Girls-Day - Ein Diskriminierungstag für Jungen?
Hallo Leute,
ich möchte auf den Girls-Day am 22.04.04 hinweisen. Ich erinnere, ein Grund an der Ausgrenzung der Jungen am Zukunftstag festzuhalten war der, dass sich bislang kaum jemand darüber beschwerte. Soll´s etwa wirklich daran scheitern?
Wer sich also beschweren möchte, für den ist innerhalb der nächsten Wochen der geeignete Zeitpunkt. Anbei die wichtigsten Beschwerdeadressen und wichtige Argu-mente
Adressen:
Koordinator für den Girls-Day:
Kompetenzzentrum
Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie
Projekt Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag | Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Bertelsmann-Str. 10, D-33602 Bielefeld
info@girls-day.de
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat Publikation; Internetredaktion
Hannoversche Straße 28-30
D-10115 Berlin
E-Mail: information@bmbf.bund.de
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Taubenstraße 42/43
10117 Berlin
Kontaktadresse:
http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Service/kontakt.html
Deutscher Gewerkschaftsbund
Bundesvorstand
Henriette-Herz-Platz 2
10178 Berlin
Email: info@bvv.dgb.de
Bundesagentur für Arbeit
Regensburger Straße 104
90478 Nürnberg
Email: Zentrale@arbeitsamt.de
Forum Girls-Day unter http://www.girls-day.de
Argumente (beispielhaft):
1. Ausgrenzung ist ein sehr schlechtes Vorbild für unsere Jugend bezüglich Ge-schlechtergerechtigkeit
2. Männliche Jugendliche haben eine wesentlich höhere Arbeitslosenquote als weib-liche, deshalb ist die Ignoranz der Zukunftsängste männlicher Jugendlicher nicht zu rechtfertigen.
3. Im Forum Bildung (Mitglied dieses Forums u.a. auch Bundesbildungsministerin Frau Bulmahn!) wurde schon 2001 von den bildungspolitisch Verantwortlichen von Bund und Ländern die gleiche Teilhabe von weiblichen und männlichen Mitbürgern an der Erweiterung des Berufswahlspektrums auf geschlechtsuntypische Bereiche für Jungen und Mädchen empfohlen. Diese Empfehlung sollte umgesetzt werden.
4. Eine solche Erweiterung würden die Bestrebungen unterstützen, den Männeranteil an den Schulen zu erhöhen. Der geringe männliche Lehreranteil vor allem in den Grundschulen (etwa 15%) wird auf Grund des Fehlens männlicher Vorbilder und An-sprechpersonen als eine Ursache der besonderen Bildungsschwäche und mangeln-den sozialen Kompetenz der Jungen gesehen.
5. Ein Einblick in Sozial- und Erziehungsberufe würde männlichen Jugendlichen nicht schaden, sehr wohl aber die Erkenntnis, dass die Verantwortlichen ihnen nicht oder bestenfalls nachrangig helfen wollen.
6. Die Ausgrenzung von Jugendlichen aus bildungspolitischen Maßnahmen auf Grund ihres Geschlechtes verstößt gegen den Gleichberechtigungsgrundsatz und gegen die neue Geschlechterpolitik, den Gender Mainstreaming-Ansatz, nachdem alle politischen Maßnahmen im Hinblick auf Nutzen für weibliche wie männliche Mit-bürger auszurichten.
7. Auf Grund der schlechteren Bildungsabschlüsse der Jungen und der höheren männlichen Jugendarbeitslosigkeit ist kein Sinn erkennbar, in Deutschland Jungen bei Bildungsmaßnahmen zu diskriminieren.
8. Die immer mehr werdenden Einzelinitiativen entschuldigen nicht die fehlende ein-heitliche Organisation und Budgetierung auf Bundes- oder Landesebene (außer Brandenburg), wie sie im Gegensatz dazu bei den Mädchenaktionen schon jährlich fester Bestandteil ist, sondern täuschen nur über das Desinteresse von Bund und Ländern an einer Chancengleichheit auch für Jungen bei der Berufswahlerweiterung auf geschlechtsuntypische Berufe hinweg.