Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Hinsehen.Handeln.Helfen! @Garfield

ChrisTine, Saturday, 24.04.2004, 12:56 (vor 7958 Tagen)

Also, ich finde den Vorschlag, eine Scheidung erst zuzulassen, wenn man sich über das Sorgerecht für die Kinder geeinigt hat, gut. Ich denke, viele scheidungswillige Eltern hätten so Gelegenheit, VOR der Scheidung gründlich darüber nachzudenken, was das eigentlich für die Kinder bedeutet. Vielleicht würden manche Leute sich das dann nochmal überlegen und letztendlich auf die Scheidung verzichten, was für die Kinder ohnehin meist ideal wäre (allerdings gibt es da auch Ausnahmen, aber die sind wohl eher selten).

den Vorschlag, die Scheidung erst dann zuzulassen, wenn man sich über das Sorgerecht der Kinder geeinigt hat, finde ich nicht so gut, denn so könnte man die Kinder weiter als Waffe benutzen.
Es müßte ein Gesetz geben, daß in Sorgerechtsstreitigkeiten eingreift und die Eltern so lange bearbeitet, bis beide einsehen, daß eine Elternschaft weiterbesteht, ähnlich dem Cochemer Modell.

Gruß - Christine

Re: Hinsehen.Handeln.Helfen! @Garfield

Jolanda, Sunday, 25.04.2004, 03:38 (vor 7958 Tagen) @ ChrisTine

Als Antwort auf: Re: Hinsehen.Handeln.Helfen! @Garfield von ChrisTine am 24. April 2004 09:56:15:

Liebe Christine

Das gemeinsame Sorgerecht wird aber leider auch zur Erpressung genutzt. Also so wie es heute läuft, werden die Väter erpresst.

Bedingung wäre, dass sich die Eltern eine Lösung erarbeiten, die den Kindern zusagt, mit der sie einverstanden sind, sie sollen auch Bedingungen einfügen können, wenn sie möchten. Sie dürften mitbestimmen, ob sie wegziehen von Papa, wie oft sie Papa sehen möchten und solche Dinge. Es wäre dann nicht mehr so, dass alleine die Frau bestimmen kann.

Bei uns ist es so, dass das gemeinsame Sorgerecht nur ausgesprochen wird, wenn die Frau das erlaubt, sie kann es unbegründet ablehnen. Hier haben schon einige Kinder selber die Initiative ergriffen und sich von aussen Unterstützung gesucht, damit sie Druck machen konnten bei der Mutter, betreffend dem Vater, sie wollten den einfach mehr sehen.

Ich denke, das wäre machbar. Doch denke ich schon. Zudem wollen eh die Frauen meist die Scheidung und nicht die Männer. Also könnten die Männer auch Druck machen.

Wenn mehr zum Wohle der Kinder entschieden wird, von dem geht der Richter aus, dann können Mütter nicht mehr so eigennützig handeln. Weil wenn es wirklich um die Kinder geht, dann ist es nie eine gute Lösung, den Vater einfach so auszuschliessen. Väter bekämen eine stärkere Lobby, weil auch Sozialstellen und Richter sie mehr unterstützen würden.

Ich finde diesen Ansatz nicht schlecht. Er geht auf jedenfall mehr in Richtung Vater. Denn so wie es heute läuft, hat die Frau viel zu viel Macht und ist die Person, die am meisten Druck machen kann.

Es grüsst dich
von Herzen
Jolanda

Re: Hinsehen.Handeln.Helfen! @Garfield

Papa, Sunday, 25.04.2004, 12:26 (vor 7957 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Hinsehen.Handeln.Helfen! @Garfield von Jolanda am 25. April 2004 00:38:48:


Hallo,

meines Erachtens nach, wird das Sorgerecht viel zu hoch bewertet.

Es nützt nichts , nach der Scheidung, ein gemeinsames Sorgerecht zu haben. Die Möglichkeit von Umgangsausschluss / Umgangsboykott seitens der Mutter besteht in jedem Fall.

Es handelt sich um einen in Plastik verpackten Köder.

Schnappt der Fisch danach, denkt er, er hätte was gefressen,

nur anfangen kann er damit nichts.

Dazu gibt es erschöpfend Auskunft in vielen Väter Foren.

Gruss Papa

Re: Hinsehen.Handeln.Helfen! @Garfield

Jolanda, Sunday, 25.04.2004, 18:19 (vor 7957 Tagen) @ Papa

Als Antwort auf: Re: Hinsehen.Handeln.Helfen! @Garfield von Papa am 25. April 2004 09:26:59:

Hallo Papa

Nur das gemeinsame Sorgerecht zugesprochen zu bekommen, das ist wirklich trügerisch, stimmt!

Denn wenn die Frau einfach nicht da ist, wenn der Besuchstag da ist oder wenn sie zu den Kindern sagt, also am nächsten Sonntag ist der 80. Geburtstag eurer Oma und da solltet ihr unbedingt hingehen, das wisst ihr ja und dann der Tag ist, an dem der Papa eigentlich an der Reihe wäre, dann steht Papa dumm da.

Ich wäre schon dafür, dass auch Details geklärt werden müssten. Dass schriftlich festgelegt wird, dass die Kinder den Umgang mit ihrem Papa auch ausbauen können. Dass es den Kindern erlaubt ist, zu jeder Zeit den Papa zu besuchen und auch mitbestimmen dürfen, ob Mama nun 600 km weg ziehen darf.

Dass sie darauf bestehen dürfen, dass Papa an allen Anlässe in der Schule und ihre Hobbys betreffend dabei sein darf, etc.

Es ist nicht einfach, aber ich bin davon überzeugt, dass es die Möglichkeit gibt vor einer Trennung Bedingungen auszuhandeln, die für alle Beteiligten stimmen.

Herzlicher Gruss
Jolanda

Re: Hinsehen.Handeln.Helfen! @Garfield

ChrisTine, Sunday, 25.04.2004, 15:48 (vor 7957 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Hinsehen.Handeln.Helfen! @Garfield von Jolanda am 25. April 2004 00:38:48:

Liebe Jolanda,

Das gemeinsame Sorgerecht wird aber leider auch zur Erpressung genutzt. Also so wie es heute läuft, werden die Väter erpresst.
Bedingung wäre, dass sich die Eltern eine Lösung erarbeiten, die den Kindern zusagt, mit der sie einverstanden sind, sie sollen auch Bedingungen einfügen können, wenn sie möchten. Sie dürften mitbestimmen, ob sie wegziehen von Papa, wie oft sie Papa sehen möchten und solche Dinge. Es wäre dann nicht mehr so, dass alleine die Frau bestimmen kann.

Genau darum geht es mir ja, da sind wir uns ja sowieso einig, nur wie setzt man das am besten um?
Mit meinem Beitrag wollte ich hauptsächlich auf einen weiteren Mißbrauch hinweisen, der möglich wäre, hinge das gemeinsame Sorgerecht auch in seiner Ausübung von einer Scheidung ab.
Das könnte nämlich bedeuten, daß ein Partner über eine mögliche Scheidungsverweigerung nicht offziell, sondern eher hinterhältig dieses Sorgerecht wieder hintertreiben könnte.
Ich habe mir mit Sicherheit schon viele Gedanken darüber gemacht und ich denke, die einzige Möglichkeit, das im Interesse der Kinder vernünftig zu regeln, wäre eine vorgeschriebene Meditation, bei der beide Elternteile so lange hingehen müssen, bis sie eingesehen haben, daß die Elternebene weiter exestiert und die Paarebene damit absolut nichts zu tun hat.

Bei uns ist es so, dass das gemeinsame Sorgerecht nur ausgesprochen wird, wenn die Frau das erlaubt, sie kann es unbegründet ablehnen. Hier haben schon einige Kinder selber die Initiative ergriffen und sich von aussen Unterstützung gesucht, damit sie Druck machen konnten bei der Mutter, betreffend dem Vater, sie wollten den einfach mehr sehen.
Ich denke, das wäre machbar. Doch denke ich schon. Zudem wollen eh die Frauen meist die Scheidung und nicht die Männer. Also könnten die Männer auch Druck machen.

Das ist sicher richtig, aber eines darf man auch nicht vergessen. Es gibt auch immer mehr Männer, die das Sorgerecht haben und genauso handeln, wie im allgemeinen die Frauen.
Mir ist es egal, wer letztendlich die Macht gegen den Partner ausübt, sie ist in beiden Fällen nicht im Interesse des Kindes.
Bei uns gibt es ja die gestzliche Regelung, daß im Falle einer Trennung mit minderjährigen Kindern sich das Jugendamt einschalten muß. Aber was nutzt es, wenn dann doch nur ein Partner unterstützt wird? In Konfliktsituationen ist es fast normal, daß die Eltern nicht klar denken und handeln können. Also sollte da von Anfang an eingriffen werden, damit sich die Konflikte auf der Paarebene gar nicht erst festsetzen.

Wenn mehr zum Wohle der Kinder entschieden wird, von dem geht der Richter aus, dann können Mütter nicht mehr so eigennützig handeln. Weil wenn es wirklich um die Kinder geht, dann ist es nie eine gute Lösung, den Vater einfach so auszuschliessen. Väter bekämen eine stärkere Lobby, weil auch Sozialstellen und Richter sie mehr unterstützen würden.

Das schlimme daran ist doch bei uns, daß es die entsprechenden Gesetze gibt, die aber nicht angewandt werden. Was will man da denn noch machen? Es gibt doch diesen Paragraphen, der sinngemäß aussagt, daß derjenige, der die Kinder in seiner Obhut hat, alles unternehmen muß, um den Kontakt zum anderen Elternteil zu fördern. Warum werden diejenigen, die das massiv hintergehen, nicht bestraft? Einfach weil es unbequem ist und noch mehr Arbeit für Richter bedeuten würde.

Ich finde diesen Ansatz nicht schlecht. Er geht auf jedenfall mehr in Richtung Vater. Denn so wie es heute läuft, hat die Frau viel zu viel Macht und ist die Person, die am meisten Druck machen kann.

Das ist im Moment sicher richtig so, es braucht halt einfach einen gesellschaftlichen Wandel und der scheint zwar langsam, aber sicher voranzuschreiten.

Alles Liebe - Christine

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