Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Männer mit Abi machen keine Kinder

Odin, Tuesday, 03.02.2004, 12:44 (vor 8039 Tagen)

Männer mit Abi machen keine Kinder

http://www.taz.de/pt/2004/02/02/a0098.nf/text.ges,1

Studie stellt erstmals Zusammenhänge zwischen männlicher Kinderlosigkeit,
Ausbildung und Einkommen dar
BERLIN taz Der Trend geht zur Kinderlosigkeit beim Mann. Zu diesem Ergebnis
kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in
Berlin, die der taz vorliegt. Das DIW hat erstmals in Deutschland Daten über
kinderlose Männer im Alter von 20 Jahren an zusammengetragen.

Der Autor der Studie, in der die Angaben von 8.600 Männern ausgewertet
werden, kommt zu dem Schluss: "Für Gesamtdeutschland deuten mit 26 Prozent
Kinderlosen in der Altersgruppe der 45- bis unter 50-Jährigen erste
Anzeichen auf einen steigenden Anteil dauerhaft kinderloser Männer hin."
Kinderlose Männer über 45 würden auch kaum mehr Vater.

Zwei Gruppen von Männern sind nach der von Bundesfamilienministerin Renate
Schmidt (SPD) in Auftrag gegebenen Studie kinderlos: erstens Männer ohne
Schulabschluss und mit sehr niedrigem Einkommen und zweitens Männer mit
Abitur, aber ohne Studium. Der mit 29,6 Prozent besonders hohe Anteil an
Kinderlosen unter 45-Jährigen mit Abitur lässt laut der Studie die Vermutung
zu: "Möglicherweise spiegelt sich hier eine starke Berufsorientierung dieser
Gruppe wider." Am ehesten zeugen Durchschnittsverdiener Kinder. Ab einem
Nettojahresgehalt von 20.000 Euro steigt auch die Kinderlosigkeit an. "Etwa
ein Viertel der Männer wie der Frauen in der oberen Einkommensklasse (ab
30.000 Euro) bleibt dauerhaft kinderlos."

taz Nr. 7273 vom 2.2.2004, Seite 1, 50 Zeilen (TAZ-Bericht), UWI

Warum ist ER kinderlos?

http://www.taz.de/pt/2004/02/02/a0182.nf/text.ges,1

Der Mann ohne Kinder war der große Unbekannte der Gesellschaft. Jetzt wird
er entdeckt.
Aber was hat es zu bedeuten, dass er meistens zwar Abitur hat, aber keinen
Hochschulabschluss?
VON ULRIKE WINKELMANN
Kennen Sie den? Er hat Abi, aber kein Studium, ist Techniker oder
Bürokaufmann und lebt in einer Stadt in Schleswig-Holstein. Ist er jünger
als 45, wählt er FDP - ist er älter, eher grün.

Es ist der Mann ohne Kinder. Oder vielmehr: Es ist ein kinderloser Mann von
vielen. Es gibt noch einen. Der hat weder eine ordentliche Ausbildung noch
Geld und lebt vielleicht in Berlin: vier von fünf Männern bis 45, die
weniger als 5.000 Euro netto im Jahr verdienen, sind kinderlos. Und dann
gibt es noch einen, der hat viel Geld und wohnt wahrscheinlich in München:
Drei von vier Männern bis 45, die über 30.000 Euro netto im Jahr verdienen,
sind offenbar auch vor allem mit Geldverdienen beschäftigt.

Dem Berliner Wirtschaftsforschungsinstitut DIW ist es zu danken, dass der
kinderlose Mann zwar verschwommene, aber doch kenntliche Züge bekommen hat.
Im Auftrag von Renate Schmidts Familienministerium hat das DIW die Daten von
8.600 Männern aus dem Jahr 2001 zusammengetragen und ausgewertet. 20 Seiten
schlank ist die Studie, die erstmals Fragen nach Ausbildung, Einkommen,
Wohnort und politischen Präferenzen des kinderlosen Mannes beantwortet.

Bislang war der ein großer Unbekannter: Seit Jahrzehnten rennen Demografen
und Politiker der kinderlosen Frau hinterher und fragen sie, warum sie
verdammt noch mal keine Kinder kriegt - insbesondere dann, wenn sie eine
lange und teure Ausbildung genossen hat. Darauf, die Männer zu fragen, kam
verblüffenderweise nie jemand.

Vielleicht sollte man an dieser Stelle Jürgen Dorbritz vom Wiesbadener
Institut für Bevölkerungsforschung lobend ausnehmen. Er zählte Mitte der
90er immerhin schon einmal nach, dass es insgesamt viel mehr kinderlose
Männer als kinderlose Frauen gibt. Das DIW bestätigt ihn nun: Ein Viertel
der Männer von 45 bis 50 Jahren ist kinderlos, aber nur halb so viele Frauen
im selben Alter sind es.

Geht nicht, meinen Sie? Noch einmal scharf nachdenken: Wer sagt, dass
Kinderproduktion nur im Verhältnis 1:1 funktioniert? Manche Männer machen
mit mehreren Frauen Kinder. Das Wort Alphamännchen soll an dieser Stelle aus
Geschmacksgründen vermieden werden.

Allen Männern, die meinen, im Gegensatz zu ihren Freundinnen noch ewig Zeit
zu haben, sei gesagt, dass ihnen zwar die Biologie kaum Grenzen setzt, die
Statistik aber sehr wohl: Die erstmalige Vaterschaft ist "bereits ab Mitte
40 ein äußerst seltenes Ereignis", resümiert Studienautor Christian Schmitt.
Er vermutet außerdem, dass der Anteil dauerhaft kinderloser Männer ansteigt.

Schade, dass sich Schmitt ansonsten bei der Auswertung seiner Tabellen so
zurückhält. Aus all seinen wundervollen Daten zieht er vor allem den
Schluss, dass Männer beim ersten Kind älter sind als Frauen. Im Übrigen
dürfe man ruhig davon ausgehen, dass in Familien immer noch die Männer das
Geld verdienen. Ach nee.

Die Zahlen, die unruhig machen, sind doch aber ganz andere. Was etwa hat es
zu bedeuten, dass die meisten kinderlosen Männer zwar Abitur haben, aber
keinen Hochschulabschluss? Was qualifiziert den Mann mit Studium eher zum
Kindermachen als den Mann mit Abi? Offenbar nicht unbedingt die Fähigkeit,
Geld zu verdienen: Bei den Männern bis 45 scheinen die
unterdurchschnittlichen Naja-Einkommen von 10.000 bis 15.000 Euro netto im
Jahr das Kinderzeugen zu begünstigen. Bei den Älteren sind es vor allem die
Durchschnittsverdiener (15.000 bis 20.000 Euro), die Kinder haben: Hier sind
nur knapp über 10 Prozent kinderlos.

Viel Geld - oder gar keins
Der kinderlose Mann hat also entweder gar nichts, oder er hat richtig Geld
und Abi, aber kein Studium. Aber hat er auch eine Frau? Darüber verrät das
DIW nichts. Die Demografen haben auf der Suche nach den Gründen für
Kinderlosigkeit zwei Milieus gefunden, in denen wenige Kinder geboren
werden: das Karrieremilieu, in dem Frauen wie Männer optimale Ausbildung,
maximale Flexibilität und minimale Neigung zum Privat-, sprich Familienleben
aufweisen. Und ein Milieu prekärer oder jedenfalls von Abstiegsängsten
gebeutelter Existenzen, in dem Frauen wie Männer sich gegen Kinder
entscheiden, obwohl sie gar nicht so schlechte Startbedingungen haben. Sie
glauben bloß nicht, dass Beruf, Kinder und Urlaub zusammengehen.

Irgendwo hier muss er zu finden sein, der Mann mit Abi ohne Kinder.
Vielleicht ist er einsam. Vielleicht findet er Kinder gar nicht so
schrecklich, hat aber über seinen Job als kaufmännischer Angestellter
vergessen, wie das ging: Frauen kennen lernen. Vielleicht ist er verheiratet
und ganz froh, dass seine Frau auch findet, dass Kinder gar nicht nötig
sind. Wahrscheinlich aber möchte er eines gar nicht gefragt werden: Warum er
keine Kinder macht.

taz Nr. 7273 vom 2.2.2004, Seite 16, 192 Zeilen (TAZ-Bericht), ULRIKE
WINKELMANN

PS: Das, was man unseren 7-8 jährigen in der Schule beibringt, macht nun nach Jahrzehnten auch mal die Runde in der Bevölkerung, in den Medien und bei den Politikern: Daß zum kinder zeugen zwei gehören!

Re: Männer mit Abi machen keine Kinder

Garfield, Tuesday, 03.02.2004, 13:18 (vor 8039 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Männer mit Abi machen keine Kinder von Odin am 03. Februar 2004 10:44:59:

Hallo Odin!

Das wundert mich überhaupt nicht. Bei Männern mir sehr geringem Einkommen ist es einfach so, daß sie schon große Schwierigkeiten damit haben, überhaupt eine Partnerin zu finden. Und wenn sie keine Partnerinnen finden, können sie logischerweise auch keine Kinder zeugen.

Männer mit höherem Einkommen wiederum haben viel zu verlieren, vor allem, wenn ihr Einkommen zwar hoch, aber nicht extrem hoch ist. Sie müssen damit rechnen, im Falle einer Scheidung rücksichtslos abgezockt zu werden. Also akzeptieren sie mehrheitlich nur Partnerinnen, bei denen sie sich möglichst sicher sein können, nicht abgezockt zu werden. Diese Sicherheit haben sie aber nur, wenn ihre Partnerinnen auch vollberuflich tätig sind und keine Kinder haben und wollen. Folgerichtig suchen sie sich dann natürlich Frauen mit einer entsprechenden Lebensplanung.

Männer mit durchschnittlichem Einkommen dagegen haben nicht sehr viel zu verlieren. Sie machen sich deshalb auch weniger Gedanken und zeugen mit ihren Partnerinnen Kinder wie eh und je.

Natürlich scheut man wieder davor zurück, das alles so zu interpretieren. Das würde ja bedeuten, daß man womöglich am deutschen Scheidungs- und Unterhaltsrecht einiges ändern müßte, um die Neigung der Männer zum Zeugen von Nachwuchs wieder zu erhöhen.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Männer mit Abi machen keine Kinder

Odin, Tuesday, 03.02.2004, 15:33 (vor 8039 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Männer mit Abi machen keine Kinder von Garfield am 03. Februar 2004 11:18:22:

Natürlich scheut man wieder davor zurück, das alles so zu interpretieren. Das würde ja bedeuten, daß man womöglich am deutschen Scheidungs- und Unterhaltsrecht einiges ändern müßte, um die Neigung der Männer zum Zeugen von Nachwuchs wieder zu erhöhen.

Und genau da setzen sich jetzt plötzlich andere Gedanken durch. Jedenfalls bin ich in letzter Zeit schon öfters auf Hinweis gestoßen, die auf ein "Umdenken" hindeuten.

Re: Männer mit Abi machen keine Kinder

Tran, Tuesday, 03.02.2004, 16:19 (vor 8039 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Männer mit Abi machen keine Kinder von Odin am 03. Februar 2004 13:33:22:

Hallo Odin!

Natürlich scheut man wieder davor zurück, das alles so zu interpretieren. Das würde ja bedeuten, daß man womöglich am deutschen Scheidungs- und Unterhaltsrecht einiges ändern müßte, um die Neigung der Männer zum Zeugen von Nachwuchs wieder zu erhöhen.

Und genau da setzen sich jetzt plötzlich andere Gedanken durch. Jedenfalls bin ich in letzter Zeit schon öfters auf Hinweis gestoßen, die auf ein "Umdenken" hindeuten.

Was sind das für Hinweise? Kannst Du Beispiele nennen?

Tran

Das dreht sich noch leicht, soviel Spin hat das!

Texaco, Tuesday, 03.02.2004, 21:25 (vor 8038 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Männer mit Abi machen keine Kinder von Odin am 03. Februar 2004 10:44:59:

Die beiden Artikel werden wir sicher wieder in den Roten-Männer-Infos aufgespießt bekommen... Dort wurden schon immer die Artikel von kinderlosen taz-Redakteurinnen mit Torschlußpanik aufgegriffen.

In denen hieß es dann: Jede x-te Akademikerin zwischen 30 und 50 kriegt keine Kinder usw. Der Schluß lag dann nahe, daß ein bis zwei Frauengenerationen das Kinderkriegen vor lauter Emanzipation einfach verschlafen haben. "Ätsch", hat sich da macher gedacht. Und selbst für die Autorinnen war die blamable Erkenntnis so offensichtlich, daß sie in etwa schrieben, "jetzt haben wir den Salat".

In der gar nicht so langen Zwischenzeit hat sich wohl jemand um "Lösungen" gekümmert. Es war auch Geld da: Das BMF hat sich vom DIW eine Argumentationshilfe basteln lassen. Und jetzt ist herausgekommen: In Wirklichkeit kriegen gar nicht Frauen, sondern Männer keine Kinder. Wie wahr. Aber mehr noch: Bestimmte Gruppen von Männern kriegen keine Kinder. Also kann man jetzt die Eigenschaften aufs Korn nehmen, die diese Männer von anderen abheben. Das kann man unterschwellig abwertend tun, dann haben wir die alte feministische Leier. Man kann es umgekehrt auch als Chance begreifen, darauf aufmerksam zu machen, daß Familie ohne einen männlichen Anteil nicht geht.

So oder so wird dann nicht mehr darüber diskutiert werden, was die Frauen einer bestimmten Generation mit ihrem Leben angefangen haben, sondern darüber, was die Männer zustande bringen und was nicht. Wenn diese Sicht erst einmal etabliert ist, dann kann man später auch die üblichen Urteile abrufen: schlaff, hedonistisch, verantwortungslos usw. Wenn das nächste SWR-Nachtcafe zum Thema hat "Zeugungsstreik - kinderlose Gesellschaft?", wird sicher das ganze (halbe) Spektrum vertreten sein.

Ob das klappt? Warum nicht! Bei der Pisa-Studie hat es doch auch geklappt: "Schlechte Ergebnisse? Na klar, wir brauchen staatliche Ganztagsbeaufsichtigung für Kinder!"

Aber die neue Lösung hat schon Klasse: "Geburtenrückgang? Das Problem ist, daß nur Frauen Kinder kriegen. Wenn Männer auch mal endlich Kinder kriegen würden, dann wäre das Problem nur halb so wild. Warum kriegen Männer keine Kinder?"

Re: Männer mit Abi machen keine Kinder

grumblepunk, Tuesday, 03.02.2004, 22:10 (vor 8038 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Männer mit Abi machen keine Kinder von Odin am 03. Februar 2004 10:44:59:

Natürlich scheut man wieder davor zurück, das alles so zu interpretieren. Das würde ja bedeuten, daß man womöglich am deutschen Scheidungs- und Unterhaltsrecht einiges ändern müßte, um die Neigung der Männer zum Zeugen von Nachwuchs wieder zu erhöhen.

Und genau da setzen sich jetzt plötzlich andere Gedanken durch. Jedenfalls bin ich in letzter Zeit schon öfters auf Hinweis gestoßen, die auf ein "Umdenken" hindeuten.

*rotfl*

dickes sorry vorab, aber ihr maskus seid wirklich ziemlich bescheuert!

seid ihr wirklich so naiv, anzunehmen, in den diversen artikeln zur demographischen entwicklung in .de, die juengst in der 'taz', der 'zeit' oder der 'spiegeline' veroeffentlicht wurden geht es auch nur ansatzweise um ein 'umdenken' in dieser gesellschaft?

das dieses land mittlerweile abgewirtschaftet hat wird doch wohl niemand ernsthaft in frage stellen wollen. jetzt fehlt nur noch der schuldige fuer dieses ganze debakel.
das dies letztlich die maenner sein muessen (!) steht ja wohl ausser frage. es geht nun eigentlich nur noch darum, dem wahlvieh dies auch deutlich zu machen. und nur darin liegt der sinn solchen dummbraesigen gelabers.

sucht euch besser einen anderen strohhalm!

Re: Männer mit Abi machen keine Kinder

XRay, Tuesday, 03.02.2004, 22:53 (vor 8038 Tagen) @ grumblepunk

Als Antwort auf: Re: Männer mit Abi machen keine Kinder von grumblepunk am 03. Februar 2004 20:10:47:

..dickes sorry vorab, aber ihr maskus seid wirklich ziemlich bescheuert!

-----------
hee.. das hört sich ja so an, als wären maskus in der Nähe.
Sag, wo sind die, wollte immer schon mal wissen, was das ist.
------------

seid ihr wirklich so naiv, anzunehmen, in den diversen artikeln zur demographischen entwicklung in .de, die juengst in der 'taz', der 'zeit' oder der 'spiegeline' veroeffentlicht wurden geht es auch nur ansatzweise um ein 'umdenken' in dieser gesellschaft?
das dieses land mittlerweile abgewirtschaftet hat wird doch wohl niemand ernsthaft in frage stellen wollen. jetzt fehlt nur noch der schuldige fuer dieses ganze debakel.
das dies letztlich die maenner sein muessen (!) steht ja wohl ausser frage. es geht nun eigentlich nur noch darum, dem wahlvieh dies auch deutlich zu machen. und nur darin liegt der sinn solchen dummbraesigen gelabers.

-------------
mit dieser Sichtweise könntest du richtig liegen.
Ob das was gesagt wird auch immer so verstanden wird,
wie das beabsichtigt ist, ist die zweite Frage.
Manche denken - wie du siehst - doch in eine etwas andere
Richtung.
-------------

sucht euch besser einen anderen strohhalm!

-------------
Nun, der Strohhalm ist wirklich dünn.
Wenn das Feministerium für die "Erkenntnis", dass für die Zeugung
von Kindern hin und wieder auch ein Mann benötigt wird,
eine Untersuchung durch ein Institut braucht, dann ärgert mich
vorallem diese offensichtliche Verschwendung von Steuergeldern.

Re: Männer mit Abi machen keine Kinder

Joseph S, Wednesday, 04.02.2004, 00:39 (vor 8038 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Männer mit Abi machen keine Kinder von Odin am 03. Februar 2004 10:44:59:

Hallo,

Drei von vier Männern bis 45, die über 30.000 Euro netto im Jahr verdienen,
sind offenbar auch vor allem mit Geldverdienen beschäftigt.

... und setzten die Erkenntnis, daß Kinder für Männer ein hohes ökonomisches Risiko darstellen,
als erfolgreiche Ökonomen um.

Wahrscheinlich werden diese dann als Beleg, daß "die Männer" eben nur zu egoistisch sind, dienen.
Die Tatsache, daß die Rolle als nur-Zahlvater unzumutbar ist, und der Rest der Männer wird übersehen.

Vielleicht verhindert auch die Sorge um die Kinder eine erfolgreiche Karriere.

Im übrigen zeigt die Studie, welchen Männern Frauen das Zeugen gestatten.
Frauen suchen sich ihre Partner eben nicht so aus, wie Feministen das lehren. Daher sind auch
deren Konzepte für mehr Kinder so erfolglos.

Zur Frage der Abiturienten ohne Studium denke ich, daß sie für das Mileu, wo Männer ohne
Hochschulabschluß respektiert werden, zu gebildet sind, und dort, falls sie sich überhaupt
dort hin bewegen, von groben, und dadurch stark wirkenden, Handwerkern, gnadenlos ausgestochen werden.

hat aber über seinen Job als kaufmännischer Angestellter
vergessen, wie das ging: Frauen kennen lernen.

Ein kaufmänniger Angestellte lernt an seinem Arbeitsplatz nicht wenige Frauen kennen, aber
für diese ist er kein richtiger Mann, weil sie nicht zu ihm aufschauen können.

Hier sollten die Frauen endlich mal ihre Hausaufgaben in Sachen Gleichberechtigung machen.
Wie funktioniert das mit dem Hausmann, und welche Männer sind dafür passend?
Sonst müßte man sie aus demographischen Gründen zugunsten von Männern aus dem Erwerbsleben
drängen, so daß ihnen genug Männer bleiben, die ihnen als Väter ihrer Kinder gut genug sind.

Gruß
Joseph

Re: Männer mit Abi machen keine Kinder

Odin, Wednesday, 04.02.2004, 20:23 (vor 8038 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Re: Männer mit Abi machen keine Kinder von Tran am 03. Februar 2004 14:19:39:

Hallo Odin!

Natürlich scheut man wieder davor zurück, das alles so zu interpretieren. Das würde ja bedeuten, daß man womöglich am deutschen Scheidungs- und Unterhaltsrecht einiges ändern müßte, um die Neigung der Männer zum Zeugen von Nachwuchs wieder zu erhöhen.

Und genau da setzen sich jetzt plötzlich andere Gedanken durch. Jedenfalls bin ich in letzter Zeit schon öfters auf Hinweis gestoßen, die auf ein "Umdenken" hindeuten.

Was sind das für Hinweise? Kannst Du Beispiele nennen?
Tran

Das war glaub ich erst vor 1-2 Wochen, z.B. eine Aussage von Renate Schmidt. Auch wenn die noch von eher egoistischen Motiven der Männer sprach, immerhin hat sie mal an diese als Ursache für Kindermangel gedacht.
Dazu dann noch die Aktionen der "Zweitfrauen" z.B. im VafK. Die haben gar keine Chance mehr auf eigene Familie, weil die Männer noch zig Jahre an die Ex abzahlen müssen und sich nochmal Kinder gar nicht leisten können. Zum anderen muß die Zweitfrau auch noch arbeiten, um die Ex mitzufinanzieren.
Erst letzten Monat wurde über eine Gesetzesänderung nachgedacht, daß die Kinder der Zweitfamilie nicht gegenüber der Erstfamilie benachteiligt werden dürfen. Ich hatte dazu einen Leserbrief einer Zweitfrau ins Forum gestellt. Stell dir vor die Kinder aus der ersten Ehe kommen zu Besuch und berichten vom neuen Computer und den neuesten Klamotten, die sie sich vom Ehegattenunterhalt und den Alimenten leisten konnten und die anderen Kinder sitzen da mit ihrem Gameboy und den no-name-Turnschuhen

Re: Männer mit Abi machen keine Kinder

Odin, Wednesday, 04.02.2004, 20:29 (vor 8038 Tagen) @ grumblepunk

Als Antwort auf: Re: Männer mit Abi machen keine Kinder von grumblepunk am 03. Februar 2004 20:10:47:

das dieses land mittlerweile abgewirtschaftet hat wird doch wohl niemand ernsthaft in frage stellen wollen. jetzt fehlt nur noch der schuldige fuer dieses ganze debakel.

Doch, hier *meld*
Tut mir leid, ich kann derlei programmmäßiges Schwarzsehen nicht leiden. Dadurch änderst Du nichts an der Situation und versuchst es wahrscheinlich noch nicht mal. Im Gegenteil, Du versuchst sogar noch andere abzuhalten, an der derzeitigen Situation was zu ändern.
Im übrigen jammerst du auf verdammt hohem Niveau.

Re: Männer mit Abi machen keine Kinder

Ekki, Wednesday, 04.02.2004, 23:24 (vor 8037 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Männer mit Abi machen keine Kinder von Garfield am 03. Februar 2004 11:18:22:

<blockquote><p align="justify[/link]Natürlich scheut man wieder davor zurück, das alles so zu interpretieren. Das würde ja bedeuten, daß man womöglich am deutschen Scheidungs- und Unterhaltsrecht einiges ändern müßte, um die Neigung der Männer zum Zeugen von Nachwuchs wieder zu erhöhen.
[quote]Freundliche Grüße
von Garfield
</blockquote></p>[/quote]

<hr>

<p align="justify[/link]Das würde vor allem bedeuten, daß man sich von dem im Unterbewußtsein nach wie vor massiv wirksamen[/i] romantisch-klerikalen, durch die Fernsehwerbung unterstützen Kitsch-Denkmuster ("Familie ist 'Trautes-Heim-Glück-allein', der Himmel auf Erden", "die Zeugung von Kindern ist 'ein-sakraler-Schöpfungsakt-in-der-Nachfolge-Gottes' ")*würg-kotz* endlich durch einen Akt der Bewußtmachung[/i] verabschieden und die Kinderzeugung als einen nüchternen Akt der Arterhaltung, das Familienleben aber als eine der schwersten Belastungen, die es überhaupt gibt, sehen müßte.

Das wäre zwar realistisch.
<p align="justify[/link]Auf der Nicht-Erkenntnis dieser Realität basiert unsere gesamte christlich-abendländische Unkultur.</p>
<p align="justify[/link]Im Übrigen verweise ich in diesem Zusammenhang auf einen meiner Meinung nach hochinteressanten Meinungsaustausch zwischen mir und anderen Teilnehmern in Tommys Forum. Das Ausgangsposting:</p>
http://f27.parsimony.net/forum66375/messages/2992.htm
<p align="justify[/link]Es würde mich wirklich freuen, wenn die Teilnehmer des hiesigen Forums zu den dort vorgebrachten vielfältigen und kontroversen Argumenten Stellung nehmen würden.</p>

Gespannt auf Antwort wartet

Ekki

Re: Männer mit Abi machen keine Kinder

grumblepunk, Thursday, 05.02.2004, 22:54 (vor 8036 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Männer mit Abi machen keine Kinder von Odin am 04. Februar 2004 18:29:58:

das dieses land mittlerweile abgewirtschaftet hat wird doch wohl niemand ernsthaft in frage stellen wollen. jetzt fehlt nur noch der schuldige fuer dieses ganze debakel.

Doch, hier *meld*
Tut mir leid, ich kann derlei programmmäßiges Schwarzsehen nicht leiden.

schwarzmalerei? entschuldige mal buedde, aber ich wuerd die obige aussage eher als verharmlosende umschreibung einordnen.

mit dem demographischem status quo, bzw. mit der entwicklung in diesem bereich und den sich daraus ergebenden folgen, hast du dich anscheinend noch nicht so richtig auseinandergesetzt.

Dadurch änderst Du nichts an der Situation und versuchst es wahrscheinlich noch nicht mal.

*jupp*
poppen fuer's doitscheland? sorry, aber um meinen patriotismus ist es nicht gar so gut bestellt! ich bin so frei und genehmige mir hier jeweils ein verhueterli.

Im Gegenteil, Du versuchst sogar noch andere abzuhalten, an der derzeitigen Situation was zu ändern.

wir leben in einem freien land ....

Im übrigen jammerst du auf verdammt hohem Niveau.

ich jammere grundsaetzlich nicht, ich stelle lediglich fest!

Re: Männer mit Abi machen keine Kinder

Mirko, Friday, 06.02.2004, 01:19 (vor 8036 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Männer mit Abi machen keine Kinder von Garfield am 03. Februar 2004 11:18:22:

Hallo Garfield


[quote]Männer mit höherem Einkommen wiederum haben viel zu verlieren, vor allem, wenn ihr Einkommen zwar hoch, aber nicht extrem hoch ist. Sie müssen damit rechnen, im Falle einer Scheidung rücksichtslos abgezockt zu werden. Also akzeptieren sie mehrheitlich nur Partnerinnen, bei denen sie sich möglichst sicher sein können, nicht abgezockt zu werden. Diese Sicherheit haben sie aber nur, wenn ihre Partnerinnen auch vollberuflich tätig sind und keine Kinder haben und wollen. Folgerichtig suchen sie sich dann natürlich Frauen mit einer entsprechenden Lebensplanung.[/quote]

Dem kann ich mich nur eingeschränkt anschließen. Ich denke, dass diese Männer eine Partnerin auf Augenhöhe suchen, eine, die auch intellektuelle Befriedigung bietet. Solche Frauen wiederum wollen ihren Beruf nicht aufgeben - also nichts mit Kindern.

Ein anderer Aspekt wäre, dass Männer mit hohem Einkommen negative Erfahrungen gesammelt haben, was Liebesbezeugungen von Frauen angeht.

Grüße Mirko.

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