Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort....
Sehr geehrter XXXX,
vielen Dank für Ihr Schreiben und Ihren Kommentar zum Aktionstag für
Mädchen.
Schade, dass Sie offensichtlich nicht die Zielsetzung und Absicht des
Mädchen-Zukunftstages verstanden haben. Jungen werden hier nicht
ausgegrenzt, sondern können an alternativen Programmen teilnehmen, um
unter sich in jungengemäßer Form Fragen und Themen rund um das Thema
Beruf- und Lebensplanung zu bearbeiten. Dies enthalten Sie Jungen vor,
wenn Sie "Gleichmacherei" betreiben und Jungen nicht eigene Bedürfnisse
zugestehen, die sich von denen der Mädchen unterscheiden.
Die Organisationsform der Schulen ist in der Regel koedukativ. Wo sind
Räume und entsprechende Ansprechpartner für die Jungen, an die sich mal
explizit wenden können und Aufmerksamkeit erfahren?
Durch das Benennen spezifischer Angebote für Mädchen, gerät oftmals in
Vergessenheit, dass allgemeine Angebote für Jugendliche mehrheitlich an
den Bedürfnissen von Jungen orientiert sind und wenig Mädchen erreichen
(Beispiel Sportförderung). Die seit Beginn der kritischen Reflexion
dieser Tatsache aufgestellte Forderung von Pädagoginnen, analog zu den
mädchenspezifischen Angeboten auch bewusst jungenorientierte Angebote in
den allgemeinen Kanon der Jugendarbeit aufzunehmen, wurde leider bislang
lediglich von einer Minderheit engagierter Pädagogen aufgegriffen. In
den letzten Jahren sind hier wichtige Konzepte entwickelt und erprobt
worden. In Tübingen wurde vom BMFSFJ ein dreijähriges bundesweites
Modellprojekt Jungenarbeit/Jungenpädagogik (1998-2000)
(www.iris-egris.de) durchgeführt. Auch sind Netzwerke für
Jungenprojekte aktiv (www.pfunzkerle.de in Tübingen und
www.jungs-ev.de in Stuttgart).
Vielfach beklagen Männer eine Feminisierung der Pädagogik. Um dies zu
ändern brauchen wir Männer als männliche Bezugspersonen und Vorbilder:
in der Familie als bewusste Väter, in Kindergarten, Schule und
außerschulischer Arbeit als engagierte professionelle Fachkräfte. Dort
können sie eine den Jungen gerecht werdende Gestaltung von Betreuung,
Bildung und Beratung entwickeln und gewährleisten. Hier ist ein
entsprechendes Engagement der Männer gefordert. Dies ist jedoch nicht
Aufgabe des Projektes Girls´Day Mädchen-Zukunftstag.
Die bundesweite Koordinierungsstelle des Projektes, das Kompetenzzentrum
Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie beschäftigt sich wie
der Name schon sagt mit eben diesem Thema: Frauen in Naturwissenschaft,
Technik und Informationstechnologie.
Der Auftrag der Ministerien an unser Projekt lautet, Maßnahmen zu
ergreifen, die geeignet sind, die Zahl der Frauen in technischen und
naturwissenschaftlichen Berufsfeldern zu erhöhen. In diesem Bereich
sprechen die Zahlen dafür, dass es durchaus notwendig ist Mädchen und
junge Frauen zu unterstützen, sich diesen Bereich besser zu erschließen
im eigenen Interesse, aber insbesondere aus wirtschaftlichen
Interessen des Standortes Deutschland. Denn gerade vor dem Hintergrund
der demographischen Entwicklung fehlen in Naturwissenschaft und Technik
Fachkräfte. Dieser Mangel wird sich in den nächsten Jahren noch
drastisch verschärfen. Dies ist einer der Hauptgründe warum auch der
Bundesverband der Deutschen Industrie, der Deutsche Industrie- und
Handelskammertag, der Zentralverband des Deutschen Handwerks und die
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände das Projekt
Girls´Day Mädchen-Zukunftstag unterstützen.
Besonders die Vertreter/innen der Wirtschaftsverbände und Kammern
betonen, dass nur eine zielgruppengerechte Ansprache von Mädchen dem
drohenden Fachkräftemangel gerade in den technischen und
naturwissenschaftlichen Berufsfeldern entgegenwirken kann. Qualifizierte
junge Frauen werden bei abnehmender Bevölkerung zusätzlich zu den jungen
Männern als qualifiziertes Erwerbspersonenpotenzial gebraucht.
Der Girls´Day als ein mädchen- und technikorientierter
Berufsorientierungstag ist nur ein (besonderes) Angebot unter den vielen
Initiativen und Projekten zur Berufswahlorientierung von Jugendlichen
insgesamt in und außerhalb der Schule, die ja weiterhin zu Verfügung
stehen und von Mädchen als auch Jungen genutzt werden. Dieser eine Tag
nimmt in der Palette der allen Jugendlichen zur Verfügung stehen
Möglichkeiten zur Berufserkundung und beratung den Jungen nichts weg,
sondern eröffnet Mädchen neue Wege zu einer Erweiterung ihres
Berufswahlspektrums im Interesse aller.
Nun noch einmal zu Ihrer Forderung nach Förderung der Jungen.
Der Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag bietet Jungen die Möglichkeit
wertvolle Erfahrungen für ihre Berufs- und Lebensplanung zu sammeln. Das
Konzept dieses Aktionstages beinhaltet die Einbeziehung der Schulen. Im
Unterricht soll der Tag mit Schülerinnen und Schülern vor- und
nachbereitet werden. Um diese Aktivität zu fördern, schreibt die
Initiative D21 (ein Zusammenschluss von rund 300 Unternehmen der
Informations- und Kommunikationsbranche, die das Projekt ebenfalls
unterstützt) einen Preis für Schulen aus, die ein Konzept für Jungen am
Girls´Day Mädchen-Zukunftstag anbieten. Anregungen für Lehrkräfte für
die Gestaltung des Unterrichts mit den Jungen werden auf der
Internetseite des Projektes http://www.girls-day.de veröffentlicht.
Auch andere Institutionen wie Arbeitsämter und Kommunen boten am
Girls´Day der letzten zwei Jahre spezielle Veranstaltungen für Jungen
an. So organisierte z. B. die Stadt Eschwege in Kooperation mit der
örtlichen Gesamtschule für die Schüler Workshops zur Vereinbarkeit von
Familie und Beruf. Auch am diesjährigen Girls´Day gibt es viele
Aktionen, die für Jungen vorbereitet wurden. Dies hängt jedoch wie
bereits erwähnt am individuellen Engagement der Schulen und Lehrenden
so wie das Angebot an Aktivitäten für Mädchen vom Engagement der
Betriebe abhängt.
In Hamburg und Aachen gibt es erste Projekte, die es den Jungen
ermöglichen, sozialpflegerische Berufe zu erkunden. Für ein bundesweites
Projekt Boy´s Day wäre es notwendig, vorher die Sichtweisen und
Zielstellungen zu klären und vor allem auf Bundesebene Partner zu
finden, die eine bundesweite Organisation leisten wollen.
Es reicht nicht aus zu sagen, nur weil die Mädchen einen extra Tag
haben, wollen wir auch einen oder die Mädchen bekommen eben auch
keinen. Vielmehr geht es darum, Ziele zu formulieren, was mit einem
Berufsorientierungstag explizit für Jungen erreicht werden soll. Machte
man aus dem Girls´Day einen Girls und Boys Day, wäre die Gefahr sehr
groß, das aus dem Aktionstagtag ein ganz normaler
Berufsorientierungstag wird und die Zielstellung verwischt. Wer will
nachhalten, dass die Mädchen technische Berufe erkunden und die Jungen
soziale Berufe? Viel einfacher ist es doch, alle gemeinsam irgendwo
hinzuschicken...Damit wäre aber in keiner Weise der Notwendigkeit
Rechnung getragen, das Thema des spezifischen Rollenverhaltens, der
geschlechtsspezifischen Erwartungen, Bedürfnisse und Sichtweisen im
Prozess der Berufsorientierung zu berücksichtigen.
Natürlich zielt der Mädchen-Zukunftstag auch auf die Gleichstellung von
Frauen und Männern in technischen Berufen. Die Gleichstellung der
Geschlechter ist zwar ein Leitbild unserer Gesellschaft, aber noch lange
nicht Realität in allen Bereichen. So beträgt der Anteil der Frauen in
Führungspositionen nur 11 Prozent. Der Girls´Day ist ein wichtiger
Baustein auf dem Weg zur Gleichstellung. Korrespondierend dazu gibt es
eben auch spezielle Programme für Jungen und Männer. Das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat mit
Unternehmen die Kampagne 'Mehr Spielraum für Väter', realisiert. Die
Kampagne hat zum Aufbrechen der traditionellen Rollenverteilung zwischen
Müttern und Vätern beigetragen. Mehr Informationen dazu:
http://www.mehr-spielraum-fuer-vaeter.de .
Vielleicht regen Sie in der Schule Ihrer Söhne an, am Girls´Day
Mädchen-Zukunftstag ein Programm für Jungen zum Thema Lebens- und
Berufsplanung zu gestalten. Viele Anregungen finden Sie wie schon
erwähnt auf der Internetseite des Girls´Day www.girls-day-de .
Das Konzept ist keinesfalls, dass "Töchter" einfach am Aktionstag ihre
Eltern zum Arbeitsplatz begleiten. Dies wäre in der Tag den Jungen nicht
zu verwehren. Aber für die oben beschriebene Zielsetzung bedarf es einer
gesonderten Ansprache der Mädchen (und einer adäquat anderen gegenüber
den Jungen). Dies sollte an einem halben Tag in Deutschland möglich
sein, ohne dass dies gleich als "Geschlechterkampf" - wie Sie schreiben,
tituliert wird.
Ich hoffe, meine Informationen haben Ihnen zusätzliche Aspekte aufzeigen
können.
Mit freundlichen Grüßen
XXXX
Re: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort....
Als Antwort auf: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort.... von Christian am 01. Mai 2004 13:29:45:
Vielleicht bin ich heute nur schlecht drauf, aber diese Blasiertheit, diese selbstverliebte Geschwätzigkeit, dieses ständige, krampfhafte Versuchen, sich während des Tippens nicht selber der Lüge zu überführen, ekelt mich an.
Da ist doch kaum eine Zeile ehrlich gemeint oder nur halbwegs in sich widerspruchsfrei.
So kann nur jemand schreiben, der/die dafür aus Steuermitteln Geld bekommt.
Nichts für ungut,
Manfred
GirlsDay ist eigentlich nur für die Jungen! Endlich kapiert ?
Als Antwort auf: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort.... von Christian am 01. Mai 2004 13:29:45:
"Schade, dass Sie offensichtlich nicht die Zielsetzung und Absicht des
Mädchen-Zukunftstages verstanden haben."
Tja, das ist auch nur eine höfliche Form, um dem anderen zu sagen, das er einfach offensichtlich zu blöd ist.
"Jungen werden hier nicht ausgegrenzt"
Nein, bei einem Girlsday sind, wie der Name schon sagt, natürlich auch die Jungen angesprochen. !?
... Dazwischen allgemeines Geblubber, das der Girlsday eigentlich nur für die Jungen gemacht wurde, und wer was anderes dazu meint, kapiert es einfach nicht ....
"Ich hoffe, meine Informationen haben Ihnen zusätzliche Aspekte aufzeigen
können."
Meint übersetzt: Hast auch du es jetzt endlich kapiert, du Dumpfbacke ?
ARRGGHHH.
Diese blasierte Dummheit, Arroganz und Ignoranz ist kaum noch zu ertragen.
Re: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort....
Als Antwort auf: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort.... von Christian am 01. Mai 2004 13:29:45:
Ich finde, Ihr macht es Euch mit Eurem unqualifizierten Gemecker zu leicht und schadet außerdem unserer Sache. Die Antwort beinhaltet eine Menge Informationen und man merkt, dass sich der Antworter einige Mühe gemacht hat. Es ist doch richtig, dass Mädchen in Berufe geführt werden sollen, die ihnen fremd sind und genauso richtig ist es, dass Männer dafür sorgen können, ebenfalls einen Boys-Day zu initialisieren. Aber alles, was Euch einfällt, ist meckern und jammern. Das kommt mir so weiblich vor, ehrlich, mir ist richtig schlecht.
Das der Girls-Day für Jungen sein soll, kann ich mir schlecht vorstellen, aber es liegt doch nicht an den Söhnen, wenn die Väter sich nicht rühren, oder?
Re: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort....
Als Antwort auf: Re: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort.... von Jeremin am 01. Mai 2004 18:04:48:
Ich finde, Ihr macht es Euch mit Eurem unqualifizierten Gemecker zu leicht und schadet außerdem unserer Sache. Die Antwort beinhaltet eine Menge Informationen und man merkt, dass sich der Antworter einige Mühe gemacht hat. Es ist doch richtig, dass Mädchen in Berufe geführt werden sollen, die ihnen fremd sind und genauso richtig ist es, dass Männer dafür sorgen können, ebenfalls einen Boys-Day zu initialisieren. Aber alles, was Euch einfällt, ist meckern und jammern. Das kommt mir so weiblich vor, ehrlich, mir ist richtig schlecht.
Das der Girls-Day für Jungen sein soll, kann ich mir schlecht vorstellen, aber es liegt doch nicht an den Söhnen, wenn die Väter sich nicht rühren, oder?
Frauen fördern, von Männern fordern!
Dieser Devise hast Du Dich anscheinend angeschlossen?
Wie Du oben bekräftigst: Ihr seit doch selber schuld und habt nicht zu jammern. Macht doch einfach selbst was....
Während es Frauen vorne und hinten reingeschoben wird, müssen Männer alles selber organisieren und auch noch aus eigener Tasche bezahlen. Die aufgeführten Initiativen zum boys-day sind ALLES Privatinitiativen.
Warum müssen MÄNNER dafür sorgen, daß es einen boys-day gibt, wenn alle Gleichstellungsbüros, die dafür zuständig wären, von Frauen besetzt sind? Ein Mann als Bürgermeister kümmert sich NATÜRLICH um Frauen und Mädchen gleichermaßen. Von einer Frau kannst Du dagegen hören - sollen sich doch die Männer selbst drum kümmern. Also darf sich der Bäcker nebenan um den boys-day kümmern, weil er ja ein Mann ist....
Re: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort....
Als Antwort auf: Re: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort.... von Jeremin am 01. Mai 2004 18:04:48:
Die Antwort beinhaltet eine Menge Informationen...
Ach nein... sorry, aber wenn man nicht grade aus einem 20-jährigen Tiefschlaf erwacht ist, kann man darin kaum was neues entdecken, und ich zähle mich nun wahrlich nicht zu den immer brandaktuell Informierten auf diesem Gebiet.
und man merkt, dass sich der Antworter einige Mühe gemacht hat.
Ich merke nur, dass er von einem schwammigen überstrapazierten Allgemeinplatz in den anderen stolpert und sich -wie schon gesagt- die Mühe gemacht hat das als geistreiche Antwort erscheinen zu lassen lassen.
Weiterhin merke ich, dass dieses Kalkül ja bei einigen bedauerlicherweise aufzugehen scheint.
Es ist doch richtig, dass Mädchen in Berufe geführt werden sollen, die ihnen fremd sind und genauso richtig ist es, dass Männer dafür sorgen können, ebenfalls einen Boys-Day zu initialisieren.
Es ist aber verdammt falsch, wenn mir der Staat und seine Institutionen etwas als Gleichberechtigung verkaufen wollen, was in der Praxis so abläuft, dass der einen Seite jegliche Förderung in den Rachen gestopft wird, während man der anderen lapidar zuraunzt, sie möge sich doch selber behelfen.
Was mir nicht zum erstenmal auffällt ist, dass -von Frauen einerseits, von deren männlichen Nachputzern andererseits-, gerne zwischendurch mal "männliche" Lösungen und Verhaltensweisen von denen eingefordert werden, die man für die "Männerbwegeung" bzw. ihr zugehörig hält.
Mal tacheless: was ist damit gemeint? Klappe halten und heldenhaft untergehen? Abgelehnt!
Den wertschöpfenden Broterwerb an den Nagel hängen um eine Initiative nach der andern zu gründen? Mal ehrlich, wer würde dann den Staat aufrecht erhalten?
Oder kokettiert hier jemand hinterfotzigerweise oder aus Dummheit -in dem Irrglauben dies sei nur eine Soap- damit, ungesetzliche Aktionen zu provozieren?
Ihr, die ihr so genau wißt wie sich wahre Männer zu verhalten haben, sagt es mir bitte! Das möchte ich nämlich schon lange mal wissen.
Gruß,
Manfred
Re: Habe mich beschwert ...
Als Antwort auf: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort.... von Christian am 01. Mai 2004 13:29:45:
Der Auftrag der Ministerien an unser Projekt lautet, Maßnahmen zu
ergreifen, die geeignet sind, die Zahl der Frauen in technischen und
naturwissenschaftlichen Berufsfeldern zu erhöhen. In diesem Bereich
sprechen die Zahlen dafür, dass es durchaus notwendig ist Mädchen und
junge Frauen zu unterstützen, sich diesen Bereich besser zu erschließen
im eigenen Interesse, aber insbesondere aus wirtschaftlichen
Interessen des Standortes Deutschland. Denn gerade vor dem Hintergrund
der demographischen Entwicklung fehlen in Naturwissenschaft und Technik
Fachkräfte. Dieser Mangel wird sich in den nächsten Jahren noch
drastisch verschärfen.
Und deswegen der Girl's Day? Wenn der Mangel an Technik-Fachkräften so groß ist, warum schöpft man dann nicht alle Möglichkeiten aus, Nachwuchs unter den Schülern für diese Berufe zu gewinnen? Warum nicht ein "Technik-Tag", meinetwegen mit jeweils speziell auf Jungen bzw. Mädchen zugeschnittenen Angeboten? Damit würden auch die Jungen angesprochen, die sich noch unschlüssig sind, ob sie einen technischen/naturwissenschaftlichen Beruf ergreifen wollen. Und es gäbe wahrscheinlich mehr Nachwuchs als jetzt, wo man nur die Mädchen anspricht.
Hinter dieser Argumentation der Dame, die auch mir mit den weitgehend gleichen Textbausteinen geantwortet hat, schimmert Heuchelei durch. Pure Mädchenförderung soll als Wohltat für die ganze Gesellschaft verkauft werden. Dabei legt gerade das Argument "Technik-Nachwuchs" die ganzen Widersprüche in deren Gedankengebäude m.E. sehr schön offen.
Natürlich zielt der Mädchen-Zukunftstag auch auf die Gleichstellung von
Frauen und Männern in technischen Berufen. Die Gleichstellung der
Geschlechter ist zwar ein Leitbild unserer Gesellschaft, aber noch lange
nicht Realität in allen Bereichen. So beträgt der Anteil der Frauen in
Führungspositionen nur 11 Prozent. Der Girls´Day ist ein wichtiger
Baustein auf dem Weg zur Gleichstellung.
Haben die auch schon mal nachgezählt, wie viel Prozent der Automechaniker, Bauarbeiter und Montagetechniker Frauen sind? Wahrscheinlich weit weniger als 11 Prozent. Aber nur diese 11 Prozent Frauen auf Chefsesseln werden immer wieder angesprochen. Wollen die den Frauenanteil in den schmutzigen, gefährlichen, gesundheitsgefährdenden Jobs etwa ernsthaft erhöhen, wenn die von "Gleichstellung von Frauen und Männern in technischen Berufen" sprechen? Nein, es geht nur um die Spitzenjobs und um die Arbeitsplätze mit hohem Sozialprestige. Das und nur das meinen die, wenn die von "Gleichstellung" reden. Da sollte man sich nichts vormachen lassen.
Frank
Re: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort....
Als Antwort auf: Re: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort.... von Odin am 01. Mai 2004 20:10:31:
Genau, Du sagst es! Eine andere Wahl haben Männer ja momentan nicht, als alles selber zu machen. Die Politik rennt doch der Masse hinterher, von denen erhofft sie sich Wählerstimmen. Es ist natürlich ein Weg, sich hinzustellen und anzuklagen, aber Aktion bringt letzten Endes mehr, nämlich Anerkennung und Beispielwirkung, mal ganz abgesehen vom direkten Nutzen. Nicht anders hat ja der Feminismus angefangen, der nun eine Art Staatsreligion geworden ist. Um das Steuer herumzureißen, ist eben wieder Aktion nötig.
Erinnere Dich mal an die Lichterketten. Eine spontane Aktion von zwei Männern aus München, propagiert von der lokalen Presse. Keine drei Wochen später hatte jedes Kaff seine Kerzenhalteleine, angeführt von der lokalen Politprominenz, allerdings nur, weil das Thema die Masse mobilisierte. Und die Montagsdemonstrationen haben nicht anders begonnen.
Anzuklagen ist ja gut und schön und meinethalben auch berechtigt, aber momentan nutzlos.
J.
Frage...
Als Antwort auf: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort.... von Christian am 01. Mai 2004 13:29:45:
Vielleicht habe ich es überlesen aber bei wem hast du dich beschwert?
Bei welcher Organisation?
Garp
Re: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort....
Als Antwort auf: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort.... von Christian am 01. Mai 2004 13:29:45:
Hallo Christian,
die Antwort, denke ich, stammt von einer Frau D.-T. C. Derer (Antworten) gibt es vie-le. Man darf aber Ausreden nicht mit Argumenten verwechseln.
Kurz einige Anmerkungen:
- Schon der Beginn der Antwort finde ich unverschämt. Wer nicht unserer Meinung ist, ist dumm?
- Die Argumentation, dass sich Lehrer um Jungen kümmern sollen und sich damit Lehrerinnen nicht um Jungen zu kümmern bräuchten, ist aus drei Gründen haltlos:
1. Es wird die Tatsache verschwiegen, dass der Girls-Day keine Eigeninitiative der Lehrerinnen ist, sondern eine Initiative, ausgehend von der Bundesregierung.
2. Selbstverständlich haben Lehrerinnen die Pflicht sich um Jungen genauso zu kümmern wie um Mädchen. Wenn das eine Lehrerin aus ideologischen oder sonsti-gen Gründen nicht kann, ist sie für den Staatsdienst nicht geeignet.
3. Die Lehrerschaft ist eine Frauendomäne und sie soll es nach dem Willen der Ge-setzgeber auch bleiben. Vergiss nicht: Auch im Schulbereich gilt eine gesetzlich festgeschriebe Frauenförderung!
- Der Vergleich mit Sportförderung hinkt gewaltig. Spezielle Sportangebote für Mäd-chen sind heute selbstverständlich, werden z.Teil sogar verstärkt angeboten.
- Der Gipfel ist, zu behaupten, Jungen würden nicht ausgegrenzt. Der Girls-Day gilt nur für Mädchen. Für Jungen nicht. Dies ist Ausgrenzung. Die Jugend- und Bildungspolitik der Bundesregierung kennzeichnet sich seit Jahren durch seine Jungenausgrenzung aus.
- Die Jungeprojekte sind ausschließlich Eigeninitiativen, die nicht bundesweit koordi-niert werden. Hier schmückt sich das Kompetenzzentrum mit fremden Federn.
- Was allerdings richtig ist, ist, dass sich die Sozialträger bisher nicht für eine ähnliche Veranstaltung speziell für Jungen interessiert gezeigt haben.
Es bleibt festzuhalten: Gleichberechtigung heißt (theoretisch) auch Gleichberechti-gung für Jungen und sollte somit auch für diese gelten. Am Girls-Day werden Jungen ausgegrenzt und deshalb diskriminiert. Dies ist ungerecht, egal, mit welchen Ausreden man/frau dies auch zu rechtfertigen sucht.
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: Frage...
Als Antwort auf: Frage... von Garp am 03. Mai 2004 11:18:46:
Vielleicht habe ich es überlesen aber bei wem hast du dich beschwert?
Bei welcher Organisation?
Garp
Ich habe mein Beschwerde-Email geschrieben an info@girls-day.de
oder der aufgeführte Link unten führt Dich auch hin.
grüße,
Christian
http://www.girls-day.de/index2.php?main=/global/kontakt.html
Re: Volle Zustimmung! n/t
Als Antwort auf: Re: Habe mich beschwert wegen dem GirlsDay, hier die Antwort.... von Odin am 01. Mai 2004 20:10:31:
Ich finde, Ihr macht es Euch mit Eurem unqualifizierten Gemecker zu leicht und schadet außerdem unserer Sache. Die Antwort beinhaltet eine Menge Informationen und man merkt, dass sich der Antworter einige Mühe gemacht hat. Es ist doch richtig, dass Mädchen in Berufe geführt werden sollen, die ihnen fremd sind und genauso richtig ist es, dass Männer dafür sorgen können, ebenfalls einen Boys-Day zu initialisieren. Aber alles, was Euch einfällt, ist meckern und jammern. Das kommt mir so weiblich vor, ehrlich, mir ist richtig schlecht.
Das der Girls-Day für Jungen sein soll, kann ich mir schlecht vorstellen, aber es liegt doch nicht an den Söhnen, wenn die Väter sich nicht rühren, oder?
Frauen fördern, von Männern fordern!
Dieser Devise hast Du Dich anscheinend angeschlossen?
Wie Du oben bekräftigst: Ihr seit doch selber schuld und habt nicht zu jammern. Macht doch einfach selbst was....
Während es Frauen vorne und hinten reingeschoben wird, müssen Männer alles selber organisieren und auch noch aus eigener Tasche bezahlen. Die aufgeführten Initiativen zum boys-day sind ALLES Privatinitiativen.
Warum müssen MÄNNER dafür sorgen, daß es einen boys-day gibt, wenn alle Gleichstellungsbüros, die dafür zuständig wären, von Frauen besetzt sind? Ein Mann als Bürgermeister kümmert sich NATÜRLICH um Frauen und Mädchen gleichermaßen. Von einer Frau kannst Du dagegen hören - sollen sich doch die Männer selbst drum kümmern. Also darf sich der Bäcker nebenan um den boys-day kümmern, weil er ja ein Mann ist....