Zahlen hin und Zahlen her...
Hab längere Zeit nicht reingeschaut und festgestellt, dass
sich doch so einiges getan hat.
Zunächst noch meinen Dank an Jörg, der dieses Forum
- wie ich finde - hervorragend führte. Dem neuen
Forenmaster eine (ebenso) gute Hand.
Nun aber zum Thema:
Immer wieder entbrannte der Streit um Zahlen.
- Wer erfährt mehr Gewalt
- Wer übt mehr Gewalt aus
usw.
Kann sein, dass Frauen häufiger physische Gewalt erfahren,
kann sein, dass Frauen härter getroffen werden,
kann sein, dass Männer häufiger Gewalttaten verüben.
Sagen wir, es wäre so.
Was bringt also Männer dazu Gewalt zu verüben?
Mag sein, dass es teilweise genetisch bedingt ist, dass Männer
eine höheres Gewaltpotential haben. Im Durchschnitt dürfte es
jedenfalls so sein, dass Männer über mehr Körperkraft verfügen.
Von daher wäre zu erwarten, das entsprechend die Wirksamkeit
eines Gewaltaktes (zumindest ohne Waffen) höher sein.
Liegt die Gewaltanwendung aber vielleicht auch daran, dass Jungs zu "Indianern" erzogen werden, die mit allem alleine zurecht kommen sollen.
Erhalten Jungs vielleicht weniger Unterstützung und Zuwendung und
sehen sich (subjektiv) dadurch vielleicht eher in einer ausweglosen
Situation?
Frauen- und Mädchenförderung sollten jedenfalls bewirken, dass
Frauen in allen Lebenslagen weich (oder sagen wir "weicher") gefedert
sind. Eine Verstärkung der Konzentration auf die "Opfer"
wird die Situation - denke ich - kaum verbessern.
Die Solitarität der Gesellschaft, also auch und
insbesondere der Männer, ist auf Frauen gerichtet.
Wenn Jungs und Männer nicht die gleiche Solitarität erfahren, wird
sich - denke ich - kaum etwas daran ändern, dass "Einzelkämpfer",
die an ihre Grenzen stossen, mit allen Mitteln, also also auch
mit Gewalt nach Rettung suchen.
Die feministische Wirklichkeit ist aber wohl eine andere.
Danach haben es Jungs und Männer sowieso überall leichter und bedürfen
keiner Unterstützung. Man könnte nun fragen, wie das damit
harmoniert, dass Frauen doch in vieler Hinsicht überlegen sein sollen.
Wenn das so wäre, warum brauchen sie dann Unterstützung?
Die Erklärung ergäbe sich aber auch aus der These, dass Männer vielleicht durch die härtere (Einzelkämpfer-)Schule gehen und
deshalb "Ellbogen" entwickeln. Vielleicht trifft ja mitunter:
"Hilfe erzeugt Bedürftigkeit"... nunja.
Reine Frauen- und Mädchenförderung jedenfalls sehe ich als
Sackgasse.
Re: Zahlen hin und Zahlen her...
Als Antwort auf: Zahlen hin und Zahlen her... von XRay am 20. April 2004 19:31:09:
Hallo XRay!
Zunächst noch meinen Dank an Jörg, der dieses Forum
- wie ich finde - hervorragend führte.
Herzlichen Dank! 
Ich möchte an dieser Stelle auch einmal zugeben, daß ich mit
dieser Menge an positiven Rückmeldungen, die ich in der letzten
Zeit erfahren habe, nicht unbedingt gerechnet hätte.
Es tut gut zu wissen, "that I've done the right thing". 
Gruß, Jörg
Noch'n Lob :D
Als Antwort auf: Re: Zahlen hin und Zahlen her... von Jörg am 20. April 2004 20:48:09:
Hallo XRay!
>Zunächst noch meinen Dank an Jörg, der dieses Forum
- wie ich finde - hervorragend führte. [/i]
Herzlichen Dank!
Ich möchte an dieser Stelle auch einmal zugeben, daß ich mit
dieser Menge an positiven Rückmeldungen, die ich in der letzten
Zeit erfahren habe, nicht unbedingt gerechnet hätte.
Es tut gut zu wissen, "that I've done the right thing".
Na, dann möchte ich's doch auch noch tun. Dieses Forum hier ist das angenehmste zu Genderthemen, das ich kenne. Klar in der Aussage, aber nicht herumpöbelnd. Und das muß man auch mal sagen, woher soll der Betreffende es sonst wissen. - Daß diese Qualitäten nicht selbstverständlich sind, dürften alle wissen, die noch andere Foren besuchen ....
Gruß, Rüdiger
Re: Noch'n Lob :D
Als Antwort auf: Noch'n Lob :D von Rüdiger am 21. April 2004 13:17:02:
Hallo Rüdiger,
auch Dir vielen Dank für das Lob. 
Ich stelle gerade fest: Lob gehört zu den wenigen Dingen, von
denen man gar nicht genug bekommen kann. 
Hätte ich das nur vorher gewußt
) - aber, ach nein, drei Jahre
Forenmasterei sind wirklich genug - jedenfalls bei einer solchen
Forumsthematik.
Gruß, Jörg