Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Jeremin, Monday, 08.03.2004, 21:02 (vor 8004 Tagen)

Sind Frauen faul?
Viele hoch qualifizierte weibliche Arbeitskräfte werfen die Karriere hin und bleiben zu Hause. Warum eigentlich?

von Markus Albers und Antje Wewer

Alice Schwarzer müsste diese Frau hassen. Nach hervorragendem Wirtschaftsdiplom an der Privat-Uni, nach sieben Jahren in Unternehmensberatungen, mitten in einem Bilderbuchtraum für High Potentials kündigte Lisa Bertram ihren Job. Ließ alles sausen: Die finanzielle Unabhängigkeit, das kosmopolitische Leben in Frankfurt, London, Hamburg, die Verantwortung, das Adrenalin.

Sie wollte stattdessen genau jenes Leben führen, von dem zwei Generationen von Feministinnen sie befreit zu haben glaubten. Heute ist die 32-Jährige Hausfrau und "mehr bei sich". Muss man Mitleid mit ihr haben? Ihren Mut bewundern? Ihre Trägheit tadeln?

"Eines Morgens hatte ich keine Lust mehr, ins Büro zu gehen", erinnert sich Bertram. Das Kribbeln, das sie all die Jahre angetrieben hatte, war plötzlich weg: "Abgenutzt durch endlose Meetings, Vorträge, Machtkämpfe". Seither ist es nie wieder zurückgekehrt. Nach der Kündigung war sie mit dem Einrichten der neuen Eigentumswohnung beschäftigt, mit ihrem Reiki-Kurs, dem Fernstudium in Kunstgeschichte. Ihr Mann verdient genug für zwei. "Früher war meine Horrorvorstellung, erzählen zu müssen, dass ich gerade gar nichts mache", so Bertram. Heute sagt sie genau das, "aber mit einem süffisanten Lächeln".

Frauen wie Lisa Bertram kennen Karriere, Macht und Geld. Sie sind klug und qualifiziert genug, alles haben zu können. Aber sie kennen auch den Preis, der dafür zu zahlen ist. Sie haben die Wahl und entscheiden sich gegen den Job, für Heim, Selbstverwirklichung, womöglich Kinder.

"Eine gleichberechtigte Option angesichts individualisierter Lebensmodelle", nennt das Andreas Steinle vom Hamburger Trendbüro. Einen "immensen volkswirtschaftlichen Schaden, wenn diese Frauen ihre Karrieren nicht weiterverfolgen", diagnostiziert Jutta Allmendinger, Leiterin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Faule Egozentrikerinnen, die ihre Zeit lieber in Coffee-Shops, Yoga-Kursen und Kaufhäusern als im Büro verbringen, sieht Rod Liddle.

Als der Autor des seriösen britischen Magazins "Spectator" kürzlich in einem Leitartikel über solche "Yummy Mummys" ätzte, es gebe "sicher eine Menge guter Gründe, warum Frauen zu Hause blieben, aber viele von ihnen sind schlicht faul", da konnte er sich vor der Wut rasender Leserinnen kaum retten.

Nach seinem streitbaren Essay verließ Liddle, so erzählt er, ein paar Wochen lang nicht das Haus. Er wäre sonst von wütenden Damen verprügelt worden. Dabei ist seine bewusst chauvinistisch getönte Provokation nur die böse Zuspitzung eines hier zu Lande bekannten Phänomens.

Eine erhebliche Zahl Frauen kehrt nach der Babypause nur als Teilzeitkraft an den Arbeitsplatz zurück. Und viele von ihnen finden während der Auszeit nicht etwa wieder Lust aufs Büro, sondern Geschmack am häuslichen Leben, vor allem wenn das Einkommen des Mannes auch noch für Tagesmutter und Putzfrau reicht. So erreichen sie nie das Gehaltsniveau erfolgreicher Männer. Frauen verdienten 2003 in Deutschland im Schnitt 30 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. In ihrem Buch "Das dämliche Geschlecht" schreibt Barbara Bierach, dass die Arbeitnehmerinnen zum Teil selbst schuld seien an ihrem Dilemma. "Frauen sind nicht schwach, Frauen sind faul und unaufrichtig", pöbelt sie mit pädagogischem Elan: "Frauen Mitte 30 stellen fest: Das Berufsleben ist kalt, eitel, unproduktiv", so Bie-rach. Sie wollen aus dem mühsamen und langwierigen Wettbewerb um den weiteren Aufstieg aussteigen. Familie sei nicht selten eine bequeme Ausrede.

Auch die "New York Times" resümierte in einem großen Artikel: Frauen gehen zu den besten Unis, "werden von Top-Firmen rekrutiert, legen zu Beginn ihrer Karriere richtig stark los. Und plötzlich - hören sie auf." Denn sie merken, dass Top-Karriere und Familienleben nicht zu vereinbaren sind. Vor allem jungen Frauen fiele diese Entscheidung - im Gegensatz zu ihren Müttern - aber erstaunlich leicht. Die im Artikel genannten Gründe sind vielfältig, das Wort "Faulheit" fällt nur einmal.

Liddle hält sich weniger zurück. Seine "Yummy Mummys" sind Hausfrauen, die das Geld ihres Gatten lieber im Sonnen- und Fitnessstudio oder beim Gourmet-Deli ausgeben. Dafür bringen sie die Kinder zum Baby-Yoga, sorgen für frische Tulpen auf dem Küchentisch und die richtigen gesellschaftlichen Einladungen im Briefkasten.

Ein modern gewendeter patriarchalischer Stereotyp? "Nein, solche Frauen gibt es in Hamburg-Eppendorf jede Menge", sagt Ulla Matthes, studierte Kunsthistorikerin, die mit Ihrem kleinen Sohn drei Jahre lang auf Spielplätzen um die schicke Isestraße Feldstudien betreiben konnte. Häufig sei dort der Typus spät gebärender Mütter mit Berufserfahrung anzutreffen, "die den Job satt haben und sich jetzt mit all ihrer Professionalität auf die Erziehung stürzen".

Ambitioniert büffeln sie Feng Shui fürs Kinderzimmer, suchen Holzspielzeug aus, konsultieren Homöopathen. Matthes, 34: "Diese Frauen haben keine Lust, sich zwischen zwei Welten zu zerreißen. Die fühlen sich wohl in ihrer Rolle."

Sie selbst arbeitet inzwischen wieder, sie fand den sozialen Druck zwischen den Profi-Müttern genauso anstrengend wie den Büro-Stress. Andere vermissen ihren Schreibtisch überhaupt nicht. Der Mensch an sich ist faul, Arbeit macht im Grunde niemandem wirklich Spaß. Das sehen auch viele Männer so, aber für sie bleibt ein dauerhafter Ausstieg aus der Job-Tretmühle mit dem Stigma des Versagers verbunden. Zumindest gut ausgebildete, finanziell abgesicherte Frauen hingegen haben heute die Wahl: Auch eine Karriere zwischen Fitnessclub und Fundraising-Party verspricht erhebliches Sozialprestige.

Noch vor zehn Jahren hätten diese stilsicheren Lebenskünstlerinnen als Konterrevolutionäre der Frauenbewegung gegolten, heute zelebrieren sie ihre gestiegene Lebensqualität ganz selbstbewusst. "Die Akzeptanz für ehemals konservative Lebensentwürfe ist gestiegen", sagt Trendforscher Steinle. Manchmal sei eine klassische Rollenverteilung sogar "für das Streben nach Glück, die Befindlichkeit und die Beziehung gut". Der Gedanke fällt ihm als aufgeklärtem Mann hörbar schwer - und er schiebt schnell hinterher, dass für moderne Frauen Unabhängigkeit ja ein großer Wert sei und das beschriebene Modell nur Sinn mache, wenn es nicht in Abhängigkeit vom Mann führe.

Das findet Lisa Bertram natürlich auch: "Ich habe ja meinen Abschluss und Berufserfahrung. Wenn ich wollte, könnte ich jederzeit wieder anfangen." Ein schlechtes Gewissen gegenüber den Errungenschaften der Frauenbewegung hat sie nicht. "Früher durften wir nicht arbeiten, heute wollen wir nicht mehr. Das nenne ich wirkliche Freiheit."

Jutta Allmendinger hält solche Beispiele für Einzelfälle. Die Unterstellung, Frauen seien oft zu bequem zum Arbeiten, lasse sich empirisch nicht beweisen. Zudem könnten es sich nur privilegierte Frauen leisten, aus dem Beruf auszuscheiden. Tatsächlich spricht die nackte Statistik gegen das "Yummy-Mummy"-Syndrom: Die Zahl der berufstätigen Frauen steigt in Deutschland, bislang allerdings nur auf knapp 60 Prozent. Gleichzeitig entscheiden sich immer mehr Frauen in Führungspositionen für Kinder: Während ihr Anteil 1991 bei 38 Prozent gelegen habe, ist er im vergangenen Jahr schon auf 59 Prozent gestiegen.

Dennoch bleibt das Phänomen, dass viele Frauen oft mitten in der schönsten Karriere alles hinwerfen und sich ins Häusliche zurückziehen. Auch deshalb waren 2002 nur elf Prozent aller deutschen Topmanager weiblich. Allmendiger sieht ebenfalls "ein hoch qualifiziertes weibliches Personal, das nicht voll ausgeschöpft wird". Sie rechnet Berufs-Aussteigerinnen aber eiskalt vor: "Was die Alterssicherung angeht, ist der Heiratsmarkt nach wie vor der bessere Markt, aber nur wenn die Ehe kontinuierlich ist. Sonst ist es ein sehr riskantes Spiel."

Und dann gibt es ja noch die vor allem von Politikerinnen (siehe Kasten) immer wieder vorgetragene Ursachenforschung: Wenn Frauen nicht Karriere machen, liegt das an fehlender Kinderbetreuung, am unterschiedlichen Lohn-Niveau - ein Blick aufs Gehalt und schon ist klar, wer zu Hause bleibt - und an der Unmöglichkeit, auch in Teilzeit eine Karriere zu verfolgen.

Doch Frauen wie Isabelle Kirschner passen nicht in solche politisch korrekten Erklärungsmuster. Die 36-jährige Juristin findet ihr Post-Karriere-Leben viel "erfüllter" als den stressigen Kanzlei-Alltag früher. Nachdem der Hamburgerin klar wurde, dass sie nicht ehrgeizig genug war, um Partnerin zu werden, ließ sie sich eine Abfindung zahlen und investierte das Geld in Aktien. "Ich habe jetzt Zeit, mit meiner Mutter auf den Markt zu gehen, bin politisch endlich auf der Höhe, gehe wieder ins Theater und habe bei Partys viel mehr zu erzählen als die Menschen, die immer nur über ihren Beruf reden", sagt sie.

Manchmal, wenn Isabelles Mann Marc vom Job als Geschäftsführer einer Werbeagentur nach Hause kommt, sitzt seine Frau mit einem Glas Rotwein vor der großen Italienkarte und piekst Stecknadeln an die Orte, die sie mit ihm im Sommer bereisen will. Dann, sagt er, spürt er Neid. Denkt, dass er viel zu viel arbeitet, dass er früher Freunde im Gourmet-Stil bekocht hat und heute "für jeden Scheiß die Handwerker kommen lässt", weil er für nichts Zeit hat. "Aber einer muss ja das Geld verdienen", sagt Marc. Die blöden Bemerkungen seiner Kollegen würde er auch gar nicht aushalten, wenn er zu Hause bliebe und Isabelle arbeitete: "Der Status des Verdieners ist mir wichtig."

So denken Männer. Ist das eigentlich vernünftig? Vielleicht lässt gerade soziale Klugheit und emotionale Intelligenz die Frauen nicht nur auf Karriere setzen, sondern eine in vielen Aspekten ausgeglichene Existenz suchen. Den Sinnspruch, niemand wünsche sich auf dem Sterbebett, doch im Leben mehr gearbeitet zu haben, kennt jeder. Aber bislang ziehen meist Frauen die Konsequenz daraus.

Männer hingegen lernen die vernünftige Balance zwischen essenziellen Lebensbereichen gerade erst mühsam aus Lifestyle-Zeitschriften wie "Men's Health", die auch dem Manager mal Ayurveda-Wellness und Sabbatical-Pause empfehlen.

Lisa Bertram fühlt sich ganz wohl mit ihrem neuen Lebensstil: "Manchmal mache ich mir Sorgen, dass wir Frauen doch etwas fauler sind als die Männer. Aber dann denke ich: Wahrscheinlich sind wir einfach klüger."

Ich enthalte mich mal jedes Kommentars. Ich habe schon vor langer Zeit für mich beschlossen, niemals jemandes Sklave zu sein, unter welcher gesellschaftlichen Ansicht auch immer.

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Joachim, Monday, 08.03.2004, 21:17 (vor 8004 Tagen) @ Jeremin

Als Antwort auf: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Jeremin am 08. März 2004 19:02:

wie ich schon mehrmals schrieb, ist man als hausfrau sein eigener chef und wenn der arbeitnehmer nicht spurt so lasse ich mich scheiden und mann wird ausgebeutet, abgezockt, entrechtet und versklavt! frauen sind klug, denn man lässt die männer während einer ehe im glauben dass sie die chefs sind, aber tatsächlich die hausfrauen den trumpf zur vernichtung des mannes in der hand halten, nämlich wenn es zur scheidung kommt! diese erkenntnis habe ich gewonnen, indem man(n) sich keinesfalls manipulieren lässt und sich aus der gesellschaft ausklingt!

meint joachim

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Anti-Sexistin, Monday, 08.03.2004, 21:52 (vor 8004 Tagen) @ Jeremin

Als Antwort auf: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Jeremin am 08. März 2004 19:02:

Sind Frauen faul?
Viele hoch qualifizierte weibliche Arbeitskräfte werfen die Karriere hin und bleiben zu Hause. Warum eigentlich?
von Markus Albers und Antje Wewer
Alice Schwarzer müsste diese Frau hassen. Nach hervorragendem Wirtschaftsdiplom an der Privat-Uni, nach sieben Jahren in Unternehmensberatungen, mitten in einem Bilderbuchtraum für High Potentials kündigte Lisa Bertram ihren Job. Ließ alles sausen: Die finanzielle Unabhängigkeit, das kosmopolitische Leben in Frankfurt, London, Hamburg, die Verantwortung, das Adrenalin.
Sie wollte stattdessen genau jenes Leben führen, von dem zwei Generationen von Feministinnen sie befreit zu haben glaubten. Heute ist die 32-Jährige Hausfrau und "mehr bei sich". Muss man Mitleid mit ihr haben? Ihren Mut bewundern? Ihre Trägheit tadeln?
"Eines Morgens hatte ich keine Lust mehr, ins Büro zu gehen", erinnert sich Bertram. Das Kribbeln, das sie all die Jahre angetrieben hatte, war plötzlich weg: "Abgenutzt durch endlose Meetings, Vorträge, Machtkämpfe". Seither ist es nie wieder zurückgekehrt. Nach der Kündigung war sie mit dem Einrichten der neuen Eigentumswohnung beschäftigt, mit ihrem Reiki-Kurs, dem Fernstudium in Kunstgeschichte. Ihr Mann verdient genug für zwei. "Früher war meine Horrorvorstellung, erzählen zu müssen, dass ich gerade gar nichts mache", so Bertram. Heute sagt sie genau das, "aber mit einem süffisanten Lächeln".
Frauen wie Lisa Bertram kennen Karriere, Macht und Geld. Sie sind klug und qualifiziert genug, alles haben zu können. Aber sie kennen auch den Preis, der dafür zu zahlen ist. Sie haben die Wahl und entscheiden sich gegen den Job, für Heim, Selbstverwirklichung, womöglich Kinder.
"Eine gleichberechtigte Option angesichts individualisierter Lebensmodelle", nennt das Andreas Steinle vom Hamburger Trendbüro. Einen "immensen volkswirtschaftlichen Schaden, wenn diese Frauen ihre Karrieren nicht weiterverfolgen", diagnostiziert Jutta Allmendinger, Leiterin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Faule Egozentrikerinnen, die ihre Zeit lieber in Coffee-Shops, Yoga-Kursen und Kaufhäusern als im Büro verbringen, sieht Rod Liddle.
Als der Autor des seriösen britischen Magazins "Spectator" kürzlich in einem Leitartikel über solche "Yummy Mummys" ätzte, es gebe "sicher eine Menge guter Gründe, warum Frauen zu Hause blieben, aber viele von ihnen sind schlicht faul", da konnte er sich vor der Wut rasender Leserinnen kaum retten.
Nach seinem streitbaren Essay verließ Liddle, so erzählt er, ein paar Wochen lang nicht das Haus. Er wäre sonst von wütenden Damen verprügelt worden. Dabei ist seine bewusst chauvinistisch getönte Provokation nur die böse Zuspitzung eines hier zu Lande bekannten Phänomens.
Eine erhebliche Zahl Frauen kehrt nach der Babypause nur als Teilzeitkraft an den Arbeitsplatz zurück. Und viele von ihnen finden während der Auszeit nicht etwa wieder Lust aufs Büro, sondern Geschmack am häuslichen Leben, vor allem wenn das Einkommen des Mannes auch noch für Tagesmutter und Putzfrau reicht. So erreichen sie nie das Gehaltsniveau erfolgreicher Männer. Frauen verdienten 2003 in Deutschland im Schnitt 30 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. In ihrem Buch "Das dämliche Geschlecht" schreibt Barbara Bierach, dass die Arbeitnehmerinnen zum Teil selbst schuld seien an ihrem Dilemma. "Frauen sind nicht schwach, Frauen sind faul und unaufrichtig", pöbelt sie mit pädagogischem Elan: "Frauen Mitte 30 stellen fest: Das Berufsleben ist kalt, eitel, unproduktiv", so Bie-rach. Sie wollen aus dem mühsamen und langwierigen Wettbewerb um den weiteren Aufstieg aussteigen. Familie sei nicht selten eine bequeme Ausrede.
Auch die "New York Times" resümierte in einem großen Artikel: Frauen gehen zu den besten Unis, "werden von Top-Firmen rekrutiert, legen zu Beginn ihrer Karriere richtig stark los. Und plötzlich - hören sie auf." Denn sie merken, dass Top-Karriere und Familienleben nicht zu vereinbaren sind. Vor allem jungen Frauen fiele diese Entscheidung - im Gegensatz zu ihren Müttern - aber erstaunlich leicht. Die im Artikel genannten Gründe sind vielfältig, das Wort "Faulheit" fällt nur einmal.
Liddle hält sich weniger zurück. Seine "Yummy Mummys" sind Hausfrauen, die das Geld ihres Gatten lieber im Sonnen- und Fitnessstudio oder beim Gourmet-Deli ausgeben. Dafür bringen sie die Kinder zum Baby-Yoga, sorgen für frische Tulpen auf dem Küchentisch und die richtigen gesellschaftlichen Einladungen im Briefkasten.
Ein modern gewendeter patriarchalischer Stereotyp? "Nein, solche Frauen gibt es in Hamburg-Eppendorf jede Menge", sagt Ulla Matthes, studierte Kunsthistorikerin, die mit Ihrem kleinen Sohn drei Jahre lang auf Spielplätzen um die schicke Isestraße Feldstudien betreiben konnte. Häufig sei dort der Typus spät gebärender Mütter mit Berufserfahrung anzutreffen, "die den Job satt haben und sich jetzt mit all ihrer Professionalität auf die Erziehung stürzen".
Ambitioniert büffeln sie Feng Shui fürs Kinderzimmer, suchen Holzspielzeug aus, konsultieren Homöopathen. Matthes, 34: "Diese Frauen haben keine Lust, sich zwischen zwei Welten zu zerreißen. Die fühlen sich wohl in ihrer Rolle."
Sie selbst arbeitet inzwischen wieder, sie fand den sozialen Druck zwischen den Profi-Müttern genauso anstrengend wie den Büro-Stress. Andere vermissen ihren Schreibtisch überhaupt nicht. Der Mensch an sich ist faul, Arbeit macht im Grunde niemandem wirklich Spaß. Das sehen auch viele Männer so, aber für sie bleibt ein dauerhafter Ausstieg aus der Job-Tretmühle mit dem Stigma des Versagers verbunden. Zumindest gut ausgebildete, finanziell abgesicherte Frauen hingegen haben heute die Wahl: Auch eine Karriere zwischen Fitnessclub und Fundraising-Party verspricht erhebliches Sozialprestige.
Noch vor zehn Jahren hätten diese stilsicheren Lebenskünstlerinnen als Konterrevolutionäre der Frauenbewegung gegolten, heute zelebrieren sie ihre gestiegene Lebensqualität ganz selbstbewusst. "Die Akzeptanz für ehemals konservative Lebensentwürfe ist gestiegen", sagt Trendforscher Steinle. Manchmal sei eine klassische Rollenverteilung sogar "für das Streben nach Glück, die Befindlichkeit und die Beziehung gut". Der Gedanke fällt ihm als aufgeklärtem Mann hörbar schwer - und er schiebt schnell hinterher, dass für moderne Frauen Unabhängigkeit ja ein großer Wert sei und das beschriebene Modell nur Sinn mache, wenn es nicht in Abhängigkeit vom Mann führe.
Das findet Lisa Bertram natürlich auch: "Ich habe ja meinen Abschluss und Berufserfahrung. Wenn ich wollte, könnte ich jederzeit wieder anfangen." Ein schlechtes Gewissen gegenüber den Errungenschaften der Frauenbewegung hat sie nicht. "Früher durften wir nicht arbeiten, heute wollen wir nicht mehr. Das nenne ich wirkliche Freiheit."
Jutta Allmendinger hält solche Beispiele für Einzelfälle. Die Unterstellung, Frauen seien oft zu bequem zum Arbeiten, lasse sich empirisch nicht beweisen. Zudem könnten es sich nur privilegierte Frauen leisten, aus dem Beruf auszuscheiden. Tatsächlich spricht die nackte Statistik gegen das "Yummy-Mummy"-Syndrom: Die Zahl der berufstätigen Frauen steigt in Deutschland, bislang allerdings nur auf knapp 60 Prozent. Gleichzeitig entscheiden sich immer mehr Frauen in Führungspositionen für Kinder: Während ihr Anteil 1991 bei 38 Prozent gelegen habe, ist er im vergangenen Jahr schon auf 59 Prozent gestiegen.
Dennoch bleibt das Phänomen, dass viele Frauen oft mitten in der schönsten Karriere alles hinwerfen und sich ins Häusliche zurückziehen. Auch deshalb waren 2002 nur elf Prozent aller deutschen Topmanager weiblich. Allmendiger sieht ebenfalls "ein hoch qualifiziertes weibliches Personal, das nicht voll ausgeschöpft wird". Sie rechnet Berufs-Aussteigerinnen aber eiskalt vor: "Was die Alterssicherung angeht, ist der Heiratsmarkt nach wie vor der bessere Markt, aber nur wenn die Ehe kontinuierlich ist. Sonst ist es ein sehr riskantes Spiel."
Und dann gibt es ja noch die vor allem von Politikerinnen (siehe Kasten) immer wieder vorgetragene Ursachenforschung: Wenn Frauen nicht Karriere machen, liegt das an fehlender Kinderbetreuung, am unterschiedlichen Lohn-Niveau - ein Blick aufs Gehalt und schon ist klar, wer zu Hause bleibt - und an der Unmöglichkeit, auch in Teilzeit eine Karriere zu verfolgen.
Doch Frauen wie Isabelle Kirschner passen nicht in solche politisch korrekten Erklärungsmuster. Die 36-jährige Juristin findet ihr Post-Karriere-Leben viel "erfüllter" als den stressigen Kanzlei-Alltag früher. Nachdem der Hamburgerin klar wurde, dass sie nicht ehrgeizig genug war, um Partnerin zu werden, ließ sie sich eine Abfindung zahlen und investierte das Geld in Aktien. "Ich habe jetzt Zeit, mit meiner Mutter auf den Markt zu gehen, bin politisch endlich auf der Höhe, gehe wieder ins Theater und habe bei Partys viel mehr zu erzählen als die Menschen, die immer nur über ihren Beruf reden", sagt sie.
Manchmal, wenn Isabelles Mann Marc vom Job als Geschäftsführer einer Werbeagentur nach Hause kommt, sitzt seine Frau mit einem Glas Rotwein vor der großen Italienkarte und piekst Stecknadeln an die Orte, die sie mit ihm im Sommer bereisen will. Dann, sagt er, spürt er Neid. Denkt, dass er viel zu viel arbeitet, dass er früher Freunde im Gourmet-Stil bekocht hat und heute "für jeden Scheiß die Handwerker kommen lässt", weil er für nichts Zeit hat. "Aber einer muss ja das Geld verdienen", sagt Marc. Die blöden Bemerkungen seiner Kollegen würde er auch gar nicht aushalten, wenn er zu Hause bliebe und Isabelle arbeitete: "Der Status des Verdieners ist mir wichtig."
So denken Männer. Ist das eigentlich vernünftig? Vielleicht lässt gerade soziale Klugheit und emotionale Intelligenz die Frauen nicht nur auf Karriere setzen, sondern eine in vielen Aspekten ausgeglichene Existenz suchen. Den Sinnspruch, niemand wünsche sich auf dem Sterbebett, doch im Leben mehr gearbeitet zu haben, kennt jeder. Aber bislang ziehen meist Frauen die Konsequenz daraus.
Männer hingegen lernen die vernünftige Balance zwischen essenziellen Lebensbereichen gerade erst mühsam aus Lifestyle-Zeitschriften wie "Men's Health", die auch dem Manager mal Ayurveda-Wellness und Sabbatical-Pause empfehlen.
Lisa Bertram fühlt sich ganz wohl mit ihrem neuen Lebensstil: "Manchmal mache ich mir Sorgen, dass wir Frauen doch etwas fauler sind als die Männer. Aber dann denke ich: Wahrscheinlich sind wir einfach klüger."
Ich enthalte mich mal jedes Kommentars. Ich habe schon vor langer Zeit für mich beschlossen, niemals jemandes Sklave zu sein, unter welcher gesellschaftlichen Ansicht auch immer.

Über dieses und ähnliche Themen gibt es bereits seit längerem ein Buch auf dem Markt:

Barbara Bierach: Das dämliche Geschlecht.

Biarach war Jahre lang Redakteuerin bei der Wirtschaftswoche im Resort Management, ist jetzt freie Journalistin für Wirtschaft.

Die Grundthese dieses Buches lautet, daß gut die Hälte der Frauen in qualifizierten Jobs im harten Arbeitsalltag schließlich auf den Kindertrichter kommen und den Job hinwerfen. Oft lasten diese Frauen dem Männerklüngel diesen Schritt an. Dabei liegt es einfach nur daran, daß sie nicht genug Durchsetzungsvermögen haben und sich dann doch wieder auf dem Switch-Vermögen der weiblichen Rolle herausreden. Das Zahlenmaterial von Bierach ist im übrigen gut recherchiert.:-)

Ein empfehlenswertes Buch für Maskulisten und Feministen. Und von einer Karrierefrau geschrieben.

Anti-Sexistin

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Der schöne Prinz, Monday, 08.03.2004, 22:42 (vor 8004 Tagen) @ Jeremin

Als Antwort auf: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Jeremin am 08. März 2004 19:02:

Diese Einstellung - "Wenn ich Stress im Job habe, klinke ich mich per Kind aus" - ist gerade unter jüngeren Frauen verbreiteter, als man denkt. Und zwar nicht nur unter Akademikerinnen. Hatte selber schon Kontakt damit.

Gruß vom
schönen Prinz

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Sebastian, Monday, 08.03.2004, 22:51 (vor 8004 Tagen) @ Der schöne Prinz

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Der schöne Prinz am 08. März 2004 20:42:02:

Diese Einstellung - "Wenn ich Stress im Job habe, klinke ich mich per Kind aus" - ist gerade unter jüngeren Frauen verbreiteter, als man denkt. Und zwar nicht nur unter Akademikerinnen. Hatte selber schon Kontakt damit.
Gruß vom
schönen Prinz

hallo,

interessant wäre es zu wissen wieviele kinder deswegen zur welt kommen. ich meine der überlegung nach könnte es sogar sein das mehr kinder gezeugt werden wenn man anstatt erleichterungen (flexible arbeitszeiten, kinderbetreuung etc.) einführt alles sogar noch schwerer macht.
ich muss gestehen das ich ohnehin niemand bin der glaubt das es durchs "zuckerbrot" besser wird (das denke ich bezüglich der meisten dinge).

das nur als gedanke.

grüsse

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Der schöne Prinz, Monday, 08.03.2004, 23:00 (vor 8004 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Sebastian am 08. März 2004 20:51:18:

Diese Einstellung - "Wenn ich Stress im Job habe, klinke ich mich per Kind aus" - ist gerade unter jüngeren Frauen verbreiteter, als man denkt. Und zwar nicht nur unter Akademikerinnen. Hatte selber schon Kontakt damit.
Gruß vom
schönen Prinz

hallo,
interessant wäre es zu wissen wieviele kinder deswegen zur welt kommen. ich meine der überlegung nach könnte es sogar sein das mehr kinder gezeugt werden wenn man anstatt erleichterungen (flexible arbeitszeiten, kinderbetreuung etc.) einführt alles sogar noch schwerer macht.

Interessante Idee! ;-) Vermutlich hättest du sogar Recht.

Allerdings funktionieren Erleichterungen auch - in Frankreich z.B. Wobei interessant wäre, ob da nicht immer nur für die Mütter, sondern auch was für die Väter und ihre Rechte getan wird. Ich habe da leider keine Infos.

Gruß vom
schönen Prinz

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Odin, Monday, 08.03.2004, 23:02 (vor 8004 Tagen) @ Jeremin

Als Antwort auf: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Jeremin am 08. März 2004 19:02:

Ausgezeichneter Artikel. Das sollte man in dem Frauenforum posten, falls es das noch gibt.
Gelachmeiert sind die Männer. Die heiraten eine Top-frau mit Karriereaussicht und plötzlich sagt sie "Nö, ich bleib zu Hause". Ich glaub, ich würde Amok laufen. Schade, um das viele GEld, daß in Ausbildung gesteckt wird.
Obwohl, das wäre noch nicht mal das Schlimmste. Viel Schlimmer ist es, daß Frauen auf tausenderlei Art gefördert und unterstützt werden und darunter viele Männer zu leiden haben. Das ganze Schulsystem ist schon auf Frauen abgestimmt. Und das nur, damit man später eine Dr. Windelwechsler hat.

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Sebastian, Monday, 08.03.2004, 23:09 (vor 8004 Tagen) @ Der schöne Prinz

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Der schöne Prinz am 08. März 2004 21:00:07:

Allerdings funktionieren Erleichterungen auch - in Frankreich z.B. Wobei interessant wäre, ob da nicht immer nur für die Mütter, sondern auch was für die Väter und ihre Rechte getan wird. Ich habe da leider keine Infos.

mhm ich war vor kurzem mal in frankreich auffällig ist das es wirklich sehr viel mehr ausländer gibt als hier (wobei ich irgendwo mal gelesen hatte das es tatsächlich auch die einheimischen frauen sind). ich denke es ist auch etwas in der mentalität der menschen, der mensch tut letztlich was ihm als nützlich erscheint. wenn eine familie zu haben nun etwas ist was ansehen und eine gewisse stellung mit sich bringt streben die menschen danach.
ähnlich ist es auch mit treue und partnerschaften, in der heutigen zeit von "lifestyle" etc. ist es angesehener "erfahrungen" zu sammeln anstatt feste beziehungen einzugehen.
genauso ist es zum teil angesehen den partner auszuplündern.

mhm irgendwo hatte ich auch eine statistik welche besagte das den deutschen sex relativ wichtig war, den franzosen war es derart unwichtig das es nichtmal in der befragung genannt wurde (kann sein das es unsinn ist, weiss nichtmal die quelle).

Gruß vom
schönen Prinz

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

carina, Tuesday, 09.03.2004, 12:03 (vor 8004 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Odin am 08. März 2004 21:02:26:

Natürlich wäre es besser, wenn die Frauen früher draufkommen, dass Karriere nicht alles sein kann, aber immerhin besser später als nie.

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Odin, Tuesday, 09.03.2004, 16:40 (vor 8004 Tagen) @ carina

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von carina am 09. März 2004 10:03:06:

Natürlich wäre es besser, wenn die Frauen früher draufkommen, dass Karriere nicht alles sein kann, aber immerhin besser später als nie.

Weiß Du, wenn es ein familiärer Entschluß ist, daß sie zuhause bleibt, kann es mir ja wirklich wurscht sein. Mich stören nur Frauen, die dann ein Gezeter daraus machen und was weiß ich wie sehr bedauert werden wollen, weil sie sich doch so aufopfern. Wenn der Mann dann von der ARbeit nachhause kommt wird gemotzt, weil er sich nicht um den Haushalt kümmert. Die Frauen wissen nach einigen Jahren nicht mehr, wie es ist, 8 Stunden zu arbeiten und denken sich, der Mann ist genauso erholt wie sie und sei nur faul. Wenn man diese Frauen auf die Möglichkeit einer Arbeit anspricht, springen sie zurück wie der Teufel vorm Weihwasser. Meine Schwägerin will jetzt Seidenmalkurse geben ("nie, nie wieder ins Büro zurück"). Abends wird dann ein Film im Fernsehen gezeigt, wie Mann und Frau mal Partner tauschen, der Mann beim Wäschewaschen verzweifelt (ist ja auch so anspruchsvoll die Arbeit) und die Frau als studierte Friseuse inzwischen die Firma schmeißt. Wie dumm muß man sein, um sowas zu glauben?

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Odin, Tuesday, 09.03.2004, 16:46 (vor 8004 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Sebastian am 08. März 2004 20:51:18:

interessant wäre es zu wissen wieviele kinder deswegen zur welt kommen. ich meine der überlegung nach könnte es sogar sein das mehr kinder gezeugt werden wenn man anstatt erleichterungen (flexible arbeitszeiten, kinderbetreuung etc.) einführt alles sogar noch schwerer macht.
ich muss gestehen das ich ohnehin niemand bin der glaubt das es durchs "zuckerbrot" besser wird (das denke ich bezüglich der meisten dinge).
das nur als gedanke.
grüsse

Erleichterungen und Hilfe machen schon Sinn - dort, wo es tatsächlich um motivierte Frauen geht, die bereit sind, wieder zu arbeiten.
In der Regel geht es aber um Scheinargumente und Ausreden um nicht mehr arbeiten zu müssen. Da könntest Du ein Kinderhotel neben das Haus stellen und die Frauen würden Ausreden finden, warum dieses aber absolut nicht in Frage kommt - es sei denn zwischendurch, um mal in Ruhe zum Friseur zu gehen.

Wie war das noch, mit der Frau, die nach der Scheidung die Kinder bekam, weil sie ja von der Sozialhilfe lebt und Zeit für die Kinder hat, während der Mann ja Vollzeit arbeitet?
NOrmalerweise müßte die fehlende Arbeit ein Indiz für Erziehungsunfähigkeit sein. Dann würden die Kinder lernen, daß sich Arbeit lohnt und nicht das Gegenteil.

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

carina, Tuesday, 09.03.2004, 16:47 (vor 8004 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Odin am 09. März 2004 14:40:19:

Alles klar. Mein Mann und ich haben uns entschieden, dass ich zu Hause bleibe und er das Geld nach Hause bringt. Ich bin froh, dass ich nicht mehr arbeiten gehen muss und dass sich mein Mann um die finanziellen Dinge kümmert. Dafür ist der Haushalt ausschließlich mein Job.

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Odin, Tuesday, 09.03.2004, 17:11 (vor 8004 Tagen) @ carina

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von carina am 09. März 2004 14:47:52:

Alles klar. Mein Mann und ich haben uns entschieden, dass ich zu Hause bleibe und er das Geld nach Hause bringt. Ich bin froh, dass ich nicht mehr arbeiten gehen muss und dass sich mein Mann um die finanziellen Dinge kümmert. Dafür ist der Haushalt ausschließlich mein Job.

Interessanterweise sind dies die glücklicheren und erfolgreicheren Familien!
Anders leben ist auch ok, aber man muß auch bereit sein, den fälligen Tribut zu zahlen.

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Anonyma, Wednesday, 10.03.2004, 11:16 (vor 8003 Tagen) @ Joachim

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Joachim am 08. März 2004 19:17:26:

wie ich schon mehrmals schrieb, ist man als hausfrau sein eigener chef und wenn der arbeitnehmer nicht spurt so lasse ich mich scheiden und mann wird ausgebeutet, abgezockt, entrechtet und versklavt! frauen sind klug, denn man lässt die männer während einer ehe im glauben dass sie die chefs sind, aber tatsächlich die hausfrauen den trumpf zur vernichtung des mannes in der hand halten, nämlich wenn es zur scheidung kommt! diese erkenntnis habe ich gewonnen, indem man(n) sich keinesfalls manipulieren lässt und sich aus der gesellschaft ausklingt!
meint joachim

Hi, Joachim,

wie merkwürdig, dass sich dann die Männer nicht nach dem Hausmann-Dasein drängen! Haben sie etwa doch,wie auch immer mehr Frauen (die ja kaum noch Kinder bekommen, sonst stünden wir nicht vor der demographischen Misere!), verstanden, dass es ökonomisch gesehen ein enormer Nachteil ist, zuhause bei den Kindern zu bleiben (man ist da nicht selbst rentenversichert, man hat kein eigenes Einkommen und ist auf das "Gutdünken" des Partners angewiesen, das manchmal gar nicht so gut ist - eigene Erfahrung, deswegen würde ich nie wieder mit einem Mann ein gemeinsames Konto haben wollen!))?

Tja, aber als Frau hat man bei den Maskus ja eh die A..-Karte gezogen: Will man Kinder UND Beruf, ist man die böse Rabenmutter, weil man sein Kind fremdbetreuen lässt. Will man NUR Kinder, ist man zu faul für die Karriere. Und will man KEINE Kinder, ist man ein egozentrisches Weibsstück, und wenn man es dann sogar geschafft hat, Karriere zu machen, dann ist man an den tollen Job sowieso nur durch Frauenförderung gekommen..

Wie frau`s macht, sie macht`s verkehrt.

Es grüsst deswegen auf die Meinung von Maskus hinsichtlich ihrer persönlichen Lebensplanung keinen Wert mehr legend
das Emmalein (das plant, eine Rabenmutter zu werden!)

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Expatriate, Wednesday, 10.03.2004, 12:35 (vor 8003 Tagen) @ Jeremin

Als Antwort auf: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Jeremin am 08. März 2004 19:02:

Sind Frauen faul?

Als ich anfing zu studieren, waren wir etwa 600 Erstsemester des Maschinenbaus im Audimax. Sagt ein Kamerad zu mir, so'n Scheiss, sind ja gar keine Frauen hier. Und dann hat einer mal gezaehlt, es waren exact 7 Frauen.
Knapp mehr als 1%. Eine sah ganz gut aus, sie war nach 2 Monaten weg. Nach einem Jahr waren nur noch 2 (!) uebrig, die es dann aber auch durchgezogen haben.

Als ich dann den Dipl. hatte, brummte die Wirtschaft, ich schrieb 16 Bewerbungen, hatte 15 Vorstellungsgespraeche und danach 4 Jobangebote.
Und die Industrie jammerte, dass sie nicht genuegend Ingenieure bekommt und wieso denn keine Frauen Maschinenbau, Elektrotechnik usw. studieren.
Untersuchungen an den Uni's wurden gemacht und das Ergebnis wurde in den Technischen Uni's von den Prof's offen gesagt, Frauen haben einfach keine Lust, sich durch das harte Studium zu kaempfen. Denn von den 600 werden 400 aussortiert in den Killerfaechern wie Thermodynamik oder so.
Aber auch damals schon kam so etwas nie in die Zeitung, aber jeder wusste es.
Jemand brachte damals mal die Idee, den Schwierigkeitsgrad abzusenken, aber das ist natuerlich von den Praesidenten der angesehenen Uni's, Fraunhofer Instituten, etc abgebuegelt worden.

Also meine Antwort: Ja. Da gehen die Damen lieber in so Studiengaenge, die nichts mit Denken, Logik und Zusammenhaenge verstehen zu tun haben, sondern wo stumpfes "auswendig lernen" reicht, oder wo's die Scheine fuers Zusammensitzen und Ausdiskutieren beim Tee schon gibt.
Oder ins Studium der BWL, welches ja als Heiratsmarkt gilt, zumindest fuer Gutaussehende.

Prost

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Emmalein, Wednesday, 10.03.2004, 13:09 (vor 8003 Tagen) @ Expatriate

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Expatriate am 10. März 2004 10:35:

Sind Frauen faul?

Als ich anfing zu studieren, waren wir etwa 600 Erstsemester des Maschinenbaus im Audimax. Sagt ein Kamerad zu mir, so'n Scheiss, sind ja gar keine Frauen hier. Und dann hat einer mal gezaehlt, es waren exact 7 Frauen.
Knapp mehr als 1%. Eine sah ganz gut aus, sie war nach 2 Monaten weg. Nach einem Jahr waren nur noch 2 (!) uebrig, die es dann aber auch durchgezogen haben.
Als ich dann den Dipl. hatte, brummte die Wirtschaft, ich schrieb 16 Bewerbungen, hatte 15 Vorstellungsgespraeche und danach 4 Jobangebote.
Und die Industrie jammerte, dass sie nicht genuegend Ingenieure bekommt und wieso denn keine Frauen Maschinenbau, Elektrotechnik usw. studieren.
Untersuchungen an den Uni's wurden gemacht und das Ergebnis wurde in den Technischen Uni's von den Prof's offen gesagt, Frauen haben einfach keine Lust, sich durch das harte Studium zu kaempfen. Denn von den 600 werden 400 aussortiert in den Killerfaechern wie Thermodynamik oder so.
Aber auch damals schon kam so etwas nie in die Zeitung, aber jeder wusste es.
Jemand brachte damals mal die Idee, den Schwierigkeitsgrad abzusenken, aber das ist natuerlich von den Praesidenten der angesehenen Uni's, Fraunhofer Instituten, etc abgebuegelt worden.
Also meine Antwort: Ja. Da gehen die Damen lieber in so Studiengaenge, die nichts mit Denken, Logik und Zusammenhaenge verstehen zu tun haben, sondern wo stumpfes "auswendig lernen" reicht, oder wo's die Scheine fuers Zusammensitzen und Ausdiskutieren beim Tee schon gibt.
Oder ins Studium der BWL, welches ja als Heiratsmarkt gilt, zumindest fuer Gutaussehende.
Prost

Hi, Expatriate,

mal abgesehen davon, dass heute ein Maschbau-Studium keine Job-Garantie mehr ist: Hast Du Dir auch klargemacht, wie viele Deiner Kommilitonen vorher abgebrochen haben?

Und wo sind die jungen Männer, die Grundschullehramt studieren? Ich habe ih meiner Studienzeit bis jetzt einen (!) kennengelernt. Wenn das Studium doch so leicht ist ,wieso finden sich da keine Männer? Bei der Einstellung gibt es keine Frauenquoten!

Genau! Weil es noch andere Zusammenhänge gibt: Ein Problem ist auch, dass es schwierig ist, so als Frau, etwas zu machen, was nicht so üblich ist, ein Exot zu sein. Das ist, denke ich, für die Männer im Grundschullehramt ein ähnlich grosses Problem. Es mag halt nicht jeder von allen Seiten bestaunt werden. Da überlegt es sich eben manch einer, ob er oder sie nicht doch was anderes machen sollte.

Es grüßt nicht Maschinenbau studierend
das Emmalein

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

carina, Wednesday, 10.03.2004, 15:40 (vor 8003 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Odin am 09. März 2004 15:11:52:

Stimmt, wir sind happy und unsere Beziehung läuft auch sehr gut. Ich glaube, es ist gut für eine Beziehung, wenn einer die Linie vorgibt und sich der andere unterordnet. Viele Frauen sind dazu aber heute leider nicht mehr dazu bereit.

Trollalarm!

Der Eman(n)ze, Wednesday, 10.03.2004, 23:00 (vor 8002 Tagen) @ carina

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von carina am 10. März 2004 13:40:

Ich glaube, es ist gut für eine Beziehung, wenn einer die Linie vorgibt und sich der andere unterordnet. Viele Frauen sind dazu aber heute leider nicht mehr dazu bereit.

Ein ziemlich tölpelhafter Versuch, den Eindruck zu erwecken, Männerrechtler würden reaktionäre Ziele wie z.B. die Wiederherstellung eines Patriarchats verfolgen.

Gleichwohl die ist es wohl die vollendetste Form eines Störmanövers, einen Trojaner namens "carina" dazu zu benutzen, um eine Suggestivmeinung in ein feminismuskritishes Forum zu implantieren.

Leider ist die konstruierte Suggestiv-Aussage "Frauen sind nicht mehr bereit, sich unterzuordnen" derart klischeehaft und flach - sie entspricht genau dem Männerrechtler-Bild feministischer Giftsprüherinnen - daß sie nur allzu leicht zu durchschauen ist.

Also ich für meinen Teil habe Hochachtung vor Frauen, die sich nicht unterordnen, sondern aus eigener Kraft (!) im Leben vorankommen.

Ich denke, die wenigsten im Forum werden von diesem Punkt wesentlich abweichen.

Also Troll, troll dich!

(versuchs mal in Thommys Forum, vielleicht klappts da)

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Odin, Thursday, 11.03.2004, 00:10 (vor 8002 Tagen) @ Anonyma

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Anonyma am 10. März 2004 09:16:

wie merkwürdig, dass sich dann die Männer nicht nach dem Hausmann-Dasein drängen!

Was bitte ist daran merkwürdig? Die Emanzipationsbewegung hatte nichts wichtigeres vor, als zu verkünden, daß die Tätigkeit der Frau im Haushalt eine Sklaventätigkeit war und nur die männliche Tätigkeit im Beruf erstrebenswert. Und nun verwundert man sich, daß die Männer sich nicht um den Haushalt reißen?

Tja, aber als Frau hat man bei den Maskus ja eh die A..-Karte gezogen: Will man Kinder UND Beruf, ist man die böse Rabenmutter, weil man sein Kind fremdbetreuen lässt. Will man NUR Kinder, ist man zu faul für die Karriere. Und will man KEINE Kinder, ist man ein egozentrisches Weibsstück, und wenn man es dann sogar geschafft hat, Karriere zu machen, dann ist man an den tollen Job sowieso nur durch Frauenförderung gekommen..

Oh! Du hast irgendwo die Obersatzung aller Maskus im Internet gefunden? Kannst Du mir den Link schicken, ich such die schon lange. Steht da auch dabei, wie man sich zu nennen hat, wenn man in irgendeinen Punkt davon abweicht? Und wo man dies öffentlich verkünden muß, damit des lesens nicht mächtige Frauen dies auch mitkriegen?

Wie frau`s macht, sie macht`s verkehrt.
Es grüsst deswegen auf die Meinung von Maskus hinsichtlich ihrer persönlichen Lebensplanung keinen Wert mehr legend

Du meinst die Meinung, von der Du meinst, daß viele meinen, daß diese die Maskus haben, oder? Aber Einfalt ist schon in der Bibel ein erstrebenswertes Ziel und Du weißt ja: Frauen und Kinder, Küche, Kirche. Letzteres kannst Du da getrost abhaken :-)

Re: Trollalarm!

Odin, Thursday, 11.03.2004, 00:18 (vor 8002 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Trollalarm! von Der Eman(n)ze am 10. März 2004 21:00:

Interessanterweise liegt "Carina" aber gar nicht falsch und das ist zwar ärgerlich, aber auch nachdenkenswert.
In dem Artikel ging es zwar um keine "Unterordnung", sondern darum, daß Familien, die ohne groß nachzudenken nach althergebrachtem Muster leben: Viele Kinder, Mann geht arbeiten, Frau kümmert sich um den Nachwuchs, am glücklichsten sind und sogar zu den finanziell gesicherten Familien zählen (trotz großer Kinderzahl) - ist in der letzten Psychologie heute zu lesen.

Vor etwa einem Jahr war auch von einer Untersuchung zu lesen (weiß aber nicht mehr wo), in der ausgesagt wurde, daß in Familien, in denen sich ein Partner "unterordnet" (was immer das aussagt), die Zufriedenheit in der Ehe am größten ist.

Wie gesagt, für Eigenständigkeit und Unabhängigkeit zahlt man auch seinen Tribut. Ich zahl ihn aber gern!

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Odin, Thursday, 11.03.2004, 00:28 (vor 8002 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Emmalein am 10. März 2004 11:09:

Und wo sind die jungen Männer, die Grundschullehramt studieren? Ich habe ih meiner Studienzeit bis jetzt einen (!) kennengelernt. Wenn das Studium doch so leicht ist ,wieso finden sich da keine Männer? Bei der Einstellung gibt es keine Frauenquoten!
Genau! Weil es noch andere Zusammenhänge gibt: Ein Problem ist auch, dass es schwierig ist, so als Frau, etwas zu machen, was nicht so üblich ist, ein Exot zu sein. Das ist, denke ich, für die Männer im Grundschullehramt ein ähnlich grosses Problem. Es mag halt nicht jeder von allen Seiten bestaunt werden. Da überlegt es sich eben manch einer, ob er oder sie nicht doch was anderes machen sollte.

Männer sind immer eher für ältere Kinder zuständig. Das liegt ihnen auch mehr und hat nichts mit Geld oder Ansehen zu tun. Mit kleineren Kindern hat man auch mehr "pflegerische" Tätigkeiten.

Ich kenne einen 19jährigen Jugendlichen, der viel mit 14jährigen rumhängt. Kriegt daher auch gehörigen Druck, das "passe" nicht zu ihm.
Wenn Du einen Babysitter suchen solltest, nimmst Du ein 15jähriges Mädchen oder lieber einen 17jährigen Jungen mit Tatoo und Piercing? (PS: auch das Mädchen hat eins)
Was sagst Du Deinem fiktiven 15jährigem Sohn, wenn er gerne mit 7jährigen spielt? Was sagst Du Deiner 15jährigen Tochter, wenn sie dasselbe tut.
Ich sehe manchmal vor meiner Haustür eine Mädchenclique, ca 16-19jährig, da spielt der 5 jährige Sohn eines Freundes von mir oft mit.
Was würdest Du denken, wenn dies keine 16-19jährigen Mädchen wären, sondern eine Gruppe Jungs?

Warum glaubtest Du nochmal, warum so wenige Männer Grundschullehrer werden?

Re: Trollalarm!

Der Eman(n)ze, Thursday, 11.03.2004, 00:39 (vor 8002 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Trollalarm! von Odin am 10. März 2004 22:18:52:

sorry, aber wenn von "Unterordnung" im Zusammenhang von geschlechtsspezifischen Rollenzuweisungen die Rede ist, schrillen bei mir die Alarmglocken.

Das letzte, was die Männerbewegung braucht, ist eine geschlechtsspezifische Rollendoktrin, ganz gleich welcher Art. Und ich halte sogenannte Untersuchungen, die das Frauen-Rollenmodell "Mutter und Hausfrau" als das ideale darstellt, für bedenklich.

Jede/r soll nach seiner Facon glücklich werden. Ebenso jedes Paar. Egal ob Modell "Hausfrau", "Hausmann" oder "beide berufstätig."

M.E. sollte sich die Männerbewegung auf schlichte Grundrechte konzentrieren, z.B. das Recht auf Gleichwertigkeit von weiblicher und männlicher Elternschaft. Verkorkste Dogmen über Rollenzuweisungen überlassen wi lieber den Feministinnen, oder?

Re: Trollalarm!

Odin, Thursday, 11.03.2004, 02:31 (vor 8002 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Re: Trollalarm! von Der Eman(n)ze am 10. März 2004 22:39:

Das letzte, was die Männerbewegung braucht, ist eine geschlechtsspezifische Rollendoktrin, ganz gleich welcher Art. Und ich halte sogenannte Untersuchungen, die das Frauen-Rollenmodell "Mutter und Hausfrau" als das ideale darstellt, für bedenklich.
Jede/r soll nach seiner Facon glücklich werden. Ebenso jedes Paar. Egal ob Modell "Hausfrau", "Hausmann" oder "beide berufstätig."
M.E. sollte sich die Männerbewegung auf schlichte Grundrechte konzentrieren, z.B. das Recht auf Gleichwertigkeit von weiblicher und männlicher Elternschaft. Verkorkste Dogmen über Rollenzuweisungen überlassen wi lieber den Feministinnen, oder?

Ich denke, die Männerbewegung sollte grundsätzlich darauf verzichten, den Leuten ins Privatleben reinzureden. Dies wäre wirklich ein Gegensatz zu den Feministen und -innen.
Ich hab mich für ein Singleleben "entschieden" und komm eigentlich recht gut damit klar. Ein andere würde vielleicht Anfälle kriegen.
Wichtig ist es aber, Gefahren zu kennen und diesen vorzubeugen, z.B. wenn schon Heirat, dann mit Ehevertrag, Verhütung selber regeln trotz Beteuerungen der Partnerin (mein Kind wäre jetzt ca. 2 Jahre alt, wenn ich das nicht beachtet hätte), Restaurant zahlt jeder selbst - es sei denn, man wechselt regelmäßig (ist auch mal schön, dem Kellner zu sagen, nö, die Dame zahlt) usw.

Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag

Expatriate, Thursday, 11.03.2004, 13:11 (vor 8002 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Sind Frauen faul? Artikel in der Welt am Sonntag von Emmalein am 10. März 2004 11:09:

Hi Emma!

mal abgesehen davon, dass heute ein Maschbau-Studium keine Job-Garantie mehr ist: Hast Du Dir auch klargemacht, wie viele Deiner Kommilitonen vorher abgebrochen haben?

Jup, nehmen wir meine Zahlen, dann sind es genau 400, darunter 5 Frauen und keine Kinder.
Wie auch immer abgebrochen, die meisten wurden rausgeprueft, einige haben sich selbstaendig gemacht, einige wollten lieber direkt arbeiten, was auch immer. Den Frauen unterstelle ich klipp und klar, dass sie sich das ein oder zwei Semester angeguckt haben, mal die ein oder andere Pruefung versucht haben, dann aufgegeben und sich woanders eingeschrieben haben.

Und wo sind die jungen Männer, die Grundschullehramt studieren? Ich habe ih meiner Studienzeit bis jetzt einen (!) kennengelernt. Wenn das Studium doch so leicht ist, wieso finden sich da keine Männer?

Ist doch ganz einfach, da gibt's keine Kohle. Was verdient man denn da schon? Und dann versauert man da irgendwo als Beamter?!? Und wenn man es vor Langeweile nicht mehr aushaelt, geht's in die Politik?!? Nein, vielen Dank auch. Kaeme fuer mich niemals in Frage, und offensichtlich denken viele andere auch so.

Cheers!

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