Rote Männer Info Nr. 65
RoteMänner!
Läufer und Irrläufer!
Wahnsinnige und Besonnene!
Bekanntlich bewundern wir auf's Höchste Männer, die immer noch den Mut
aufbringen und sich in sogenannte Beziehungen stürzen.
Geschlechterphilosoph Wiglaf Droste erklärte neulich dazu: "Die gute,
alte sexistische Liebe scheut kein Risiko."
http://www.taz.de/pt/2004/02/27/a0218.nf/text Seit jeher ist das auch
das Credo der Gefahrensucher unter den RotenMännern. Schwierigkeiten
indessen hatten wir mit der Operationalisierbarkeit dieser eindeutigen
Warnung Drostes: "Wer Liebe zur Beziehung degeneriert, darf ruhig
glauben, man könne mit ihr fertig werden." Nach Überzeugung Einiger
müsste es hier richtigerweise heißen: ". man könne mit ihr fertig
gemacht werden."
Über die Praktiken des Fertigmachens vermittels Liebe und Ehe berichtete
am 1. März der "Focus" ausführlich unter dem Titel "Scheidungsopfer
Mann: Warum Frauen fast immer im Vorteil sind". Die Erkenntnisse des
Magazins sind zwar nicht neu, aber neu ist doch, dass inzwischen
Berichte darüber den Weg in eine etablierte Öffentlichkeit finden, wie
Ehemänner, oft von langer Hand geplant und mithilfe findiger Juristen
berechnet, über den Löffel barbiert werden. Probates Mittel dazu sind
meist die Kinder, die sich in der Regel die Ehefrau "sichert". Damit
macht sie ihren Unterhaltsanspruch wasserdicht. Traditionelle
Rollenklischees werden in SOLCHEN Fällen von Frauen gerne genutzt. Und
wenn tradierte Geschlechterrollen allein nicht reichen, hilft es
offenbar außerordentlich, wenn sie arbeitslos ist. Eine der "schönsten"
Geschichte in "Focus" berichtet davon, dass die Kinder vom
Familiengericht der von Sozialhilfe lebenden Mutter zugesprochen wurden,
weil diese im Gegensatz zum berufstätigen Vater dafür Zeit habe.
Offenbar ging das Gericht davon aus, dass Sozialhilfebezug der
"Naturzustand" dieser Mutter war.
Das Ganze erinnert an ein Wort von Woody Allen, der über seine Ehe mit
Mia Farrow sagte, sie hätten nur ein einziges Mal einen gemeinsamen
Orgasmus erlebt: Beim Unterzeichnen der Scheidungsurkunde!
"Ein Mann ist so gut, wie er sein muss, eine Frau ist so schlecht, wie
sie sich zu sein traut." zitierte das "Streiflicht" der "Süddeutschen"
am 5. März den amerikanischen "Mäzen, Seifen- und Aphorismenfabrikant"
Elbert Hubbard. Der gute Elbert hätte sich nicht träumen lassen, was
sich manche Frauen 90 Jahre nach seinem Ableben trauen!
Zum Beispiel dieser gravierende Fall von Stutenbissigkeit: Caroline Beil
soll Susann Stahnke im RTL-Dschungelcamp ein "fucking face" genannt
haben. Dafür will die so Titulierte jetzt 5000 Euro Entschädigung haben.
Und wir dachten immer, bei solchen Sendungen sei das Privileg, sich
beleidigen zu lassen, durch die Gage abgegolten. Hm.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,287719,00.html
"Richter Gnadenlos" Ronald Barnabas Schill, inzwischen auch als
"Politpfeife gnadenlos doof" bekannt, erwägt nach der in die Hose
gegangenen Hamburg-Wahl seine Auswanderung nach Lateinamerika. Die
"Süddeutsche" erinnerte das an Bert Brecht, der einer ungeliebten
Regierung schon mal empfahl, das Volk doch aufzulösen und sich ein neues
zu wählen. Doch die Lage ist ernst - für Lateinamerika!
Ein redaktioneller Einschub in eigener Sache: Gelegentlich erreichen uns
Mails mit Webadressen im halben Dutzend mit der Bitte um Aufnahme in
unseren Verteiler. Manchmal melden sich dann einige davon kurz drauf
wieder ab. Was nebenbei echt Scheiße ist für uns: Findet mal einzelne
Adressen in einem Verteiler mit ein paar Hundert wieder! Darum unsere
Bitte: Versucht nicht ausgerechnet mit dem RoteMännerInfo Leute zu
missionieren, die das nicht goutieren! Dazu ist gerade diese Mischung
aus Satire und Polemik nicht geeignet. Wir schicken ja auch nicht den
humorfreien Pfeifen von der "Määnzer Fassenacht" die neueste "Titanic"
zu - denn was sollten die damit? Versteht bei denen doch keiner! Die
einschlägigen frauenbewegten Frohnaturen, ähem, sind auf unser Info
sowieso so scharf wie Nachbars Lumpi und lesen's in den Foren.
Apropos Karneval: Freunde des rheinischen Frohsinns, war es nicht
einTrauerspiel? Selbst der Kölner Fastelovend war ja niemals witzig,
aber dann gab es da seit den Achtzigern diese wunderbar anarchistische
Stunksitzung, die eine heranwachsende deutsche Bundespolitikerin vor
zehn Jahren noch vor den Kameras des WDR als "ausgemerkelte
Ostquotenmöse" beim Wrestling darstellte. Schon dies würden die sich
heute nie mehr trauen. Unter der großvolumigen, aber weitgehend ironie-
und humorfreien Sitzungspräsidentin Biggi Wanninger gibt es dort
inzwischen wirklich gar nichts mehr zu lachen. Egal, die Hauptsache ist
der Beweis, dass in diesem Linksbiotop Frauen in Führungspositionen
kommen. Das scheint auch den alten Kämpen der Stunksitzung inzwischen
aufgegangen zu sein, viele von ihnen traten nämlich in der Session 2004
nicht mehr in Erscheinung. Vielleicht lagen sie über Karneval mit einer
Überdosis politischer Korrektheit siech darnieder. So hatte selbst in
Köln schon während des Karnevals die intellektuelle Fastenzeit begonnen.
Wieder mal musste der Europäische Gerichtshof für die Achtung der
Menschenrechte durch die deutsche Familiengerichtsbarkeit sorgen. Der
Fall ist völlig unglaublich, aber das sind vor deutschen
Familienrichtern wahrlich viele Fälle! Eine Frau gab ihr Kind zur
Adoption frei. Der nicht eheliche Vater stritt dagegen vor Gericht um
das Sorgerecht. Abgelehnt!
http://www.taz.de/pt/2004/02/27/a0097.nf/text
Manchmal bleibt einem bei der Kaltschnäutzigkeit solcher Juristen - und
dann auch noch durch sämtliche Instanzen! - schier die Spucke weg.
Entscheidungen über die Rechte von Kindern werden von etlichen Senaten
und Kammern - und im vorliegenden Fall offenbar auch durch das
Bundesverfassungsgericht - getroffen, als ginge es um den Streit der
Eltern um ein Möbelstück. Manchen Richtern erscheint es offenbar völlig
undenkbar, in ihren Waschbrettköpfen minimale Aspekte von Menschlichkeit
zuzulassen. Zumal gegenüber Kindern und Eltern! Aber als "Eltern" gelten
Väter für solche fürchterlichen Schreibtischtäter vermutlich sowieso
nicht; sie scheinen diesen nicht viel mehr wert zu sein als
Samenspritzer ohne eigene menschliche Regungen und Bindungen, denen man
darum auch selbst nicht menschlich zu begegnen braucht. Der irische
Autor Joseph O'Connor beschrieb das Gefühl, das einen vor Gericht
beschleichen kann, treffend in seinem Buch "Der Verkäufer": Man meint,
in einer Jauchegrube voll stinkender Wörter zu ertrinken.
Eine interessante Analogie zwischen der Indolenz belgischer Behörden -
bis hin zu naheliegenden korrupten Vermengungen - im Fall Dutroux und
der Tatenlosigkeit deutscher und tschechischer Behörden angesichts einer
florierenden Kinderprostitution entlang der gemeinsamen Grenze zog jetzt
die "taz". http://www.taz.de/pt/2004/03/03/a0141.nf/text Angesichts
dieses Beitrages könnte man in der Tat darüber spekulieren, ob
staatliche Akteure, die an anderer Stelle gerne über das männliche
Tätertum schwadronieren, dort wo ihr Handeln gegen konkrete Kriminalität
geboten ist die Hände in den Schoß legen - hoffentlich nur in den
eigenen! Die Widerlichkeit eines pädophilen Prostitutionstourismus ist
das Eine, das Andere ist die Scheinheiligkeit derer, die meinen ihre
Untätigkeit vielleicht durch die Schirmherrschaft über eine "Aktion
gegen Männergewalt" kaschieren zu können. Brandstifter und Biedermänner
munitionieren so jedenfalls tatkräftig die wohlfeil verallgemeinerte
Diffamierung von Männern, statt gegen diejenigen vorzugehen, die
tatsächlich Schuld haben.
Wieder mal ein Beweis, dass auch Männer unerträglich diskriminiert
werden: In Praxen, Kliniken oder Apotheken stellten Frauen im Jahr 2002
72 Prozent des Personals. "Der Frauenanteil stieg seit 1998 um 3,1
Prozent, der Männer-Anteil sank um 1,6 Prozent." schreibt dpa.
http://www.taz.de/pt/2004/03/05/a0086.nf/text Preisfrage: Brauchen wir
eine Männerquote im Gesundheitswesen?
Ach ja, gestern war mal wieder Internationaler Frauentag. Das Übliche!
Haben Pizza bestellt uns uns reingesetzt. Drei Liter Roten und Grappa
dazu. Den besten Beitrag zu diesem Datum lieferte der in die Jahre
gekommene Schauspieler Klausjürgen Wussow (74): "'Ich war so ein
unglaublicher Volltrottel', sagte Wussow der Illustrierten ,die
aktuelle'. Sein Leben lang sei er von seinen Frauen ausgenutzt worden.
Das Allerschlimmste daran sei aber, dass er es hingenommen und ertragen
habe ,wie ein Schaf'."
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,289565,00.html
Das Statistische Bundesamt gibt einen "Blickpunktband" über "Frauen in
Deutschland" heraus
http://www.destatis.de/download/d/veroe/blickpktfrauen.pdf. Demnach
leisten Frauen 31 Stunden unbezahlte Arbeit pro Woche. Nicht alle
zusammen, sondern jede Einzelne! Männer kommen demnach nur auf 19,5
Stunden. Dagegen leisten Männer mit durchschnittlich 22,5 Stunden fast
doppelt so viel Erwerbsarbeit pro Woche wie Frauen (12 Stunden). Wenn
das stimmen würde, lägen beide Geschlechter fast gleichauf in ihrer
gesamten Arbeitsleistung.
Aber kennt irgendwer von euch eine Frau - nur eine! - die 31 Stunden
wöchentlich unbezahlt arbeitet? Bitte unbedingt melden! Man müsste schon
einen Riesenhaushalt mit mindestens fünf Kindern und einen
fußballfeldgroßen Garten bewirtschaften, um bei mäßig koordiniertem
Vorgehen auf diese Stundenzahl zu kommen. Allerdings rechnen die
Statistiker allerhand in ihren "unbezahlten" Arbeitsbegriff ein: "Haus-
und Gartenarbeit, handwerkliche Tätigkeiten, Einkaufen,
Haushaltsplanung, Pflege und Betreuung von Personen, ehrenamtliche
Tätigkeiten sowie unentgeltliche soziale und informelle
Hilfeleistungen". Da kann man den Tratsch im Treppenhaus ebensogut
unterbringen wie einen ausgiebigen Stadtbummel oder das Lesen der
neuesten "petra", "brigitte" oder "meine familie und ich" mit ihren
wunderbaren Kochrezepten. Vielleicht könnte uns übrigens Klausjürgen
Wussow mal näher erläutern, wieviel er seiner Exfrau für diese
"unbezahlte Arbeit" im Schnitt hingeblättert hat.
Im Folgenden wollen wir uns heute mal wieder ein wenig mit der
Patriarchin des bundesdeutschen Feminismus befassen.
1. Alice Schwarzer ist eine selten schizoide Erscheinung: In den
TV-Talkshows jovial, umgänglich und durchaus humorvoll, in ihren
radikalfeministischen Nischen (in denen sie von einer breiteren
Öffentlichkeit gar nicht wahrgenommen wird) dagegen geradezu maßlos und
durchgeknallt. Ein aktuelles Beispiel.
2. Mit Verona F. verbindet Frau Schwarzer eine innige und bissige
Feindschaft. Da merkt man tatsächlich, dass sie trotz allem eben doch
eine Frau ist! Wir berichten darüber, wie sie weiland diese Feindschaft
zelebrierte - und wie sie sich jetzt mit Frau Feldbusch auf einen
Fototermin einließ.
3. Eigentlich hätten wir uns doch alle eine Bundespräsidentin gewünscht
- allein schon damit für einen Tag das Benachteiligungs-Genöhle aufhört.
Angela Merkel engagierte sich nicht eben energisch für ihr Geschlecht
(weil dieses Kriterium ihr natürlich auch schlicht schnurz ist), und in
der "taz" lasen wir, warum das auch sein Gutes hat.
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DIE "ALLGEGENWÄRTIGE, GLOBALE GEWALT GEGEN FRAUEN"
ALICE SCHWARZER UND DER ERDUMSPANNENDE GESCHLECHTER-FASCHISMUS
Oh ihr Kinder der Aufklärung! So als hätte die Verfasserin -
ausgerechnet diese! - bislang einer frommen Blindheit gefrönt, lesen wir
die Feststellung: "Es hat keinen Zweck, länger die Augen davor zu
verschließen: Wir Frauen sind das gefolterte Geschlecht." Wenn keine
Geringere als Alice Schwarzer das sagt, senken wir am besten erst mal
das Haupt und gehen in uns. Welche soziologische Gruppe wird in Regionen
wie Tschetschenien vorrangig verschleppt, gefoltert und ermordet?
Natürlich: Wehrfähige, gesunde, kräftige, aggressive und vor allem junge
- Frauen - ? Weil diese das Nachwuchspotenzial des antirussischen
Widerstands sind, ist doch klar! Wer war übrig, um für die Opfer der
argentinischen Folterdiktatur der Siebziger- und Achtzigerjahre
wenigstens juristische Gerechtigkeit - den immanenten Widerspruch bitten
wir zu entschuldigen! - einzuklagen? Waren es die "PADRES de Mayo"? Wenn
irgendwo Befreiungsbewegungen strategisch enthauptet werden sollen, geht
man dann auf die Frauen der Anführer los?
Bedauerlicherweise gibt es ja so gut wie keine namhaften weiblichen
Revolutionäre. Wenn aber doch, bekommen sie sofort einen
Friedensnobelpreis! Was immerhin belegt, dass sie leben. Die burmesische
Demokratin (und natürlich Nobelpreisträgerin) Aung San Suu Kyi steht
meistens unter Hausarrest und erfreut sich ansonsten guter Gesundheit.
Damit geht es ihr um Längen besser als jenem Mann, einem politischen
Häftling, der nach Informationen von Human Rights Watch kürzlich in
einem usbekischen Gefängnis bei lebendigem Leib gekocht worden ist.
Nicht besser als dort geht es Regierungsgegnern im benachbarten
Aserbajdschan (einem weiteren westlichen Verbündeten "gegen den
Terror"!)
Immer wieder ist auch von vergewaltigten Frauen die Rede. Und es sträubt
sich in Einem ja tatsächlich alles dagegen, mal festzustellen, dass es
Dinge gibt, die NOCH schlimmer sind! Lebend gekocht zu werden etwa! Aber
das scheint zunehmend der Fehler einer mitfühlenden und Anteil
nehmenden, eben jener "anderen", normalen Männerwelt zu sein, dass sie
NICHT das Bedürfnis empfinden, die eigenen Qualen schon rituell als "das
SCHLIMMSTE" gewürdigt sehen zu müssen. Stellt sich die Frage, ob diese
Männer wirklich so "anders" sind, dass ihre Normalität in Wirklichkeit
die Ausnahme wäre.
Die normale Männerwelt wird von solchen intellektuellen Schnapsdrosseln
wie Alice Schwarzer jedenfalls seit 30 Jahren tatkräftig zur Ausnahme
stilisiert: "Sicher, die Lage von Frauen in den westlichen Demokratien
ist heute unvergleichlich besser als die in so manchen archaischen
Männergesellschaften Asiens, Arabiens oder Afrikas. Doch auch im Westen
kennt jede dritte bis zweite Frau Gewalt aus eigener Erfahrung; werden
Frauen geschlagen, missbraucht, vergewaltigt - kurzum: gefoltert." Wer
wollte sich da, anstatt betreten die Augen niederzuschlagen, zu der
Aussage hochschwingen, dass die Elenden in den Folterkellern des
Kaukasus oder auch in afrikanischen Gefängnissen diese - kurzum! -
"Folter"-Situationen im "Westen" als buchstäbliche Gnade empfinden
würden? Flugs sähe sich der doch als Verteidiger jener Schimäre von
häuslicher Gewalt denunziert, so als hätte er erzwungenen Sex und
prügelnde Ehegatten (gleich welchen Geschlechts) rechtfertigen wollen.
Und schon ist man Tante Alice wieder auf den Leim gegangen, weil man
jedenfalls argumentativ schon soweit zurück gedrängt worden ist, dass
häusliche Gewalt DURCH Frauen keine Rolle mehr spielt. Obwohl sie doch
ihren selbst mathematisch gerechten Anteil am Gesamtaufkommen hat.
Für Männerrechtler ist es längst zu einer Plattitüde und
Selbstverständlichkeit geworden, davon auszugehen, dass häusliche Gewalt
sich geschlechtlich nicht zuordnen lässt, weder in Bezug auf die Täter
noch auf die Opfer. Es ist so selbstverständlich geworden, dass wir
schon seit langem kaum mehr darüber reden. Den Mann als Opfer AUCH zu
denken, das ist in der Gesellschaft weit über unseren Kulturkreis hinaus
eine zu vernachlässigende Größe. Selbst wer das Bewußtsein der Tatsache
hat, sieht es doch als weniger bis gar nicht gravierend an, wenn
Männerhaut zur Schlachtbank getragen wird. Die Sachwalterinnen eines
totalitären Feminismus kennen da weniger Skrupel und schon gar keine
Bescheidenheit. Wenn es nützlich ist, sind ihnen im Kampf gegen Männer
Lügen und Denunziation nichts weniger als willkommen. Dann gilt wieder
der Satz "Gewalt ist, was eine Frau als Gewalt empfindet". Es ist das
Ende jeder Vernunft, aber weil Vernunft für solche Juwele ohnehin
"patriarchalisch" ist, und die Debatte auf der Grundlage von "Nur ICH
hab' Recht!" viel bequemer, wird auf die Grundlagen der Zivilisiertheit
von dieser verbreiteten Spielart des Feminismus gerade mal geschissen.
Man könnte weitschweifig darüber nachdenken, inwiefern es mit dieser
Selbstfixierung und ungetrübten Eigennützigkeit zu tun hat, dass Frauen
in der Gesellschaft durchschnittlich weniger erreichen, weniger
verdienen und weniger darstellen als Männer. Viele von ihnen wollen das
ja auch solange gar nicht, wie sie im privaten, häuslichen Bereich ihr
Machmonopol sichern und ausbauen können und der Rubel rollt, sei es als
eheliche Kontovollmacht, Unterhaltszahlung, Fördergeld oder schlicht die
artige Umwerbung mit Geschenken. Welcher MANN würde sich denn damit
zufrieden geben, und welche Frau würde es ihm in einer
Lebensgemeinschaft gestatten? Über das fortgesetzte Lamento haben die
meisten Feministinnen längst vergessen, dass es doch wenigstens mal
einen Versuch wert wäre, SELBST etwas aufzubauen anstatt ständig darauf
zu warten, dass Männer ihnen ihre Errungenschaften auf Silbertabletts
per Quote überlassen. Es erstaunt keinen mehr, dass die meisten Frauen,
die wirklich etwas erreicht haben, vom Feminismus nichts wissen wollen.
Wen kann das wundern bei solch unterirdischem, von Selbstmitleid und
Geschichtsvergessenheit triefendem Gepladder:
"Dass diese allgegenwärtige, globale Gewalt gegen Frauen überhaupt
möglich ist, hat etwas mit der Macht der Männer und der Ohnmacht der
Frauen zu tun und ihrer Entwertung. Denn ,so etwas' machen Menschen
nicht mit Menschen. ,So etwas' machen Menschen nur mit Untermenschen.
Mit Schwarzen. Oder Juden. Oder Frauen. Je nachdem, wer vom Stärkeren
gerade zum Minderwertigen erklärt wird. Eine Sorte Mensch allerdings ist
seit Jahrtausenden weltweit vom Faustrecht betroffen: die Frauen."
Seit Jahrtausenden dasselbe, und zwar überall, "in Köln oder Kabul"
(Schwarzer). Jeder empirischen Erkenntnis zum Trotz: Kein Fortschritt
nirgends. Das Mittelalter und der Faschismus sind gestern, heute, morgen
an jedem Ort. Ja es wird immer noch schlimmer, weil bei Frau Schwarzer
inzwischen schon "jede dritte bis zweite Frau" auch hier Gewaltopfer
ist. Es werden offenbar täglich mehr: Das ist Alice Schwarzers Version
des Films "Die Körperfresser kommen". Und wie immer, wenn sich diese
Dame in Rage schreibt, schnappt sie schließlich über. Okay, wir kennen
das, wenn man vom Schreiben einen Orgasmus kriegt. Uns wurde aber die
Erfahrung bislang noch nicht zuteil, wie es sich anhört, wenn Einem beim
Schreiben die Stimme überschlägt, während man die Bereitschaft zum
totalen Krieg abfragt. Etwa so müsste das klingen:
"Die Gewalt von Männern gegen Frauen ist das Fundament, auf dem alle
anderen Machtverhältnisse stehen. Wird dieses Fundament ernsthaft
erschüttert, stürzt das ganze Terrorgebäude in sich zusammen wie ein
Kartenhaus - und sind Küche und Schlafzimmer endlich auch für Frauen und
Kinder keine Orte des Horrors mehr, sondern Horte des Friedens."
http://www.emma.de/04_2_editorial.html
In ihrer Ausgabe vom 3. März stellte die Süddeutsche Zeitung unter der
Überschrift "Formen des Wahnsinns" die Frage "Ist BSE schon vor langer
Zeit auf Menschen übergesprungen?" Nach Lektüre dieses Editorials von
Alice Schwarzer stellen wir bekümmert fest: Es muss wohl so sein!
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ÜBER "DIE FELDBUSCHISIERUNG" - JETZT AUCH DES ARBEITSMARKTES
Bleiben wir noch einen Moment bei Tante Alice! Auch wir kämen schwerlich
auf die Idee zu unterstellen, das ausgerechnet Frau Schwarzer zu der
Sorte Weibchen gehört, die den halben Tag damit zubringt, vor ihrem
Kleiderschrank zu brüten, was sie denn heute besonders zieren könnte.
Wir mussten uns eines besseren belehren lassen, als wir auf Schwarzers
Homepage krabbelten. Vor einer Aufzeichnung mit Verona Feldbusch - also
vermutlich vor fast drei Jahren bei dem legendären Catfight im ZDF -
begab sich folgendes: "In den Tagen davor fragen mich alle nur eines:
Was ziehst du an? In der Tat. Was ich zu sagen habe, ist klar. Aber: Was
ziehe ich an? Ziehe ich mich an wie für eine Verabredung oder wie für
einen Termin? Will ich gefallen oder überzeugen? Vielleicht beides? Ich
packe durchsichtiges Gefallen und sachliches Überzeugen in die
Reisetasche und entschließe mich eine Stunde vor Beginn der Sendung fürs
Sachliche. Also ein Outfit, das nicht ablenkt."
http://www.aliceschwarzer.de/632068440560781.html
Da sind wir aber froh, dass Frau Schwarzer keine durchsichtigen
Klamotten eingepackt hat, sonst wären es doch die Exponenten des
Patriarchats wieder gewesen, denen für diese superobszöne Pornografie
die Verantwortung zugewiesen worden wäre. Nein, die Patriarchin packte
ganz unprätenziös neben "durchsichtigem Gefallen" - was immer das sein
mag! - auch "sachliche Überzeugungen" in ihre Reisetasche. Das hat dann
auch geholfen, weil sie sich nach eigener Auskunft schließlich auch
"fürs Sachliche" entschloss. Diese Sachlichkeit haben wir noch
näherungsweise in Erinnerung. Verona sei mehr eine Marionette als ein
Mensch. Das findet Frau Schwarzer also sachlich.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,143311,00.html Gut, in solchen
Dingen sind gerade wir RotenRüpel bekanntlich nicht kleinlich. Aber
gerade solche Frauen, die ihre Selbstzerfleischung untereinander immer
wieder beflissen geisseln, sollten sich doch im gegenseitigen Disput ein
wenig zurückhalten. Gudrun Eussner vom "Philosophischen Salon" in Berlin
störte offenbar genau das: "Sie mit der Frechheit zu bestrafen, in Sankt
Pauli machten das die Mädels ähnlich, nur auf niedrigerem Niveau, ist
eine Beleidigung für sich. Es gab auch subtilere Beleidigungen, wie das
Lob der Frau Schwarzer, dass Frau Feldbusch ihre Konten selbst führt.
Wer hätte das von dem Häschen, dieser Tussi, gedacht, nicht wahr?"
http://www.kalaschnikow.net/de/txt/2001/eussner25.html Salomonisch
meinte ein Forenteilnehmer im Internet über den Disput: "Wer Feldbusch
und Schwarzer reden hört und sieht, versteht, warum Männer die Welt
regieren." - Ach, tun sie das?
http://www.politikforum.de/forum/archive/13/2001/07/2/9273
Aber die gute Sache hat Schwarzer und Feldbusch wieder an einen Tisch,
pardon: auf ein Plakat gebracht. Wir wollten es erst gar nicht glauben.
Aber damit es endlich wieder mehr Arbeitsplätze in Deutschland gibt,
posieren "Brain & Body" gemeinsam für eine Aktion der Bundesregierung.
http://www.teamarbeit-fuer-deutschland.de/servlet/PB/menu/1006703/index.html
Ob das jetzt den Durchbruch am Arbeitsmarkt bringt? Und inwiefern
eigentlich "brain"?
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SCHON WIEDER KEINE BUNDESPRÄSIDENTIN:
FRAU DRIBBUSCH WEISS, WOZU ES GUT IST
Eigentlich müsste Barbara Dribbusch den bürgerlichen Parteien dankbar
dafür sein, dass sie wieder keine Frau zur Bundespräsidentin machen.
Findet sie. Weil es sich bei ihnen nämlich, auch wenn sie demnächst mit
einer Kanzlerkandidatin aufwarten, um "Rechte" handelt, und das sind
doch immer die Gegner von Feminat und Fortschritt! Aber ach, so eine
schöne Kandidatin wäre Annette Schavan gewesen. Allein, sie haben sie
nicht gewollt, die Bösen! Was aber auch wieder gut ist, weil man damit
demnächst einen Grund mehr hat, bei der nächsten Bundestagswahl nicht
die zu erwartende Kandidatin Merkel zu wählen, sondern das kleinere,
wenn auch männliche Übel - "und sich als Wählerin dann doch anderen
Parteien zuwenden, nicht wegen, sondern trotz deren Kandidaten."
Weil Frau Dribbusch das eigentlich schon immer mal loswerden wollte,
erklärt sie uns bei dieser Gelegenheit auch gleich, dass nicht etwa
einer wie Joschka Fischer ein richtiges Alpha-Tier in der
Bundesregierung sei, sondern vielmehr Ulla Schmidt, die die wirklich
alltagsrelevanten Entscheidungen treffe. "Wie jede gute wirkliche
Führungskraft dient sie als Projektionsfläche für die Wut der
Untergebenen, in diesem Fall der WählerInnen, die sich über
Praxisgebühren und Rentenkürzungen empören. Schmidt ist das weibliche
,Schmutzschild' des Kanzlers. Die Macht ist also nicht immer da, wo man
sie vermutet."
Aber wie kommt frau dann da hin, wo die Macht ist, wenn sie sie nicht
verorten kann? Ist dies das Geheimnis jener mal irrlichternden, mal
wahllos wild um sich schlagenden Frauen, die uns bisweilen so
nachdenklich werden lassen? Laut Frau Dribbusch nämlich "lehrt die
berufliche Wirklichkeit (...): Ohne einen Touch von Domina geht es
nicht. Wer aufsteigen will, muss zwar zu Beginn Unterwerfungssignale
gegenüber den Stärkeren senden, doch dann alsbald auf
Überlegenheitsgebaren umsteigen." Aber ohne zu wissen, ob man's an der
richtigen Stelle tut, das muss das ein reichlich frustrierendes Geschäft
sein. Ob diese Lebensmaxime, wahlweise zu buckeln oder zu treten, einen
im Leben weiterbringt? Es dürfte ziemlich unerheblich sein, ob man
angesichts eines solchen unmöglichen Benehmens ein Mann oder eine Frau
ist. Richtig weit bringen wird man's so nicht. Ist das vielleicht das
Geheimnis ihres Misserfolgs und ihrer "Sehnsucht nach dem Alpha-Tier"?
Insgeheim aber haben wir den Verdacht, dass eine ganze Menge
Feministinnen tief im Inneren die allergrößte Befriedigung darüber
empfinden, dass ihre Opfertheologie nicht durch einen weiblichen
Bundespräsidenten in Frage gestellt wird. Eben darum hätten die
RotenMänner ganz ehrlich gerne eine Frau im Schloss Bellevue gesehen!
http://www.taz.de/pt/2004/03/05/a0132.nf/text
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FUNDSACHE 1:
Diesen Literaturhinweis wollen wir heute nicht unterschlagen: Antwort
der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU zur
Kindschaftsrechtsreform: Bundestags-Drucksache 15/2399
http://dip.bundestag.de/btd/15/023/1502399.pdf
Die Bundesregierung deutet endlich an, dass sie die sorgerechtliche
Diskriminierung nichtverheirateter Väter zukünftig verringern will. Das
wird höchste Zeit. Für viele Hunderttausende von Vätern und ihre Kinder
werden Veränderungen leider zu spät kommen. Die Täterinnen und Täter
jahrzehntelanger staatlich geförderter Väterausgrenzung werden wohl
niemals zur Rechenschaft gezogen werden. Und selbst Verantwortung für
ihr Tun und Lassen zu übernehmen, soviel menschliche Reife wird man von
den meisten TäterInnen wohl nicht erwarten können. Schade. (...fand
Anton vom Väternotruf)
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FUNDSACHE 2:
In der "Zeit" lesen wir abschließend über unsere Nachtfantasien: "Träume
scheinen sich über die Zeiten und über Grenzen hinweg verblüffend
ähnlich zu bleiben. Die einzigen nennenswerten Abweichungen waren, dass
in den von Schredl gesammelten Studententräumen bei Männern Gewalt etwas
häufiger vorkam als in den amerikanischen der Jahrhundertmitte,
wesentlich häufiger als in neueren niederländischen und Schweizer
Träumen - und dass zwar beide Geschlechter in Amerika wie in Deutschland
damals wie heute mehr von Männern als von Frauen träumten, heutige
deutsche Männer jedoch weniger und deutsche Frauen häufiger von Männern
träumen als die Amerikaner damals."
Alles klar? Dann gute Nacht!
Wünscht euch
euer RedManAlex
(9.03.04)
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RotenMänner und ihrer Unterstützer/innen! Wir sind politisch links und
liberal, wir stehen für eine soziale und ökologische Politik und kämpfen
dafür, dass diese nicht durch einen Vulgärfeminismus diskreditiert und
beeinträchtigt wird, wie er in allen relevanten linken Parteien
inzwischen starke Positionen erobert hat. Beiträge, Anregungen, Hinweise
und Feedback zu bzw. auf die RoteMännerInfos sind willkommen. Die
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