Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Andreas, Tuesday, 16.03.2004, 21:25 (vor 7997 Tagen)

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

reinecke54, Tuesday, 16.03.2004, 22:05 (vor 7997 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von Andreas am 16. März 2004 19:25:47:

Mag ja sein, dass gewalt gegen frauen in
islamischen und anderen rueckstaendigen
laendern ein echtes problem darstellt,
das man angehen muss.

Jedoch die aussage: "In den Industriestaaten sei Gewalt mittlerweile noch vor Krebs und Verkehrsunfällen die Todesursache Nummer Eins bei Frauen im Alter von 16 bis 44 Jahren." kommt mir sehr obskur vor.

2003 starben auf Deutschlands Straßen 6606 Verkehrsteilnehmer.
Sagen wir, das waren 3000 frauen. Im jahre 2001 gab es 3577
"straftaten gegen das leben" (Mord, Totschlag sowie versuchter
Mord und Totschlag). Die zahl der vollendeten morde duerfte
erheblich kleiner sein. Die meisten opfer von gewaltdelikten sind
maenner. Also passen die zahlen nicht zusammen.

Wird da gelogen dass sich die balken biegen?

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

susu, Wednesday, 17.03.2004, 00:49 (vor 7997 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von reinecke54 am 16. März 2004 20:05:07:

Jedoch die aussage: "In den Industriestaaten sei Gewalt mittlerweile noch vor Krebs und Verkehrsunfällen die Todesursache Nummer Eins bei Frauen im Alter von 16 bis 44 Jahren." kommt mir sehr obskur vor.

Was sagt das Statistische Bundesamt? 10 Häufigste Todesursachen bei Frauen:

1) Chronische ischämische Herzkrankheit Fälle: 55 529

2) Herzinsuffizienz Fälle: 39 143

3) Akuter Myokardinfarkt Fälle: 29 311

4) Schlaganfall, nicht als Blutung oder Infarkt bezeichnet Fälle: 25 746

5) Bösartige Neubildung der Brustdrüse [Mamma] Fälle: 17 780

6) Bösartige Neubildung des Dickdarmes Fälle: 10 953

7) Bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge Fälle: 10 757

8) Hypertensive Herzkrankheit Fälle: 10 707

9) Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus Fälle: 10 503

10) Pneumonie, Erreger nicht näher bezeichnet Fälle: 10 381

OK, drei davon sind Krebs. macht immer noch 7, die definitiv vor Straßenverkehr liegen.
Also dachte ich. Check ich doch mal die USA, die haben doch mal richtig viele Morde. Denkste.
Platz 1 und 2: Herzkrankheiten und Krebs. Platz 3 bei Frauen: Schlaganfall. 4) Chronische Atemschwäche. 5) Diabetes 6) Alzheimersche Demenz 7) Unfälle (bei Männern auf Platz 3)

Selbstmord bei Männern auf Platz 8 (2,1% der Toten), bei Frauen auf Plaz 19 (0,5% der Toten).

Wer Lust dazu hat, schaue mal ein paar andere Industrienationen durch.

susu

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

susu, Wednesday, 17.03.2004, 00:54 (vor 7997 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von susu am 16. März 2004 22:49:47:

Bah. Altersgruppe Übersehen. Ja, für die USA stimmt die Statistik in dieser Altersgruppe (allerdings ist deren Anteil an der Gesammtzahl der Toten eben gering). Was fehlt ist: Für Männer ist Homicide nach Autounfällen und vor Krebs die zweithäufigste Todesursache...

susu

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

susu, Wednesday, 17.03.2004, 01:16 (vor 7997 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von susu am 16. März 2004 22:54:51:

In Zahlen: In der genannten Altersgruppe starben in den USA
11862 Männer und 2949 Frauen durch Gewaltakte.

susu

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Andreas, Wednesday, 17.03.2004, 01:41 (vor 7997 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von susu am 16. März 2004 23:16:48:

Danke, susu, für die Statistik! Ich habe gerade mal bei tagesschau.de nachgefragt, ob sie ZUgang zu der Quelle haben, aus der die Behauptung der Ministerinnen stammt. Was ich mir vorstellen könnte: unter Industrienationen fallen auch Staaten wie Mexiko oder Kolumbien usw., wo sicherlich viele Frauen durch Gewalteinwirkung sterben. Wenn man die Zahlen insgesamt aufsummiert, könnte man tatsächlich auf einen Wert kommen, der die Anzahl der Todesfälle duch Krebs und Verkehrsunfälle übersteigt - was natürlich nichts an der Tatsache ändert, das wesentlich mehr Männer durch Gewalteinwirkung sterben als Frauen.

Ich bin mal gespannt, was tagesschau.de antwortet!

Gruß
Andreas

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Odin, Wednesday, 17.03.2004, 14:45 (vor 7996 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von susu am 16. März 2004 22:49:47:

Ich hab mal an die Redaktion der Tagesschau geschrieben. Mal sehen, was sie antworten.
Vielleicht sind sie ja auch ganz überrascht, daß jemand ihre Texte liest.

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Bruno, Wednesday, 17.03.2004, 14:20 (vor 7996 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von reinecke54 am 16. März 2004 20:05:07:

Jedoch die aussage: "In den Industriestaaten sei Gewalt mittlerweile noch vor Krebs und Verkehrsunfällen die Todesursache Nummer Eins bei Frauen im Alter von 16 bis 44 Jahren." kommt mir sehr obskur vor.

...zu recht, denn das ist eindeutig unwahr.

Siehe hier:

http://www.destatis.de/basis/d/gesu/gesutab20.htm#An

Tod durch Gewalteinwirkung ist in Deutschland bei Frauen nicht einmal unter den ersten 10 Todesursachen.

Und aus

http://europa.eu.int/scadplus/leg/de/cha/c11558.htm

ergibt sich für Europa:

„In allen Altersgruppen sind Krankheiten des Kreislaufapparats (43 %), Krebs (26 %), Atemwegserkrankungen (6 %), Selbstmord und Unfälle (5 %) die häufigsten Todes-ursachen bei Frauen.“

Wird da gelogen dass sich die balken biegen?

...eindeutig ja.

Gruß

Bruno

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Joachim, Wednesday, 17.03.2004, 20:16 (vor 7996 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von Bruno am 17. März 2004 12:20:53:

Wird da gelogen dass sich die balken biegen?

...eindeutig ja.

Und WARUM wird da gelogen?
Um sich etwa Privilegien und Status "Opferrolle" zu verschaffen?

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Die Gleichberechtigung ist auf ein ganz massives Lügengebäude aufgebaut, nämlich Männer die Pflichten auferlegt werden und Frauen sämtliche Rechte in die Tasche stecken! Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Verantworlichen zur Rechenschaft gezogen werden!

meint Joachim

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Tran, Wednesday, 17.03.2004, 20:31 (vor 7996 Tagen) @ Joachim

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von Joachim am 17. März 2004 18:16:38:

Guten Abend Joachim!

Die Gleichberechtigung ist auf ein ganz massives Lügengebäude aufgebaut, nämlich Männer die Pflichten auferlegt werden und Frauen sämtliche Rechte in die Tasche stecken! Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Verantworlichen zur Rechenschaft gezogen werden!

Verantwortliche die zur Verantwortung gezogen werden? Da glaub ich noch nicht dran.

Tran

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Max, Friday, 19.03.2004, 11:23 (vor 7994 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von Tran am 17. März 2004 18:31:57:

Guten Abend Joachim!

Die Gleichberechtigung ist auf ein ganz massives Lügengebäude aufgebaut, nämlich Männer die Pflichten auferlegt werden und Frauen sämtliche Rechte in die Tasche stecken! Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Verantworlichen zur Rechenschaft gezogen werden!

Verantwortliche die zur Verantwortung gezogen werden? Da glaub ich noch nicht dran.
Tran

____________________________________________________________________

Na ja, wenn man der ehemaligen DDR-Führungsclique den Prozess machen konnte, warum dann nicht den Gender-Apartheidsfunktionären der BRD?
Wenn die Positionen, aus denen heraus man(n) das betreiben könnte, erst mal besetzt sind....warum nicht?

Fragt sich - Max

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Tran, Friday, 19.03.2004, 11:57 (vor 7994 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von Max am 19. März 2004 09:23:05:

Guten Morgen Max!

Na ja, wenn man der ehemaligen DDR-Führungsclique den Prozess machen konnte, warum dann nicht den Gender-Apartheidsfunktionären der BRD?
Wenn die Positionen, aus denen heraus man(n) das betreiben könnte, erst mal besetzt sind....warum nicht?

Ich glaube schon das da ein Unterschied besteht.

Tran

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Max, Friday, 19.03.2004, 17:39 (vor 7994 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von Tran am 19. März 2004 09:57:00:

Guten Morgen Max!

Na ja, wenn man der ehemaligen DDR-Führungsclique den Prozess machen konnte, warum dann nicht den Gender-Apartheidsfunktionären der BRD?
Wenn die Positionen, aus denen heraus man(n) das betreiben könnte, erst mal besetzt sind....warum nicht?

Ich glaube schon das da ein Unterschied besteht.
Tran

__________________________________________________________
Hi Tran,

klar besteht da ein Unterschied. Die unterschiedlichsten Dinge haben jedoch mitunter eines gemeinsam: Sie sind justitiabel.

- Max

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Tran, Friday, 19.03.2004, 22:36 (vor 7994 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von Max am 19. März 2004 15:39:50:

klar besteht da ein Unterschied. Die unterschiedlichsten Dinge haben jedoch mitunter eines gemeinsam: Sie sind justitiabel.

Entschuldige bitte - sie sind was?
Was bedeutet "justitiabel"?
So in der Richtung "rechtlich verfolgbar"?
Damit hättest Du schon recht.
Aber eben nur in diesem Punkt.

Tran

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Max, Monday, 22.03.2004, 12:13 (vor 7991 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von Tran am 19. März 2004 20:36:45:

klar besteht da ein Unterschied. Die unterschiedlichsten Dinge haben jedoch mitunter eines gemeinsam: Sie sind justitiabel.

Entschuldige bitte - sie sind was?
Was bedeutet "justitiabel"?
So in der Richtung "rechtlich verfolgbar"?
Damit hättest Du schon recht.
Aber eben nur in diesem Punkt.
Tran

___________________________________________________

Siehste? Wenn also die Führung eines international anerkannten, souveränen Staates vor Gericht gebracht werden kann, nachdem ihr Land kollabiert ist: Warum soll dann unter einer neuen Regierung in ein und demselben Land die alte Regierung nicht angeklagt werden können, wenn sie eklatant gegen bspw. das Grundgesetz verstossen hat? Sollten Mitglieder der alten Regierung noch Parlamentarier sein, dann hebt man ihre parlamentarische Immunität eben auf, stellt sie vor Gericht und verurteilt sie.
Wenn man alle diejenigen, die gegen Artikel 3 Gg. verstossen haben, vor Gericht stellen würde - da käme ein ganzer Schwung links-grüner Angeklagtinnen zusammen. Und Jutta Limbach, Ex-Bundesverfassungsgerichts-Vorsitzende, würde einen Extra-Prozess bekommen...
Ich bin sehr für Hygiene und finde deshalb, daß man auch seine "politisch-juristische Klasse" waschen sollte, wenn´s nötig geworden ist.

Gruß - Max

Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen

Garfield, Friday, 19.03.2004, 21:21 (vor 7994 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Politikerinnen kämpfen gegen Gewalt an Frauen von Max am 19. März 2004 09:23:05:

Hallo Max!

Hm, der Vergleich mit der DDR-Führungsclique läßt da aber nicht viel Hoffnung... Denn von den SED-Bonzen wurden nur diejenigen verurteilt, die sich dagegen kaum zur Wehr setzen konnten, weil sie entweder nicht genügend exakte Informationen über gewisse Machenschaften ihrer werten Kollegen im Westen hatten oder aber bereits komplett verkalkt waren.

Noch heute hat so mancher ehemalige SED-Funktionär einen gutbezahlten Posten. Und Schalck-Golodkowski ist auch nichts passiert, weil einige Leute im Westen offenbar große Angst davon hatten, daß er auspacken könnte.

Außerdem haben diverse deutsche Gerichte Machenschaften von Radikalfeministinnen immer wieder direkt oder indirekt als rechtmäßig erklärt. Auch ein Buch, in dem Gaskammern für Männer gefordet werden, darf in Deutschland ganz legal verkauft werden, ohne offiziell den Tatbestand der Volksverhetzung zu erfüllen. Zwar erfüllt es diesen Tatbestand de facto sehr wohl, aber zur Verantwortung kann man dafür niemanden ziehen, da die Herausgabe dieses Buches per Gerichtsurteil für rechtmäßig erklärt wurde. Bestenfalls die Richter könnte man eventuell irgendwann vielleicht mal belangen, aber erfahrungsgemäß wird daraus auch nichts werden.

Frustrierte Grüße
von Garfield


powered by my little forum