Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Der erste österreichische Männergesundheitsbericht

Der schöne Prinz, Friday, 02.04.2004, 23:47 (vor 7980 Tagen)

Aus dem ORF-Videotext:

<<<
Männer sterben früher

Ein dreifaches Risiko an einer Leberzirrhose zu sterben, häufigere Erkrankungen an Lungenkarzinom - zwei Gründe, warum Männer früher sterben als Frauen, zitiert aus dem ersten österreichischen Männergesundheitsbericht, erstellt im Auftrag des Sozialministeriums.

Genau 5,7 Jahre sind es in der Statistik, die Männer früher sterben - vor allem, weil sie mehr Alkohol trinken und mehr rauchen. Auch wenn zuletzt das Gesundheitsbewusstsein etwas gestiegen ist: Männer gehen seltener zum Arzt als Frauen, dann auch sehr spät, und außerdem dauert das Gespräch mit dem Arzt meist auch nur sehr kurz.

Wird Zeit, dass das Bewusstsein der Männer dahingehend verändert wird, sich und anderen Schwächen aller Art ohne Scham eingestehen zu können! Und parallel dazu wird es auch Zeit, dass Frauen lernen, auch Männer mit Schwächen zu lieben; sonst funktioniert diese erwünschte Männer-Veränderung nämlich nicht!

Aber beim Nachdenken wird mir, leider, klar: Solange die Aufgabe des Geldverdienens hauptsächlich beim Mann bleibt, wird sich wenig ändern. Denn erstens wird der Stress dadurch stärker auf der Seite des Mannes liegen und somit auch der Stress reduzierende Alkohol- und Nikotinkonsum. Und zweitens wird sich der Haupt-Geldverdiener einer Familie nur im Notfall zum Arzt trauen, wenn ansonsten sein Arbeitsplatz und seine Karriere gefährdet würden.

Sieht so aus, als wäre das Problem sehr tief und sogar System-immanent. :-(

Grüße vom
schönen Prinz

Re: Der erste österreichische Männergesundheitsbericht

ChrisTine, Saturday, 03.04.2004, 14:32 (vor 7979 Tagen) @ Der schöne Prinz

Als Antwort auf: Der erste österreichische Männergesundheitsbericht von Der schöne Prinz am 02. April 2004 20:47:04:

Wird Zeit, dass das Bewusstsein der Männer dahingehend verändert wird, sich und anderen Schwächen aller Art ohne Scham eingestehen zu können! Und parallel dazu wird es auch Zeit, dass Frauen lernen, auch Männer mit Schwächen zu lieben; sonst funktioniert diese erwünschte Männer-Veränderung nämlich nicht!

Ich denke, daß Zauberwort heißt Respekt vor dem Partner.
Im übrigen war das auch in einem diese Woche ausgestrahlten Interview mit Peter Ustinov zu sehen. Er meinte sinngemäß: Respekt wäre wichtiger als Liebe. Die Liebe könne gehen, aber Respekt sollte immer da sein.

Christine

Re: Der erste österreichische Männergesundheitsbericht

Bruno, Monday, 05.04.2004, 15:49 (vor 7977 Tagen) @ Der schöne Prinz

Als Antwort auf: Der erste österreichische Männergesundheitsbericht von Der schöne Prinz am 02. April 2004 20:47:04:

So hab ich mir das gedacht. Natürlich sind die Männer wieder alleine Schuld, dass sie früher sterben, weil sie zuviel rauchen und trinken. Da kann man halt nichts machen. Pech.

Tatsache ist, dass es Herz- und Kreislauferkrankungen sind, die Todesursache Nummer 1 bei Männern darstellen. Und bei den Krebserkrankungen sind es neben Lungenkarzinom auch Darm- und Prostatakrebs, die die Hauptkrebsmortalität der Männer sind.

Dieses alleinige Abschieben auf Rauchen und Trinken ist zu billig und ich denke, dass die Gesundheitspolitik sich das etwas zu einfach macht.

Gruß

Bruno

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Re: Fragen über Fragen...

Joachim, Monday, 05.04.2004, 23:50 (vor 7976 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Der erste österreichische Männergesundheitsbericht von Bruno am 05. April 2004 12:49:26:

wenn frauen angeblich gesünder leben als wie männer, warum gibt es dann unzählige gesundheitseinrichtungen nur für frauen, wenn frauen doch gesünder leben dann bräuchten sie doch solche einrichtungen nicht, oder doch weil ungesünder leben? dreiviertel aller steuern- und sozialabgaben erarbeiten die männer, aber für ihre gesundheit wird am wenigsten geld ausgegeben und die nutznieser sind überwiegend die frauen, unzählige gesundheitseinrichtungen nur für frauen sind der beste beweis. die männer erarbeiten ihren eigenen untergang zum vorteil für frauen!

meint joachim

Re: Fragen über Fragen...

Bruno, Wednesday, 07.04.2004, 14:49 (vor 7975 Tagen) @ Joachim

Als Antwort auf: Re: Fragen über Fragen... von Joachim am 05. April 2004 20:50:30:

Folgende Zahlen sind mehr als überdeutlich (in Deutschland):

Differenz Lebenserwartung Frauen – Männer: 6,5 Jahre

19 Frauengesundheitszentren – 0 Männergesundheitszentren (Österreich hat eines!)

12 Brustkrebszentren – 0 Proststakrebszentren

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

powered by my little forum