Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Mächen häufiger gewünscht

Der Bachelor, Tuesday, 24.02.2004, 23:20 (vor 8017 Tagen)

In der neuen "Eltern" handelt das Titelthema um die Frage: Junge oder Mädchen? Dabei geht es unter anderem darum, warum Eltern ein bestimmtes Geschlecht so wichtig ist. Familientherapeutin Margarete Schindler auf die Frage, welche Faktoren den Wunsch nach einem bestimmten Geschlecht beeinflussen:

"eine große Rolle spielen psychologische Gründe. Prägend dabei sind vor allem die Erfahrungen mit den eigenen Geschwistern und Eltern in der Kindheit. Nehmen wir z.B. einen Mann, der ein sehr schwieriges Verhältnis zu seinem Vater hat. Möglicherweise wünscht er sich deshalb einen Sohn, weil er es selbst besser machen und die eigenen negativen Erfahrungen damit heilen will. Oder denken wir an eine Frau, die mit Schwestern groß geworden ist: Sie kann sich wahrscheinlich schwer vorstellen, einen Jungen zu erziehen, als eine Frau, die mit Brüdern aufgewachsen ist."

Frage: Sehr viele werdende Mütter wünschen sich ein Mädchen. Warum?

"Ein Grund dafür könnte die Ähnlichkeit sein: Wegen des gleichen Geschlechts können sich viele Mütter eher mit einer Tochter identifizieren als mit einem Sohn. Sie erleben ihr Kind nicht selten wie einen Teil von sich selbst. Unbewusst hoffen sie, dass sie über die Tochter vieles weiterführen können, was ihnen wichtig ist."

Tja, meiner Meinung nach könnten aber noch andere Ursachen dahinterstecken. Könnte es nicht sein, dass die feministische Indoktrination von wegen "Mädchen/Frauen sind besser" dergestalt zum Ausdruck kommt, dass sich die meisten Eltern heute Mädchen wünschen?

Der Bachelor

Re: Mächen häufiger gewünscht

michail, Wednesday, 25.02.2004, 00:52 (vor 8017 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Mächen häufiger gewünscht von Der Bachelor am 24. Februar 2004 21:20:10:

...meiner Meinung nach könnten aber noch andere Ursachen dahinterstecken. Könnte es nicht sein, dass die feministische Indoktrination von wegen "Mädchen/Frauen sind besser" dergestalt zum Ausdruck kommt, dass sich die meisten Eltern heute Mädchen wünschen?

Oder, um das Psychologische noch etwas zu verfeinern: „Könnte es nicht sein, dass die feministische Indoktrination... dergestalt zum Ausdruck kommt, dass sich die meisten Eltern heute Mädchen zu wünschen angeben zu müssen glauben, wenn sie danach gefragt werden, ohne dass ihre Angabe in jedem Fall mit ihrem eigentlichen Wunsch übereinstimmt?“

Schönen Gruß
Michail

Re: Mächen häufiger gewünscht

Andreas, Wednesday, 25.02.2004, 01:41 (vor 8017 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: Mächen häufiger gewünscht von michail am 24. Februar 2004 22:52:15:

...meiner Meinung nach könnten aber noch andere Ursachen dahinterstecken. Könnte es nicht sein, dass die feministische Indoktrination von wegen "Mädchen/Frauen sind besser" dergestalt zum Ausdruck kommt, dass sich die meisten Eltern heute Mädchen wünschen?

Es kann natürlich auch sein, daß viele Eltern eher ein Mädchen wollen, weil Mädchen heute auch die besseren Chancen haben. Wer will schon einen Sohn, wenn er weiß, daß dieses Kind ein Leben lang unter Benachteiligungen zu leiden hat?

Andreas

Re: Mächen häufiger gewünscht

Max, Wednesday, 25.02.2004, 10:09 (vor 8017 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Mächen häufiger gewünscht von Andreas am 24. Februar 2004 23:41:38:

Hi Andreas,

Wer will schon einen Sohn, wenn er weiß, daß dieses Kind ein Leben lang unter Benachteiligungen zu leiden hat?

Andreas

....klingt ja fast wie: Wer will schon ein behindertes Kind, wenn er weiß, daß dieses Kind ein Leben lang unter Benachteiligungen zu leiden hat?

Behinderte Jungs? Samma scho so weit?

Gruß - Max

Re: Mächen häufiger gewünscht

Realist, Wednesday, 25.02.2004, 21:44 (vor 8016 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Mächen häufiger gewünscht von Andreas am 24. Februar 2004 23:41:38:

"Es kann natürlich auch sein, daß viele Eltern eher ein Mädchen wollen, weil Mädchen heute auch die besseren Chancen haben. Wer will schon einen Sohn, wenn er weiß, daß dieses Kind ein Leben lang unter Benachteiligungen zu leiden hat?"

Hallo Andreas!

Das sehe ich ähnlich!

Auf Grund der unausgewogenen Geschlechterpopulation wird ein Mädchen später immer ihren Weg oder ihre Karriere machen.
Falls sie beruflich nichts auf die Reihe bringt, wird sie selbst bei mäßiger äußerer Erscheinung immer einen Mann finden, der für sie arbeitet, sie unterhält und heiratet. Die Eltern sind dann finanziell aus dem Schneider.
Falls Töchterlein sich später noch in irgendeiner Form selbstverwirklicht, zahlt eben der Ehemann.
Außerdem setzen Töchter bei ihren Eltern Besuche und Hilfeleistungen häufiger durch. Den Eltern des Mannes wird in der Regel weniger Aufmerksamkeit zuteil.

Bei Jungens sieht das schon schlechter aus. Die finden im Erwachsenenalter auf Dauer nur eine Partnerin, wenn sie etwas bieten können und beruflich gut positioniert sind. Das wird aber heutzutage immer schwieriger.
Falls sie keinen beruflichen Einstieg schaffen, löhnen die Eltern zeitlebens für ihre Söhne; denn eine Partnerin, die so emanzipiert ist um die Rolle des Ernährers zu übernehmen, dürfte kaum jemand finden.
Wehe dem, der arme Eltern hat und über keine hilfreichen Beziehungen verfügt!

MfG
Realist

Re: Mächen häufiger gewünscht

Odin, Wednesday, 25.02.2004, 22:35 (vor 8016 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Mächen häufiger gewünscht von Andreas am 24. Februar 2004 23:41:38:

...meiner Meinung nach könnten aber noch andere Ursachen dahinterstecken. Könnte es nicht sein, dass die feministische Indoktrination von wegen "Mädchen/Frauen sind besser" dergestalt zum Ausdruck kommt, dass sich die meisten Eltern heute Mädchen wünschen?

Es kann natürlich auch sein, daß viele Eltern eher ein Mädchen wollen, weil Mädchen heute auch die besseren Chancen haben. Wer will schon einen Sohn, wenn er weiß, daß dieses Kind ein Leben lang unter Benachteiligungen zu leiden hat?
Andreas

Ich glaube nicht, daß Eltern schon so weit in die Zukunft denken. Die Vorteile von Mädchen sind wesentlich naheliegender (zeitlich). Mädchen sind einfach praktischer. Sie sind lieb und pflegeleicht. Jungs sind laut, toben durch die Wohnung, haben die Taschen voller Drähte, Batterien und toter Würmer. Jungs sind einfach anstrengender.
In einer Welt, in der es nur um Wellness und Selbstverwirklichung geht, um "sich-wohlfühlen" und Genuß, ist kein Platz für Jungs.

Ich hab nichts dagegen

Der Eman(n)ze, Wednesday, 25.02.2004, 22:40 (vor 8016 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Mächen häufiger gewünscht von Der Bachelor am 24. Februar 2004 21:20:10:

wenn Eltern ihren Mädchenwunsch durch Selektion in die Tat umsetzen, haben die zukünftigen Jungen später eine wesentlich größere Auswahl an Partnerinnen, sie können sich entspannt zurücklehnen ;-)

Dadurch wird wenigstens die Ungerechtigkeit, daß es Frauen bei deer Partnersuche leichter haben, behoben ;-)

Du, sach das nicht!

Der Eman(n)ze, Wednesday, 25.02.2004, 22:46 (vor 8016 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Mächen häufiger gewünscht von Odin am 25. Februar 2004 20:35:43:

Spätestens in der Pubertät sind Mädchen um Weeelten anstrengender. Ich weiß, wovon ich rede (Schwester, Schwester von Freundin u.s.w.).

Diese Art der Anstrengung (Zickigkeit, Launigkeit) empfinde ich als sehr viel schlimmer als einen tobenenden kleinen Jungen mit Würmern in der Tasche.

Insofern wäre meine Überlegung bzgl. Lästigkeits-Vermeidung eher "Junge". Wenn es wirklich das Entscheidungskriterium w ä r e.

Re: Du, sach das nicht!

Odin, Thursday, 26.02.2004, 00:45 (vor 8016 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Du, sach das nicht! von Der Eman(n)ze am 25. Februar 2004 20:46:39:

Spätestens in der Pubertät sind Mädchen um Weeelten anstrengender. Ich weiß, wovon ich rede (Schwester, Schwester von Freundin u.s.w.).
Diese Art der Anstrengung (Zickigkeit, Launigkeit) empfinde ich als sehr viel schlimmer als einen tobenenden kleinen Jungen mit Würmern in der Tasche.
Insofern wäre meine Überlegung bzgl. Lästigkeits-Vermeidung eher "Junge". Wenn es wirklich das Entscheidungskriterium w ä r e.

Ja, aber das merkt man erst später. Am Anfang scheint alles noch so sonnig.
Rede da aus eigener Erfahrung: Ich habe fast 15 Jahre Jungenpädagogik gemacht, bis ich das erste Mal auch Mädchen in der Gruppe hatte. Das war Anfangs echt toll. Da wird dir ein Tee gekocht, Blümchen stehen auf dem Tisch, nette Gespräche...
Aber wehe, wenn die spinnen. Da sind mir dann ein paar handfeste Knackis in der Gruppe doch lieber

Re: Ich hab nichts dagegen

Emmalein, Thursday, 26.02.2004, 11:58 (vor 8016 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Ich hab nichts dagegen von Der Eman(n)ze am 25. Februar 2004 20:40:32:

wenn Eltern ihren Mädchenwunsch durch Selektion in die Tat umsetzen, haben die zukünftigen Jungen später eine wesentlich größere Auswahl an Partnerinnen, sie können sich entspannt zurücklehnen ;-)
Dadurch wird wenigstens die Ungerechtigkeit, daß es Frauen bei deer Partnersuche leichter haben, behoben ;-)

Geht gar nicht, Abtreibung aufgrund des Geschlechts ist in D nicht erlaubt, und in der Zeit, in der die Abtreibung straffrei möglich ist, kann das Geschlecht noch nicht eindeutig festgesetzt werden.

Es grüsst Menschen nicht mögend, die biologische und sexistische Selektion propagieren
das Emmalein

habe ich etwas propagiert?

Der Eman(n)ze, Thursday, 26.02.2004, 21:38 (vor 8015 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ich hab nichts dagegen von Emmalein am 26. Februar 2004 09:58:18:

Wenn man Ironie noch erklären muß, geht die Pointe verloren, Emmalinchen ;-)

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