einer politischen Partei für ihre Kinder.<
Das ist aber keine Entscheidung für die Kinder, sondern für alle Staatsbürger. Ausserdem handelt es sich meist um Entscheidungen die unaufschiebbar getroffen werden müssen, z.B. soll das Kind operiert werden oder nicht, welche Schule soll es besuchen etc.
Das hält einem Vergleich nicht stand.
Schöne Grüße,
Manfred
Re: Totaler schwachsinn!
Marie Juana, Friday, 07.05.2004, 02:44 (vor 7946 Tagen) @ pit b.
Als Antwort auf: Totaler schwachsinn! von pit b. am 06. Mai 2004 18:31:56:
Und das Wahlrecht stellvertretend auf die Mutter zu übertragen - so wollte man das glaube ich machen - das wäre diskriminierend den Vätern gegenüber.
Ich kann offengestanden nicht glauben dass solcher Blödsinn datsächlich ernsthaft diskutiert wird.
******
also pit.b., ich habe mir die seite der *familienpartei* angesehen, der gründer ist nicht *franzika-josefa*, der gründer ist ein saarländischer seppel mit namen *franz-josef* und es gibt mehr männer auf dieser liste als frauen.
es dürfte kaum zu erwarten sein, dass die ominöse gruppierung die *herrschaft der frauen* ausrufen will, denn die grundsätze dieser gruppierung sind wirre, rechtskonservative vorstellungen.
sie sind genauso wirre, wie peters vorstellungen, endlich ein gegengewicht zur *rentnerschwemme (war mal das unwort des jahres)* zu haben und gehören einfach in den mülleimer.
Marie Juana
Re: Wahlrecht für Kinder? Warum nicht?
Pokemon, Thursday, 06.05.2004, 22:51 (vor 7946 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Hallö!
Nachdem ich siegreich von einem Kampf gegen den Sasser-Wurm zurückgekehrt bin kann ich mich auch mal wieder zu Wort melden.
Im Prinzip finde ich ein Wahlrecht von Geburt an gar nicht so schlecht. Ich kenne viele 13 oder 14jährige die sich besser mit Politik auskennen als viele Erwachsene (mich eingeschlossen). Ich würde diesen Jugendlichen eher eine vernünftige Wahlentscheidung zutrauen als einigen Erwachsenen. Man muss sich doch nur mal umschauen. Es gibt so viele Idioten! Die wählen garantiert nicht vernünftiger oder überlegter als ein politisch interessierter und gut informierter Jugendlicher.
Gut, ein Wahlrecht von Geburt an ist vielleicht etwas übertrieben, aber ein Heruntersetzen der Grenze auf z. B. 14 fänd ich durchaus gerechtferigt.
Schließlich sind das die Erwachsenen von Morgen, die letztendlich das ernten was wir sähen und mit dem zurechtkommen müssen was die von uns gewählten Politiker jetzt anrichten. Ich denke, Jugendliche und auch Kinder haben schon ein Recht auf die Möglichkeit, die Welt in der sie leben zu beeinflussen.
Eine andere angesprochene Möglichkeit war, die Eltern für ihre Kinder mitwählen zu lassen. Dies wäre insofern gerecht, weil es endlich mal eine Maßnahme zur Förderung von Familien mit Kindern wäre. Deutschland braucht Kinder, das wird ja immer wieder betont. Und deshalb sollte man Eltern auch die Möglichkeit geben, die Partei zu wählen, die das Kinderkriegen belohnt und die Familie stärkt. Eltern haben die Verantwortung für ihre Kinder, nehmen also nicht nur für ihre Belange Einfluss und sollten deshalb meiner Meinung nach auch die Möglichkeit haben, auch bei der Wahl für ihre Kinder mit Einfluss zu nehmen.
Wie das nun in der Praxis aussehen könnte ist eine schwierige Frage. Warum nicht die Stimmen teilen? Ich weiß nicht ob das unserem Grundgesetz widersprechen würde, aber es wäre zumindest den Eltern gegenüber gerecht.
Pokemon
Re: Wahlrecht für Kinder? Warum nicht?
Der Bachelor, Thursday, 06.05.2004, 23:27 (vor 7946 Tagen) @ Pokemon
Als Antwort auf: Re: Wahlrecht für Kinder? Warum nicht? von Pokemon am 06. Mai 2004 19:51:12:
Hallö!
Gut, ein Wahlrecht von Geburt an ist vielleicht etwas übertrieben, aber ein Heruntersetzen der Grenze auf z. B. 14 fänd ich durchaus gerechtferigt.
Schließlich sind das die Erwachsenen von Morgen, die letztendlich das ernten was wir sähen und mit dem zurechtkommen müssen was die von uns gewählten Politiker jetzt anrichten. Ich denke, Jugendliche und auch Kinder haben schon ein Recht auf die Möglichkeit, die Welt in der sie leben zu beeinflussen.
Hi Poke!
Nachdem ich siegreich von einem Kampf gegen den Sasser-Wurm zurückgekehrt bin kann ich mich auch mal wieder zu Wort melden.
Im Prinzip finde ich ein Wahlrecht von Geburt an gar nicht so schlecht. Ich kenne viele 13 oder 14jährige die sich besser mit Politik auskennen als viele Erwachsene (mich eingeschlossen). Ich würde diesen Jugendlichen eher eine vernünftige Wahlentscheidung zutrauen als einigen Erwachsenen. Man muss sich doch nur mal umschauen. Es gibt so viele Idioten!
Naja, Poke, das ist doch sehr vom jeweiligen Blickwinkel abhängig. Wie würdest du Idiot definieren? Meinst du damit dumme Menschen? Wenn ja, wie würdest du die Intelligenz messen? Wenn nein, meinst du damit vielleicht unangenehme Zeitgenossen? Dann wären wir aber schnell bei Willkür...
Die wählen garantiert nicht vernünftiger oder überlegter als ein politisch interessierter und gut informierter Jugendlicher.
Ich bezweifle, ob so junge Menschen wirklich genügend Lebenserfahrung haben, um sich der Tragweite politischer Entscheidungen bewusst zu sein.
Da kommt dann schnell solcher Käse wie mit der Ökosteuer heraus.
Eine andere angesprochene Möglichkeit war, die Eltern für ihre Kinder mitwählen zu lassen. Dies wäre insofern gerecht, weil es endlich mal eine Maßnahme zur Förderung von Familien mit Kindern wäre. Deutschland braucht Kinder, das wird ja immer wieder betont.
Auch das ist erstmal kein Argument. Es wird ja auch immer wieder palavert, daß wir mehr Frauen an der Spitze von Unternehmen brauchen, daß der Verkehr abnehmen muß, daß die fossilen Energien bald zu Ende gehen usw.
Außerdem: Wie soll das praktikabel sein?
Und deshalb sollte man Eltern auch die Möglichkeit geben, die Partei zu wählen, die das Kinderkriegen belohnt und die Familie stärkt. Eltern haben die Verantwortung für ihre Kinder, nehmen also nicht nur für ihre Belange Einfluss und sollten deshalb meiner Meinung nach auch die Möglichkeit haben, auch bei der Wahl für ihre Kinder mit Einfluss zu nehmen.
Es kann doch nicht sein, daß ein Elternteil de facto eine höhrere Gewichtung hat als ein Nichtelter. Wie soll das demokratisch zu rechtfertigen sein?
Deine Argumente gehen davon aus, daß Kinder nur eine Belastung sind. Es spielen aber auch andere Faktoren bei der Entscheidung für/gegen Kinder eine Rolle z.B. der emotionale Faktor. Politik und Privatleben sollte nmöglichst getrennt werden. Das geht aber schlecht, wenn der Staat überall seine Nase reinsteckt.
Wie das nun in der Praxis aussehen könnte ist eine schwierige Frage. Warum nicht die Stimmen teilen? Ich weiß nicht ob das unserem Grundgesetz widersprechen würde, aber es wäre zumindest den Eltern gegenüber gerecht.
Pokemon
Ehrlich gesagt finde ich das Ganze mehr als einen Käse. Was ist mit den vielen AE's? Sollen diese doppelt und dreifach profitieren?
Grüsse,
der Bachelor
Re: Wahlrecht für Kinder? Demokratie=Herrschaft des Volkes
Pokemon, Thursday, 06.05.2004, 23:43 (vor 7946 Tagen) @ Der Bachelor
Als Antwort auf: Re: Wahlrecht für Kinder? Warum nicht? von Der Bachelor am 06. Mai 2004 20:27:51:
Naja, Poke, das ist doch sehr vom jeweiligen Blickwinkel abhängig. Wie würdest du Idiot definieren?
Eine genaue Definition habe ich nicht. Einen Nazi mit Hitlerbärtchen würde ich als Idtioten bezeichnen, einen Kinderschänder oder einen Terroristen ebenfalls.
Ich bezweifle, ob so junge Menschen wirklich genügend Lebenserfahrung haben, um sich der Tragweite politischer Entscheidungen bewusst zu sein.
Alle jungen Menschen ganz sicher nicht. Aber die, welche sich für Politik interessieren vielleicht schon. Aber das gleiche Argument könntest Du auch bei den Erwachsenen bringen. Denn auch unter denen gibt es Leute, die anscheinend nicht einmal 24 Stunden in die Zukunft blicken können. Die Frauen zum Beispiel, die nicth verhüten in der Hoffnung, es werde schon nichts passieren. Oder die auf die Frage antworten, ob sie denn gar nicht an die Möglichkeit einer Schwangerschaft gedacht haben, einfach nur die Schultern zucken: "Och nöö, in dem Augenblick nicht".
Da kommt dann schnell solcher Käse wie mit der Ökosteuer heraus.
Wieso? Wurde die auch von Jugendlichen eingeführt?
Eine andere angesprochene Möglichkeit war, die Eltern für ihre Kinder mitwählen zu lassen. Dies wäre insofern gerecht, weil es endlich mal eine Maßnahme zur Förderung von Familien mit Kindern wäre. Deutschland braucht Kinder, das wird ja immer wieder betont.
Auch das ist erstmal kein Argument. Es wird ja auch immer wieder palavert, daß wir mehr Frauen an der Spitze von Unternehmen brauchen, daß der Verkehr abnehmen muß, daß die fossilen Energien bald zu Ende gehen usw.
Außerdem: Wie soll das praktikabel sein?
Naja, wie das in der Praxis eventuell laufen soll habe ich ja schon geschrieben. Und es ist ja auch nur so eine Idee. Da müssten sich dann schlauere Leute noch einmal Gedanken drüber machen.
Es kann doch nicht sein, daß ein Elternteil de facto eine höhrere Gewichtung hat als ein Nichtelter. Wie soll das demokratisch zu rechtfertigen sein?
Demokratie heißt übersetzt Herrschaft des Volkes. Und gehören Kinder nicht zum Volk? Das Wahlrecht der Eltern für ihre Kinder wäre eine Möglichkeit, dem ganzen Volk eine Stimme zu geben. Wenn auch nur indirekt und in der Annahme dass die Eltern nur das beste für ihre Kinder wollen.
Deine Argumente gehen davon aus, daß Kinder nur eine Belastung sind. Es spielen aber auch andere Faktoren bei der Entscheidung für/gegen Kinder eine Rolle z.B. der emotionale Faktor. Politik und Privatleben sollte nmöglichst getrennt werden.
Es gibt sicher viele Eltern, die sich noch ein Kind wünschen, es sich aber nicht leisten können. Mit einer kinderorientierten Politik wäre das vielleicht anders.
Ehrlich gesagt finde ich das Ganze mehr als einen Käse. Was ist mit den vielen AE's? Sollen diese doppelt und dreifach profitieren?
Was sind denn AE`s? Ausländer? Ja, die würden aufgrund der hohen Kinderzahlen davon profitieren. Aber da sie auch zum Volk gehören (zumindest die mit deutscher Staatsbürgerschaft) wäre das nur gerecht.
Wahlrecht für Kinder!
Der Frankfurter, Friday, 07.05.2004, 00:45 (vor 7946 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Wahlrecht für Kinder?
Die Familienpartei fordert ein Wahlrecht von Geburt an. Meine persönliche Ansicht dazu möchte ich zunächst zurückstellen. Was haltet ihr davon?
Eugen
Lieber Eugen,
wir sollten das Wahlrecht grundsätzlich auf Kinder beschränken!
Über die bunten und lustigen Wahlspots im Fernsehen oder Käptn Blaubär
auf Wahlplakaten würde ich mich freuen. Ohnehin würden unter diesen Voraussetzungen die rotgrünen Marsmenschen jede Wahl gewinnen, wegen der bunten Farben..
Der große Unterschied zu den 'erwachsenen' (mündigen) Bürgern wäre da gar nicht so groß, weil bunt genug ist es ihnen damals wohl nicht gewesen.
Wir leben in einem bunten Land. Der Präsidentinnensitz ist demnächst die Villa Kunterbunt.
Grüße
Der Frankfurter
Re: Wahlrecht für Kinder!
Emmalein, Friday, 07.05.2004, 14:37 (vor 7945 Tagen) @ Der Frankfurter
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder! von Der Frankfurter am 06. Mai 2004 21:45:45:
Wahlrecht für Kinder?
Die Familienpartei fordert ein Wahlrecht von Geburt an. Meine persönliche Ansicht dazu möchte ich zunächst zurückstellen. Was haltet ihr davon?
Eugen
Lieber Eugen,
wir sollten das Wahlrecht grundsätzlich auf Kinder beschränken!
Über die bunten und lustigen Wahlspots im Fernsehen oder Käptn Blaubär
auf Wahlplakaten würde ich mich freuen. Ohnehin würden unter diesen Voraussetzungen die rotgrünen Marsmenschen jede Wahl gewinnen, wegen der bunten Farben..
Der große Unterschied zu den 'erwachsenen' (mündigen) Bürgern wäre da gar nicht so groß, weil bunt genug ist es ihnen damals wohl nicht gewesen.
Wir leben in einem bunten Land. Der Präsidentinnensitz ist demnächst die Villa Kunterbunt.
Grüße
Der Frankfurter
Och, gegen Pipi Langstrumpf auf dem Sitz des Bundespräsi hätte ich nichts einzuwenden:
1. Hält die keine langen, langweiligen Reden zur Lage der Nation, womöglich noch in pastoralem Stil (Rau), sondern macht lustige Action, indem sie mit unseren internationalen Partnern vielleicht mal eben nach Takka Tukka Land fliegt.
2. Spricht sie massenhaft Sprachen und ist international total bekannt und beliebt (selbst manche Männer, wie mein Freund, mögen Pippi Langstrumpf!)
3. Ist die finanziell mit Sicherheit absolut unabhängig und könnte vielleicht sogar dem Gerhard etwas Gold für die staatlichen Goldreserven leihen, die der ja bald wegen der Bildung auf den Markt werfen will
4. Würden dann die Feiern mit dem Bundespräsi nie so langweilig sein wie sie jetzt anzusehen sind, sondern die Leute würden da in lustiger Weise Spaghetti essen (ich stell mir gerade vor, wie Pippi die Schere beim Spaghetti-Essen an die Queen von England weiterreicht!)
5. Könnte der Bundespräsi dann wenigstens mal singen - und wir bekämen endlich eine nette Nationalhymne: "ich mach mir die Welt tralalala wie sie mir gefällt..." Und sie würde auch gut zur Pisa-Misere passen, mit den Rechnungsungeheuerlichkeiten, die sie zeigt..
6. wäre der Bundespräsi dann eine richtig "starke" Persönlichkeit, der echt sogar auch Pferde tragen könnte.
7. würden dann alle Osama Bin Ladens vor unserem Bundespräsi Angst haben, weil Pipi alle Verbrecher in die Flucht schlägt.
Also: Her mit Pipi Langstrumpf als Bundespräsi (wir müssen sie nur noch schnell vorher einbürgern, die ist ja ursprünglich Schwedin!)!
Spass beiseite: Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, hat das Recht, zu wählen, wofür sie benutzt werden. Kinder zahlen noch keine Steuern, ausser der Mehrwertsteuer, und die auch nur mit Genehmigung der Eltern. Darum: Kein Kinderwahlrecht.
Es grüsst aus ihrer eigenen Villa Kunterbunt
das Emmalein
Re: Wahlrecht für Kinder!
Der Frankfurter, Friday, 07.05.2004, 23:29 (vor 7945 Tagen) @ Emmalein
Als Antwort auf: Re: Wahlrecht für Kinder! von Emmalein am 07. Mai 2004 11:37:55:
Wahlrecht für Kinder?
Die Familienpartei fordert ein Wahlrecht von Geburt an. Meine persönliche Ansicht dazu möchte ich zunächst zurückstellen. Was haltet ihr davon?
Eugen
Lieber Eugen,
wir sollten das Wahlrecht grundsätzlich auf Kinder beschränken!
Über die bunten und lustigen Wahlspots im Fernsehen oder Käptn Blaubär
auf Wahlplakaten würde ich mich freuen. Ohnehin würden unter diesen Voraussetzungen die rotgrünen Marsmenschen jede Wahl gewinnen, wegen der bunten Farben..
Der große Unterschied zu den 'erwachsenen' (mündigen) Bürgern wäre da gar nicht so groß, weil bunt genug ist es ihnen damals wohl nicht gewesen.
Wir leben in einem bunten Land. Der Präsidentinnensitz ist demnächst die Villa Kunterbunt.
Grüße
Der Frankfurter
Och, gegen Pipi Langstrumpf auf dem Sitz des Bundespräsi hätte ich nichts einzuwenden:
1. Hält die keine langen, langweiligen Reden zur Lage der Nation, womöglich noch in pastoralem Stil (Rau), sondern macht lustige Action, indem sie mit unseren internationalen Partnern vielleicht mal eben nach Takka Tukka Land fliegt.
2. Spricht sie massenhaft Sprachen und ist international total bekannt und beliebt (selbst manche Männer, wie mein Freund, mögen Pippi Langstrumpf!)
3. Ist die finanziell mit Sicherheit absolut unabhängig und könnte vielleicht sogar dem Gerhard etwas Gold für die staatlichen Goldreserven leihen, die der ja bald wegen der Bildung auf den Markt werfen will
4. Würden dann die Feiern mit dem Bundespräsi nie so langweilig sein wie sie jetzt anzusehen sind, sondern die Leute würden da in lustiger Weise Spaghetti essen (ich stell mir gerade vor, wie Pippi die Schere beim Spaghetti-Essen an die Queen von England weiterreicht!)
5. Könnte der Bundespräsi dann wenigstens mal singen - und wir bekämen endlich eine nette Nationalhymne: "ich mach mir die Welt tralalala wie sie mir gefällt..." Und sie würde auch gut zur Pisa-Misere passen, mit den Rechnungsungeheuerlichkeiten, die sie zeigt..
6. wäre der Bundespräsi dann eine richtig "starke" Persönlichkeit, der echt sogar auch Pferde tragen könnte.
7. würden dann alle Osama Bin Ladens vor unserem Bundespräsi Angst haben, weil Pipi alle Verbrecher in die Flucht schlägt.
Also: Her mit Pipi Langstrumpf als Bundespräsi (wir müssen sie nur noch schnell vorher einbürgern, die ist ja ursprünglich Schwedin!)!
Spass beiseite: Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, hat das Recht, zu wählen, wofür sie benutzt werden. Kinder zahlen noch keine Steuern, ausser der Mehrwertsteuer, und die auch nur mit Genehmigung der Eltern. Darum: Kein Kinderwahlrecht.
Es grüsst aus ihrer eigenen Villa Kunterbunt
das Emmalein
Gut Emma.
Die Astrid war wohl feinfühlig genug, sich mit ihren Romanen um die Nachkriegskinder auch in Schweden(!) zu kümmern, jedenfalls nicht so
krankhaft verletzt wie ein Walt Disney. Bambi läßt grüßen.
Der staatlich-psychopatischen Wahnvorstellung einzelner Staaten,
den Kindern mit Elternentzug (Pippi Langstrumpf!) und Einsamkeit drohen zu müßen, um wirklich restlos sicher zu sein, daß die Heranwachsenden wahrlich kein Selbstbewußstsein, Selbstwertgefühl oder gar ein Nationalgefühl entwickeln konnten, stand damals wie heute im Interesse
staatlich, medialer Manipulation. Das galt übrigens für alle Geschlechter.
Die braven Bürgerkinder in Astrids Büchern, die Pippi erleben!
Was für ein sauberer Schub derer Kinder, die das lesen durften und sollten!
Später die Filme;perfekt.
Im Übrigen kann ich Deine aufgezählten 7 Punkte nur bestätigen.
Pippi würde das alles besser machen.
Wahlrecht für Kinder?.. Ich geh jetzt ins Kino und schau mir 'Findet Nemo' an. Mist..geht nur noch über dfd. Überall!
Der Frankfurter
Re: Wahlrecht für Kinder!
Odin, Saturday, 08.05.2004, 22:40 (vor 7944 Tagen) @ Der Frankfurter
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder! von Der Frankfurter am 06. Mai 2004 21:45:45:
wir sollten das Wahlrecht grundsätzlich auf Kinder beschränken!
Über die bunten und lustigen Wahlspots im Fernsehen oder Käptn Blaubär
auf Wahlplakaten würde ich mich freuen. Ohnehin würden unter diesen Voraussetzungen die rotgrünen Marsmenschen jede Wahl gewinnen, wegen der bunten Farben..
Der große Unterschied zu den 'erwachsenen' (mündigen) Bürgern wäre da gar nicht so groß, weil bunt genug ist es ihnen damals wohl nicht gewesen.
Wir leben in einem bunten Land. Der Präsidentinnensitz ist demnächst die Villa Kunterbunt.
Ausgezeichnet! Und dann wäre da noch zu überlegen, ob - wie in einigen Postings vorher auch schon angedeutet - blöde Erwachsene überhaupt noch wählen dürfen. Das heißt, Wahlrecht gibt es erst ab Realschule, oder ab Notendurchschnitt 2,0 (das heißt DARÜBER! ALSO BESSER!)
Im Grunde genommen dürften Unterschichtmenschen überhaupt nicht wählen. Die blickens ja eh nicht. Ich plädiere für ein Stellvertreterwahlrecht ihres Vorgesetzten. Genügt doch, wenn pro Firma einer zum wählen geht. Seine Stimme zählt dann je nach Arbeitnehmerzahl + deren Kinder.
Dann würden sich die Arbeitgeber mal familienfreundlicher verhalten, weil sie ja dann pro Kind ihrer Arbeitnehmer mehr Stimmen hätten.
Betriebskindergärten, Betriebsschulen, Kinder am Arbeitsplatz - gar Kinderarbeit würde entstehen! Welch Wonne. So viele Probleme gelöst. Kein Jugendlicher würde mehr auf der Straße stehen und Marihuana verkaufen. Nein! Er hätte Arbeit bis 24 Uhr als Teppichknüpfer...
Zustimmung
Peter, Friday, 07.05.2004, 01:25 (vor 7946 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Ein Wahlrecht fuer Kinder, das von den Eltern GEMEINSAM ausgeuebt wird, halte ich fuer eine willkommenes Gegengewicht gegenueber der wachsenden Uebermacht der Rentnerstimmen.
Wir hatten diese Diskussion schon oefter, und ich finde, dass sie weniger zur Ausgleich zwischen den Geschlechtern gehoert als zum Machtausgleich zwischen den Generationen, zumindest, solange das Wahlrecht nicht einseitig an die Mutter gebunden ist, sondern an das Sorgerecht (das selbstverständlich im Normalfall gemeinsam ausgeuebt wird).
Gruß,
Peter
Re: Zustimmung nie und nimmer
Karin, Friday, 07.05.2004, 01:47 (vor 7946 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Zustimmung von Peter am 06. Mai 2004 22:25:26:
sondern an das Sorgerecht (das selbstverständlich im Normalfall gemeinsam
ausgeuebt wird).
In welcher Traumwelt lebst Du denn ?
bei nichtehelichen Kindern gilt das per se nicht und bei Geschiedenen Eheleuten hat die Mutter jederzeit die besseren Karten auf ein alleiniges Sorgerecht.
Und wie willst Du das Kind einer Grünen und eines CDU-mitglieds wählen lassen ?
müssen dann die Eltern gemeinsam in die Wahlkabine, damit der eventuell ausgehandelte Kompromiss auch kontrolliert werden kann ?
Kann ein Partner gegen denn anderen dann auf "Rückgabe der Stimme" klagen...
Kriegen wir dann Wahlen wie bei den Amis, die durch Gerichte entschiedsen werden ?
alles Schwachsinn
Gruss,
Karin
Re: Zustimmung nie und nimmer
Peter, Friday, 07.05.2004, 02:30 (vor 7946 Tagen) @ Karin
Als Antwort auf: Re: Zustimmung nie und nimmer von Karin am 06. Mai 2004 22:47:42:
Ich will die Ausuebung der Kinderstimme an das Sorgerecht knuepfen.
Du:
In welcher Traumwelt lebst Du denn ?
bei nichtehelichen Kindern gilt das per se nicht und bei Geschiedenen Eheleuten hat die Mutter jederzeit die besseren Karten auf ein alleiniges Sorgerecht.
Auch bei nichtehelichen Kindern ist eine gemeinsame Sorge möglich, nur muss die Mutter einmal zustimmen, danach kann sie es nicht einfach wieder entziehen. Die Frage des gemeinsamen Sorgerechts geht ueberhaupt weiter als ein mögliches Wahlrecht und sollte unabhängig davon vorangetrieben werden. Die Fälle, in denen alleiniges Sorgerecht uebrig bleibt, sollten nicht zu einem weiteren merkbaren Ungleichgewicht der Geschlechter an der Urne fuehren.
Dass es ein solches Ungleichgewicht schon gibt, liegt an der kuerzeren Lebenserwartung der Männer. Die Rentnerinnen sind doch schon jetzt ein machtvoller Stimmblock. Das politische Gewicht der Rentnerinnen zu vermindern, ist ein Hauptanliegen des Kinderwahlrechts.
Und wie willst Du das Kind einer Grünen und eines CDU-mitglieds wählen lassen ?
müssen dann die Eltern gemeinsam in die Wahlkabine, damit der eventuell ausgehandelte Kompromiss auch kontrolliert werden kann ?
Wenn die Eltern sich nicht einigen können, wird keine Stimme des Kindes gezählt. Wenn die Eltern bei mehreren Kindern nicht auf die naheliegende Lösung verfallen, sich die geraden Kinderstimmen zu teilen, sind sie gerechterweise am Ausueben der Kinderstimmen gehindert.
Gruß,
Peter
(der das Kinderewahlrecht immer noch fuer eine Generationenfrage hält und nicht fuer eine Geschlechterfrage)
Re: Zustimmung, aber immer!
Nick, Friday, 07.05.2004, 20:20 (vor 7945 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: Zustimmung nie und nimmer von Peter am 06. Mai 2004 23:30:33:
...Peter (der das Kinderewahlrecht immer noch fuer eine Generationenfrage hält und nicht fuer eine Geschlechterfrage)
Das sehe ich haargenauso, Peter. Wenn "wir" in Altensilos abhängen werden (wenn's denn überhaupt so "komfortabel" wird), dann werden "wir" die unangefochtene, nummerische Mehrheit besitzen und als reine Leistungsempfänger Gesetze durchsetzen, die den Leistungserbringern, den wenigen Jungen nämlich, weiter und weiter erwürgende Lasten aufbürden.
Ich bin aus diesem und einer Reihe weiterer Gründe der Überzeugung, daß die "Genderfrage", die uns heute so ungemein bewegt, dann überhaupt keine Rolle mehr spielen wird. Es wird nämlich zu einer stetig ansteigenden Selbsterdrosselung der Gesellschaft kommen. Die Lasten für die vielen Alten (= wir) werden von den wenigen Jungen irgendwann nicht mehr aufgebracht werden können. Sie werden gleichwohl keine gestaltenden Mehrheiten mehr aufbringen, also keine verfassungsmäßigen Gestaltungsspielräume mehr besitzen. Wohin diese multiple Krisenverknotung sich einmal auflösen - oder explodieren - wird, bleibt vorerst noch der reinen Phantasie überlassen. Ich sehe dunkler als rabenschwarz!
Von daher stimme ich einem erweiterten Wahlrecht für FAMILIEN (und eben nicht pauschal "für Kinder"!) zu. Intakte Familien sind die unverzichtbare Quelle neuen menschlichen Lebens. Das wird in den kommenden Jahrzehnten die wesentlichste (und knappste) Ressource sein. Ohne eine solche Änderung im Wahlrecht wird diese "Ressource" von uns alten Ego-Säcken vollends erwürgt werden.
Eine funktionierende Ehe wird auf jeden Fall nicht ausgerechnet daran zerbrechen, daß es Auseinandersetzungen über die Stimmabgabe (natürlich durch die Eltern, nicht durch die minderjährigen Kinder!) geben könnte. Ich denke sowieso, daß dieser Konflikt zu schärfsten parteipolitischen Polarisierungen führen wird, ähnlich der Zeiten der Arbeiterbewegung, wo es auch "eh klar ist, was für eine Partei eine sozialdemokratische Familie wählt" - Familien wählen dann eben bestimmt nicht die Rentnerlobby-Partei. Falls es dann überhaupt noch eine Demokratie gibt.
Daran zweifle ich nämlich sehr. Die einzige Chance, die demokratische Staatsform beizubehalten, sehe ich deshalb darin, den Leistungsträgern[/b] ihre gestaltende Mehrheit zu sichern. Deshalb unbedingte Unterstützung für ein erweitertes Wahlrecht für Familien (neben vielen weiteren Privilegien und Vergünstigungen) - je früher, desto besser.
Ich gebe deshalb jetzt schon öffentlich bekannt, daß ich, obwohl ich dann ein schauerlich klappernder, alter Sack sein werde, die Familienpartei wählen werde - total "gegen meine Interessen"!
Generationen-Verrat also. Eiskalt.
Verkündet
der Nick
Nein!
Der Frankfurter, Friday, 07.05.2004, 22:40 (vor 7945 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Re: Zustimmung, aber immer! von Nick am 07. Mai 2004 17:20:23:
...Peter (der das Kinderewahlrecht immer noch fuer eine Generationenfrage hält und nicht fuer eine Geschlechterfrage)
Das sehe ich haargenauso, Peter. Wenn "wir" in Altensilos abhängen werden (wenn's denn überhaupt so "komfortabel" wird), dann werden "wir" die unangefochtene, nummerische Mehrheit besitzen und als reine Leistungsempfänger Gesetze durchsetzen, die den Leistungserbringern, den wenigen Jungen nämlich, weiter und weiter erwürgende Lasten aufbürden.
Ich bin aus diesem und einer Reihe weiterer Gründe der Überzeugung, daß die "Genderfrage", die uns heute so ungemein bewegt, dann überhaupt keine Rolle mehr spielen wird. Es wird nämlich zu einer stetig ansteigenden Selbsterdrosselung der Gesellschaft kommen. Die Lasten für die vielen Alten (= wir) werden von den wenigen Jungen irgendwann nicht mehr aufgebracht werden können. Sie werden gleichwohl keine gestaltenden Mehrheiten mehr aufbringen, also keine verfassungsmäßigen Gestaltungsspielräume mehr besitzen. Wohin diese multiple Krisenverknotung sich einmal auflösen - oder explodieren - wird, bleibt vorerst noch der reinen Phantasie überlassen. Ich sehe dunkler als rabenschwarz!
Von daher stimme ich einem erweiterten Wahlrecht für FAMILIEN (und eben nicht pauschal "für Kinder"!) zu. Intakte Familien sind die unverzichtbare Quelle neuen menschlichen Lebens. Das wird in den kommenden Jahrzehnten die wesentlichste (und knappste) Ressource sein. Ohne eine solche Änderung im Wahlrecht wird diese "Ressource" von uns alten Ego-Säcken vollends erwürgt werden.
Eine funktionierende Ehe wird auf jeden Fall nicht ausgerechnet daran zerbrechen, daß es Auseinandersetzungen über die Stimmabgabe (natürlich durch die Eltern, nicht durch die minderjährigen Kinder!) geben könnte. Ich denke sowieso, daß dieser Konflikt zu schärfsten parteipolitischen Polarisierungen führen wird, ähnlich der Zeiten der Arbeiterbewegung, wo es auch "eh klar ist, was für eine Partei eine sozialdemokratische Familie wählt" - Familien wählen dann eben bestimmt nicht die Rentnerlobby-Partei. Falls es dann überhaupt noch eine Demokratie gibt.
Daran zweifle ich nämlich sehr. Die einzige Chance, die demokratische Staatsform beizubehalten, sehe ich deshalb darin, den Leistungsträgern[/b] ihre gestaltende Mehrheit zu sichern. Deshalb unbedingte Unterstützung für ein erweitertes Wahlrecht für Familien (neben vielen weiteren Privilegien und Vergünstigungen) - je früher, desto besser.
Ich gebe deshalb jetzt schon öffentlich bekannt, daß ich, obwohl ich dann ein schauerlich klappernder, alter Sack sein werde, die Familienpartei wählen werde - total "gegen meine Interessen"!
Generationen-Verrat also. Eiskalt.
Verkündet
der Nick
Hallo Nick, Du schreibst:
Daran zweifle ich nämlich sehr. Die einzige Chance, die demokratische Staatsform beizubehalten, sehe ich deshalb darin, den Leistungsträgern ihre gestaltende Mehrheit zu sichern. Deshalb unbedingte Unterstützung für ein erweitertes Wahlrecht für Familien (neben vielen weiteren Privilegien und Vergünstigungen) - je früher, desto besser.<
An dem Punkte denke ich, irrst Du. Egal welche Staatsform auch immer es zu bewahren gilt; nur die Leistung ist bewahrender Faktor, womit Du Recht hast.
Aber Kinderwahlrecht, haben wir doch schon seit geraumer Zeit! Seit die Volljährigkeit auf 18 heruntergesetzt wurde, ist das doch quasi der Fall!
Mit Sicherheit führte dieser Blödsinn dazu, daß sich bekiffte Randalierer
in obere Staatsebenen hinauf quengeln konnten, weil sie später gewählt wurden.
Das Idiotischste käme zum Zuge, wen Eltern mit Hilfe mehrerer Stimmen, im Glauben an die Familie fragwürdige Parteien wählen würden.
Und: Im Grunde sind diese Familien-Wähler in Zukunft doch eh absolut vernachläßigbar, so bitter das auch klingt. Die Egomanie schreitet doch fort. Was wird in 10-20 Jahren, 1. einen Mann noch bewegen, die Risiken
einer Vaterschaft einzugehen, 2. Frauen, von denen man weiß, daß sie bei zunehmender beruflicher Qualifizierung eher auf Kinder verzichten, weil
Audi-Coupe schöner zu fahren ist, Hausinterieur in Ruhe ausgesucht sein will, und Karriere fürs Weibchen eindeutig mehr Prestige und Anerkennung bringt als sich als echte Mutter zu versuchen!
Doch Mutterschaft klappt ja noch so halbwegs, indem man Kindlein ins Grippchen, Kindergarten (Volltag), Grundschule mit anschließender Betreuung ( wie es ja in anderen EU's Alltag ist) und später in die Ganztagsschule bringt. Steht dem Ergeize nichts mehr im Wege und schon gar nicht die eigenen Babs! Kindererziehung per Staatsapparat, Frau auf Trip, Mann auf Trip, Kinder?
In meinem Umfeld habe ich festgestellt, daß die Kinder fünftes Rad am Wagen sind.
Mittelständler, Bildungsbürgertümler, die jede Mark(Euro, wie ich ihn hasse) ins Heimchen stecken, aber für ein Fahrad für den Bub geht man dann ganz alternativ auf Flohmarkt und checkt für 20 Euro den letzten Schrott an Fahrad ab, was man sich nur vorstellen kann. Geiz ist geil? Nein;
Die Leutchen sind Habenkrank! Kinder? Na,ja!
In solchem Ambiente werden die groß.
Von den Anderen will ich gar nicht sprechen; für die Kinder nur das Beste.
Bestes Tennis, bestes Klavierspiel, bestes Skifahren,beste Noten, Privatunterricht u.s.w.
Was sollen solche Kinder später für uns tun?
Meine Fragen lauten: Wo und wie und wann können wir die Mitte für Kinder sein? Wo sind wir eigentlich an-oder hingekommen?
Gruß vom Frankfurter
Liebe, liebe Grüße an meinen Sohn!
"Generationenfrage"
Jens, Friday, 07.05.2004, 23:44 (vor 7945 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: Zustimmung nie und nimmer von Peter am 06. Mai 2004 23:30:33:
1. Hast du dir mal Gedanken gemacht, wer in der Altersheimen die Kreuzchen für die Briefwahl macht?
2. Glaubst du dass die derzeitige Alter Generation, die fast alle noch eigene Kinder haben, sich obendrein Enkelkinder wünschen, dass die "gegen" deren Interessen wählen werden?
Jens
Re: Zustimmung nie und nimmer
Paul, Friday, 07.05.2004, 13:07 (vor 7945 Tagen) @ Karin
Als Antwort auf: Re: Zustimmung nie und nimmer von Karin am 06. Mai 2004 22:47:42:
Ohne jetzt auf den Sinn des Kinderwahlrechts im Prinzip einzugehen:
Du Umsetzung wäre nicht so schwierig, wenn Du jedem Elternteil 0,5 zusätzliche Stimmen pro Kind zuteilst. Ist doch naheliegend...
Gruß,
Paul
sondern an das Sorgerecht (das selbstverständlich im Normalfall gemeinsam
ausgeuebt wird).
In welcher Traumwelt lebst Du denn ?
bei nichtehelichen Kindern gilt das per se nicht und bei Geschiedenen Eheleuten hat die Mutter jederzeit die besseren Karten auf ein alleiniges Sorgerecht.
Und wie willst Du das Kind einer Grünen und eines CDU-mitglieds wählen lassen ?
müssen dann die Eltern gemeinsam in die Wahlkabine, damit der eventuell ausgehandelte Kompromiss auch kontrolliert werden kann ?
Kann ein Partner gegen denn anderen dann auf "Rückgabe der Stimme" klagen...
Kriegen wir dann Wahlen wie bei den Amis, die durch Gerichte entschiedsen werden ?
alles Schwachsinn
Gruss,
Karin
Re: Wahlrecht für Kinder?
Manfred, Friday, 07.05.2004, 01:29 (vor 7946 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Wenn es so gemeint ist wie es sich anhört, halte ich davon gar nichts.
Es kann sich um einen verkrampften Versuch handeln, demokratisch wirken zu wollen, oder -durch die Hintertür- Hausfrauen ein Mehrfachstimmrecht zuzuspielen.
("Mutti sagt Dir dann schon noch wo Dus Kreuzerl machen mußt...")
Niemals!
Gruß,
Manfred
Re: Wahlrecht für Kinder?
P.P., Friday, 07.05.2004, 13:24 (vor 7945 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Wahlrecht für Kinder?
Die Familienpartei fordert ein Wahlrecht von Geburt an. Meine persönliche Ansicht dazu möchte ich zunächst zurückstellen. Was haltet ihr davon?
Eugen
Dann wäre es nur eine Frage der Zeit bis wir einen
Kanzler wie den "Kalifen von Köln" hätten.
Kurze Zeit später den Gottesstaat.
Alles klar!
Gruß,
P.P.
Wählen an 14 - Vorsicht grün!
Bruno, Friday, 07.05.2004, 14:40 (vor 7945 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Hallo Eugen,
nach den mir momentan vorliegenden Erkenntnissen und den momentanen Rahmenbedingungen plädiere ich für eine Herabsetzung des Wahlalters auf 14, damit die Kinder dann auch wirklich selber wählen können. Den Jungenperspektiven würde es sicher helfen, wenn die Jungen die Politik für ihre Jungenausgrenzung bei Wahlen abstrafen könnten. Eine Jungen diskriminierende Bildungs- und Jugendpolitik, wie sie momentan betrieben wird, wäre dann nicht mehr so einfach. Und die Familien würden wieder gestärkt werden.
Begründung:
Als Vater zweier Kinder sehe ich den Vorschlag erst mal positiv. Aber Vorsicht. Mir ist bekannt, dass auch die Grünen da tätig sind und deshalb bin ich skeptisch. Wir kennen ja alle die Männer und Väter diskriminierende Haltung der Grünen. Soweit ich weiß, soll das Wahlrecht den Eltern zugewiesen werden und zwar abhängig vom Sorgerecht. Wer sich jetzt ein wenig im Sorgerecht auskennt, weiß, dass Väter lediger Kinder sorgerechtlos sind. Ihr Sorgerecht hängt vom Willen der Mutter ab. Und die Zahl der ledigen Mütter und damit auch die der ledigen Väter nimmt immer mehr zu. Das würde im Falle des Kinderwahlrechtes bedeuten: Wahlrecht für Väter wenn die Mutter dies erlaubt. Das klingt richtig grün.
Weiterhin ist mir bekannt, dass solche Vorschläge auch schon von den Frauenpolitikerinnen verschiedener Parteien auf unterster Ebene diskutiert werden. Und wir wissen alle, wenn sich mal die Frauenpolitikerinnen aller Parteien einig sind ist ein Gesetz so gut wie beschlossen, da es keine wirkliche Kritik gegen Frauenpolitik in Deutschland gibt.
Ich finde deshalb den Vorschlag gut, wenn vorher die Rahmenbedingungen geschaffen werden, d.h. z.B. das Sorgerecht des leiblichen Vaters gestärkt wird oder dass für die Ausübung des Wahlrechts die Unterhaltspflicht ebenso berücksichtigt wird, wie das Sorgerecht.
Unter den momentanen Bedingungen wäre m.E. eine Herabsetzung des Wahlalters, z.B. auf 14 besser. Dann wären zumindest einige Politiker und innen gezwungen ihre jungenfeindliche Haltung und Politik zu überdenken.
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: Wählen an 14 - Vorsicht grün!
Jörg Rupp, Friday, 07.05.2004, 14:45 (vor 7945 Tagen) @ Bruno
Als Antwort auf: Wählen an 14 - Vorsicht grün! von Bruno am 07. Mai 2004 11:40:24:
Soweit ich weiß, soll das Wahlrecht den Eltern zugewiesen werden und zwar abhängig vom Sorgerecht.
Auch die Grünen sind in der Frage gespalten, daher steht im Grunsatzprogramm eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre (Mehrheitsentscheidung) - mehr Relevantes gibt es dazu bisher nicht.
Jörg
Re: Wählen an 14 - Vorsicht grün!
Ferdi, Friday, 07.05.2004, 14:54 (vor 7945 Tagen) @ Bruno
Als Antwort auf: Wählen an 14 - Vorsicht grün! von Bruno am 07. Mai 2004 11:40:24:
Hallo Bruno!
Zunächst einmal: Ein solches Vorhaben, ein Stellvertreterwahlrecht für unmündige Kinder auf die Eltern bzw. den erziehenden Elternteil einzuführen, ist verfassungswidrig und daher zum Glück nicht durchführbar. Die damit verbundenen Gefahren hast Du sehr gut beschrieben. Lediglich über die Neufestsetzung der Altersgrenze zum Wahlrecht kann man vernünftig diskutieren. Auf jeden Fall sollte dann aber mit dem gleichen Alter auch die volle Strafmündigkeit einsetzen, denn einem Jugendlichen, dem man die geistige Kompetenz einer Wahlentscheidung einräumt, dem muss man dann auch abverlangen können, dass er die Verantwortung für seine sonstigen Taten (und Untaten) trägt.
Gruss,
Ferdi
Re: Wählen an 14 - Vorsicht grün!
Manfred, Friday, 07.05.2004, 15:04 (vor 7945 Tagen) @ Bruno
Als Antwort auf: Wählen an 14 - Vorsicht grün! von Bruno am 07. Mai 2004 11:40:24:
Sowas halte ich für diskutabel, obwohl ich auch hier skeptisch bin.
Zum einen wäre beim Wahlrecht für Jugendliche für mich eine "geheime Wahl" durch den Betroffenen selbst völlig unabdingbar. Niemals eine Stellvertrerwahl durch einen Elternteil oder ähnliches!
Zweitens halte ich die Möglichkeit, dass Jugendliche ihre Interessen wahrnehmen können für durchaus sinnvoll, aber die Möglichkeiten der Manipulation sind einfach zu groß.
Ich will zwar nicht zu sehr den Teufel an die Wand mahlen, aber gewissen Horrorszenarien habe ich da schon im Kopf.
Jugendliche sind einfach noch allzuleicht manipulierbar, auch durch Schulen und den Zeitgeist.
Ein starkes Argument für ein Wahlrecht für Jungs gibt es allerdings schon, denke ich: schließlich ist es der Staat, der ihnen in Form von Wehr- und Zivildienst Pflichten abverlangt. Es wäre nur billig (wenn auch nicht ausreichend), ihnen dafür ein kleines Instrument zuzugestehen sich entsprechen dagegen ausdrücken zu können.
Alleine schon aus diesem Grund aber wird es vermutlich nicht dazu kommen.
Gruß,
Manfred
Re: Wählen an 14 - Vorsicht grün!
Jörg Rupp, Friday, 07.05.2004, 15:14 (vor 7945 Tagen) @ Manfred
Als Antwort auf: Re: Wählen an 14 - Vorsicht grün! von Manfred am 07. Mai 2004 12:04:57:
Jugendliche sind einfach noch allzuleicht manipulierbar, auch durch Schulen und den Zeitgeist.
Das gilt genau so für Erwachsene.
Es gibt kein argument gegen das Kinderwahlrecht, das nciht auch auf Erwachsene anwendbar wäre.
Oder plädierst Du gleichzeitig für aberkennung des Wahlrechts bspw. für Alkoholiker?
Jörg
Re: Wählen an 14 - Vorsicht grün!
Manfred, Friday, 07.05.2004, 15:28 (vor 7945 Tagen) @ Jörg Rupp
Als Antwort auf: Re: Wählen an 14 - Vorsicht grün! von Jörg Rupp am 07. Mai 2004 12:14:31:
Das gilt genau so für Erwachsene.
Es gibt kein argument gegen das Kinderwahlrecht, das nciht auch auf Erwachsene anwendbar wäre.
Doch, und ich habe mich ja dazu schon geäussert.
Es ist eine Frage der Wahrscheinlichkeiten, daran führt kein Weg vorbei.
Wenn man es für wahrscheinlich hält, dass ein Erwachsener (z.B. wegen "unzureichender" Bildung) des Wählens unfähig ist und man irrt sich, dann tut man dem Betroffenen bitter Unrecht und verletzt wesentliche demokratische Grundsätze.
Da aber Jugendliche irgendwann erwachsen werden, halte ich hier keine Ungerechtigkeit für gegeben.
Oder plädierst Du gleichzeitig für aberkennung des Wahlrechts bspw. für Alkoholiker?
Diese Frage ist schon wieder der schleichende Beginn persönlicher Angriffe unter dem Deckmäntelchen von Ironie. Nicht selten der Anfang vom Ende einer sachlichen Diskussion. Trotzdem will ich versuchen, das zu beantworten:
Ja, ich könnte mir vorstellen das Wahlrecht zeitlich befristet in allen Fällen auszusetzen, wo nachweislich ein Mindestmaß an geistiger Zurechnungsfähigkeit nicht gegeben ist.
Allerdings gestehe ich derzeit keiner Instanz (nicht der Psychatrie auch keinem Gericht) zu, darüber mit sicherheit urteilen zu können.
Gruß,
Manfred
Re: Wahlrecht für Kinder?
reinecke54, Friday, 07.05.2004, 14:52 (vor 7945 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Sowas wurde ja auch schon aus anderen parteien heraus
vorgeschlagen, z.b. von herrn Solms (FDP).
Ich denke, das ist der falsche weg, eine kommende
quasi-diktatur der alten zu vermeiden. Nach den
vorschlaegen soll wohl die stimme eines kindes
auf mutter und vater aufgeteilt werden. Aber was
ist, wenn ein elternteil nicht deutscher ist und
eventuell sogar nicht in D wohnt. Hat das kind
dann nur eine halbe stimme? Was ist, wenn der
vater nicht bekannt ist (z.b. kuenstliche befruchtung,
ManNotIncluded). Was ist bei adoption? Was ist bei
waisenkindern? Was ist, wenn eine behoerde zum vormund
bestellt wird? Uebt dann der staat das wahlrecht aus?
Da lassen sich zu viele krause situationen konstruieren.
Re: Wahlrecht für Kinder?
Collantix, Friday, 07.05.2004, 15:33 (vor 7945 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Hallo,
eine Einbeziehen von Kindern und Jugendlichen in unser politisches Leben halte ich für unabdingbar. Ich halte allerdings nichts davon, daß Eltern stellvertretend für ihre Kinder ein Wahlrecht ausüben.
Eine Herabsenkung des aktiven Wahlrechts auf 16 Jahre halte ich für ganz sinnvoll, bezieht es Jugendliche auch mehr in die politische Meinungsbildung ein.
Von einem Wahlrecht ab Geburt dagegen halte ich nichts, weil es im Zweifelsfall nur das Denken und Meinen der Eltern berücksichtigt. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre brauchen eigene politische Plenen, über die und in denen sie selber entscheiden können, unbhängig davon, was Eltern davon halten. Eine Möglichkeit könnten Kinder- und Jugendparlamente sein.
Gruß
Collantix
Re: Wahlrecht für Kinder? vielen Dank...
Eugen Prinz, Friday, 07.05.2004, 16:05 (vor 7945 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Wahlrecht für Kinder? von Eugen Prinz am 06. Mai 2004 14:49:30:
Vielen Dank für die vielen Beiträge zum Thema Kinderwahlrecht.
Ich hatte mehrere Gründe für meine Anfrage:
1. Wir müssen weg davon, erst zu jammern, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Manche haben sich z.B. für das Gewaltschutzgesetz erst interessiert, als sie aus dem eigenen Haus flogen. Das ist ein ganz klein wenig zu spät. Das muss uns ja beim Wahlrecht nicht auch passieren. Ich finde also, es lohnt sich schon, etwas mehr zum Thema Kinderwahlrecht beizutragen, als bloße Unmutsäußerungen.
2. Ich korrespondiere z.Zt. mit Herrn W. Britz von der Familienpartei. Und ich dachte mir, ehe ich mir die Mühe mache, ihm alle meine Argumente vorzulegen, lasse ich mir die Arbeit von den Forumsteilnehmern abnehmen. Also vielen Dank, nochmal
Ich werde ihn natürlich auf die Diskussion hier verweisen.
3. Und schließlich dachte ich mir, es könne nicht schaden, wenn hier zur Abwechslung auch mal wieder etwas anderes zur Sprache käme, als religiöse Verzückung oder pubertär-feministisches Gegiggel.
Schönen Dank an alle,
Eugen
Re: Wahlrecht für Kinder? - mein Fazit
Eugen Prinz, Saturday, 08.05.2004, 23:44 (vor 7944 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Re: Wahlrecht für Kinder? vielen Dank... von Eugen Prinz am 07. Mai 2004 13:05:42:
Zur Familienpartei und deren Vorstellungen zum Wahlrecht:
1. Die Familienpartei will schlicht mehr Macht. Zu nichts anderem soll und kann das Wahlrecht für Kinder taugen, denn natürlich kann ein Säugling oder ein Kind kein Wahlrecht ausüben. Dazu verlangt sie eine repräsentative Demokratie. Solche haarsträubenden Ideen kennen wir sattsam von Feministinnen (z.B.: 51 % aller Vorstandsposten seien mit Frauen zu besetzen, und nie ist von einer ´gerechten´ Aufteilung von Nachteilspositionen die Rede). Das Gewichtungskriterium soll nach dem Willen der Familienpartei natürlich die Kinderzahl sein. Ob etwa ein kinderloser Arbeitgeber 800 Arbeitsplätze sichert, oder ob beispielsweise eine kinderlose Schauspielerin 500Tsd Euro Steuern im Jahr zahlt, soll natürlich keinen Einfluss auf deren Wahlrecht haben.
2. Die Familienpartei will aber auch mehr Geld rausholen und fordert ein Erziehungsgehalt, weil Eltern ja den ganzen Aufwand zum Nutzen der Kinderlosen treiben. Kindergeld, Steuermäßigungen und alle möglichen Nachlässe für Familien und Kinder bleiben unerwähnt. Das Prinzip ist bekannt: Veröffentliche die Kosten - verschweige die Gewinne. Auch wird natürlich verschwiegen, wer das Erziehungsgehalt letztlich bezahlen soll.
3. Die Familienpartei will uns weismachen, ihre Kinder würden später unsere Rente finanzieren. Dazu muss man wohl an die wunderbare Geldvermehrung glauben. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass das nicht mehr funktionieren kann, und dass es eigentlich höchste Zeit wäre, über neue Modell der Alterssicherung nachzudenken.
Kinder sind zu allererst und für lange Zeit Kostenverursacher. Eine Familie mit 3 Kindern belastet naturgemäß die gesellschaftlichen Ressourcen weit mehr, als ein Alleinstehender. Ob die Kosten jemals zurückfließen, ist äußerst zweifelhaft. Eine Pflicht dazu gibt es nicht. Die Kleinen können sterben, nach dem Vorbild Christi in Armut leben, ewige Studenten bleiben oder arbeitslos werden, auswandern, schwul oder lesbisch werden... und nichts war es mit Rückerstattung. Und wenn sie tatsächlich in Amt und Brot gelangen, dann reichen ihr Sozialabgaben vielleicht gerade, die Rente ihrer eigenen Eltern zu finanzieren.
4. Das Modell des ´Wahlrechts von Geburt an´ begünstig aber noch andere Gruppen, und ob das der Familienpartei so schmeckt, ist eine andere Frage.
Solange nicht garantiert ist, dass das Wahlrecht nach einer Trennung der Eltern gesplittet wird (und es wird natürlich weder garantiert noch gesplittet) wird das eine Vorteilsnummer für 1,5 Millionen alleinerziehende Frauen, und ein weiteres Motiv, mit einer Scheidung zu gewinnen. Aus war es dann mit Familie.
Auch haben wir eine Menge Ausländer im Lande, die deutlich mehr Kinder haben als unsere Familien. Das sind alles nette Menschen, aber ich möchte nicht gerne von ihnen überstimmt werden, nur weil sie mehr Kinder haben (egal, was in ihrem Pass steht). Wir haben z.B. genug zu tun mit dem Einfluss unserer(!) Kirchen, um nur einen Aspekt zu nennen.
Mein Fazit:
Das Wahlrecht so wenig es auch wert sein mag - ist keine Geschlechterfrage und keine Generationenfrage - es ist eine Frage von Gerechtigkeit. Sobald irgendein Klüngel - Frauen, Millionäre, Alte, Familien, usw. - mehr Stimmrecht für sich durchsetzen könnte, wäre es korrumpiert.
Das darf man nicht zulassen. Wer mehr Einfluss haben will, wer partikulare Interessen durchsetzen will, soll Mehrheiten für sein Anliegen zu gewinnen suchen. Das ist der einzig legitime und bis jetzt glücklicherweise legale Weg. Ein gewichtetes Wahlrecht für den Einzelnen, unter welchen Vorwänden auch immer, ist undemokratisch.
Auf die Idee, die Stimmen nach sozialer Intelligenz und Kompetenz der Wähler und Wählerinnen zu gewichten, ist interessanterweise noch niemand gekommen. Das wäre immerhin ein Ansatz, dem ich etwas abgewinnen könnte...
Eugen Prinz