Es lebe die Wissenschaft (Link)
Steve Jones... da war doch was?
Meines Wissens ist Jones doch schon widerlegt, ev. sollte man die Wissenschaftsredaktion darauf aufmerksam machen.
Grüße Mirko.
http://www.wissenschaft.de/wissen/buchrezensionen/238844.html
Re: Es lebe die Wissenschaft (Link)
Als Antwort auf: Es lebe die Wissenschaft (Link) von Mirko am 16. März 2004 22:42:42:
Das Buch von Jones spricht ja nicht nur
davon, dass das Y-chromosom nur genetischen
muell enthalte und zum untergang verdammt
sei. Daher kann man nicht sagen, dass das
ganze buch durch David Page widerlegt sei.
Interessant in diesem zusammenhang ist nicht
nur das ergebnis von David Page, sondern auch
die frage, wie das W-chromosom bei voegeln
ueberlebt. Dort haben die maennchen zwei
Z-chromosomen und die weibchen ein Z- und
ein W-chromosom. Jones erwaehnt das in seinem
buch, stellt aber nicht die gleiche untergangsfrage
wie er das bei saeugetieren, und im speziellen
beim menschen tut.
Der englische titel ist eigentlich sehr schoen:
"Y: The Descent of Men". Das ist eine reminiszenz
an Darwins buch "The Descent of Man", d.h. die
abstammung des menschen.
Das buch ergeht sich keineswegs darin, den mann
als fehlgriff der natur zu bezeichnen. Maenner
werden auch als opfer dargestellt. Amuesant
ist durchaus die einleitung. Dort beschreibt
Jones, was man bei amazon fuer buecher findet,
wenn man das stichwort masculinity eintippt.
Er beklagt, dass viele dieser buecher von frauen
geschrieben sind, und im titel schon sehr maenner-
feindlich sind. Andere titel seien komisch, wie
"Das Penisbuch, eine Anleitung fuer Besitzer", und
das von einer frau!
Ich habe das engl. original gelesen, und muss den
relativ negativen leserkritiken im amerikanischen
amazon zustimmen, z.b.:
Jones has an interesting approach - contrasting the weakness of the y chromosome with the outward behavior of men, but the book basically boils down to a series of anecodotes. They're all interesting, but it isn't cohesive enough to rank among the best popular science writing.
oder
The author may have an interesting message somewhere, but who could find it? The writing is convoluted, the author is wallowing in his self-loathing, and with no apparent goal in mind. I don't care if the author hates the fact that he's a man. I want to read about genetics, dang it!
I find the topic fascinating, but I couldn't get through more than the first two or three chapters... I don't even remember how far I got, because it all just swam together (on the page, not just in my mind).
I was hoping to find another book to complement The X in Sex, but this book just makes me ask "Y?" -- as in "Y should I read this rubbish?" Thank heavens for libraries.
Aber ich habe bei amazon ein anderes interessantes buch gefunden,
das ich mir wohl bald bestellen werde:
The Essential Difference: The Truth about the Male and Female Brain
von Simon Baron-Cohen
Hat das schon jemand gelesen?
Re: Es lebe die Wissenschaft (Link)
Als Antwort auf: Re: Es lebe die Wissenschaft (Link) von reinecke54 am 17. März 2004 12:16:51:
Aber ich habe bei amazon ein anderes interessantes buch gefunden,
das ich mir wohl bald bestellen werde:
The Essential Difference: The Truth about the Male and Female Brain
von Simon Baron-Cohen
Hat das schon jemand gelesen?
Das Buch habe ich noch nicht gelesen. Gibts aber als Neuerscheinung bei Walter und heißt "Vom ersten Tag an anders" kostet 20 Euronen
"Frauen und Männer sind vom ersten Tag an anders behauptet der weltweit renommierte Psychologe Simon Baron-Cohen. Bereits im Mutterleib werden ihre Gehirne aufgrund unterschiedlicher Hormonkonzentrationen unterschiedlich porgrammiert.
Anhand von Fallbeispielen aus Hirnforschung und Biologie belegt Baron-Cohen den unterschiedlichen Aufbau beider Gehirntypen.
Ein provozierendes Buch, das mit dem Tabu der mentalen Gleichheit bricht und die Debatte zwischen den Geschlechtern entscheidend verändern wird."
Simon Baron-Cohen
Als Antwort auf: Re: Es lebe die Wissenschaft (Link) von Odin am 17. März 2004 18:54:34:
Aber ich habe bei amazon ein anderes interessantes buch gefunden,
das ich mir wohl bald bestellen werde:
The Essential Difference: The Truth about the Male and Female Brain
von Simon Baron-Cohen
Hat das schon jemand gelesen?
Das Buch habe ich noch nicht gelesen. Gibts aber als Neuerscheinung bei Walter und heißt "Vom ersten Tag an anders" kostet 20 Euronen
"Frauen und Männer sind vom ersten Tag an anders behauptet der weltweit renommierte Psychologe Simon Baron-Cohen. Bereits im Mutterleib werden ihre Gehirne aufgrund unterschiedlicher Hormonkonzentrationen unterschiedlich porgrammiert.
Anhand von Fallbeispielen aus Hirnforschung und Biologie belegt Baron-Cohen den unterschiedlichen Aufbau beider Gehirntypen.
Ein provozierendes Buch, das mit dem Tabu der mentalen Gleichheit bricht und die Debatte zwischen den Geschlechtern entscheidend verändern wird."
Hi
Ich habe mal nach Simon Baron-Cohen gegoogelt.
Er scheint eine Kapazität auf seinem Gebiet zu sein.
So hat er u.a. mit autistischen Kindern gearbeitet.
Könnte also wirklich lesenswert sein.
Gruß
Norbert
Re: The Systemizing Quotient (SQ)
Als Antwort auf: Re: Es lebe die Wissenschaft (Link) von reinecke54 am 17. März 2004 12:16:51:
Bin ich nun autistisch? Im Guardian gibts einen online-test
zum systemizing quotient (nach Baron-Cohen). Mein SQ war 45.
Wahrscheinlich hat mich mein hang zum rheinischen schlendrian
noch runtergezogen.
Die punktzahl 45 heisst:
You have an above average ability for analysing and exploring a system.
On average women score about 24 and men score about 30. Most people with
Asperger Syndrome or high functioning autism score between 40-50.
Versucht es doch auch einmal. Sind 60 fragen. Hier die adresse:
http://www.guardian.co.uk/life/news/page/0,12983,937443,00.html
Re: The Systemizing Quotient (SQ)
Als Antwort auf: Re: The Systemizing Quotient (SQ) von reinecke54 am 18. März 2004 10:03:31:
Hallo Reinecke!
Manche Leute lesen Horoskope, andere machen gern Tests. Ich tendiere eher zur zweiten Gruppe, zumal manche Tests gar nicht so unsinnig sind.
Ich hatte als Systemizing Quotient 66 (bin ich damit Hyper-Autist?) und als Empathy Quotient 48.
Interessant fand ich, daß Männer und Frauen da offenbar gar nicht so weit auseinander liegen. Beim Systemizing Quotient war der Durchschnitt für Männer mit 30 angegeben, für Frauen dagegen mit 24. Beim Empathy Quotient lag der Durchschnitt für Männer bei 42, für Frauen bei 47. Wenn man bedenkt, daß die Skala so etwa bis 80 ging, ist das doch kein so großer Unterschied.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: The Systemizing Quotient (SQ)
Als Antwort auf: Re: The Systemizing Quotient (SQ) von reinecke54 am 18. März 2004 10:03:31:
Bin ich nun autistisch? Im Guardian gibts einen online-test
zum systemizing quotient (nach Baron-Cohen). Mein SQ war 45.
Wahrscheinlich hat mich mein hang zum rheinischen schlendrian
noch runtergezogen.
Ich hab 55. Asperger habe ich allerdings nicht. Warum zum Deibel heißte das, was sonst überall pattern recognition heißt da Systemizing Quotient? Und was soll der Schocker, mit Asperger? Eine Hochbegabung tut´s auch (erhöhtes Risiko für Paranoia, Schizophrenie und Bordeline inculsive).
Teste mal deinen IQ. Ab 120 bist du vermutlich weder HFA oder Aspie, sondern eher Hochbegabt. Da wäre dann dringend ein Eintritt in eine Mutantenselbsthilfegruppe (I can usually tell, when someone is offended - strongly disagree) zu empfehlen. Denn es gibt gute Gründe, warum die durchschnittliche Intelligenz durchschnittlich ist.
susu (Laseraugenbeispiel auf spätere Antwort verschiebend)