Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Neues im Kino

Odin, Monday, 05.04.2004, 21:14 (vor 7977 Tagen)

Ich sehe mir gerne mal Kinderfilme im Kino an, um zu sehen, wie so die neueste Entwicklung ist, was "man" in diesen Filmen über die Männer- und Väterwelt an unsere Kinder weitergibt.

Das sind oft Kleinigkeiten, die in den Köpfen unserer Kinder aber einen Eindruck hinterlassen oder Gefühle aufrühren.
Ob das nun der Hai in "Findet Nemo" ist, der plötzlich mit den Worten "Ich hatte nie einen Vater" in Tränen ausbricht,
oder, wie in "Bärenbrüder" der kleinen Bär, der seine Mutter sucht und schließlich am Laichplatz seinen Vater findet und dort quasi in die Männerwelt eingeführt wird.

Neu im Kino ist jetzt "Peter Pan". Das Schlechte vorweg: Aussagen wie "Mädchen sind 20mal besser als Jungen" oder "Es gibt nur verlorene Jungen, weil Mädchen zu klug sind, um aus dem Kinderwagen zu fallen" sind heftig und zeigen verzweifelte Bemühungen, einen "Jungenfilm" in unserer heutigen Zeit "entschuldigen" zu müssen. Tragbar sind sie nur, weil die Aussagen von Peter Pan selbst kommen und ein ersichtlicher Versuch sind, dem Mädchen Komplimente zu machen. Aber kriegen unsere Jungs im Kino sowas mit?
Zum Glück sind das die einzigen "Kröten". Sehr gut gefiel mir die Aussage der Mutter, die ihren Kindern erklärt, welch ein "Held" ihr Vater ist, der doch jeden Tag zur Arbeit geht und wegen seiner Familie auf vieles verzichten mußte.

Alles in allem kann Peter Pan als Identifikationsobjekt für unsere Jungen herhalten. Die Botschaft jedoch ist schwer verständlich. Soll wohl lauten: Auch Jungs dürfen Gefühle haben, speziell ist wohl Liebe gemeint, denn andere Gefühle schienen mir auch Peter Pan nicht unbekannt.

Am Rande: Etwas mehr Effekte hätten dem Film gut getan, aber einige Bilder sind sehr schön. Absolut störend ist die blöde Stimme aus dem off

mann oh Mann

Basil, Monday, 05.04.2004, 22:40 (vor 7977 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Neues im Kino von Odin am 05. April 2004 18:14:50:

Schön beobachtet, gefällt mir gut die Film-"Kritik" des Peter Pan. Werde mich nicht zurückhalten können einen Augenschein zu nehmen davon und schliesslich ist die Tochter mit bald zehn Jahren wohl im passenden Alter.

Wie Kinder in ihre Geschlechterrolle hineinwachsen ist besonders interessant. Ohne Einfluss der Eltern spielen beispielsweise Jungen eher mit Autos und Girls durchleben meistens das Prinzessinnen-Sein. Also ich fahre kein Auto und meine Frau ist kein Prinzessin ;-))

Mich beschäftigt jedoch im Frühling eher die Tatsache ein Mann mit funktionierenden Organen und intakter Libido bin. Manch weibliches Wesen mit Ausstrahlung vermag mich in den Bann zu ziehen und einem Tag wie heute werde ich dauernd von Sehnsüchten geplagt. Die Blicke verraten mir Gegenliebe, doch der Anstand und die Kinder im Schlepptau heissen mich Zurückhaltung. Meine Ehe ist bloss noch zweckgebunden und mich beisst der Drang nach Zärtlichkeit. Hm, eine Freundin hab ich auch ab und an, doch irgendwie fehlt da jeweils die Möglichkeit zur tiefen Liebe, sprich Zeit und Raum lassen es nicht zu. Bin nicht allein mit Wünschen und Such(t)-momenten, damit umzugehen gelingt mit der Gewohnheit auch und doch lässt das Thema keine Ruhe...

Ich sehe mir gerne mal Kinderfilme im Kino an, um zu sehen, wie so die neueste Entwicklung ist, was "man" in diesen Filmen über die Männer- und Väterwelt an unsere Kinder weitergibt.
Das sind oft Kleinigkeiten, die in den Köpfen unserer Kinder aber einen Eindruck hinterlassen oder Gefühle aufrühren.
Ob das nun der Hai in "Findet Nemo" ist, der plötzlich mit den Worten "Ich hatte nie einen Vater" in Tränen ausbricht,
oder, wie in "Bärenbrüder" der kleinen Bär, der seine Mutter sucht und schließlich am Laichplatz seinen Vater findet und dort quasi in die Männerwelt eingeführt wird.
Neu im Kino ist jetzt "Peter Pan". Das Schlechte vorweg: Aussagen wie "Mädchen sind 20mal besser als Jungen" oder "Es gibt nur verlorene Jungen, weil Mädchen zu klug sind, um aus dem Kinderwagen zu fallen" sind heftig und zeigen verzweifelte Bemühungen, einen "Jungenfilm" in unserer heutigen Zeit "entschuldigen" zu müssen. Tragbar sind sie nur, weil die Aussagen von Peter Pan selbst kommen und ein ersichtlicher Versuch sind, dem Mädchen Komplimente zu machen. Aber kriegen unsere Jungs im Kino sowas mit?
Zum Glück sind das die einzigen "Kröten". Sehr gut gefiel mir die Aussage der Mutter, die ihren Kindern erklärt, welch ein "Held" ihr Vater ist, der doch jeden Tag zur Arbeit geht und wegen seiner Familie auf vieles verzichten mußte.
Alles in allem kann Peter Pan als Identifikationsobjekt für unsere Jungen herhalten. Die Botschaft jedoch ist schwer verständlich. Soll wohl lauten: Auch Jungs dürfen Gefühle haben, speziell ist wohl Liebe gemeint, denn andere Gefühle schienen mir auch Peter Pan nicht unbekannt.
Am Rande: Etwas mehr Effekte hätten dem Film gut getan, aber einige Bilder sind sehr schön. Absolut störend ist die blöde Stimme aus dem off

Re: Neues im Kino

Bruno, Wednesday, 07.04.2004, 14:51 (vor 7975 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Neues im Kino von Odin am 05. April 2004 18:14:50:

Peter Pan als Mädchenversteher? – das ist das Ende

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

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