Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Konzeption Majuze

gaehn, Friday, 30.01.2004, 11:29 (vor 8043 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Konzeption Majuze von Odin am 28. Januar 2004 15:26:14:

Hallo,
ich bräuchte mal kurz euer Feedback.
Ich habe eine Konzeption für mein Projekt "Majuze - Männer- und Jungenzentrale" erstellt. Bevor ich dieses in den Foren meiner Umgebung (Heimatort und Arbeitsplatz) poste um mein Projekt bekannt(er) zu machen und damit die Leute sich mein Projekt besser vorstellen können, wollte ich mal eure Meinung hören.
Konzeption von majuze, der Männer- und Jungenzentrale
Majuze kümmert sich um Männer- und Jungenarbeit in einem bestimmten Raum oder einer bestimmten Stadt.
Der Begriff „Zentrale“ deutet an, dass es das Ziel von majuze ist, Hilfsangebote, die in diesem Raum vorhanden sind, zu sammeln, um hilfesuchende Männer und Jungen an die betreffenden Stellen weiter zu vermitteln.
Darüber hinaus fördert majuze Männer- und Jungenarbeit in diesem Raum. Sie verbreitet vorhandene Angebote anderer Träger weiter, macht Werbung, sammelt Veranstaltungen und Veröffentlichungen, die für Männer und Jungen interessant sind oder direkt für diese angeboten werden.
Zum anderen bietet majuze selbst Hilfe für Männer und Jungen oder Veranstaltungen für Männer und Jungen. Ein weiterer Bereich sind Veranstaltungen, die ein Beisammensein von Männern und Jungen ermöglichen.
Majuze gliedert sich daher in zwei Bereiche: Einen gesellschaftlich/politischen Teil und den sozialen Bereich.
Im ersten Bereich wird politisch und aufklärerisch an der Gleichberechtigung von Männern gearbeitet. Probleme von Männern sollen auf verschiedene Arten bewusst und öffentlich gemacht werden. Methoden sind u.a. Infostände, Plakate, Vorträge, Seminar, Männertage, Ausflüge, Hobbykurse usw, aber auch einfach Freizeitangebote, die den Kontakt zwischen Männern und/oder Jungen ermöglichen.
Bei der sozialen Arbeit bietet majuze Hilfevermittlung, Beratung und verschiedene Formen von Männerarbeit, z.B. Männerhäuser, Therapiegruppen, Selbsthilfegruppen, Workshops, Seminare, Sorgentelefon, Begleitung zu Behören oder Gerichten usw.
In beiden Bereichen versteht sich majuze als Anwalt der Männer und Jungen, nicht ohne auch korrigierenden Rat zu erteilen wo es nötig ist.
In beiden Bereichen der Arbeit von majuze ist es von absoluter Wichtigkeit, die Männer und Jungen dort abzuholen, wo sie stehen. Es muss eine Form von Arbeit/Sozialarbeit gefunden werden, die Männer und Jungen ohne Vorbedingungen annimmt. Majuze muss sich an den Klienten und Kunden anpassen und nicht umgekehrt. Darüber hinaus arbeitet majuze nicht defizitorientiert. Es geht nicht darum, den Männern und Jungen Dinge beizubringen, die sie nicht können, sondern die vorhandenen Ressourcen zu nutzen und auszubauen. Eine spezielle Form von Sozialarbeit mit Männern und Jungen wäre z.B., weniger gesprächsorientiert und mehr handlungsorientiert zu arbeiten. Männern die sonst nie den Zugang zu Hilfseinrichtungen finden, sind andere Wege anzubieten, die die Kontaktaufnahme erleichtern und ermöglichen. Hierin hat sich majuze an sein Klientel anzupassen, ohne das vorhandene Ziel aus den Augen zu verlieren.
Männer und Jungen zeichnen sich oft durch Stolz aus, ihr Leben selber im Griff zu haben oder in den Griff zu bekommen. Hilfe darf diese Männer niemals entwürdigen! Es ist wichtig darauf zu achten, dass Männer immer das Gefühl haben, Herr über ihr Leben zu sein und dass es ihnen auch möglich ist, angebotene Hilfe anzunehmen, aber auch kein Almosen zu empfangen, sondern die angebotene Hilfe auch zurückgeben zu können.
Majuze versucht daher, mit möglichst wenig öffentlicher Hilfe auszukommen, sondern sich von den betreffenden Männern selber zu finanzieren. Auch wenn dies beim Moment der Hilfesuche nicht möglich ist, soll eher der Weg gegangen werden, Hilfe als „Kredit“ zu sehen und diese später zurückzugeben. Auch nicht-finanzielle Wege können hier gegangen werden. Erst in zweiter Linie will majuze versuchen, finanzielle Hilfe von anderen Personen durch Spenden zu erhalten, um seine Angebote dadurch zu finanzieren. Der dritte Weg sind dann öffentliche Mittel, die nicht als Almosen gesehen werden, da die Öffentlichkeit ja durch die Arbeit von majuze in starkem Maße profitieren soll.

hey odin,

das klingt ganz gut. was ich als interessant empfände wäre es wenn man zunehmend freizeitaktivitäten (wie du oben auch teilweise angesprochen hast) mit männersozialarbeit bzw. männerrechten verknüpfen würde.
als geeignet würde ich vor allem spiele ansehen (jeder kerl mag spiele ;), z.b. schach, go oder shogi oder eben computerspiele.
oder dinge wie roboterbau, ein grosser vorteil ist wenn man sich auf diese dinge konzentriert zieht man vor allem auch jungen und männer an.
und man baut sowas wie ein soziales netz auf.

naja nur so ein gedanke :)


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