Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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"Jungen in Frauenberufen wird es leichter gemacht"

Pokemon, Friday, 23.04.2004, 20:29 (vor 7959 Tagen)

Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Hier ist meins:
Aus der SHZ vom 23.03.

Zum Thema Girls Day

- Ungern erinnert sich Katharina Pilz an diese Panne. Mit ihrer Mutter auf der Autobahn unterwegs, platzte plötzlich ein Reifen. Hilfe? Nein danke. Den Ersatzreifen brachten sie selbst an. Der Anfang war gemacht, Katharina wollte mehr - einen Einblick in das Innenleben eines Autos. Da kam der Girls' Day gerade recht. Schülerinnen der fünften bis dreizehnten Jahrgangsstufe hatten gestern die Möglichkeit, immer noch typische Männerberufe kennen zu lernen. Ein Bild für einige Stunden: Katharina mit vier anderen Mädchen im Männerteam von Automobile "Yoyo".

Das war gar kein richtiger Girls' Day. Auch die Jungs wollten mitmischen - in immer noch typischen Frauenberufen. Sie kochten asiatisch im Jugendzentrum, halfen im Kindergarten, in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Braucht's da nicht einen "Boys' Day"? Gleichstellungsbeauftragte Karin Petersen-Nißen glaubt das nicht. " Jungs in Frauenberufen wird es leichter gemacht. Männer mit sozialem Engagement - die empfinden Frauen doch als toll." Frauen in typischen Männerjobs jedoch hätten es schwerer.

Der vierte bundesweite Girls' Day sollte also beiden Seiten auf die Sprünge helfen, in Anlehnung an die zehnjährige Tradition in den USA: "We take our daughter into work". Dort begleiten Töchter ihre Väter zu deren Arbeitsplätzen. Diese Chance hatten auch die Schülerinnen der am Schleswiger Projekt teilnehmenden Lornsen- und Bruno-Lorenzen-Schule sowie einer dänischen Schule. Die meisten jedoch entschieden sich für einige Schnupperstunden in den Stadtwerken, an der Seite von Bürgermeister Thorsten Dahl oder in der SN-Redakion - wie Janne Asmussen und Katrin Gottfriedsen.

Entspanntes Lachen auf dem "Yoyo"-Gelände. Die Mädchen loben das gute Arbeitsklima. Einige wollen über ein Praktikum nachdenken. Gut war's also? "Klar", sagt Katharina, die im Auftrag der Firma ihre Unterschrift unter einen Verkaufsvertrag setzte.

www.shz.de


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