Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Aktion "Gebt Jungen eine Zukunft"

Bruno, Monday, 15.03.2004, 14:20 (vor 7998 Tagen)

Liebe Forumsteilnehmer,

ich möchte nochmals auf die Petition aus
http://www.manndat.de/petitionB.htm
hinweisen. Denjenigen, die ihre Unterstützung bisher gegeben haben möchte ich danken.

Unterschriften (mit Adresse und Namen) bitte bis 15.04.04 senden an:

Herr Bergmann
(Manndat)
Postfach 1458
65524 Niedernhausen

Kurze Zusammenfassung: Um was geht es?

Aktion „Gebt Jungen eine Zukunft“

Eine Petition für die Gleichstellung von Jungen und Mädchen

1 Wir ersuchen um eine objektive Berichtserstattung auch über den Bildungszustand der Jungen und jungen Männer, insbesondere aber in den Berichten "Bildung auf einen Blick" auch die Problembereiche der Jungen und jungen Männer offen darzulegen.

Jährlich wird vom Bundesbildungsministerium ein Bericht "Bildung auf einen Blick" herausgegeben. Der Titel suggeriert dem unbedarften Bürger einen Überblick über die gesamte Bildungssituation in Deutschland. Doch während ausführlich über die Probleme der Schülerinnen mit dem Computer und den niedrigen Frauenanteil in den Ingenieur- und Naturwissenschaftsstudiengängen berichtet wird, bleiben die schlechteren Schulabschlüsse der Jungen, den niedrigeren Jungenanteil je höher die Schulart ist, die erheblich schlechtere Lesekompetenz der Jungen, die höhere Schulabbrecherrate der Jungen und die niedrigeren Männeranteile an Studiengängen zu sozialen und erzieherischen Berufen unerwähnt.

2. Wir bitten darum, entsprechend den Empfehlungen des Forums Bildung und der BLK konkrete Maßnahmen zur Steigerung des Interesses von Jungen und jungen Männern an Erziehungsberufen durchzuführen.

Der Erziehungsbereich ist eindeutig eine Frauendomäne, was insbesondere bei den Kindergärten und der Grundschule zu erkennen ist. Tendenz steigend.

Jugendliche haben im Rahmen ihrer Erziehung immer seltener auch männliche Bezugspersonen und somit kaum mehr die Möglichkeit männlich geprägte soziale Lebensweisen in der gelebten Wirklichkeit kennen lernen. Dies ist für die Jugend insgesamt nicht vorteilhaft und wirkt sich insbesondere bei der Entwicklung der sozialen Kompetenz der männlichen Jugendlichen verheerend aus.

Die Erhöhung des Männeranteils an Schulen würde der Empfehung des Forums Bildung (Gremium der bildungspolitisch Verantwortlichen aus Bund, Ländern, Sozialpartnern und Wissenschaft) entsprechen, das die "Stärkung des Interesses junger Frauen an mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern und junger Männer für die Berufe des Erziehers und Grundschullehrers" für notwendig hält.

3. Wir ersuchen, die Ausgrenzung der Jungen am Zukunftstag für Mädchen und die damit verbundene Zuwiderhandlung gegen die Empfehlung des Forums Bildung zur gleichen Teilhabe von Mädchen und Jungen bei Maßnahmen zur Erweiterung des Berufswahlspektrums auf geschlechtsuntypische Berufsfelder aufzugeben.

Jährlich wird auf Initiative vom Bundesbildungs- und vom Bundesjugendministerium ein Zukunftstag für Mädchen veranstaltet. An diesem "Girls-Day" soll den Mädchen geholfen werden, ihr Berufswahlspektrum auf frauenuntypische Berufsfelder auszudehnen. Jungen werden aus dieser Bildungsmaßnahme seit Jahren ausgegrenzt. Diese Ausgrenzung bei einer Veranstaltung zur Erweiterung des Berufswahlspektrums widerspricht der Empfehlung des Forums Bildung und der BLK, die Maßnahmen zur Erweiterung des Berufswahlspektrums und des Studienwahlverhaltens für junge Frauen und junge Männer, insbesondere durch frühe Berufsorientierung ab der Sekundarstufe I in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, beispielsweise durch Erkundungen und Praktika, auch in "untypischen" Berufsfeldern" empfahlen.

4 Wir bitten, bei höherer Arbeitslosenquote der Männer diesen zumindest die gleiche aktive Arbeitslosenförderung zukommen zu lassen wie Frauen.

Laut EU-Statistik eurostat lag im April 2003 die Arbeitslosenquote der männlichen Jugendlichen bei 12,3%, die der weiblichen Jugendlichen bei 8,6%, d.h. die Jugendarbeitslosenquote liegt bei der männlichen Bevölkerung um etwa 43% höher als bei der weiblichen. Sowohl die absolute als auch die relative Arbeitslosigkeit der Männer ist höher als die der Frauen. Tendenz steigend.

Trotzdem wird eine Männer diskriminierende Arbeitslosenförderung betrieben. Folgende Meldung stammt aus dem Presse-Info 52 der Bundesanstalt für Arbeit vom 06.08.03:

"Frauen profitieren überdurchschnittlich stark von der Arbeitsförderung der Bundesanstalt für Arbeit (BA). 43,6 Prozent der Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik zwischen Juli 2002 und Juni 2003 waren Frauen. Damit wurde die gesetzlich festgelegte Zielförderquote von 41,3% deutlich überschritten."

Es wäre schön, wenn wir noch einige Unterschriften zusammen bekommen könnten.

Viele Grüße

Bruno

powered by my little forum