Beweise wären schon nicht schlecht
Probleme gibt es auch bei den Projekten, die sich um misshandelte Frauen kümmern. Zwar verdoppelte sich durch das Gewaltschutzgesetz die Zahl der Schutzanordnungen innerhalb eines Jahres von rund 7000 auf 13 400 Vorfälle (2003). Vor Gericht zögen sich die Verfahren aber oft zu lange hin. "Mal ist das Amts-, mal das Familiengericht zuständig. Termine sind nur schwer zu bekommen, und die Opfer müssen Beweise für ihre Misshandlungen liefern. Das verunsichert viele Frauen", sagte Antje Sölch von der Beratungsstelle Bora in Weißensee. Der Senator nickte, notierte, fragte zurück und versprach Verbesserungen. So sagte er "weniger Bürokratie für die Projekte" zu, "damit mehr Zeit für die Arbeit mit den Betroffenen bleibt."
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