Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Solche Frauen braucht das Land

Der Bachelor, Sunday, 08.02.2004, 00:04 (vor 8034 Tagen)

Christine Licci ist die einzige Frau Deutschlands an der Spitze eines Finanzinstituts - der Düsseldorfer Citibank Privatkunden & Co. KGaA. Und das mit großem Erfolg. Während sich die deutschen Großbanken in einer Strukturkrise befinden, steuert Licci die Citibank 2003 - im vierten Jahr in Folge auf einen Rekordgewinn zu. Und das ausgerechnet im Privatkundengeschäft, das der Frankfurter Konkurrenz so große Probleme bereitet. Während andere Geldhäuser Filialen schließen und tausende von Beschäftigten entlassen, schaffen die Düsseldorfer in 2003/2004 200 neue Jobs und eröffnen 40 neue Zeigstellen bis Ende 2004.
Im Mai letzten Jahres veröffentlichte das Wall Street Journal Europe ein Ranking der 25 erfolgreichsten Geschäftsfrauen Europas und kürte Licci auf Platz 13 - und damit zu Deutschlands bester Managerin. Seitdem gilt sie als Vorzeigefrau auf Podiumsdiskussionen, als einzige Chefin in der Männerdomäne Bank, doch die Diskussionen um ihr Frausein nerven sie.
Von Frauenförderungsprogrammen hält Licci, in deren Bank über 30 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt sind, nicht viel: "Es ist doch das Schlimmste, einer Frau einen Job zu geben, weil sie eine Frau ist."

gefunden in WIWO 43/03

Re: Solche Frauen braucht das Land

gaehn, Sunday, 08.02.2004, 12:14 (vor 8034 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Solche Frauen braucht das Land von Der Bachelor am 07. Februar 2004 22:04:51:

Christine Licci ist die einzige Frau Deutschlands an der Spitze eines Finanzinstituts - der Düsseldorfer Citibank Privatkunden & Co. KGaA. Und das mit großem Erfolg. Während sich die deutschen Großbanken in einer Strukturkrise befinden, steuert Licci die Citibank 2003 - im vierten Jahr in Folge auf einen Rekordgewinn zu. Und das ausgerechnet im Privatkundengeschäft, das der Frankfurter Konkurrenz so große Probleme bereitet. Während andere Geldhäuser Filialen schließen und tausende von Beschäftigten entlassen, schaffen die Düsseldorfer in 2003/2004 200 neue Jobs und eröffnen 40 neue Zeigstellen bis Ende 2004.
Im Mai letzten Jahres veröffentlichte das Wall Street Journal Europe ein Ranking der 25 erfolgreichsten Geschäftsfrauen Europas und kürte Licci auf Platz 13 - und damit zu Deutschlands bester Managerin. Seitdem gilt sie als Vorzeigefrau auf Podiumsdiskussionen, als einzige Chefin in der Männerdomäne Bank, doch die Diskussionen um ihr Frausein nerven sie.
Von Frauenförderungsprogrammen hält Licci, in deren Bank über 30 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt sind, nicht viel: "Es ist doch das Schlimmste, einer Frau einen Job zu geben, weil sie eine Frau ist."
gefunden in WIWO 43/03

sehr richtig. wir sollten die frau mal anschreiben :) (etwas lob tut wohl jedem gut *g*), leider dürfte es erfahrungsgemäss schwer sein jemanden wie diese frau wirklich zu erreichen.

Re: Solche Frauen braucht das Land

Frank, Sunday, 08.02.2004, 13:40 (vor 8034 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Solche Frauen braucht das Land von Der Bachelor am 07. Februar 2004 22:04:51:

Von Frauenförderungsprogrammen hält Licci, in deren Bank über 30 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt sind, nicht viel: "Es ist doch das Schlimmste, einer Frau einen Job zu geben, weil sie eine Frau ist."

Hallo gaehn,

solche Aussagen findet man häufig bei Karrierefrauen. Denen sind die klassischen Feministinnen ein Gräuel. Wer sich mit Leistung, Intelligenz und Persönlichkeit nach oben gekämpft hat, kann diesen praktizierten Sexismus einfach nicht gutheißen. Wenn das entscheidende Kriterium nicht die Leistung ist, sondern das Geschlecht, kann man damit schon mal eine Firma ruinieren, weil dann zwangsläufig auch Luschen mit nach oben gespült werden. (Da der Gleichstellungswahn vor allem Regierungen und Behörden mittlerweile voll im Griff hat, kann man sich schon ausmalen, welche Entwicklung unser Gemeinwesen in den nächsten Jahren wahrscheinlich nehmen wird bzw. bereits seit geraumer Zeit nimmt.)
Umgekehrt mögen Feministinnen wiederum keine Karrierefrauen, denn sie widerlegen mit ihren Erfolgen das liebevoll gepflegte Klischee von der patriarchalen Unterdrückung der Frau in unserer Gesellschaft. Karrierefrauen jammern und nöhlen nicht, sind pragmatisch eingestellt statt starr-ideologisch, sie sehen wie Frauen aus (igitt!) und beurteilen Männer und Frauen differenziert, statt sie über einen Kamm zu scheren. Ein größerer Unterschied als zwischen Karrierefrau und Erzfeministin ist schwerlich denkbar.

meint
Frank

Re: Solche Frauen braucht das Land

Joachim, Sunday, 08.02.2004, 14:08 (vor 8034 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Solche Frauen braucht das Land von Der Bachelor am 07. Februar 2004 22:04:51:

Diese Frau kann man nur bewundern, nicht aber solche Frauen die sich auf Gejammere, Quote, Fördermittel, Bettkarriere usw. hochgearbeitet haben!

findet Joachim

powered by my little forum