Zum RP-Artikel (s. u.): Mein Brief
Das habe ich heute an die Rheinische Post geschrieben (hoffentlich stimmt die Mail-Adresse, ich habe keine geeignete gefunden...):
"Liebe "Rheinische Post"!
Im Artikel "Frauen, die besseren Menschen" von DENISA RICHTERS vom 10. März, der Ihnen zugeschrieben wird (habe ich aus zweiter Hand), heißt es u. a.:
Massaker und Mord, Raub und Erpressung, sexueller Missbrauch und Hooliganismus ... gehen fast ausschließlich auf das Konto von Männern. Woran liegt das?
"Trotz intensiver Forschungen wissen wir es nicht genau"<
Meine Theorie dazu:
Es gehen auch noch andere Dinge seit Jahrtausenden "fast ausschließlich auf das Konto von Männern": Erfinden, Entdecken, Forschen, Entwickeln, Komponieren, Berechnen, Programmieren, Konstruieren, Verwalten, Organisieren, etc. Kurz, alles, was nützlich ist und die Menschen voran gebracht hat. Das sind positive Dinge, die gegenüber den negativen (Kriminalität, s. o., Krieg etc.) die überwiegende Mehrheit bilden. Männer sind halt seit jeher ganz allgemein überwiegend am politischen und gestaltenden Leben beteiligt, was sich selbstverständlich nicht nur im Positiven (ca. 99%), sondern halt auch im Negativen (ca. 1%) niederschlägt. Nur im "Guten" wurden dann eben die Frauen schon immer benachteiligt, während das "Böse" halt im Mann selber liegt.
Eine Bestätigung dieser Theorie liegt in der im Gleichschritt mit der Integration von Frauen in alle Lebensbereiche einher gehenden galoppierenden Zunahme der Frauenkriminalität!
Viele Grüße 
Martin XY"
Re: Zum RP-Artikel (s. u.): Mein Brief
Als Antwort auf: Zum RP-Artikel (s. u.): Mein Brief von Martin am 15. März 2004 22:06:38:
Hi Martin
Eine Bestätigung dieser Theorie liegt in der im Gleichschritt mit der Integration von Frauen in alle Lebensbereiche einher gehenden galoppierenden Zunahme der Frauenkriminalität!
IMHO ist die Zunahme der Frauenkriminalität gar nicht so hoch.
Aber es erscheint so, da die bereits bestandene Frauenkriminalität nun erst als solche wahrgenommen wird.
Dies zeigt aber auch, dass wir uns langsam wieder auf den Weg befinden, die Wahrheiten so zu sehen, wie sie in Wirklichkeit auch sind.
Trotzdem wird es wohl noch eine Weile dauern, bis wir dort angekommen sind.
Viele Grüße
Martin XY"
Gruß
Norbert
Re: Zum RP-Artikel (s. u.): Mein Brief
Als Antwort auf: Re: Zum RP-Artikel (s. u.): Mein Brief von Norbert am 16. März 2004 08:08:09:
IMHO ist die Zunahme der Frauenkriminalität gar nicht so hoch.
Hallo Norbert,
hatte die von Polizei, Justiz und Medien totgeschwiegenen Fälle mit eingerechnet...
Martin
Wahrnehmungsproblem
Als Antwort auf: Re: Zum RP-Artikel (s. u.): Mein Brief von Martin am 17. März 2004 21:30:50:
IMHO ist die Zunahme der Frauenkriminalität gar nicht so hoch.
Hallo Norbert,
hatte die von Polizei, Justiz und Medien totgeschwiegenen Fälle mit eingerechnet...
Martin
Hi Martin
Ok, aber ich meinte ja auch nicht nur die bewußt totgeschwiegenen Fälle, sondern einfach auch die Tatsache, dass es Begebenheiten gibt/gab, die erst gar nicht als Frauenkriminalität erkannt werden/wurden.
Ein Wahrnehmungsproblem also.
Beim so genannten Gewaltschutz gibt es nicht nur in D eine Konditionierung, die erst einmal von der Gewaltausübung durch einen Mann ausgeht, und die einer Frau übersieht.
Selbst wenn letztere eigentlich unübersehbar ist.
So wurde mal eine Studie 'Gewalt gegen Frauen' durchgeführt.
Dem durchführenden Psychologen wurde erst später klar, dass er dabei die offensichtliche Gewaltausübung von Frauenseite aus, völlig ignorierte.
So schrieb er dann sinngemäß: 'Selbst die Tatsache, dass der Mann beim Zeitungslesen durch die Frau mit einem Messer attackiert wurde, habe ich nicht als Gewalt wahrgenommen.'
Dass nun auch eine fehlgeleite Sozialisierung eine höhere Kriminalität zur Folge hat, ist für mich auch klar. Gilt erst mal geschlechtsunabhängig.
Wenn nun zuvor die Wahrnehmung von Taten zuvor ein viel zu niedriges Niveau hatte, und nun eine höhere Sensibilisierung vorliegt, so erscheinen nun eben die jetzt wahrgenommen Taten als stärkere Zunahme, als sie eben tatsächlich ist. (Sorry für diesen Bandwurmsatz.)
An den Absolutwerten ändert dieses natürlich gar nichts. Ebensowenig sagt es darüber aus, ob die aktuelle Wahrnehmung richtig ist.
Gerade aus diesen Gründen ist zum Bsp. die Polizeistatistik bzgl. häuslicher Gewalt bislang völlig daneben.
Allerdings ist inzwischen die Sensibilisierung hier im Gange, so dass nun auch gegen die genannte Konditionierung bei Polizisten vorgegangen wird.
Was zu einer objektiveren Statistik führen wird.
Allerdings wird die Gegenüberstellung einer zuvor verzerrten Statistik, mit einer dann weniger verzerrten, erneut ein verzerrtes Ergebnis ergeben.
Gruß
Norbert