Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wer hat Erfahrung mit Sterilisation?

Der Eman(n)ze, Thursday, 12.02.2004, 21:24 (vor 8030 Tagen)

Hi! Da der BGH mit seinem Urteil bewiesen hat, daß Eheverträge nach Gutdünken des jeweilig herrschenden Zeitgeistes antastbar sind, hat sich für mich die Ehe als eine mögliche Lebensplanungsperspektive erledigt. Einer derartigen Rechtsunsicherheit möchte ich mich nicht aussetzen.

Das bedeutet aber in Verkettung mit anderen aktuellen Gesetzen und Regelungen, daß ich auch keine Kinder zeugen möchte. Ich lehne es ab, Elternteil 2.Klasse zu sein. (insbesondere ehelose Väter sind in D Elternteile 2.Klasse)

Nichts deutet darauf hin, daß diese bestehenden Männerdiskriminierungen irgendwann beseitigt werden.

Deshalb frage ich jetzt in die Runde: Wer hat Erfahrung mit Sterilisation bzw. kann mir die Voraussetzungen, den Ablauf und sein persönliches Empfinden davor/dabei/danach schildern? Wie läuft das Krankenkassenmäßig? Gibt es ein Mindestalter? Fragen über Fragen.

danke im voraus.
Gruß

Re: Wer hat Erfahrung mit Sterilisation?

Anti-Sexistin, Thursday, 12.02.2004, 21:58 (vor 8030 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Wer hat Erfahrung mit Sterilisation? von Der Eman(n)ze am 12. Februar 2004 19:24:

Hi! Da der BGH mit seinem Urteil bewiesen hat, daß Eheverträge nach Gutdünken des jeweilig herrschenden Zeitgeistes antastbar sind, hat sich für mich die Ehe als eine mögliche Lebensplanungsperspektive erledigt. Einer derartigen Rechtsunsicherheit möchte ich mich nicht aussetzen.
Das bedeutet aber in Verkettung mit anderen aktuellen Gesetzen und Regelungen, daß ich auch keine Kinder zeugen möchte. Ich lehne es ab, Elternteil 2.Klasse zu sein. (insbesondere ehelose Väter sind in D Elternteile 2.Klasse)
Nichts deutet darauf hin, daß diese bestehenden Männerdiskriminierungen irgendwann beseitigt werden.
Deshalb frage ich jetzt in die Runde: Wer hat Erfahrung mit Sterilisation bzw. kann mir die Voraussetzungen, den Ablauf und sein persönliches Empfinden davor/dabei/danach schildern? Wie läuft das Krankenkassenmäßig? Gibt es ein Mindestalter? Fragen über Fragen.
danke im voraus.
Gruß

Sterilisation wird bei öffentlichen Krankenkassen vom Patienten selbst getragen - egal, ob Mann oder Frau. Wie es bei den privaten aussieht, weiß ich nicht.

Ich hatte bislang Erfahrungen mit sterilisierten Männern. Sie schilderten den Eingriff als harmlos (dauert in der Regel auch nicht lange). Lediglich wenn die Spritze nachläßt (Lokalanästhesie), tut der Einschnitt mitunter noch ein paar Tage weh, das sei aber erträglich (sagten sie).

Der Samenleiter wird durchgetrennt. Die Naht ist so klein, daß sie auch später nicht mehr optisch bemerkbar ist.

Nach einer Sterilisation bist Du noch weitere drei Monate fruchtbar und solltest regulär verhüten. Danach wird ein Test gemacht, der aufzeigt, ob noch weiteres Sperma produziert wird.

Auch bei Sterilisation ist noch Ejakulat vorhanden. Es kommt aus der Prostata und ist in der Regel unfruchtbar, besteht aus toten Spermien (geißellos).

Ejakulation und Orgasmus laufen völlig normal ab. Auch auf den Hormonhaushalt hat die Sterilisation keinen Einfluß. In einigen Fällen hat sie Auswirkung auf die Produktion der Gleitflüssigkeit: manche Männer produzieren davon wesentlich mehr (bis zum 10-fachen vor der Sterilisation) , andere weitaus weniger. Mein erster sterilisierter Freund behauptete nach der Sterilisation eine deutliche Potenzsteigerung erlebt zu haben.

Der Perl-Index der männlichen Sterilisation liegt weit unter 1. Somit ist die Sterilisation noch sicherer als die Pille, bei der noch zwei von 1000 Frauen trotz sachgemäßer Einnahme schwanger werden können.

Von weiblicher Seite her, gibt es große Empfindungsdifferenzen: einige mögen gerade Sterilisation bei Männern, weil sie selbst keinen Verhütungsstreß haben infolge, daß sie Pille und andere Hormone nicht vertrugen und ohnehin keinen Kinderwunsch haben. Andere vermissen beim Sex gerade den "Schuß" mit Sterilisierten.

Körperlich hat die Sterilisation keine Auswirkungen auf Männer. In seltenen Fällen bekommen einige Männer keine Erektion mehr; allerdings ist dies wohl eher psychisch bedingt.

Es soll neuere Methoden geben, nach denen sich die Sterilisation in 40% der Fälle erfolgreich rückgängig machen läßt. Bei diesem Eingriff wird angeblich nicht der Samenleiter durchtrennt, sondern das Ejakulat in die Hodennebenkammern umgeleitet und dort verdünnt. Ejakulat muß über 30% fruchtbare Spermien enthalten, daß eine Frau überhaupt schwanger werden kann (was bekanntermaßen selbst recht unwahrscheinlich ist, die Fruchtbarkeit während des weiblichen Zyklus liegt bei nur 20%, nur läßt sich leider nie sehr genau sagen, wann dieser Zeitraum gerade stattfindet, da der Zyklus nun mal keine Digitaluhr ist). Egal: falls Dir eine solche Methode lieber ist, solltest Du Dich vielleicht nach ihr mal erkundigen. Die Wahrscheinlichkeit, daß nach alter Methode die Sterilisation wieder rückgängig gemacht werden kann, liegt bei nur annähernd 20%, wenn ich es noch recht erinnere.

Anti-Sexistin

Re: Der beste Ehevertrag in Deutschland ist.....

Joachim, Thursday, 12.02.2004, 23:24 (vor 8029 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Wer hat Erfahrung mit Sterilisation? von Der Eman(n)ze am 12. Februar 2004 19:24:

erst gar nicht zu Heiraten und nur eine partnerschaftliche Beziehung in getrennten Wohnungen aufbauen. Da Männer bzw. Väter nicht als gleichwertiges Elternteil in Deutschland gelten, so hat sich für mich ein Kinderwunsch auch erledigt, die Verantwortlichen sitzen in der Politik und in der Justiz. Die Männer dürfen sich keinesfalls mehr in die Ernährerrolle durch Frauen drängen lassen, denn am Ende zahlen sie dafür sonst einen sehr hohen Preis (Abzockerei)! Im Ehevertrag muss stehen, dass Männer nicht durch Frauen in die Ernährerrolle gezwungen bzw. gedrängt werden dürfen und Frauen ihren eigenen Unterhalt erarbeiten müssen.

meint Joachim

Ich !

AJM, Friday, 13.02.2004, 10:16 (vor 8029 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Wer hat Erfahrung mit Sterilisation? von Der Eman(n)ze am 12. Februar 2004 19:24:

Guten Morgen,

ich habs vor 14 Jahren machen lassen (war damals 25). Die Schwierigkeit war damals und ist heute, daß sich die meisten Docs weigern, jemanden zu sterilisieren, der weder verheiratet ist noch schon ein paar Kinder hat. Und unter 40 wird meist von vornherein abgewunken. Solltest Du ein solches seltenes Exemplar von Arzt gefunden haben ist der Rest eigentlich peanuts. Der Eingriff beim Urologen dauert etwa 30 Minuten, wird bei örtlicher Betäubung gemacht und Du kannst sogar zuschauen und mithelfen (als Sani ließ ich mir das nicht nehmen). Es wurden 2 kleine Schnitte gemacht (etwa 1 cm lang), durch die mit einer Art Haken die Samenleiter heraus geholt werden und dann entsprechend bearbeitet werden. Die Narben sind nach einem halben Jahr nicht mehr zu sehen, da sie in den natürlichen Hautfalten des Skrotums verschwinden und nicht auffallen.

Danach ist ein paar Tage eine leichte Schwellung im Wundbereich vorhanden, die aber nicht schmerzhaft ist. Ich bin nach dem Eingriff sogar selbst ca. 150 km nach Hause gefahren.

Wichtig ist, vorher abzuklären, WIE die Vasektomie durchgeführt werden soll. Das einfache Durchtrennen der Samenleiter und Verschließen der Enden ist die unsicherste Art, da die verödeten Ende gern mal wieder aufgehen können. Sicherer ist es, ca, 2 - 4 cm des Samenleiters zu enrfernen. Nach etwa 6 Wochen und dann nach weiteren 3 Monaten gibts die Möglichkeit einer Nachkontrolle. Wenn Nach einem halben Jahr keine "Spielverderber" mehr im Ejakulat sind, hast Du es geschafft.

Zum Sex danach: Ich hatte nie so viel Spaß wie nach dem Eingriff. Diese fast absolute Sicherheit und auch eine leichtes Machtgefühl (ICH passe auf....) vermischen sich. Bei kurzfristigen Bekanntschaften kommt es häufig nicht so gut an, wenn ich es erwähnt habe (ein Schelm, wer Böses dabei denkt), in einer Partnerschaft ist es aber das Sinnvollste überhaupt. Denn der Partner muß keine Chemie schlucken und die unbequemen mechanischenr Verhüterlis sind auch überflüssig.

Zu merken ist eigentlich kein Unterschied: Sowohl die Menge als auch die Beschaffenheit, der Geruch und der Geschmack des Ejakulats sind absolut identisch mit der Situation vor dem Eingriff. Nicht mal eine Professionelle würde den Unterschied erkennen.

Die einzigen Probleme können auftauchen (abgesehen von einer Entzündung der Wunde), wenn Du Dir nicht WIRKLICH sicher bist, keine Kinder haben zu wollen. Denn eventuelle Potenzprobleme später liegen eindeutig im psychischen Bereich. An der Physis wird ja nichts verändert und auch die Hormone werden weiter produziert wie früher auch.

Aber WENN Du Dir sicher bist, ist es die bste Entscheidung überhaupt. Übrigens: Bei mir hat damals die Krankenkasse übernommen. Ansonsten hätte der Eingriff ca. DM 400,-- gekostet.

Gruß

AJM

Re: Ich !

Anti-Sexistin, Friday, 13.02.2004, 12:41 (vor 8029 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Ich ! von AJM am 13. Februar 2004 08:16:

Guten Morgen,
ich habs vor 14 Jahren machen lassen (war damals 25). Die Schwierigkeit war damals und ist heute, daß sich die meisten Docs weigern, jemanden zu sterilisieren, der weder verheiratet ist noch schon ein paar Kinder hat. Und unter 40 wird meist von vornherein abgewunken. Solltest Du ein solches seltenes Exemplar von Arzt gefunden haben ist der Rest eigentlich peanuts. Der Eingriff beim Urologen dauert etwa 30 Minuten, wird bei örtlicher Betäubung gemacht und Du kannst sogar zuschauen und mithelfen (als Sani ließ ich mir das nicht nehmen). Es wurden 2 kleine Schnitte gemacht (etwa 1 cm lang), durch die mit einer Art Haken die Samenleiter heraus geholt werden und dann entsprechend bearbeitet werden. Die Narben sind nach einem halben Jahr nicht mehr zu sehen, da sie in den natürlichen Hautfalten des Skrotums verschwinden und nicht auffallen.
Danach ist ein paar Tage eine leichte Schwellung im Wundbereich vorhanden, die aber nicht schmerzhaft ist. Ich bin nach dem Eingriff sogar selbst ca. 150 km nach Hause gefahren.
Wichtig ist, vorher abzuklären, WIE die Vasektomie durchgeführt werden soll. Das einfache Durchtrennen der Samenleiter und Verschließen der Enden ist die unsicherste Art, da die verödeten Ende gern mal wieder aufgehen können. Sicherer ist es, ca, 2 - 4 cm des Samenleiters zu enrfernen. Nach etwa 6 Wochen und dann nach weiteren 3 Monaten gibts die Möglichkeit einer Nachkontrolle. Wenn Nach einem halben Jahr keine "Spielverderber" mehr im Ejakulat sind, hast Du es geschafft.
Zum Sex danach: Ich hatte nie so viel Spaß wie nach dem Eingriff. Diese fast absolute Sicherheit und auch eine leichtes Machtgefühl (ICH passe auf....) vermischen sich. Bei kurzfristigen Bekanntschaften kommt es häufig nicht so gut an, wenn ich es erwähnt habe (ein Schelm, wer Böses dabei denkt), in einer Partnerschaft ist es aber das Sinnvollste überhaupt. Denn der Partner muß keine Chemie schlucken und die unbequemen mechanischenr Verhüterlis sind auch überflüssig.
Zu merken ist eigentlich kein Unterschied: Sowohl die Menge als auch die Beschaffenheit, der Geruch und der Geschmack des Ejakulats sind absolut identisch mit der Situation vor dem Eingriff. Nicht mal eine Professionelle würde den Unterschied erkennen.
Die einzigen Probleme können auftauchen (abgesehen von einer Entzündung der Wunde), wenn Du Dir nicht WIRKLICH sicher bist, keine Kinder haben zu wollen. Denn eventuelle Potenzprobleme später liegen eindeutig im psychischen Bereich. An der Physis wird ja nichts verändert und auch die Hormone werden weiter produziert wie früher auch.
Aber WENN Du Dir sicher bist, ist es die bste Entscheidung überhaupt. Übrigens: Bei mir hat damals die Krankenkasse übernommen. Ansonsten hätte der Eingriff ca. DM 400,-- gekostet.

Heute übernehmen die öffentlichen Krankenkassen das leider nicht mehr. Was das Alter angeht, so ist das auch lockerer geworden. Wer über 30 ist, der hat gute Chancen, seine/ihre Sterilisation auch durchzusetzen.

Ein Bekannter von mir, der sich hat sterilisieren lassen, hatte allerdings auch einen etwas blöden Arzt erwischt. Ihm wurden erst mal ein paar Horrorbildchen gezeigt, was alles schief gehen kann. Allerdings haben die ihn nicht beeindruckt. Dann wollten sie, daß seine Frau sich schriftlich einverstanden erklärt (völlig gesetzeswidrig, Sterilisation braucht nicht das Einverständnis des Partners oder Ehepartners).

Noch was, für diejenigen, die lieber lockere Beziehungen oder ONSs haben: die Sterilisation ist kein Kondom. HIV kann weiterhin genauso übertragen werden wie vorher. Also auch weiterhin Kondome nehmen.

Anti-Sexistin

Re: Erfahrung mit Sterilisation...

Eugen Prinz, Friday, 13.02.2004, 19:09 (vor 8029 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Wer hat Erfahrung mit Sterilisation? von Der Eman(n)ze am 12. Februar 2004 19:24:

Das Internet weiß fast alles zu diesen Fragen. Siehe z.B. http://www.vasektomie.de/home.htm , eine recht gute Seite.
Aber es gibt noch mehr Gesichtspunkte.

1. Vor der Vasektomie sollte ein Mann auf seine inneren Stimmen lauschen - welche Bilder sie ihm vermitteln, wenn er an Kinder, Familie, an seine Partnerin denkt. Um diese inneren Stimmen vernehmen zu können, muss er sich zunächst gegen die große Geschwätzigkeit von außen immunisieren, evtl. durch rituelle Waschungen, durch siebentägiges Fasten oder einfach dadurch, dass er jeglichem Geschwätz der Zeitgeistin für eine Weile sein Ohr verschließt.

2. Auch wenn die Vasektomie als Eingriff nicht immer so problemlos ist, wie es sich manchmal anhört - das weit größere Problem ist der Entscheidungskonflikt, vor allem für jüngere Männer, die noch keine Kinder haben. Diese Entscheidung ist der schwierigste Punkt überhaupt, denn ganz gleich ob sie intellektuell oder gefühlsmäßig getroffen wird - es gibt kaum eine Möglichkeit umzukehren und den anderen Weg zu gehen. Ich kann nur traurig lachen, wenn ich heute höre, eine Frau müsse sich zwischen Beruf und Familie entscheiden. Lächerlich. Was sind das für Entscheidungen, die frau jederzeit umkehren kann.

3. Was seine Frau dazu sagt, dass er sich sterilisieren lassen will, sei ihm Schall und Rauch. Die Wahrscheinlichkeit ist heute sehr hoch, dass er diese Frau nach ein paar Jahren nicht mehr hat, oder dass sich der ganze Aufwand für die eine Nummer zu Weihnachten ohnehin nicht lohnt. Frauen begrüßen die Vasektomie des Mannes nämlich vor allem dann, wenn er seine "Pflicht" schon getan hat. Dann kann er seine Optionen ruhig abgeben. Dann machte er auch keiner anderen mehr ein Kind und die Ressourcen bleiben in der Familie.

4. Gewiss ist die Vasektomie sehr sicher. Das ist derzeit auch einer ihrer Nachteile. Sie ist nur schwer reversibel. Und eine Verhütungsmethode wie die Vasektomie, die ca. 5% Problemfälle schon beim Eingriff verursacht, würden Frauen für sich selbst ganz sicher für inakzeptabel erachten. Der einzige Grund, warum Frauen auch wackelige Methoden, wie Knaus-Ogino, Viskositäts- oder Temperaturmessungen, Ablesen des Gaszählers usw. akzeptieren, liegt womöglich darin, dass diese Methoden so wackelig sind.

5. Auch wenn die Vasektomie derzeit die einzige brauchbare Verhütungsmethode für Männer darstellt (sicher und diskret), sollten sich Männer als Spezies damit nicht zufrieden geben. Es ist ein Armutszeugnis, einerseits zu Mars fliegen zu wollen, andererseits so eine Angelegenheit nicht zur Zufriedenheit von Männern geregelt zu haben. Zufriedenheit kann in diesem Punkte nur bedeuten: Die Erlangung der reproduktiven Selbstbestimmung des Mannes! Auch bei Männer soll es vorgekommen sein, dass sie unter anderen Umständen und vor allem mit einer anderen Partnerin vielleicht doch noch einen Kinderwunsch verspürt haben.

6. Mit seiner Sterilisation bei Frauen hausieren zu gehen, um sie zum Beischlaf zu motivieren, halte ich nach allem, was ich bisher gehört habe, für ausgesprochen naiv. Wenn ein Mann sich sterilisieren lässt, dann sollte er es für sich tun, um sich gegen eigenen Kontrollverlust oder fremde Unberechenbarkeit zu schützen. Vor allem junge Männer, die damit risikolosen Beischlaf erstreben, sind ausgesprochen schlecht beraten, sich damit ihren Partnerinnen gegenüber zu outen. Definitiv outen sie sich damit als einer, "der ja nur vögeln will“.

Dies sind Tipps für Männer. Frauen sehen das vielleicht alles ganz anders. Aber so ist das Leben.

Re: Wer hat Erfahrung mit Sterilisation?

Leser, Friday, 13.02.2004, 19:53 (vor 8029 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Wer hat Erfahrung mit Sterilisation? von Der Eman(n)ze am 12. Februar 2004 19:24:

Hallo!

Hi! Da der BGH mit seinem Urteil bewiesen hat, daß Eheverträge nach >Gutdünken des jeweilig herrschenden Zeitgeistes antastbar sind, hat sich >für mich die Ehe als eine mögliche Lebensplanungsperspektive erledigt..

Ich muss sagen, das BGH Urteil finde ich nach Abwägung nicht so schlecht..
Immerhin wurde die Klage der Frau abgewiesen und die Richter stellten fest, das Zugewinnausgleich im Vertrag ausschließbar ist.

Nur die Kinder- und Altersversorgung dürfe man nicht ausshließen. Ich muss
sagen das das zwar im einzelnen diskutierbar ist, aber doch insg. ein
ordentlicher Kompromiss.

zu deiner Frage:
http://www.vasektomie.de/faq.htm

gruss
Leser

Einer derartigen Rechtsunsicherheit möchte ich mich nicht aussetzen.

Das bedeutet aber in Verkettung mit anderen aktuellen Gesetzen und Regelungen, daß ich auch keine Kinder zeugen möchte. Ich lehne es ab, Elternteil 2.Klasse zu sein. (insbesondere ehelose Väter sind in D Elternteile 2.Klasse)
Nichts deutet darauf hin, daß diese bestehenden Männerdiskriminierungen irgendwann beseitigt werden.
Deshalb frage ich jetzt in die Runde: Wer hat Erfahrung mit Sterilisation bzw. kann mir die Voraussetzungen, den Ablauf und sein persönliches Empfinden davor/dabei/danach schildern? Wie läuft das Krankenkassenmäßig? Gibt es ein Mindestalter? Fragen über Fragen.
danke im voraus.
Gruß

Re: Wer hat Erfahrung mit Sterilisation?

Odin, Friday, 13.02.2004, 20:11 (vor 8029 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Wer hat Erfahrung mit Sterilisation? von Der Eman(n)ze am 12. Februar 2004 19:24:

Hallo,
erstmal Gratulation, daß Du Dir über Verhütung Gedanken machst. Wenn das nur mehr Männer täten....
Soweit ich weiß, wird die Sterilisation ODER die Rückgängigmachung bezahlt. Zumindest ist mir das erzählt worden. Klingt aber blöd, erkundige Dich lieber beim Arzt.
Ich würde auch noch vorher fragen, wie weit die "Pille" für den Mann schon erprobt ist. Lange scheint es nicht mehr zu dauern.
Soweit ich weiß, kannst Du auch Samen einfrieren lassen. Frag mal lieber, wie sicher die Chance einer Besamung ist. Bei Besamung im Reagenzglas geht es ja meistens schief und 10 Liter wirst Du wohl nicht einfrieren lassen :-)

Eine empfehlenswerte Adresse:
Der Männerarzt der Zeitschrift "Switchboard" http://www.maennerzeitung.de, Zeitschrift für Männer- und Jungenarbeit.

Switchboard
Postfach 6581
22374 Hamburg
fax 040 381907
maennerweg@aol.com

an Doc K! (Haydar Karatepe) adressieren, dann wirds weitergeleitet

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