Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau

Pokemon, Friday, 09.04.2004, 00:24 (vor 7974 Tagen)

Vom biologischen her gesehen ist der Mann der Esel. Das Ziel der Evolotion: Die Erhaltung der eigenen Rasse, also Fortpflanzung und Jungenaufzucht. Dabei leistet die Hauptaufgabe die Frau (jedenfalls war es bei den Urmenschen so). Sie gebärt die Kinder, ernährt sie (besonders in der ersten Zeit: ganz alleine) und zieht sie auf. Der Mann hat nur für genug Nahrung und die günstigsten Umstände zu sorgen. Ach ja, und für die Zeugung.

So steht es schon in der Bibel. Sie bekommt die Kinder und hockt im Nest, während er Essen heranschafft und um sie herumschawenzelt und versucht, ihr das Leben so erträglich wie möglich zu machen (siehe mein Beitrag"Die Strategie des Jammerns"). Und indem er für sie günstige Bedingungen schafft nützt das auch gleich den Kindern usw.

Welche Aufgabe nun schwerer und anstrengender ist darüber lässt sich streiten. Und um empörten Antworten entgegenzuwirken: So war es FRÜHER. Heute teilen sich die Eltern ja bekanntlicherweise die Aufgaben. Aber ein bisschen steckt der Urmensch wohl doch noch in uns drin.

Man schaue sich die Tiere an. Bei den meisten Säugetieren leistet die Mutter den größten Beitrag zur Aufzucht der Jungen. Der Vater ist sehr oft nur an der Zeugung beteiligt und verschwindet dann. Für den Erhalt der Art ist dann der Tod der (trächtigen) Mutter ein größeres Problem als der des Vaters.
Deshalb sind viele Wissenschaftler auch der Meinung, das weibliche Geschlecht sei eigentlich das Höherstehende. Das männliche sei nur dazu da um ihr zu dienen.

Wie auch immer, es hat sich viel verändert. Und besonders wenn man sich den arabischen Raum anschaut fängt man an zu zweifeln. Dort werden die Frauen zwar "beschützt" und ernährt und können in ihrem Nest hocken bleiben, müssen aber andererseits den Männern dienen und werden im täglichen Leben ganz offen benachteiligt (beim Essen z. B. bekommt der Mann häufig die besseren Stücke, Mädchen erben weniger als Jungen, müssen früher anfangen im Haushalt zu arbeiten und dürfen manchmal noch nicht einmal zum Arzt gehen was evolutionär dem was ich vorhin sagte aufs Krasseste widerspricht).

Das Urteil vieler Wissenschaftler: Diese religiösen Auswüchse, die ursprünglich mal zum Schutz der Frauen (Sicherheit des Hauses) entstanden haben sich nun zum Gegenteil gewandelt weil die Männer damit ihre eigene evolutive Minderwertigkeit überspielenn wollen. Doch da scheiden sich sicher die Geister.

Schwachsinn! (n/t)

Andreas, Friday, 09.04.2004, 00:27 (vor 7974 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau von Pokemon am 08. April 2004 21:24:44:

Re: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau

Sven75, Friday, 09.04.2004, 00:42 (vor 7974 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau von Pokemon am 08. April 2004 21:24:44:

Vom biologischen her gesehen ist der Mann der Esel. Das Ziel der Evolotion: Die Erhaltung der eigenen Rasse, also Fortpflanzung und Jungenaufzucht.

Das einzige vom biologischen her festzustellende ist, dass für JEDES Lebewesen zur Zeugung sowohl eine Ei- als auch eine Samenzelle vonnöten ist. Manche Lebewesen können beide Zellen generieren, manche nur eines davon. Das Einzige bezüglich des Zusammenlebens von Mann und Frau, das sich biologisch festlegen lässt ist, dass zur Fortpflanzung beide Geschlechter nötig sind. Alles andere sind gesellschaftliche und religiöse Konstrukte!

So steht es schon in der Bibel. Sie bekommt die Kinder und hockt im Nest, während er Essen heranschafft und um sie herumschawenzelt und versucht, ihr das Leben so erträglich wie möglich zu machen (siehe mein Beitrag"Die Strategie des Jammerns"). Und indem er für sie günstige Bedingungen schafft nützt das auch gleich den Kindern usw.

Die Bibel ist das größte und älteste Märchenbuch der Menschheit und stark an der jeweiligen Gesellschaft orientiert, die zum Schreibzeitpunkt der unterschiedlichen Passagen vorherrschte. Somit steht in der Bibel auch nur das, was Gesellschaft und Religion konstruiert haben.

Man schaue sich die Tiere an. Bei den meisten Säugetieren leistet die Mutter den größten Beitrag zur Aufzucht der Jungen. Der Vater ist sehr oft nur an der Zeugung beteiligt und verschwindet dann. Für den Erhalt der Art ist dann der Tod der (trächtigen) Mutter ein größeres Problem als der des Vaters.

Das ist wohl eher davon abhängig, welcher Part sich einfacher ersetzen liesse, sprich wieviel Männer und wieviele Frauen vorhanden sind.

Deshalb sind viele Wissenschaftler auch der Meinung, das weibliche Geschlecht sei eigentlich das Höherstehende. Das männliche sei nur dazu da um ihr zu dienen.

Was ausgemachter Blödsinn ist. Beide Geschlechter haben sich gemeinsam bzw. parallel entwickelt. Es gibt kein höherstehendes Geschlecht, solches Gerede ist in die gleiche Schublade zu stecken wie das Gerede von der "höherstenden Rasse". Was die Folgen des Wunsches nach Unterordnung bzw. Versklavung sind, hat die Menschheit nun ja schon oft genug erfahren.

Das Urteil vieler Wissenschaftler: Diese religiösen Auswüchse, die ursprünglich mal zum Schutz der Frauen (Sicherheit des Hauses) entstanden haben sich nun zum Gegenteil gewandelt weil die Männer damit ihre eigene evolutive Minderwertigkeit überspielenn wollen. Doch da scheiden sich sicher die Geister.

So ein Urteil ist überaus anmaßend. Denn unsere gesellschaftliche Form des Zusammenlebens, die Ehe, ist auch nur ein religiöses, gesellschaftliches und gesetzliches Konstrukt. Unsere eigene "Religion" zieht sich wie ein roter Faden durch Gesellschaft und natürlich auch die Formen des Zusammenlebens. Wer sind wir, zu meinen, über die religiösen Auswüchse anderer Kulturen zu urteilen? Unsere "Kultur" hat zahllose andere vernichtet, aber offenkundig sind wir erst zufrieden, wenn wir uns allesamt selbst vernichtet haben.

Re: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau

Martin, Friday, 09.04.2004, 01:19 (vor 7974 Tagen) @ Sven75

Als Antwort auf: Re: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau von Sven75 am 08. April 2004 21:42:38:

Das einzige vom biologischen her festzustellende ist, dass für JEDES Lebewesen zur Zeugung sowohl eine Ei- als auch eine Samenzelle vonnöten ist.

Nö. Nur bei Lebewesen mit geschlechtlicher Vermehrung. Nicht bei solchen mit vegetativer Vermehrung.

Re: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau

Leser, Friday, 09.04.2004, 01:27 (vor 7974 Tagen) @ Sven75

Als Antwort auf: Re: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau von Sven75 am 08. April 2004 21:42:38:

Das ist wohl eher davon abhängig, welcher Part sich einfacher ersetzen liesse, sprich wieviel Männer und wieviele Frauen vorhanden sind.

Und auch davon, wie die genetische Beschaffenheit der einzelnen Iduviduen aussieht. Der Tod eines Männchens mit positiven Mutationen würde für die Art um einiges schwerer wiegen als der Tod eines trächtigen Weibchens. Weiterhin ist es eher unklug von der Tierwelt direkt auf die Menschheit zu schließen. Viele Faktoren wie z.b. Intelligenz kommen hier nämlich noch stärker zum Tragen.
Beschränkt man sich bei der Bewertung von Höher- und Minderwertigem nur auf die Rolle bei der Fortpflanzung, so erhält man ein sehr verzerrtes Bild der Realität, bei der, je nach Auslegung, jeweils 1 Geschlecht schlecht dargestellt wird.

Re: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau

michail, Friday, 09.04.2004, 02:50 (vor 7974 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau von Pokemon am 08. April 2004 21:24:44:

Vom biologischen her gesehen ist der Mann der Esel. Das Ziel der Evolotion: Die Erhaltung der eigenen Rasse, also Fortpflanzung und Jungenaufzucht.

Schau da, Pokemon denkt sich die Evolution!

Weißt Du was Pokemon? Dein „evolutives“ Geschwätz lässt darauf schließen, dass hier wohl jemand mit schicken Begriffen umzugehen versucht, der so viel davon versteht, wie ein Säugling von der Quantentheorie.

Und zwar: Würde die Evolution ihren Sinn bei den Prozessen schon erfüllt haben, mit denen Du hier für Dein kleines schwaches Geschlecht kokettierst (Zeugung, Ernährung der Jungen etc.), wäre sie, die Evolution, längst zu Ende, denn das alles gab es bereits lange bevor der Mensch entstand. Da er aber da ist, der Mensch, scheint doch die Evolution mehr bringen zu wollen als fütternde Mütterlein, kopulierende Väterlein und hungrige Kindchen.

Du hast es wohl nicht so mit dem Gedanken, der Mensch könnte sich deswegen Mensch nennen können (die Tiere nennen sich ja nicht einmal Tiere), weil SEINE Evolution längst die bloße Natur mit ihren Zwängen und Kreisläufen überwunden hat und sich in mentalen Bereichen fortsetzt als die da wären: Philosophie, Literatur, Musik, die Wissenschaften und Erfindungen, kurz: die ganze mental-geistige Dimension des menschlichen Werdens („evolutiv“ genug?)

Und jetzt gehst Du bitte noch mal hin und suchst Mann und Frau in dieser Sphäre wieder. Und falls Du auf einen Esel stößt, der dumm daher quasselt, dann schau bitte etwas genauer hin, ob er nicht vielleicht eher eine Eselin ist. Was meinst Du, tut Denken sehr weh?

Michail

Was ist von Hannibal auch anderes zu erwarten? (o.T.)

Ferdi, Friday, 09.04.2004, 03:02 (vor 7974 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Schwachsinn! (n/t) von Andreas am 08. April 2004 21:27:48:

.

Wie kommst Du auf Hannibal? (n/t)

Jörg, Friday, 09.04.2004, 03:04 (vor 7974 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Was ist von Hannibal auch anderes zu erwarten? (o.T.) von Ferdi am 09. April 2004 00:02:07:

Re: Wie kommst Du auf Hannibal? (n/t)

Ferdi, Friday, 09.04.2004, 03:07 (vor 7974 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Wie kommst Du auf Hannibal? (n/t) von Jörg am 09. April 2004 00:04:17:

Hi Jörg!

"Minderwertiges Geschlecht", das ist doch Hannibals Lieblingsplatte.

Gruss,
Ferdi

Geschichten

Sven, Friday, 09.04.2004, 15:04 (vor 7973 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau von Pokemon am 08. April 2004 21:24:44:

"Man schaue sich die Tiere an. Bei den meisten Säugetieren leistet die Mutter den größten Beitrag zur Aufzucht der Jungen. Der Vater ist sehr oft nur an der Zeugung beteiligt und verschwindet dann."

Genau so ist es.
Deine Geschichten vom "dienen" und davon, das das eine oder andere
Geschlecht "höher" steht, gibt es in der Tierwelt nicht.

biologisch vollkommen falsch

Jonathan, Friday, 09.04.2004, 18:33 (vor 7973 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Der Mann- evolutiver Esel und Diener der Frau von Pokemon am 08. April 2004 21:24:44:

Hallo Pokemon!

Vom biologischen her gesehen ist der Mann der Esel. Das Ziel der Evolotion: Die Erhaltung der
eigenen Rasse, also Fortpflanzung und Jungenaufzucht. Dabei leistet die Hauptaufgabe die Frau
(jedenfalls war es bei den Urmenschen so). Sie gebärt die Kinder, ernährt sie (besonders in der
ersten Zeit: ganz alleine) und zieht sie auf. Der Mann hat nur für genug Nahrung und die
günstigsten Umstände zu sorgen.

Das stimmt nicht. Man geht in der Biologie im Allgemeinen nicht davon aus, dass die Evolution ein "Ziel" hat. Es zeichnet sie ja gerade aus, dass sie ohne tranzendente Kategorien (also etwa einen Schöpfergott) auskommt.

Man betrachtet die Sache folgendermaßen:
Die Evolution hat kein "Ziel" und keinen "Zweck". Woher sollte der auch kommen? Die Evolution läuft ganz einfach. Lebewesen reproduzieren sich und geben ihr Erbmaterial weiter. Diejenigen Lebewesen, deren Erbmaterial am glücklichsten an die jeweilige Umgebung angepasst ist, haben die besseren Chancen, sich zu reproduzieren. Man spricht dabei von einem Selektionsvorteil.

So geschieht es, dass sich bestimmte Gruppen von Lebewesen mit der Zeit in eine bestimmte biologische Nische (d.h. ein spezielles Millieu) "hineinpassen", weil von Generation zu Generation nur die Individuen sich reproduzieren können, deren Genmaterial in die Nische "passt". Dieser Vorgang ist blind und läuft ganz von alleine. Er hat schon per Definition kein "Ziel".

Die Kategorie der Arterhaltung spielt dabei keine Rolle. Es macht keinen Sinn, eine künstlich zusammengefasste Gruppe von Individuen zu betrachten, auch wenn diese Individuen gewisse Ähnlichkeiten aufweisen. Die Frage lautet: welches Individuum hat die besseren Selektionseigenschaften? Dieses Indivuduum wird sich eher reproduzieren als ein anderes, ergo setzt sich das Genmaterial dieses Individuums auch in der Folgegeneration fort.

Also gibt es auch keinen genetischen "Arterhaltungstrieb". Genetisch bedingtes Verhalten zielt ganz einfach darauf, dass eigene Genmaterial durchzubringen. Nicht, weil das ein tranzendentes Ziel der Evolution wäre, sondern einfach, weil solches Verhalten sich ganz einfach durch die Selektion der entsprechenden Umwelt durchgesetzt hat.

Es ist demnach Unsinn, vom Mann als Esel der Frau zu sprechen. Es gibt kein "Ziel" der Evolution, nach dem man die Wertigkeit von Menschen bestimmen könnte.

Zum Thema Urmensch:
Welchen Urmensch meinst du denn genau? Die Australopitecinen? Den Homo habilis? Generell ist es übrigens ziemlich schwer zu sagen, wie die Gesellschaft der Urmenschen aufgebaut war. Man hat ja keine schriftlichen Quellen.

Deshalb sind viele Wissenschaftler auch der Meinung, das weibliche Geschlecht sei eigentlich das
Höherstehende. Das männliche sei nur dazu da um ihr zu dienen.
Das Urteil vieler Wissenschaftler: Diese religiösen Auswüchse, die ursprünglich mal zum Schutz
der Frauen (Sicherheit des Hauses) entstanden haben sich nun zum Gegenteil gewandelt weil die
Männer damit ihre eigene evolutive Minderwertigkeit überspielenn wollen. Doch da scheiden sich
sicher die Geister.

Welche Wissenschaftler sind denn bitte dieser Meinung? Es wäre hilfreich, wenn du konkrete Namen nennst, dann kann man ja über die verschiedenen Ansätze diskutieren.

Übrigens ist die Frage der Wertigkeit keine biologische Frage, sondern ein Problem der Philosophie. Die Biologie hat eigentlich genug Arbeit damit, das Zusammenspiel von Genom und Verhalten erstmal etwas näher zu erforschen, man steht da nämlich gerade erst am Anfang.

Viele Grüße,
Jonathan

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