Ein Stück Zeitgeist: M. Klaue über "erfreuliche Potentiale vaterloser Familien"
http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=menshealth&jahr=2004&mon=02
Zwischen allerlei Psychologisiererei über "Intentionen" und "Sehnsüchte" sowie unbelegten (aber zeitgeistkonformen) Behauptungen, scheut sich Magnus Klaue nicht, Väterrechtler mit Antisemiten zu vergleichen. Merkwürdig, dass er bislang noch nicht auf die Idee gekommen ist, vom "Mütterholocaust" zu sprechen.
Sam
Re: Ein Stück Zeitgeist: M. Klaue über "erfreuliche Potentiale vaterloser Familien"
Als Antwort auf: Ein Stück Zeitgeist: M. Klaue über "erfreuliche Potentiale vaterloser Familien" von Sam am 09. Februar 2004 13:56:41:
http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=menshealth&jahr=2004&mon=02
Zwischen allerlei Psychologisiererei über "Intentionen" und "Sehnsüchte" sowie unbelegten (aber zeitgeistkonformen) Behauptungen, scheut sich Magnus Klaue nicht, Väterrechtler mit Antisemiten zu vergleichen. Merkwürdig, dass er bislang noch nicht auf die Idee gekommen ist, vom "Mütterholocaust" zu sprechen.
Sam
so ein spinner, dieses "konkret" ist sicherlich auch ein spinnerInnenmagazin. lol
Re: Ein Stück Zeit - äh, was?
Als Antwort auf: Ein Stück Zeitgeist: M. Klaue über "erfreuliche Potentiale vaterloser Familien" von Sam am 09. Februar 2004 13:56:41:
"Wo Mitscherlich sozialpsychologisch analysiert, wie der Verlust nicht etwa des empirischen Vaters, sondern des väterlichen 'Arbeitsbildes' seit der Jahrhundertwende zusammenhängt mit autoritären Verhaltensdispositionen, mit der Sehnsucht nach einem im 'Führer' symbolisierten patriarchalen Ich-Ideal, behauptet Matussek schlicht, der schwindende Einfluß der Väter in der Familie führe zu moralischem und gesellschaftlichem Verfall. Insofern ist Matusseks Buch wie auch seine Rezeption im Umfeld von 'Väteraufbruch' ein Symptom jener historischen Entwicklung, die Mitscherlich diagnostiziert. usw. usw."
Ja, aber das ist doch wohl selbstverständlich: Nicht der auf den Schultern tragende, greifbare Vater ist es, den die Knirpse vermissen, sondern das dekonstruierte Bild von "Männlichkeit" im gesellschaftlichen Diskurs. So ein Mist, das einem poststrukturalistische Abstrakta nicht bei den Hausaufgaben helfen können. - Nein, im Ernst: Ich würde sagen, klassisches Schwanitz-Syndrom, fortgeschritteneres Stadium ...
Re: Ein Stück Zeit - äh, was?
Als Antwort auf: Re: Ein Stück Zeit - äh, was? von Andreas (der andere) am 09. Februar 2004 16:46:33:
Nein, im Ernst: Ich würde sagen, klassisches Schwanitz-Syndrom, fortgeschritteneres Stadium ...
Der Artikel enthält jedenfalls neben dem üblichen Gemansche aus psychoanalytischen Versatzstücken und feministischem Geschwätz (Ehe als "Krieg gegen Frauen und Kinder") auch eine Reihe ziemlich unverschämter Unterstellungen und Vorwürfe.
Sam
Re:
Als Antwort auf: Re: Ein Stück Zeit - äh, was? von Sam am 09. Februar 2004 17:40:06:
"Der Artikel enthält jedenfalls neben dem üblichen Gemansche aus psychoanalytischen Versatzstücken und feministischem Geschwätz (Ehe als 'Krieg gegen Frauen und Kinder') auch eine Reihe ziemlich unverschämter Unterstellungen und Vorwürfe."
Allerdings! Zudem praktiziert der Autor exakt das, was er vorgeblich bemängelt: Das Vermeiden eines Abgleichs mit empirischen Ergebnissen. Statt dessen versucht er, einen Sachverhalt aus rein theoretischer Reflexion herzuleiten, was ihn selbstverständlich zu einer herrlich einseitigen Schlußfolgerung verleitet. Nur disqualifiziert sie sich durch die Eindimensionalität ihrer Position selbst; pure Polemik. Wer einen derartig einseitigen Beitrag verfaßt, ist aber auch gegen Argumente resistent. Insofern denke ich, die Diskussion mit ihm kann man sich knicken. Vielleicht könnte man aber dem Väteraufbruch einen Hinweis geben; dann liegt es in deren Ermessen, dagegen juristisch vorzugehen.
Re:
Als Antwort auf: Re: von Andreas (der andere) am 09. Februar 2004 18:07:36:
Vielleicht könnte man aber dem Väteraufbruch einen Hinweis geben; dann liegt es in deren Ermessen, dagegen juristisch vorzugehen.
Brauchst Du nicht mehr