@Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Hallo Emmalein,
ich weiß nicht was ein Maskulist ist. Ich weiß nur, dass frau mich einen nennt seit ich mein legitimes und momentan glaube ich sogar noch legales - Recht in Anspruch nehme und auf die Benachteiligungen männlicher Mitbürger hinweise. Aber nun zu deiner Aussage zur Gesundheitsvorsorge:
In der Gesundheitsvorsorge werden meines Erachtens Männer nicht besonders benachteiligt.
...Ich gehe davon aus, dass du in diesem Thema nicht ausreichende Kenntnisse besitzt, was kein Vorwurf sein soll, denn das Thema ist wirklich groß und wer sich nicht speziell dafür interessiert kann die Feinheiten nicht kennen. In der Öffentlichkeit wird auf männliche Benachteiligungsfelder ohnehin fast nie hingewiesen. Deshalb ein kurzer Umriss:
Egal ob Sucht, Unfall, Selbstmord, Gewalt, Krebserkrankungen, Behinderungen usw. fast überall stellen männliche Mitbürger die Mehrheit in den Todesstatistiken. In Deutschland ist die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer 6,5 Jahre kürzer als die der Frauen.
Trotzdem gibt es 19 Frauengesundheitszentren aber 0 Männergesundheitszentren.
Trotzdem gibt es 12 Brustkrebszentren aber 0 Prostatakrebszentren
Trotzdem gibt es einen Frauengesundheitsbericht aber keinen Männergesundheitsbericht.
Trotzdem gibt es einen Frauensuchtbericht aber keinen Männersuchtbericht.
Trotzdem gilt für Männer für die gesetzliche Hautkrebsfrüherkennung ein Einstiegsalter von 45 und für Frauen ab 30, obwohl zwischen 30 und 45 etwa 50% mehr Männer an Hautkrebs erkranken und sterben als Frauen.
Trotzdem ist die Bekämpfung von Brustkrebs als offizielles Gesundheitsziel in Deutschland formuliert worden aber die Bekämpfung von Prostatakrebs nicht.
Trotzdem existiert in der BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) nur eine Frauengesundheitsdatenbank aber keinen Männergesundheitsdatenbank oder zumindest eine Gender-Datenbank.
Trotzdem gibt es im Sozialgesetzbuch ein Fülle gesetzlicher Ansprüche, die nur weiblichen Behinderten, nicht jedoch männlichen Behinderten zustehen z.B. die Kassenleistung für einen Selbstbehauptungskurs.
So sieht sie aus, die Gleichberechtigung in der Gesundheitsvorsorge. Hier mal in Fakten und nicht nur in feministischen Klischees.
Tja, Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt ich weiß nicht, ob ich das hier schon mal gesagt habe.
Gruß
Bruno
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Bruno am 26. März 2004 08:00:08:
Hallo Emmalein,
Deshalb ein kurzer Umriss:
[...]
So sieht sie aus, die Gleichberechtigung in der Gesundheitsvorsorge. Hier mal in Fakten und nicht nur in feministischen Klischees.
Achtung, Zynismus!
Und das bissl nennst du benachteiligt? Jetzt jammer mal nicht so rum...
Tja, Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt ich weiß nicht, ob ich das hier schon mal gesagt habe.
Da muss ich erst nachschauen... 
Darki
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Bruno am 26. März 2004 08:00:08:
Egal ob Sucht, Unfall, Selbstmord, Gewalt, Krebserkrankungen, Behinderungen usw. fast überall stellen männliche Mitbürger die Mehrheit in den Todesstatistiken. In Deutschland ist die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer 6,5 Jahre kürzer als die der Frauen.
Trotzdem gibt es 19 Frauengesundheitszentren aber 0 Männergesundheitszentren.
Trotzdem gibt es 12 Brustkrebszentren aber 0 Prostatakrebszentren
Trotzdem gibt es einen Frauengesundheitsbericht aber keinen Männergesundheitsbericht.
Trotzdem gibt es einen Frauensuchtbericht aber keinen Männersuchtbericht.
Trotzdem gilt für Männer für die gesetzliche Hautkrebsfrüherkennung ein Einstiegsalter von 45 und für Frauen ab 30, obwohl zwischen 30 und 45 etwa 50% mehr Männer an Hautkrebs erkranken und sterben als Frauen.
Trotzdem ist die Bekämpfung von Brustkrebs als offizielles Gesundheitsziel in Deutschland formuliert worden aber die Bekämpfung von Prostatakrebs nicht.
Trotzdem existiert in der BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) nur eine Frauengesundheitsdatenbank aber keinen Männergesundheitsdatenbank oder zumindest eine Gender-Datenbank.
Trotzdem gibt es im Sozialgesetzbuch ein Fülle gesetzlicher Ansprüche, die nur weiblichen Behinderten, nicht jedoch männlichen Behinderten zustehen z.B. die Kassenleistung für einen Selbstbehauptungskurs.
So sieht sie aus, die Gleichberechtigung in der Gesundheitsvorsorge. Hier mal in Fakten und nicht nur in feministischen Klischees.
werden diese einrichtungen überwiegend von steuergelder bzw. krankenkassenbeiträge finanziert die überwiegend durch männer erarbeitet werden und männer praktisch wieder mal die ausgebeuteten und dummen sind?
fragt joachim
Re: Anfrage bei AOK
Als Antwort auf: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Bruno am 26. März 2004 08:00:08:
Sehr geehrte AOK,
in einem Forum für Gleichberechtigung habe ich unten Aufgeführt folgendes gelesen, ich bitte Sie um Aufklärung ob diese aufgeführten Punkte den Tatsachen entsprechen!
Email der AOK:
AOK-Bundesverband@bv.aok.de **************************************************************************
Egal ob Sucht, Unfall, Selbstmord, Gewalt, Krebserkrankungen, Behinderungen usw. fast überall stellen männliche Mitbürger die Mehrheit in den Todesstatistiken. In Deutschland ist die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer 6,5 Jahre kürzer als die der Frauen.
Trotzdem gibt es 19 Frauengesundheitszentren aber 0 Männergesundheitszentren.
Trotzdem gibt es 12 Brustkrebszentren aber 0 Prostatakrebszentren
Trotzdem gibt es einen Frauengesundheitsbericht aber keinen Männergesundheitsbericht.
Trotzdem gibt es einen Frauensuchtbericht aber keinen Männersuchtbericht.
Trotzdem gilt für Männer für die gesetzliche Hautkrebsfrüherkennung ein Einstiegsalter von 45 und für Frauen ab 30, obwohl zwischen 30 und 45 etwa 50% mehr Männer an Hautkrebs erkranken und sterben als Frauen.
Trotzdem ist die Bekämpfung von Brustkrebs als offizielles Gesundheitsziel in Deutschland formuliert worden aber die Bekämpfung von Prostatakrebs nicht.
Trotzdem existiert in der BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) nur eine Frauengesundheitsdatenbank aber keinen Männergesundheitsdatenbank oder zumindest eine Gender-Datenbank.
Trotzdem gibt es im Sozialgesetzbuch ein Fülle gesetzlicher Ansprüche, die nur weiblichen Behinderten, nicht jedoch männlichen Behinderten zustehen z.B. die Kassenleistung für einen Selbstbehauptungskurs.
So sieht sie aus, die Gleichberechtigung in der Gesundheitsvorsorge. Hier mal in Fakten und nicht nur in feministischen Klischees.
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Bruno am 26. März 2004 08:00:08:
Hallo Bruno,
ich weiß nicht, ob der Vergleich Brustkrebsforschung/Prostatakrebsforschung zu glücklich gewählt ist. Bei dem einen handelt es sich um eine Krebsform, die beinahe ausschließlich Frauen trifft, bei dem anderen um Krebs, der ausschließlich Männer betrifft. Trotzdem ist ersterer Krebs wesentlich häufiger und macht die Argumentation leicht, daß von daher mehr Forschung betrieben werden muß.
Es gibt aber Krebsarten, die Männer wesentlich häufiger treffen als Frauen der Brustkrebs und die trotzdem weniger erforscht werden und die Behandlung weniger "gesponsert". Soviel ich weiß ist dies beim Darmkrebs oder Lungenkrebs der Fall.
Beim ersteren Vergleich müßte man Häufigkeit und finanzieller Forschungseinsatz gegenüberstellen.
Re: gleiche Anfrage auch bei BEK n/t
Als Antwort auf: Re: Anfrage bei AOK von Joachim am 26. März 2004 16:27:13:
Sehr geehrte AOK,
in einem Forum für Gleichberechtigung habe ich unten Aufgeführt folgendes gelesen, ich bitte Sie um Aufklärung ob diese aufgeführten Punkte den Tatsachen entsprechen!
Email der AOK:
AOK-Bundesverband@bv.aok.de **************************************************************************
Egal ob Sucht, Unfall, Selbstmord, Gewalt, Krebserkrankungen, Behinderungen usw. fast überall stellen männliche Mitbürger die Mehrheit in den Todesstatistiken. In Deutschland ist die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer 6,5 Jahre kürzer als die der Frauen.
Trotzdem gibt es 19 Frauengesundheitszentren aber 0 Männergesundheitszentren.
Trotzdem gibt es 12 Brustkrebszentren aber 0 Prostatakrebszentren
Trotzdem gibt es einen Frauengesundheitsbericht aber keinen Männergesundheitsbericht.
Trotzdem gibt es einen Frauensuchtbericht aber keinen Männersuchtbericht.
Trotzdem gilt für Männer für die gesetzliche Hautkrebsfrüherkennung ein Einstiegsalter von 45 und für Frauen ab 30, obwohl zwischen 30 und 45 etwa 50% mehr Männer an Hautkrebs erkranken und sterben als Frauen.
Trotzdem ist die Bekämpfung von Brustkrebs als offizielles Gesundheitsziel in Deutschland formuliert worden aber die Bekämpfung von Prostatakrebs nicht.
Trotzdem existiert in der BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) nur eine Frauengesundheitsdatenbank aber keinen Männergesundheitsdatenbank oder zumindest eine Gender-Datenbank.
Trotzdem gibt es im Sozialgesetzbuch ein Fülle gesetzlicher Ansprüche, die nur weiblichen Behinderten, nicht jedoch männlichen Behinderten zustehen z.B. die Kassenleistung für einen Selbstbehauptungskurs.
So sieht sie aus, die Gleichberechtigung in der Gesundheitsvorsorge. Hier mal in Fakten und nicht nur in feministischen Klischees.
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Odin am 26. März 2004 16:34:48:
Hallo Bruno,
ich weiß nicht, ob der Vergleich Brustkrebsforschung/Prostatakrebsforschung zu glücklich gewählt ist. Bei dem einen handelt es sich um eine Krebsform, die beinahe ausschließlich Frauen trifft, bei dem anderen um Krebs, der ausschließlich Männer betrifft. Trotzdem ist ersterer Krebs wesentlich häufiger und macht die Argumentation leicht, daß von daher mehr Forschung betrieben werden muß.
Es gibt aber Krebsarten, die Männer wesentlich häufiger treffen als Frauen der Brustkrebs und die trotzdem weniger erforscht werden und die Behandlung weniger "gesponsert". Soviel ich weiß ist dies beim Darmkrebs oder Lungenkrebs der Fall.
Beim ersteren Vergleich müßte man Häufigkeit und finanzieller Forschungseinsatz gegenüberstellen.
hallo,
ich weiss nicht, es mag zwar sein das in die krebsforschung auch "sponsorgelder" fliessen aber letztlich erforschen die pharmakonzerne das was ihnen hohen gewinn verspricht. gewinn verspricht dabei grundsätzlich all das was auf viele und möglichst reiche menschen zutrifft, wenn sagen wir eine milliarde sehr reiche menschen an hautkrebs erkranken würde die meisten firmen wohl in diesem bereich forschen.
das ganze wird eigentlich nur durch staaten aus dem gleichgewicht gebracht, die dann forschungsgelder in irgendwas stecken was diese als wichtig erachten.
so macht man die selbstregulierung des marktes kaputt, der staat hat meiner meinung nach garnichts in bezug auf gesundheit vorzugeben.
das mag hart klingen aber wenn alle selbst entscheiden bei welcher krankenkasse sie sind, welche ärzte sie besuchen und welche medikamente sie kaufen wird sehr schnell klar werden was wirklich wichtig ist und was nicht. das würde einer demokratie (herrschaft der masse) auch wesentlich näher kommen.
naja mei der bürger muss eben vor sich selbst beschützt werden und auf diesem boden gedeiht feminismus und jede menge anderer unsinn. mhm ich schätze ich bin ein radikalliberaler ;).
bye
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Sebastian am 29. März 2004 10:13:33:
Lieber Sebastian,
ich wünsche dir nicht ,dass du in einer solchen neoliberalen Gesellschaft eine Frau mit KInd, ein Arbeitsloser, ein Alter oder ein behinderter Mensch wirst.
Es grüsst zum Nachdenken bringen wollend
das Emmalein
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Emmalein am 29. März 2004 10:58:42:
Lieber Sebastian,
ich wünsche dir nicht ,dass du in einer solchen neoliberalen Gesellschaft eine Frau mit KInd, ein Arbeitsloser, ein Alter oder ein behinderter Mensch wirst.
tja pech gehabt oder? ich wünsche dir auch nicht das du in einer demokratisch sozialistischen gesellschaft ein demokratiefeindlicher antisozialist wirst
oder das du auf die verkorkste idee kommen solltest einen lohn für herausragende mühen zu erhalten.
was spricht im übrigen dagegen eine arbeitslosenversicherung, eine altersversicherung oder eine kinderversicherung abzuschliessen (jawohl das geht auch in neoliberalen gesellschaften).
Es grüsst zum Nachdenken bringen wollend
das Emmalein
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Sebastian am 29. März 2004 11:37:17:
Lieber Sebastian,
ich wünsche dir nicht ,dass du in einer solchen neoliberalen Gesellschaft eine Frau mit KInd, ein Arbeitsloser, ein Alter oder ein behinderter Mensch wirst.
tja pech gehabt oder? ich wünsche dir auch nicht das du in einer demokratisch sozialistischen gesellschaft ein demokratiefeindlicher antisozialist wirst
oder das du auf die verkorkste idee kommen solltest einen lohn für herausragende mühen zu erhalten.
was spricht im übrigen dagegen eine arbeitslosenversicherung, eine altersversicherung oder eine kinderversicherung abzuschliessen (jawohl das geht auch in neoliberalen gesellschaften).
Kinderversicherungen gibt es nicht, nur Ausbildungsversicherungen.
Arbeitslosenversicherungen würde es unter privatwirtschaftlichen Bedingungen nicht geben; das bewusste Herbeiführen des Risikofalles wäre da einfach ein zu grosses Risko für die Versicherungsgesellschaft.
Private Altersvorsorge sollte heute jeder betreiben, denn es ist dumm, noch damit zu rechnen, noch viel aus dem staatlichen System zu bekommen.
Und wer arbeitslos ist, kann keine Versicherungen abschliessen, hat kein Geld für eine Wohnung und ist ganz schnell obdachlos.
Bei einer absolut neoliberalen Gesellschaft würdest Du Dich schnell an kapputte Zähne der Mehrheit, Alte und Kranke auf der Strasse und echte Grossstadt-Ghettos gewöhnen müssen. Viel Spass dabei.. Ich wandere derweil nach Schweden oder Finnland aus und wünsch Dir ein schönes Leben mit ungebildeten Kindern, Strassenkriminalität und vergammelten Behinderten und Alten auf der Strasse.
Es grüsst das Emmalein
Es grüsst zum Nachdenken bringen wollend
das Emmalein
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Odin am 26. März 2004 16:34:48:
Hallo Odin,
ich weiß nicht, ob der Vergleich Brustkrebsforschung/Prostatakrebsforschung zu glücklich gewählt ist. Bei dem einen handelt es sich um eine Krebsform, die beinahe ausschließlich Frauen trifft, bei dem anderen um Krebs, der ausschließlich Männer betrifft.
...deshalb habe ich ja diese beiden gewählt, gerade weil sie relativ geschlechtsspezifisch sind (wobei auch Männer an Brustkrebs erkranken können, aber sie natürlich nicht schon ab 20 Krebsvorsorge bezahlt bekommen).
Trotzdem ist ersterer Krebs wesentlich häufiger und macht die Argumentation leicht, daß von daher mehr Forschung betrieben werden muß.
...Aus dem Krebsatlas des Krebsforschungszentrums Heidelberg resultieren folgende Zahlen für 2002:
Mortalitätsrate Prostata: 14,0 pro 100.000
Mortalitätsrate Brustkrebs: 18,9 pro 100.000
So einen großen Unterschied finde ich das nicht, dass es 0 Prostatakrebszentren gegenüber 12 Brustkrebszentren rechtfertigen würde.
Außerdem setzt bei Brustkrebs die gesetzl. Früherkennung schon ab einem Alter mit einer Fallzahl von 9 je 100.000 ein, bei Prostatakrebs bei Männern erst ab 81 pro 100.000. Wollte man hier von Gleichberechtigung reden, müsste die Prostatafrühkrebserkennung schon ab etwa 35 einsetzten, wenn die Fallzahlen der Männer 8 pro 100.000 beträgt. Man kann also überspitzt sagen, dass für die gesundheitspolitisch Verantwortlichen ein Frauenleben 9mal soviel zählt wie ein Männerleben.
Zudem muss man eines beachten. Bei Prostatakrebs gibt es ja die PSA-Bestimmung, die als mögliche Früherkennung für Prostata genutzt werden könnte (PSA-Bestimmung wird zur Zeit nicht von der Krankenkasse bezahlt). Das wäre im Gegensatz zur reinen Tastuntersuchung eine echte Früherkennung. Allerdings hat dies PSA-Bestimmung den Nachteil, dass vermeintlich auch gutartige vergrößerungen der Prostata einen erhöhten PSA-Wert zeigen. Allerdings sind diese Aussagen relativ schwammig und nicht eindetig. Deshlab wäre es sinnvoll, hier verstärkt zu forschen.
Das ganz große Problem bei der Gesundheitsvorsorge ist, dass die meisten Männer gar nicht wissen, wie es um den Gesundheitszustand der Männer steht. Denn wenn sie das wissen würden, würden sie sich die Benachteiligungen wahrscheinlich nicht mehr so einfach gefallen lassen. Deshalb soll es wahrscheilich auch keinen Männergesundheitsbericht geben.
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: Anfrage bei AOK
Als Antwort auf: Re: Anfrage bei AOK von Joachim am 26. März 2004 16:27:13:
Hallo Joachim,
tolle Sache. Ich hoffe, du postet hier auch die Antworten der beiden Einrichtungen. Hier mal vorab zur Info:
Egal ob Sucht, Unfall, Selbstmord, Gewalt, Krebserkrankungen, Behinderungen usw. fast überall stellen männliche Mitbürger die Mehrheit in den Todesstatistiken. In Deutschland ist die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer 6,5 Jahre kürzer als die der Frauen.
...Siehe diverse Frauengesundheitsberichte, in denen die Männer als Bezugsgröße auftauchen oder im Bericht des Frauenministeriums über die Lage der Frauen in Deutschland oder schau im Internet nach.
Trotzdem gibt es 19 Frauengesundheitszentren aber 0 Männergesundheitszentren.
Trotzdem gibt es 12 Brustkrebszentren aber 0 Prostatakrebszentren
...siehe http://www.medizin-forum.de/selbsthilfe/frauenzentren/ und http://www2.lifeline.de/yavivo/Erkrankungen/GG_Brustkrebs/75adressen.html
Trotzdem gibt es einen Frauengesundheitsbericht aber keinen Männergesundheitsbericht.
...ist mittlerweile in unseren Kreisen Allgemeinwissen, aber sieh mal hier: http://www.maennergesundheit.dieg.org/Archiv.htm
Trotzdem gibt es einen Frauensuchtbericht aber keinen Männersuchtbericht.
...siehe hier: http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/themen/praevention/drogen/2326_2018.cfm
Trotzdem gilt für Männer für die gesetzliche Hautkrebsfrüherkennung ein Einstiegsalter von 45 und für Frauen ab 30, obwohl zwischen 30 und 45 etwa 50% mehr Männer an Hautkrebs erkranken und sterben als Frauen.
... Siehe meine Krebspetition unter http://www.manndat.de/petition.htm
Trotzdem ist die Bekämpfung von Brustkrebs als offizielles Gesundheitsziel in Deutschland formuliert worden aber die Bekämpfung von Prostatakrebs nicht.
...siehe Broschüre Gesundheitsziele. Vom Bundesgesundheitsministerium kostenlos zu bestellen.
Trotzdem existiert in der BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) nur eine Frauengesundheitsdatenbank aber keinen Männergesundheitsdatenbank oder zumindest eine Gender-Datenbank.
...siehe http://www.bzga.de/ unter Fachdatenbanken. Wäre übrigens gut, wenn ihr das dort mal monieren könntet. Habe mit denen schon eine ausführliche Korrespondenz geführt. Es würde nichts schaden, wenn die merken würden, dass ich nicht der einzige bin, der diese Einseitigkeit moniert.
Trotzdem gibt es im Sozialgesetzbuch ein Fülle gesetzlicher Ansprüche, die nur weiblichen Behinderten, nicht jedoch männlichen Behinderten zustehen z.B. die Kassenleistung für einen Selbstbehauptungskurs.
..siehe Sozialgesetzbuch Bd. IX § 44
Wenn sie was anderes behaupten wollten, könntest du ihnen die Fakten ja um die Ohren hauen.
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Sebastian am 29. März 2004 11:37:17:
tja pech gehabt oder? ich wünsche dir auch nicht das du in einer demokratisch sozialistischen gesellschaft ein demokratiefeindlicher antisozialist wirst
oder das du auf die verkorkste idee kommen solltest einen lohn für herausragende mühen zu erhalten.
Ähem... wenn Du schon dem Marktliberalismus das Wort redest, solltest Du zumindest vom Funktionieren des Marktes als solches etwas verstehen. Einen entsprechenden Lohn gibt es nicht für "herausragende Mühen", sondern dann, wenn entsprechende Nachfrage im Verhältnis zum Angebot da ist. Es gibt keine leistungsabhängige Bezahlung in einer reinen Marktwirtschaft, da Leistung nicht objektiv bestimmbar ist, genauso wenig wie der "Wert" einer Aktie objektiv bestimmbar ist. Der tatsächliche Wert ist genau der Preis, der jemand bereit ist, dafür zu zahlen. Die objektive
Unbestimmbarkeit des Wertes von Waren und Leistungen ist überhaupt erst der Grund für die Existenz - und Überlegenheit - des Marktes.
Daß die meisten selbsternannten Experten des Kapitalismus keinerlei Ahnung von seinen Grundlagen haben, ist aber nichts neues. Ich rolle mich auch immer lachend über den Boden, wenn ich zufällig mal das Narrenkabinett bei NTV einschalte und ein sog. "Experte" die Begriffe "überbewertet" oder "unterbewertet" im Zusammenhang mit Aktien in den Mund nimmt.
Das alles ändert zwar nichts daran, daß der Kaptialismus m.E. die beste aller Wirtschaftsformen ist, und im Regelfall (aber nicht immer!) eine Einflußnahme des Staates mehr schadet als nützt. Aber ich frage mich teilweise, von wem die größere Gefahr ausgeht: Von utopischen Weltverbesserern, die das Heil in einer möglichst strikten Regulierung der Märkte sehen, oder von Möchtegern-Kapitalisten, die durch ihre "romantische Verklärung" des Marktes und ein sehr oberflächliches Verständnis desselben sogar systemgefährdende Probleme nicht sehen können.
Gruß,
Paul (selbständig und privatversichert)
Kapitalismus, Markt etc.
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Paul am 29. März 2004 16:35:21:
dass der reale markt nur eine 'näherung' ist, weil div. voraussetzungen eben nicht gegeben sind und daher der blinde marktglaube genauso naiv ist wie die linken utopistischen weltverbesserer glaube ich schon.
In jedem fall sollte echte emanzipation (gemeint als gegensatz zur frauenverherrlichung) unabhängig von liberal, konservativ oder sozialdemokratisch angestrebt werden, denke ich. Die feminismuskritik möchte ich für meinen teil nicht mit neoliberalem dschungelkapitalismus assoziert haben.
Re: Anfrage bei AOK
Als Antwort auf: Re: Anfrage bei AOK von Bruno am 29. März 2004 12:44:16:
Hallo Bruno,
ich glaube, da wird mir wahrscheinlich Niemand von AOK oder BEK antworten wollen, denn das ist in der Tat ein sehr heisses Thema was Du angesprochen hast und sich niemand die Finger daran verbrennen will! Sollte ich keine Antworten erhalten, so werde ich die AOK und BEK mehrmals auffordern mir auf die Fragen zu antworten mit dem Hinweis das auch verschidene Medien darüber informiert werden! Die Politik ignoriert die Männergesundheit sowieso, deshalb muss man andere Wege besteigen um die Menschen wachzurütteln!
meint Joachim
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Bruno am 29. März 2004 12:42:37:
...Aus dem Krebsatlas des Krebsforschungszentrums Heidelberg resultieren folgende Zahlen für 2002:
Mortalitätsrate Prostata: 14,0 pro 100.000
Mortalitätsrate Brustkrebs: 18,9 pro 100.000
So einen großen Unterschied finde ich das nicht, dass es 0 Prostatakrebszentren gegenüber 12 Brustkrebszentren rechtfertigen würde.
Hm..., die Zahlen für die Sterblichkeit bei Prostatakrebs habe ich tatsächlich unterschätzt. Wußte nicht, daß der so häufig ist.
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Sebastian am 29. März 2004 10:13:33:
so macht man die selbstregulierung des marktes kaputt, der staat hat meiner meinung nach garnichts in bezug auf gesundheit vorzugeben.
das mag hart klingen aber wenn alle selbst entscheiden bei welcher krankenkasse sie sind, welche ärzte sie besuchen und welche medikamente sie kaufen wird sehr schnell klar werden was wirklich wichtig ist und was nicht. das würde einer demokratie (herrschaft der masse) auch wesentlich näher kommen.
naja mei der bürger muss eben vor sich selbst beschützt werden und auf diesem boden gedeiht feminismus und jede menge anderer unsinn. mhm ich schätze ich bin ein radikalliberaler ;).
Hallo Sebastian,
ich halte die soziale Marktwirtschaft, wie wir sie zum Teil haben für unverzichtbar. Hier möchte ich auch Paul widersprechen: Der Kapitalismus ist NICHT das Beste Wirtschaftssystem und zum Glück ist er in Deutschland schon seit mehr als 100 Jahren erfolgreich zurückgedrängt worden - jedenfalls in seiner "reineren" Form, in der sie Karl Marx erlebt hat und zurecht dagegen protestiert hat.
Jedoch muß man aufpassen, daß ein Aufflammen dieses Kapitalismus immer wieder abgewehrt wird. Von Kinderhänden geknüpfte Teppiche sind nun mal billiger und erhöhen den Profit. Dagegen muß man mit Sanktionen vorgehen und in den Markt eingreifen. Leider nähen Frauen in Moldawien aber ebenfalls recht billig und es ist dringend darauf zu achten, daß hier bald eine Angleichung erfolgt. Die WARE kauft nämlich dort niemand (von den Löhnen kann man gerade überleben, aber niemals den Pulli kaufen, den man selbst genäht hat).
Soweit ins Ausland brauchen wir aber gar nicht zu gehen. Frag mal beim Bauern "nebenan" nach, was der über die Milchpreise denkt (die nächsten drei Tage bekomme ich meine Milch umsonst, weil die Bauern gerade protestieren und das Zeug lieber auf die Felder ausfahren, als sie an Aldi und Lidl zu liefern.
Wie sehr unsere "Kapitalisten" um unsere Jugendlichen besorgt sind, zeigt sich sehr deutlich am Ausschank von Alko-pops. Hier heißt die Devise: Wer die Kids zuerst abhängig macht, hat den größten Profit. Die anderen haben das nachsehen.
Es ist überfällig, daß hier die Politik in den Markt eingreift, bevor uns diese netten und so um unser Wohl besorgten Reichen zugrunde richten.
Die Devise heißt: Merkl und Stoiber vermeiden!
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Paul am 29. März 2004 16:35:21:
tja pech gehabt oder? ich wünsche dir auch nicht das du in einer demokratisch sozialistischen gesellschaft ein demokratiefeindlicher antisozialist wirst
oder das du auf die verkorkste idee kommen solltest einen lohn für herausragende mühen zu erhalten.
Ähem... wenn Du schon dem Marktliberalismus das Wort redest, solltest Du zumindest vom Funktionieren des Marktes als solches etwas verstehen. Einen entsprechenden Lohn gibt es nicht für "herausragende Mühen", sondern dann, wenn entsprechende Nachfrage im Verhältnis zum Angebot da ist.
was meinst du warum ich das wort "herausrageng" genommen habe? richtig weil etwas herausragend etwas seltenes ist und wertvolle leistungen darstellen, von daher existiert nach herausragenden dingen eine nachfrage.
aber gut man kann das sicherlich anders verstehen, ich stimme deiner aussage vollkommen zu das die angebot / nachfrage den preis bestimmt.
Es gibt keine leistungsabhängige Bezahlung in einer reinen Marktwirtschaft, da Leistung nicht objektiv bestimmbar ist, genauso wenig wie der "Wert" einer Aktie objektiv bestimmbar ist. Der tatsächliche Wert ist genau der Preis, der jemand bereit ist, dafür zu zahlen. Die objektive
Unbestimmbarkeit des Wertes von Waren und Leistungen ist überhaupt erst der Grund für die Existenz - und Überlegenheit - des Marktes.
Daß die meisten selbsternannten Experten des Kapitalismus keinerlei Ahnung von seinen Grundlagen haben, ist aber nichts neues. Ich rolle mich auch immer lachend über den Boden, wenn ich zufällig mal das Narrenkabinett bei NTV einschalte und ein sog. "Experte" die Begriffe "überbewertet" oder "unterbewertet" im Zusammenhang mit Aktien in den Mund nimmt.
Das alles ändert zwar nichts daran, daß der Kaptialismus m.E. die beste aller Wirtschaftsformen ist, und im Regelfall (aber nicht immer!) eine Einflußnahme des Staates mehr schadet als nützt. Aber ich frage mich teilweise, von wem die größere Gefahr ausgeht: Von utopischen Weltverbesserern, die das Heil in einer möglichst strikten Regulierung der Märkte sehen, oder von Möchtegern-Kapitalisten, die durch ihre "romantische Verklärung" des Marktes und ein sehr oberflächliches Verständnis desselben sogar systemgefährdende Probleme nicht sehen können.
nun alle fanatiker sind gefährlich, aber fanatismus ist eben ein antrieb.
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Emmalein am 29. März 2004 11:53:09:
Lieber Sebastian,
ich wünsche dir nicht ,dass du in einer solchen neoliberalen Gesellschaft eine Frau mit KInd, ein Arbeitsloser, ein Alter oder ein behinderter Mensch wirst.
tja pech gehabt oder? ich wünsche dir auch nicht das du in einer demokratisch sozialistischen gesellschaft ein demokratiefeindlicher antisozialist wirst
oder das du auf die verkorkste idee kommen solltest einen lohn für herausragende mühen zu erhalten.
was spricht im übrigen dagegen eine arbeitslosenversicherung, eine altersversicherung oder eine kinderversicherung abzuschliessen (jawohl das geht auch in neoliberalen gesellschaften).
Kinderversicherungen gibt es nicht, nur Ausbildungsversicherungen.
wenn es eine nachfrage gibt mit der man geld verdienen kann wird es das geben.
Arbeitslosenversicherungen würde es unter privatwirtschaftlichen Bedingungen nicht geben; das bewusste Herbeiführen des Risikofalles wäre da einfach ein zu grosses Risko für die Versicherungsgesellschaft.
Private Altersvorsorge sollte heute jeder betreiben, denn es ist dumm, noch damit zu rechnen, noch viel aus dem staatlichen System zu bekommen.
Und wer arbeitslos ist, kann keine Versicherungen abschliessen, hat kein Geld für eine Wohnung und ist ganz schnell obdachlos.
langsam. es würde für all jene dinge eine versicherung geben für welche es einen markt gäbe mit dem man geld verdienen kann. nun führst du an das eine arbeitslosenversicherung nicht möglich wäre da der risikofall bewusst herbeigeführt werden könnte, mhm durchaus ein argument.
zunächst müsstest du umgekehrt fragen was passiert in unserem system wo derartiges an der tagesordnung (oder gibt es einen grund warum das weniger der fall sein sollte als bei einer privaten versicherung) ist?
führt derartiges nicht auf dauer dazu das entweder die versicherung (auch wenn sie staatl. ist) pleite geht oder eben der staat selbst sehr viel geld dareinpumpen muss (was zur pleite des staates führen könnte aber ihn finanziell zumindest schwächt). also was genau wäre daran in einem liberalen system schlechter?
Bei einer absolut neoliberalen Gesellschaft würdest Du Dich schnell an kapputte Zähne der Mehrheit, Alte und Kranke auf der Strasse und echte Grossstadt-Ghettos gewöhnen müssen. Viel Spass dabei.. Ich wandere derweil nach Schweden oder Finnland aus und wünsch Dir ein schönes Leben mit ungebildeten Kindern, Strassenkriminalität und vergammelten Behinderten und Alten auf der Strasse.
im grossen und ganzen denke ich nicht das ein sozialstaat finanzierbar ist, ausser man würde z.b. andere länder "ausbeuten" (wobei das ein relativer begriff ist). grundsätzlich würde ich behaupten das jede industrienation andere länder ausbeutet (handel mit diktaturen, bin gespannt woher die rohstoffe für handys kommen).
Es grüsst das Emmalein
Es grüsst zum Nachdenken bringen wollend
das Emmalein
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Paul am 29. März 2004 16:35:21:
Daß die meisten selbsternannten Experten des Kapitalismus keinerlei Ahnung von seinen Grundlagen haben, ist aber nichts neues. Ich rolle mich auch immer lachend über den Boden, wenn ich zufällig mal das Narrenkabinett bei NTV einschalte und ein sog. "Experte" die Begriffe "überbewertet" oder "unterbewertet" im Zusammenhang mit Aktien in den Mund nimmt.
da fällt mir noch etwas auf. diese ntv experten sind eigentlich garnicht so dumm, kann gut sein das sie keine ahnung haben was überbewertet oder unterbewertet ist (vollkommen egal) sie verdienen damit jedenfalls geld und handeln so sehr kapitalistisch ;).
das ist nicht zu verachten wie ich finde.
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Emmalein am 29. März 2004 11:53:09:
habe noch etwas vergessen (mhm kann momentan nicht gut schlafen ;), die überalterung ist sicherlich auch in schweden etwas was kommt (oder etwa nicht?). bleiben die schwedischen sozialsysteme auch damit finanzierbar?
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Odin am 29. März 2004 23:35:24:
so macht man die selbstregulierung des marktes kaputt, der staat hat meiner meinung nach garnichts in bezug auf gesundheit vorzugeben.
das mag hart klingen aber wenn alle selbst entscheiden bei welcher krankenkasse sie sind, welche ärzte sie besuchen und welche medikamente sie kaufen wird sehr schnell klar werden was wirklich wichtig ist und was nicht. das würde einer demokratie (herrschaft der masse) auch wesentlich näher kommen.
naja mei der bürger muss eben vor sich selbst beschützt werden und auf diesem boden gedeiht feminismus und jede menge anderer unsinn. mhm ich schätze ich bin ein radikalliberaler ;).
Hallo Sebastian,
ich halte die soziale Marktwirtschaft, wie wir sie zum Teil haben für unverzichtbar. Hier möchte ich auch Paul widersprechen: Der Kapitalismus ist NICHT das Beste Wirtschaftssystem und zum Glück ist er in Deutschland schon seit mehr als 100 Jahren erfolgreich zurückgedrängt worden - jedenfalls in seiner "reineren" Form, in der sie Karl Marx erlebt hat und zurecht dagegen protestiert hat.
Jedoch muß man aufpassen, daß ein Aufflammen dieses Kapitalismus immer wieder abgewehrt wird. Von Kinderhänden geknüpfte Teppiche sind nun mal billiger und erhöhen den Profit. Dagegen muß man mit Sanktionen vorgehen und in den Markt eingreifen. Leider nähen Frauen in Moldawien aber ebenfalls recht billig und es ist dringend darauf zu achten, daß hier bald eine Angleichung erfolgt. Die WARE kauft nämlich dort niemand (von den Löhnen kann man gerade überleben, aber niemals den Pulli kaufen, den man selbst genäht hat).
Soweit ins Ausland brauchen wir aber gar nicht zu gehen. Frag mal beim Bauern "nebenan" nach, was der über die Milchpreise denkt (die nächsten drei Tage bekomme ich meine Milch umsonst, weil die Bauern gerade protestieren und das Zeug lieber auf die Felder ausfahren, als sie an Aldi und Lidl zu liefern.
Wie sehr unsere "Kapitalisten" um unsere Jugendlichen besorgt sind, zeigt sich sehr deutlich am Ausschank von Alko-pops. Hier heißt die Devise: Wer die Kids zuerst abhängig macht, hat den größten Profit. Die anderen haben das nachsehen.
Es ist überfällig, daß hier die Politik in den Markt eingreift, bevor uns diese netten und so um unser Wohl besorgten Reichen zugrunde richten.
Die Devise heißt: Merkl und Stoiber vermeiden!
hallo odin,
ich verstehe durchaus das du mit kapitalismus negative dinge verbindest und das dir merkl und stoiber missfallen (in meinen augen sind das aber keine liberalen politiker). ich bin was den kapitalismus angeht allerdings anderer meinung, ich halte ihn durchaus für die beste wirtschaftsform.
auch denke ich das die konsequenz von kapitalismus nicht teppichknüpfende kinder sind. ist es denn gewünscht das wir hier darüber diskutieren (hey jörg wie stehst du dazu?)?
mal sehen was jörg dazu sagt, wenn er nichts dagegen hat antworte ich nochmal ausführlicher und lege dar warum ich denke das kapitalismus etwas tolles ist.
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Sebastian am 30. März 2004 04:34:27:
habe noch etwas vergessen (mhm kann momentan nicht gut schlafen ;), die überalterung ist sicherlich auch in schweden etwas was kommt (oder etwa nicht?). bleiben die schwedischen sozialsysteme auch damit finanzierbar?
Schweden hat einen gravierenden Umbau seines Sozialsystems bereits hinter sich. Dennoch gibt es dort in diesem System, ähnlich dem dänischen, Ansätze, die mir bedeutend besser gefallen, als die Vorschläge zum Umbau des Sozialsystems in der Bundesrepublik. Beispielsweise setzt man nicht vor allem auf weniger Geld und nur mehr Druck bei Arbeitslosen, sondern man verstärkt auch die persönliche Betreuung und macht als Arbeitsamt sich echte Gedanken um die Vermittlung; das Arbeitsamt ist dort nicht nur in der Theorie mehr als die Arbeitslosengeld-Abhole-Stelle. Und so weit ich weiss, hat Schweden eine allgemeine steuerfinanzierte Krankenversicherung, was meines Erachtens ein gerechteres System ist, als das unsere.
Dennoch hat Schweden nie den Ansatz der Sozialstaatlichkeit aufgegeben. Und wie in allen anderen skandinavischen Ländern auch ist dort die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr viel besser geregelt als bei uns. Deswegen hat Schweden auch das Problem der Kinderlosigkeit in einem sehr viel geringeren Masse als wir.
Es grüsst erläuternd
das Emmalein
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Sebastian am 30. März 2004 04:29:16:
Hi, Sebastian,
wegen des hohen Riskos des Eintritts des Schadensfalles wird es wohl eine Kinderversicherung nicht geben. Kinderbeihilfen gibt es ja jetzt auch für Familien unabhängig von einem eingezahlten Beitrag, ebenso wie die kostenlose Schulausbildung, die im Übrigen durch die Bundesrepublik Deutschland durch Ratifizierung eines Uno-Abkommens zumindest für den Besuch der Grundschule festgelegt ist. Abschaffung dieser kostenlosen Schulausbildung, wie sie in einem rein kapitalistischen System erfolgen müsste, hätte zur Folge, dass wir noch mehr ungebildete Kinder hätten, von den Menschen, die sich einen Schulbesuch nicht leisten können, und sich so noch stärker als jetzt soziale Unterschiede festigen würden.
Bei einer staatlichen Arbeitslosenversicherung hat der Staat ganz andere Zugriffsmöglichkeiten auf den Arbeitslosen als es eine Versicherung hat. Keine Versicherung kann plötzlich die Vertragsbedingungen ändern. Ein Staat aber sehr wohl die Gesetze. Nimmt der Missbrauch zu, können die Gesetze verschärft werden, die den Missbrauch bestrafen. Ein Versicherter hingegen geniesst Vertragsschutz. Nimmt also der Missbrauch zu, kann die Versicherung lediglich bei Neuverträgen den Missbrauch eindämmen. Für Altverträge ist das dann nicht mehr gültig.
Jede Nation beutet eine andere aus, wenn ihr die Möglichkeit geboten wird. Agrarnationen würden sich da nicht anders verhalten als Industrienationen.Industrienationen haben jedoch eine höhere wirtschaftliche Macht, ihre Ansprüche durchzusetzen. Deswegen passiert Welthandel meist nach ihren Bedingungen.
Sozialstaaten sind sehr wohl auch auf niedrigerem Einkommensniveau finanzierbar. Es geht allerdings darum, welche Prioritäten man bei der Verteilung des Einkommens setzt: Soll es einige geben, die viel haben und dann viele,die fast nichts haben - oder sollen alle eher wenig haben? Wie wichtig ist der Gedanke, dass Leistung sich lohnen soll? Wie wichtig ist der Gedanke, dass alle Menschen des Staates ein Lebensrecht haben?
Die unterschiedlichen Staaten haben dazu unterschiedliche Antworten gefunden. Meines Erachtens aber bis jetzt noch keine, die das Optimum darstellt. Es ist also wichtig, wo man seine Prioritäten setzt. Und das können nur die Bürger in ihrer Gesamtheit entscheiden.
Es grüsst
das Emmalein
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Emmalein am 30. März 2004 09:54:10:
habe noch etwas vergessen (mhm kann momentan nicht gut schlafen ;), die überalterung ist sicherlich auch in schweden etwas was kommt (oder etwa nicht?). bleiben die schwedischen sozialsysteme auch damit finanzierbar?
Schweden hat einen gravierenden Umbau seines Sozialsystems bereits hinter sich. Dennoch gibt es dort in diesem System, ähnlich dem dänischen, Ansätze, die mir bedeutend besser gefallen, als die Vorschläge zum Umbau des Sozialsystems in der Bundesrepublik. Beispielsweise setzt man nicht vor allem auf weniger Geld und nur mehr Druck bei Arbeitslosen, sondern man verstärkt auch die persönliche Betreuung und macht als Arbeitsamt sich echte Gedanken um die Vermittlung; das Arbeitsamt ist dort nicht nur in der Theorie mehr als die Arbeitslosengeld-Abhole-Stelle. Und so weit ich weiss, hat Schweden eine allgemeine steuerfinanzierte Krankenversicherung, was meines Erachtens ein gerechteres System ist, als das unsere.
Dennoch hat Schweden nie den Ansatz der Sozialstaatlichkeit aufgegeben. Und wie in allen anderen skandinavischen Ländern auch ist dort die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr viel besser geregelt als bei uns. Deswegen hat Schweden auch das Problem der Kinderlosigkeit in einem sehr viel geringeren Masse als wir.
geringeres mass? mhm
Schweden:
http://www.infoschweden.de/infos/allgemeines.htm
Geburtenrate: 1,5
Deutschland
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/bilder/62011/
Geburtenrate: 1,35
nötig sind 2,1 kinder pro frau. tut mir leid aber ich denke schweden bekommt dasselbe problem wenn auch etwas langsamer. im übrigen gibt es weniger männer die kinder haben als frauen.
Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge
Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Odin am 29. März 2004 23:35:24:
ich halte die soziale Marktwirtschaft, wie wir sie zum Teil haben für unverzichtbar. Hier möchte ich auch Paul widersprechen: Der Kapitalismus ist NICHT das Beste Wirtschaftssystem und zum Glück ist er in Deutschland schon seit mehr als 100 Jahren erfolgreich zurückgedrängt worden - jedenfalls in seiner "reineren" Form, in der sie Karl Marx erlebt hat und zurecht dagegen protestiert hat.
Jedoch muß man aufpassen, daß ein Aufflammen dieses Kapitalismus immer wieder abgewehrt wird. Von Kinderhänden geknüpfte Teppiche sind nun mal billiger und erhöhen den Profit. Dagegen muß man mit Sanktionen vorgehen und in den Markt eingreifen. Leider nähen Frauen in Moldawien aber ebenfalls recht billig und es ist dringend darauf zu achten, daß hier bald eine Angleichung erfolgt. Die WARE kauft nämlich dort niemand (von den Löhnen kann man gerade überleben, aber niemals den Pulli kaufen, den man selbst genäht hat).
Hi Odin,
Ich glaube, wir liegen nicht so weit auseinander. Vielleicht hast Du mich ein wenig mißverstanden: Wenn ich sage, daß der Kapitalismus die beste Wirtschaftsform ist, so meine ich damit natürlich nicht den "Manchester-Kapitalismus" oder eine moderne Variante desselben, wie man sie heute wieder/noch in Entwicklungs- oder Schwellenländern antrifft. Es ist klar, daß ein auf dauerhafte Stabilitat ausgerichteter und mit einem humanistischen Menschenbild vereinbarer Kapitalismus auch gewissen Beschränkungen unterliegen muß.
Dazu gehört auch die Einsicht, daß der Markt nicht ALLES regulieren kann. Der Denkfehler der "Neoliberalisten" liegt m.E. darin, zu glauben, daß dieser Marktmechanismus ALLES regulieren könnte, und dies immer und zu jeder Zeit nahezu perfekt. Dies ist nicht der Fall (wie sich an Einzelbeispielen immer wieder deutlich zeigen lässt). Das geht auch deshalb nicht, weil es Werte (ethische z.B.) gibt, deren Preis sich nicht durch den Marktmechanismus bestimmen lässt.
In deiner Darstellung klingt es so, als wäre der Kapitalismus eine Art Krankheit. Das ist meiner Meinung nach nicht richtig. Er wird nur dann zu einer Krankheit, wenn man ihn geradezu religiös verehrt, und in ihm die Lösung aller Menschheitsprobleme sieht. Vielleicht werden unsere Nachfahren eines Tages in ihren Geschichtsbüchern unter dem Kapitel "gescheiterte Ideologien" den Neoliberalismus gleich neben dem Marxismus finden. Ich halte das nicht für unwahrscheinlich.
Gruß,
Paul