Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Und es bewegt sich doch!

Norbert, Friday, 02.04.2004, 13:28 (vor 7980 Tagen) @ Texaco

Als Antwort auf: Und es bewegt sich doch! von Texaco am 02. April 2004 09:31:40:

sogar in Deutschland, wenn auch extrem langsam:

Um es Leuten wie Emmalein ins Tagebuch zu schreiben:
zum Thema, er hat doch sein Recht bekommen
Es hat 5 bzw. 10 Jahre dazu gebraucht.
Da ist jede Kindheit einfach schon Vergangenheit.
Alle Verfahren beim EUGH haben fast zwangsläufig ähnlich hohe Dauern, da zuerst der ganze Instanzenweg durchlaufen werden muß.

Orginal bei pappa.com zu finden


Der türkische Vater Görgülü kämpft seit 1999 darum, seinen nichtehelichen Sohn Christofer, geb. August 1999 in Leipzig und von seiner Mutter bei Geburt zur Adoption freigegeben, erziehen zu dürfen.

Das Kind ist heute somit 5 Jahre alt.

Orginal bei pappa.com zu finden


10 Jahre Ringen um Umgangsrecht positiv beendet !

Nahezu zehn Jahre hat sich der amerikanische Vater Glenn Gebhard um den Umgang mit seinen beiden Kindern vor deutschen Gerichten ohne Erfolg bemüht. Die Mutter wollte den Umgang nie ermöglichen und widersetzte sich jedem Umgangsbeschluss. Nun hat das OLG Frankfurt aktuell (und endlich) mit einem Herausgabebeschluss entschieden: Die Kinder werden von der Mutter getrennt, der Umgang mit dem Vater wird ermöglicht - ohne dass die Mutter ihren Einfluss weiter geltend machen kann.
Wir freuen uns mit dem Vater und erhoffen mehr Zivilcourage auch anderer deutscher Familiengerichte!

Die Vorgeschichte:
# Februar 2003: AG Frankfurt entzieht der Mutter das Sorgerecht wegen fortgesetzter Vereitelung des Umgangs (Beschluss vom 18.2.03)
# September 2002: OLG Frankfurt legt Umgangsrecht des Vaters fest, entzieht der Mutter den Teil der elterlichen Sorge für die Kinder, soweit es um die Durchführung des festgelegten Umgangs mit dem Vater geht und kündigt bei fortgesetzter Umgangsverweigerung Zwangshaft und den gesamten Sorgerechtsentzug an (Beschluss vom 3.9.02)
# DER SPIEGEL 23/2000 vom 5. Juni 2000 "Jede Art von Druck ist wichtig"
Bill Clinton wollte bei seinem Berlin-Besuch Kanzler Schröder auf Ungerechtigkeiten hinweisen, die amerikanischen Vätern und Müttern vor deutschen Gerichten widerfahren - zum Beispiel Glenn Gebhard, der seine Zwillinge seit 1994 nicht mehr sehen durfte. Interview mit dem Vater

Die Langmut mit dieser Frau ist wirklich unbeschreiblich.
Und dass es es als Erfolg gewertet werden muss, dass schon nach 10 Jahren ein solcher Entschluß möglich war, zeigt die Mängel unserer Rechtssprechung in aller Offenheit.

Gruß
Norbert


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