Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Beruf, Kinder und Karriere

Mic, Thursday, 12.02.2004, 12:55 (vor 8030 Tagen)

Dass frauen durch kinder in ihrer karriere behindert werden wird schon so sein. Was also tun? Den unternehmen aus steuergeldern prämien zahlen? Männer in karenz schicken? warum nicht, nur dazu würden frauen gehören die das unterstützen, nicht nur verbal, sondern letztlich bei so einem hausmann bleiben und ihn nicht als weichei zum teufel jagen und sich einen gut verdienenden manager suchen. Ein weiterer punkt ist, dass frauen auch die wahlfreiheit haben müssen KEINE karriere machen zu wollen, eher einen ruhigen job, viel kultur, seidenmalen etc.

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Bri, Thursday, 12.02.2004, 13:13 (vor 8030 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Beruf, Kinder und Karriere von Mic am 12. Februar 2004 10:55:40:

Dass frauen durch kinder in ihrer karriere behindert werden wird schon so sein. Was also tun? Den unternehmen aus steuergeldern prämien zahlen? Männer in karenz schicken? warum nicht, nur dazu würden frauen gehören die das unterstützen, nicht nur verbal, sondern letztlich bei so einem hausmann bleiben und ihn nicht als weichei zum teufel jagen und sich einen gut verdienenden manager suchen.

Bis daher gebe ich Dir recht!
Dazu gehört aber auch, wenn, ein Einkommen auf Frauenseite, das allen ein gutes Leben sichert.

Womit wir wieder bei der leidigen Gleichberechtigung im Erwerbsleben sind...

Und; ein Hausmann muß wenn, der Partnerin auch etwas Entlastung von ihren Alltagspflichten bieten können.
Woran es `hapert`, lt. Hörensagen aus Bekanntenkreis..

Die inneren Prägungen & eingeübte Rollenverhaltensmuster sind auf beiden Seiten schwer zu durchbrechen.

Sowas gelingt übrigens am besten mit Hilfe einer gewissen erotischen Komponente, nach dem Lustprinzip ;-)

Ein weiterer punkt ist, dass frauen auch die wahlfreiheit haben müssen KEINE karriere machen zu wollen, eher einen ruhigen job, viel kultur, seidenmalen etc.

Und Männer nicht?
Muß ja nicht Seidenmalerei sein *g*

Bri
Basisgehaltkonzeptionistin

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Thursday, 12.02.2004, 13:22 (vor 8030 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Beruf, Kinder und Karriere von Mic am 12. Februar 2004 10:55:40:

Dass frauen durch kinder in ihrer karriere behindert werden wird schon so sein. Was also tun? Den unternehmen aus steuergeldern prämien zahlen? Männer in karenz schicken? warum nicht, nur dazu würden frauen gehören die das unterstützen, nicht nur verbal, sondern letztlich bei so einem hausmann bleiben und ihn nicht als weichei zum teufel jagen und sich einen gut verdienenden manager suchen. Ein weiterer punkt ist, dass frauen auch die wahlfreiheit haben müssen KEINE karriere machen zu wollen, eher einen ruhigen job, viel kultur, seidenmalen etc.

Unternehmern wie Expatriate die Meinung sagen!

Und wenn eine solche Einstellungspraxis bekannt wird, diese Unternehmen boykottieren, indem man ihre Produkte nicht mehr kauft!

Solche Einstellungspraktiken offen legen!

Solche Leute wie Expatriate an den Pranger stellen!

Es grüsst sich auf die Revolution freuend
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Tran, Thursday, 12.02.2004, 13:33 (vor 8030 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 12. Februar 2004 11:22:09:

Es grüsst sich auf die Revolution freuend

Revolution? Ich denke für Kriege und Gewalt sind nur Männer zuständig?

Tran

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Thursday, 12.02.2004, 13:45 (vor 8030 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Tran am 12. Februar 2004 11:33:41:

Hi, Tran,

das wäre ja keine gewaltsame Revolution sondern nur eine Abstimmung über den Geldbeutel.

Ausserdem habe ich nie behauptet, dass Frauen nie Revolution gemacht haben. Mit der Erklärung der Menschenrechte ging auch eine explizite Erklärung der Frauenrechte einher. Aber diese Frau ist hinterher an Robbespierres Galgen gelandet. Und die Erklärung der Frauenrechte ist fast völlig in Vergessenheit geraten.

Es grüsst historisch aufklärend
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Tran, Thursday, 12.02.2004, 13:59 (vor 8030 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 12. Februar 2004 11:45:54:

Ausserdem habe ich nie behauptet, dass Frauen nie Revolution gemacht haben. Mit der Erklärung der Menschenrechte ging auch eine explizite Erklärung der Frauenrechte einher. Aber diese Frau ist hinterher an Robbespierres Galgen gelandet. Und die Erklärung der Frauenrechte ist fast völlig in Vergessenheit geraten.

Nun, da bin ich in Geschichte wohl eine ziemliche Niete. ;-)

Welche Frauenrechte meinst Du?
Und wofür sollten sie gelten?
Vor allem aber: Wozu sollten Frauenrechte gut sein wenn zur selben Zeit Menschenrechte gemacht wurden? Sind Frauen keine Menschen?
Ich finde es schon wichtig das in unserer Verfassung steht das (in Bezug auf Recht) zwischen Mann und Frau kein Unterschied gemacht werden soll.

Tran

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Thursday, 12.02.2004, 14:12 (vor 8030 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Tran am 12. Februar 2004 11:59:51:

Hier ein wenig historische Aufklärung für Dich:

Dies ist die HTML-Version der Datei http://www.humanrights.at/images/news/FRentwicklungfrauenrechte.doc.
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FRAUENRECHTE
Entwicklungen

1848 -1999

1. Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin, Paris 1791:

Im Vorfeld der französischen Revolution enstand die Menschenrechtserklärung von 1789 (Erklärung der Menschen – und Bürgerrechte, Paris 1789), die jedoch den Frauen wesentliche Rechte vorenthielt (z.B. das Wahlrecht). Dem gegenüber stellte Marie-Olympe de Gouges die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“, Paris 1791. Zwei Jahre später wurde sie dafür mit der Guillotine hingerichtet.

Die Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin, Paris 1791:

Art. 1: Die Frau ist frei geboren und bleibt dem Manne gleich in allen Rechten.

Art. 2: Der Zweck der staatlichen Vereinigung ist der Schutz der natürlichen und unveräußerlichen Rechte sowohl der Frau als auch des Mannes. Diese Rechte sind Freiheit, Sicherheit, Eigentum und besonders das Recht auf Widerstand gegen Unterdrückung.

Art. 4: Freiheit und Gerechtigkeit bestehen darin, den anderen zurückzugeben, was ihnen gehört. So wird die Frau an der Ausübung ihrer natürlichen Rechte nur durch die fortdauernde Tyrannei, die der Mann ihr entgegensetzt, gehindert. Nach den Gesetzen der Natur und der Vernunft müssen diese Hindernisse abgeschafft werden.

Art.10: Niemand darf wegen seiner Meinung verfolgt werden. Die Frau hat das Recht, das Schafott zu besteigen. Sie muß gleichermaßen das Recht haben, die Rednerbühne zu besteigen.

Art.16: Eine Gesellschaft, in der die Garantie der Rechte nicht gesichert ist, hat keine Verfassung. Es besteht keine Verfassung, wenn die Mehrheit des Volkes an ihrem Zustandekommen nicht mitgewirkt hat.

Art.17: Das Eigentum gehört beiden Geschlechtern vereint oder einzeln. Jede Person hat darauf ein unverletzliches Anrecht.


Es grüsst historisch noch mehr aufklärend
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Tran, Thursday, 12.02.2004, 14:19 (vor 8030 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 12. Februar 2004 12:12:13:

Hier ein wenig historische Aufklärung für Dich:

Danke, jetzt weiss ich da etwas mehr Bescheid.
Aber all diese geforderten Rechte sind doch längst wertlos, oder?
Niemand braucht sie mehr.
Belehr mich wenn Du´s besser weisst.

Tran

PS: Deine Antwort steht noch aus, ging wohl versehentlich unter:

index.php?id=24704

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Thursday, 12.02.2004, 14:48 (vor 8030 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Tran am 12. Februar 2004 12:19:58:

Hier ein wenig historische Aufklärung für Dich:

Danke, jetzt weiss ich da etwas mehr Bescheid.
Aber all diese geforderten Rechte sind doch längst wertlos, oder?
Niemand braucht sie mehr.

Hi, Tran,

darum ging es ja auch nicht, heute werden diese Rechte ja alle zumindest in D gewährleistet. In anderen Ländern der Erde sieht das ganz anders aus.. Doch das ist ja hier nicht das Thema.

Ich habe Dir geantwortet:
index.php?id=24723

Schau da nach!

Es grüsst freundlich
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Bri, Thursday, 12.02.2004, 15:12 (vor 8030 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Tran am 12. Februar 2004 11:59:51:

Ausserdem habe ich nie behauptet, dass Frauen nie Revolution gemacht haben. Mit der Erklärung der Menschenrechte ging auch eine explizite Erklärung der Frauenrechte einher. Aber diese Frau ist hinterher an Robbespierres Galgen gelandet. Und die Erklärung der Frauenrechte ist fast völlig in Vergessenheit geraten.

Nun, da bin ich in Geschichte wohl eine ziemliche Niete. ;-)
Welche Frauenrechte meinst Du?
Und wofür sollten sie gelten?
Vor allem aber: Wozu sollten Frauenrechte gut sein wenn zur selben Zeit Menschenrechte gemacht wurden? Sind Frauen keine Menschen?

Frauen sind MenschINNEN.
Habe Jörg schon mal aufgeklärt, daß er in seinem Forums-head eine MEINER Wortschöpfungen verwendet *g*

Und; stelle Deine Frage besser der Masse Deiner Geschlechtsgenossen, denn DIESE behandeln weltweit uns weiblich verkörperte Homo sapiens sapiens oft genug so, als ob unsereins weniger wert wäre als ein Stück Nutzvieh ;-(
Oder gar Auto...(hierzulande z.B.)

Ich finde es schon wichtig das in unserer Verfassung steht das (in Bezug auf Recht) zwischen Mann und Frau kein Unterschied gemacht werden soll.
Tran

Fein.
Freut. Haben übrigens die oft geschmähten Feministinnen früherer Zeiten durchgesetzt.
Von alleine wären die (männlichen) Menschen nämlich auch nie auf sowas gekommen. S. o.

Bri

Re:weibliche Art der Revolution

Bri, Thursday, 12.02.2004, 15:06 (vor 8030 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Tran am 12. Februar 2004 11:33:41:

Es grüsst sich auf die Revolution freuend

Revolution? Ich denke für Kriege und Gewalt sind nur Männer zuständig?
Tran

No, dann ist`s ja mal höchste Zeit, etwas anders zu `revolutionieren`...friedlich, lustvoll, trotzdem mit gewaltigem `Biß`...

Hab`dazu schon längere Zeit prächtigste Konzepterln parat
*megagrins*

Bri

Re:weibliche Art der Revolution

Tran, Thursday, 12.02.2004, 15:16 (vor 8030 Tagen) @ Bri

Als Antwort auf: Re:weibliche Art der Revolution von Bri am 12. Februar 2004 13:06:46:

Es grüsst sich auf die Revolution freuend

Revolution? Ich denke für Kriege und Gewalt sind nur Männer zuständig?
Tran

No, dann ist`s ja mal höchste Zeit, etwas anders zu `revolutionieren`...friedlich, lustvoll, trotzdem mit gewaltigem `Biß`...
Hab`dazu schon längere Zeit prächtigste Konzepterln parat

Aha. Und wozu bitteschön willst Du das machen?
Was soll eine Revolution nützen?
Es läuft in diesem Land einiges verkehrt, in Deinem Land vermutlich auch. Aber ich wüsste nichts was eine Revolution rechtfertigen liesse.
Vor allem: wer sollte gegen wen revoltieren?

Tran

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Odin, Thursday, 12.02.2004, 22:45 (vor 8029 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 12. Februar 2004 11:22:09:

Unternehmern wie Expatriate die Meinung sagen!
Und wenn eine solche Einstellungspraxis bekannt wird, diese Unternehmen boykottieren, indem man ihre Produkte nicht mehr kauft!
Solche Einstellungspraktiken offen legen!
Solche Leute wie Expatriate an den Pranger stellen!
Es grüsst sich auf die Revolution freuend
das Emmalein

Jawoll! Holt die Fackeln, kocht den Teer, entzündet die Scheiterhaufen! Für eine gerechtere und liebevollere Welt!

Dich möchte ich mal sehen, wenn Du einen kleinen Betrieb aufbaust! Wer am Freitag um 13.10 den Bleistift fallen läßt und ins Wochenende geht, sollte einfach mal ein wenig nachdenken, Zeit genug wäre ja!
Stell Dir vor, Du arbeitest jeden Abend bis 20-21 Uhr, teilweise auch Samstags und Sonntags und schaffst es gerade einen kleinen Betrieb aufzubauen der Deine Frau und Deine zwei Kinder noch miternährt. Urlaub is natürlich nix! Jedenfalls die ersten 4-5 Jahre. Irgendwann kannst Du dann endlich eine Hilfe einstellen (eine HILFE! Also noch keine Möglichkeit in Urlaub zu gehen). Den ersten lehnst Du ab, der ist grad mit der Lehre fertig geworden und weiß noch nicht, ob er eingezogen wird. Das MUSS er dir auch sagen, dazu ist er verpflichtet. Du nimmst also lieber die Frau. Die kommt aber am ersten Tag nicht, sondern teilt Dir mit, daß sie schwanger ist und daher heute unpäßlich. Das mußte sie Dir nicht sagen, weil Du das nichtmal fragen durftest. Du arbeitest also jetzt bis 24 Uhr, um deren Lohn auch noch zu erwirtschaften. Zumindest schaffst Du es, jeden zweiten Sonntag ganz frei zu machen. Im Moment läuft der Laden ja auch schon ganz gut (sonst wärst Du ja auch nie auf den Gedanken gekommen, jemanden einzustellen). Der freie Sonntag ist auch wichtig - für deine Frau, weil das für sie die einzige Möglichkeit war, dir mitzuteilen, daß sie die Schnauze voll hat, weil Du sie vernachläßigst. Vom Scheidungsrichter hörst Du dann später, daß Du Deine Kinder vernachläßigt hast und sie deshalb zur Frau gehören (war dir eh klar, wo hättest Du sie denn hinstecken sollen?). Nur daß Du jetzt noch mehr arbeiten sollst (doppelter Haushalt kostet viel und zahlen mußt DU).
Jedenfalls hast Du am Sonntag abend Deine Kneipe und dort erzählst Du dann deinen Kumpels, daß Du nie wieder eine Frau heiratest und auch keine mehr einstellst.
Dein Pech ist, daß Emmalein am Tisch nebenan mithört und nun alle Leute dazu aufruft, Deinen Laden zu boykottieren, wegen dieser Schweinerei!
Aber ab da ists Dir eh schon wurscht.

PS: Der Fall ist nur teilweise erfunden!

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Thursday, 12.02.2004, 23:34 (vor 8029 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Odin am 12. Februar 2004 20:45:54:

Tja, Odin,

ich hab kein Mitleid mit dem Unternehmer, der hat sich das Leben ausgesucht.

Ich hab aber Mitleid mit der Frau, die hat sich ihr Geschlecht nicht ausgesucht.

Es grüsst mitleidlos
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Odin, Friday, 13.02.2004, 19:54 (vor 8028 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 12. Februar 2004 21:34:

Tja, Odin,
ich hab kein Mitleid mit dem Unternehmer, der hat sich das Leben ausgesucht.
Ich hab aber Mitleid mit der Frau, die hat sich ihr Geschlecht nicht ausgesucht.

Ja, stimmt, die bemitleide ich auch immer! Tut mir echt leid für Dich!

Re: Beruf, Kinder und Karriere

ChrisTine, Saturday, 14.02.2004, 20:51 (vor 8027 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 12. Februar 2004 21:34:

ich hab kein Mitleid mit dem Unternehmer, der hat sich das Leben ausgesucht.

Ich hab aber Mitleid mit der Frau, die hat sich ihr Geschlecht nicht ausgesucht.

Hat sich die Frau die Schwangerschaft nicht 'azsgesucht'?
Daher auch kein Mitleid mit der Frau.

Christine

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Monday, 16.02.2004, 01:28 (vor 8026 Tagen) @ ChrisTine

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von ChrisTine am 14. Februar 2004 18:51:29:

Schwangerwerden ist nicht schwer,

Schwangersein dagegen sehr!

Es grüsst (Dir immer sichere Kondome und nie Pille-Vergessen wünschend)
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

ChrisTine, Monday, 16.02.2004, 21:20 (vor 8025 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 15. Februar 2004 23:28:58:

Schwangerwerden ist nicht schwer,
Schwangersein dagegen sehr!

Schwangersein ist schwer? Das ist mir neu...

Es grüsst (Dir immer sichere Kondome und nie Pille-Vergessen wünschend)

Danke. Auch andere Verhütungsmethoden helfen.

Gruß - Christine

Re: Beruf, Kinder und Karriere

XRay, Monday, 16.02.2004, 21:34 (vor 8025 Tagen) @ ChrisTine

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von ChrisTine am 16. Februar 2004 19:20:31:

Schwangerwerden ist nicht schwer,
Schwangersein dagegen sehr!

Schwangersein ist schwer? Das ist mir neu...

Es grüsst (Dir immer sichere Kondome und nie Pille-Vergessen wünschend)

Danke. Auch andere Verhütungsmethoden helfen.

-----------
jo, nä, z.B. Hose anlassen.
-----------

Gruß - Christine

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Odin, Monday, 16.02.2004, 21:39 (vor 8025 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von XRay am 16. Februar 2004 19:34:13:

Schwangerwerden ist nicht schwer,
Schwangersein dagegen sehr!

Schwangersein ist schwer? Das ist mir neu...

Es grüsst (Dir immer sichere Kondome und nie Pille-Vergessen wünschend)

Danke. Auch andere Verhütungsmethoden helfen.

-----------
jo, nä, z.B. Hose anlassen.

LOL - soll auch besser gegen Geschlechtskrankheiten helfen als ein Kondom

Re: Beruf, Kinder und Karriere

ChrisTine, Monday, 16.02.2004, 22:07 (vor 8025 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von XRay am 16. Februar 2004 19:34:13:

Schwangerwerden ist nicht schwer,
Schwangersein dagegen sehr!

Schwangersein ist schwer? Das ist mir neu...

Es grüsst (Dir immer sichere Kondome und nie Pille-Vergessen wünschend)

Danke. Auch andere Verhütungsmethoden helfen.

-----------
jo, nä, z.B. Hose anlassen.
-----------

ne ne, ich will ja schließlich meinen Spaß haben :-)

Gruß - Christine

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Tuesday, 17.02.2004, 11:47 (vor 8025 Tagen) @ ChrisTine

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von ChrisTine am 16. Februar 2004 20:07:20:

Hi,

Du scheinst wohl nie schwanger gewesen zu sein, was? Übelkeit, Schmerzen, Wehen, Figurprobleme... Angst, hinterher keinen Job mehr zu kriegen oder zu haben... Neue Rolle...

Schwangersein ist nicht einfach! Frag mal wen, der schon ne schwangere Frau an seiner Seite hatte!

Es grüsst nicht schwanger, da immer auf ihre Verhütung achtend
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

ChrisTine, Wednesday, 18.02.2004, 09:30 (vor 8024 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 17. Februar 2004 09:47:40:

Hi,

Du scheinst wohl nie schwanger gewesen zu sein, was?

2 mal

Übelkeit, Schmerzen, Wehen,

Weißt Du, obiges haben Milliaraden Frauen vor mir auch gehabt. Warum hätte mir das in unserer heutigen Zeit Angst machen sollen?

Figurprobleme...

Über so etwas denkt man nach, wenn man Kinder haben will?

Angst, hinterher keinen Job mehr zu kriegen oder zu haben...

Vielleicht ist das ja einer von vielen Gründen, warum es mit unserer Gesellschaft bergab geht. Jeder hat nur noch Angst, daß sein Leben nicht mehr in gewohnten Bahnen verläuft.
Keiner Gesellschaft ist es so gut gegangen, wie unserer, und trotzdem wird nur noch gejammert.
Mein Sohn ist mit 4 Jahren lebensgefährlich erkrankt, war 10 Monate fast ununterbrochen im Krankenhaus, ich war gerade in der Probezeit nach längerer Pause. Trotzdem habe ich diesen Job behalten und das bei einer amerikanischen Firma, denen man ja nachsagt, daß sie schnell mit der Kündigung bei der Hand wären. Eine Familie, die mir die Kinder genommen hätte, hab ich auch nicht.
Die einzige Kündigung, die ich je in meinem Leben erhalten habe, kam von einer Frau und das auch noch mit miesen Mitteln.

Neue Rolle...

Tja, das ist das Leben, es ist nicht berechenbar. Als ich auf die 40 zuging, hieß es, man hat keine Chance mehr im Beruf. Ich hätte es fast selbst geglaubt. Aber dann hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich hab es geschafft. Voriges Jahr, ich war bereits 47, hab ich ebenfalls auf Anhieb einen neuen Job bekommen.
Weißt Du, dieses Frauen haben es so schwer in dieser Welt geht mir irgendwie auf den Keks. Neue Umstände erfordern neue Reaktionen.
Als ich jung war und schwanger werden konnte, hieß es, man hat keine Chance, was ich widerlegt habe, trotz 2 Kinder. Als ich älter war, hieß es ebenfalls, ich habe keine Chance, auch das habe ich widerlegt.
Tja, ist schon eine furchtbare Welt, in der wir Leben. Keine Kriege, keine Hungersnöte...

Schwangersein ist nicht einfach!

Wem sagst Du das...

Es grüsst nicht schwanger, da immer auf ihre Verhütung achtend

Auch das habe ich irgendwie immer hinbekommen...

Gruß - Christine

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Wednesday, 18.02.2004, 11:50 (vor 8024 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 17. Februar 2004 09:47:40:

Hi,
Du scheinst wohl nie schwanger gewesen zu sein, was? Übelkeit, Schmerzen, Wehen, Figurprobleme... Angst, hinterher keinen Job mehr zu kriegen oder zu haben... Neue Rolle...

hey wieviele kinder hast du eigentlich zur welt gebracht? :) warum sollte man eigentlich angst vor einer neuen rolle haben? ich meine es könnte auch eine bessere sein als die alte (ebenso eine schlechtere)?

Schwangersein ist nicht einfach! Frag mal wen, der schon ne schwangere Frau an seiner Seite hatte!
Es grüsst nicht schwanger, da immer auf ihre Verhütung achtend

kann man aus "Immer auf ihre verhütung achtend" schliessen das du noch nie schwanger warst?
wenn ja woher weisst du das dann alles? könnte es im übrigen nicht sein da die frauen das alle unterschiedlich empfinden?

das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Wednesday, 18.02.2004, 12:08 (vor 8024 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 18. Februar 2004 09:50:30:

Hi, Sebastian,

nö, ich war noch nie schwanger, hatte aber eine Menge schwangerer Freundinnen und habe ein Seminar in einem Entwicklungspsychologie-Kurs besucht, der zu Beginn sich mit den Problemen der Schwangerschaft beschäftigt hat. Da hat also der Prof darüber sogar explizit geforscht. Und schwangere Frauen befragt.

Und die Übelkeit am Anfang war ein konstantes Merkmal, das überall auftauchste, auch die Ängste wegen der Mutterrolle, die Probleme mit den Schmerzen und Wehen usw.

Es grüsst aufklärend
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Wednesday, 18.02.2004, 13:03 (vor 8024 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 18. Februar 2004 10:08:58:

Hi, Sebastian,
nö, ich war noch nie schwanger, hatte aber eine Menge schwangerer Freundinnen und habe ein Seminar in einem Entwicklungspsychologie-Kurs besucht, der zu Beginn sich mit den Problemen der Schwangerschaft beschäftigt hat. Da hat also der Prof darüber sogar explizit geforscht. Und schwangere Frauen befragt.
Und die Übelkeit am Anfang war ein konstantes Merkmal, das überall auftauchste, auch die Ängste wegen der Mutterrolle, die Probleme mit den Schmerzen und Wehen usw.
Es grüsst aufklärend
das Emmalein

mhm ein prof. hat darüber geforscht? wieviele frauen hat er befragt, international oder nur hier? welche altersklasse, welche nationalität?
los ein paar mehr fakten wenn du so tollkühn von der forschung anderer erzählst *g*.
wie hoch ist die streuung bei den aussagen (ist überhaupt eine möglich)?
wurde z.b. gefragt "wie hoch schätzen sie den faktor übelkeit ein? (1 bis 6)?".

usw. also?

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Wednesday, 18.02.2004, 16:41 (vor 8023 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 18. Februar 2004 11:03:32:

Wenn es Dich wirklich interessiert: Geh zur Uni Paderborn, und frag da nach dem Skrit "Entwicklungspsychologie II" von Prof. Dr. Engfer. Ich hab keine Lust, Dir da alles rauszusuchen, schau selber nach.

Es grüsst faul
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Wednesday, 18.02.2004, 16:51 (vor 8023 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 18. Februar 2004 14:41:33:

Wenn es Dich wirklich interessiert: Geh zur Uni Paderborn, und frag da nach dem Skrit "Entwicklungspsychologie II" von Prof. Dr. Engfer. Ich hab keine Lust, Dir da alles rauszusuchen, schau selber nach.

gibts dazu keinen download? bei google finde ich zwar entwicklungspsychologie skripte aber keine von engfer.

Es grüsst faul

dinge widerlegen und beweisen ist immer sehr anstrengend alles andere ist eben nur gewäsch.

das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Wednesday, 18.02.2004, 16:58 (vor 8023 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 18. Februar 2004 14:51:36:

Nä, steht nicht im Netz, hab selbst nachgeguckt.

Musste schon an die Uni PB schreiben. Adresse Universität Paderborn, Fakultät Psychologie C/O Engfer, Warburger Str. , Paderborn.

Ich hab das mal gemacht, aus nem Aufsatz zitiert. Das Ende war, dass ich fast den ganzen Aufsatz hinschreiben musste. dAs ist mir zuviel Arbeit.

Es grüsst weiterhin faul

das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Wednesday, 18.02.2004, 17:07 (vor 8023 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 18. Februar 2004 14:58:33:

Nä, steht nicht im Netz, hab selbst nachgeguckt.
Musste schon an die Uni PB schreiben. Adresse Universität Paderborn, Fakultät Psychologie C/O Engfer, Warburger Str. , Paderborn.

ok dazu bin ich dann doch zu faul. ich denke das die nachteile der schwangerschaft sich mit den vorteilen der schwangerschaft aufwiegen lassen, denn sonst würde schlicht und einfach niemand schwanger werden (die mittel dazu gibt es).
und dazu brauche ich nichtmal eine statistik, logik reicht dazu aus.
denn der mensch entscheidet sich immer für das wofür er gerade will (hehe triviale feststellung) und wenn es nun also der wille ist der ihm etwas als vorteilhaft erscheinen lässt, so ist es vorteilhaft. leider können wir oft nicht "verstehen" warum sich jemand so oder so entscheidet.

Ich hab das mal gemacht, aus nem Aufsatz zitiert. Das Ende war, dass ich fast den ganzen Aufsatz hinschreiben musste. dAs ist mir zuviel Arbeit.

hehe recht so :). studier halt mathematik, die meisten beweise sind da "recht kompakt"... *g*

Es grüsst weiterhin faul
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Wednesday, 18.02.2004, 18:04 (vor 8023 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 18. Februar 2004 15:07:06:

Das gilt nur für die Leute, die Kinder haben, auch für die Frauen.

Viele von ihnen werden heute aber nicht mehr schwanger, und das gewollt(Verhütung durch die Pille).

Ausserdem denke ich, dass die meisten Frauen die Schwangerschaft halt in Kauf nehmen, weil es keinen anderen Weg zum eigenen Kind ausser der Adoption gibt, und weil das mit den Adoptionen in D nicht so ganz einfach ist.

Es grüsst nicht mathematisch (obwohl zur Psychologie eine Menge Mathe gehört!)
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Wednesday, 18.02.2004, 18:19 (vor 8023 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 18. Februar 2004 16:04:22:

Das gilt nur für die Leute, die Kinder haben, auch für die Frauen.
Viele von ihnen werden heute aber nicht mehr schwanger, und das gewollt(Verhütung durch die Pille).

dann haben ist das schwanger sein eben für diese leute nicht vorteilhaft, das ist kein problem oder?

Ausserdem denke ich, dass die meisten Frauen die Schwangerschaft halt in Kauf nehmen, weil es keinen anderen Weg zum eigenen Kind ausser der Adoption gibt, und weil das mit den Adoptionen in D nicht so ganz einfach ist.

wenn sie es in kauf nehmen ist es allein dadurch schon ein vorteil, glaubst du das nicht (ich kann das auch gern eingehender beweisen)?

Es grüsst nicht mathematisch (obwohl zur Psychologie eine Menge Mathe gehört!)

ich denke ihr macht keine beweise, soweit ich weiss lernt ihr statistik (naja kann man auch mathe nennen ;).

das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Thursday, 19.02.2004, 10:29 (vor 8023 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 18. Februar 2004 16:19:56:

Hi, Sebastian,

stell Dir vor, Du bist krank, richtig heftig krank. Es gibt für Dich eine Medizin, aber die ist bitter und hat starke Nebenwirkungen. Der Arzt sagt aber ,e s ist die einzige die wirklich hilft.

NimmstDu sie oder nimmst Du sie nicht? Du nimmst sie, weil Du auf die positiven Effekte hoffst und glaubst, die negativen Effekte kontrollieren und akzeptieren zu können.

So ist das auch mit der Schwangerschaft und den Frauen: Die wollen Kinder, also nehmen sie in Kauf, dass die Schwangerschaft eine eher unangenehme Erfahrung ist, und dass sie sogar noch lange unangenehme Nachwirkungen hat.

Grüße
Etrangere

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Thursday, 19.02.2004, 21:49 (vor 8022 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 19. Februar 2004 08:29:25:

Hi, Sebastian,
stell Dir vor, Du bist krank, richtig heftig krank. Es gibt für Dich eine Medizin, aber die ist bitter und hat starke Nebenwirkungen. Der Arzt sagt aber ,e s ist die einzige die wirklich hilft.
NimmstDu sie oder nimmst Du sie nicht? Du nimmst sie, weil Du auf die positiven Effekte hoffst und glaubst, die negativen Effekte kontrollieren und akzeptieren zu können.
So ist das auch mit der Schwangerschaft und den Frauen: Die wollen Kinder, also nehmen sie in Kauf, dass die Schwangerschaft eine eher unangenehme Erfahrung ist, und dass sie sogar noch lange unangenehme Nachwirkungen hat.

ja dennoch ist eine handlung von vorteil. warum?

nun ein vorteil lässt sich nur mit hilfe des willens definieren, beispiel:

der wille zu überleben -> erschafft die möglichkeit einen vorteil zu erlangen wenn man sich ernährt (hehe wers nicht tut wird wohl sterben)

so nun will die frau irgendwas (völlig egal ob das kinder sind oder nicht) je nachdem wie stark eine frau etwas will (oder eben ein mensch) bekommt sie es oder nicht. danach gewichten sich dann aber auch alle vor und nachteile. nun kann man einwenden das die frau es später bereuen könnte (auf dieser schiene willst du mir wohl kommen, sehr gemein ;).
das ändert aber nichts daran das die entscheidung zum zeitpunkt als sie gefällt wurde die beste war weil am vorteilhaftesten. jetzt könnte man sagen aber hätte die frau damals schon gewusst.
nunja aber kein mensch weiss was sein wird, von daher lässt sich das überall anwenden (es würde wohl keiner so handeln wie er es tut wenn er alle konsequenzen kennen würde, allein weil er höhere vorteile erreichen könnte).

von daher jede handlung ist immer das absolut optimale und sei es ein amoklauf.

im grossen und ganzen denke ich das schwangerschaft einige vorteile bietet, ich meine die schwangerschaft hat frauen seit jeher erlaubt sich vor allen kriegen zu drücken. ohne frage gibt es meistens zivile "opfer" aber die sind selbst im zweiten weltkrieg (zumindest bei den deutschen) im vergleich zu den militärischen geringer (beim ersten weltkrieg kann man das schon garnicht mehr vergleichen).
interessant ist übrigens, das es erst nach dem zweiten weltkrieg in europa keinen grösseren krieg mehr gab. ich denke das liegt daran weil erst in diesem krieg genug zivilisten starben. das problem sind in kriegen meiner meinung nach nicht die soldaten sondern die zivilisten.
zynisch gesagt "es müssen erst genug zivilisten sterben bis die welt es endlich kapiert", der soldat muss eh einfach nur gehorchen.

weitere vorteile der schwangerschaft:

- es konnte sich eine gewisse "frauen und kinder" zuerst mentalität etablieren, aber diese wird immer mehr verfallen eben weil es momentan einfach nur noch ausbeutung ist (das recht auf abtreibung ist auch gleichzeitig die pflicht in kriege zu ziehen und sich selbst für jeden dreck herhalten zu müssen und schlägt das noch nicht voll durch)
- kinder haben meistens eine grössere bindung zur mutter (was später wenn die kinder gross diverse vorteile bietet)
- man bekommt meistens hilfe von anderen (ich will nicht behaupten das dies nicht oft auch ganz anders ist)

aber mal davon ab, die argumentation bezüglich der nachteil von schwangeren wird immer mehr folgende werden:

du kannst dich frei entscheiden ob du schwanger werden willst oder nicht. wenn du schwanger bist dann leb mit den nachteilen, es ist deine entscheidung.

das problem der schwangeren ist der glaube der menschen an den freien willen (gut das ist auch das problem von verbrechern die im knast sind hehe ). auf dieser schiene werde ich jedenfalls argumentieren und ich denke nicht das man dagegen wirklich ankommt (selbst der wunsch der frau kinder zu bekommen ist in heutzutage eben nur noch ein wunsch von tausenden).

Grüße
Etrangere

ich kann dir übrigens empfehlen mal civilization 3 zu spielen, das perfekte spiel um etwas über gesellschaften und die welt zu lernen ;) (ok vielleicht auch nicht, aber es macht unglaublich viel spass).

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Friday, 20.02.2004, 13:41 (vor 8022 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 19. Februar 2004 19:49:53:

Hi, Sebastian,

ich sage ja gar nicht, dass die Kindererziehung für Frauen zum Teil keine subjektiven Vorteile bietet. Aber diese Vorteile scheinen immer geringer zu werden. Denn immer weniger Frauen entscheiden sich dafür, früh Kinder zu haben, schieben also diese Entscheidung immer mehr auf. Und immer mehr Frauen haben überhaupt keine Kinder.

Aus der individuellen Perspektive ist das meiner Meinung nach, wenn die Frau rein ökonomisch denkt, auch richtig gehandelt. Denn im Rentenalter hat sie dadurch, dass sie entweder nur sehr wenig oder gar nicht arbeiten kann hier in D, enorme Nachteile. Und auch in der Gegenwart bedeuten Kinder für die Frauen auch heute noch ganz besonders starke Einschränkungen. Ökonomisch betrachtet, gibt es für keine einzelne Frau einen Grund, ein Kind zu bekommen.

Offenbar ist die ökonomische Denkweise vor allem bei gebildeten Frauen stark verbreitet.

Wenn Du mir jetzt damit kommst, dass ja auch die Männer ein Sagen dabei haben, kann ich nur sagen: Letztlich haben eigentlich die Männer nur soviel Mitbestimmung, wie die Frau es zulässt. Das klingt zwar hart, ist aber so. Männer begeben sich meist in die Hand der Frau ,wenn es um Verhütung geht. Meine persönliche Erfahrung! Und Männer lassen Frauen auch allein, wenn es um die Entscheidung -KInd austragen - Kind nicht austragen geht. Ich hatte mal Angst, schwanger zu sein, weil meine Tage ausgeblieben waren, und war sehr ´knapp bei Kasse, so dass ich mir keinen Test leisten konnte. Hilfe von dem betreffenden Partner in dieser Situation war gleich Null. Seitdem ist mir klar: Kind oder nicht, das wird immer ganz allein meine Entscheidung sein müssen. Auch wenn ich trotzdem versuchen werde, das mit dem betreffenden Mann abzusprechen. Wenn es soweit ist, kann der sich immer noch verkrümeln. Ich nicht.

Es grüsst
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Friday, 20.02.2004, 14:18 (vor 8022 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 20. Februar 2004 11:41:17:

Hi, Sebastian,
ich sage ja gar nicht, dass die Kindererziehung für Frauen zum Teil keine subjektiven Vorteile bietet. Aber diese Vorteile scheinen immer geringer zu werden. Denn immer weniger Frauen entscheiden sich dafür, früh Kinder zu haben, schieben also diese Entscheidung immer mehr auf. Und immer mehr Frauen haben überhaupt keine Kinder.

das mit "subjektiven vorteile" ist unsinnn weil alle vor- und nachteile subjekt sind. im grunde brauchen müssten wir über subjektivität diskutieren aber ich halte das für nutzlos, ich glaube nichtmal daran.
die welt steht ausserhalb von objektivität und subjektivität.

Aus der individuellen Perspektive ist das meiner Meinung nach, wenn die Frau rein ökonomisch denkt, auch richtig gehandelt. Denn im Rentenalter hat sie dadurch, dass sie entweder nur sehr wenig oder gar nicht arbeiten kann hier in D, enorme Nachteile. Und auch in der Gegenwart bedeuten Kinder für die Frauen auch heute noch ganz besonders starke Einschränkungen. Ökonomisch betrachtet, gibt es für keine einzelne Frau einen Grund, ein Kind zu bekommen.
Offenbar ist die ökonomische Denkweise vor allem bei gebildeten Frauen stark verbreitet.

das ist totaler unsinn, kinder sind die ökonomische grundlage der gesamten gesellschaft. das was du da ökonomische denkweise nennst ist lediglich eine kurzsichtige sichtweise (die aber ziemlich verbreitet ist). und wir werden dafür bezahlen und ich hoffe wir bezahlen dafür *g*.
das problem mit "gebildeten" menschen ist das sie sich ziemlich viel darauf "einbilden". mich selbst nerven "gebildete" menschen im allgemeinen sehr (hehe dabei bin ich selbst ein ziemlicher besserwisser *g*).
so ist es im grunde so (und es wird so bleiben) das die kinder die alten ernähren, das problem ist das dies momentan eine rentenversicherung macht (was das prinzip nicht ändert) und somit verdeckt wie rente funktioniert.
da ich glaube das die rente auf dauer einfach wegfällt werden dann die kinder wieder direkt die eltern ernähren, es ist kein ökonomischer nachteil. man glaubt es höchstens.
was du aber vergisst ist, das weniger männer als frauen kinder haben. das trifft auf männliche akademiker im besonderen auch zu (wenn ich mich nicht schwer irre ;).

Wenn Du mir jetzt damit kommst, dass ja auch die Männer ein Sagen dabei haben, kann ich nur sagen: Letztlich haben eigentlich die Männer nur soviel Mitbestimmung, wie die Frau es zulässt. Das klingt zwar hart, ist aber so. Männer begeben sich meist in die Hand der Frau ,wenn es um Verhütung geht. Meine persönliche Erfahrung! Und Männer lassen Frauen auch allein, wenn es um die Entscheidung -KInd austragen - Kind nicht austragen geht. Ich hatte mal Angst, schwanger zu sein, weil meine Tage ausgeblieben waren, und war sehr ´knapp bei Kasse, so dass ich mir keinen Test leisten konnte. Hilfe von dem betreffenden Partner in dieser Situation war gleich Null. Seitdem ist mir klar: Kind oder nicht, das wird immer ganz allein meine Entscheidung sein müssen. Auch wenn ich trotzdem versuchen werde, das mit dem betreffenden Mann abzusprechen. Wenn es soweit ist, kann der sich immer noch verkrümeln. Ich nicht.

wie gesagt die freiheit abzutreiben und selbst darüber zu bestimmen ob man kinder bekommt ist gleichzeitig auch verpflichtung.
was die entscheidung angeht so hängt das vom mann ab, manche wollen mitentscheiden, andere interessiert es nicht. es gibt nicht den mann und nicht die frau (zumindest diesbezüglich).
letztenendes wird es aber auch irgendwann eine künstliche gebärmutter geben, die zeugungsfähigkeit des menschen ist meiner meinung nach ein auslaufmodell.
dann haben eben einfach die menschen kinder die kinder brauchen um ihre eigenen wünsche zu erfüllen (kinder zu bekommen ist eben auch ein egoistischer wunsch, so wie einen computer kaufen etc.).

Es grüsst
das Emmalein

mhm bisher habe ich nur drei gebildete frauen kennengelernt die mich beeindruckt haben, der rest war ziemlicher crap (wie nennt man das eigentlich, geistiger verblödung durch "wissen"? ;).

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Friday, 20.02.2004, 15:03 (vor 8022 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 20. Februar 2004 12:18:55:

Hi, Sebastian,

entschuldige, aber das was Du da schreibst, ist Blödsinn!

Es gibt sehr wohl grosse Unterschiede zwischen individuellen und gesellschaftlichen Vorteilen. Es kann für mich als Individuum ein Riesenvorteil sein, keine Steuern zu zahlen und schwarz zu arbeiten. Aber es schädigt letztlich die Gesellschaft.

Ich weiss, dass Männer wie Du von gebildeten Frauen nicht zu beeindrucken sind ,weil sie sie auf ihre eigenen Defizite aufmerksam machen, beispielsweise in der Zeichensetzung und Rechtschreibung. Fast keine Zeichensetzung und nur Kleinschreibung zu benutzen, ist für mich ein Zeichen von Dummheit und Bequemlichkeit, nicht von Avangardismus oder ähnlichem Zeug. Und Deine Gedanken sind genauso ungeordnet. Kein Wunder also, dass Dich die gebildeten Frauen nicht beeindruckt haben: Du warst nicht schlau genug, um sie zu verstehen!

Es grüsst zurückschiessend
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Friday, 20.02.2004, 15:36 (vor 8021 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 20. Februar 2004 13:03:29:

Hi, Sebastian,
entschuldige, aber das was Du da schreibst, ist Blödsinn!
Es gibt sehr wohl grosse Unterschiede zwischen individuellen und gesellschaftlichen Vorteilen. Es kann für mich als Individuum ein Riesenvorteil sein, keine Steuern zu zahlen und schwarz zu arbeiten. Aber es schädigt letztlich die Gesellschaft.

nun was genau ist ein gesellschaftlicher vorteil? ich meine ist ein gesellschaftlicher vorteil das die gesellschaft überlebt? wenn ja warum?
wo ist der beweis, das ist nur eine behauptung.

Ich weiss, dass Männer wie Du von gebildeten Frauen nicht zu beeindrucken sind ,weil sie sie auf ihre eigenen Defizite aufmerksam machen, beispielsweise in der Zeichensetzung und Rechtschreibung. Fast keine Zeichensetzung und nur Kleinschreibung zu benutzen, ist für mich ein Zeichen von Dummheit und Bequemlichkeit, nicht von Avangardismus oder ähnlichem Zeug. Und Deine Gedanken sind genauso ungeordnet. Kein Wunder also, dass Dich die gebildeten Frauen nicht beeindruckt haben: Du warst nicht schlau genug, um sie zu verstehen!

wann genau versteht man jemanden?

Es grüsst zurückschiessend
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Friday, 20.02.2004, 17:13 (vor 8021 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 20. Februar 2004 13:36:49:

Hi, Sebastian,
entschuldige, aber das was Du da schreibst, ist Blödsinn!
Es gibt sehr wohl grosse Unterschiede zwischen individuellen und gesellschaftlichen Vorteilen. Es kann für mich als Individuum ein Riesenvorteil sein, keine Steuern zu zahlen und schwarz zu arbeiten. Aber es schädigt letztlich die Gesellschaft.

nun was genau ist ein gesellschaftlicher vorteil? ich meine ist ein gesellschaftlicher vorteil das die gesellschaft überlebt? wenn ja warum?
wo ist der beweis, das ist nur eine behauptung.

Unter einem gesellschaftlichen Vorteil verstehe ich, dass es,wenn dies von allen Individuen getan wird, dem Kollektiv einen Vorteil bringt, der individuell durchaus mit Nachteilen verbunden sein kann. Es bringt beispielsweise dem Kollektiv einen Vorteil, wenn jeder Bürger brav seine Steuern zahlt, weil dann kollektive Aufgaben gemeinsam finanziert werden können. Das bringt zwar auch dem Individuum einen Vorteil, aber der Gesamtheit der Individuen auch.

Kinder zu haben hat den kollektiven Aspekt, dass man später Menschen hat, die die Älteren versorgen, entweder professionell (als Altenpfleger) oder nicht professionell (als Mütter, die ihre Mütter und Väter pflegen). Auch finanziell sorgen die Kinder für das Kollektiv der Alten. Kollektiv, weil nicht jeder Mensch Kinder hat. Auch die, die keine Kinder hatten werden von den anderen Mitgliedern des Kollektivs mitversorgt, selbst, wenn sie dafür kaum Geld haben (Sozialsystem).

Individuell aber kann etwas, das für das gesamte Kollektiv einen Vorteil bedeutet, dennoch mit vielen Nachteilen verbunden sein. Wenn der eigene Anteil am kollektiven Vorteil marginal gesehen wird, aber der eigene Anteil am individuellen Nachteil als enorm hoch, und es zusätzlich keinerlei "Bestrafung" für negatives Handeln gibt, ist die Gefahr gross, dass der individuelle Nachteil als sehr hoch eingeschätzt wird und das, was für das Kollektiv als Ganzes Vorteile bringt, nicht getan wird.

Dafür gibt es in der VWL die Bezeichung des Gefangenen-Dilemmas: Mehrere Verbrecher wurden erwischt. Es gibt keine Beweise. Die Verbrecher haben die Straftat gemeinsam begangen und sind alle einzeln eingekerkert. Sie können sich also untereinander nicht absprechen. Nun wird jedem Gefangenen gesagt: Du bekommst nur die Hälfte Deines Strafmasses, wenn Du Deine Mit-Verbrecher belastest, indem Du gegen sie aussagst.

Kollektiv wäre es ein Vorteil,wenn alle nicht aussagen würden, denn es könnte keiner belastet werden und alle blieben straffrei. Individuell jedoch stellen die Gefangenen folgende Überlegung an: Ich weiss nicht, ob mein Mit-Verbrecher gegen mich aussagt. Wenn er es tut, sitzt er nur die Hälfte der Zeit, und ich die ganze. Wenn er es nicht tut, können wir beide nicht verknackt werden. Wenn ich nicht aussage, sagt er vielleicht aus. Wenn wir beide aussagen, sitzen wir die Hälfte der Zeit drin. Ich muss davon ausgehen, dass der Andere sich von der Aussicht, die Hälfte der Zeit nur zu sitzen, verlocken lässt, und sich die Beute allein unter den Nagel reisst. Also werde ich aussagen.

So ählich läuft das auch in diesem Fall ab. Es ist gesamtwirtschaftlich ein Vorteil, wenn wir Kinder haben. Die Kinder zahlen später die Rente und versorgen uns alle. Ohne dass wir im Alter Unterstützung durch die jeweils aktive Generation bekommen, können wir nicht überleben.

Aber die individuellen Kosten für die Frauen sind hoch, zu hoch für viele: Verzicht auf eigene sichere Altersrente, Verzicht auf Einkommen, Verzicht auf Unabhängigkeit, Verzicht auf viele Sicherheiten, Verzicht auf Jobmöglichkeiten, vor allem, wegen unsere schlechten Lage der Kinderbetreuung in D. Ökonomisch individuell betrachtet sind also Kinder für Frauen ein Verlustgeschäft.

Somit wird nicht das getan, was für das Kollektiv vernünftig wäre, sondern as, was unter individuellen Gesichtspunkten vernünftig ist.

Verstehen meinte ich eher im intellektuellen Sinne von Begreifen, was die überhaupt sagen wollten. Ich denke, daran haperte es bei Dir bestimmt häufig.

Es grüsst heute mit einer volkswirtschaftlichen Analyse
das Emmalein

Ich weiss, dass Männer wie Du von gebildeten Frauen nicht zu beeindrucken sind ,weil sie sie auf ihre eigenen Defizite aufmerksam machen, beispielsweise in der Zeichensetzung und Rechtschreibung. Fast keine Zeichensetzung und nur Kleinschreibung zu benutzen, ist für mich ein Zeichen von Dummheit und Bequemlichkeit, nicht von Avangardismus oder ähnlichem Zeug. Und Deine Gedanken sind genauso ungeordnet. Kein Wunder also, dass Dich die gebildeten Frauen nicht beeindruckt haben: Du warst nicht schlau genug, um sie zu verstehen!

wann genau versteht man jemanden?

Es grüsst zurückschiessend
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Friday, 20.02.2004, 17:37 (vor 8021 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 20. Februar 2004 15:13:58:

Hi, Sebastian,
entschuldige, aber das was Du da schreibst, ist Blödsinn!
Es gibt sehr wohl grosse Unterschiede zwischen individuellen und gesellschaftlichen Vorteilen. Es kann für mich als Individuum ein Riesenvorteil sein, keine Steuern zu zahlen und schwarz zu arbeiten. Aber es schädigt letztlich die Gesellschaft.

nun was genau ist ein gesellschaftlicher vorteil? ich meine ist ein gesellschaftlicher vorteil das die gesellschaft überlebt? wenn ja warum?
wo ist der beweis, das ist nur eine behauptung.

Unter einem gesellschaftlichen Vorteil verstehe ich, dass es,wenn dies von allen Individuen getan wird, dem Kollektiv einen Vorteil bringt, der individuell durchaus mit Nachteilen verbunden sein kann. Es bringt beispielsweise dem Kollektiv einen Vorteil, wenn jeder Bürger brav seine Steuern zahlt, weil dann kollektive Aufgaben gemeinsam finanziert werden können. Das bringt zwar auch dem Individuum einen Vorteil, aber der Gesamtheit der Individuen auch.

du beantwortest meine frage nicht. du behauptest nur z.b. "Unter einem gesellschaftlichen Vorteil verstehe ich, dass es,wenn dies von allen Individuen getan wird, dem Kollektiv einen Vorteil bringt, der individuell durchaus mit Nachteilen verbunden sein kann.", du verwendest in der definition schon wieder den vorteil selbst. was ist nun ein vorteil? wann ist etwas vorteilhaft und wann nicht?

Kinder zu haben hat den kollektiven Aspekt, dass man später Menschen hat, die die Älteren versorgen, entweder professionell (als Altenpfleger) oder nicht professionell (als Mütter, die ihre Mütter und Väter pflegen). Auch finanziell sorgen die Kinder für das Kollektiv der Alten. Kollektiv, weil nicht jeder Mensch Kinder hat. Auch die, die keine Kinder hatten werden von den anderen Mitgliedern des Kollektivs mitversorgt, selbst, wenn sie dafür kaum Geld haben (Sozialsystem).
Individuell aber kann etwas, das für das gesamte Kollektiv einen Vorteil bedeutet, dennoch mit vielen Nachteilen verbunden sein. Wenn der eigene Anteil am kollektiven Vorteil marginal gesehen wird, aber der eigene Anteil am individuellen Nachteil als enorm hoch, und es zusätzlich keinerlei "Bestrafung" für negatives Handeln gibt, ist die Gefahr gross, dass der individuelle Nachteil als sehr hoch eingeschätzt wird und das, was für das Kollektiv als Ganzes Vorteile bringt, nicht getan wird.
Dafür gibt es in der VWL die Bezeichung des Gefangenen-Dilemmas: Mehrere Verbrecher wurden erwischt. Es gibt keine Beweise. Die Verbrecher haben die Straftat gemeinsam begangen und sind alle einzeln eingekerkert. Sie können sich also untereinander nicht absprechen. Nun wird jedem Gefangenen gesagt: Du bekommst nur die Hälfte Deines Strafmasses, wenn Du Deine Mit-Verbrecher belastest, indem Du gegen sie aussagst.

auch das ist alles unsinnig, ohne zu wissen was ein vorteil ist. ist es nun ein vorteil im knast zu sitzen oder nicht? die meisten würden wohl sagen es ist kein vorteil im knast zu sitzen aber auch das ist kein beweis. das einzige was das zeigt ist "die meisten menschen würden sagen das es kein vorteil ist im knast zu sitzen".

Kollektiv wäre es ein Vorteil,wenn alle nicht aussagen würden, denn es könnte keiner belastet werden und alle blieben straffrei. Individuell jedoch stellen die Gefangenen folgende Überlegung an: Ich weiss nicht, ob mein Mit-Verbrecher gegen mich aussagt. Wenn er es tut, sitzt er nur die Hälfte der Zeit, und ich die ganze. Wenn er es nicht tut, können wir beide nicht verknackt werden. Wenn ich nicht aussage, sagt er vielleicht aus. Wenn wir beide aussagen, sitzen wir die Hälfte der Zeit drin. Ich muss davon ausgehen, dass der Andere sich von der Aussicht, die Hälfte der Zeit nur zu sitzen, verlocken lässt, und sich die Beute allein unter den Nagel reisst. Also werde ich aussagen.
So ählich läuft das auch in diesem Fall ab. Es ist gesamtwirtschaftlich ein Vorteil, wenn wir Kinder haben. Die Kinder zahlen später die Rente und versorgen uns alle. Ohne dass wir im Alter Unterstützung durch die jeweils aktive Generation bekommen, können wir nicht überleben.

auch hier, warum ein vorteil? ist überleben ein vorteil? ist es ein nachteil, wenn ja/nein warum?
ich sage der vorteil entsteht allein aus dem willen heraus aus nichts anderem.

Aber die individuellen Kosten für die Frauen sind hoch, zu hoch für viele: Verzicht auf eigene sichere Altersrente, Verzicht auf Einkommen, Verzicht auf Unabhängigkeit, Verzicht auf viele Sicherheiten, Verzicht auf Jobmöglichkeiten, vor allem, wegen unsere schlechten Lage der Kinderbetreuung in D. Ökonomisch individuell betrachtet sind also Kinder für Frauen ein Verlustgeschäft.

ein verlustgeschäft mhm das ist schon eine etwas griffigere aussage. ein verlustgeschäft für die frau sagst du, das ist recht einfach. es ist ein verlustgeschäft unter bestimmten vorraussetzungen und unter bestimmten ist es keines.
dazwischen pegelt es sich dann ein. wenn z.b. keine frau kinder kriegt geht alles den bach runter, von daher wird es sich nicht dort einpegeln. kriegen alle kinder sind wohl zuviele frauen unzufrieden (weil sie selbst weniger geld haben als sie hätten können) und es pegelt sich nicht dort ein. stattdessen pegelt es sich bei "manche kriegen kinder" und "manche kriegen eben keine ein", denn nur dann ist der wirtschaftliche verlust und gewinn optimal.

Somit wird nicht das getan, was für das Kollektiv vernünftig wäre, sondern as, was unter individuellen Gesichtspunkten vernünftig ist.

Verstehen meinte ich eher im intellektuellen Sinne von Begreifen, was die überhaupt sagen wollten. Ich denke, daran haperte es bei Dir bestimmt häufig.

intellektueller sinn von begreifen. was ist denn die intellektuelle auffassung von begreifen?
wenn ich dich frage "a + b = c" und dann noch die natürlichen zahlen definiere und dich dann frage was ist "2 + 2" und du sagst "4", würdest du dann sagen das du intellektuell begriffen hast? wenn ja, dann frage ich dich woher weisst du das dass was ich sage so gemeint ist wie ich es sage?
kannst du dir sicher sein irgendetwas zu verstehen?
woher weisst du das mein "richtig" auch "richtig" heisst?
dann geh doch mal ein wenig auf das begreifen ein, da ich selbst wohl nicht "begreife" (was auch immer das nun ist) musst du mir noch etwas helfen.

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Saturday, 21.02.2004, 10:32 (vor 8021 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 20. Februar 2004 15:37:08:

Hi, Sebastian,

dass Du Axiome brauchst, habe ich nicht gewusst. Also gut: Ich habe das Axiom, dass jedes Individuum, das lebt, auch gerne weiterleben will. Für die meisten Individuen trifft das ja auch zu. Und ich habe das Axiom, dass ein Leben in Freiheit angenehmer ist als ein Leben im Knast. Bis auf wenige Ausnahmen werden mir das die meisten Menschen auch bestätigen, deswegen denkt ich, ich kann das als Axiom nehmen.

Darauf aufbauend ist ein Vorteil etwas, das dem Überleeben dient, und das dem Überleben in Freiheit dient. War für mich eine Selbstverständlichkeit. Ist es für die meisten Menschen auch, wenn Du sie fragst: Möchtest du lieber sterben oder leben? Und möchtest Du lieber frei sein oder im Knast? Dann werden Dir die meisten Menschen antworten: Ich möchte leben, und lieber frei sein, als im Knast.

Ein Vorteil entsteht so nicht aus einem Willen heraus, sondern aus Fakten. Ich habe alle Ressourcen, Du hast keine - ich werde überleben, Du nicht, es sei denn, ich gebe Dir einen Zugang auf meine Ressourcen. Dann habe ich nach meiner Definition einen Vorteil. Logisch? Klar,denn ohne die Ressourcen stirbst Du. Und Du willst nicht sterben, weil alles was lebt, überleben will. (Axiom)

Ich hoffe, dass ist nachvollziehbar (begreifbar) für Dich.

Es grüsst heute mal philosophisch
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Saturday, 21.02.2004, 11:55 (vor 8021 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 21. Februar 2004 08:32:51:

Hi, Sebastian,
dass Du Axiome brauchst, habe ich nicht gewusst. Also gut: Ich habe das Axiom, dass jedes Individuum, das lebt, auch gerne weiterleben will. Für die meisten Individuen trifft das ja auch zu.

wenn es auf die individuen zutrifft dann liesse sich auch ein beweis finden und dann bräuchtest du kein axiom. also entweder es ist ein axiom, dann sage ich "ok ist nicht mein axiom" oder es ist keines. entscheide dich.

Und ich habe das Axiom, dass ein Leben in Freiheit angenehmer ist als ein Leben im Knast. Bis auf wenige Ausnahmen werden mir das die meisten Menschen auch bestätigen, deswegen denkt ich, ich kann das als Axiom nehmen.

das prinzip von axiomen ist nicht "weil es einleuchtend ist das xy ist, definieren wir xy ist", sondern das prinzip ist "es ist xy". also wie ist es nun ist es ein axiom oder lässt es sich doch beweisen?

Darauf aufbauend ist ein Vorteil etwas, das dem Überleeben dient, und das dem Überleben in Freiheit dient. War für mich eine Selbstverständlichkeit. Ist es für die meisten Menschen auch, wenn Du sie fragst: Möchtest du lieber sterben oder leben? Und möchtest Du lieber frei sein oder im Knast?

empirische nachfragen sind nur beweise für einzelfälle. das heisst du kannst sagen "die menschen die ich gefragt habe sind der meinung das". daraus kannst du nicht folgern was irgendein anderer mensch meint ausser du kannst es logisch beweisen.

Dann werden Dir die meisten Menschen antworten: Ich möchte leben, und lieber frei sein, als im Knast.

auch das ist unsinn, weil es nicht beweisbar ist. wenn du obiges alles als axiom annimmst und noch dazu das axiom animmst das du aus den aussagen einiger menschen schliessen kannst das anderen im selben verhältnis so denken, dann kannst du das sagen aber dann würde es auch heissen:

"meinem glauben nach (meiner axiome nach) denken die menschen xy".

Ein Vorteil entsteht so nicht aus einem Willen heraus, sondern aus Fakten. Ich habe alle Ressourcen, Du hast keine - ich werde überleben, Du nicht, es sei denn, ich gebe Dir einen Zugang auf meine Ressourcen. Dann habe ich nach meiner Definition einen Vorteil. Logisch?

nein es ist nicht logisch, was für fakten? das problem ist, das viele dinge als fakten anerkannt werden das aber alles nur dann funktioniert wenn man unheimlich viele axiome anerkannt das tue ich aber nicht, solange du das nicht klar sagtst. am ende wird sich nämlich herausstellen das alle deine tollen schlussfolgerungen (wie meine auch) wohl nur eine religion im gewand der "logik" und von empirischen daten sind.

Klar,denn ohne die Ressourcen stirbst Du. Und Du willst nicht sterben, weil alles was lebt, überleben will. (Axiom)
Ich hoffe, dass ist nachvollziehbar (begreifbar) für Dich.

teilweise aber es ist noch viel arbeit nötig dir abzugewöhnen ein axiombasiertes system als ein "nicht religöses" zu verkaufen :). aber das krieg ich schon hin, ich war schon immer ein guter priester meiner eigenen religion (mhm computer machen verrückt auch das nur mein glaube ;).

Es grüsst heute mal philosophisch
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Saturday, 21.02.2004, 17:23 (vor 8020 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 21. Februar 2004 09:55:31:

Hi, Sebastian,

jedes System hat Axiome. Das ist immer so. Es gibt keines ohne Axiome, und wenn es nur das Axiom ist 2+2=4.

Meines hat eben diese. Fertig. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Es grüsst
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Saturday, 21.02.2004, 19:17 (vor 8020 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 21. Februar 2004 15:23:00:

Hi, Sebastian,
jedes System hat Axiome. Das ist immer so. Es gibt keines ohne Axiome, und wenn es nur das Axiom ist 2+2=4.
Meines hat eben diese. Fertig. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

wenn du das weisst, dann muss dir klar sein das verständnis nichts weiter ist als deine axiome zu teilen. von daher ist der einzige mensch der deine systeme begreift du selbst.

es ist übrigens äusserst spitzbübisch von dir zu glauben, das jedes system axiome hat. weil selbst das ein axiom ist, aber auch egal.

wie nennt man das? angewandten nihilismus? :)

Es grüsst
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Saturday, 21.02.2004, 17:39 (vor 8020 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 21. Februar 2004 09:55:31:

Hi, Sebastian,

Computerfreak?Na, dann ist mir alles klar.. Vermutlich auch keine Freundin? Dann ist mir alles noch klarer (vermutlich ein Nerd!);-)

Es grüsst Nerds lächerlich findend
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Saturday, 21.02.2004, 19:23 (vor 8020 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 21. Februar 2004 15:39:32:

Hi, Sebastian,

Computerfreak?Na, dann ist mir alles klar.. Vermutlich auch keine Freundin?

nein momentan habe ich keine freundin. ich bin aber natürlich deiner meinung das alle menschen ohne freundin sofort hingerichtet werden, denn das einzige was dem leben einen wert gibt ist die eigene freundin :).

Dann ist mir alles noch klarer (vermutlich ein Nerd!);-)
Es grüsst Nerds lächerlich findend

steht dir frei. warum benutzt du eigentlich computer? ich schätze weil die gesamte computerentwicklung von normalen akademikerinnen vorangetrieben wurde (mit äusserst intaktem sozialleben natürlich).
mhm was mache ich dann eigentlich hier? ich verbrenne besser meine computer....

dasselbe trifft natürlich auf alles andere zu was dir dein leben erleichtert (oder erschwert oder wo es zumindest nicht feststellbar ist was es genau tut lol), also autos, raketen, lippenstifte, fingernagellack, druckmaschinen, diverse roboter und und und. sehr weiblich diese welt. immer wenn ich aus dem fenster schaue sehe ich lauter weibliche erfindungen, weibliche werke.

das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Saturday, 21.02.2004, 20:13 (vor 8020 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 21. Februar 2004 17:23:13:

Ach Sebastian,

ich richte Menschen, die ich nicht gerade toll finde, nicht hin. Wenn ich jemanden lächerlich finde, lache ich über ihn oder sie, das ist auch alles. Dir passiert also nichts Schlimmes. Als Nerd sorgst Du lediglich für meine Belustigung.

Nicht alle Erfinder waren Nerds. Einige waren auch anders..;-)

Und ich muss nicht jeden Erfinder persönlich lieben, wenn ich seine Erfindungen verwende.

Bill Gates fände ich vermutlich ziemlich unsympathisch, auch wenn ich mit Windows arbeite. Das kann mensch trennen, falls Dir das noch nicht aufgefallen ist.

Es grüsst das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Saturday, 21.02.2004, 20:20 (vor 8020 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 21. Februar 2004 18:13:32:

Ach Sebastian,
ich richte Menschen, die ich nicht gerade toll finde, nicht hin. Wenn ich jemanden lächerlich finde, lache ich über ihn oder sie, das ist auch alles. Dir passiert also nichts Schlimmes. Als Nerd sorgst Du lediglich für meine Belustigung.

es scheint dich sehr verletzt zu haben das ich nichts von den meisten akademikerinnen halte.

Nicht alle Erfinder waren Nerds. Einige waren auch anders..;-)

welche denn? die mehrheit waren sonderlinge. was zum teufel macht überhaupt einen nerd aus? ich meine wenn ich mich jetzt wasche bin ich dann noch einer oder nicht? wenn ich eine freundin habe bin ich dann noch einer?
von daher wann genau ist jemand ein "nerd"?

Und ich muss nicht jeden Erfinder persönlich lieben, wenn ich seine Erfindungen verwende.

gewiss nicht. aber es ist ein wenig seltsam das du dich über diejenigen lustig machst die dafür sorgen das dein leben leichter wird. man könnte auch sagen das ist ein wenig unverschämt.

Bill Gates fände ich vermutlich ziemlich unsympathisch, auch wenn ich mit Windows arbeite. Das kann mensch trennen, falls Dir das noch nicht aufgefallen ist.

bill gates mhm ich bin froh das es windows gibt. ich bin zwar kein windows verfechter aber es für bestimmte aufgaben ist es imho einfach besser als linux. von daher hasse ich ihn nicht, ich mache mich nicht über ihn lustig, ich bin völlig neutral vielleicht sogar noch etwas positiv gegenüber eingestellt.

Es grüsst das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Manfred, Sunday, 22.02.2004, 01:52 (vor 8020 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 21. Februar 2004 18:13:32:

Ich habe Bill Gates schonmal getroffen und ich fand ihn ziemlich sympathisch OBWOHL ich mit Windows arbeite ;-)

Gruß,
Manfred

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Sunday, 22.02.2004, 01:54 (vor 8020 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Manfred am 21. Februar 2004 23:52:55:

Ich habe Bill Gates schonmal getroffen und ich fand ihn ziemlich sympathisch OBWOHL ich mit Windows arbeite ;-)
Gruß,
Manfred

mhm sag mal nur so, kanns sein das du ein gründungsmitglied vom ccc bist? wenn ja kenne ich dich lol.

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Manfred, Monday, 23.02.2004, 23:31 (vor 8018 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Sebastian am 21. Februar 2004 23:54:07:

Manfred

mhm sag mal nur so, kanns sein das du ein gründungsmitglied vom ccc bist? wenn ja kenne ich dich lol.

Chaos Computer Club? Nein, leider nicht, bedaure. Die Jungs hatten lange Zeit Vorbildcharakter für mich, habs aber nie hinbekommen, bei denen mitzumischen. Nicht mal als Mitglied, geschweige denn Gründungsmitglied.

Gruß,
Manfred

Re: Beruf, Kinder und Karriere

XRay, Wednesday, 18.02.2004, 13:53 (vor 8024 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 18. Februar 2004 10:08:58:

..wenn Schwangerschaft - so wie das hier erscheint - ausschliesslich
Nachteile hat.
- Übelkeit
- Figurproblem
- Zukunftsängste
- was weiss ich noch alles
Da frag ich mich schon, warum es überhaupt Frauen gibt,
die das mitmachen.
Ich glaube nicht, dass sie es rein aus sozialer Einstellung heraus tun.

Anders gefragt:
Gibt es vielleicht positive Seiten einer Schwangerschaft?

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Maria, Wednesday, 18.02.2004, 16:15 (vor 8023 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von XRay am 18. Februar 2004 11:53:04:

Tja, warum wohl?
Weil Schwangerschaft ein notwendiges Übel ist um Kinder zu haben. Bei der Vorstellung von ausgeleierter Haut, monatelangem Kotzen, beruflicher Auszeit etc.pp wird mir auch mulmig. Aber es gehört nun mal dazu, wenn man Kinder haben will. Und Kinder gehören trotz allem nun mal für viele Frauen (und wohl auch Männer) zum Leben. Weil Kinder nicht nur Stress machen sondern auch Freude. Ich mag Kinder, und wenn ich an meine eigene glückliche Kindheit zurückdenke will ich selbst auch mal welche haben. Trotz aller Nachteile die frau dadurch auch haben kann. So einfach ist das.

Maria

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Mic, Wednesday, 18.02.2004, 16:57 (vor 8023 Tagen) @ Maria

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Maria am 18. Februar 2004 14:15:54:

Bei der Vorstellung von ausgeleierter Haut, monatelangem Kotzen,

Muss nicht sein - bei meiner frau war es nicht so

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Wednesday, 18.02.2004, 16:39 (vor 8023 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von XRay am 18. Februar 2004 11:53:04:

Hi, XRay,

na ja, wenn Du Kinder haben willst:Kennst Du einen anderen geseztlich erlaubten Weg, an welche zu kommen, ohne Adoption?

Es grüsst amüsiert
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

XRay, Wednesday, 18.02.2004, 22:37 (vor 8023 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 18. Februar 2004 14:39:41:

Hi, XRay,
na ja, wenn Du Kinder haben willst:Kennst Du einen anderen geseztlich erlaubten Weg, an welche zu kommen, ohne Adoption?

---------
Tja, nun, wenn jemand Kinder haben will, dann doch wohl
auch nicht rein aus sozialer Einstellung.
Wenn ich dann höre (lese), welche Belastung Kinder doch wären,
welche qualifizierte Leistung das benötigt und all diese Sachen....

..dann habe ich den Eindruck, dass auch das nicht positiv wäre.

Dann fragt sich unter dem Strich, warum jemand Kinder haben will.
Warum also Schwangerschaft, wenn am Ende kein positiver Effekt zu erkennen ist.

Sagtest du nicht, dass du Kinder haben wolltest?
Wozu eigentlich?

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Thursday, 19.02.2004, 10:34 (vor 8023 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von XRay am 18. Februar 2004 20:37:16:

Hi, XRay,

ich bin ein Sozialromantiker und stehe auf so altmodische Sachen wie Familie, Zusammenhalt, Menschen aufwachsen und reifen zu sehen, für sie da zu sein. Ich finde, das ist bei den eigenen Kindern eine einmalige Erfahrung.

Klar,das sind subjektive Gründe. Aber bei den meisten spielen auch subjektive Gründe eine Rolle,warum sie keine Kinder wollen: Pessimistische Zukunftssicht, Bequemlichkeit, Verwirklichung im Beruf.

Trotzdem hat es eine Auswirkung,wenn jemand sagt, ich kann wegen der heutigen Situation keine Kinder haben, selbst, wenn ich es gern möchte. Und zwar eine gesamtwirtschaftliche, die über die individuelle Entscheidung hinausgeht. Deswegen interessiert sich die Politik ja überhaupt für die Sache mit den Kindern. Das wäre ja ansonsten völlig Privatsache.

Es grüsst
das Emmalein

Sonst noch Probleme ?

Paolo Pinkel, Friday, 20.02.2004, 13:39 (vor 8022 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 17. Februar 2004 09:47:40:

"Schwangersein ist nicht einfach!"

Mag stimmen ... übrigens, letztens hatte ich Blähungen.
Booah, ich kann dir sagen dat war auch nicht einfach,
würde ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen ...

:-()

Sonst noch Probleme ?

Re: Sonst noch Probleme ?

Emmalein, Friday, 20.02.2004, 13:57 (vor 8022 Tagen) @ Paolo Pinkel

Als Antwort auf: Sonst noch Probleme ? von Paolo Pinkel am 20. Februar 2004 11:39:44:

"Schwangersein ist nicht einfach!"
Mag stimmen ... übrigens, letztens hatte ich Blähungen.

Na, mein Junge,

Dir wünsche ich im nächsten Leben als Frau auf die Welt zu kommen, damit Du den Segen der Schwangerschaft mal so richtig merkst..

Es grüsst feixend
das Emmalein

Re: Sonst noch Probleme ?

Odin, Friday, 20.02.2004, 18:40 (vor 8021 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Sonst noch Probleme ? von Emmalein am 20. Februar 2004 11:57:36:

Dir wünsche ich im nächsten Leben als Frau auf die Welt zu kommen, damit Du den Segen der Schwangerschaft mal so richtig merkst..

Mußt Du denn gleich soooo grob werden? Dat is abba jetzt kein Spaß mehr! <g>

Re: Sonst noch Probleme ?

Manfred, Friday, 20.02.2004, 21:19 (vor 8021 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Sonst noch Probleme ? von Emmalein am 20. Februar 2004 11:57:36:

Vor allem: was hat hierzulande "Frau sein" mit Schwangerschaft zu tun?
Wenn wenigstens ne Inderin das sagen würde, ok... ;-)

Gruß,
Manfred

Re: Sonst noch Probleme ?

Emmalein, Saturday, 21.02.2004, 10:20 (vor 8021 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Sonst noch Probleme ? von Manfred am 20. Februar 2004 19:19:47:

Liebe Leute,

ich muss dem Typen doch einen Herzenswunsch erfüllen, wenn ich ihm das wünsche, wenn Frauen doch ach so priviligiert sind!

Es grüsst lächelnd
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Manfred, Tuesday, 17.02.2004, 00:14 (vor 8025 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 12. Februar 2004 21:34:

Tja, Odin,
ich hab kein Mitleid mit dem Unternehmer, der hat sich das Leben ausgesucht.
Ich hab aber Mitleid mit der Frau, die hat sich ihr Geschlecht nicht ausgesucht.
Es grüsst mitleidlos
das Emmalein

In dieser sträflichen Einfachheit ist das natürlich -sorry- dämlich.
So argumentiert, hat sich jede(r) sein/ihr Leben ausgesucht, da ja immer der Suizid als Alternative bleibt.
Die übermäßige hohe Zahl der Sozialneider, Universalversager und Parasitärsozialisten die Deutschland aufweist, zeigt doch ganz deutlich, dass man sich das Leben als Selbsständiger nicht aussuchen kann (so wie Fräulein überlegt ob sie heute die rote oder die blaue Bluse anzieht), sondern man muß sich zur Selbstständigkeit bekennen und die Herausforderung nicht nur annehmen sondern auch bestehen.
Wer nicht besteht -gleich wie redlich sein Mühen war- braucht auf fairness der ach so sozialen Gesellschaft nicht zu hoffen. Spott und Verachtung sind ihm genauso gewiss, wie sie der erfolgreiche Unternehmer in den allermeisten Fällen seinen weniger betuchten Landsleuten NICHT entgegenbringt.
Das sind meine Erfahrungen und ich bemühe mich mit offenen Augen durch die Welt zu gehen!
Gruß,
Manfred

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Tuesday, 17.02.2004, 11:34 (vor 8025 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Manfred am 16. Februar 2004 22:14:02:

Hi, Manfred,

gut, dann drehen wir die Situation mal um: Stell Dir vor, die Mehrheit der MÄNNER hätte Schwierigkeiten, aufgrund ihres Geschlechts einen Job zu finden. Einfach so, weil sie Männer sind. Es hat nichts mit Qualifikationsdefiziten zu tun oder ähnliches. Es liegt nur an der Tatsache, dass sie Männer sind und meinetwegen Vater werden könnten.

Ich finde das unfair und ungerecht. Viele Frauen entschliessen sich doch dazu, überhaupt keine Kinder zu bekommen, daran denkt so jemand wie Expatriate nicht. Er denkt auch nicht daran, dass in Zukunft, wenn alle Unternehmer so handeln wie er, entweder die Frauen alle zu Abzockerinnen werden, oder sich um die wenigen Jobs im öffentlichen Dienst prügeln oder keine Kinder mehr bekommen, um ihre geringen Jobchancen nicht noch weiter zu verringern.

Ich wäre wirklich dafür, einen solchen Unternehmer und seine Produkte zu blockieren. Wenn mir etwas von dieser Einstellungspraxis irgendwo bekannt wäre, würde ich einen Boykottaufruf starten und mich mit Unterschriftenlisten an die nächste Strassenecke stellen.

Unternehmer sind vielleicht oberflächlich freundlich, aber sehr viele bestimmen schon selbst, wie viele Steuern sie zahlen, vor allem Grossbetriebe. Kleine und mittlere Betriebe haben solche Möglichkeiten noch nicht ganz so. Und wenn man das mit dem Steuern-Zahlen bedenkt, haben die sich längst aus der Solidarität für die Gesellschaft verabschiedet, denn das gut ausgebildete, produktive Personal wollen sie ja trotzdem noch, nur das Geld dafür wollen sie nicht mit aufbringen.

Es grüßt weiterhin mitleidlos
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Manfred, Tuesday, 17.02.2004, 15:42 (vor 8024 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 17. Februar 2004 09:34:11:

Hi, Manfred,
gut, dann drehen wir die Situation mal um: Stell Dir vor, die Mehrheit der MÄNNER hätte Schwierigkeiten, aufgrund ihres Geschlechts einen Job zu finden. Einfach so, weil sie Männer sind. Es hat nichts mit Qualifikationsdefiziten zu tun oder ähnliches. Es liegt nur an der Tatsache, dass sie Männer sind und meinetwegen Vater werden könnten.
Ich finde das unfair und ungerecht. Viele Frauen entschliessen sich doch dazu, überhaupt keine Kinder zu bekommen, daran denkt so jemand wie Expatriate nicht. Er denkt auch nicht daran, dass in Zukunft, wenn alle Unternehmer so handeln wie er, entweder die Frauen alle zu Abzockerinnen werden, oder sich um die wenigen Jobs im öffentlichen Dienst prügeln oder keine Kinder mehr bekommen, um ihre geringen Jobchancen nicht noch weiter zu verringern.
Ich wäre wirklich dafür, einen solchen Unternehmer und seine Produkte zu blockieren. Wenn mir etwas von dieser Einstellungspraxis irgendwo bekannt wäre, würde ich einen Boykottaufruf starten und mich mit Unterschriftenlisten an die nächste Strassenecke stellen.
Unternehmer sind vielleicht oberflächlich freundlich, aber sehr viele bestimmen schon selbst, wie viele Steuern sie zahlen, vor allem Grossbetriebe. Kleine und mittlere Betriebe haben solche Möglichkeiten noch nicht ganz so. Und wenn man das mit dem Steuern-Zahlen bedenkt, haben die sich längst aus der Solidarität für die Gesellschaft verabschiedet, denn das gut ausgebildete, produktive Personal wollen sie ja trotzdem noch, nur das Geld dafür wollen sie nicht mit aufbringen.
Es grüßt weiterhin mitleidlos
das Emmalein

Hallo Emmalein,

gut, dann drehen wir die Situation mal um: Stell Dir vor, die Mehrheit der MÄNNER hätte Schwierigkeiten, aufgrund ihres Geschlechts einen Job zu finden. Einfach so, weil sie Männer sind.

Männer kommen aber nicht so einfach davon! Sie werden zunächst mal aufgrund ihres Geschlechtes mit Zwangsdiensten bestraft und im Kausalzusammenhang damit folgen dann die weiteren Probleme, Jobsuche, Zeitverlust im Studium etc.

Ich finde das unfair und ungerecht.

Natürlich gibt es Ungerechtigkeit gegen Frauen, aber die Ungerechtigkeit die Männern widerfährt halte ich insgesamt für weitaus größer!
Die Frauenbewegung hat sich längst zu einem ideologielastigen, einseitigen demokratie- und männerfeindlichen Moloch entwickelt, der mehr und mehr eine Bedrohung für die gesamte Gesellschaft ist.
Klingt schlimm, ist aber noch viel schlimmer!
Es ist nicht die Sache einzelner Bevölkerungsteile (auch nicht der Unternehmer) das auf ganzer Linie rechtstaatliche Versagen zu kompensieren.

Ich stelle ebenfalls seit einigen Jahren nur Männer ein, weil mich die dummdeutsche und sexistische Zwangsdienstmentalität die einseitig auf Männer ausgelegt ist, so nervt. Mußt Dich aber nicht übermäßig aufregen, da 95% meiner Umsätze mittlerweile in den USA erwirtschaftet werden.
Im übrigen war und ist es todschick in weiblichen Unternehmerkreisen auch nur Frauen einzustellen.

Viele Frauen entschliessen sich doch dazu, überhaupt keine Kinder zu bekommen, daran denkt so jemand wie Expatriate nicht.

Ich schon! Hier greift meine Zwangsdienst-Argumentation.
Ich habe generell nichts gegen Frauen mit Kindern und Familien überhaupt, im Gegenteil, mir ist deren gesellschaftliche Bedeutung durchaus klar.
Es ist meiner Meinung nach nur leider so, dass der (deutsche) Staat nicht mehr seiner Aufgaben nachkommt, gesellschaftliche Entgleisungen und Ungerechtigkeiten zu beseitigen, sondern er ist vielmehr SELBST (insbesondere durch rot/grün) zum größten Verursacher gesellschaftlicher Mißstände geworden und daher in seiner "moderierenden" Funktion unbrauchbar geworden.
Da darf es nicht wundern, wenn dann einige Bürger (auch Unternehmer) in FOLGE dessen versuchen, in ihrer -vergleichsweise kleinen- Welt das auszugleichen, was eigentlich Sache des Staates und in dessen Verantwortung währe.

Insofern kann ich deine Probleme sogar ein klein wenig verstehen, aber ich denke Du verwechselst Ursache mit der Wirkung.
Die Frauenbewegung wurde doch von den Männern durchaus positiv aufgenommen.
Daß man nicht in wenigen Tagen eine gesellschaft umwälzen kann ist doch klar, aber insgesamt kann man doch nicht sagen, dass sich die Männer (in den 60-ern bis heute) der Frauenbewegung widersetzt hätten! Dann sähe es anders aus!
Die Frauenbewegung, gemeinsam mit einer mittlerweile sexistischen Regierung, hat es aber definitiv und in sträflicher Weise versäumt, den Gerechtigkeitsgedanken überhaupt nur noch ansatzweise wahrzunehmen.
In -wie ich finde- verbrecherischer Weise werden "Gesetze" erlassen, die jeder Rechtstaatlichkeit Hohn sprechen, werden Grundrechte beschränkt, verbogen, wird gelogen, geheuchelt, gedreht, ausgelegt und pervertiert, wie es die sexistischen Ideologinnen grade belieben, während gleichzeitig
fast alle Pflichten und Unannehmlichkeiten im Lande von Männern erledigt werden und sie nach wie vor das "heimliche Rückgrat" der Gesellschaft bilden.

Unternehmer sind vielleicht oberflächlich freundlich...

das nennt man Höflichkeit :-)

aber sehr viele bestimmen schon selbst, wie viele Steuern sie zahlen, vor allem Grossbetriebe.

Das gilt doch für den Arbeitnehmer genauso! Nur wird es von ihm selber nicht gerne wahrgenommen und liegt im Bereich der Kavaliersdelikte und daher nicht im Interesse der Strafverfolgung (was ich als liberaler Mensch prinzipiell auch gut finde)
Lediglich der Größenunterschied in den beträgen schürt viel Sozialneid, aber muß auch sehen, dass die eine oder andere Milliarde Steuerersparnis (z.B. eines Großkonzerns) nicht nur desen Chefs üppige Gehälter beschert, sondern auch den Arbeitern und kleinen Angestellten und indirekt aber unbestreitbar auch Arbeitsplätze sichert, weil das Unternehemn nunmal vom Geld lebt, wie auch "natürliche Personen".

Ich wäre wirklich dafür, einen solchen Unternehmer und seine Produkte zu blockieren. Wenn mir etwas von dieser Einstellungspraxis irgendwo bekannt wäre, würde ich einen Boykottaufruf starten und mich mit Unterschriftenlisten an die nächste Strassenecke stellen.

weise mir lieber nach, dass Du ein soziales Jahr (bloße körperliche Existenz, wie es von Frauen in ihrem überzogenen Sozialkompetenzanspruch oft ausgelegt wird, reicht nicht!) abgeleistet hast, dann können wir über einen Job reden

Und wenn man das mit dem Steuern-Zahlen bedenkt, haben die sich längst aus der Solidarität für die Gesellschaft verabschiedet, denn das gut ausgebildete, produktive Personal wollen sie ja trotzdem noch, nur das Geld dafür wollen sie nicht mit aufbringen.

Das sind eben jene Pauschalurteile, die sonst immer abgelehnt werden.
Klar - solche Unternehmer gibt es, aber auch andere! Was es generell nicht gibt, ist "der Unternehmer" schlechthin.

Es grüßt weiterhin mitleidlos
das Emmalein

Ich habe Mitleid, aber ich lerne grade, es zu unterrücken
danke für die Lektion ;-)
Gruß,
Manfred

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Tuesday, 17.02.2004, 19:21 (vor 8024 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Manfred am 17. Februar 2004 13:42:13:

Hi, Du,

Ungerechtigkeit wird immer vom anderen Geschlecht als grösser für das eigene beurteilt. Ich glaube, dass sich das in vielen Punkten die Waage hält.

So viel Einfluss hat die Frauenbewegung nun auch wieder nicht, wie sie hier dämonisierend dargestellt wird. Sie hat es bis jetzt nicht geschafft ,dass wir eine Bundeskanzlerin haben. Wir hatten auch noch keine Bundespräsidentin. Es gibt ausserdem noch in den meisten Fächern mehr Professoren als Professorinnen. Und sehr, sehr viele Frauen haben ein Problem, einen Job zu bekommen oder zu halten, sobald sie Kinder haben. Bei einigen Unternehmern reicht ja die MÖglichkeit, schwanger werden zu können, als Nicht-Einstellungsgrund aus (vgl. Expatriate). Und genügend ausserhäusige Kinderbetreuung gibt es auch noch nicht. Es gibt keine flächendeckenden verlässlichen Grundschulen. Und nur die wenigsten unserer Schulen sind Ganztagsschulen.

Mach Dir also keine Sorgen, die Frauenbewegung ist sehr viel ohnmächtiger, als Du glaubst.

Und sag mir, für welches Unternehmen Du die Personalpolitik betreibst, damit ich Deine Produkte boykottieren kann!

Ich habe kein soziales Jahr abgeleistet, bin aber als Assistant teacher für geringes Geld nach England gegangen. Kann man auch als sozialen Dienst sehen. Ist genauso sozial wie irgendwo in Polen Grabmäler von KZ-Toten zu pflegen.

Nicht widersetzt? Du unterschätzt die Kämpfe der Frauenbewegung! Es musste sehr intensiv um das Wahlrecht gekämpft werden, um das Recht auf eigenes Eigentum, um das Recht auf Freiheit, seinen Lebensstil zu wählen, um das Recht auf das Studieren, um das Recht auf ein mündiges, selbstbestimmtes Leben. Ja, die Frauenbewegung hat viel erreicht. Aber es gab auch immer viel WIDERSTAND! Es ist ihnen nichts geschenkt worden.

Ich habe Mitleid, aber nicht mit Grossunternehmen oder mit Unternehmern überhaupt. Mitleid habe ich mit Todeskandidaten in diktatorischen Regimen, mit Rechtlosen, mit Obdachlosen, mit Kranken, mit Armen. Nicht mit den Unternehmern, die unseren Staat erst dahin gebracht haben, wo er jetzt steht (nämlich durch ihr Nicht-Steuern-Zahlen in den Ruin) und die jetzt meckern, weil ihnen die Arbeitskräfte oft zu schlecht ausgebildet sind, weil kein Geld da ist, Schwächere angemessen zu fördern oder Sprachkurse für Ausländerkinder einzurichten.

Es grüsst sich die Menschen, mit denen sie Mitleid hat sehr genau auswählend
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Manfred, Tuesday, 17.02.2004, 23:50 (vor 8024 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 17. Februar 2004 17:21:48:

Kuckuk,

Ungerechtigkeit wird immer vom anderen Geschlecht als grösser für das eigene beurteilt. Ich glaube, dass sich das in vielen Punkten die Waage hält.

Das ist sicher richtig, darf uns aber nicht dazu verleiten zu glauben, es sei alles im Lot, nur weil Aussage gegen Aussage steht. Du weißt ja:
der Klügere gibt solange nach, bis er der Dumme ist!

So viel Einfluss hat die Frauenbewegung nun auch wieder nicht, wie sie hier dämonisierend dargestellt wird.

Es geht mir hier nicht um den moderaten Teil der Frauenbewegung. Den gibt es und er bringt zuweilen durchaus vernünftige Argumente, die es lohnt zu überdenken und womöglich auch umzusetzen.
Das andere Extrem hat etwas beinahe dämonisches. Dämonisch bezüglich Einseitigkeit der Sichtweisen, ideologischer Verblendung, Selbstverliebtheit und Lust an der Unterdrückung anderer.

Sie hat es bis jetzt nicht geschafft ,dass wir eine Bundeskanzlerin haben. Wir hatten auch noch keine Bundespräsidentin. Es gibt ausserdem noch in den meisten Fächern mehr Professoren als Professorinnen.

Schon das Ziel ist unredlich definiert! Es gilt zunächst einmal, Kandidatinnen in genügender Quantität und vor allem Qualität bereitzustellen, dass eine solche Berufung nicht zum feministischen Quoten-Willkürakt sondern sachlich vertretbar wird. Diese Grundvoraussetzung ist es, die von den Frauen bisher nicht erbracht wurde.

Und sehr, sehr viele Frauen haben ein Problem, einen Job zu bekommen oder zu halten, sobald sie Kinder haben. Bei einigen Unternehmern reicht ja die MÖglichkeit, schwanger werden zu können, als Nicht-Einstellungsgrund aus (vgl. Expatriate).

Das gefällt mir zwar nicht, aber als straffe Konsequenz habe ich dafür Verständnis. Ich bezweifle auch, dass es dabei nur um die Möglichkeit des Schwangerwerdens geht, sondern vielmehr um die Möglichkeit des Schwangerwerdens, gepaart mit der staatlich zugesicherten rechtlichen Garantie auf Narrenfreiheit bezüglich Karenzzeiten, Kündigungssschutz, Recht auf Verschweigung einer Schwangerschaft bei der Einstellung etc.

Und genügend ausserhäusige Kinderbetreuung gibt es auch noch nicht. Es gibt keine flächendeckenden verlässlichen Grundschulen. Und nur die wenigsten unserer Schulen sind Ganztagsschulen.

Da gibt es sicher noch viel zu tun, aber solange die Gesellschaft insgesamt, die Frauen insbesondere gar nicht wissen, wohin die Reise der Umgestaltung langfristig gehen soll, werden hier auch keine Wunder zu erwarten sein.
Man baut eine Gesellschaft nicht so ad hoc einfach um, wie man ein Hemd wechselt!

Mach Dir also keine Sorgen, die Frauenbewegung ist sehr viel ohnmächtiger, als Du glaubst.

Nett von Dir, aber Vorsicht ist der Vater der Porzellankiste.
Es ist nicht die Macht alleine die mir Sorgen bereitet, sondern der Mix aus macht mit der Unfähigkeit zur Selbstkritik und der indirekt propagierte Unwille zur Leistung vieler "führender" Feministinnen.

Und sag mir, für welches Unternehmen Du die Personalpolitik betreibst, damit ich Deine Produkte boykottieren kann!

Für meins.

Ich habe kein soziales Jahr abgeleistet, bin aber als Assistant teacher für geringes Geld nach England gegangen.

Erkenne ich nur an, wenn einem Mann dafür der Wehrdienst erlassen würde.
Würde er aber nicht! Aber gutes Beispiel für weibliche Selbstanerkennung ;-)

Kann man auch als sozialen Dienst sehen.

Kann ich im Detail nicht beurteilen. Liegt mir auch fern, das einfach so geringzuschätzen, aber...siehe oben: "Erkenne ich nur an..."

Nicht widersetzt? Du unterschätzt die Kämpfe der Frauenbewegung! Es musste sehr intensiv um das Wahlrecht gekämpft werden, um das Recht auf eigenes Eigentum, um das Recht auf Freiheit, seinen Lebensstil zu wählen, um das Recht auf das Studieren, um das Recht auf ein mündiges, selbstbestimmtes Leben. Ja, die Frauenbewegung hat viel erreicht. Aber es gab auch immer viel WIDERSTAND!

Viel ist relativ. Ja, viele Veränderungen waren letztlich gerechtfertigt und haben die Gesellschaft voran gebracht.
Vergiß auch bitte nicht, dass eine erheblicher Teil der "Kampfesenergie" den die Frauenbewegung aufbringen mußte, gegen die Gesellschaft insgesamt erbracht werden mußte. Davon sind aber die Hälfte eben Frauen.
Wer neues will, muß nunmal den Beweis erbringen, warum sein Ideen besser sind als die konservative Lebensweise. Das ist sicher zuweilen sehr mühsam aber eltzlich ok. Wer diese Regel mißachtet und Werte vernichtet ohne bessere alternativen aufzeigen zu können, der handelt z.b. wie die derzeitige Regierung. Was die derzeit in allen bereichen des Lebens anstellt brauche ich niemandem zu erzählen. (ich neige dazu den Begriff "Regierung" derzeit durch den wie ich finde passenderen "Regime" zu ersetzen, aber naja...)

Es ist ihnen nichts geschenkt worden.

Letztlich aber doch zugestanden! Es gibt keine Regel dafür, wie "bequem" es sein zu hat, gesellschaftliche Umwälzungen zu erreichen.

Ich habe Mitleid, aber nicht mit Grossunternehmen oder mit Unternehmern überhaupt. Mitleid habe ich mit Todeskandidaten in diktatorischen Regimen, mit Rechtlosen, mit Obdachlosen, mit Kranken, mit Armen.

Also konsequenterweise auch mit dem deutschen Mann ?

Nicht mit den Unternehmern, die unseren Staat erst dahin gebracht haben, wo er jetzt steht (nämlich durch ihr Nicht-Steuern-Zahlen in den Ruin)

Jaja, der Sozialismus wäre so schön, wenn nicht die Naturgesetze dagegen wären...
Aber so ist das nunmal: Gibt es die Unternehmen, passen Euch die Unternehemn nicht. Solange bis es sie nicht mehr gibt, dann widerum wird gemeckert weil nun keiner mehr da ist der zahlt.

Scheinbar können die Unternehmen ganz gut ohne Deutschland auskommen, aber Deutschland nicht ohne Unternehmen. Da erhebt sich schon die Grundsatzfrage, wer da schief liegt.

...oder Sprachkurse für Ausländerkinder einzurichten.

Wenn das generell zur Unternehmeraufgabe wird, gibt es auch keinen Grund mehr Steuern zu bezahlen.

Gruß (aus Generösität ohne jegliche Einschränkung),
Manfred

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Thursday, 19.02.2004, 11:22 (vor 8023 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Manfred am 17. Februar 2004 21:50:47:

Hi, Manfred,

nein, alles in Ordnung ist nicht. Ganz und gar nicht. Aber es ist dennoch so ,dass mir die hier stilisierte Opferrolle des Mannes absolut nicht passt. Vielen Männern geht es auch in diesem System verdammt gut!

Einen Fall gibt es z. B. im "Krieg der Geschlechter" Forum .Der beschwert sich darüber, seiner Ex ein paar Euronen abgeben zu müssen, die wohl im Vergleich zu seinem Verdienst wirklich nicht ins Gewicht fallen. Der kann sich regelmässige Aufreiss-Touren in fremde Länder leisten, zieht über die körperlichen Merkmale seiner Untergebenen in ihrer Gegenwart her, und droht ihnen, wenn sie sich beschweren möchten, mit Entlassung und sagt von sich selbst, er hurt herum, beschwert sich aber ,dass er keine Frau für eine feste Bindung findet. (Er denkt wohl nicht darüber nach, dass sich ein solches Verhalten bei Frauen, die nach was Festem suchen, herumsprechen könnte...) Und ständig stilisiert der sich als armes, armes Opfer. Da könnte ich echt die Krise kriegen.

Es ist gerade in hohen Positionen für Frauen in D besonders schwierig, Kinder und Berufstätigkeit miteinander zu vereinbaren. Nicht, dass es überhaupt nicht geht, aber gerade hier in D gibt es so viele Vorurteile gegenüber Frauen, die ihre Kinder z. B. von Tagesmüttern betreuen lassen, dass ich manchmal denke, die Nazi-Propaganda hatte zumindest in einem Punkt einen Erfolg: Im ideologisierten Mutterbild, das immer noch nachwirkt.

Wohin die Reise gehen soll? Schon seit den 1980ern hätte man es wissen können: Damals gab es eine Umfrage unter jungen Frauen, was sie denn in der Mehrheit wollten: Kind oder Karriere oder Kind und Karriere. Die meisten entschieden sich für letzteres. Seitdem hat sich aber an der Betreuungssituation kaum was verändert, trotz PISA, Mütterprotesten etc. Es wird gesagt, dafür sei kein Geld da. Das Geld muss halt Unternehmern geschenkt werden, die ihre Steuern nicht bezahlen, es muss Politikern für Beraterverträge in die Hand gedrückt werden, es müssen Verteidigungskosten bezahlt werden, selbst wenn kein Feind im Inland uns wirklich bedroht, weil wir ja unbedingt an Auslandseinsätzen im Dienste der USA (ich sags jetzt mal so krass, teilweise kommt es mir tatsächlich so vor) teilnehmen müssen usw. Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht. So soll es weitergehen. Was die FRAUEN wollen, ist da relativ uninteressant. Und wenn eine Partei vorgibt, darauf Rücksicht zu nehmen, rudert sie spätestens, wenn sie wieder an der Regierung ist, zurück (so erlebt bei SPD/Grünen).

Wie heisst der Laden, den Du als Firma hast? Ich will sichergehen, dass ich von da keine Produkte kaufe.

Du weisst, dass ich gegen den Wehrdienst und den Zivildienst bin. Habe ich schon geschrieben. Ich habe keine Lust, mich immer wieder zu wiederholen. Das langweilt mich.

Es ist ihnen nichts geschenkt worden.

Letztlich aber doch zugestanden! Es gibt keine Regel dafür, wie "bequem" es sein zu hat, gesellschaftliche Umwälzungen zu erreichen.

Das ist normal, wenn man etwas erreicht. Den Arbeitnehmern wurde ja auch nach starken kämpfen eine freier Samstag zugestanden. Es ist nie bequem, Veränderungen zu erreichen.

Ein Grossteil der Männer ist weder obdachlos, noch arm, noch sitzt er hier in D in einer Todeszelle, weil es Todeszellen in D nicht gibt . Es gibt glücklicherweise hier keine Todesstrafe. Glücklicherweise, weil ich nämlich sonst von ai hier auch dagegen Unterschriften sammeln müsste!

Für gesellschaftliche Aufgaben geben alle Teile der Gesellschaft das Geld. Im Grundgesetz steht: Eigentum verpflichtet.

Unternehmer müssen lernen, dass auch sie ein Teil der Gesellschaft sind, weil sie von ihr profitieren (Strassenbau, Infrastruktur, Ausbildung der jungen Menschen). Ohne dass bestimmte Aufgaben von den Gesellschaften übernommen werden, können auch Unternehmer nicht arbeiten. Aber darüber denken die Unternehmer, die sich vorm Steuerzahlen drücken eben nicht nach. Die wollen gut ausgebildetes Personal zum Nulltarif.

Die Sache mit den Ausländerkindern ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Alle Teile der Gesellschaft haben dazu finanziell beizutragen. Auch die Unternehmer. Das geschieht in der Regel durch Steuern. Aber wenn die Unternehmer keine Steuern zahlen, drücken die sich vor der gesellschaftlichen Verantwortung.

Es grüsst
das Emmalein

"Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht."

Mic, Thursday, 19.02.2004, 12:00 (vor 8023 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 19. Februar 2004 09:22:28:

Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht.

Nein, ganz und gar nicht! Frauen die nicht oder nur wenig erwerbstätig sind, habe anspruch auf einen fairen teil des familieneinkommens. Zu unterstellen, dass das nicht funktioniert hat weil die bösen patriarchen kein geld auslassen, die armen unterdrückten frauen darum betteln müssen, jede einkaufsrechung vorlegen müssen etc. ist genau so irr wie zu meinen die früher existierenden hausfrauen hätten nur das familienbudget kontrolliert und sich dabei genügend "körberlgeld" zugesprochen.

Aber gut, glaub doch was du willst, glaub daran, dass die karriere dir die selbstverwirklichung bringt und kinderbetreuungsplätze das problem sind. Wenn die einmal da sind, kann man dann natürlich monieren wie teuer die sind was wieder beweist wie unbezahlbar die mütterliche tätigkeit war. Am besten die mutter geht als tagesmutter zu ihren eigenen kindern, sozialversichert und alles, vielleicht ist sie dann 'befreit'? Aber nein, dann wäre sie wieder abhängig von dem mann, geht also nicht. Na dann werden eben steuern erhoben, oder eigenlich, wie du immer wieder meinst genügt es ja wenn die bösen unternehmen ihre steuern zahlen.

Re:

Emmalein, Thursday, 19.02.2004, 12:07 (vor 8023 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht." von Mic am 19. Februar 2004 10:00:23:

Mic, mein Mic,

Du bestätigst mich doch wieder in der These: Hier ist nur Satire angesagt.

Mit Maskulisten zusammen reden oder diskutieren zu wollen ist vergebene Liebesmüh.

Ich denke, wenn ich noch mehr solche ach wie tollen, sachlichen Postings auf meine jetzt wirklich sachlichen Beiträge bekomme, werde ich mich hier nur noch satirisch zu Wort melden. Ernsthafte Diskus haben mit Maskus dann ja keinen Sinn.

Es grüsst Schwachsinn verabscheuend und auf so etwas nicht mal mehr mit Arguementen eingehen wollend, da der Typ unbelehrbar ist
das Emmalein

Re:

Mic, Thursday, 19.02.2004, 18:35 (vor 8022 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: von Emmalein am 19. Februar 2004 10:07:00:

Mic, mein Mic,

ich bin glücklicherweise nicht dein Mic.

Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht.

Odin, Thursday, 19.02.2004, 22:39 (vor 8022 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht." von Mic am 19. Februar 2004 10:00:23:

Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht.

Nein, ganz und gar nicht! Frauen die nicht oder nur wenig erwerbstätig sind, habe anspruch auf einen fairen teil des familieneinkommens. Zu unterstellen, dass das nicht funktioniert hat weil die bösen patriarchen kein geld auslassen, die armen unterdrückten frauen darum betteln müssen, jede einkaufsrechung vorlegen müssen etc. ist genau so irr wie zu meinen die früher existierenden hausfrauen hätten nur das familienbudget kontrolliert und sich dabei genügend "körberlgeld" zugesprochen.
Aber gut, glaub doch was du willst, glaub daran, dass die karriere dir die selbstverwirklichung bringt und kinderbetreuungsplätze das problem sind. Wenn die einmal da sind, kann man dann natürlich monieren wie teuer die sind was wieder beweist wie unbezahlbar die mütterliche tätigkeit war. Am besten die mutter geht als tagesmutter zu ihren eigenen kindern, sozialversichert und alles, vielleicht ist sie dann 'befreit'? Aber nein, dann wäre sie wieder abhängig von dem mann, geht also nicht. Na dann werden eben steuern erhoben, oder eigenlich, wie du immer wieder meinst genügt es ja wenn die bösen unternehmen ihre steuern zahlen.

Treffer - versenkt, Mic.
Ich glaube, das einzig wahre für unsere Frauen ist, sie überhaupt schon allein fürs Frausein zu bezahlen. Wenn Du ihnen erst ein GEhalt gibst, wenn sie Mutter sind, dann behandelst Du sie doch wie Gebährmaschinen. Wie lange glaubst Du das es dauert, bis da die erste vorm BverfG ist und sich benachteiligt fühlt, weil sie keinen Macker fürs Kind findet oder unfruchtbar ist, oder keine Kinder mag, aber doch gerne das Geld dafür?
Kindergartenplätze und Horte kostenlos, bei allerhöchster Qualität, damit die Damen dann gnädig abwinken, weil er zwei Straßen zu weit liegt und die Leiterin von Montessori nix hält und auch nicht das gute Holzspielzeug nicht hat, sondern nur Plastik ("und das von MEINEN Steuergeldern, Frechheit"). Bei dieser Kalkulation braucht man nur zu fragen, wie lange es dauert, bis der Feminismus und die mit ihr verbundene Einstellung ("wie kriege ich viel mit möglichst wenig Leistung) das Land ruiniert hat. Bin froh, daß sich mal ein Bundeskanzler gefunden hat, der da mal gegenzusteuern versucht. Der allgemeine Protest beweist, in welch Wunde er da gestochert hat. Letztlich wird er darüber stolpern - dann können wir mal sehen, wie es Frau Merkl dann besser macht.

Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht.

Marie Juana, Friday, 20.02.2004, 01:58 (vor 8022 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht. von Odin am 19. Februar 2004 20:39:14:

("wie kriege ich viel mit möglichst wenig Leistung) das Land ruiniert hat. Bin froh, daß sich mal ein Bundeskanzler gefunden hat, der da mal gegenzusteuern versucht. Der allgemeine Protest beweist, in welch Wunde er da gestochert hat.
*******
auf die schnelle, gleich werde ich ausgesperrt :-)
dein gequengel ist ziemlich irrational **nicht das gold, wotan (oh entschuldige, dass bist ja du *odin*) ist schuld!
schuld der feminismus(mit seinem weiblichen anspruchdenken).

wie sich männlein immer mit dem kapital vereinigt (ganz wie in einer liebesbeziehung), aber halt manchmal irrational.
bleib auf deinem bärenfell und denke mal darüber nach, was im moment an sozialer brutalität stattfindet.
das trifft auch männer, auch wenn männchen das nicht glaubt.

Marie Juana

Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht.

Odin, Friday, 20.02.2004, 14:15 (vor 8022 Tagen) @ Marie Juana

Als Antwort auf: Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht. von Marie Juana am 19. Februar 2004 23:58:26:

auf die schnelle, gleich werde ich ausgesperrt :-)
dein gequengel ist ziemlich irrational **nicht das gold, wotan (oh entschuldige, dass bist ja du *odin*) ist schuld!

Nun ja, da gibt es ja keinen Unterschied :-) (zwischen Wotan und Odin meine ich)

schuld der feminismus(mit seinem weiblichen anspruchdenken).
wie sich männlein immer mit dem kapital vereinigt (ganz wie in einer liebesbeziehung), aber halt manchmal irrational.
bleib auf deinem bärenfell und denke mal darüber nach, was im moment an sozialer brutalität stattfindet.
das trifft auch männer, auch wenn männchen das nicht glaubt.

Zur Genüge - und gerade in meinem Beruf, das kann ich Dir sagen. Diese Misere ist aber zum Großteil der vorherigen "Förderpolitik" zu verdanken, dazu noch 16 Jahre "aussitzen" und vier Jahre "ruhige Hand", da kam schon was zusammen. Politik muß aber finanzierbar sein, auch Sozialpolitik. Und für Realität ist auch schon in der Familie der Papa zuständig. Mama sagt, was gut wäre (ist auch ein wichtiger Part)

Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht.

Emmalein, Friday, 20.02.2004, 16:56 (vor 8021 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht. von Odin am 20. Februar 2004 12:15:58:

schuld der feminismus(mit seinem weiblichen anspruchdenken).

wie sich männlein immer mit dem kapital vereinigt (ganz wie in einer liebesbeziehung), aber halt manchmal irrational.
bleib auf deinem bärenfell und denke mal darüber nach, was im moment an sozialer brutalität stattfindet.
das trifft auch männer, auch wenn männchen das nicht glaubt.

Zur Genüge - und gerade in meinem Beruf, das kann ich Dir sagen. Diese Misere ist aber zum Großteil der vorherigen "Förderpolitik" zu verdanken, dazu noch 16 Jahre "aussitzen" und vier Jahre "ruhige Hand", da kam schon was zusammen. Politik muß aber finanzierbar sein, auch Sozialpolitik. Und für Realität ist auch schon in der Familie der Papa zuständig. Mama sagt, was gut wäre (ist auch ein wichtiger Part)

No,ja, Odin,

in Ostwestfalen sind traditionell die Frauen für die Verwaltung des Geldes zuständig. Wenn Du da z. B. für ein Zeitungsabo Geld kassierst, kann es Dir passieren, dass Du da bei älteren Familien zu hören kriegst: Hmm.. Geld ist nicht da, meine Frau kommt erst in einer Stunde wieder...;-)

Es grüsst
das Emmalein

Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht.

Odin, Friday, 20.02.2004, 18:44 (vor 8021 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht. von Emmalein am 20. Februar 2004 14:56:15:

schuld der feminismus(mit seinem weiblichen anspruchdenken).

wie sich männlein immer mit dem kapital vereinigt (ganz wie in einer liebesbeziehung), aber halt manchmal irrational.
bleib auf deinem bärenfell und denke mal darüber nach, was im moment an sozialer brutalität stattfindet.
das trifft auch männer, auch wenn männchen das nicht glaubt.

Zur Genüge - und gerade in meinem Beruf, das kann ich Dir sagen. Diese Misere ist aber zum Großteil der vorherigen "Förderpolitik" zu verdanken, dazu noch 16 Jahre "aussitzen" und vier Jahre "ruhige Hand", da kam schon was zusammen. Politik muß aber finanzierbar sein, auch Sozialpolitik. Und für Realität ist auch schon in der Familie der Papa zuständig. Mama sagt, was gut wäre (ist auch ein wichtiger Part)

No,ja, Odin,
in Ostwestfalen sind traditionell die Frauen für die Verwaltung des Geldes zuständig. Wenn Du da z. B. für ein Zeitungsabo Geld kassierst, kann es Dir passieren, dass Du da bei älteren Familien zu hören kriegst: Hmm.. Geld ist nicht da, meine Frau kommt erst in einer Stunde wieder...;-)
Es grüsst
das Emmalein

Ich überlege grad, ob sich das mit dem, was ich geschrieben habe, widerspricht. Ich dachte bei der "Realität" in der Familie weniger ans Geld, sondern an die Realität der Außenwelt. Daß damit die Frau das Geld für die Familie verwaltet würde dies ja bestätigen.

Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht.

Marie Juana, Saturday, 21.02.2004, 01:53 (vor 8021 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht. von Odin am 20. Februar 2004 12:15:58:

Politik muß aber finanzierbar sein, auch Sozialpolitik.

******
nun odin, der irrwitz liegt gerade darin, dass in der medialen welt alle etwas behaupten und es schliesslich dann glauben.
ich will auch keine *buchhalterdiskussion* führen, sondern nur auf was grundsätzliches hinweisen:
jeder staat ist nur so gut, wie er zu den schwächsten seiner gesellschaft ist.
wir haben im moment eine brutalisierung innerhalb unserer gesellschaft und einen verteilungskampf um finanzielle ressourcen.
der staat wird aus der sicht der wirtschaft definiert, die allerdings kaum etwas zum gemeinwesen beiträt (unternehmenssteuern werden gesenkt, die gesamte infrastruktur wird von der gesellschaft getragen, bürgschaften werden geleistet). gewinne werden privatisiert, verluste sozialisiert.

dies ist nach fontane ein *weites feld*, aber ich wundere mich schon -auch in feministischen foren- darüber, dass sich das polititikverständnis vieler auf die übernahme dieser einfachen floskel ***sozialpolitik muss finanzierbar sein*** zurückzieht, ohne darüber nachzudenken, warum es angeblich nicht finanzierbar ist.
ich bin eine kritikerin der rot-grünen-kahlschlag-politik, mag den von dir gelobten schröder (ein zyniker, dabei zutiefst eitel)nicht und denke auch, dass wir in einer gefährlichen phase sind.
im stern war das interview von prof.wilhelm hennis: *die heutige elite, ist eine einzige fehlbesetzung*. ich stimme ihn in weiten teilen zu, weil es die *arroganz der macht* kritisiert.
umsomehr finde ich die kritik geradezu komisch, wir wären eine feministisch-angehauchte-gesellschaft.
nix da odin, jetzt rappelts im karton für mann/und frau, denn das eigentliche machtzentrum ist die wirtschaft, die sich das feixen sicher nicht verkneifen würde -würde sie diese feministischen oder männerforen im internet durchlesen-.
da knüppeln mann/frau aufeinander ein, disktutieren über die benachteiligung von mann/frau am arbeitsplatz ---wo doch gerade die damen/herren dabei sind, die arbeitsrechte, soziale absicherungen für mann/frau zu minimieren ---- und wir hampeln noch mit feminismus
(sorry aber das wort maskulinismus bringe ich nicht über meine lippen, hört sich richtig unanständig an) und dem M.... da rum, wo es doch um etwas gemeinsames gehen könnte.

Marie Juana,
(macht kaputt, was euch kaputt macht=von *ton,steine,scherben*)
rio reiser soll mal über claudia roth (die ständig betont, sie war mal die managerin von ton,steine,scherben)gesagt haben: *die ist nicht echt*.
echt sind die nie, die meinen sie haben macht, ob mann, ob frau.


Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht.

Odin, Saturday, 21.02.2004, 21:49 (vor 8020 Tagen) @ Marie Juana

Als Antwort auf: Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht. von Marie Juana am 20. Februar 2004 23:53:19:

Hallo Marie,
Deinen Standpunkt kann ich zwar im Moment nicht so ganz nachvollziehen, hab ihn aber mal im Hinterkopf gespeichert. Besonders gefallen hat mir, daß Du die Frau/Mann-Schiene verläßt. Hier merk ich tatsächlich, daß ich selbst ein Opfer des Feminismus bin, der ja tatsächlich die meisten - wenn nicht alle - Unterschiede auf das Geschlecht zurück führte. Ich denke aber auch, daß die eigentliche Unterscheidung immer noch der, zwischen arm und reich ist.

Gerade bin ich am Psychologie heute - lesen. Da geht über Väter und die "Vaterentbehrung" (Mitscherlich) und die historischen Zusammenhänge dieser Vaterentbehrung/Vaterverachtung. Tragisch, daß gerade die Linken (zu denen ich mich zähle), diesen Zusammenhang arm/reich total verlassen hat und auf die Geschlechterschiene ausgewichen ist, ohne zu merken, daß die angeblich unterdrückten dort (die Frauen) nur ein Spielplatz waren, um vom eigentlichen Problem abzulenken. Die zwei Weltkriege öffneten aber leider die Möglichkeiten dazu.

Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T)

Mirko, Sunday, 22.02.2004, 18:08 (vor 8019 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht." von Mic am 19. Februar 2004 10:00:23:

k/T = kein Text

Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T)

Emmalein, Monday, 23.02.2004, 11:50 (vor 8019 Tagen) @ Mirko

Als Antwort auf: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T) von Mirko am 22. Februar 2004 16:08:19:

Junge,

jetzt wirst Du wirklich polemisch.

Männer und Frauen haben gemeinsam eine Verantwortung für die Kinder.

Wenn Frauen nicht arbeiten können, in einer Arbeitswelt, die überwiegend von MÄNNERN gestaltet wurde und immer noch gestaltet wird, und wenn sie selbst auf die Kinder nicht aufpassen wollen, haben sie wenigstens finanziell etwas dazu beizutragen, dass die Kinder aufwachsen können.

Wenn sie das nicht wollen, warum haben sie dann keine Kondome benutzt?

Es grüsst
das Emmalein

Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T)

Sebastian, Monday, 23.02.2004, 13:59 (vor 8019 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T) von Emmalein am 23. Februar 2004 09:50:59:

Junge,
jetzt wirst Du wirklich polemisch.
Männer und Frauen haben gemeinsam eine Verantwortung für die Kinder.
Wenn Frauen nicht arbeiten können, in einer Arbeitswelt, die überwiegend von MÄNNERN gestaltet wurde und immer noch gestaltet wird, und wenn sie selbst auf die Kinder nicht aufpassen wollen, haben sie wenigstens finanziell etwas dazu beizutragen, dass die Kinder aufwachsen können.

wenn dem so ist, dann haben die frauen aber auch dazu beizutragen das der mann jederzeit die kinder sehen kann. das die frau etwas schmackhaftes kocht, die wohnung in ordnung hält und für allerlei andere annehmlichkeiten sorgt oder meinst du es ist ein riesenspass 9 h am tag (wo auch immer zu arbeiten)? meistens nicht (ausnahmen mag es dennoch geben).

Wenn sie das nicht wollen, warum haben sie dann keine Kondome benutzt?

wenn den frauen klar war das die männer das nicht wollen und die frau nicht will das die männer nicht wollen. warum hat sie keine pille benutzt? :-D

Es grüsst
das Emmalein

dämliche grüsse.

Die Frage ist berechtigt

MeckMax, Monday, 23.02.2004, 14:58 (vor 8019 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T) von Sebastian am 23. Februar 2004 11:59:54:

wenn den frauen klar war das die männer das nicht wollen und die frau nicht will das die männer nicht wollen. warum hat sie keine pille benutzt? :-D<<<

Hallo

Korreckt (wenn auch etwas umständlich formuliert).

1.) Frau entscheidet sich für ein Kind.
2.) Frau redet nicht darüber mit dem potentiellen Erzeuger.
3.) Frau lässt Verhütung weg, obwohl sie zuvor immer dafür gesorgt hat.
4.) Mann vertraut arglos darauf, das Frau die Pille nimmt.
5.) Frau wird schwanger. Rückweg ausgeschlossen!

Eine insgesamt bodenlose Frechheit, welche im Nachhinein dennoch den Versorgerstatus des neuen Vaters einfordert.
Ein Vertrauensmissbrauch sondergleichen!
Wen wundert es folglich, das man dieser Gattung Frau keinerlei Vertrauen mehr entgegen bringen kann?
Der Röntgenblick in den Hormonhaushalt der Frau fehlt leider total.

Gruß back
MeckMax

Re: Die Frage ist berechtigt

Joachim, Monday, 23.02.2004, 23:24 (vor 8018 Tagen) @ MeckMax

Als Antwort auf: Die Frage ist berechtigt von MeckMax am 23. Februar 2004 12:58:41:

wenn man sich aus dieser gesellschaft ausklingt, dann hat man sehr wohl einen großen überblick was so alles abläuft, man darf keinesfalls mit der masse mitschwimmen und sich manipulieren lassen, dieses rezept hat mir schon sehr viel geholfen mir die augen zu öffnen und deshalb bin ich zu einem einzelgänger geworden!

meint joachim

Re: Frau und Kind durchfüttern

Marie Juana, Monday, 23.02.2004, 15:37 (vor 8018 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T) von Emmalein am 23. Februar 2004 09:50:59:

das ist einfach ein knallfrosch, nicht diskutabel.

Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T)

Odin, Monday, 23.02.2004, 15:55 (vor 8018 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T) von Emmalein am 23. Februar 2004 09:50:59:

in einer Arbeitswelt, die überwiegend von MÄNNERN gestaltet wurde und immer noch gestaltet wird

Danke! Endlich einmal! Obwohl.... War das jetzt wirklich ein Lob oder sollte das nicht doch ein Vorwurf sein?

Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T)

Joseph S, Monday, 23.02.2004, 23:10 (vor 8018 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T) von Emmalein am 23. Februar 2004 09:50:59:

Emmalein

Wenn Frauen nicht arbeiten können

Haben Frauen uns nicht jahrzehntelang erklärt, daß sie genauso wie ein Mann arbeiten können?

wenn sie selbst auf die Kinder nicht aufpassen wollen

Wie viele Männer wollen das wirklich nicht?
Vielleicht möchten einige nach einem 10 bis 12 Stunden Arbeitstag nur wegen ihrer Erschöpfung
nicht. Wenn sie weniger arbeiten könnten würden sie schon wollen.

Warum dominiert dieser Fall das ganze Denken bei Unterhaltsfragen ?

Diskutieren wir demächst darüber, was ist, wenn Kuhsch**** auf dem Dach liegt?

Wenn sie das nicht wollen, warum haben sie dann keine Kondome benutzt?

Möglicherweise deswegen, weil die Frau ihnen zugesichert hat, daß sie die Pille nimmt.

Warum muß eine Frau Sex mit einem Mann haben, der keine Kinder will ?
Warum verzichtet sie nicht auf Kinder (z.B. mit der Pille), wenn sie nicht einmal in der
Lage ist, für ihre Kinder zu arbeiten ?

Gruß
Joseph

Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T)

Garfield, Tuesday, 24.02.2004, 15:08 (vor 8018 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T) von Emmalein am 23. Februar 2004 09:50:59:

Hallo Emmalein!

"Wenn Frauen nicht arbeiten können, in einer Arbeitswelt, die überwiegend von MÄNNERN gestaltet wurde und immer noch gestaltet wird"

Wieso können Frauen nicht arbeiten? Auch Kinder sind nicht so ein großes Hindernis, wie manche Frauen immer gern behaupten. Die Mutter meiner Partnerin beispielsweise hat zwei Kinder groß gezogen und dabei praktisch immer auf Vollzeit gearbeitet. Sie hatte lange Zeit zwei Teilzeit-Jobs. In dem einen hat sie bis Mittag gearbeitet, dann fuhr sie nach Hause und kochte Mittagessen für die Kinder. Um 14 Uhr fuhr sie wieder los, zu ihrem zweiten Teilzeitjob. Den Kindern hat das nicht geschadet, ganz im Gegenteil.

Wenn man die Kinder konsequent zur Selbstständigkeit erzieht und arbeitswillig ist, dann geht das schon. Nur leider hapert es heute oft an beidem.

Auch deine Behauptung, daß Männer das Arbeitsleben bestimmen würden, ist nicht richtig. Weibliche Chefs handeln nämlich auch nicht anders als ihre männlichen Kollegen. Ich habe auch schon von einer Frau gehört, die ein Unternehmen führt und eine Bewerberin abgelehnt hat, weil diese Kinder hatte und weil sie da eher damit rechnen mußte, daß diese Frau dann mal aufgrund von Krankheiten der Kinder ausfällt. Hätte sich ein alleinerziehender Vater dort beworben, dann hätte der aber mit Sicherheit den Job ebenfalls nicht bekommen. Zum einen aus denselben Gründen, zum anderen obendrein auch noch deshalb, weil bei Vätern, die die Kindererziehung übernehmen, oft automatisch davon ausgegangen wird, daß die wohl nicht viel Lust zur Arbeit und sich deshalb um die Kindererziehung gerissen haben.

Der Unterschied besteht dann auch noch wieder darin, daß viele Unternehmen es nicht wagen, Frauen aus solchen Gründen abzulehnen, während man da bei Männern keinerlei Hemmungen hat.

"Wenn sie das nicht wollen, warum haben sie dann keine Kondome benutzt?"

Vielleicht, weil ihre Frauen ihnen damit gedroht haben, sie zu verlassen, wenn sie dieses nervende Gummiding nicht endlich weglassen? Oder weil die Männer befürchtet haben, daß ihre Partnerinnen so reagieren, wenn diese nur mal so etwas wie "Du mußt doch kein Kondom mehr nehmen, ich nehme doch die Pille, oder traust du mir etwa nicht?" gesagt haben...

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T)

Odin, Tuesday, 24.02.2004, 19:59 (vor 8017 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T) von Garfield am 24. Februar 2004 13:08:20:

Hallo Emmalein!
"Wenn Frauen nicht arbeiten können, in einer Arbeitswelt, die überwiegend von MÄNNERN gestaltet wurde und immer noch gestaltet wird"
Wieso können Frauen nicht arbeiten? Auch Kinder sind nicht so ein großes Hindernis, wie manche Frauen immer gern behaupten. Die Mutter meiner Partnerin beispielsweise hat zwei Kinder groß gezogen und dabei praktisch immer auf Vollzeit gearbeitet. Sie hatte lange Zeit zwei Teilzeit-Jobs. In dem einen hat sie bis Mittag gearbeitet, dann fuhr sie nach Hause und kochte Mittagessen für die Kinder. Um 14 Uhr fuhr sie wieder los, zu ihrem zweiten Teilzeitjob. Den Kindern hat das nicht geschadet, ganz im Gegenteil.

Davon ganz abgesehen, daß viele Zweitfrauen da gar keine andere Möglichkeit mehr haben. Die müssen entweder auf Kinder verzichten, oder das Kind in die Kinderkrippe geben, um dazu verdienen zu können, weil der Mann ja die Erstfrau und die ersten Kinder finanzieren muß. Die Erstfrau sitzt derweil zu Hause, weil sie ja die 10 und 15jährigen Kinder versorgen muß. Die Zweitfrau, mit dem 2jährigen....

Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T)

Sven, Thursday, 26.02.2004, 11:32 (vor 8016 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Frau und Kind durchfüttern haben Männer immer umsonst gemacht (k/T) von Emmalein am 23. Februar 2004 09:50:59:

"Männer und Frauen haben gemeinsam eine Verantwortung für die Kinder."

Ach auf einmal ? Nich mehr "Mein Bauch gehört mir" ? Wie immer, es wird argumentiert, gerade wie es gebraucht wird ...

"Wenn Frauen nicht arbeiten können, in einer Arbeitswelt, die überwiegend von MÄNNERN gestaltet wurde und immer noch gestaltet wird,"

Das ist in der Tat richtig. Die, die hauptsächlich arbeiten, sind Männer, daher gestalten sie auch die Arbeit. Faule Frauen arbeiten nicht und nun wollen sie auch noch die Arbeit der Männer gestalten. Sonst gehts noch ?

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Odin, Thursday, 19.02.2004, 22:29 (vor 8022 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 19. Februar 2004 09:22:28:

Wie heisst der Laden, den Du als Firma hast? Ich will sichergehen, dass ich von da keine Produkte kaufe.

Hm, ich glaub, der macht in Antibabypillen <gd&r>

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Friday, 20.02.2004, 13:28 (vor 8022 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Odin am 19. Februar 2004 20:29:25:

Hi, Odin,

auch da gibt es, falls Du das nicht weisst, einige Sorten und auch mehrere Fabrikate. An einer Firma , die Antibabypillen produziert, hat sogar die katholische Kirche allerhand Aktien... ;-)

Deswegen bräuchte ich schon den genauen Firmennamen. Ich glaub, auch Bayersdorf produziert Antibabypillen und viele andere grosse Pharmakonzerne. Ich kann so nicht prüfen, ob mein Präperat von dieser Firma ist. Das müsste ich dann erst mal sehen. Deswegen noch einmal die Aufforderung: Nenn mir bitte den Firmennamen.

Es grüsst neugierig
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Odin, Wednesday, 18.02.2004, 23:12 (vor 8023 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 17. Februar 2004 17:21:48:

So viel Einfluss hat die Frauenbewegung nun auch wieder nicht, wie sie hier dämonisierend dargestellt wird. Sie hat es bis jetzt nicht geschafft ,dass wir eine Bundeskanzlerin haben. Wir hatten auch noch keine Bundespräsidentin. Es gibt ausserdem noch in den meisten Fächern mehr Professoren als Professorinnen. Und sehr, sehr viele Frauen haben ein Problem, einen Job zu bekommen oder zu halten, sobald sie Kinder haben. Bei einigen Unternehmern reicht ja die MÖglichkeit, schwanger werden zu können, als Nicht-Einstellungsgrund aus (vgl. Expatriate). Und genügend ausserhäusige Kinderbetreuung gibt es auch noch nicht. Es gibt keine flächendeckenden verlässlichen Grundschulen. Und nur die wenigsten unserer Schulen sind Ganztagsschulen.
Mach Dir also keine Sorgen, die Frauenbewegung ist sehr viel ohnmächtiger, als Du glaubst.

Was vor allem daran liegt, daß der natürliche Feind der Frauenbewegung die Frau selber ist.
Was nutzen die schönsten Forderungen, wenn kaum eine Frau bereit ist, in die zunächst niederen Dienste der Politik einzutreten, sich schon bald nach Schwangerschafturlaub sehnt und kaum Ehrgeiz besitzt, der nötig ist, um vorwärts zu kommen. Meist sieht es doch so aus, daß Frauen durch ihr jammern wegen angeblicher Benachteiligungen vorwärts zu kommen suchen und nicht durch anstrengende und streßig Arbeit.
Du würdest Dich wundern, wie die Kinderbetreuungsmöglichkeiten aus dem Boden sprießen würden, wenn ein Markt da wäre. Leider suchen die meisten Frauen (z.B. alle aus meinem Bekanntenkreis) eine Betreuungsmöglichkeit nur für ein paar Stunden, um in Ruhe zum Friseur zu gehen. Die fehlenden Betreuungsmöglichkeiten dienen da nur als Entschuldigung, warum sie zu Hausen bleiben können. Eine gute Freundin von mir kommt langsam in Panik, weil ihr Kind schon fast 2 Jahre alt ist und die Sozialhilfe nur bis zum vierten Lebensjahr zahlt, dann müßte sie wieder arbeiten. Ein neuer Lover wird gesucht und ich bekam schon nette Einladungen. Das Problem unserer Kommunen besteht also darin, Plätze für Kinder zu schaffen, nur damit die Frauen dann müde abwinken (zu weit, zu laut, böse Spielkameraden...) oder einen Halbtagsplatz suchen, um ein wenig dazu verdienen zu können, aber bestimmt nicht, um in ihren alten Job wieder weiter zu machen (Vollzeit meine ich). Und die Angebote sollen dann auch noch möglichst kostenlos sein, damit sich die Arbeit dann auch lohnt. Um Karriere und Ehrgeiz geht es da gar nicht. Ich hab mal von einem Kinderhotel gehört, in das man sein Kind jederzeit und so lange, wie man will, bringen kann. Bin gespannt, was darauf wird oder obs nicht schon eingegangen ist.
Benachteiligt sind dann tatsächlich die Frauen, die nach der Geburt gerne wieder arbeiten würden und dann natürlich unter ihren Geschlechtsgenossinnen zu leiden haben, weil für so eine kleine Menge an Frauen, natürlich auch kein Angebot gemacht wird.

Zu den Politikerinnen: Die Chancen stehen leider groß, daß wir in ein paar Jahren eine Bundeskanzlerin haben. Da bin ich mal gespannt: Eine Person, die aufgrund einer Doppelquote (Frau UND DDR) in der Politik aufstieg, die sich noch nie in einer Wahl beweisen und testen lassen mußte, und die dann vielleicht mit noch einer "Quote" (weil sie ja beim Wolfrathshausener Frühstück so nett zurückgesteckt hat und außerdem die CDU übernommen hat, als keiner sie haben wollte <g> müssen wir ja jetzt auch nett sein) zur Kanzlerwahl antritt. Womit hat sie eigentlich als Bundesumweltministerin brilliert? Weiß da noch jemand was darüber?
Beinahe hätte ich noch Respekt vor ihr bekommen, als sie begann, den Schlamassel in der CDU ein wenig zu ordnen und sich durchzusetzen. Mit ihrer letzten USA "Arschkriechreise" ("ich würd ja so gerne mitmachen beim Krieg, aber ihr müßt warten, bis ich gewählt bin") hat sie mir das Kraut aber komplett ausgeschüttet und ihr eiern mit Steuerreform und Bundespräsidentenamt tut jetzt ein übriges.
Na, jedenfalls kriegen wir was zum lachen.

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Thursday, 19.02.2004, 10:25 (vor 8023 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Odin am 18. Februar 2004 21:12:24:

Was nutzen die schönsten Forderungen, wenn kaum eine Frau bereit ist, in die zunächst niederen Dienste der Politik einzutreten, sich schon bald nach Schwangerschafturlaub sehnt und kaum Ehrgeiz besitzt, der nötig ist, um vorwärts zu kommen. Meist sieht es doch so aus, daß Frauen durch ihr jammern wegen angeblicher Benachteiligungen vorwärts zu kommen suchen und nicht durch anstrengende und streßig Arbeit.
Du würdest Dich wundern, wie die Kinderbetreuungsmöglichkeiten aus dem Boden sprießen würden, wenn ein Markt da wäre. Leider suchen die meisten Frauen (z.B. alle aus meinem Bekanntenkreis) eine Betreuungsmöglichkeit nur für ein paar Stunden, um in Ruhe zum Friseur zu gehen.

Tja, Odin,

da sieht man mal, was wir zwei Hübschen für einen unterschiedlichen Bekanntenkreis haben: Bei mir fehlen TATSÄCHLICH Betreuungsmöglichkeiten bei meinen Bekannten, und sie LEIDEN darunter. Der Markt kann das Problem deswegen nicht lösen, weil das ZU TEUER ist. Stell Dir vor, man müsste Deine Ex für die Kinderbetreuung rund um die Uhr bezahlen. Das könntest Du Dir nicht leisten - und die Gesellschaft kann das auch nicht. Wir merken schon bei der Altenpflege, was Frauen früher als Selbstverständlichkeit an Betreuung geleistet haben und heute noch leisten (80 % der Pflegefälle werden auch heute noch zuhause von FRAUEN betreut, müssten diese Betreuungsstellen alle aus der Pflegeversicherung bezahlt werden, dann gute Nacht ,Deutschland - das habe ich aus einem Bericht im WDR über die Situation von alten Menschen in Deutschland heute).

Meine Schwester ist regelrecht deprimiert, weil sie nicht weiterarbeiten kann. Viele meiner anderen Freundinnen sind einfach nur sauer. Und ich denke darüber nach, vielleicht gar keine Kinder zu haben. So weit hat mich dieser Staat schon gebracht!

Zu den Politikerinnen: Die Chancen stehen leider groß, daß wir in ein paar Jahren eine Bundeskanzlerin haben. Da bin ich mal gespannt: Eine Person, die aufgrund einer Doppelquote (Frau UND DDR) in der Politik aufstieg, die sich noch nie in einer Wahl beweisen und testen lassen mußte, und die dann vielleicht mit noch einer "Quote" (weil sie ja beim Wolfrathshausener Frühstück so nett zurückgesteckt hat und außerdem die CDU übernommen hat, als keiner sie haben wollte <g> müssen wir ja jetzt auch nett sein) zur Kanzlerwahl antritt. Womit hat sie eigentlich als Bundesumweltministerin brilliert? Weiß da noch jemand was darüber?

Beinahe hätte ich noch Respekt vor ihr bekommen, als sie begann, den Schlamassel in der CDU ein wenig zu ordnen und sich durchzusetzen. Mit ihrer letzten USA "Arschkriechreise" ("ich würd ja so gerne mitmachen beim Krieg, aber ihr müßt warten, bis ich gewählt bin") hat sie mir das Kraut aber komplett ausgeschüttet und ihr eiern mit Steuerreform und Bundespräsidentenamt tut jetzt ein übriges.
Na, jedenfalls kriegen wir was zum lachen.

Soviel zu Deiner Fähigkeit, andere Meinungen und Vorstellungen zu tolerieren. Die GESAMTE CDU, bis auf wenige Ausnahmen, stand HINTER MERKELS AMERIKA-POLITIK!

Menschen können auf dasselbe Ereignis unterschiedliche Sichtweisen haben. Ich bin zwar der Meinung, dass der Irak-Krieg falsch war und gegen das Völkerrecht verstiess, bezeichne aber Menschen, die das anders sehen, nicht als Arschkriecher bei Amerika.

Es grüsst
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Odin, Thursday, 19.02.2004, 22:23 (vor 8022 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 19. Februar 2004 08:25:42:

Soviel zu Deiner Fähigkeit, andere Meinungen und Vorstellungen zu tolerieren. Die GESAMTE CDU, bis auf wenige Ausnahmen, stand HINTER MERKELS AMERIKA-POLITIK!

Das war ja das Schlimme!

Menschen können auf dasselbe Ereignis unterschiedliche Sichtweisen haben. Ich bin zwar der Meinung, dass der Irak-Krieg falsch war und gegen das Völkerrecht verstiess, bezeichne aber Menschen, die das anders sehen, nicht als Arschkriecher bei Amerika.

Die kann das halten, wie sie will. Nur wenn man dann extra nach Amerika fährt, um Buße zu tun, dann ist das Arschkriecherei. Kein amerikanischer Oppositionspolitiker würde sich einfallen lassen, in einem anderen Land der eigenen Regierung in den Rücken zu fallen. Wieviele Oppositionspolitiker aus anderen Ländern kennst Du, die die letzten Jahre in Deutschland waren und haben erklärt, wie schlimm sie die eigene Regierung finden und wie toll sie selber wären. Im Inland kannst Du toben, wie Du willst, aber im Ausland gegen die eigene Regierung zu hetzen ist eine Schweinerei! Respekt hat sie dafür sicherlich nicht bekommen in Amerika. Solche Schüsse gehen meist nach hinten los. Sie werden zwar willkommen akzeptiert, der Mensch selber dabei aber verachtet - und das zurecht!

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Friday, 20.02.2004, 13:32 (vor 8022 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Odin am 19. Februar 2004 20:23:34:

Hi, Odin,

die Vorstellungen, die Merkel vertrat,waren die der Partei. Und die Reise nach Amerika diente dazu, sagen zu wollen: "Mit uns hättet Ihr in Deutschland eine viel amerikafreundlichere Politik, und eine viel Bush-Freundlichere Politik." Ist halt Wahlkampf. In dem Punkt sind alle Parteien gleich.

Ich habe auch den Verdacht, dass die harte Haltung der Regierung Schröder vor allem dazu dienen sollte, Stimmen zu gewinnen, um die Wahl doch noch für sich entscheiden zu können. Insofern war Bush Wahlhelfer für Schröder ;-)..

Tja, Politik ist ein schmutziges Geschäft.

Es grüsst sauber, da keine Politikerin
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Odin, Friday, 20.02.2004, 14:11 (vor 8022 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 20. Februar 2004 11:32:31:

Hi, Odin,
die Vorstellungen, die Merkel vertrat,waren die der Partei. Und die Reise nach Amerika diente dazu, sagen zu wollen: "Mit uns hättet Ihr in Deutschland eine viel amerikafreundlichere Politik, und eine viel Bush-Freundlichere Politik." Ist halt Wahlkampf. In dem Punkt sind alle Parteien gleich.

Wo war denn da Wahlkampf? Ihre Reise war doch erst hinterher. Außerdem ist es eine Sache, was man im Inland vertritt und eine andere Sache, wie man im Ausland auftritt. DAS meine ich. Ihre Ansichten sind ihre Sache, aber ihr Verhalten fand ich als einschleimend bei den Amis. Jedenfalls empfand ich es so und da flogen 15 Steine aus dem Brett bei Angela.

Ich habe auch den Verdacht, dass die harte Haltung der Regierung Schröder vor allem dazu dienen sollte, Stimmen zu gewinnen, um die Wahl doch noch für sich entscheiden zu können. Insofern war Bush Wahlhelfer für Schröder ;-)..

Die Befürchtungen hatte ich auch, VOR der Wahl. Sie haben sich aber nicht bestätigt und das finde ich ehrlich.

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Joseph S, Saturday, 21.02.2004, 01:42 (vor 8021 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 19. Februar 2004 08:25:42:

Hallo Emmalein,

falls Du es noch nicht weißt, die Pflegeversicherung zahlt auch für Pflege durch Angehörige.

Die Pflegeversicherung zahlt wesentlich mehr für die Pflege von Frauen als für die Pflege
von Männern. Das liegt daran, daß deutlich mehr Frauen als Männer pflegebedürftig sind.

Früher war das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Arbeitsfähigen und Pflegebedürftigen Alten
stark zugunsten der Arbeitsfähigen verschoben. Da gab es für die einzelnen nicht so viele
zu pflegen.

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, und der Lebensunterhalt durch die Arbeit des Ehemanns gesichert
ist, bleibt natürlich noch viel Luft für soziale Tätigkeit. Der Mann kann dagegen nicht, weil
sonst das Geld, das natürlich auch die Frau ausgibt, fehlt. Indirekte Bezahlung kann auch
reich machen.

So gesehen relativiert sich die Pflegeleistung der Frauen sehr.

Gruß
Joseph

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Joseph S, Saturday, 21.02.2004, 00:55 (vor 8021 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Odin am 18. Februar 2004 21:12:24:

Hallo Odin,

ich gebe volle Zustimung zu:

Was vor allem daran liegt, daß der natürliche Feind der Frauenbewegung die Frau selber ist.

Bei der Erklärung setze ich vor allem bei der Partnerwahl an, weil in diesem Punkt die
Frauen klar die Stärkeren sind. Wenn sich die Frauen Partner suchen würden, die sie mit dem
Argument des besseren Verdienstes an den Herd und die Windeln schicken könnten, würden sich
viele Forderungen der Frauenbewegung als Folge davon automatisch erfüllen.

Gruß
Joseph

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Garfield, Tuesday, 17.02.2004, 15:46 (vor 8024 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 17. Februar 2004 09:34:11:

Hallo Emmalein!

Das ist ein kompliziertes Thema, das man immer von beiden Seiten betrachten muß. Zum einen hast du schon recht, wenn du schreibst, daß Unternehmen immer nur soviel soziale Verantwortung zu übernehmen bereit sind, wie sie eben unbedingt müssen. Sei es, weil sie gesetzlich gezwungen sind, diese Verantwortung zu übernehmen, sei es, weil sie hoffen, daß sie dadurch ein besseres Image bekommen und daß sich das sehr positiv auf die Umsatzzahlen und damit auf die Gewinnspanne auswirkt.

Dieses Verhalten ergibt sich nicht immer nur aus rein egoistischen Motiven heraus, sondern Unternehmen sind häufig durch das reale Geschäftsleben gezwungen, immer vor allem ihre Profite im Auge zu behalten.

Was ich im realen Leben aber auch häufig erlebe, ist folgendes: Da absolvieren Frauen gute Ausbildungen, die sie viel Energie und die Gesellschaft viel Geld kosten. Anschließend arbeiten sie ein paar Jahre, um dann schwanger zu werden und in Erziehungsurlaub zu gehen. Dieser Erziehungsurlaub wird häufig nur von den Müttern in Anspruch genommen, und zwar nicht etwa, weil die Väter daran kein Interesse hätten (wie immer wieder behauptet wird). Nein, viele Frauen sehen diesen Erziehungsurlaub als willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag an, und sie wollen nach der Geburt möglichst viel Zeit mit ihren Kindern verbringen. Damit bleibt dem Vater wie anno dazumal häufig nur die Ernährer-Funktion übrig, denn irgendwoher muß das Geld ja nun einmal kommen.

Oft sagen Frauen vor dem Erziehungsurlaub, daß sie danach wieder auf Vollzeit arbeiten möchten. Wenn es dann aber so weit ist, sieht das dann häufig wieder ganz anders aus. Dann kommt gleich das zweite Kind hinterher, und oft arbeiten die Frauen auch später nur noch maximal auf Teilzeit.

Das liegt zum einen sicher auch daran, daß die Kinderbetreuungsmöglichkeiten in Deutschland, vor allem im Westen, nicht sonderlich gut ausgebaut sind. Aber es gäbe durchaus Möglichkeiten, da durch Eigeninitiative etwas nachzuhelfen. Wenn sich beispielsweise 5 Mütter zusammen tun und ihre Kinder an jeweils einem Wochentag wechselseitig beaufsichtigen würden, dann könnte jede dieser Mütter problemlos 4 Tage pro Woche arbeiten gehen.

Da das kaum getan wird, scheint das Interesse der Frauen an Vollzeitarbeit keineswegs so groß zu sein, wie immer gern behauptet wird. Das kann man auch aus der Tatsache schlußfolgern, daß die Mehrheit der befragten Frauen bei einer Umfrage des Allensbach-Institutes angegeben hat, am liebsten Hausfrau mit maximal einer Teilzeitstelle sein zu wollen.

Das ist auch durchaus verständlich. Auch Männer geben bei Umfragen häufig an, daß sie gern mehr Zeit für Kinder und Familie hätten. Das heutige Berufsleben ist mit seinen oft starr geregelten Arbeitszeiten eigentlich absolut unnatürlich. Da Männer aber im realen Leben im Gegensatz zu Frauen üblicherweise nicht die freie Wahl zwischen diversen Lebensalternativen haben und immer nur als vollzeitarbeitende Familienernährer akzeptiert werden, bleibt ihnen nichts anders übrig. Frauen haben auch da mehr Freiheiten und nutzen diese auch.

Die Gründe, aus denen viele Frauen bewußt auf Vollzeitarbeit verzichten, spielen für Unternehmen aber keine Rolle. Für sie zählt nur, was hinten herauskommt. Nämlich, daß eine Mitarbeiterin ausfällt, die man aber aufgrund des Mutterschutzgesetzes nicht einfach so durch jemand anderen ersetzen kann. Man muß also Ersatz beschaffen, kann aber niemanden fest einstellen. In der Regel holt man sich dann jemanden bei einer Zeitarbeitsfirma. Das wird allein schon teuer, dazu kommt noch, daß die Aushilfskraft erst einmal eingearbeitet werden muß. Wenn man Pech hat, stellt sich heraus, daß diese Aushilfskraft nichts taugt, man muß sich dann wieder jemand anderen schicken lassen, und die Einarbeitung geht wieder von vorne los... Dazu kommt noch, daß die Unternehmen einen Teil des Mutterschaftsgeldes übernehmen müssen, wenn die Leistungen der Krankenkasse unter dem vorherigen Nettogehalt liegen. Für kleine Unternehmen kann das alles zusammen eine sehr hohe finanzielle Belastung darstellen.

Das alles ist also für die Unternehmen höchst lästig und teuer. Wenn die Mutter irgendwann wieder auf Vollzeit arbeiten kommt, dann ist das nur ein zeitweiliges Problem. Wenn sie aber dann meint, daß ihr das Leben als Hausfrau und Mutter doch besser gefällt, dann war der ganze Aufwand für das Unternehmen vollkommen umsonst, genauso wie übrigens auch die berufliche Ausbildung dieser Frau für die Gesellschaft.

Du hast geschrieben, daß man das Mutterschaftsgeld erhöhen sollte. Wer soll das bezahlen? Bisher zahlen das die Krankenkassen, und zwar maximal 13 Euro pro Kalendertag. Müßten sie mehr zahlen, würden die Krankenkassen-Beiträge noch weiter steigen. Schon jetzt können genügend Menschen mit ihrem Lohn oder Gehalt ihre Lebenshaltungskosten kaum noch bezahlen. Und zwar nicht nur Menschen mit Kindern, sondern sehr wohl auch Menschen, die gar keine Kinder haben, und auch kinderlose Paare, bei denen beide Partner voll berufstätig sind. Die haben zwar durch Kinder keine zusätzlichen Kosten, dafür kriegen sie aber auch diverse Freibeträge nicht oder nicht im selben Umfang wie Eltern, und sie haben eine deutlich höhere Steuerbelastung. Wenn man der arbeitenden Bevölkerung über steigende Sozialbeiträge noch mehr Geld aus den Taschen zieht, dann wird es bald auch hierzulande so laufen wie in den USA, wo manche Leute noch nicht einmal mit zwei Jobs pro Kopf ihre Lebenshaltungskosten zahlen können. Und was noch schlimmer wäre: Schwarzarbeit wird dann noch weiter zunehmen. Denn je mehr Geld den Menschen aus den Taschen gezogen wird, ohne daß sie davon irgendetwas haben, umso eher werden sie dazu neigen, sich aus diesem System, das ihnen mehr Kosten als Nutzen bringt, auszuklinken. Dann wird die Finanzmisere noch schlimmer, und es wird noch weniger Geld für Kinderbetreuung, Schulen usw. vorhanden sein.

Es gäbe zwar genügend Sparpotenzial (ich denke da z.B. an die überhöhten Gehälter, Pensionen und sonstigen Privilegien für Politiker, Abgeordnete und hohe Beamte und auch an diverse Subventionen für Wirtschaft und Landwirtschaft), aber da wird erfahrungsgemäß niemals zuerst der Rotstift angesetzt...

Ich denke auch, daß das Problem mit den unzureichenden Betreuungsmöglichkeiten nicht der Hauptgrund für den Geburtenrückgang ist. Und auch das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nicht das wesentliche Problem. Wir leben heute in einer Kultur, die Egoismus und Selbstverwirklichung um jeden Preis propagiert, und zwar ganz besonders für Frauen. Irgendwelche Lasten und/oder Verantwortung für irgendetwas zu übernehmen ist absolut "out". Das machen Top-Manager und Spitzenpolitiker so vor, wenn sie z.B. für absolute Fehlleistungen noch hohe Abfindungen kassieren und auch immer sofort wieder neue, gutbezahlte Posten bekommen. Und das Volk eifert diesen schlechten Beispielen nach.

Im realen Leben hat eben alles sowohl Vor- als auch Nachteile. Was Kinder angeht, kann heute jede Frau mit den modernen Verhütungsmethoden für sich abwägen, ob für sie die Vor- oder die Nachteile überwiegen und davon ausgehend frei ihre eigene Entscheidung treffen. Wenn die immer häufiger gegen ein Kind ausfällt, dann liegt das vor allem daran, daß ein Kind nicht mehr viel Spielraum für die eigene Selbstverwirklichung läßt. Man kann dann nicht mehr einfach so mal schnell den Wohnort wechseln, sondern muß immer daran denken, daß das Kind dann aus seiner gewohnten Umgebung gerissen wird. Man kann nicht mehr spontan etwas unternehmen, sondern muß immer überlegen, ob man das Kind dabei mitnehmen kann oder wo man es sonst läßt...

Das sind alles Probleme, die die Menschen in der Form früher überhaupt nicht hatten. Da arbeiteten zwar häufig auch die Frauen auf Vollzeit, aber dann paßten die Großeltern oder ältere Geschwister eben auf die kleineren Kinder auf. In armen Arbeiter- oder Bauern-Familien wohnte ja häufig die gesamte Familie inklusive Großeltern auf engstem Raum zusammen. Die Kinder wurden damals auch weitaus mehr zur Selbstständigkeit erzogen als heutzutage. Sie mußten ja auch schon früh zum Lebensunterhalt der Familien beitragen, und auch deshalb galten Kinder damals als Segen. Der Begriff "Selbstverwirklichung" war in früheren Zeiten für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ein absolutes Fremdwort.

Heute ist das alles anders, und so werden der eigenen Selbstverwirklichung eben auch schon mal die Kinder geopfert. Dazu kommt noch, daß das Leben immer unsicherer wird. Nur noch wenige können heute sicher sagen, daß sie in absehbarer Zeit nicht arbeitslos werden. Die jüngeren Generationen müssen sicher davon ausgehen, daß sie im Alter keine ausreichende Rente mehr bekommen werden, andererseits werden sie aber dazu gezwungen, weiterhin in die staatliche Rentenkasse einzuzahlen, was ihre Möglichkeiten zur eigenen Vorsorge stark einschränkt. Angesichts all dieser Unsicherheiten erhöht sich auch nicht gerade der Drang, Kinder in die Welt zu setzen. Man sieht ja jetzt schon, wie Jugendliche sich abstrampeln müssen, um überhaupt noch Lehrstellen zu finden, von festen Jobs ganz zu schweigen...

Und was nun das Problem mit Jobsuche betrifft: Die Arbeitslosenstatistik weist aus, daß dieses Problem für Männer offensichtlich größer ist als für Frauen. Angesichts dessen kann man wohl kaum ernsthaft behaupten, daß die Tatsache, daß manche Unternehmen junge Frauen aufgrund einer möglichen Schwangerschaft nicht einstellen, ein sehr großes Problem ist. Und wie schon geschrieben haben junge Männer durch die nur für sie geltende Wehr- bzw. Zivildienstpflicht genau dieselben Probleme. Nur mit dem Unterschied, daß es von der Gesellschaft negativ aufgefaßt wird, wenn eine Frau aufgrund ihres Geschlechts nicht eingestellt wird. Ein Unternehmen, das so etwas praktiziert, muß also damit rechnen, durch die Medien angeprangert zu werden. Deshalb findet man solche Praktiken meist nur bei kleinen Unternehmen, und da oftmals auch nur, weil die durch das Mutterschutzgesetz diesen Unternehmen auferlegten Verpflichtungen wirklich eine enorm hohe finanzielle Belastung darstellen. Wenn dagegen ein junger Mann einen Job nicht bekommt, weil er seinen Wehr- oder Zivildienst noch nicht abgeleistet hat, dann interessiert das die Medien nicht. Deshalb hat kein Unternehmen Skrupel dabei, junge Männer in dem Fall nicht einzustellen. Bei jungen Frauen jedoch sind sie vorsichtiger.

Bei Bewerberinnen ab etwa Ende 30 gehen Personalchefs davon aus, daß die wohl keine Kinder mehr bekommen werden. Da entfällt das Problem dann also genauso wie bei Männern, die Wehr- oder Zivildienst bereits abgeleistet haben. (Nur wieder mit dem Unterschied, daß Frauen dafür kein Jahr ihres Lebens verschwenden müssen.)

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Beruf, Kinder und Karriere

AJM, Tuesday, 17.02.2004, 19:17 (vor 8024 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Garfield am 17. Februar 2004 13:46:14:

Zitat: "Das heutige Berufsleben ist mit seinen oft starr geregelten Arbeitszeiten eigentlich absolut unnatürlich."

Entschuldige, wenn ich etwas abschweife, aber was verstehst Du unter "unnatürlichen Arbeitszeiten"? Wenn eine "natürliche" Arbeitszeit all das ist, was VOR der industriellen Revolution war, dann denke ich, daß die meisten menschen (und da vor allem Frauen) sich gehörig umschauen werden. 6,5 Tage die Woche Arbeit (auch für Frauen), 12 Stunden täglich, je nach Beruf auch länger und total unflexibel (ein Bauer MUSS im Herbst ernten und im Frühjahr säen).

Daher sehe ich die angeblich so starr geregelten Arbeitszeit eigenlich als sehr flexibel an. 38,5 Stunden planbare Zeit, manch eine/r auch mit Teilzeitjob, bezahlter Urlaub, Elternurlaub, bezahlte Krankheit, etc. pp.

Aber mal etwas weiter gedacht: Das Leben wird WIRKLICH flexibler, Geschäfte, Kinos, Firmen haben rund um die Uhr geöffnet und man kann SEINE Arbeitszeit flexibel gestalten. Klingt gut. Aber was war los, als geplant wurde, die Öffnungszeiten bis 22 Uhr incl. Sonntag frei zu geben? Ein Aufschrei der Empörung, vor allem von feministischen Gewerkschaftern. Meist mit der Begründung, daß dann ja hauptsächlich Frauen die Leidtragenden wären und abends/nachts arbeiten müßten. Seltsamerweise machte sich niemand jemanls darüber Gedanken, daß das gesamte Pflegepersonal in Krankenhäusern, Ärzte, Busfahrer, Bahnschaffner, Polizisten, Mitarbeiter von Wassewerken/Stromwerken, Journalisten und das Heer der Freiberufler und Selbständigen seit Jahr und Tag zu diesen Zeiten arbeiten müssen.

Abgesehen von den Krankenschwestern übrigens überwiegen "männliche" Berufe...

Ich halte daher die jetzigen Arbeitszeiten zwar für "unnatürlich", aber die "natürlichen", vor-industriellen Arbeitszeiten möchte doch kam jemand ernsthaft zurück wollen....

gruß

AJM

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Garfield, Tuesday, 17.02.2004, 19:50 (vor 8024 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von AJM am 17. Februar 2004 17:17:40:

Hallo AJM!

Ja, heute geht es uns in puncto Arbeitszeit noch relativ gut. Es gab schon schlimmere Zeiten, da hast du zweifellos recht.

Ich finde nicht unbedingt, daß die heutigen Arbeitszeiten an sich unnatürlich sind. Nur ist es doch oft so organisiert, daß man zu einem ganz bestimmten, exakt festgelegten Zeitpunkt an seinem Arbeitsplatz erscheinen muß und auch erst zu einem ganz bestimmten, exakt festgelegten Zeitpunkt wieder gehen kann.

Das war in früheren Zeiten so gar nicht möglich, weil die Menschen keine so exakte Zeitmessung kannten wie wir heute. Die Menschen haben zwar nicht unbedingt weniger gearbeitet, oft sogar mehr als heute. Aber sie konnten ihre Arbeitszeit oftmals besser ihren momentanen Bedürfnissen anpassen. Weil sie eben nicht immer unter dem Druck standen, um exakt 8 Uhr auf der Arbeit erscheinen zu müssen und ansonsten womöglich eine Abmahnung zu bekommen.

Natürlich hat es in den letzten Jahrtausenden immer Menschen gegeben, die auch unter sehr fremdbestimmten Bedingungen arbeiten mußten. Aber die waren dann damit auch nicht sonderlich glücklich, und ihrer Gesundheit wird das genauso wenig genützt haben wie in heutigen Zeiten.

Ich finde es nicht unbedingt normal, mit 35 an einem Herzinfarkt zu sterben. Dieses Schicksal trifft vor allem Männer - weil es vor allem sie sind, die sich in den Tretmühlen des beruflichen Alltages abrackern müssen. Bis vor kurzem schob man das noch auf irgendeine spezielle männliche Veranlagung, aber seit man festgestellt hat, daß unter weiblichen Führungskräften die Herzinfarkt-Quote ebenfalls erhöht ist, kann man ziemlich sicher davon ausgehen, daß der unnatürliche Streß des Berufslebens daran schuld ist.

Das ist ja auch der Grund, wieso viele Frauen so gern Hausfrauen sein möchten. Da können sie sich nämlich vieles weitgehend selbst einteilen. Da kann man morgens mal etwas länger im Bett liegen bleiben, wenn man schlecht geschlafen hat und morgens deshalb sehr müde ist. Da kann man tagsüber schon mal einfach einen Spaziergang machen, wenn einem danach ist.

Im Berufsleben geht das oft nicht so einfach. Da muß man immer ran, egal wie man sich gerade fühlt und wie man gerade drauf ist. Ich habe im Moment das Glück, auf Gleitzeit arbeiten zu können. Es gibt zwar auch eine Kernzeit, aber das interessiert kaum jemanden. Hier gab es mal einen Kollegen, der grundsätzlich nur nachts gearbeitet hat. Das war auch gar kein Problem.

Leider ist das aber nur selten so. Meine Partnerin beispielsweise hat offiziell auch Gleitzeit. Tatsächlich bringt ihr das aber so gut wie nichts. Es wird streng auf Einhaltung der Kernzeit geachtet, obendrein muß sie sich ständig mit einer Kollegin absprechen, wenn sie z.B. mal früher gehen möchte.

Früher habe ich mal in einer Fabrik gearbeitet. Die Arbeit war körperlich sehr anstrengend, und in der Hauptsaison wurde 48 Stunden pro Woche gearbeitet. Montag bis Donnerstag 10 Stunden und am Freitag dann nochmal 8. Am Freitag hatte ich dann immer starke Schmerzen in den Handgelenken. Manchmal, wenn es ganz dick kam, wurde zusätzlich noch am Sonnabend eine Sonderschicht eingelegt. Dann reichte der Sonntag nicht mehr aus, um die Handgelenke wieder zu regenerieren. Nach so einer 6-Tage-Woche dauerte es dann immer Wochen, bis die Schmerzen dann irgendwann an einem Wochenende wieder ganz verschwanden.

Wenn man solche Symptome hat, oder eben auch Herz- oder Kreislauf-Probleme durch zu hohen beruflichen Streß, dann ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, daß die Arbeitsbedingungen absolut unnatürlich und dadurch eben so ungesund sind. Und da heute mehr Männer als Frauen davon betroffen sind, liegt die Lebenserwartung der Männer heute auch niedriger als die der Frauen.

Freundliche Grüße
von Garfield


Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Tuesday, 17.02.2004, 19:49 (vor 8024 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Garfield am 17. Februar 2004 13:46:14:

Hi, Garfield,

private Abstimmungen sind immer sehr schwer zu treffen, ich sehe das jetzt, wo ich verzweifelt nach Mitfahrgelegenheiten suche: Das kommt alles hinten und vorne mit den Terminen nicht hin, ich kriege keinen, mit dem ich mitfahren kann, weil das mit den Terminen einfach nicht hinhaut.

Deswegen mit den fünf Müttern, dass das da nicht klappt, erscheint mir ziemlich logisch.

Aber es ist ja nicht ganz so, wie Du schreibst: Viele Kindergärten gehen ja heute schon auf Eltern (despektive: Mütter;-))initiativen zurück. Sie versuchen es also doch schon, die Mütter und die Eltern. Es gibt nur für so was sehr strenge Vorschriften, das ist nicht so einfach hier in D, wo alles genau geregelt werden muss. Das fängt mit dem Gebäude an und hört mit der Vollzeiterzieherin, die einen Abschluss als Erzieherin haben muss ,auf.

Bis jetzt kenne ich kaum MÄnner, die bereit sind, eine Weile aus dem Beruf auszusteigen und ihre Karriere derart in den Hintergrund drängen zu lassen. Es wird auch von der Gesellschaft weniger akzeptiert und es wird dem Mann ,der das will, auch schwerer gemacht (inkl. Wiedereinstieg und Teilzeittätigkeit), weil es eben kaum genutzt wird. Und die MÄnner sind ja damit grösstenteils ganz zufrieden, sonst würden sie ja für mehr Teilzeitarbeitsplätze demonstrieren. Tun sie aber nicht. Mütter-Demos für mer Kindergartenplätze gab es aber schon!

Gerade wenn viele Frauen Vollzeit arbeiten wollen, wird die Abstimmung immer schwieriger, denn die Betriebe wollen dann auch jemanden, der absolut flexibel ist und der nicht gleich zusammenbricht, wenn da irgendwas nicht so läuft.

Männer können rein rechtlich betrachtet auch in den Erziehungsurlaub. Rein rechtlich betrachtet können sie auch Teilzeitstellen besetzen. Aber sie tun es nicht. Und sie wollen es auch nicht. Weshalb nicht? Vielleicht, weil sie wissen, dass das einen Karriere-Knick bedeutet, der sie für immer in gewisser Weise abhängig macht von ihrem Partner?

Ich schrieb nie über das Mutterschaftsgeld. Das war gar nicht mein Thema!

Auserdem wird das Mutterschaftsgeld nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, sondern aus Steuermitteln. Du bist nicht mehr auf dem neuesten Stand, Garfield!;-)

Ich halte nicht viel vom Egoismus-Vorwurf. Es kann sehr viel weniger egoistisch sein, kein Kind zu bekommen (z. B., weil man denkt, mit einem 24-tunden-Job kann man ein Kind nicht betreuen, und man will lieber eine Sache richtig als zwei Sachen halb machen) als ein Kind zu bekommen.

Die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf ist sehr wohl ein Thema! Wäre es einfacher, hätte beispielsweise ich schon ein zehnjähriges Kind. Und bei vielen anderen, die ich kenne, ist das genauso.

Die bäuerlichen Strukturen vor der Industriellen REvolution waren nun mal anders als heute. Aber darauf kann man nicht alles schieben. In anderen Ländern klappt das mit der Vereinbarkeit von Kindern und Beruf auch besser (siehe Frankreich). Und da ist auch die Geburtenrate höher. Ich denke ,das stützt mein Argument.

Die Sache mit dem Wehr- und Zivildienst hat sich nach spätestens zwei Jahren erledigt. Der Nachteil, wegen des Frau-Seins einen Job nicht zu bekommen, nicht. Der bleibt das ganze Leben! Es sei denn, Du machst eine Geschlechtsveränderung.

Ältere Frauen haben es aber noch schwerer, Jobs zu kriegen, denn in vielen Frauenjobs wird auch das Äusserliche mitbewertet, so dass vor allem die Jugend der Wert ist, dem Tribut gezollt wird. Auch ältere Männer haben es schwerer einen Job zu finden, aber bei Frauen ist das ganz hart, vor allem bei Bürojobs.

Und viele Frauen fallen einfach aus der Arbeitslosenstatistik raus, weil sie als schwer vermittelbar gelten, eben z. B. weil sie Kinder haben und die Betreuungssituation hier so mies ist.

Es grüsst
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Manfred, Wednesday, 18.02.2004, 00:30 (vor 8024 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 17. Februar 2004 17:49:13:

Bis jetzt kenne ich kaum MÄnner, die bereit sind, eine Weile aus dem Beruf auszusteigen und ihre Karriere derart in den Hintergrund drängen zu lassen. Es wird auch von der Gesellschaft weniger akzeptiert und es wird dem Mann ,der das will, auch schwerer gemacht (inkl. Wiedereinstieg und Teilzeittätigkeit), weil es eben kaum genutzt wird. Und die MÄnner sind ja damit grösstenteils ganz zufrieden, sonst würden sie ja für mehr Teilzeitarbeitsplätze demonstrieren. Tun sie aber nicht. Mütter-Demos für mer Kindergartenplätze gab es aber schon!

Wieder so eine Sache... Ich stimme Dir schon teilweise zu, aber auch hier Vorsicht mit der Reihenfolge der Zusammenhänge. Ein mann muß nunmal bis ins Rentenalter damit rechnen, dass er im Zweifelsfall für die Familie auzukommen hat. Nicht als zubrot, nicht als Hobby oder Lust an der Karriere, es wird gesellschaftlich eingefordert, nach wie vor!

Ich möchte nicht wissen wie hoch der Prozentsatz der Frauen mit dem dummen Gesicht wäre, wenn -heute auf morgen- die Kinderbetreuung durch den Mann und das pflichtgemäße "Ernähren" der Familie durch die Frau etabliert würde.
Zuviele "emanzipierte" Frauen gehen davon aus, dass es ganz nett ist "die möglcihkeit zu haben" egal wozu, aber dden Wechsel in der innerfamiliären Rollenverteilung als lebenslange als Pflicht durchzuziehen, gefällt ihnen auch nicht. Muß es da wundern, wenn nicht alle Männer gleich Feuer und Flamme sind, die Rolle anzunehmen, die Frauen für sich als ablehnenswert entdeckt haben?

Männer können rein rechtlich betrachtet auch in den Erziehungsurlaub. Rein rechtlich betrachtet können sie auch Teilzeitstellen besetzen. Aber sie tun es nicht. Und sie wollen es auch nicht. Weshalb nicht? Vielleicht, weil sie wissen, dass das einen Karriere-Knick bedeutet, der sie für immer in gewisser Weise abhängig macht von ihrem Partner?

Zu einem Teil doch verständlich, zum andern Teil stimme ich Dir aber zu.
Es ist eine Sache beider Seiten.

Ich halte nicht viel vom Egoismus-Vorwurf. Es kann sehr viel weniger egoistisch sein, kein Kind zu bekommen...

Da hast Du meine Zustimmung auch. Es ist wieder so eine doch etwas typisch deutsche Sau, die man durchs Dorf treibt. Das Phänomen für den Universal-Sündenbock, der unbedingt her muß, immer und überall.
Ich halte es aber für irgendwo auch schäbig, wenn eine Gesellschaft kinderfeindlich im großen Stil ist, sich aber just dann bequemt umzudenken, wenn der eigene Geldbeutel im Alter in Gefahr ist.

Man darf auch nicht vergessen, dass Deutschland eines der am dichtest besidelsten Länder weltweit ist. Das Boot ist (mehr oder weniger) voll, auch ohne Ausländer. Zugegeben, keine schöne perspektive, aber unbestreitbar. Wenn nicht jetzt, dann in wenigen Generationen!
Zu glauben, man könne sich aus dem Rentendebakel kurz mal einfach so herausbumsen (sorry) hat nicht kapiert was für ein empfindliches Pflänzchen nachhaltige Familienpolitik überhaupt ist, für Gesellschaftspolitik im allgemeinen gilt das noch mehr.

Die Sache mit dem Wehr- und Zivildienst hat sich nach spätestens zwei Jahren erledigt.

Das ist natürlich Unsinn, denn die zwei Jahre bekommt mann nicht wieder zurück. Das wäre etwa so, als wäre eine Vergewaltigung nur solange zu ahnden, solange der Peiniger sein Hose noch nicht wieder angezogen hat.

Der Nachteil, wegen des Frau-Seins einen Job nicht zu bekommen, nicht. Der bleibt das ganze Leben! Es sei denn, Du machst eine Geschlechtsveränderung.

Von wegen! Da scheine ich dann wohl mehr Verständnis für Minderheiten zu haben. Tatsächlich ist eine von siebn Frauen, die ich jemals eingestellt habe eine M-->F Transsexuelle (und die beste Programmiererin die ich je gesehen habe).

Ältere Frauen haben es aber noch schwerer, Jobs zu kriegen, denn in vielen Frauenjobs wird auch das Äusserliche mitbewertet, so dass vor allem die Jugend der Wert ist, dem Tribut gezollt wird. Auch ältere Männer haben es schwerer einen Job zu finden, aber bei Frauen ist das ganz hart, vor allem bei Bürojobs.

Das ist vermutlich so, und es ist in beiden Fällen ein bedauerlicher Mißstand.

Gruß,
Manfred

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Wednesday, 18.02.2004, 11:42 (vor 8024 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Manfred am 17. Februar 2004 22:30:52:

Hi, Manfred,

Wieder so eine Sache... Ich stimme Dir schon teilweise zu, aber auch hier Vorsicht mit der Reihenfolge der Zusammenhänge. Ein mann muß nunmal bis ins Rentenalter damit rechnen, dass er im Zweifelsfall für die Familie auzukommen hat. Nicht als zubrot, nicht als Hobby oder Lust an der Karriere, es wird gesellschaftlich eingefordert, nach wie vor!
Ich möchte nicht wissen wie hoch der Prozentsatz der Frauen mit dem dummen Gesicht wäre, wenn -heute auf morgen- die Kinderbetreuung durch den Mann und das pflichtgemäße "Ernähren" der Familie durch die Frau etabliert würde.

Heutzutage kann auch eine Frau nicht mehr damit rechnen, einen Ernährer für die Familie gewonnen zu haben. De jure, ja, aber de facto? Ich weiss nicht genau, wie ich eine unabhängige Statistik bekommen könnte (die einzigen die hier wieder Statistiken führen, sind Frauenorganisationen, und die gelten bei Euch ja als parteiisch!), die aufführt, wie viele Männer den Unterhalt,den sie zahlen sollten, auch tatsächlich zahlen. Hört frau sich um, kommt sehr oft dabei raus, das die Männer wohl offenbar das ncht tun. Hört frau sich bei Mann um, wird geklagt, der Unterhalt ist viel zu hoch und es kann gar nicht gezahlt werden. Irgendwo steckt da ein Widerspruch, der sich nur durch das Phänomen "unterschiedliche Wahrnehmung desselben Sachverhalts wegen unterschiedlicher Betroffenheit" erklären lässt. An objektive Zahlen zu kommen, ist aber schwer. Hättest Du da einen Tipp (also eine Statistik, die weder von einer Frauen- noch von einer Männerorganisation erstellt wurde)?

Gehen wir aber mal davon aus, dass es Männer gibt, die im Scheidungsfall nicht zahlen (wie viele, ist ja, wie bereits beschrieben, schwer herauszubekommen!). Dann heisst das, dass man als Frau immer damit rechnen muss,entweder zur Sozialhilfeempfängerin zu werden oder irgendwann für die lieben Kleinen allein aufkommen zu müssen.

Ich glaube, dass es viele Männer und Frauen gibt, mehr als man denkt, die gerne beides möchten: Beruf und Familie. Und ich glaube, dass dies auch mit anderen Betreuungsregelungen machbar wäre. Aber die sind darum nicht bezahlbar, weil die Steuereingänge fehlen. Und die Unternehmen, die von den besser ausgebildeteten Kindern später profitieren würden, wegen höherer Produktivität und besseren Lehrlingen, sind nicht bereit, in die Ausbildung dieser Kinder zu investieren. Darum suche sie sich selbst aus, wieviel Steuern sie bezahlen. Und hier in Deutschland fehlt auch das christliche Gewissen, das in Amerika teilweise die Unternehmer zu hohen Stiftungssummen animiert. So was wie Bill Gates da gemacht hat, würde hier kein zu Reichtum gekommener Unternehmer tun. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen , z. B. IBM oder den Bertelsmann-Konzern, die sehr viel in Bildung und Ausbildung investieren.

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Man darf auch nicht vergessen, dass Deutschland eines der am dichtest besidelsten Länder weltweit ist. Das Boot ist (mehr oder weniger) voll, auch ohne Ausländer. Zugegeben, keine schöne perspektive, aber unbestreitbar. Wenn nicht jetzt, dann in wenigen Generationen!
Zu glauben, man könne sich aus dem Rentendebakel kurz mal einfach so herausbumsen (sorry) hat nicht kapiert was für ein empfindliches Pflänzchen nachhaltige Familienpolitik überhaupt ist, für Gesellschaftspolitik im allgemeinen gilt das noch mehr.

Das stimmt! Und gerade in dem Bereich gibt es politisch eine Menge zu tun, und zwar für Frauen und Männerrechte. Männer brauchen ein verbrieftes Sorge- und Umgangsrecht für die Kinder, das in jedem Fall (ausser in absoluten Ausnahmefällen, also wenn dem Kind Gefahr für Laib und Leben droht, wenn es der Mann (das muss aber auch für die Frau gelten) zu sich nimmt. Und allgemein muss dafür gesorgt werden, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser geregelt wird, wie etwa in unseren Nachbarländern Frankreich und England. Beides keine sozialistischen Länder nach ihrem Selbstverständnis überigens, nur um das nochmal zu betonen.

Nach unserem Grundgesetz verpflichtet Eigentum. Eine Tatsache, die von vielen Grossunternehmern übersehen wird. Nennst Du die Bundesrepublik deswegen einen sozialistischen Staat, weil jeder, auch ein Unternehmer, eine gesellschaftliche Verantwortung hat? In früheren Zeiten haben das Unternehmer teilweise auch selbst so gesehen. Und es gibt auch Unternehmer, die das heute noch so sehen. Leider aber viel zu wenige.

Es grüsst freundlich
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

reinecke54, Wednesday, 18.02.2004, 12:36 (vor 8024 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 18. Februar 2004 09:42:24:

Gehen wir aber mal davon aus, dass es Männer gibt, die im Scheidungsfall nicht zahlen (wie viele, ist ja, wie bereits beschrieben, schwer herauszubekommen!). Dann heisst das, dass man als Frau immer damit rechnen muss,entweder zur Sozialhilfeempfängerin zu werden oder irgendwann für die lieben Kleinen allein aufkommen zu müssen.

Da weiss ich ehrlich gesagt nicht, wie das gehen soll - dass ein Mann
den Unterhalt nicht zahlt. Die meisten Maenner sind abhaengig
beschaeftigte. Wenn der nicht am Monatsende den vollen Unterhalt
ueberweist, kann die Frau innerhalb weniger Stunden sein Gehalt
pfaenden lassen (hab ich selbst im Bekanntenkreis erlebt). Das kostet
nur ein Fingerschnippen.

Ich glaube, dass es viele Männer und Frauen gibt, mehr als man denkt, die gerne beides möchten: Beruf und Familie. Und ich glaube, dass dies auch mit anderen Betreuungsregelungen machbar wäre. Aber die sind darum nicht bezahlbar, weil die Steuereingänge fehlen. Und die Unternehmen, die von den besser ausgebildeteten Kindern später profitieren würden, wegen höherer Produktivität und besseren Lehrlingen, sind nicht bereit, in die Ausbildung dieser Kinder zu investieren. Darum suche sie sich selbst aus, wieviel Steuern sie bezahlen.

Also, so einfach ist das nicht: sich auszusuchen, wieviel Steuern
man zahlt. Aber in der Tat koennten zumindest groessere Firmen
Kinderbetreuung fuer ihre Mitarbeiter organisieren - die Kosten
koennte man locker bei Roland Berger einsparen ;-).

Und gerade in dem Bereich gibt es politisch eine Menge zu tun, und zwar für Frauen und Männerrechte. Männer brauchen ein verbrieftes Sorge- und Umgangsrecht für die Kinder, das in jedem Fall (ausser in absoluten Ausnahmefällen, also wenn dem Kind Gefahr für Leib und Leben droht, wenn es der Mann (das muss aber auch für die Frau gelten) zu sich nimmt. Und allgemein muss dafür gesorgt werden, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser geregelt wird, wie etwa in unseren Nachbarländern Frankreich und England.

Richtig! Es ist immer gut, auch ueber den Tellerrand zu schauen statt
im eigenen Provinzialismus zu versauern. Obwohl ich laengere Zeit
in den USA gelebt & gearbeitet habe, weiss ich nicht, wie da die
Kinderbetreuung organisiert war. Jedenfalls waren die (wenigen)
Kolleginnen schon wenige Monate nach der Geburt wieder am Job.
Es koennte also auch sinnvoll sein, sich Anregungen aus den USA
zu holen. Es muss ja nicht nur Europa sein.

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Garfield, Thursday, 19.02.2004, 12:58 (vor 8023 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 17. Februar 2004 17:49:13:

Hallo Emmalein!

Ja, es wäre sicher nicht für alle Mütter möglich, so eine gegenseitige Kinderbetreuung zu organisieren. Aber so schwer ist das auch wieder nicht. Ich hatte mal einen Arbeitskollegen, der jeden Tag 10 Stunden gearbeitet hat und am Mittwoch grundsätzlich nicht gekommen ist. Das hatte er so mit dem Chef abgesprochen, und er ist so trotz 4-Tage-Woche auf seine 40 Wochenstunden gekommen. Das war gar kein Problem. Eine Kollegin von mir arbeitet nur 30 Stunden pro Woche. Das hat sie auch so mit dem Chef abgesprochen, und das funktioniert. Okay - es gibt Unternehmen, die das so nicht mitmachen, aber auch da ist man Frauen gegenüber im Allgemeinen entgegenkommender als Männern gegenüber. Zum einen gilt es als "politisch korrekt", Mütter zu unterstützen, und zum anderen ist es für das Unternehmen besser, wenn eine Mutter kürzer arbeitet als wenn sie Mutterschafts- und Erziehungsurlaub in voller Länge nimmt, mit den schon erwähnten für das Unternehmen negativen Folgen.

"Bis jetzt kenne ich kaum MÄnner, die bereit sind, eine Weile aus dem Beruf auszusteigen und ihre Karriere derart in den Hintergrund drängen zu lassen. Es wird auch von der Gesellschaft weniger akzeptiert und es wird dem Mann ,der das will, auch schwerer gemacht (inkl. Wiedereinstieg und Teilzeittätigkeit), weil es eben kaum genutzt wird. Und die MÄnner sind ja damit grösstenteils ganz zufrieden, sonst würden sie ja für mehr Teilzeitarbeitsplätze demonstrieren."

Es gibt durchaus Männer, die sich dafür einsetzen!

Das Problem besteht aber auch darin - wie du ja auch schon angedeutet hast - daß Väter, die zur Kinderbetreuung aus dem Berufsleben aussteigen, dann später beim Wiedereinstieg bei weitem nicht dieselbe Unterstützung bekommen wie Mütter in dieser Situation. Wiedereingliederungs-Maßnahmen des Arbeitsamtes gelten z.B. üblicherweise nur für Frauen. Vor kurzem hat doch mal ein Vater ein Buch über seine diesbezüglichen negativen Erfahrungen veröffentlicht.

"Gerade wenn viele Frauen Vollzeit arbeiten wollen, wird die Abstimmung immer schwieriger, denn die Betriebe wollen dann auch jemanden, der absolut flexibel ist und der nicht gleich zusammenbricht, wenn da irgendwas nicht so läuft."

Ja, aber in der momentanen Situation sehen es viele Unternehmen gar nicht so ungern, wenn Mitarbeiter kürzer arbeiten möchten (natürlich gegen entsprechend geringere Bezahlung). Oft sieht die Auftragslage nicht so rosig aus, man hofft aber auf baldige Besserung und möchte die gut eingearbeiteten Mitarbeiter, deren Zahl häufig sowieso schon durch Entlassungen kräftig reduziert wurde, nicht rauswerfen. Manche Unternehmen verbieten ihren Mitarbeitern deshalb mittlerweile auch schon Überstunden.

Das eigentliche Problem dabei sehe ich ganz woanders: Nehmen wir mal an, die Forderung nach besseren Kinderbetreuungsmöglichkeiten würde jetzt voll erfüllt werden. Und obendrein wären Kinderkrippen und Kindergärten für die Eltern auch noch kostenlos. Theoretisch könnten dann alle Mütter und Väter sofort auf Vollzeit arbeiten gehen. Praktisch könnten sie das aber keineswegs, weil es dafür gar nicht genügend Erwerbsmöglichkeiten gibt! Wir haben ja schon über 4,5 Millionen Arbeitslose im Land.

"Und sie wollen es auch nicht. Weshalb nicht? Vielleicht, weil sie wissen, dass das einen Karriere-Knick bedeutet, der sie für immer in gewisser Weise abhängig macht von ihrem Partner?"

Ich glaube nicht, daß es dabei um Unabhängigkeit von der Partnerin geht. Ganz im Gegenteil: Jeder Mann, der klar bei Verstand ist, kann sich ausrechnen, was ihm blüht, wenn seine nur auf Teilzeit oder gar nicht beruflich tätige Ehefrau sich von ihm scheiden läßt. Je mehr er dann verdient, und je geringer ihr Einkommen in der Ehe war, umso mehr darf er zahlen.

Es ist eben so, daß Väter da immer noch weitaus mehr Hindernisse im Weg haben. Sie werden als Erziehungs-Urlauber gesellschaftlich und häufig auch von ihren Partnerinnen weniger akzeptiert, die Unternehmen, für die sie tätig sind, zeigen weniger Verständnis, sie bekommen bei der Rückkehr ins Berufsleben nicht dieselben Wiedereingliederungshilfen wie Mütter, im Falle einer Trennung sorgt ihr dann geringeres Einkommen häufig dafür, daß die Kinder erst recht der Mutter zugesprochen werden und sie müssen dann zusehen, wovon sie die Unterhaltszahlungen leisten usw.

"Ich schrieb nie über das Mutterschaftsgeld."

In diesem Thread nicht. Aber in einem anderen Beitrag hast du mal eine Erhöhung des Mutterschaftsgeldes gefordert, oder verwechsele ich dich da jetzt mit jemand anderem? (Ich hab leider keine Zeit, um im Archiv nachzusehen.)

"Auserdem wird das Mutterschaftsgeld nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, sondern aus Steuermitteln."

Das macht im Endeffekt keinen sehr großen Unterschied. Als die Krankenkassen es noch zahlten, wurde es von den Menschen finanziert, die gesetzlich pflichtversichert sind. Jetzt wird es praktisch von den Menschen finanziert, die ihre Steuerbelastung nicht z.B. über Preise auf andere abwälzen können. In beiden Fällen ist fast dieselbe Bevölkerungsgruppe betroffen.

"Ich halte nicht viel vom Egoismus-Vorwurf. Es kann sehr viel weniger egoistisch sein, kein Kind zu bekommen"

Das sehe ich prinzipiell auch so. Man muß dabei aber auch sehen, daß jeder Mensch mehr oder weniger egoistisch veranlagt ist. Das ist bis zu einem gewissen Grade völlig normal. Wenn es heute aber um Selbstverwirklichung von Frauen geht, wird dieses Normalmaß häufig überschritten. Manchmal ist es eben sinnvoll, seinen eigenen Egoismus zurückzunehmen und zugunsten anderer auch mal zurück zu stecken. In früheren Zeiten wurden die meisten Menschen durch ungünstige Lebensumstände ständig dazu gezwungen, was auch nicht immer positiv war. Ich habe so das Gefühl, daß das heute hierzulande ins Gegenteil umgeschlagen ist. Aber eben nur für Frauen, weil Frauen nämlich nur dann unbeschränkte Entfaltungsmöglichkeiten haben, solange sie ihnen lästige Tätigkeiten an Männer delegieren können, die sie dann klaglos erledigen.

"Die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf ist sehr wohl ein Thema! Wäre es einfacher, hätte beispielsweise ich schon ein zehnjähriges Kind. Und bei vielen anderen, die ich kenne, ist das genauso."

Ja, es ist ein Thema, aber nur eines von mehreren. In der DDR gab es ja sehr gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Auch jetzt noch soll es in der Hinsicht im Osten besser aussehen als im Westen. Es war auch nicht so, daß nach der Wiedervereinigung sofort sämtliche Kindergärten und -krippen im Osten geschlossen wurden.

Trotzdem gab es schon sehr bald nach der Wiedervereinigung einen deutlichen Geburtenrückgang. Die Pille gab es schon zu DDR-Zeiten - die war also definitiv nicht daran schuld. Ganz offensichtlich gab es dafür nur eine wesentliche Ursache: Daß viele Menschen sich angesichts der schnell steigenden Arbeitslosigkeit im Osten plötzlich sehr unsicher fühlten und deshalb keine Kinder mehr in die Welt setzen wollten.

"Die Sache mit dem Wehr- und Zivildienst hat sich nach spätestens zwei Jahren erledigt."

Wie kommst du darauf? Wer sich für Wehrdienst entscheidet, hat heute gute Chancen, überhaupt nicht mehr eingezogen zu werden. Das bedeutet dann aber auch, daß er ca. 10 Jahre lang damit rechnen muß, seinen Einberufungsbefehl zu bekommen, und daß natürlich auch die Unternehmen, bei denen er sich bewirbt, damit rechnen. Zwar kann man auch beantragen, sofort eingezogen zu werden, aber ich glaube, daß das auch nicht immer so einfach klappt. Man muß das wohl schon begründen können (z.B. mit einem Studium, das man nicht für den Wehrdienst unterbrechen möchte), denn sonst könnten ja sämtliche Wehrpflichtige solche Anträge stellen, und da die Bundeswehr soviel Rekruten auf einmal aber gar nicht benötigt, wäre es ganz und gar unmöglich, alle diese Anträge positiv zu beantworten.

Wer sich für Zivildienst entscheidet, ist damit auch nicht unbedingt aus dem Schneider. Da gab es nämlich in der letzten Zeit ab und zu Einstellungsstopps. Dann steht mann da auch in der Warteschleife und ist währenddessen bei Bewerbungen benachteiligt.

Und dann bleibt noch der massive Nachteil, daß mann allein durch Wehr- oder Zivildienst ja auch wieder Zeit verschwendet, die mann anderweitig weit sinnvoller nutzen könnte.

"Der Nachteil, wegen des Frau-Seins einen Job nicht zu bekommen, nicht. Der bleibt das ganze Leben!"

Eben nicht. Ab etwa Ende 30 kann man mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß eine Frau keine Kinder mehr bekommen wird. Vor allem, wenn sie schon welche hat. Außerdem ist es vor allem bei größeren Unternehmen, die oft sehr auf ihr Prestige achten, häufig nicht üblich, Frauen nicht einzustellen, weil sie eventuell schwanger werden könnten. Und im Öffentlichen Dienst werden Frauen sogar bevorzugt eingestellt. Da werden nur Männer aufgrund ihres Geschlechts abgelehnt.

"Es sei denn, Du machst eine Geschlechtsveränderung."

Ich fürchte, damit erhöht man die Chancen für einen neuen Job nicht unbedingt...

"Ältere Frauen haben es aber noch schwerer, Jobs zu kriegen, denn in vielen Frauenjobs wird auch das Äusserliche mitbewertet, so dass vor allem die Jugend der Wert ist, dem Tribut gezollt wird. Auch ältere Männer haben es schwerer einen Job zu finden, aber bei Frauen ist das ganz hart, vor allem bei Bürojobs."

Das stimmt so nicht immer. Es gibt Bereiche, in denen man vor allem "junge, dynamische" Mitarbeiter sucht, aber das sind meist Bereiche, die mit Kundenbetreuung zu tun haben, und zwar dermaßen, daß diese Mitarbeiter mit den Kunden direkten Kontakt haben (also nicht nur per Telefon oder Mail). Ansonsten spielt das Aussehen auch bei Frauen und auch bei Bürojobs keine Rolle. Ich kenne mehrere Frauen in den 50ern, die z.B. als Buchhalterinnen arbeiten und oft auch sehr gut verdienen. Deren Chefs ist ihr Aussehen völlig wurscht. Umgekehrt habe ich auch schon von genügend Fällen gehört, in denen junge, attraktive Frauen vom Chef kritisiert wurden, weil sie am Arbeitsplatz zu knappe Kleidung trugen.

Es ist generell für ältere Menschen schwerer, einen neuen Job zu finden, wenn sie denn mal arbeitslos werden. Vor allem in Berufen, die körperlich anspruchsvoll sind. Aber diese Berufe sind üblicherweise Männer-Domänen. Trotzdem gibt es spezielle Aktionen des Arbeitsamtes für ältere arbeitslose Frauen, während ich noch von keiner solchen Aktion für ältere, arbeitslose Männer gehört habe.

Das war auch im Osten nach der Wiedervereinigung ein großes Problem. Damals wurde ja innerhalb weniger Jahre fast die gesamte DDR-Wirtschaft stillgelegt. Fast sämtliche Arbeiter und Angestellten im Osten sind in der Zeit arbeitslos geworden. Während die Jüngeren teilweise wieder neue Jobs fanden, wollte die Älteren niemand mehr haben. Weil sie als weniger leistungsfähig galten. Flugs starteten die Arbeitsämter im Osten eine Aktion zur Wiedereingliederung arbeitsloser älterer Frauen ins Berufsleben. Um ältere männliche Arbeitslose kümmerte sich natürlich niemand, obwohl die bei der Jobsuche genau dieselben Probleme hatten. Ein arbeitsloser Mann in den 50ern hat damals einen Leserbrief an eine Regionalzeitung im Raum Rostock geschrieben, der auch veröffentlicht wurde und mit dem Satz "Männer haben keine Lobby" endete. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

"Und viele Frauen fallen einfach aus der Arbeitslosenstatistik raus, weil sie als schwer vermittelbar gelten, eben z. B. weil sie Kinder haben und die Betreuungssituation hier so mies ist."

Ja, aber z.B. die überwiegend männlichen Obdachlosen werden üblicherweise auch nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik erfaßt.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Thursday, 19.02.2004, 13:58 (vor 8023 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Garfield am 19. Februar 2004 10:58:05:

Hi, Garfield,

Ja, es wäre sicher nicht für alle Mütter möglich, so eine gegenseitige Kinderbetreuung zu organisieren. Aber so schwer ist das auch wieder nicht. Ich hatte mal einen Arbeitskollegen, der jeden Tag 10 Stunden gearbeitet hat und am Mittwoch grundsätzlich nicht gekommen ist. Das hatte er so mit dem Chef abgesprochen, und er ist so trotz 4-Tage-Woche auf seine 40 Wochenstunden gekommen. Das war gar kein Problem. Eine Kollegin von mir arbeitet nur 30 Stunden pro Woche. Das hat sie auch so mit dem Chef abgesprochen, und das funktioniert. Okay - es gibt Unternehmen, die das so nicht mitmachen, aber auch da ist man Frauen gegenüber im Allgemeinen entgegenkommender als Männern gegenüber. Zum einen gilt es als "politisch korrekt", Mütter zu unterstützen, und zum anderen ist es für das Unternehmen besser, wenn eine Mutter kürzer arbeitet als wenn sie Mutterschafts- und Erziehungsurlaub in voller Länge nimmt, mit den schon erwähnten für das Unternehmen negativen Folgen.

Dass dies in den seltensten Fällen klappt, zeigt sich ja schon daran, dass es sehr selten stattfindet. Es geht, in Einzelfällen, ist aber keine Lösung für das gesamtgesellschaftliche Problem. Viele andere Staaten um uns herum haben das auch schon erkannt. Wir sind einer der ganz,ganz wenigen Staaten ohne flächendeckendes Ganztagsschulangebot in Europa!

Es gibt durchaus Männer, die sich dafür einsetzen!
Das Problem besteht aber auch darin - wie du ja auch schon angedeutet hast - daß Väter, die zur Kinderbetreuung aus dem Berufsleben aussteigen, dann später beim Wiedereinstieg bei weitem nicht dieselbe Unterstützung bekommen wie Mütter in dieser Situation. Wiedereingliederungs-Maßnahmen des Arbeitsamtes gelten z.B. üblicherweise nur für Frauen. Vor kurzem hat doch mal ein Vater ein Buch über seine diesbezüglichen negativen Erfahrungen veröffentlicht.

Hm, die scheinen aber eher eine verschwindend geringe Minderheit zu sein. Ich hatte von denen z. B. noch nichts gehört. Kannst du mir da eine Organisation oder eine Demo nennen, die da stattgefunden hat? Und wenn Frauen Bücher über ihren Wiedereinstieg veröffentlichen würden, stünde da mit Sicherheit auch nicht nur eitel Sonnenschein drin. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Das wirst Du sicherlich selbst wissen.

"Gerade wenn viele Frauen Vollzeit arbeiten wollen, wird die Abstimmung immer schwieriger, denn die Betriebe wollen dann auch jemanden, der absolut flexibel ist und der nicht gleich zusammenbricht, wenn da irgendwas nicht so läuft."

Ja, aber in der momentanen Situation sehen es viele Unternehmen gar nicht so ungern, wenn Mitarbeiter kürzer arbeiten möchten (natürlich gegen entsprechend geringere Bezahlung). Oft sieht die Auftragslage nicht so rosig aus, man hofft aber auf baldige Besserung und möchte die gut eingearbeiteten Mitarbeiter, deren Zahl häufig sowieso schon durch Entlassungen kräftig reduziert wurde, nicht rauswerfen.

Tja, aber dabei geht es nicht darum, die Arbeitszeit so zu verteilen, dass das für Frauen vorteilhaft wäre (sprich: Sie im jetztigen System nur noch nachmittags arbeiten zu lassen ,weil es ja keine Ganztagsschulen gibt), sondern darum, die Arbeit stärker nach den Wünschen der Unternehmen zu gestalten (sprich: Dann griffbereit zu sein, wenn der Unternehmer seine Leute braucht). Dagegen ist ja prinzipiell auch nichts zu sagen. Aber daraus dann ableiten zu wollen, dass die Situation für frauenfördernde Massnahmen besonders günstig ist, ist kurzsichtig. Frauenfördernde Massnahmen für die Vereinbarkeit von KInd und Karriere hatten immer besonders grosse Chancen, wenn ARbeitskräfte FEHLTEN, nicht wenn man schon genug hat. Ich befürchte, dass deswegen trotz PISA-Ergebnis Verbesserungen hinsichtlich der Ausstattung der Bundesrepublik mit Ganztagsschulen und mit Grundschulen mit festen Zeiten noch lange auf sich warten lassen wird. Die Begründung wird sein: Es ist kein Geld da. (Dass das Geld für andere Ding allerdings da ist, wird verschwiegen werden.)

Das eigentliche Problem dabei sehe ich ganz woanders: Nehmen wir mal an, die Forderung nach besseren Kinderbetreuungsmöglichkeiten würde jetzt voll erfüllt werden. Und obendrein wären Kinderkrippen und Kindergärten für die Eltern auch noch kostenlos. Theoretisch könnten dann alle Mütter und Väter sofort auf Vollzeit arbeiten gehen. Praktisch könnten sie das aber keineswegs, weil es dafür gar nicht genügend Erwerbsmöglichkeiten gibt! Wir haben ja schon über 4,5 Millionen Arbeitslose im Land.

So, so, Emanzipation also nur, wenn es den Leuten gut geht! Toll, Deine Einstellung! Frauen sollen in wirtschaftlich schlechten Zeiten mal wieder schön zurück an den Herd. Typisch Masku! Tu Dich mit Clement zusammen, Ihr wärt ein tolles Gespann!

"Und sie wollen es auch nicht. Weshalb nicht? Vielleicht, weil sie wissen, dass das einen Karriere-Knick bedeutet, der sie für immer in gewisser Weise abhängig macht von ihrem Partner?"
Ich glaube nicht, daß es dabei um Unabhängigkeit von der Partnerin geht. Ganz im Gegenteil: Jeder Mann, der klar bei Verstand ist, kann sich ausrechnen, was ihm blüht, wenn seine nur auf Teilzeit oder gar nicht beruflich tätige Ehefrau sich von ihm scheiden läßt. Je mehr er dann verdient, und je geringer ihr Einkommen in der Ehe war, umso mehr darf er zahlen.

Es ging doch um etwas ganz anderes : Nämlich darum, warum MÄnner in den allerseltensten Fällen Erziehungsurlaub nehmen. Hast Du mich da missverstanden?

In diesem Thread nicht. Aber in einem anderen Beitrag hast du mal eine Erhöhung des Mutterschaftsgeldes gefordert, oder verwechsele ich dich da jetzt mit jemand anderem? (Ich hab leider keine Zeit, um im Archiv nachzusehen.)

Du musst mich verwechselt haben. Ich habe NIE über Mutterschaftsgeld geschrieben, das war nie mein Thema. Ich bin das Emmalein, das gerne für eine bessere Vereinbarkeit von KInd und Karriere wirbt, nicht die Frau, die die Frauen zurück an den Herd schicken möchte mit Mutterschaftsgeld etc.

Das sehe ich prinzipiell auch so. Man muß dabei aber auch sehen, daß jeder Mensch mehr oder weniger egoistisch veranlagt ist. Das ist bis zu einem gewissen Grade völlig normal. Wenn es heute aber um Selbstverwirklichung von Frauen geht, wird dieses Normalmaß häufig überschritten.

Und bei Männern, die aus Bequemlichkeit oder Wunsch nach tollem, ungebundenen Leben keine Kinder haben, ist der Egoismus-Vorwurf in Deinen Augen unangebracht? Nimm Deine parteiische Brille ab, Garfield, sie vernebelt Deine Sicht!

Bei der DDR wurden Kinderbetreuungsmöglichkeiten schon sofort nach der Wiedervereinigung massivst abgebaut. Die Lage da ist noch besser als in Westdeutschland, ja, aber im Vergleich zu ZUVOR ist sie mit der Vereinigung schlagartig saumässig mies geworden. Deswegen haben viele Frauen dann die Konsequenzen gezogen. Zusätzlich waren Frauen von den Entlassungen viel stärker betroffen als Männer!

>Wie kommst du darauf? Wer sich für Wehrdienst entscheidet, hat heute gute Chancen, überhaupt nicht mehr eingezogen zu werden. Das bedeutet dann aber auch, daß er ca. 10 Jahre lang damit rechnen muß, seinen Einberufungsbefehl zu bekommen, und daß natürlich auch die Unternehmen, bei denen er sich bewirbt, damit rechnen.

Aber es gibt eine Menge Ausnahemregelungen ,weswegen ein Mann in einer bestimmten Situation nicht eingezogen werden darf: Er ist im Studium, er ist in der Lehre etc. Ich kenne genug Männer, die so argumentiert haben und dann damit durchkamen. Die 10 Jahre müssen nicht ungenutzt verstreichen! Viele Männer, die ich kenne, haben nach der Lehre erst ihren Wehrdienst abgeleistet.

>Wer sich für Zivildienst entscheidet, ist damit auch nicht unbedingt aus dem Schneider. Da gab es nämlich in der letzten Zeit ab und zu Einstellungsstopps. Dann steht mann da auch in der Warteschleife und ist währenddessen bei Bewerbungen benachteiligt.

Und dann bleibt noch der massive Nachteil, daß mann allein durch Wehr- oder Zivildienst ja auch wieder Zeit verschwendet, die mann anderweitig weit sinnvoller nutzen könnte.

Da kommt es wieder darauf an, was Du aus Deiner Zivildienststelle machst. Du kannst sie z. B. wenn Du Pädagoge wirst, für praktische pädagogische Arbeit nutzen. Du kannst sie, wenn Du Arzt wirst, für Arbeit in Krankenhäusern nutzen. Du kannst in Non-Profit-Organisationen Erfahrungen im Fundraising usw. machen, wenn Du Wirtschaft studieren oder etwas Kaufmännisches lernen willst. Es muss kein Nachteil sein und keine verlorene Zeit.

"Der Nachteil, wegen des Frau-Seins einen Job nicht zu bekommen, nicht. Der bleibt das ganze Leben!"

Eben nicht. Ab etwa Ende 30 kann man mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß eine Frau keine Kinder mehr bekommen wird. Vor allem, wenn sie schon welche hat.

Ja, aber dann kommen die Fragen: Ich sehe sie haben Kinder, wer betreut die,wenn die mal krank sind? Wenn die Antwort dem Unternehmer nicht gefällt, kriegt die Frau keine Stelle. Diesen Fragen muss sich kein Mann stellen, egal, wie alt das Kind ist!

Es gibt mehr Frauen mit Kindern, die aus der Statistik rausfallen als Obdachlose (Gottseidank). Und Obdachlose sind zwar zum überwiegenden Teil Männer, aber nicht ausschliesslich.

Es grüsst
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Garfield, Thursday, 19.02.2004, 15:59 (vor 8022 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 19. Februar 2004 11:58:05:

Hallo Emmalein!

"Dass dies in den seltensten Fällen klappt, zeigt sich ja schon daran, dass es sehr selten stattfindet."

Wenn etwas selten stattfindet, heißt das nicht, daß es nicht möglich ist! Jemand hier im Forum schrieb zu dem Thema mal, daß seine Ex-Frau mit anderen Frauen auch so eine wechselseitige Kinderbetreuung organisiert hatte. Den so erzeugten zusätzlichen zeitlichen Freiraum hat sie dann aber nicht dazu verwendet, um arbeiten zu gehen, sondern für Einkaufs-Touren und andere Freizeitaktivitäten...

"Wir sind einer der ganz,ganz wenigen Staaten ohne flächendeckendes Ganztagsschulangebot in Europa!"

Angeblich soll sich das ja nun ändern.

"Hm, die scheinen aber eher eine verschwindend geringe Minderheit zu sein. Ich hatte von denen z. B. noch nichts gehört."

Dann solltest du öfter mal z.B. das Rote Männer Info lesen! Hier im Forum wurde auch schon Werbung für eine Aktion von Männern gegen Arbeitszeitverlängerung gemacht. Diese Aktion wurde u.a. damit begründet, daß sich auch Männer mehr Zeit für ihre Familien wünschen und Arbeitszeitverlängerungen aber das genaue Gegenteil bedeuten.

"Kannst du mir da eine Organisation oder eine Demo nennen, die da stattgefunden hat?"

Nein. Das liegt aber vor allem daran, daß die Funktion des Familienernährers nach wie vor an den Männern hängen bleibt, und zwar nicht zuletzt auch deshalb, weil ihre Partnerinnen das so wünschen.

"Und wenn Frauen Bücher über ihren Wiedereinstieg veröffentlichen würden, stünde da mit Sicherheit auch nicht nur eitel Sonnenschein drin."

Das mag sein. Es gibt immer Vor- und Nachteile. Aber Müttern wird nun einmal von der Gesellschaft weitaus mehr Unterstützung gewährt als Vätern. Das ist übrigens keine feministische Errungenschaft, sondern das war schon immer so. Schon vor Jahrhunderten kamen mildtätige Gaben vor allem Müttern, Witwen und Frauen ganz allgemein zugute, während Männer üblicherweise keine Unterstützung bekamen, und zwar auch dann nicht, wenn sie allein 10 Kinder zu ernähren hatten.

"Aber daraus dann ableiten zu wollen, dass die Situation für frauenfördernde Massnahmen besonders günstig ist, ist kurzsichtig."

Wieso frauenfördernde Maßnahmen? Es geht mir nicht um Frauen, sondern um Eltern allgemein. Und da wirkt es nun einmal positiv, wenn die Unternehmen eher bereit sind, kürzere Arbeitszeiten zu akzeptieren.

"Frauenfördernde Massnahmen für die Vereinbarkeit von KInd und Karriere hatten immer besonders grosse Chancen, wenn ARbeitskräfte FEHLTEN, nicht wenn man schon genug hat."

Das stimmt. Bei Arbeitskräftemangel sind Unternehmen eher bereit, z.B. Betriebskindergärten einzurichten oder zumindest ihren Mitarbeitern die Kindergartenkosten abzunehmen.

"Ich befürchte, dass deswegen trotz PISA-Ergebnis Verbesserungen hinsichtlich der Ausstattung der Bundesrepublik mit Ganztagsschulen und mit Grundschulen mit festen Zeiten noch lange auf sich warten lassen wird. Die Begründung wird sein: Es ist kein Geld da. (Dass das Geld für andere Ding allerdings da ist, wird verschwiegen werden.)"

Das sehe ich genauso. Dabei haben unsere Schulen Reformen dringendst nötig.

"So, so, Emanzipation also nur, wenn es den Leuten gut geht! Toll, Deine Einstellung! Frauen sollen in wirtschaftlich schlechten Zeiten mal wieder schön zurück an den Herd. Typisch Masku! Tu Dich mit Clement zusammen, Ihr wärt ein tolles Gespann!"

Was soll das denn? Emmalein, glaubst du, böse Maskulisten haben sich die über 4,5 Millionen Arbeitslosen nur ausgedacht, um Frauen so an den Herd zurück zu bringen? Diese 4,5 Millionnen Arbeitslosen gibt es wirklich. Klar sind einige darunter, die gar keinen Bock zum Arbeiten haben. Aber das Schlimmste daran ist: Diejenigen, die wirklich arbeiten wollen, haben allen Grund, diesen Gammlern sogar noch dankbar dafür zu sein, daß sie nicht auch noch mit denen um die fehlenden Erwerbsmöglichkeiten konkurrieren müssen.

Wo sollten also all die Eltern arbeiten, die durch ideale Kinderbetreuungsmöglichkeiten für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen würden?

Im Übrigen sind es gar nicht die bösen Maskulisten, die die Frauen an den Herd zwingen wollen. Nein, die Frauen scheint es schon von ganz allein an den Herd zu drängen, und zwar massenweise. Jedenfalls geben sie das regelmäßig bei Umfragen an. Das sind dann bestimmt alles Maskulistinnen, oder? :-)

"Es ging doch um etwas ganz anderes : Nämlich darum, warum MÄnner in den allerseltensten Fällen Erziehungsurlaub nehmen. Hast Du mich da missverstanden?"

Nein. Mir geht es aber darum, wieso Männer so selten Erziehungsurlaub nehmen.

"Und bei Männern, die aus Bequemlichkeit oder Wunsch nach tollem, ungebundenen Leben keine Kinder haben, ist der Egoismus-Vorwurf in Deinen Augen unangebracht?"

Das habe ich nirgends geschrieben. Sicher gibt es Männer, die keine Kinder möchten. Und die das häufig damit begründen, daß sie so weniger Verpflichtungen haben. Ob das aber wirklich immer der einzige Grund ist, möchte ich mal bezweifeln. Solange Väter im Falle einer Trennung oder Scheidung de facto nur noch das Zahlrecht haben, darf man sich nicht darüber wundern, wenn manche Männer daraus logischerweise die Konsequenz ziehen, keine Väter sein zu wollen.

"Zusätzlich waren Frauen von den Entlassungen viel stärker betroffen als Männer!"

Das stimmt so nicht. Tatsächlich ist es so, daß nahezu jeder berufstätige DDR-Bürger in den Jahren nach der Wiedervereinigung seinen Job verloren hat. Ich lebte damals im Osten, und ich kenne persönlich niemanden, der oder die den Job aus DDR-Zeiten behalten hat. Nur ein Onkel und eine Tante von mir arbeiten heute praktisch wieder im selben Job, aber auch die beiden waren zeitweilig arbeitslos, bis das Volkseigene Gut, in dem sie zu DDR-Zeiten gearbeitet haben, dann von einem großen Pharma-Konzern aufgekauft wurde, der es jetzt als Steuerabschreibungsmöglichkeit weiter betreibt.

"Aber es gibt eine Menge Ausnahemregelungen ,weswegen ein Mann in einer bestimmten Situation nicht eingezogen werden darf: Er ist im Studium, er ist in der Lehre etc. Ich kenne genug Männer, die so argumentiert haben und dann damit durchkamen. Die 10 Jahre müssen nicht ungenutzt verstreichen! Viele Männer, die ich kenne, haben nach der Lehre erst ihren Wehrdienst abgeleistet."

Ja, wenn ein Unternehmen Azubis nur als billige Arbeitskräfte betrachtet, für die man Fördergelder vom Staat kassiert und die man nach der Ausbildung eh wieder auf die Straße setzt, dann stört es natürlich nicht, wenn ein junger Mann seinen Wehr- oder Zivildienst noch nicht abgeleistet hat.

Werden aber Azubis für die spätere Übernahme gesucht, dann stört das sehr wohl. Und wenn es direkt um einen Job geht, auch. Da stellt man dann lieber Mädchen ein. Und das ist auch ein wesentlicher Grund dafür, daß männliche Jugendliche stärker von Arbeitslosigkeit betroffen sind als weibliche.

Trotzdem war es noch vor wenigen Jahren so, daß der Staat den Unternehmen für weibliche Azubis höhere Fördermittel zahlte als für männliche. Es würde mich sehr wundern, wenn das heute nicht mehr so wäre.

"Da kommt es wieder darauf an, was Du aus Deiner Zivildienststelle machst. Du kannst sie z. B. wenn Du Pädagoge wirst, für praktische pädagogische Arbeit nutzen. Du kannst sie, wenn Du Arzt wirst, für Arbeit in Krankenhäusern nutzen. Du kannst in Non-Profit-Organisationen Erfahrungen im Fundraising usw. machen, wenn Du Wirtschaft studieren oder etwas Kaufmännisches lernen willst. Es muss kein Nachteil sein und keine verlorene Zeit."

Wow - wenn Zivildienst so etwas Tolles und so förderlich für die Karriere ist, dann frage ich mich doch, wieso Frauen sich nicht darum reißen! Wieso absolvieren Frauen nicht massenhaft ein freiwilliges soziales Jahr oder fordern, daß die Wehr- bzw. Zivildienstpflicht auch auf sie ausgedehnt wird, wenn das doch so eine gute Sache ist?

"Ja, aber dann kommen die Fragen: Ich sehe sie haben Kinder, wer betreut die,wenn die mal krank sind? Wenn die Antwort dem Unternehmer nicht gefällt, kriegt die Frau keine Stelle. Diesen Fragen muss sich kein Mann stellen, egal, wie alt das Kind ist!"

Wenn mehr Männer den Erziehungsurlaub in Anspruch nehmen könnten, wäre es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie genau dieselben Handicaps haben. Die Wehrpflicht haben sie dann aber womöglich zusätzlich immer noch auf dem Hals.

Außerdem gibt es genügend Unternehmen, die es aus Prestige-Gründen gar nicht wagen, Bewerberinnen so zu behandeln.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Emmalein, Thursday, 19.02.2004, 16:40 (vor 8022 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Garfield am 19. Februar 2004 13:59:19:

Hi, Garfield,

"Wir sind einer der ganz,ganz wenigen Staaten ohne flächendeckendes Ganztagsschulangebot in Europa!"

Angeblich soll sich das ja nun ändern.

Witzig, Du glaubst unserer Regierung? Es tut mir leid, das tue ich schon lange nicht mehr. Die hat schon so viel versprochen, was sie gebrochen hat, da kann man ihr nicht mehr trauen.

Männer können genauso gut oder genauso schlecht demonstrieren wie Frauen. Da ist kein Unterschied. Wer auf Kinder aufpassen muss, kann auch nicht so gut demonstrieren. Und auch Frauen arbeiten teilweise Vollzeit.

Männer haben ebenfalls Unterstützung bekommen, durch Männerbünde, die ihnen halfen, Jobs zu kriegen, durch Arbeitsmöglichkeiten, die Frauen nicht offenstanden und durch Bildungsmöglichkeiten, die Frauen nie bekommen konnten (Studium, Lehre in vielen Zunftberufen). Dass die Witwen unterstützt wurden, lag auch daran, dass es ihnen gar nicht ERLAUBT war, zu arbeiten oder dass die Gesellschaft die arbeitenden Witwen nicht vorsah.

Kürzere Arbeitszeiten müssen nicht familienfreundlicher sein. Viele Betriebe verlangen absolute Flexibilität, auch bei Kurzzeitarbeit, das ist nicht gerade besser für Familien. Z. B. wenn dann ein Partner Wechselschicht an vier statt an fünf Tagen macht, bringt das gar nichts! Flexible Arbeitszeiten sind flexible Arbeitszeiten für die Arbeitgeber, die die Leute flexibler einsetzen wollen, nicht für Eltern, die sich bessere Vereinbarkeit von Kind und Karriere wünschen . Dagegen ist, wie ich schon sagte, auch nichts zu sagen. Aber dieses als Familienförderung darzustellen ist Zynismus pur.

NuIch sprach nicht davon, die 4,5 Mio. Arbeitslosen wegdiskutieren zu wollen, aber zu sagen, dass Frauen nur arbeiten sollen, wenn man keine Arbeitslosen hat, der trötet in Clements Horn, der Ehefrauen nur noch höchstens ein Taschengeld mit Dazuverdienen zugestehen will, und ihre Arbeitslosmeldungen nicht ernst nimmt. Damit wird ja die Ernährer-Rolle für Männer 100%ig festgeschrieben, denn dann hat die Frau, wenn sie ja mal arbeitslos geworden ist, zumindest staatlicherseits keine Chance auf Vermittlung.

Im Hochschulbereich stimmt es! Wenn es Dich wirklich interessiert, kann ich Dir einen Aufsatz zukommen lassen, von Christa Müller, die über die Situation im Erziehungswesen geschrieben hat. Männer bekamen recht schnell Wiedereinstellungen - Frauen guckten da noch länger und noch mehr in die Röhre.

Wer besser qualifiziert ist, bekommt leichter einen Ausbildungsplatz, zumindest in vielen Grossbetrieben. Mädchen haben eher das Abitur, Jungen eher den Hauptschulabschluss. Das Abitur ist eine höhere Qualifikation als der Hauptschulabschluss. Sässe ICH in einem Unternehmen mit sehr anspruchsvoller Tätigkeit (z. B. bei einem Unternehmen, das Industriekaufleute suchen würde), würde ich lieber einen Bewerber mit höherer theoretischer Qualifikation einstellen. Ob der seinen Wehrdienst abgeleistet hat oder nicht, wäre mir da eher egal. Wenn sich also eine junge Dame mit Abitur 1,0, mit den Abiturfächern Englisch, Mathematik, Geschichte und Französisch mündlich bewerben würde, würde ich die eher einstellen als einen jungen Herrn mit einem durchschnittlichen Hauptschulabschluss. Logisch?

Im Übrigen haben sich viele Menschen für ein soziales Jahr beworben, die keine Stelle bekommen haben. Das ist also gar nicht so einfach, da dran zu kommen! Deswegen bin ich ja auch gegen den Zivildienst: Es würden sich bestimmt genug Freiwillige finden, die einen solchen Dienst machen würden, und die wären besser motiviert als die Zivildienstleistenden.

"Ja, aber dann kommen die Fragen: Ich sehe sie haben Kinder, wer betreut die,wenn die mal krank sind? Wenn die Antwort dem Unternehmer nicht gefällt, kriegt die Frau keine Stelle. Diesen Fragen muss sich kein Mann stellen, egal, wie alt das Kind ist!"
Wenn mehr Männer den Erziehungsurlaub in Anspruch nehmen könnten, wäre es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie genau dieselben Handicaps haben. Die Wehrpflicht haben sie dann aber womöglich zusätzlich immer noch auf dem Hals.
Außerdem gibt es genügend Unternehmen, die es aus Prestige-Gründen gar nicht wagen, Bewerberinnen so zu behandeln.

Aber auch genügend Unternehmen, die Frauen nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch einladen, weil sie FRAUEN sind, und schwanger werden KÖNNTEN (Siehe Expatriates Posting!). Wo werden MÄNNER nicht eingestellt, weil sie MÄNNER sind, und aus keinem anderen Grund?

Sobald der Wehr- oder Zivildienst abgeleistet ist, ist er abgeleistet. Aber Frau bleibst Du ein ganzes Leben. Und bis ungefähr 40 kannst Du locker Kinder kriegen. Eingezogen werden kannst Du aber wohl offenbar nur bis Anfang 30. Und wenn Du eingezogen warst, ist die Sache vorbei. Aber nichts ist vorbei für eine Frau, wenn sie Kinder hat, weil der Arbeitgeber ja auch denkt , sie könnte noch mehr Kinder haben.

Es grüsst
das Emmalein

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Garfield, Thursday, 19.02.2004, 19:20 (vor 8022 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 19. Februar 2004 14:40:31:

Hallo Emmalein!

"Witzig, Du glaubst unserer Regierung?"

Nein, der habe ich noch nie geglaubt. Mir wurde schon in der DDR ein gesundes Mißtrauen gegen Regierende anerzogen.

"Männer können genauso gut oder genauso schlecht demonstrieren wie Frauen. Da ist kein Unterschied."

Doch, Emmalein, da gibt es zwei ganz wesentliche Unterschiede:

Erst einmal braucht man zum Demonstrieren Zeit. Wer auf Vollzeit arbeitet, hat diese Zeit zumindest von Montag und Freitag nicht. Höchstens am Wochenende kann man dann mal zu einer Demo fahren, da ist man dann aber auch froh, wenn man mal seine Ruhe hat.

Es gibt dann aber noch den zweiten, viel wesentlicheren Grund: Es gibt zwar mittlerweile schon Männerorganisationen, aber die bekommen keinerlei Unterstützung vom Staat. Frauenorganisationen dagegen bekommen jede Menge Unterstützung in jeglicher Form, und es gibt unzählige Berufsfeministinnen, die teilweise mit Steuergeldern bezahlt werden und sich über jede Gelegenheit freuen, ihre berufliche Existenzberechtigung nachzuweisen. Die haben den ganzen Tag über manchmal tatsächlich gar nichts anderes zu tun, als irgendwelche Demos oder sonstige Protestaktionen zu organisieren. Hauptberufliche Maskulisten gibt es de facto nicht, und somit gibt es in der Männerbewegung maximal noch ein paar Erwerbslose, die etwas organisieren können. Denen fehlen dann aber auch wieder die finanziellen Mittel, und sie bekommen von der Öffentlichkeit auch bei weitem nicht die Aufmerksamkeit, die die Frauenbewegung bekommt.

Tatsächlich hat es auch schon Demos von Männern gegeben, z.B. für das Recht, ihre Kinder zu sehen. Solche Demos werden von den Medien häufig ins Lächerliche gezogen. Da ist dann die Rede davon, daß da ein paar Weicheier herumjammern würden usw.

Für Frauen gilt Jammern nämlich nicht nur als legitim, sondern es ist eine uralte weibliche Strategie. Bei Männern dagegen wird alles, was irgendwie nach Jammern und Klagen klingt, von vielen Menschen grundsätzlich nicht akzeptiert. Auch das schreckt viele Männer ab, so daß sie sich dann nicht trauen, für ihre Rechte auf die Straße zu gehen. Einfach aus Angst, dann als Schlaffis und Weicheier betrachtet zu werden.

"Männer haben ebenfalls Unterstützung bekommen, durch Männerbünde, die ihnen halfen, Jobs zu kriegen,"

Es gibt Männerbünde, die Männern Jobs zuschanzen? Welche? Das ist mir ja ganz neu. Wie kommt es nur, daß ich keinen einzigen Mann kenne, der seinen Job durch irgendeinen Männerbund bekommen hat?

"durch Arbeitsmöglichkeiten, die Frauen nicht offenstanden"

Ja, z.B. im Bergbau oder überall sonst, wo körperlich schwere und/oder gefährliche Arbeiten anlagen. Merkwürdig ist nur, daß man Frauen in solchen Jobs auch heute noch kaum findet - obwohl ihnen heute alle Türen weit offen stehen...

"und durch Bildungsmöglichkeiten, die Frauen nie bekommen konnten (Studium, Lehre in vielen Zunftberufen)"

Das stimmt so auch nicht ganz. Erstmal zum Studium: Ein Studium hatte früher nicht die Bedeutung wie heute. Kinder sehr reicher Eltern haben früher in der Regel nicht studiert, sondern sie wurden durch Privatlehrer unterrichtet. Sehr arme Leute konnten es sich oft noch nicht einmal leisten, ihre Kinder auf einfache Schulen zu schicken. Ein Studium war da erst recht nicht drin. Zwischen Männern und Frauen gab es da de facto keinen Unterschied. Das betraf so meist die Mehrheit der Bevölkerung.

Studenten stammten meist aus der Mittelschicht. Das waren Leute, die nicht direkt arm waren, aber nicht reich genug, um sich Privatlehrer leisten zu können. Es hat schon im 17./18. Jahrhundert auch Frauen an Universitäten gegeben. Dorothea Erxleben (die übrigens selbst auch studiert hat) hat 1742 ein interessantes Buch darüber geschrieben, wieso Frauen nur selten studierten. Als Gründe machte sie gesellschaftliche Vorurteile aus, die von Männern und Frauen gleichermaßen ausgingen, dazu noch Neid und Mißgunst ungebildeter Frauen gegenüber ihren gebildeten Geschlechtsgenossinnen und auch die Trägheit der Frauen ihrer Zeit. Sie rief sie in ihrem Buch dazu auf, sich weniger um Mode und Kosmetik und dafür mehr um ihre Bildung zu kümmern. Da kaum Frauen diesem Aufruf gefolgt sind, blieben Frauen noch bis ins 20. Jahrhundert hinein Ausnahmen an den Universitäten.

Ganz allgemein konnte man in früheren Zeiten auch als Autodidakt in diversen Wissenschaften anerkannt werden. Es hat auch immer Männer gegeben, die nie eine Universität besucht, aber trotzdem Großes in Wissenschaft, Technik oder sonstwo geleistet haben. Heute wäre das so nicht mehr möglich. Aber heute studieren ja auch sehr viele Frauen - und trotzdem sind es nach wie vor mehrheitlich Männer, die Neues erfinden.

Zunftberufe sind auch ein gutes Stichwort. Es hat im Mittelalter Zünfte gegeben, die überhaupt nur Frauen aufnahmen. Es gab auch Zünfte, die nur Männer aufnahmen. Die meisten Zünfte nahmen aber sowohl Männer als auch Frauen auf. Üblicherweise war es so, daß Frauen die leichteren Arbeiten zugewiesen wurden und daß sie deshalb auch weniger Lohn bekamen. Auch auf dem Bau arbeiteten im Mittelalter Frauen. Sogar im Bergbau waren Frauen tätig, dann aber üblicherweise nicht unter Tage.

Wenn ein Mann Zunftmeister werden wollte, mußte er zunächst eine Ausbildung absolviert haben. Dann mußte er üblicherweise eine Aufnahmegebühr entrichten, was für die meisten Menschen schon mal eine enorme Hürde darstellte.

Eine Frau konnte das viel einfacher erreichen. Sie brauchte nur einen Zunftmeister heiraten. Dann konnte sie offiziell auch in seinem Unternehmen mitarbeiten, und wenn er starb, wurde sie automatisch Zunftmitglied. Ganz egal, welche Ausbildung sie hatte und ohne dafür irgendeine Gebühr entrichten zu müssen. Manchmal mußte sie mindestens einen ausgebildeten Gesellen beschäftigen, aber oft gab es überhaupt keine Bedingungen, sie erbte also dann automatisch alle Rechte ihres verstorbenen Mannes in der jeweiligen Zunft.

"Dass die Witwen unterstützt wurden, lag auch daran, dass es ihnen gar nicht ERLAUBT war, zu arbeiten oder dass die Gesellschaft die arbeitenden Witwen nicht vorsah."

Da weiß ich nun nicht, auf welche Zeit sich das bezieht. Meist war es nicht so. Selbstverständlich arbeiteten im Mittelalter auch Witwen, und auch verheiratete Frauen. In manchen Berufen (z.B. bei Zöllnern oder Metzgern) was es üblich, grundsätzlich Ehepaare gemeinsam zu vereidigen, weil ganz selbstverständlich davon ausgegangen wurde, daß Mann und Frau diesen Beruf gemeinsam ausüben.

Angehörige der Mittel- und Oberschicht heirateten oft zielgerichtet so, daß sich die Berufe von Mann und Frau ideal ergänzten. So kam es vor, daß ein Tuchfabrikant eine Großhändlerin heiratete, die dann seine Tücher verkaufte (oder auch umgekehrt).

In Krisenzeiten erließ man zuweilen Gesetze, durch die Frauen in der Ausübung ihrer Berufe massiv bevorzugt wurden. Beispielsweise wurden in England Schlachter zeitweilig per Gesetz dazu verpflichtet, Wolle von geschlachteten Schafen nur noch an Frauen zu verkaufen. Männer, die solche Wolle zur Ausübung ihrer Berufe benötigten, hatten das Nachsehen. Da ging man einfach davon aus, daß die sich ja einfach einen anderen Job suchen können, während man das von Frauen natürlich nicht verlangen wollte...

"Ich sprach nicht davon, die 4,5 Mio. Arbeitslosen wegdiskutieren zu wollen, aber zu sagen, dass Frauen nur arbeiten sollen, wenn man keine Arbeitslosen hat, der trötet in Clements Horn,"

Das habe ich nicht geschrieben. Es ist aber nun einmal so, daß es für die Eltern, die jetzt vielleicht wirklich wegen der schlechten Kinderbetreuungsmöglichkeiten nicht arbeiten können, de facto keine Arbeitsplätze gibt bzw. daß, wenn sie doch einen Arbeitsplatz finden, dafür dann eben jemand anderer arbeitslos bleibt. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob die Eltern männlich oder weiblich sind. Das Problem der steigenden Arbeitslosigkeit ist das große, primäre Problem, von dem die Lösung diverser anderer Probleme abhängt.

Wenn die Wirtschaft nämlich Arbeitskräfte suchen würde, dann gäbe es ganz schnell überall Betriebskindergärten. Und dann würde auf einmal auch der Staat mehr in die Kinderbetreuung investieren. Aber solange das nicht so ist, ändert sich daran nichts. Und selbst wenn man da trotzdem bessere Maßnahmen durchsetzen würde, dann würde das im Endeffekt nichts ändern. Dann könnten die Eltern halt zu Hause als Arbeitslose Stellenanzeigen suchen oder auch die Beine hochlegen, während ihre Kinder im Kindergarten sind. So sieht das nun einmal aus, ob uns das nun gefällt oder nicht.

"Wenn es Dich wirklich interessiert, kann ich Dir einen Aufsatz zukommen lassen, von Christa Müller, die über die Situation im Erziehungswesen geschrieben hat."

Ja, diesen Aufsatz fände ich interessant!

"Wer besser qualifiziert ist, bekommt leichter einen Ausbildungsplatz, zumindest in vielen Grossbetrieben. Mädchen haben eher das Abitur, Jungen eher den Hauptschulabschluss."

Da sollte man sich nun aber auch wieder fragen, woran das liegt.

"Das Abitur ist eine höhere Qualifikation als der Hauptschulabschluss."

Ja ja, das kann in Deutschland aber auch zum Problem werden. In Deutschland kann man nämlich auch überqualifiziert sein. Viele Handwerker oder sonstige Klein-Unternehmer stellen grundsätzlich nur Haupt- oder maximal noch Realschüler ein. Und die achten dann sehr wohl darauf, ob jemand noch Wehrdienst leisten muß. Da ist dann zwar kein Zuschuß zum Mutterschaftsgeld fällig, aber der Job muß auch freigehalten werden. Und das ist denen dann auch oft schon zu lästig.

"Ob der seinen Wehrdienst abgeleistet hat oder nicht, wäre mir da eher egal."

Vielen Personalchefs ist das aber nicht egal. Ich wurde danach auch schon gefragt. Und ich habe übrigens Abitur.

"Im Übrigen haben sich viele Menschen für ein soziales Jahr beworben, die keine Stelle bekommen haben. Das ist also gar nicht so einfach, da dran zu kommen! Deswegen bin ich ja auch gegen den Zivildienst: Es würden sich bestimmt genug Freiwillige finden, die einen solchen Dienst machen würden, und die wären besser motiviert als die Zivildienstleistenden."

Ja, das Problem haben Zivildienstleistende eben teilweise auch. So kommen dann die langen Wartezeiten zustande, und die damit verbundenen beruflichen Nachteile. Im übrigen sehe ich das genau wie du, nämlich daß man die Wehrpflicht und damit auch den Zivildienst abschaffen sollte. Durch das freiwillige soziale Jahr könnte der Unsinn locker ersetzt werden.

"Aber auch genügend Unternehmen, die Frauen nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch einladen, weil sie FRAUEN sind, und schwanger werden KÖNNTEN (Siehe Expatriates Posting!). Wo werden MÄNNER nicht eingestellt, weil sie MÄNNER sind, und aus keinem anderen Grund?"

Z.B. im Öffentlichen Dienst, sofern sich auch Frauen beworben haben. Es gibt auch Unternehmen mit weiblichen Chefs, die grundsätzlich nur Frauen einstellen und das auch offen sagen.

"Sobald der Wehr- oder Zivildienst abgeleistet ist, ist er abgeleistet. Aber Frau bleibst Du ein ganzes Leben. Und bis ungefähr 40 kannst Du locker Kinder kriegen."

Danach kommen aber auch immer noch 25 Jahre. Nun könnte man ja einwenden, daß eine Frau, die mit Ende 40 noch keine Berufserfahrung sammeln konnte, dann wohl auch keine Chance mehr bekommt. Aber bei Männern ist das prinzipiell auch nicht anders. Wer da mit Ende 30 noch keine Berufserfahrung hat, hat es dann auch sehr viel schwerer auf dem Arbeitsmarkt.

Außerdem gibt es ja genügend Unternehmen, die Frauen keine solchen Hindernisse in den Weg legen. Wo sind denn die Millionen arbeitslosen jungen Frauen, die keine Jobs kriegen, weil sie ja schwanger werden könnten? Ich sehe sie nirgends, Emmalein.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Odin, Friday, 20.02.2004, 18:27 (vor 8021 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Garfield am 19. Februar 2004 13:59:19:

"Kannst du mir da eine Organisation oder eine Demo nennen, die da stattgefunden hat?"
Nein. Das liegt aber vor allem daran, daß die Funktion des Familienernährers nach wie vor an den Männern hängen bleibt, und zwar nicht zuletzt auch deshalb, weil ihre Partnerinnen das so wünschen.

Das Väterradion hatte vor 2-3 Monaten eine Sendung darüber, also wäre der VafK wohl der rechte Ansprechpartner. Allerdings weiß ich aus der Mailliste, daß alle Väter, die das Sorgerecht für ihre Kinder bekamen und deren Kinder auch bei ihnen wohnen, Vollzeit arbeiten - zumindest, die dort posten. Es wird aber sicher welche geben, die nur Teilzeit arbeiten. Da müßte man mal nachfragen. Definitiv wirst Du kaum welche finden, die zuhause Hausmann sind und vom Frauenunterhalt leben. Der Fall, der da im Radio kam, war mir gänzlich unbekannt.

Kind und Karriere nur für Frauen?

Bruno, Thursday, 12.02.2004, 14:01 (vor 8030 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Beruf, Kinder und Karriere von Mic am 12. Februar 2004 10:55:40:

Ich unterstütze jede Hilfe für erziehende Frauen. Aber diese muss auch genauso für erziehende Männer gelten. Und sie darf genauso wenig für nicht erziehende Frauen wie für nicht erziehende Männer gelten. Wenn es den Verantwortlichen wirklich Ernst ist mit dem Ausgleich der durch die Erziehung entstandenen Nachteile, müssen sie die Förderung daran festmachen, ob jemand Erziehungsarbeit leistet oder nicht, unabhängig vom Geschlecht.

Es ist ungerecht, dass ein allein erziehender Mann Zwangsdienst geleistet und Erziehungszeiten hat und eine Frau, die sich freiwillig zu einem kinderlosen Lebenweg entschließt weder Zwangsdienste leistet noch Kindererziehungszeiten hat und dafür aber mit der vollen Frauenförderung belohnt wird.

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Gruß

Bruno

Re: Kind und Karriere nur für Frauen?

Emmalein, Thursday, 12.02.2004, 14:07 (vor 8030 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Kind und Karriere nur für Frauen? von Bruno am 12. Februar 2004 12:01:54:

Hi, Du,

das Problem lässt sich ja leicht beheben: Heben wir die Wehrpflicht auf!

Ist eh ein veraltetes Modell und passt nicht zu den neuen Aufgaben der Armee.

Wird ja auch schon politisch stark disktutiert.

Wenn ein Mann ein Kind alleinerzieht, profitiert er sicherlich sogar noch mehr von besseren Kinderbetreuungsmöglichkeiten, weil ihm nie die Frage gestellt werden wird, was passiert, wenn das Kind krank ist, und er deswegen einen bestimmten Job nicht bekommt, weil alleinerziehnende Männer doch eher Seltenheitswert haben.

Es grüsst

das Emmalein

Re: Kind und Karriere nur für Frauen?

Bruno, Monday, 16.02.2004, 15:02 (vor 8026 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Kind und Karriere nur für Frauen? von Emmalein am 12. Februar 2004 12:07:47:

Hallo,

das Problem lässt sich ja leicht beheben: Heben wir die Wehrpflicht auf!

...Eben. Meine Rede. Leider könne wir das nicht tun. Das muss der Gesetzgeber und die –in machen. Und die tun´s nicht

Wird ja auch schon politisch stark disktutiert.

...Ja, die Grünen versprechens vor jeder Bundestagswahl, nur um dann doch nichts zu tun. Die Diskussion über die Abschaffung der Wehrpflicht ist nichts weiter als ein Männernepp.

Wenn ein Mann ein Kind alleinerzieht, profitiert er sicherlich sogar noch mehr von besseren Kinderbetreuungsmöglichkeiten, weil ihm nie die Frage gestellt werden wird, was passiert, wenn das Kind krank ist, und er deswegen einen bestimmten Job nicht bekommt, weil alleinerziehnende Männer doch eher Seltenheitswert haben.

...fast 20% der Alleinerziehenden in Deutschland sind mittlerweile Männer, Tendenz steigend. Das sind immerhin fast eine dreiviertel Million Menschen. Du hast insofern recht, dass ihm nie die Frage danach gestellt wird, was passiert, wenn das Kind krank ist, denn um die Vereinbarkeit von Kind und Beruf interessiert sich bei erziehenden Männer niemand. Zudem ist es allgemein bekannt, dass Frauen die Erziehungspause bei Einstellungsgesprächen weniger negativ angelastet wird als Männern.

Tja, Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Gruß

Bruno

Re: Kind und Karriere nur für Frauen?

Odin, Thursday, 12.02.2004, 22:32 (vor 8029 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Kind und Karriere nur für Frauen? von Bruno am 12. Februar 2004 12:01:54:

Ich unterstütze jede Hilfe für erziehende Frauen. Aber diese muss auch genauso für erziehende Männer gelten. Und sie darf genauso wenig für nicht erziehende Frauen wie für nicht erziehende Männer gelten. Wenn es den Verantwortlichen wirklich Ernst ist mit dem Ausgleich der durch die Erziehung entstandenen Nachteile, müssen sie die Förderung daran festmachen, ob jemand Erziehungsarbeit leistet oder nicht, unabhängig vom Geschlecht.

Man darf nicht vergessen, daß es für einen Mann ein enormes Risiko bedeutet, sich zu sehr an seine Kinder zu binden. Bei einer Scheidung hast Du oft schlechte Karten, auch wenn Du Hauptbetreuer der Kinder warst. Wie man festgestellt hat, gehen viele Männer schon alleine dadurch dem Risiko aus dem Weg, indem sie von sich aus schon zurückhaltend dem Kind gegenüber sind.

Re: Beruf, Kinder und Karriere

Anti-Sexistin, Thursday, 12.02.2004, 14:06 (vor 8030 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Beruf, Kinder und Karriere von Mic am 12. Februar 2004 10:55:40:

Dass frauen durch kinder in ihrer karriere behindert werden wird schon so sein. Was also tun? Den unternehmen aus steuergeldern pr�mien zahlen? M�nner in karenz schicken? warum nicht, nur dazu w�rden frauen geh�ren die das unterst�tzen, nicht nur verbal, sondern letztlich bei so einem hausmann bleiben und ihn nicht als weichei zum teufel jagen und sich einen gut verdienenden manager suchen. Ein weiterer punkt ist, dass frauen auch die wahlfreiheit haben m�ssen KEINE karriere machen zu wollen, eher einen ruhigen job, viel kultur, seidenmalen etc.

Ich finde, es wäre eine durchaus fruchtbare privatwirtschaftliche Initiative, wenn kein Lohnausfall bei Erziehungsurlaub bestünde, da immerhin hier ein Paar den Mut hat, Kinder in die Welt zu setzen und aufzuziehen. Ein nicht vernachlässigtes Kind ist volkswirtschaftlich gesehen auch wieder eine Investition in die Gesellschaft. Gerade heute klagen ausreichend Firmen über schlechte Teamplayerqualitäten bei dem Nachwuchs und schieben das auf die berufstätige Frau, die das Kind in eine Kindergrippe gibt, um schon nach einem Jahr wieder ihren Job aufzunehmen. Wie üblich appelliert die Wirtschaft auch hier mal wieder an den Staat und den Endverbraucher, der das letztlich bezahlen soll, statt selbst mal attraktive Anreize zu schaffen. Und Gehaltsfortzahlung während des Erziehungsurlaubs (egal, ob jetzt der Mann ihn nimmt oder die Frau), wäre schon ein Anreiz. Beide Partner wären insofern auch weiterhin voneinander ökonomisch unabhängig und Geld wäre nicht mehr ein Hauptproblem in Beziehungen. Statistisch gesehen kämen solche Maßnahmen natürlich jetzt zu spät um die Veraltung und das Absterben der Bevölkerung in Deutschland bis ins Jahr 2050 zu verhindern, aber es wäre mal eine Maßnahme, um den Leuten das Kinderkriegen finanziell zu erleichtern. Das bißchen Kindergeld macht den Bock nun mal nicht fett, wenn ein volles Gehalt wegfällt, aber ein weiteres Maul gestopft werden muß.

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