Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Neuling, aber nicht ganz!

Uwe, Wednesday, 07.04.2004, 12:43 (vor 7975 Tagen)

Hallo!

Ich interessiere mich schon länger für Gleichberechtigungs-Fragen, habe auch etliche Bücher diesbezüglich zu Hause stehen, mich im Internet aber noch nicht dazu geäussert. Da ich mit offenen Augen durchs Leben gehe, ist es mir nicht verborgen geblieben, dass Männer zunehmend die A-Karte gezogen haben. In den Medien als Spiegelbild der Gesellschaft kommt dies sehr anschaulich zum Ausdruck. Der Mann als Depp, Frauen als tough, Mädchen als klug, Jungen als Tolpatsche etc.

Bisher fehlte aber eine wirklich ernst zu nehmende Gegenbewegung, die dieser systematischen Männerabwertung bzw. Frauenverherrlichung entgegentritt. Da in diese Tendenzen immer stärker wurden, lässt sich das Unbehagen kaum mehr unterdrücken, obwohl gerade Männer dazu sozialisiert wurden, alles in sich hineinzufressen und sich nicht zu beschweren.
Eine schöne Verarschung! Offenbar gibt es so etwas wie einen Maskulismus. Etwas ähnliches hörte ich vor längerer Zeit von einem Joachim Bürger, der jedoch nicht den Anschein erweckte, die Sache ernst zu nehmen. Hoffentlich wirds diemal was.

In letzter Zeit habe ich mich in den Genderforen so umgeschaut und dabei war ich erstens angenehm überrascht, dass die Problematik hier endlich mal thematisiert wird, und zweitens war auch das Niveau beachtlich hoch.
Wie gesagt, habe mich zunächst in den Archiven eingelesen. Dabei habe ich auch festgestellt, dass es nicht selten Männer sind, welche die Ziele der Männerbewegung torpedieren. Besonders ein Name ist mir dabei aufgefallen:
Hannibal! Die Texte, die unter diesem Namen verfasst wurden, strotzen nur so von Gehässigkeiten. Dieser gibt vor, ein Mann zu sein. Ich wunderte mich, denn eine ähnliche Abwertung des eigenen Geschlechts habe ich nirgendwo sonst erlebt. Da war die Rede von minderwertigen Kreaturen, von verkrüppelten Genen...Als Konsequenz wird die bedingungslose Unterwerfung unter die Frau gefordert! Natürlich kam mir der Verdacht: Ist das alles ernstgemeint? Steckt da eine reale Person dahinter? Nennt es meinetwegen Neugier, aber mich würde das schon interessieren.
Ansonsten fällt auf, dass die unterschiedlichsten Meinungen hier aufeinanderprallen, wenn es darum geht, wie vorzugehen ist.
Grundsätzlich ist dies positiv, erleichtert es dem Leser doch die Orientierung, zeigt aber auch, dass die Sache eher noch in den Kinderschuhen steckt ergo nicht klar strukturiert ist. Aber was nicht ist kann ja noch werden, zumal die gesellschaftlichen Zustände nicht gerade auf eine Entspannung hindeuten...

Uwe

Re: Neuling, aber nicht ganz!

Leser, Wednesday, 07.04.2004, 13:42 (vor 7975 Tagen) @ Uwe

Als Antwort auf: Neuling, aber nicht ganz! von Uwe am 07. April 2004 09:43:56:

Hannibal! Die Texte, die unter diesem Namen verfasst wurden, strotzen >nur so von Gehässigkeiten.[..]

Hannibal ist kein Mann. außerdem denke ich das wir wichtigeres zu tun
haben als uns über solche Hanswürste aufzuregen, gell?

Re: Neuling, aber nicht ganz!

Christian Kellner, Wednesday, 07.04.2004, 13:52 (vor 7975 Tagen) @ Uwe

Als Antwort auf: Neuling, aber nicht ganz! von Uwe am 07. April 2004 09:43:56:

Hallo!
Ich interessiere mich schon länger für Gleichberechtigungs-Fragen, habe auch etliche Bücher diesbezüglich zu Hause stehen, mich im Internet aber noch nicht dazu geäussert. Da ich mit offenen Augen durchs Leben gehe, ist es mir nicht verborgen geblieben, dass Männer zunehmend die A-Karte gezogen haben. In den Medien als Spiegelbild der Gesellschaft kommt dies sehr anschaulich zum Ausdruck. Der Mann als Depp, Frauen als tough, Mädchen als klug, Jungen als Tolpatsche etc.
Bisher fehlte aber eine wirklich ernst zu nehmende Gegenbewegung, die dieser systematischen Männerabwertung bzw. Frauenverherrlichung entgegentritt. Da in diese Tendenzen immer stärker wurden, lässt sich das Unbehagen kaum mehr unterdrücken, obwohl gerade Männer dazu sozialisiert wurden, alles in sich hineinzufressen und sich nicht zu beschweren.
Eine schöne Verarschung! Offenbar gibt es so etwas wie einen Maskulismus. Etwas ähnliches hörte ich vor längerer Zeit von einem Joachim Bürger, der jedoch nicht den Anschein erweckte, die Sache ernst zu nehmen. Hoffentlich wirds diemal was.
In letzter Zeit habe ich mich in den Genderforen so umgeschaut und dabei war ich erstens angenehm überrascht, dass die Problematik hier endlich mal thematisiert wird, und zweitens war auch das Niveau beachtlich hoch.
Wie gesagt, habe mich zunächst in den Archiven eingelesen. Dabei habe ich auch festgestellt, dass es nicht selten Männer sind, welche die Ziele der Männerbewegung torpedieren. Besonders ein Name ist mir dabei aufgefallen:
Hannibal! Die Texte, die unter diesem Namen verfasst wurden, strotzen nur so von Gehässigkeiten. Dieser gibt vor, ein Mann zu sein. Ich wunderte mich, denn eine ähnliche Abwertung des eigenen Geschlechts habe ich nirgendwo sonst erlebt. Da war die Rede von minderwertigen Kreaturen, von verkrüppelten Genen...Als Konsequenz wird die bedingungslose Unterwerfung unter die Frau gefordert! Natürlich kam mir der Verdacht: Ist das alles ernstgemeint? Steckt da eine reale Person dahinter? Nennt es meinetwegen Neugier, aber mich würde das schon interessieren.
Ansonsten fällt auf, dass die unterschiedlichsten Meinungen hier aufeinanderprallen, wenn es darum geht, wie vorzugehen ist.
Grundsätzlich ist dies positiv, erleichtert es dem Leser doch die Orientierung, zeigt aber auch, dass die Sache eher noch in den Kinderschuhen steckt ergo nicht klar strukturiert ist. Aber was nicht ist kann ja noch werden, zumal die gesellschaftlichen Zustände nicht gerade auf eine Entspannung hindeuten...
Uwe

Wahrlich, es scheinen tatsächlich immer mehr Leute aufzuwachen, um diesem Schwachsinn die Stirn zu bieten. Irgendwann ist das Maß voll!
Deine Neugier kann ich auch stillen: Diese Person gibt es wirkich und ich kenne auch ihren Namen *g* Wenn Du mehr wissen willst sende mir doch eine mail: Oberkellner@hotmail.com
Zufälligerweise verfasse ich gerade ein Dossier (Teil 1) über die bundesdeutsche Femiforenszene, der Elefantentreiber nimmt dabei eine gewichtige Stellung ein. Insgesamt erstreckt sich der Bericht über 26 Seiten. Es wird darin auch der z.T. abenteuerliche Weg beschrieben, wie dieser Hannibal letztendich enttarnt werden konnte. Dafür waren aber hunderte Stunden Recherchearbeit notwendig. Der Bericht sollt in etwa 1 Monat fertig sein. Hanni ist zwar recherchiert, andere aber nur zum Teil, daher die Verzögerung. Teil 2 ist für das zweite Halbjahr vorgesehen.

Bis dann,
Christian Kellner

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