Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: fragen zur männerbewegung

Eugen Prinz, Wednesday, 28.04.2004, 16:27 (vor 7954 Tagen) @ gole

Als Antwort auf: fragen zur männerbewegung von gole am 28. April 2004 10:04:15:

also hier meine fragen:
Ich wollte wissen, ob sich in den Vereinigten Staaten seit Warren F. mit seinem Buch rausrückte bereits mehr getan hat bezüglich der Männerbewegung. Meine nächste Frage ist, welche verschiedenen Strömungen der Männerbewegung es in den USA und hier gibt. Ausserdem wollte ich wissen, wie die Männerbewegung zum Rollenbild des Mannes steht(im moment gibt es ja keins, und wie soll dies in zukunft aussehen).
so des warn se.
mfg gole

Ich bin nicht sicher, ob uns Kenntnisse über die Männerbewegung in den USA etwas nützen. Da ist es schon wichtiger, sich in Europa umzusehen, denn eine vernetzte Männerbewegung könnte z.B. auf EU-Ebene einiges zurückholen, was uns unsere deutschen OberfeministInnen hier wegnehmen.

Betrüblicherweise gibt es im deutschsprachigen Raum eigentlich keine Männerbewegung, allenfalls eine sehr inhomogene. Selbst ein mitgliederstarker Verband wie der VAFK konnte offensichtlich nicht verhindern, dass die Interessenlage seiner Anhänger sich eigentlich kontinuierlich verschlechtert hat.

Angesichts dessen erscheint mir ein Nachdenken über das "Rollenbild" des Mannes als reiner Luxus, als narzisstische Übung, die sicher nicht schaden kann, die allerdings nicht als bloßer Reflex auf die Benachteiligungssituation erfolgen sollte.

Ein gezieltes politisches Engagement von Männern für ihre ganz konkreten Interessen bleibt unverzichtbar. Das ist mühevolle Kleinarbeit. Aber darin liegt auch etwas tröstliches: Wenn es einfach wäre, dann könnte jeder Seifenkistenprediger oder Weltuntergangsprophet den Laden hier umschmeißen, und ob uns das immer gefallen würde, sei dahingestellt.

Da es bislang keine Männerlobby mit einem interessenübergreifenden, allgemeinpolitischen Anspruch gibt, haben wir mit manndat einen Versuch gestartet. Wem das zu kleinkariert erscheint, dem sei gesagt: Auch die größte Reise fängt mit dem ersten Schritt an.

Eugen Prinz


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