Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Männerfeindlich

Simon, Monday, 15.03.2004, 19:29 (vor 7998 Tagen)

Zur Abwechslung mal eine Glosse aus der WELT von Mariam Lau, in der zwar inhaltlich nichts neues drinsteht, deren Anlaß (Charles/Diana) auch eher ephemer ist, in der aber immerhin einmal in einer breiten Öffentlichkeit explizit ausgesprochen wird, daß das gegenwärtige Meinungsklima männerfeindlich ist. Lustig, daß so etwas meist in Publikationen von Frauen steht. Wohl weil Männer es immer noch für unfein halten, sich zu beklagen.

Männerfeindlich
Kommentar
von Mariam Lau

Stolz präsentiert der amerikanische Fernsehsender NBC jetzt einem Millionenpublikum den neuesten Enthüllungs-Coup: Vor laufenden Kameras spricht Prinzessin Diana von den Qualen ihrer Ehe mit Prinz Charles; wann sie von seiner Affäre mit Camilla Parker Bowles erfuhr, wie schlecht ihr dabei wurde, wie hundsgemein alle zu ihr waren und, exakt, wie wenig sie anschließend essen konnte. "Ich warf mich selbst die Treppe hinunter, obwohl mir bewusst war, dass ich ein Kind erwartete", erklärt sie auf den neu entdeckten Tonbändern und: "Mein Mann gab mir das Gefühl, in jeder Beziehung unzureichend zu sein. Jedes Mal, wenn ich auftauchte, um nach Luft zu schnappen, drückte er mich wieder hinunter."

Wie Prinz Charles auf die Idee kommen konnte, eine Frau, die sich nicht richtig ernähren kann, sich schwanger die Treppe hinunterstürzt und Probleme mit der Atmung hat, für unzureichend zu halten, wissen wir natürlich auch nicht. Dass aber die Passionsgeschichte der schmerzensreichen Lady Di in die immer länger werdende Sammlung von männerfeindlichen Mythen gehört (gleich neben den Film "Monster" oder den weltumspannenden "Vagina Monologen") - das wissen wir. Dass Tony Blair die Queen zwingen wollte, bei Dianas Beerdigung dem großen Fluss der Tränen noch ein paar königliche hinzuzufügen, statt die steife Oberlippe zu bewahren, die ihr das Amt vorschreibt, macht die Sache nicht besser. Es zeigt, dass Männerfeindschaft inzwischen zum Common sense gehört, so wie die Abneigung gegen Globalisierung, gegen George W. Bush, gegen Militarismus, gegen den "Schönheitswahn" und so weiter. Diana war keine glückliche Frau, und sie hat sich vorgestellt, eine Heirat mit einem Märchenprinzen könnte das ändern. Dass es so nicht kam, kann man nicht Old Segelohr in die Schuhe schieben, geschweige denn den Männern in toto.

Artikel erschienen am 6. März 2004

Re: Männerfeindlich

Odin, Monday, 15.03.2004, 20:30 (vor 7998 Tagen) @ Simon

Als Antwort auf: Männerfeindlich von Simon am 15. März 2004 17:29:04:

Bei Diana handelte es ich wohl um eine tief gestörte Persönlichkeit. Ihre Verehrung zeigt welch seltsame Blüten diese Art der "Marienverehrung" treiben kann.

Re: Männerfeindlich

Max, Monday, 15.03.2004, 21:34 (vor 7998 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Männerfeindlich von Odin am 15. März 2004 18:30:23:

Bei Diana handelte es ich wohl um eine tief gestörte Persönlichkeit. Ihre Verehrung zeigt welch seltsame Blüten diese Art der "Marienverehrung" treiben kann.

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Oberhalb der Pont d´Alma in Paris, unter der Di ihr Leben ausgehaucht hat (sie war nicht angeschnallt und hat sich nie über die Konsequenzen daraus beklagt!) steht eine Skulptur: Soll eine Fackel darstellen. Ich muß meine Reisegäste immer wieder darauf hinweisen, daß der Künstler hier nicht Lady Di´s Frisur nach dem Aufprall nachbilden wollte. Mit einer derartig unordentlichen Frisur wäre sie nämlich nie verehrt worden.

Übrigens: Prinz Harry soll der Sohn von Rittmeister Hewitt sein...angeblich.
Nach Ohren-Charlie schaut er ja auch überhaupt nicht aus.

- Max

Re: Männerfeindlich

Rüdiger, Monday, 15.03.2004, 23:26 (vor 7997 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Männerfeindlich von Max am 15. März 2004 19:34:54:

Übrigens: Prinz Harry soll der Sohn von Rittmeister Hewitt sein...angeblich.

Nach Ohren-Charlie schaut er ja auch überhaupt nicht aus.

Wie wär's in diesem Falle mit einem kleinen heimlichen Vaterschaftstest :-)) ?

Diana hat sich als 19jährige wohl nicht recht klargemacht, was es heißt, an der Seite von Charles ein Leben in ständiger Öffentlichkeit, mit vollen Terminkalendern etc. zu führen, und dann war es zu spät, da noch mit Anstand rauszukommen ....

Gruß, Rüdiger

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