Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Nächtliche Gastschreibsperre

Jörg , Monday, 26.01.2004, 01:48 (vor 8047 Tagen)

Hallo,

ich habe vor einiger Zeit die nächtliche Gastschreibsperre eingeführt,
weil es zahlreiche Störmanöver gegen dieses Forum gegeben hat.

Nun mal eine Frage an Euch alle, vorrangig jedoch an die
Gastschreiber, die hier häufig schreiben:

Wird die nächtliche Gastschreibsperre in diesem Forum als eine
große Einschränkung empfunden?

(Hintergrund dieser Frage: Das Forum ist seit einiger Zeit
glücklicherweise weitgehend vor Trollen verschont geblieben und
ich überlege derzeit, die nächtliche Gastschreibsperre zu lockern
bzw. vielleicht auch ganz aufzuheben.)

Gruß, Jörg

Re: Nächtliche Gastschreibsperre

Jeremin, Monday, 26.01.2004, 10:47 (vor 8047 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Nächtliche Gastschreibsperre von Jörg am 25. Januar 2004 23:48:35:

Laß sie lieber drin. Stört nicht sehr und veranlaßt doch viele, noch mal herzukommen, oder?

Gruß J.

Re: Nächtliche Gastschreibsperre

Garfield, Monday, 26.01.2004, 11:39 (vor 8047 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Nächtliche Gastschreibsperre von Jörg am 25. Januar 2004 23:48:35:

Hallo Jörg!

Also, mich hat die nächtliche Gastschreibsperre bisher nicht gestört. Nur einmal war ich ein paar Minuten zu früh dran - aber die konnte ich dann auch noch abwarten.

Freundliche Grüße
von Garfield

Der Zins - Wurzel allen Übels? (OFF TOPIC)

Rüdiger, Monday, 26.01.2004, 14:59 (vor 8046 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Nächtliche Gastschreibsperre von Garfield am 26. Januar 2004 09:39:04:

Hallo Garfield,

Jemand hat mal ausgerechnet, daß, wenn Jesus 1 Cent mit durchschnittlicher Verzinsung angelegte hätte, aus diesem einen Cent bereits im Jahre 1400 durch Zins und Zinseszins ein Vermögen entstanden wäre, das dem Gewicht der Erde in Gold entsprochen hätte. Daran zeigt sich schon, wie schwachsinnig das System ist.


Also ich ärgere mich eher darüber, daß die Zinsen schon seit Jahren so am Boden schleifen, kriege ich doch für meine "eiserne Reserve" kaum noch Zinsen, das war früher immer so ein nettes Zubrot ....

Was soll verkehrt daran sein, als zusätzliche Altersversorgung Geld auf die hohe Kante zu legen und dann im Alter entweder nur die Zinsen oder auch den Kapitalstock zu verzehren?

Stell dir vor, du träumst davon, eine eigene Autovermietung zu besitzen, sparst und legst dein Spargeld schließlich in mehreren Autos an. Würdest du die gratis verleihen? Warum sollte es mit Geld anders sein? Warum sollte jemand MEIN sauer erspartes Geld einfach so gratis ausleihen dürfen?

Gäb's keinen Zins mehr, würde wohl kaum noch jemand sparen wollen; ohne Sparen und Kapitalbildung hinwiederum kann die Wirtschaft nicht funktionieren - das ist das, was die "Schwundgeld"-Leute à la Silvio Gesell nie einsehen wollten .... (und auch nicht die fundamentalistischen Moslems oder Christen;-)

Das mit Jesus und dem Riesenkapital ist formal zwar richtig, erinnert mich aber an jene Rechnung "Was passiert, wenn man eine Postkarte 40 Mal zusammenfaltet?" - dann reicht sie nämlich bis zum Mond. Mathematisch korrekt, aber völlig unrealistisch. Nein, ich kann dir zwar so auf Anhieb nicht sagen, wo in deiner Theorie der Wurm drin ist, aber hinter Kriegen immer nur den Zins als Ursache zu sehen, ist ähnlich unrealistisch wie die meisten Verschwörungstheorien .... So was wie der unendlich vermögende Jesus würde schon deshalb nie zustande kommen, weil der Schuldner unter der Last längst zusammengebrochen wäre. Da braucht's keinen Krieg; wenn die Schuldner nimmer zahlen können, reduziert sich die Nachfrage nach Geld (ich nehm ja auch keinen Millionenkredit auf), und die Zinsen sinken ganz von alleine.

So, und jetzt heb ich diese Antwort bis morgen (oder übermorgen) auf, weil es ja schon nach Mitternacht ist.

Gruß, Rüdiger (der es gut findet, wenigstens noch ein paar Hunderter Zinsen im Jahr zu bekommen)

Re: Postkarte?

Tran, Monday, 26.01.2004, 15:25 (vor 8046 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Der Zins - Wurzel allen Übels? (OFF TOPIC) von Rüdiger am 26. Januar 2004 12:59:15:

Hallo Rüdiger!

Das mit Jesus und dem Riesenkapital ist formal zwar richtig, erinnert mich aber an jene Rechnung "Was passiert, wenn man eine Postkarte 40 Mal zusammenfaltet?" - dann reicht sie nämlich bis zum Mond. Mathematisch korrekt, aber völlig unrealistisch.

Das mit der Postkarte - ich kenn das nicht. Könntest Du mir kurz erklären was es damit auf sich hat?

Tran

Re: Postkarte?

Rüdiger, Monday, 26.01.2004, 16:51 (vor 8046 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Re: Postkarte? von Tran am 26. Januar 2004 13:25:14:

Hallo Rüdiger!

Das mit Jesus und dem Riesenkapital ist formal zwar richtig, erinnert mich aber an jene Rechnung "Was passiert, wenn man eine Postkarte 40 Mal zusammenfaltet?" - dann reicht sie nämlich bis zum Mond. Mathematisch korrekt, aber völlig unrealistisch.

Das mit der Postkarte - ich kenn das nicht. Könntest Du mir kurz erklären was es damit auf sich hat?

Eine beliebte Frage, um Unwissende reinzulegen: "Wie dick wird eine Postkarte, wenn man sie 40 x zusammenfaltet?" Naiv antwortet man irgendwas im Zentimeterbereich, denn dicker kann man praktisch ja eine Karte nicht zusammenfalten, aber wenn Du eine Dicke von 1 mm 10 x verdoppelst, bist Du, wenn ich das richtig überschlagsmäßig gerechnet habe, schon bei 1024 mm, also rund einem Meter, beim 20. Mal schon bei einem Kilometer, beim 30. Mal dann wohl bei 1000 km, und beim 40. Mal dann wohl schon bei 1 Mio. km, also sogar drei Mal so weit wie zum Mond. Das wäre dann, wenn es technisch überhaupt möglich wäre, eine "Säule", so dünn, daß man sie kaum wahrnähme, aber 1 Mio. km hoch.
Ähnlich die Anekdote von dem persischen Weisen, der das Schachspiel erfand und sich als Belohnung dafür vom Schah erbat, dieser möge auf das erste Feld ein Reiskorn legen, auf das zweite zwei usw., immer das Doppelte vom vorigen Feld, und der Schah sagte sorglos: "Einverstanden". Nach 64 Mal verdoppeln kommt aber eine derartige Menge Reis zusammen, daß man die ganze Erde damit knöcheltief bedecken könnte....
Ähnlich diese Zinseszinsrechnungen. So, wie bei einer privaten Rentenversicherung die Masse des Zins und Zinseszins erst gegen Ende einer jahrzehntelangen Anwartschaft zusammenkommt, so ist das auch mit diesen, ich sag mal: "Show-Zinsrechnungen". WIR rechneten im Matheunterricht mal aus, wieviel die US-Indianer heute hätten, hätten sie die 30 Dollar(Taler, Gulden), die sie 1606 oder so für die Insel Manhattan bekamen, zinsbringend angelegt. Da kam auch eine Riesensumme heraus.

Gruß, Rüdiger

Re: Postkarte?

Tran, Tuesday, 27.01.2004, 12:58 (vor 8045 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: Postkarte? von Rüdiger am 26. Januar 2004 14:51:52:

Das mit dem Schachbrett kannte ich, aber nicht das mit der Postkarte, das war mir neu.
Wieder was gelernt - danke!

Tran

Beitrag bitte richtig plazieren

Jörg , Monday, 26.01.2004, 16:00 (vor 8046 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Der Zins - Wurzel allen Übels? (OFF TOPIC) von Rüdiger am 26. Januar 2004 12:59:15:

Hallo Rüdiger,

da es sich bei Deinem Beitrag offenbar um eine Antwort auf eine
vorherige Diskussion handelt, bitte ich Dich, diese Antwort künftig
am besten auch an die alte Diskussion anzuhängen.

Falls diese bereits im Archiv ist, wird Deine Antwort automatisch
an den Anfang des Forums gestellt, so daß Dein Beitrag auch nicht
übersehen wird.

Ansonsten wird das Forum auf Dauer nämlich arg unübersichtlich.

Jörg

Re: Beitrag bitte richtig plazieren

Rüdiger, Monday, 26.01.2004, 17:01 (vor 8046 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Beitrag bitte richtig plazieren von Jörg am 26. Januar 2004 14:00:18:

Hallo Rüdiger,
da es sich bei Deinem Beitrag offenbar um eine Antwort auf eine
vorherige Diskussion handelt, bitte ich Dich, diese Antwort künftig
am besten auch an die alte Diskussion anzuhängen.
Falls diese bereits im Archiv ist, wird Deine Antwort automatisch
an den Anfang des Forums gestellt, so daß Dein Beitrag auch nicht
übersehen wird.

Ach, automatisch geschieht das? Wußte ich nicht. Kürzlich schrieb ich nämlich eine Antwort auf, ich glaube, Odins atemberaubende These, Kuba und Rußland verdankten dem Kommunismus viel (und er meinte damit nicht Not und Elend), und kurz NACHDEM ich das gepostet hatte, wurde der Thread ins Archiv geschoben - Mühe vergeblich.

Na gut, ich werd's mir merken. (Den vorigen "Zins"-Beitrag wollte ich auch eigentlich an "Generationenvertrag" anhängen, hab mich aber verschusselt).

Gruß, Rüdiger

Re: Beitrag bitte richtig plazieren

Jörg , Monday, 26.01.2004, 17:32 (vor 8046 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: Beitrag bitte richtig plazieren von Rüdiger am 26. Januar 2004 15:01:01:

Hallo nochmal!

Ach, automatisch geschieht das? Wußte ich nicht. Kürzlich schrieb ich nämlich eine Antwort auf, ich glaube, Odins atemberaubende These, Kuba und Rußland verdankten dem Kommunismus viel (und er meinte damit nicht Not und Elend), und kurz NACHDEM ich das gepostet hatte, wurde der Thread ins Archiv geschoben - Mühe vergeblich.

Okay, das kann natürlich passieren. Dieser Effekt läßt sich aber
dadurch vermeiden, indem man entweder frühzeitig genug antwortet
oder aber, indem man erst dann antwortet, nachdem der Thread
schon im Archiv gelandet ist.

Gruß, Jörg

Re: Beitrag bitte richtig plazieren

Garfield, Monday, 26.01.2004, 19:20 (vor 8046 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: Beitrag bitte richtig plazieren von Rüdiger am 26. Januar 2004 15:01:01:

Hallo Rüdiger!

Was Kuba und Rußland angeht, so muß man da immer auch bedenken, welche Zustände dort vor Machtübernahme der Kommunisten herrschten. In Rußland gab es ein halb-feudales System, in dem viele Bauern de facto noch so gut wie leibeigen waren. Zwar war die Leibeigenschaft 1861 endlich offiziell abgeschafft worden, aber die Bauern mußten sich dann erst einmal freikaufen und waren den Grundherren gegenüber weiterhin dienstverpflichtet, solange sie das nicht konnten. Der Erste Weltkrieg tat dann sein Übriges, um die Situation des Landes zu verschlechtern. In Kuba wiederum herrschte ein rücksichtsloser Diktator, der sich einen Dreck um sein Volk scherte.

In beiden Ländern hat sich mit Machtübernahme der Kommunisten die Situation für die Bevölkerung mit Sicherheit nicht verschlechtert. Sonst hätten die Kommunisten wohl auch kaum soviel Zulauf bekommen.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Beitrag bitte richtig plazieren

Rüdiger, Monday, 26.01.2004, 20:24 (vor 8046 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Beitrag bitte richtig plazieren von Garfield am 26. Januar 2004 17:20:35:

In beiden Ländern hat sich mit Machtübernahme der Kommunisten die Situation für die Bevölkerung mit Sicherheit nicht verschlechtert. Sonst hätten die Kommunisten wohl auch kaum soviel Zulauf bekommen.

Dieser Zulauf für die Kommunisten war in Rußland sehr kurzlebig. Die Bolschewiki hatten aus rein taktischen Gründen Landumverteilung versprochen - und nahmen den Bauern das Land kurze Zeit später wieder weg. Die Leninregierung erhielt damals Briefe von enteigneten Bauern, die sich beschwerten, "die Regierung" nehme ihnen das Land weg; die konnten es einfach nicht glauben, daß das dieselben Leute waren .... Ich empfehle wirklich die Lektüre des "Schwarzbuchs des Kommunismus", insbesondere des Kapitels "Der Krieg gegen das eigene Volk beginnt". Der begann nämlich schon sehr früh; in unglaublich arrogant-elitärer Weise setzten sich die Kommunisten nämlich über die anderen Linksparteien (Menschewiki, Sozialrevolutionäre, Anarchisten) hinweg, weil sie sich im Alleinbesitz der Wahrheit dünkten. Die wirklichen Bedürfnisse der kleinen Leute waren denen nämlich ziemlich egal. "Es wäre wirklich die schlimmstmögliche Wendung der Geschichte, wenn der Kommunismus sich mit der Diktatur verbündete", so ähnlich der Anarchist Bakunin. Und genau so ist es gekommen. Ich bin sicher, Rußland hätte den Umschwung zu einer bürgerlichen Demokratie geschafft. Aber nein, die erste freigewählte Duma (in der die Linksparteien, wenn auch nicht die Bolschewiki die Mehrheit hatten), wurde gesprengt, Widerspruch blutig unterdrückt.

Gruß, Rüdiger

Re: Beitrag bitte richtig plazieren

Andreas, Monday, 26.01.2004, 20:42 (vor 8046 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: Beitrag bitte richtig plazieren von Rüdiger am 26. Januar 2004 18:24:28:

Ich empfehle wirklich die Lektüre des "Schwarzbuchs des Kommunismus",

...da reicht auch schon Solschenizyns dreibändiges Werk "Der Archipel Gulag"!

Andreas

Re: Beitrag bitte richtig plazieren

Garfield, Tuesday, 27.01.2004, 16:46 (vor 8045 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: Beitrag bitte richtig plazieren von Rüdiger am 26. Januar 2004 18:24:28:

Hallo Rüdiger!

Ja, es war definitiv ein Fehler, daß die Kommunisten in Rußland allein die Macht übernommen haben. Damit haben sie sich übrigens auch von den Marxschen Lehren abgewandt, denn Marx hat immer betont, daß der Kommunismus erst errichtet werden könne, wenn der Kapitalismus die Grundlagen dafür entwickelt hat. In Rußland hatte sich 1917 aber noch nicht einmal der Kapitalismus voll entwickelt.

Aufgabe der russischen Kommunisten wäre es gewesen, dafür zu sorgen, daß das ursprüngliche halbfeudale System nicht durch einen puren Kapitalismus ohne Rücksicht auf Verluste ersetzt wird, sondern durch eine soziale Marktwirtschaft wie wir sie in Deutschland dank verschiedener historischer Glücksfälle bekommen haben.

Stattdessen haben sie sich von der Gier nach Macht überwältigen lassen und sich damit vom richtigen Kurs abgewandt. Folgerichtig führte das dann zum Stalinismus, der dann nach dem Zweiten Weltkrieg auch vielen anderen Ostblockländern aufgezwungen wurde.

In Verkennnung der Tatsachen redete Lenin noch in den 20er Jahren davon, daß es in wenigen Jahrzehnten in Rußland den Kommunismus geben würde. In den 50er Jahren erzählten die SED-Funktionäre den Ostdeutschen noch genau dasselbe. In den 70er Jahren war das dann so nicht mehr zu halten. Da war dann nun noch die Rede von der "Entwickelten Sozialistischen Gesellschaft", die man als Grundlage für den Kommunismus schaffen wolle...

Aber man muß eben immer auch sehen, daß es dem einfachen Volk im alten Rußland auch nicht gut ging. Und die Kollektivierungen hatten in der Sowjetunion auch einen Sinn. Durch den Ersten Weltkrieg und die darauf folgenden Bürger- und Interventionskriege war das Land sehr ausgelaugt, und es gab natürlich (wie auch in Deutschland während des Ersten Weltkrieges) Probleme mit der Nahrungsmittelversorgung. Manche Bauern nutzten das schamlos aus, indem sie Lebensmittel zurückhielten, so die Preise hoch trieben und den Menschen dann ihre letzten Ersparnisse abknöpften.

Man hätte dafür auch andere Lösungen finden oder die Kollektivierungen nach einiger Zeit, als sich die Situation verbessert hatte, wieder rückgängig machen können.

Aber insgesamt gesehen hat sich das Volk wohl kaum verschlechtert, mal abgesehen vom Stalin-Terror. Aber auch in der Zarenzeit wurden zumindest politische Gegner auch verfolgt.

Freundliche Grüße
von Garfield

Deine Bank hat...

Mirko, Monday, 26.01.2004, 17:27 (vor 8046 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Der Zins - Wurzel allen Übels? (OFF TOPIC) von Rüdiger am 26. Januar 2004 12:59:15:

Deine Bank hat...

Gruß, Rüdiger (der es gut findet, wenigstens noch ein paar Hunderter Zinsen im Jahr zu bekommen)

Hallo Rüdiger, Deine Bank hat...

...hat deinem Arbeitgeber einen Kredit gewährt, dein Arbeitgeber schlägt den Zins auf dein Gehalt um

...hat verschiedenen Herstellern von Produkten, die Du so kaufst, Kredite gewährt, die Hersteller schlagen den Zins auf den Preis um

...hat den Fuhrunternehmen, die diese Produkte transportieren Kredite gewährt, die schlagen den Zins auf den Preis für den Transport um

...der Supermarkt, wo Du das Produkt kaufst, macht es natürlich genau so.

Ups, bei all diesen Transaktionen werden natürlich Steuern gezahlt, das trifft sich gut, denn weiterhin hat deine Bank dem Staat, in dem Du lebst, einen Kredit gewährt. Die Zinstilgung macht knapp ein Viertel des Bundeshaushalts aus, und der Bund, äh ja, der schlägt den Zins um auf deine Steuern (mehr), deine Rente (weniger)...

Freut mich, dass Du ein paar Hunderter Zins bekommst ;-)

Grüße Mirko.

Re: Deine Bank hat...

Rüdiger, Monday, 26.01.2004, 18:08 (vor 8046 Tagen) @ Mirko

Als Antwort auf: Deine Bank hat... von Mirko am 26. Januar 2004 15:27:33:

Hallo Rüdiger, Deine Bank hat...
...hat deinem Arbeitgeber einen Kredit gewährt, dein Arbeitgeber schlägt den Zins auf dein Gehalt um
...hat verschiedenen Herstellern von Produkten, die Du so kaufst, Kredite gewährt, die Hersteller schlagen den Zins auf den Preis um
...hat den Fuhrunternehmen, die diese Produkte transportieren Kredite gewährt, die schlagen den Zins auf den Preis für den Transport um
...der Supermarkt, wo Du das Produkt kaufst, macht es natürlich genau so.
Ups, bei all diesen Transaktionen werden natürlich Steuern gezahlt, das trifft sich gut, denn weiterhin hat deine Bank dem Staat, in dem Du lebst, einen Kredit gewährt. Die Zinstilgung macht knapp ein Viertel des Bundeshaushalts aus, und der Bund, äh ja, der schlägt den Zins um auf deine Steuern (mehr), deine Rente (weniger)...
Freut mich, dass Du ein paar Hunderter Zins bekommst ;-)

Na, so kann ich doch wenigstens die Verluste in Grenzen halten;-) Du würdest vielleicht sagen: Dadurch halte ich überhaupt das System am Leben. Mag sein. Auch was du oben schreibst, ist richtig. Aber ich glaube kaum, daß die meisten Unternehmen aus Jux und Dollerei Kredite aufnehmen, die sind nämlich teuer, und wenn man solche Kosten vermeiden kann, dann tut man das. Es werden Kredite aufgenommen, weil einfach nicht genug Eigenkapital da ist, bei deutschen Unternehmen anscheinend noch viel weniger als bei ausländischen. Was würdest du tun, wenn du ein Unternehmen aufmachen wolltest? So lange sparen, bis du alles aus 100 % Eigenkapital betreiben kannst? Dann wärst du im Rentenalter, bevor es losginge. Also mußt du dir Geld leihen. Und warum sollte dir ein Wildfremder Geld leihen, wenn er dafür nicht eine Prämie, Zins genannt, bekommt? Für das Leihen/Mieten/Pachten aller anderen Dinge, vom Leihwagen über die Mietwohnung bis zur Obstwiese und zum Greifbagger, lassen sich die Eigentümer ja auch bezahlen. Oder warum sollte ein Immobilienbesitzer fremde Leute gratis in seinen Wohnungen wohnen lassen? Da könntest du ja auch sagen, ohne "Mietzins" (sic!) wäre das Leben billiger :-) Bloß daß sich dann kein Depp mehr fände, der Mietwohnungen bauen würde.... Inanspruchnahme fremder Dinge, die sich der Eigentümer mühsam angespart hat, kostet nun mal... Die Banken sind dabei ja eigentlich nicht mehr als (allzu gut bezahlte) Vermittler. Wenn du sagst "Deine Bank hat einem Unternehmer Geld geliehen", dann ist das nur halbrichtig. Richtig ist: Die Bank verleiht das Geld, das Millionen Sparer ihr gegeben haben. Und die erwarten zu Recht, dafür Zinsen zu bekommen, sonst könnten sie das Geld ja auch unter der Matratze lassen oder das Sparen ganz sein lassen .... Die Wirtschaft würde ohne Sparen, Kapitalbildung und die Möglichkeit für Unternehmer, Kredit in Anspruch zu nehmen, zusammenbrechen.

Gruß, Rüdiger

Re: Deine Bank hat...

Garfield, Monday, 26.01.2004, 19:00 (vor 8046 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: Deine Bank hat... von Rüdiger am 26. Januar 2004 16:08:31:

Hallo Rüdiger!

Du fragst, wieso jemand einfach so einem Unternehmen Geld geben sollte. Nun, das müßte er tun, wenn er anders für das Geld keine Zinsen bekommen würde. Denn es würde ihm nichts bringen, das Geld in die Matraze zu stopfen. Also müßte er es irgendwie in einem Unternehmen anlegen, sich so in das Unternehmen einkaufen und wäre dann am Gewinn des Unternehmens beteiligt.

Natürlich wird auch dieser Gewinn auf die Preise aufgeschlagen - aber das passiert so oder so.

Wenn man aber für sein Geld einfach von irgendeiner Bank Zinsen bekommen kann, dann gibt man es natürlich der Bank. Die Bank wiederum will natürlich auch ihren Reibach machen, und der muß dann am Ende zwangsläufig auch noch auf die Preise aufgeschlagen werden. Obendrein bekommt die Bank so sehr viel Macht, die sie durchaus nicht immer zum Wohle der Wirtschaft einsetzt.

Jeder Unternehmensgründer muß also erst einmal einen Bittgang zur Bank machen. Wenn er dann nicht im Maßanzug und mit dicken Mercedes erscheint, wird's eventuell schon schwierig für ihn...

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Deine Bank hat...

Rüdiger, Monday, 26.01.2004, 20:41 (vor 8046 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Deine Bank hat... von Garfield am 26. Januar 2004 17:00:45:

Hallo Garfield,

du bist also weniger gegen den Zins an sich, sondern gegen die Vermittlerrolle der Banken? Ja, in der Tat, je "indirekter" es wird, je mehr "Vermittler" aller Art sich reinhängen (und natürlich auch noch mitverdienen wollen), etwa Kreditkartenunternehmer, Leiharbeitsfirmen (statt daß man direkt irgendwo arbeitet), desto teurer wird's natürlich. Bauern, die direkt an den Endverbraucher liefern, haben auch mehr Verdienstspanne, Textilunternehmen, die verstärkt Fabrikverkauf machen, auch, und ich auch, wenn ich Bücher einzeln an den Endverbraucher verkaufe statt mit hohem Rabatt an den Großhandel. Nachteil: Es macht auch sehr viel mehr Arbeit. Man muß lauter Kleckerbeträgen hinterherlaufen, lauter Kleinsendungen packen. "Vermittler" und "Verteiler" haben nun mal den Vorteil der Arbeitserleichterung. Und der kostet halt.

Im übrigen gibt's durchaus auch mal Unternehmer, die sich - unter Umgehung der Banken - direkt an's Publikum wenden mit der Bitte um Kredit. Für den Geldanleger kann so was natürlich auch riskanter sein, als das Geld in eine Bank mit Einlagensicherung zu stopfen ....

Gruß, Rüdiger

Re: Deine Bank hat...

Garfield, Tuesday, 27.01.2004, 19:13 (vor 8045 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: Deine Bank hat... von Rüdiger am 26. Januar 2004 18:41:37:

Hallo Rüdiger!

Ich bin gegen den Zins und gegen die Banken. D.h. aber nicht, daß ich beides komplett abschaffen würde. Gerade für Menschen, die einen Kredit nicht für ein Unternehmen benötigen, sehe ich kaum andere Möglichkeiten, jedenfalls keine, die sich einfach realisieren ließen.

Man muß aber die Macht der Banken dringendst beschneiden, und man muß auch darauf achten, daß sehr große Vermögen durch Zinsen nicht übermäßig aufgebläht werden.

Zumindest muß man die Zinsen deutlich senken, was momentan ja auch versucht wird. Nützlich wäre auch eine staatliche Bank, bei der jeder ein kostenloses Giro-Konto einrichten könnte und die Unternehmensgründern zinslose Kredite gewährt. Das würde die Macht der privaten Banken deutlich verringern. Denn jetzt läuft ja fast sämtliches Geld immer wieder durch die Banken.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Deine Bank hat...

Manfred, Monday, 26.01.2004, 21:57 (vor 8046 Tagen) @ Mirko

Als Antwort auf: Deine Bank hat... von Mirko am 26. Januar 2004 15:27:33:

...hat deinem Arbeitgeber einen Kredit gewährt, dein Arbeitgeber schlägt den Zins auf dein Gehalt um

grrrr...
als ob das so einfach wäre, genau...
Wenn der Arbeitgeber privat einen Kredit aufnimmt, hat das normalerweise nix mit den Gehältern zu tun und geht auch daher keinen was an. Wenn er dafür sorgt, dass die Firma am Leben bleibt (z.B. weil er 10 neue Taxis kauft die dann auch neue Fahrer brauchen) dann ist das doch genau das was immer gefordert wird!

Der Verleih von Geld macht Arbeit bzw. Leistung auch über Zeitgrenzen hinweg quasi steuerbar. Das ist wirtschaftlich gesehen ein großer Vorteil.
denk mal an das Eigenheim, dass sich so mancher Normalverdiener dann erst im alter von 70 Jahren hinstellen könnte, das kanns doch nicht sein.

Gruß,
Manfred

Re: Der Zins - Wurzel allen Übels? (OFF TOPIC)

Garfield, Monday, 26.01.2004, 18:51 (vor 8046 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Der Zins - Wurzel allen Übels? (OFF TOPIC) von Rüdiger am 26. Januar 2004 12:59:15:

Hallo Rüdiger!

"Gäb's keinen Zins mehr, würde wohl kaum noch jemand sparen wollen; ohne Sparen und Kapitalbildung hinwiederum kann die Wirtschaft nicht funktionieren"

Das ist ja gerade ein Grund gegen Zinsen! Wenn man nämlich für Geld in reiner Form keine Zinsen bekommt, dann hat man nur noch eine Möglichkeit: Das Geld in Produktiv-Material umzusetzen.

Jetzt haben wir nämlich auch noch das Problem, daß sehr viel Kapital in einer Art Scheinwirtschaft gebunden ist. Es kursiert dort, ohne in der realen Welt sinnvoll angelegt zu werden. Und dafür fallen innerhalb dieser Scheinwirtschaft Zinsen an, die dann natürlich auch noch irgendwie im realen Leben erwirtschaftet werden müssen.

"Nein, ich kann dir zwar so auf Anhieb nicht sagen, wo in deiner Theorie der Wurm drin ist..."

Da gibt's keinen Wurm. Es ist einfach so - durch Zinsen kann Vermögen theoretisch unendlich groß werden. Das ist ganz einfach mathematisch nachweisbar. Jeder Schüler, der im Mathe-Unterricht schon Zinsrechnung hatte, kann das. Dagegen gibt es Mittel wie z.B. Vermögenssteuer, aber dagegen wiederum gibt es ja Schlupflöcher, die auch fleißig genutzt werden.

"...aber hinter Kriegen immer nur den Zins als Ursache zu sehen, ist ähnlich unrealistisch wie die meisten Verschwörungstheorien"

Nein, natürlich fängt kein Staat einen Krieg an, um Vermögen zu vernichten. Eher im Gegenteil. Aber es ist eben de facto so, daß künstlich aufgeblähte Vermögen nur durch Währungszusammenbrüche vernichtet werden können, und die können z.B. durch Kriege oder schwere Krisen ausgelöst werden.

"Da braucht's keinen Krieg; wenn die Schuldner nimmer zahlen können, reduziert sich die Nachfrage nach Geld (ich nehm ja auch keinen Millionenkredit auf), und die Zinsen sinken ganz von alleine."

Ja, dann haben wir die Krise am Hals. Die trifft dann aber alle, und meist sogar besonders die, die am wenigsten besitzen.

"der es gut findet, wenigstens noch ein paar Hunderter Zinsen im Jahr zu bekommen"

Hast du schon mal ausgerechnet, wieviel Zinsen du jährlich z.B. für Kredite zahlst? Und wieviel Zinsen du indirekt zahlst, wenn du beispielsweise Produkte eines Unternehmens kaufst, das die Kreditzinsen auf die Preise umlegt? Bist du sicher, daß das nur ein paar Hunderter im Jahr sind?

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Der Zins - Wurzel allen Übels? (OFF TOPIC)

Manfred, Monday, 26.01.2004, 21:42 (vor 8046 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Der Zins - Wurzel allen Übels? (OFF TOPIC) von Garfield am 26. Januar 2004 16:51:55:

Das ist ja gerade ein Grund gegen Zinsen! Wenn man nämlich für Geld in reiner Form keine Zinsen bekommt, dann hat man nur noch eine Möglichkeit: Das Geld in Produktiv-Material umzusetzen.

Ja das ist eben das Problem mit den Halbwahrheiten ;-)
Das was du oben sagst würde nur solange gutgehen, bis ein anderer merkt, dass man sich dann beinahe beliebig viel Kohle pumpen kann ohne je Zinsen zu zahlen. Eine völlge Überschuldung aller mit Inflation des Geldwertes wäre die Folge und das ist sicher nicht produktiv.

Gruß,
Manfred

Re: Der Zins - Wurzel allen Übels? (OFF TOPIC)

Garfield, Tuesday, 27.01.2004, 15:39 (vor 8045 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Der Zins - Wurzel allen Übels? (OFF TOPIC) von Manfred am 26. Januar 2004 19:42:25:

Hallo Manfred!

"Das was du oben sagst würde nur solange gutgehen, bis ein anderer merkt, dass man sich dann beinahe beliebig viel Kohle pumpen kann ohne je Zinsen zu zahlen. Eine völlge Überschuldung aller mit Inflation des Geldwertes wäre die Folge und das ist sicher nicht produktiv."

Wie sollte man sich denn beliebig viel Geld leihen? Dazu muß man erst einmal jemanden finden, der beliebig viel Geld investiert - genau wie jetzt auch. Nur wäre das dann leichter, weil jeder, der Geld übrig hat, dieses Geld anlegen müßte, damit es sich vermehrt. Aber vorher würde er natürlich prüfen, ob er es nicht in den Sand setzt. Das muß man jetzt auch tun, wenn man sich an einem Unternehmen beteiligt. Wo siehst du da einen Unterschied?

Sicher - es würde immer auch Betrüger geben. Aber die gibt es jetzt auch. Auch Banken sind schon oft genug auf Betrüger hereingefallen, und so mancher Anleger hat sich dann schon gewünscht, daß er sein Geld doch direkt selbst angelegt hätte, anstatt es der Bank zu geben... Jedenfalls wenn es eine kleine Bank war, die dann pleite ging. Auch da sehe ich keinen Unterschied.

Und wenn das jetzige System angeblich so perfekt ist: Wie erklärst du dir dann z.B. die Finanzkrisen in Südamerika oder in Asien?

Freundliche Grüße
von Garfield

Das Problem ist ganz elegant lösbar

Der Eman(n)ze, Monday, 26.01.2004, 21:07 (vor 8046 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Nächtliche Gastschreibsperre von Jörg am 25. Januar 2004 23:48:35:

...diejenigen, die in diesem Forum schon recht lange aktiv sind (nicht in Form von Störmanövern), sollten auf Wunsch als Stammposter aufgenommen werden.

Ich vermisse bis heute eine plausible Erklärung dafür, daß sich hier niemand mehr registrieren darf.

Ich kenne kein anderes Forum, wo mir eine derartige beschränkung aufgefallen ist.

Gruß
Der Eman(n)ze

Re: Das Problem ist ganz elegant lösbar

Jörg , Monday, 26.01.2004, 22:04 (vor 8046 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Das Problem ist ganz elegant lösbar von Der Eman(n)ze am 26. Januar 2004 19:07:10:

...diejenigen, die in diesem Forum schon recht lange aktiv sind (nicht in Form von Störmanövern), sollten auf Wunsch als Stammposter aufgenommen werden.

Ich vermisse bis heute eine plausible Erklärung dafür, daß sich hier niemand mehr registrieren darf.[/i]

Wenn Du schon von Anfang an dabei gewesen wärest, wüßtest Du,
warum die Eintragung als Stammposter in diesem Forum relativ
restriktiv gehandhabt wird.

Da man anderen wohl kaum den geradezu irren Ergeiz verdeutlichen
kann, mit dem dieses Forum etliche Male aus den Angeln zu heben
versucht wurde - und zwar durch eine reichhaltige Palette von
Manövern - spare ich mir wohl auch besser weitere Erklärungen zu
diesem Thema.

Ich kenne kein anderes Forum, wo mir eine derartige beschränkung aufgefallen ist.

Dann scheinst Du noch nicht viele Foren kennengelernt zu haben.

Jörg

andere Forensyteme

Der Eman(n)ze, Monday, 26.01.2004, 22:39 (vor 8046 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Das Problem ist ganz elegant lösbar von Jörg am 26. Januar 2004 20:04:32:

Dann scheinst Du noch nicht viele Foren kennengelernt zu haben.

Ich kenne durchaus sehr viele Foren, aber die beruhen meist auf einem anderen System:

Entweder darf sich jeder automatisch einen Account per E-Mail holen und 3 min später loslegen. Wer Mist baut, dem wird der Account manuell vom Admin entzogen. Verhindert keine Trollerei, macht aber dem Troll das Leben schwer, da er zum weitertrollen immer eine neue Emailaddresse braucht.

ODER das Forum ist vollkommen registrierungsfrei.

Leider kann ich es immer noch nicht nachvollziehen, wie jemand, der hier registriert ist, das Forum stören kann. Bloß, weil man nach mitternacht schreiben darf, hat man doch nicht mehr Macht? Die einzige Erklärung: Hat man hier als Registrierter automatisch Admin-Rechte? DANN, ja dann wird mir alles klar. Dann möchte ich auch nicht registriert sein, denn ich will keine Adminrechte ->interessiert mich jetzt mal wirklich

Wenn dem so ist, Jörg: Hast Du schon mal darüber nachgedacht, in ein anderes (kostenloses) Forensystem umzuziehen? Wo man abgestufte Rechte unter Registrierten vergeben kann? Entweder nur Schreibrechte (das haben dann die meisten) oder Moderatorrechte.

Re: andere Forensyteme

Jörg , Thursday, 29.01.2004, 02:52 (vor 8044 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: andere Forensyteme von Der Eman(n)ze am 26. Januar 2004 20:39:56:

Hallo!

>Dann scheinst Du noch nicht viele Foren kennengelernt zu haben.

Ich kenne durchaus sehr viele Foren, aber die beruhen meist auf einem anderen System:

Entweder darf sich jeder automatisch einen Account per E-Mail holen und 3 min später loslegen. Wer Mist baut, dem wird der Account manuell vom Admin entzogen. Verhindert keine Trollerei, macht aber dem Troll das Leben schwer, da er zum weitertrollen immer eine neue Emailaddresse braucht.[/i]

Halte ich nicht unbedingt für optimal, da sich Störer bei den
zahlreichen Freemail-Anbietern in fünf Minuten eine neue
E-Mail-Adresse zulegen können. Für Störer mit entsprechend
viel Ehrgeiz (und ich kann Dir versichern, die hat es hier zur Genüge
gegeben) ist das kein ernsthafter Hinderungsgrund.

ODER das Forum ist vollkommen registrierungsfrei.

Tagsüber kann man hier auch problemlos ohne vorherige
Registrierung schreiben.

Leider kann ich es immer noch nicht nachvollziehen, wie jemand, der hier registriert ist, das Forum stören kann. Bloß, weil man nach mitternacht schreiben darf, hat man doch nicht mehr Macht?

In gewisser Weise schon. Wer es darauf anlegt, dem Forum
Schaden zuzufügen, hat es als Stammposter deutlich leichter.
Nicht nur, weil man als Stammposter rund um die Uhr Beiträge
einstellen kann, sondern auch, weil sicherheitstechnische
Maßnahmen bei Stammpostern nicht greifen. Aus diesem Grund
trage ich Interessenten grundsätzlich nur dann als Stammposter
ein, wenn sie bereits eine Weile als Gastschreiber mitgeschrieben
haben und sie in dieser Zeit nicht negativ aufgefallen sind. Das
ist eine bewährte und im übrigen auch von Parsimony selbst
empfohlene Vorgehensweise.

Die einzige Erklärung: Hat man hier als Registrierter automatisch Admin-Rechte? DANN, ja dann wird mir alles klar. Dann möchte ich auch nicht registriert sein, denn ich will keine Adminrechte ->interessiert mich jetzt mal wirklich

Natürlich hat man als Stammposter nicht automatisch Admin-
Rechte. Das gäbe ja ein völliges Chaos. Admin-Rechte (darunter
verstehe ich vor allen Dingen das Recht, Beiträge zu löschen)
haben hier in diesem Forum nur drei Personen: die beiden
Co-Forenmaster Norbert und Maesi sowie meine Wenigkeit).

Gruß, Jörg

Re: Nächtliche Gastschreibsperre

Jens, Tuesday, 27.01.2004, 00:36 (vor 8046 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Nächtliche Gastschreibsperre von Jörg am 25. Januar 2004 23:48:35:

Du kannst es so belassen wie es ist. Nicht dass unnötig neuer Stress entsteht. Bekanntlich sprechen sich ja solche Dinge schnell rum - mitlesen tut hier nämlich jeder.

Gruß,
Jens

Hallo,
ich habe vor einiger Zeit die nächtliche Gastschreibsperre eingeführt,
weil es zahlreiche Störmanöver gegen dieses Forum gegeben hat.
Nun mal eine Frage an Euch alle, vorrangig jedoch an die
Gastschreiber, die hier häufig schreiben:
Wird die nächtliche Gastschreibsperre in diesem Forum als eine
große Einschränkung empfunden?
(Hintergrund dieser Frage: Das Forum ist seit einiger Zeit
glücklicherweise weitgehend vor Trollen verschont geblieben und
ich überlege derzeit, die nächtliche Gastschreibsperre zu lockern
bzw. vielleicht auch ganz aufzuheben.)
Gruß, Jörg

Re: Nächtliche Gastschreibsperre

Max, Tuesday, 27.01.2004, 01:34 (vor 8046 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Nächtliche Gastschreibsperre von Jörg am 25. Januar 2004 23:48:35:

Hallo,
ich habe vor einiger Zeit die nächtliche Gastschreibsperre eingeführt,
weil es zahlreiche Störmanöver gegen dieses Forum gegeben hat.
Nun mal eine Frage an Euch alle, vorrangig jedoch an die
Gastschreiber, die hier häufig schreiben:
Wird die nächtliche Gastschreibsperre in diesem Forum als eine
große Einschränkung empfunden?
(Hintergrund dieser Frage: Das Forum ist seit einiger Zeit
glücklicherweise weitgehend vor Trollen verschont geblieben und
ich überlege derzeit, die nächtliche Gastschreibsperre zu lockern
bzw. vielleicht auch ganz aufzuheben.)
Gruß, Jörg

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Hallo Jörg,

wollte Dir auf Deine Frage heute morgen um 6:08 antworten. Ging nicht. Gottseidank erwische ich gerade noch den slot vor 24:00 Uhr, um Dir zu sagen, ob ich die nächtliche Schreibsperre hinderlich finde oder nicht. Ein zweischneidiges Schwert: Zwischen 8:00 und 24:00 Uhr finde ich sie ganz OK.
Zwischen 0:00 und 8.00 Uhr allerdings finde ich sie extrem ätzend.
Alles nicht so einfach....

Gruß - Max

Re: Nächtliche Gastschreibsperre

terVara, Tuesday, 27.01.2004, 02:10 (vor 8046 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Nächtliche Gastschreibsperre von Jörg am 25. Januar 2004 23:48:35:

Moin Jörg,

warum lockerst du das nicht in Richtung moderierter Betrieb für Gäste über Nacht?

Ich habe damit sehr gute Erfahrungen in einem Forum mit sensiblen Themen gemacht, daß vorher auch häufig nächtliche Störer hatte. Anfangs war das noch etwas Aufwand, schlußendlich ist aber nach ein paar Wochen Ruhe im Karton und es beschraänkt sich auf wenige Aktivitäten, zumal du ja per Mail unterrichtet wirst, ob da was anliegt (mit Preview)...

Gruß

terVara

Re: Nächtliche Gastschreibsperre

Jörg , Wednesday, 28.01.2004, 13:00 (vor 8044 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Nächtliche Gastschreibsperre von Jörg am 25. Januar 2004 23:48:35:

Hallo nochmal,

vielen Dank für alle ernstgemeinten Antworten.

Ich habe aufgrund Eurer Antworten den Eindruck bekommen, daß
die nächtliche Gastschreibsperre für die meisten Gastschreiber kein
großes Handicap darstellt und lasse aus diesem Grund erstmal
alles so wie es ist.

Gruß, Jörg

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