Watchbloggs
Was haltet Ihr hiervon?
In den USA machen es sich einige Netzbürger zur Aufgabe, die Artikel einzelner Kolumnisten auf ihre Wahrhaftigkeit zu überprüfen. Das ist eigentlich die logische Konsequenz daraus, daß die Massenmedien mehr eine Propaganda-Instrument ihrer Betreiber sind, als eine Informationsquelle für die Bürger.
So etwas könnte man sich auch für Deutschland überlegen. Wer eine Zeitung genau liest, weiß nach einer Weile schon, wer immer mit was für Stories ankommt...
Der Artikel sieht diese Tendenz eher skeptisch. Dabei fällt aber die gender-ierte Darstellung auf: Die Journalisten sind "Opfer" und die gewählten Beispiele allesamt Frauen, solange es um gnadelose und vielleicht auch unfaire Kritiker geht.
Was aus genderspezifischer Sicht wirklich interessieren würde: Wie hoch ist der Anteil der Männer und der Frauen unter den Watchbloggern?
Ein Grund für diese Personalisierung der Medienkritik könnte auch sein, daß die Medien in den Staaten die politische Berichterstattung mehr mit bestimmten Gesichtern zu verknüpfen scheinen, während es in der deutschen Presse-Schau immer noch eher heißt: "... meint die FAZ."
Nachtrag
Als Antwort auf: Watchbloggs von Texaco am 17. Februar 2004 19:36:19:
Witzig ist auch der Name einer der genannten Websites: Enduring Friedman. Gemeint ist da zwar ein Kolumnist der NYT - aber weil "enduring" auch "erdulden, ertragen" bedeutet, könnte sie sich auch auf Deutschland beziehen.