Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Frauenförderung trotz Frauenüberschuss

Ferdi, Thursday, 08.04.2004, 22:09 (vor 7974 Tagen)

Hallo zusammen!

Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises zieht - laut General-Anzeiger für Bonn und Umgebung - ein positives Fazit.

Zum Jahreswechsel 2003/2004 waren beim Rhein-Sieg-Kreis1460 Menschen beschäftigt. 559 davon sind Männer, 901 Frauen. Bei den Beförderungen betrug der Frauenanteil immerhin 55,4 %. Bei den Höhergruppierungen war der Anteil sogar 65 %. So war es heute morgen im General-Anzeiger zu lesen (leider nicht online gestellt).

Und jetzt kommt der Hammer: Trotz dieser für die Frauen hervorragenden Zahlen, die eigentlich vermuten lassen, dass die Gleichstellungsforderungen übererfüllt sind, ist ein neuer Frauenförderungsplan aufgelegt worden, der bis 2006 laufen soll (erinnert mich immer an die Fünfjahrespläne des Politbüros des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden). Er hat - laut dieser Zeitungsmeldung - zum Ziel, das Gleichstellungsgebot von Frauen und Männern zu verwirklichen. Bei gleicher Qualifikation sollen Frauen bevorzugt werden, damit ihr Anteil zunimmt.

Besser kann sich Staatsfeminismus und Frauenförderwahnsinn doch nicht entlarven und enttarnen.

Gruss,
Ferdi

Re: Frauenförderung trotz Frauenüberschuss

Collantix, Friday, 09.04.2004, 04:10 (vor 7974 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Frauenförderung trotz Frauenüberschuss von Ferdi am 08. April 2004 19:09:00:


Hallo Ferdi,
hallo zusammen,

Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises zieht - laut General-Anzeiger für Bonn und Umgebung - ein positives Fazit.
Bezieht sich sein Fazit nur auf die Frauenquote?

Zum Jahreswechsel 2003/2004 waren beim Rhein-Sieg-Kreis1460 Menschen beschäftigt. 559 davon sind Männer, 901 Frauen. Bei den Beförderungen betrug der Frauenanteil immerhin 55,4 %. Bei den Höhergruppierungen war der Anteil sogar 65 %. So war es heute morgen im General-Anzeiger zu lesen (leider nicht online gestellt).
Die Höhergruppierungen richten sich doch nach dem BAT und sind folglich nicht unter dem Aspekt einer Gelichstellungspolitik zu betrachten, oder irre ich mich?

Er hat - laut dieser Zeitungsmeldung - zum Ziel, das Gleichstellungsgebot von Frauen und Männern zu verwirklichen. Bei gleicher Qualifikation sollen Frauen bevorzugt werden, damit ihr Anteil zunimmt.
Das nennt man dan ein Paradoxon...

Besser kann sich Staatsfeminismus und Frauenförderwahnsinn doch nicht entlarven und enttarnen.
Vielleicht wäre es ehrlicher zu formulieren, er wolle nur noch Frauen einstellen...
Gruß

Collantix

http://www.stop1984.info/index.php?lang=de&text=tcpa.txt

Re: Frauenförderung trotz Frauenüberschuss

Sebastian, Friday, 09.04.2004, 10:32 (vor 7973 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Frauenförderung trotz Frauenüberschuss von Ferdi am 08. April 2004 19:09:00:

Hallo zusammen!
Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises zieht - laut General-Anzeiger für Bonn und Umgebung - ein positives Fazit.
Zum Jahreswechsel 2003/2004 waren beim Rhein-Sieg-Kreis1460 Menschen beschäftigt. 559 davon sind Männer, 901 Frauen. Bei den Beförderungen betrug der Frauenanteil immerhin 55,4 %. Bei den Höhergruppierungen war der Anteil sogar 65 %. So war es heute morgen im General-Anzeiger zu lesen (leider nicht online gestellt).
Und jetzt kommt der Hammer: Trotz dieser für die Frauen hervorragenden Zahlen, die eigentlich vermuten lassen, dass die Gleichstellungsforderungen übererfüllt sind, ist ein neuer Frauenförderungsplan aufgelegt worden, der bis 2006 laufen soll (erinnert mich immer an die Fünfjahrespläne des Politbüros des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden). Er hat - laut dieser Zeitungsmeldung - zum Ziel, das Gleichstellungsgebot von Frauen und Männern zu verwirklichen. Bei gleicher Qualifikation sollen Frauen bevorzugt werden, damit ihr Anteil zunimmt.
Besser kann sich Staatsfeminismus und Frauenförderwahnsinn doch nicht entlarven und enttarnen.
Gruss,
Ferdi

Hallo Ferdi,

ich hatte über das Quotenverfahren irgendwann mal ein paar Gesetzestexte gelesen, soweit ich weiss wird die Quote solange aufrecht erhalten bis in allen Beamtenklassen der Frauenanteil erreicht ist. Das heisst falls an der Spitze zwei Männer sind, dann werden Frauen solange bevorzugt eingestellt bis an der Spitze die Quote erreicht ist.
Ich weiss allerdings nicht mehr wo ich das gelesen und ob es auch so stimmt (frag am besten mal Google).
So oder so es ist gewaltiger Unsinn. Eingestellt werden sollten diejenigen die den Job am besten können.

Grüsse (heute sogar mit Grossschreibung ;)

Re: Frauenförderung trotz Frauenüberschuss

Hetzi, Friday, 09.04.2004, 14:28 (vor 7973 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Frauenförderung trotz Frauenüberschuss von Ferdi am 08. April 2004 19:09:00:

Hallo zusammen!
Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises zieht - laut General-Anzeiger für Bonn und Umgebung - ein positives Fazit.
Zum Jahreswechsel 2003/2004 waren beim Rhein-Sieg-Kreis1460 Menschen beschäftigt. 559 davon sind Männer, 901 Frauen. Bei den Beförderungen betrug der Frauenanteil immerhin 55,4 %. Bei den Höhergruppierungen war der Anteil sogar 65 %. So war es heute morgen im General-Anzeiger zu lesen (leider nicht online gestellt).
Und jetzt kommt der Hammer: Trotz dieser für die Frauen hervorragenden Zahlen, die eigentlich vermuten lassen, dass die Gleichstellungsforderungen übererfüllt sind, ist ein neuer Frauenförderungsplan aufgelegt worden, der bis 2006 laufen soll (erinnert mich immer an die Fünfjahrespläne des Politbüros des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden). Er hat - laut dieser Zeitungsmeldung - zum Ziel, das Gleichstellungsgebot von Frauen und Männern zu verwirklichen. Bei gleicher Qualifikation sollen Frauen bevorzugt werden, damit ihr Anteil zunimmt.
Besser kann sich Staatsfeminismus und Frauenförderwahnsinn doch nicht entlarven und enttarnen.

Diese Vorgehensweise ist klar gesetzeswiedrig. In D gilt die Quotenförderung für Frauen im öffentlichen Dienst, wenn im entsprechenden Bereich die Frauen unterrepräsentiert sind. In D heißt unterrepräsentiert, wenn dort weniger als 50% Frauen sind und Bereich ist die jeweilige Besoldungsgruppe bzw. Funktionsgruppe, also nicht die gesamte Dienststelle.

Hetzi

BGleiG

Re: Frauenförderung trotz Frauenüberschuss

Bruno, Tuesday, 13.04.2004, 02:10 (vor 7970 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Frauenförderung trotz Frauenüberschuss von Ferdi am 08. April 2004 19:09:00:

Die Landesgleichberechtigungsgesetze sind eine ganz üble Sache. Zwar gelten für Behörden mit Frauenunterbesetzung diese Regleung der bevrzugten Einsetllung von Frauen nicht, aber es muss ein Frauenförderplan aufgestellt werden, und dieser beinhaltet dann im Grundenichts anderes als diese bevorzugte Frauenbeförderung bzw. -einstellung.

In den Landesbehörden in Baden-Württemberg stieg der Frauenanteil von 1996 bis 2000 um 3.000 während der Männeranteil um 10.000 sank. In den Kommunen beträgt der Frauenanteil 60 bis 80%. Trotzdem gibt es auch dort natürlich Frauenförderung.

Das ganze Gleichberechtigungsgestz ist nichts anderes als ein gewaltiges Männerrausschmissgesetz.

Selbst in den Schulen gilt Frauenförderung und das trotz 85% Frauenanteil bei den Lehrern in den Grundschulen. Und die Politiker und Innen wundern sich dann angeblich, weshalb der Männeranteil zurück geht. Wie zynisch Politik doch sein kann.

Gruß

Bruno

Gleichberechtigung ist eine tolle Sache. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

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