Häusliche Gewalt
Sebastian, Monday, 05.04.2004, 14:19 (vor 7977 Tagen)
Hallo,
mal wieder ein Artikel (bzw. ein ganzes Dossier) über häusliche Gewalt.
Bemerkenswert finde ich vor allem den nachfolgenden Ausschnitt.
--- Auschnitt (http://www.zeit.de/2004/15/H_8ausliche_Gewalt ) ---
Ist Gewalt männlich? Nein, sagt die Professorin Barbara Kavemann, die an der Universität Osnabrück im Auftrag des Bundesfamilienministeriums zehn Interventionsprojekte gegen häusliche Gewalt in ganz Deutschland wissenschaftlich untersucht. Wenn alle Formen und alle Stufen von Gewalt einbezogen werden körperliche ebenso wie psychische Gewalt , dann gleicht sich das Bild an. Aber Männer rufen selten die Polizei, wenn sie von einer Partnerin geschlagen wurden. Es passt nicht zu ihrem Selbstbild. Manche Kriminologen wie der Mainzer Michael Bock beklagen, dass in der Öffentlichkeit nur von Männergewalt die Rede sei, und verweisen auf wissenschaftliche Untersuchungen in den USA, die beiden Geschlechtern eine ähnlich hohe Gewaltbereitschaft attestieren. Weil sie körperlich überlegen sind, empfinden Männer die Schläge einer Frau meist nicht als so bedrohlich.
Re: Häusliche Gewalt
Bruno, Monday, 05.04.2004, 15:17 (vor 7977 Tagen) @ Sebastian
Als Antwort auf: Häusliche Gewalt von Sebastian am 05. April 2004 11:19:58:
Intressanter Beitrag auch hier:http://www.lpb.bwue.de/aktuell/bis/1_03/gewalt.htm
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: Häusliche Gewalt
MeckMax, Tuesday, 06.04.2004, 01:40 (vor 7977 Tagen) @ Sebastian
Als Antwort auf: Häusliche Gewalt von Sebastian am 05. April 2004 11:19:58:
Hallo,
mal wieder ein Artikel (bzw. ein ganzes Dossier) über häusliche Gewalt.
Bemerkenswert finde ich vor allem den nachfolgenden Ausschnitt.
--- Auschnitt (http://www.zeit.de/2004/15/H_8ausliche_Gewalt ) ---
Ist Gewalt männlich? Nein, sagt die Professorin Barbara Kavemann, die an der Universität Osnabrück im Auftrag des Bundesfamilienministeriums zehn Interventionsprojekte gegen häusliche Gewalt in ganz Deutschland wissenschaftlich untersucht. Wenn alle Formen und alle Stufen von Gewalt einbezogen werden körperliche ebenso wie psychische Gewalt , dann gleicht sich das Bild an. Aber Männer rufen selten die Polizei, wenn sie von einer Partnerin geschlagen wurden. Es passt nicht zu ihrem Selbstbild. Manche Kriminologen wie der Mainzer Michael Bock beklagen, dass in der Öffentlichkeit nur von Männergewalt die Rede sei, und verweisen auf wissenschaftliche Untersuchungen in den USA, die beiden Geschlechtern eine ähnlich hohe Gewaltbereitschaft attestieren. Weil sie körperlich überlegen sind, empfinden Männer die Schläge einer Frau meist nicht als so bedrohlich.
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Womit wieder einmal mehr bewiesen ist, wie sehr das gelobte
Gewaltschutzgesetz an der Wirklichkeit vorbei gepresst wurde.
Hauptsache Frau und Kind sind gesund.....und unsere Polis behalten ihren
Humor, vor allem die männlichen, trotz, oder grade wegen dem femiwahn....
Man(n) lese und staune, wie Demokratie sich nach Gut(Grün)menschenart definiert.
Denn solche Flickschusterei hat dort ihren Ursprung...
Gruß back
MeckMax
Re: Häusliche Gewalt
Joseph S, Tuesday, 06.04.2004, 02:41 (vor 7976 Tagen) @ Sebastian
Als Antwort auf: Häusliche Gewalt von Sebastian am 05. April 2004 11:19:58:
Hallo,
ich finde noch zwei weitere Punkte bemerkenswert.
Nicht selten beginnt die Schilderung einer Gewalterfahrungsgeschichte damit, daß die Frau sich
in den Täter verliebt. Auch hier weist sie zuerst ihr Glück in Form des lieben und deswegen
langweiligen Manns zurrück. Was macht die Gewalttäter für Frauen so attraktiv ?
Das zweite ist der Hinweis daß sich die Täter, die das Männergewalttraining mitmachen sich
in einer Notwehrlage und unterlegen fühlen, wenn sie Gewalt anwenden. Ich glaube, daß diese
im Artikel als kurrios abgetane Bemerkung oft die Situation gut trifft, auch wenn es nicht auf
alle Gewalttäter zutreffen wird, weil die anderen nicht die Motivation haben, dort lernen zu
wollen, wie sie ohne Gewalt aus dieser Situation herauskommen. Auch hier wird das Opfer als
"biestig" durchsetzungsstark und in der Lage, den Täter mit Worten in die Ecke zu drängen
geschildert. Sie Frau war also wahrscheinlich nicht einfach nur ein unschuldiges Opfer. Es ist
nicht auszuschließen, daß der Täter die meisten seiner Gewaltaktionen in einer Art Notwehr,
jedoch mit völlig inakzeptablen Mitteln, verübte. Wenn Frauen derartigen Psychostress auf
Männer ausüben interessiert das kein Mensch, und kein Mann kann in so einer Situation mit
Hilfe rechnen. Nicht umsonst empfiehlt die Männergewalttrainingsgruppe hier nur davonlaufen.
Das ist die einzige Möglichkeit neben den beiden inakzeptablen Möglichkeiten, der
beingungslosen demütigenden Duldung oder Gewaltanwendung.
Warum spielen Frauen so gerne mit dem Feuer, und lamentieren hinterher, wenn sie sich daran
verbrannt haben ?
Die hier geschilderte Situation trifft gewis nicht jede Gewaltaktion gegen Frauen, aber sie
trifft oft genug zu, daß es Sinn macht über sie nachzudenken.
Gruß
Joseph
Re: Häusliche Gewalt
Sebastian, Tuesday, 06.04.2004, 02:58 (vor 7976 Tagen) @ Joseph S
Als Antwort auf: Re: Häusliche Gewalt von Joseph S am 05. April 2004 23:41:06:
Hallo,
ich finde noch zwei weitere Punkte bemerkenswert.
Nicht selten beginnt die Schilderung einer Gewalterfahrungsgeschichte damit, daß die Frau sich
in den Täter verliebt. Auch hier weist sie zuerst ihr Glück in Form des lieben und deswegen
langweiligen Manns zurrück. Was macht die Gewalttäter für Frauen so attraktiv ?
Das zweite ist der Hinweis daß sich die Täter, die das Männergewalttraining mitmachen sich
in einer Notwehrlage und unterlegen fühlen, wenn sie Gewalt anwenden. Ich glaube, daß diese
im Artikel als kurrios abgetane Bemerkung oft die Situation gut trifft, auch wenn es nicht auf
alle Gewalttäter zutreffen wird, weil die anderen nicht die Motivation haben, dort lernen zu
wollen, wie sie ohne Gewalt aus dieser Situation herauskommen. Auch hier wird das Opfer als
"biestig" durchsetzungsstark und in der Lage, den Täter mit Worten in die Ecke zu drängen
geschildert. Sie Frau war also wahrscheinlich nicht einfach nur ein unschuldiges Opfer. Es ist
nicht auszuschließen, daß der Täter die meisten seiner Gewaltaktionen in einer Art Notwehr,
jedoch mit völlig inakzeptablen Mitteln, verübte. Wenn Frauen derartigen Psychostress auf
Männer ausüben interessiert das kein Mensch, und kein Mann kann in so einer Situation mit
Hilfe rechnen. Nicht umsonst empfiehlt die Männergewalttrainingsgruppe hier nur davonlaufen.
Das ist die einzige Möglichkeit neben den beiden inakzeptablen Möglichkeiten, der
beingungslosen demütigenden Duldung oder Gewaltanwendung.
Warum spielen Frauen so gerne mit dem Feuer, und lamentieren hinterher, wenn sie sich daran
verbrannt haben ?
ich denke das hängt davon ab was die menschen suchen. ich denke was der mensch nun genau sucht wird in der kindheit geprägt und diesem ideal rennt man dann eben hinterher.
es ist also kein weibliches problem, sondern eher ein menschliches. für mich ist das auch der grund warum sich männer oftmals frauen suchen die sie gnadenlos abzocken und noch dazu sind es meistens immer diesselben männer / frauen.
was das schlagen als notwehr angeht so würde ich sagen trifft das auch durchaus zu. die meisten menschen reagieren so wenn sie mit worten nicht weiterkommen, etwas ähnliches kann man auch in foren (auch hier ;) beobachten. sobald der streit mit normalen postings nicht zu gewinnen ist, werden die streitenden zunehmend aggressiver und polemischer.
für wichtig erachte ich es zu akzeptieren das alle möglichkeiten zu handeln einen weg darstellen und danach zu fragen welcher weg vorteilhaft für die handelnde person ist.
Die hier geschilderte Situation trifft gewis nicht jede Gewaltaktion gegen Frauen, aber sie
trifft oft genug zu, daß es Sinn macht über sie nachzudenken.
Gruß
Joseph
grüsse
sebastian
Re: Häusliche Gewalt
Emmalein, Tuesday, 06.04.2004, 11:17 (vor 7976 Tagen) @ Sebastian
Als Antwort auf: Häusliche Gewalt von Sebastian am 05. April 2004 11:19:58:
Hi, Sebastian,
dieses Dossier hat nicht wissenschaftlich sauber gearbeitet.
Lies Dir mal die Zusammenfassung der Studie im Original durch, ich schreibe Dir gleich mal den Link. Der Text von Kavemann hat ganz andere Aussagen.
Sorry, Junge, sauber arbeiten will gelernt sein.. Na ja, vielleicht hast Du ja noch ein paar Semester, um das zu lernen...
Es grüsst wissenschaftlich
das Emmalein
Re: Häusliche Gewalt
Emmalein, Tuesday, 06.04.2004, 11:22 (vor 7976 Tagen) @ Emmalein
Als Antwort auf: Re: Häusliche Gewalt von Emmalein am 06. April 2004 08:17:11:
Jetzt als Ergänzung zum Selberlesen:
Die Studie von Kavemann:http://www.wibig.uni-osnabrueck.de/download/Gewalt%20Frauen.doc
Schau sie Dir mal an, Dir wird so einiges auffallen...
Es grüsst freundlich
das Emmalein
Re: Häusliche Gewalt
Sebastian, Tuesday, 06.04.2004, 13:22 (vor 7976 Tagen) @ Emmalein
Als Antwort auf: Re: Häusliche Gewalt von Emmalein am 06. April 2004 08:22:33:
Jetzt als Ergänzung zum Selberlesen:
Die Studie von Kavemann:http://www.wibig.uni-osnabrueck.de/download/Gewalt%20Frauen.doc
Schau sie Dir mal an, Dir wird so einiges auffallen...
Es grüsst freundlich
das Emmalein
zunächst einmal, ich habe nicht behauptet wissenschaftlich zu arbeiten, ich habe lediglich auf ein dossier verlinkt. weiterhin ist das einzige was ich als wissenschaft bezeichnen mag reine mathematik und nur das (ja nichtmal physik ist für mich eine "richtige" wissenschaft), von daher kann kein sozialer bereich überhaupt wissenschaftlich arbeiten.
dies ist aber nur <strong>mein standpunkt</strong> der von den wenigsten menschen geteilt wird.
kommen wir aber auf deinen link:
zunächst erscheint mir folgendes seltsam:
"17,6% der Frauen waren vergewaltigt worden oder hatten Vergewaltigungsversuche erlebt, 54% waren dabei
unter 18 und 21,6% unter 12 Jahre alt. 3% der Männer waren vergewaltigt worden. Auch Stalking ist verbreiteter als gedacht. 8,1% der Frauen und 2,2% der Männer erlebten diese Art der Verfolgung."
laut pks gibt es in deutschland (http://www.bka.de/pks/pks2002/p_3_02.pdf)
etwa 8600 erfasste fälle (2002). das sind etwa 0,01 % der bevölkerung bzw. 0,02 % der weiblichen bevölkerung. es gibt sicherlich eine dunkelziffer aber die muss mehr als nur astronomisch sein um mit dann darauf zu kommen das 17,6 % der frauen im leben vergewaltigt werden bzw. einen versuchen erleiden. die frage ist hier auch was genau soll ein versuch sein? und genau hier missfällt mir dein dokument, es greift andere dinge zu recht oder unrecht an ist bei den eigenen methoden aber kritiklos.
im übrigen ist der widerspruch auch nur scheinbar vorhanden, denn:
"2.2.1.Was misst die CTS und was misst sie nicht?
Die CTS erfasst nur Gewalt in einer aktuellen Partnerschaft. Damit lässt sie Gewalt gegen Ex-Partner/innen und Mord an Partner/innen unberücksichtigt."
steht nicht im widerspruch zu:
"Wenn alle Formen und alle Stufen von Gewalt einbezogen werden körperliche ebenso wie psychische Gewalt , dann gleicht sich das Bild an."
und
"Weil sie körperlich überlegen sind, empfinden Männer die Schläge einer Frau meist nicht als so bedrohlich."
letzteres steht dabei dann dock stark im widerspruch dazu das die auswirkung der gewalt zu gewichten sei, da dies dann wohl doch klar zum vorteil der frauen geht. und ersteres zeigt das der physische bereich auch am besten zugunsten der frauen weggelassen werden soll.
also im grossen und ganzen ist mir das egal, da ich kein gewaltexperte bin und niemals einer sein werde, geschweige denn einer sein will. von daher hoffe ich das dir nun klar ist:
1. als wissenschaftlich betrachte ich nur reine mathematik
2. daraus folgt weder du noch irgendwelche statistiken sind für mich wissenschaftlich
3. ich will lediglich auf ein dossier hinweisen was in meinen augen eine erfreuliche entwicklung wiederspiegelt
4. ich habe weder die zeit, noch die lust ein gewaltexperte zu werden
so das soll es gewesen sein. im übrigen muss ich nebenbei auch noch arbeiten und lustige diagramme machen.
grüsse
off-topic (sorry): Wissenschaft
Arne Hoffmann, Tuesday, 06.04.2004, 15:08 (vor 7976 Tagen) @ Sebastian
Als Antwort auf: Re: Häusliche Gewalt von Sebastian am 06. April 2004 10:22:23:
weiterhin ist das einzige was ich als wissenschaft bezeichnen mag reine mathematik und nur das (ja nichtmal physik ist für mich eine "richtige" wissenschaft), von daher kann kein sozialer bereich überhaupt wissenschaftlich arbeiten.
Das interessiert mich jetzt: Warum ist nicht mal Physik für dich eine Wissenschaft? Die machen da doch jederzeit nachprüfbare Experimente?
Herzlicher Gruß
Arne
Re: off-topic (sorry): Wissenschaft
Sebastian, Tuesday, 06.04.2004, 15:32 (vor 7976 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: off-topic (sorry): Wissenschaft von Arne Hoffmann am 06. April 2004 12:08:23:
weiterhin ist das einzige was ich als wissenschaft bezeichnen mag reine mathematik und nur das (ja nichtmal physik ist für mich eine "richtige" wissenschaft), von daher kann kein sozialer bereich überhaupt wissenschaftlich arbeiten.
Das interessiert mich jetzt: Warum ist nicht mal Physik für dich eine Wissenschaft? Die machen da doch jederzeit nachprüfbare Experimente?
weil man nicht beweisen kann das die experimente jederzeit nachprüfbar sind und nur dann wäre wirklich gezeigt das die aussagen allgemeingültig sind. ansonsten kann man höchstens behaupten das die aussage mit hoher wahrscheinlichkeit zutrifft.
die physikalischen modelle sind dabei als modell betracht allgemeingültig (sind ja letztlich nur regelwerke die auf mathematik aufbauen), aber das heisst eben nicht das ihre aussagen immer so beobachtet werden können (der unterschied zwischen dem was das regelwerk als ergebnis liefert und die beobachtung am ende zeigt).
grob gesagt, ein modell das heute gilt muss morgen nicht mehr gelten.
ein mathematischer satz gilt und galt schon immer.
physik beschreibt. mathematik erschafft.
Herzlicher Gruß
Arne
grüsse
sebastian
Re: Häusliche Gewalt
Emmalein, Tuesday, 06.04.2004, 15:20 (vor 7976 Tagen) @ Sebastian
Als Antwort auf: Re: Häusliche Gewalt von Sebastian am 06. April 2004 10:22:23:
Interessant...
Nur Mathematik ist wissenschaftlich... Und warum heisst es dann Geistes-Wissenschaft, Natur-Wissenschaft, Sport-Wissenschaft etc.?
Warum gibt es für alle Wissenschaften Mindeststandards für wissenschaftliches Arbeiten?
Und warum ist eine Studie, die vorher gelobt wird, wenn sie etwas anderes aussagt, als Dir genehm ist, plötzlich nichts mehr wert?
Es grüsst grinsend
das Emmalein
Re: Häusliche Gewalt
Sebastian, Tuesday, 06.04.2004, 15:27 (vor 7976 Tagen) @ Emmalein
Als Antwort auf: Re: Häusliche Gewalt von Emmalein am 06. April 2004 12:20:47:
Interessant...
Nur Mathematik ist wissenschaftlich... Und warum heisst es dann Geistes-Wissenschaft, Natur-Wissenschaft, Sport-Wissenschaft etc.?
Warum gibt es für alle Wissenschaften Mindeststandards für wissenschaftliches Arbeiten?
ich kann nichts dafür das andere meine definition nicht teilen. wenn ich meinen tisch nun stuhl nenne, dann frage ich dich warum dein stuhl nun eigentlich ein tisch ist? von daher dämliche frage.
Und warum ist eine Studie, die vorher gelobt wird, wenn sie etwas anderes aussagt, als Dir genehm ist, plötzlich nichts mehr wert?
ich sagte nicht das unwissenschaftliche dinge nichts wert sind, das behauptest du. ich sagte " grossen und ganzen ist mir das egal" und damit ist mir nicht egal das dieses dosssier erfreulich ist.
Es grüsst grinsend
das Emmalein