Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Singles in Deutschland an der Weltspitze?

Ekki, Friday, 06.02.2004, 21:49 (vor 8035 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Singles in Deutschland an der Weltspitze? von Emmalein am 06. Februar 2004 09:33:53:

Hallo Emmalein!

<blockquote><p align="justify[/link]>Hi, Ekki,
[quote]normalerweise lösten meine Satiren hier aber eher einen Sturm der Entrüstung aus. Deswegen war ich, gelinde gesagt, etwas überrascht. Nun ja, aber das Leben besteht aus Überraschungen?
</blockquote></p>[/quote]

<p align="justify[/link] Na siehste, manchmal hat das Leben sogar angenehme Überraschungen zu bieten.</p>

<blockquote><p align="justify[/link]>Das Problem mit den Grundschullehrern: Nun ja, vielleicht ist dem so, dass das noch ein Themengebiet ist,dass Männer nicht so interessiert. Aber ich habe an die problematischen Folgen für die Jungen gedacht. Schon heute schaffen es sehr viel weniger Jungen als Mädchen, eine Empfehlung für das Gymnasium zu bekommen und sehr viel mehr Jungen landen in der Hauptschule. Ich bin der Ansicht, dass dort potentielle Begabungen brach liegen, die besser gefördert werden sollten, zum Wohle von uns allen, denn mit mehr gut ausgebildeten jungen Menschen, egal, ob Männer oder Frauen, bekommen wir in der Zukunft mehr Innovation und mehr Wohlstand.
[quote]Einige Forscher behaupten, dass es vielleicht daran liegt, dass es den Jungen in der Frühphase der Ausbildung, sprich: Der Grundschule, an gleichgeschlechtlichen Vorbildern fehlt. Ich halte das zumindest für möglich, denn es gibt sehr wenig männliche Grundschullehrer. Frauen sind hier eindeutig in der Überzahl. Deswegen die Idee, vielleicht mehr Männer in die Grundschule zu locken.
</blockquote></p>[/quote]

Das Fazit vorwegnehmend:

Ich glaube, dazu kommt es entweder von selbst - oder gar nicht.[/i][/u]

Herleitung:

<p align="justify[/link]Gerade die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, daß nichts, aber auch gar nichts[/i][/u] eine Gruppe von Menschen daran hindern kann, in Berufsgruppen hineinzustreben, in denen diese Gruppe bisher unterrepräsentiert war.</p>

<p align="justify[/link] Ist schon irre, daß man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen kann, welches Erstaunen noch vor 100, 200 Jahren (ein Nichts[/i][/u] in der Menschheitsgeschichte!) der bloße Gedanke ausgelöst hätte, daß Frauen z.B. Richterinnen sein können.</p>

<p align="justify[/link] Umgekehrt sind auch viele Männer - und das durchaus nicht nur aus ökonomischen Zwängen und/oder unter dem Druck der feministischen Meinungsmacht! - in Berufe hineingegangen, die man früher mit Frauen assoziierte. Ich denke hier an den ganzen Bereich der Berufe, die nicht mit schwerer körperlicher Arbeit verbunden sind.</p>

Das neueste und schlagendste Beispiel ist "Frauen in der Bundeswehr".

<p align="justify[/link]Mein Gott, was gab das für einen Aufstand, als es diskutiert wurde! Traditionell denkende Männer fanden sich in einer seltenen Allianz mit radikalen Feministinnen wieder, welche postulierten: "Nicht die Frauen rein, sondern die Männer raus!"</p>

Und nun? Sind die Frauen in der Bundeswehr. Und wat is'?

Es wird als Normalität empfunden![/i][/u]

Auf der Strecke geblieben sind:

<ol type="a[/link]
<li><p align="justify[/link]diejenigen (Männer), die den Weltuntergang prophezeit haben, sollten Frauen in die Bundeswehr kommen;</li></p>
<li><p align="justify[/link]diejenigen (Frauen), die der Meinung waren, daß Frauen alles - also auch Soldat - besser können als die Männer.</li></p>
</ol>

<p align="justify[/link]Wenn es denn so kommen sollte, daß Männer sich verstärkt[/i][/u] für den Beruf des Grundschullehrers oder des Kindergärtners interessieren, dann wird es gut so sein, weil es von den Beteiligten selbst aus freiem Willen angestrebt wird.[/i][/u]</p>
<p align="justify[/link]Und wenn Männer weiterhin[/i][/u] im Beruf des Grundschullehrers unterrepräsentiert sind[/i][/u], weil es halt nicht ihren Neigungen entspricht, dann wird es gut so sein, weil es von den Beteiligten selbst aus freiem Willen so gewollt wird.[/i][/u]</p>
<p align="justify[/link]Wirklich verderblich wäre nur ein Zwang in die eine oder andere Richtung - aber der ist in einer Demokratie ja ohnehin nicht ausübbar.</p>

<p align="justify[/link]Ein weiterer Aspekt des Themas „Männer- und Frauenberufe” ist die Diskussion um das Priestertum für Frauen[/i][/u]. Das allerdings ist nun definitiv ein eigenes Posting wert, und dazu habe ich auch eine Menge zu sagen.</p>

<blockquote><p align="justify[/link]>Vielleicht findet sich ja ein anderer Mann, der Probleme mit dem heutigen Unterhaltsrecht hat und etwas mehr juristische Kenntnisse hat, und hier Ideen entwickeln könnte. Produktives Entwickeln von Ideen ist ,denke ich, besser als immer nur im eignen Saft zu schmoren und zu sagen, wie schlecht doch alles ist.</blockquote></p>

<p align="justify[/link]Zu diesem Thema hat Tommy im Parsimony-Forum "Gleichberechtigung und Politik"[/i][/u] sehr viele Beiträge geliefert. In der letzten Zeit ist er allerdings in der Versenkung verschwunden, was mich regelrecht besorgt macht. Wie auch immer - die Beiträge sind im Archiv[/i][/u] zu finden, und Tommy ist schließlich Jurist. Kannst ja mal hier verlinken und zur Diskussion stellen.</p>

<blockquote><p align="justify[/link]>Ich hoffe, dass ich Deine weiteren Beiträge hier noch werde lesen und auf sie werde antworten können. Mich interessiert die Frage nämlich schon, wie man Männer davon überzeugen könnte, Kinder zu wollen, vor allem, weil davon, ob die Leute hier Kinder haben oder nicht, mein zukünftiger Beruf stark abhängt. Wen soll ich, bitteschön, unterrichten, wenn keiner mehr Kinder hat? Gut, ich könnte auch in die Erwachsenen-Bildung gehen, aber die Ausbildung junger Leute macht mir mehr Spass.
[quote]Es grüsst ebenfalls Dir einen schönen Tag und ein schönes Wochenende wünschend
das Emmalein
</blockquote></p>[/quote]

Es wird mir ein Vergnügen sein.

<p align="justify[/link]Ein Problem gibt es allerdings: Meine eigene Anti-Haltung zur Familiengründung durch mich ist so stark, daß meine Fähigkeit, mich in die Position der anderen Seite hineinzuversetzen, mich hier nahezu im Stich läßt.[/i][/u]</p>

<p align="justify[/link]Ich kann eigentlich nur meinen Hinweis auf das französische Modell wiederholen und hinzufügen, daß es für einen Mann ganz wichtig ist, daß seine Frau ihm auch nach der Geburt von Kindern eine leidenschaftliche Sexualpartnerin bleibt.[/i][/u] Das, was viele von uns (darunter auch ich) in ihrer Kindheit in der eigenen Familie erlitten haben, nämlich</p>

<p align="justify[/link]eine weitgehend asexuelle Beziehung zwischen Vater und Mutter, die immer mehr zur reinen Versorgungsinstitution verkommt und in der die emotionale Leere nicht selten Anlaß zu scheinbar sinnlosen Spannungen ist, und daraus resultierend eine Weitergabe der Asexualität an die Kinder durch Erziehung zum Ekel vor dem Geschlechtlichen von frühester Kindheit an, in der Pubertät verstärkt durch strenge Überwachung und nach Möglichkeit Verhinderung eines aktiven Sexuallebens der Kinder –</p>

ist in nicht mehr überbietbarer Weise abschreckend.[/i][/u]

Im Übrigen verweise ich in diesem Zusammenhang auf folgende Postings von mir

http://f27.parsimony.net/forum66375/messages/2992.htm

http://f27.parsimony.net/forum66387/messages/9065.htm

index.php?id=24198

<p align="justify[/link]Die ersten beiden Postings waren Reaktionen auf andere Ausgangspostings und haben außerdem äußerst lebhafte Diskussionen nach sich gezogen. Ich empfehle Dir sehr, auch die Beiträge anderer Forenteilnehmer vor und nach meinen Postings eingehend zu studieren. Das Meinungsspektrum ist wirklich breit und interessant![/i][/u]</p>

<p align="justify[/link]Wie gesagt, Du findest in meinen Postings praktisch nur Argumentationen in die umgekehrte Richtung, aus denen du gewissermaßen ex negativo ableiten mußt, was wohl Männer heute zur Familiengründung veranlassen könnte. Aber unter den Mit-Diskutanten sind ja durchaus vehemente Familien-Befürworter.</p>

<p align="justify[/link]Solltest Du hier gesperrt werden, so hole Dir entweder von Jörg oder von Tommy in "Gleichberechtigung und Politik" oder von "Max und Moni" meine E-Mail-Adresse. Bei Schwierigkeiten verlinke auf dieses Posting, um mein Einverständnis zu dokumentieren. In jedem Fall möchte ich die Diskussion mit Dir weiterführen.</p>

<p align="justify[/link]Aber zunächst einmal wollen wir nicht schwarz sehen und hoffen, daß Du dem Forum erhalten bleibst. Eine öffentliche Diskussion ist schon aufgrund der unvergleichlich viel höheren Teilnehmerzahl unvergleichlich viel interessanter als eine Diskussion zu zweit.</p>

<p align="justify[/link]Alles Gute - nicht zuletzt, daß Du in Deinem gewählten Beruf Erfolg hast und Erfüllung findest!</p>

Herzliche Grüße von

Ekki


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