Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Tabuthema?

Realist, Sunday, 25.01.2004, 12:54 (vor 8047 Tagen)

Der folgende, zitierte Leserbrief stand vor vielen Jahren, als Deutschland noch geteilt war, in einem kostenlosen wöchentlich erscheinenden Werbeblatt. Vom Namen des Schreibers sind nur die Buchstaben E.K. bekannt.
Es handelte sich um eine Stellungnahme zum Thema "Frauentaxis zum Öffi-Tarif", da Frauen sich nachts nicht mehr sicher fühlten.

Zitat:

Wie sie wahrscheinlich wissen, gibt es in Deutschland einen Frauenüberschuß. Aber haben Sie und viele andere Medien schon einmal überlegt, wie dieser zustande kommt? Nämlich erst ab etwa 50 Jahren aufwärts und je höher Sie gehen, desto größer wird der Frauenüberschuß.
Machen Sie sich doch bitte einmal die Mühe und stellen sie fest, wieviel alleinstehende Frauen es zwischen 20 und 45 gibt; und dann stellen Sie fest, wie viele alleinstehende Männer es in dieser Altersgruppe gibt. Aber rechnen Sie alle alleinstehenden Männer in Deutschland, das heißt: Ausländer, Asylanten, Natotruppen und Deutsche; die wollen nämlich alle eine Freundin haben.
Also jeder zweite Mann ist zum Alleinsein verdammt. Daß da mancher durchdreht und sich mit Gewalt nimmt, was er statistisch nicht anders haben kann, ist zwar verwerflich und gehört auch streng bestraft, aber irgendwie erklärlich.
Mein etwas sehr utopischer Vorschlag: Ab sofort die Grenzen für Männer dichtmachen, und nur noch Frauen hereinlassen; von mir aus Hunderttausende. Das wird zwar einigen Frauen auch nicht recht sein, da die Konkurrenz größer wird; doch: mehr Konkurrenz und dadurch mehr Sicherheit auf den Straßen oder weiterhin diesen wahnsinnigen Männerüberschuß, der ja täglich größer wird (Ausländer, Asylanten) beibehalten, mit allen daraus entstehenden Gefahren?
Sicher, man wird Vergewaltigungen nie ganz ausmerzen können, aber ich glaube, wenn das Verhältnis zwischen alleinstehenden Frauen und Männern (20-45 Jahre) in etwas ausgeglichen wäre, würde es auf unseren Straßen wesentlich weniger Kriminalität nicht nur sexueller Art geben.
Dieses soll keine Stellungnahme gegenüber Ausländern sein. Ich wollte nur ganz objektiv und neutral auf diesen Punkt hinweisen. E.K.

Ende

Meine Frage an das Forum:

Warum wurde und wird diese brisante Thematik von den Medien über Jahrzehnte totgeschwiegen? Wird hier die Tabuzone des politisch Unkorrekten berührt? Oder paßte so eine Sichtweise nicht in das feministische Weltbild von den benachteiligten Frauen. Wer weiß eine Antwort?

Schließlich besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Frauenmangel und Geburtenrückgang, aber die Politik hat diese Tatsache anscheinend ignoriert.
Zwar erwirbt z.B. eine Ausländerin, die in der BRD fünf Kinder zur Welt gebracht hat, automatisch einen Rentenanspruch ohne Einzahlung, aber das kann sicher nicht die Lösung sein. Dieser Leserbrief wäre in einer normalen Tageszeitung in der mir vorliegenden Form mit Sicherheit nicht veröffentlicht worden.

Übrigens sehen einige Wissenschaftler einen ausgeprägten Überschuß junger Männer als eine entscheidende Ursache für Bandenkriminalität, Aufstände, Terrorismus und Krieg an.

MfG
Realist

Re: Tabuthema?

gaehn, Sunday, 25.01.2004, 13:05 (vor 8047 Tagen) @ Realist

Als Antwort auf: Tabuthema? von Realist am 25. Januar 2004 10:54:20:

Der folgende, zitierte Leserbrief stand vor vielen Jahren, als Deutschland noch geteilt war, in einem kostenlosen wöchentlich erscheinenden Werbeblatt. Vom Namen des Schreibers sind nur die Buchstaben E.K. bekannt.
Es handelte sich um eine Stellungnahme zum Thema "Frauentaxis zum Öffi-Tarif", da Frauen sich nachts nicht mehr sicher fühlten.
Zitat:
Wie sie wahrscheinlich wissen, gibt es in Deutschland einen Frauenüberschuß. Aber haben Sie und viele andere Medien schon einmal überlegt, wie dieser zustande kommt? Nämlich erst ab etwa 50 Jahren aufwärts und je höher Sie gehen, desto größer wird der Frauenüberschuß.
Machen Sie sich doch bitte einmal die Mühe und stellen sie fest, wieviel alleinstehende Frauen es zwischen 20 und 45 gibt; und dann stellen Sie fest, wie viele alleinstehende Männer es in dieser Altersgruppe gibt. Aber rechnen Sie alle alleinstehenden Männer in Deutschland, das heißt: Ausländer, Asylanten, Natotruppen und Deutsche; die wollen nämlich alle eine Freundin haben.
Also jeder zweite Mann ist zum Alleinsein verdammt. Daß da mancher durchdreht und sich mit Gewalt nimmt, was er statistisch nicht anders haben kann, ist zwar verwerflich und gehört auch streng bestraft, aber irgendwie erklärlich.
Mein etwas sehr utopischer Vorschlag: Ab sofort die Grenzen für Männer dichtmachen, und nur noch Frauen hereinlassen; von mir aus Hunderttausende. Das wird zwar einigen Frauen auch nicht recht sein, da die Konkurrenz größer wird; doch: mehr Konkurrenz und dadurch mehr Sicherheit auf den Straßen oder weiterhin diesen wahnsinnigen Männerüberschuß, der ja täglich größer wird (Ausländer, Asylanten) beibehalten, mit allen daraus entstehenden Gefahren?
Sicher, man wird Vergewaltigungen nie ganz ausmerzen können, aber ich glaube, wenn das Verhältnis zwischen alleinstehenden Frauen und Männern (20-45 Jahre) in etwas ausgeglichen wäre, würde es auf unseren Straßen wesentlich weniger Kriminalität nicht nur sexueller Art geben.
Dieses soll keine Stellungnahme gegenüber Ausländern sein. Ich wollte nur ganz objektiv und neutral auf diesen Punkt hinweisen. E.K.
Ende
Meine Frage an das Forum:
Warum wurde und wird diese brisante Thematik von den Medien über Jahrzehnte totgeschwiegen? Wird hier die Tabuzone des politisch Unkorrekten berührt? Oder paßte so eine Sichtweise nicht in das feministische Weltbild von den benachteiligten Frauen. Wer weiß eine Antwort?
Schließlich besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Frauenmangel und Geburtenrückgang, aber die Politik hat diese Tatsache anscheinend ignoriert.
Zwar erwirbt z.B. eine Ausländerin, die in der BRD fünf Kinder zur Welt gebracht hat, automatisch einen Rentenanspruch ohne Einzahlung, aber das kann sicher nicht die Lösung sein. Dieser Leserbrief wäre in einer normalen Tageszeitung in der mir vorliegenden Form mit Sicherheit nicht veröffentlicht worden.
Übrigens sehen einige Wissenschaftler einen ausgeprägten Überschuß junger Männer als eine entscheidende Ursache für Bandenkriminalität, Aufstände, Terrorismus und Krieg an.
MfG
Realist

äh ich habe zwar keine statistiken im kopf, aber dieser "männerüberschuss" ist nicht so gewaltigt (bin mir da ziemlich sicher). das ist eher ein anderes problem z.b. wandern aus ostdeutschland viele frauen ab und lassen sich in westdeutschland nieder, so das es hier wohl eher umgedreht ist.
ausserdem müsste man in deiner rechnung berücksichtigen wieviele männer schwul sind (also überhaupt gar keine freundin haben wollen lol), wieviele momentan keine freundin haben wollen. wieviele keine zeit haben für ne alte usw..

halte ich für unsinn. stattdessen sollte man lieber computer verschenken, computer sind treu, machen brav was man ihnen sagt. naja gut sex fällt damit flach, aber wenn man erstmal lang zusammen ist geht das ja auch zürck ;).
im übrigen ist es mehr als gewagt zu behaupten das vergwaltigungen aus sexuellem notstand resultieren. vergewaltigungen haben andere ursachen (hatte mal was davon gehört, das es mit hass auf die eigene mutter zu tun hat). wenn deine these stimmt müssten einige männer die ich kenne und noch nie eine freundin hatten, ja vergewaltiger sein aber die sind ganz friedlich.

mir gefällt im übrigen die grundthese nicht welche besagt "frauen sind so ziemlich das wichtigste". frauen sind auch nur nen haufen zellen, so wie männer eben auch :).

schönen tag noch

relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 13:55 (vor 8047 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: Tabuthema? von gaehn am 25. Januar 2004 11:05:44:

äh ich habe zwar keine statistiken im kopf, aber dieser "männerüberschuss" ist nicht so gewaltigt (bin mir da ziemlich sicher).

Der absolute Männerüberschuß im Altersbereich <45 ist in der Tat gering. Aber ich glaube, Realist ging es um etwas anderes. Er stellte die Zahl der Hetero-Männer der Zahl der Hetero-Frauen gegenüber, die einen Partner bzw. eine Partnerin suchen.

In der Hinsicht sind Frauen tatsächlich in der komfortableren Position, zumindest, wenn es darum geht, primär einen Sexpartner zu finden (weniger einen langjährigen Lebenspartner). Der Männerüberschuß ist jedoch nicht die einzige Ursache. Verhaltensbiologische Unterschiede spielen ebenso eine Rolle wie gesellschaftliche Ursachen.

Diese Tatsachen kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

das ist eher ein anderes problem z.b. wandern aus ostdeutschland viele frauen ab und lassen sich in westdeutschland nieder, so das es hier wohl eher umgedreht ist.

Umgedreht nicht, aber abgemildert schon.

ausserdem müsste man in deiner rechnung berücksichtigen wieviele männer schwul sind (also überhaupt gar keine freundin haben wollen lol), wieviele momentan keine freundin haben wollen. wieviele keine zeit haben für ne alte usw..

Sorry, aber das ist Unsinn. Homosexuelle, bewußte Singles u.s.w. kürzen sich bei dieser Rechnung gegenseitig weg, da sie bei beiden Geschlechtern vertreten sind. Im Gegenteil: Bei den Frauen ist die Zahl der bewußten Singles (die keinerlei Beziehung oder Verhältnis wollen) sogar etwas größer, was den Männerüberschuß unter den partnersuchenden Menschen etwas verschärft.

halte ich für unsinn. stattdessen sollte man lieber computer verschenken, computer sind treu, machen brav was man ihnen sagt. naja gut sex fällt damit flach, aber wenn man erstmal lang zusammen ist geht das ja auch zürck ;).

Super Trost für einen frustrierten Jungmann wider Willen. *Respekt*

im übrigen ist es mehr als gewagt zu behaupten das vergwaltigungen aus sexuellem notstand resultieren.

Da stimme ich Dir zu.

Re: relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität

gaehn, Sunday, 25.01.2004, 14:50 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 11:55:26:

äh ich habe zwar keine statistiken im kopf, aber dieser "männerüberschuss" ist nicht so gewaltigt (bin mir da ziemlich sicher).

Der absolute Männerüberschuß im Altersbereich <45 ist in der Tat gering. Aber ich glaube, Realist ging es um etwas anderes. Er stellte die Zahl der Hetero-Männer der Zahl der Hetero-Frauen gegenüber, die einen Partner bzw. eine Partnerin suchen.
In der Hinsicht sind Frauen tatsächlich in der komfortableren Position, zumindest, wenn es darum geht, primär einen Sexpartner zu finden (weniger einen langjährigen Lebenspartner). Der Männerüberschuß ist jedoch nicht die einzige Ursache. Verhaltensbiologische Unterschiede spielen ebenso eine Rolle wie gesellschaftliche Ursachen.

einfache alternative "benutz deine hand!" :-D.

Diese Tatsachen kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

das ist eher ein anderes problem z.b. wandern aus ostdeutschland viele frauen ab und lassen sich in westdeutschland nieder, so das es hier wohl eher umgedreht ist.

Umgedreht nicht, aber abgemildert schon.

keine ahnung, ich habe keine zahlen.

ausserdem müsste man in deiner rechnung berücksichtigen wieviele männer schwul sind (also überhaupt gar keine freundin haben wollen lol), wieviele momentan keine freundin haben wollen. wieviele keine zeit haben für ne alte usw..

Sorry, aber das ist Unsinn. Homosexuelle, bewußte Singles u.s.w. kürzen sich bei dieser Rechnung gegenseitig weg, da sie bei beiden Geschlechtern vertreten sind. Im Gegenteil: Bei den Frauen ist die Zahl der bewußten Singles (die keinerlei Beziehung oder Verhältnis wollen) sogar etwas größer, was den Männerüberschuß unter den partnersuchenden Menschen etwas verschärft.

das mit den homosexuellen weiss ich eigentlihc selbst :), ging mir diesbezüglich eher darum das nicht jeder mann soooo dringend eine frau sucht.
was die bewußten singles angeht, so frage ich mich woher du das weisst? ich muss sagen ich glaube das nicht so richtig. ich kenne eine ganze menge informatiker die wirklich keine anstalten machen eine frau zu finden. gut mag sein das sie sich eine wünschen, aber wer nichts unternimmt wünscht es sich zumindest nicht so sehr wie das essen was er sich in ein paar stunden im supermarkt kauft.
die frage ist natürlich ab wann man von einem "verlangen" sprechen kann, ich meine klar ich wünsche mir z.b. alle lego mindstorms kästen aber wenn ich jetzt geld hätte würde ich mir wohl erstmal etwas anderes kaufen.
ich denke du weisst in etwa was ich mit wünschen und verlangen meine, diese grenze zwischen etwas tun und etwas einfach haben zu wollen.

halte ich für unsinn. stattdessen sollte man lieber computer verschenken, computer sind treu, machen brav was man ihnen sagt. naja gut sex fällt damit flach, aber wenn man erstmal lang zusammen ist geht das ja auch zürck ;).

Super Trost für einen frustrierten Jungmann wider Willen. *Respekt*

warum denn frustriert? ich meine diese blöde um die frauen gebettel nervt doch. es sind nur frauen!
im übrigen kann man sich auch daran erfreuen das frauen ab 30 sehr sehr stark an äusserlichen reizen einbüssen, was bei männern nicht unbedingt so ist.
und mal ehrlich, wenn die frauen einen ablehnen ist es besser seine zeit sinnvoll zu verbringen. die frauen laufen zum teil riesendeppen hinterher und lehnen intelligente und humorige männer ab, sollen doch die frauen frusrtriert sein.
ich weiss nicht wie es dir geht, aber ich habe keine lust um eine frau ein wahnsinnstheater zu machen, dafür sind frauen einfach zu normal.
angenommen man würde mich vor die wahl stellen etwas zu geiles zu entdecken oder ne hübsche frau zu bekommen, dann entdecke ich lieber :-D.
es gibt doch einige männer die ihre erfindungen, ideen / dinge mehr lieben als alles andere und das finde ich ziemlich gut. sonst würden wir heute noch in bäumen hausen, also wo ist der grund frustriert zu sein?

das lustigste ist aber gerade wenn ein mann frustriert ist das er keine frau bekommt, macht ihn das noch um welten unattraktiver. es ist seltsam aber soweit ich das erkennen kann mögen frauen eigentlich genau die männer die sich nicht allzuviel aus ihnen machen.

im übrigen ist es mehr als gewagt zu behaupten das vergwaltigungen aus sexuellem notstand resultieren.

Da stimme ich Dir zu.

:-D wenigstens etwas ;).

Re: relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität

Ferdi, Sunday, 25.01.2004, 15:37 (vor 8047 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität von gaehn am 25. Januar 2004 12:50:18:

Hallo, schönen Sonntag!

das lustigste ist aber gerade wenn ein mann frustriert ist das er keine frau bekommt, macht ihn das noch um welten unattraktiver. es ist seltsam aber soweit ich das erkennen kann mögen frauen eigentlich genau die männer die sich nicht allzuviel aus ihnen machen.

Kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. In meinem Umfeld ist bekannt, dass ich überzeugter Single bin, der aus seinen Erfahrungen mit Beziehungen zu Frauen gelernt hat und danach handelt. Aber ich bin sehr lebensfroh und mit mir selbst im reinen und strahle das auch aus. Über mangelnde Annäherungsversuche von Frauen kann ich mich aber trotzdem (oder deswegen?) nicht beklagen. Mir scheint, dass meine offen vorgetragene Ablehnung bei manchen Frauen eine Art Ehrgeiz erzeugt (Ich will doch mal sehen, ob diese Nuss nicht zu knacken ist). Ich fühle mich ehrlich gesagt in dieser Lage erheblich wohler als in einer festen, eheähnlichen Beziehung mit Zusammenwohnen und so, wo ich nichts mehr "darf", ohne eine mittelschwere Krise heraufzubeschwören. Jedenfalls wissen meine beiden Freundinnen ganz genau wo sie mit mir dran sind und vielleicht kommen wir gerade deswegen sehr gut miteinander aus. Weil jeder aus freien Stücken handelt, weil keiner das Gefühl haben muss, er sei der Sklave des Anderen und weil jeder weiss, dass, wenn die Freundschaft mal auseinander geht, keiner an den Abgrund seiner Existenz gedrückt wird, wie das den allermeisten geschiedenen Ehemännern passiert.

Gruss,
Ferdi

ein psychologisches Problem

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 16:28 (vor 8047 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität von Ferdi am 25. Januar 2004 13:37:03:

Hi Ferdi! Als Asket hast Du natürlich gut reden. Grundsätzlich stimmt es, was Du sagst: Tritt man(n) souverän und unabhängig den Frauen gegenüber auf, hat man eine ganz andere Ausstrahlung. Mehr noch, man(n) erweckt mitunter den weiblichen Jagdtrieb. ("Der ist schwer zu bekommen, an dem muß was dran sein!")

Aber erzähl das mal einem notgeilen (sorry, der Ausdruck mußte sein) Jungmann. Der hat gleich 2 entscheidende Mankos:
1.) daß er keine Freundin / Verehrerin hat und/oder noch nie eine hatte, erscheint frau suspekt ("den wollte bisher keine / den will keine. Das wird wohl seinen grund haben")
2.) da er unter enormen Erwartungsdruck steht, kann er nicht so gelassen und geduldig sein wie ein bereits bedienter Mann. Frau bekommt seine Notgeilheit irgendwie mit. ("der hat es ja nötig")

Re: ein psychologisches Problem

Ferdi, Monday, 26.01.2004, 02:50 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: ein psychologisches Problem von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 14:28:04:

Hallo Em(m)anze!

Als Asket möchte ich mich nicht bezeichnen. Es ist im Gegenteil so, dass ich heute viel mehr Lebensfreude und Lebenslust habe als zu meiner Ehezeit oder in der Zeit davor.

Aber erzähl das mal einem notgeilen (sorry, der Ausdruck mußte sein) Jungmann.

*grins* Ja, das kenne ich, schliesslich war ich auch mal in dem Alter. Aber ich habe das Glück einen Vater gehabt zu haben, der im entscheidenden Stadium diese Probleme mit mir besprochen hat. Er hat nicht nur gesagt: "Du darfst nicht- usw." sondern er hat mich regelrecht dazu erzogen, meine "Notgeilheit", die wohl jeder junge Mann nach der Pubertät hat, unter Kontrolle zu bringen und meinen Trieb zu beherrschen. Er hat mir nicht nur gesagt, wie ich meinen Trieb kontrollieren und entschärfen kann und wie ich mich vor unerwünschtem Nachwuchs schützen kann, sondern er hat mir auch drastisch und mit Beispielen aus seinem Leben untermauert klar gemacht, was für dramatische Folgen ein unüberlegt ausgeführter Sexualverkehr im "Erfolgsfalle" haben kann. Dafür bin ich meinem inzwischen verstorbenen Vater dankbar, weil ich auch heute noch davon profitiere.

da er unter enormen Erwartungsdruck steht, kann er nicht so gelassen und geduldig sein wie ein bereits bedienter Mann. Frau bekommt seine Notgeilheit irgendwie mit. ("der hat es ja nötig")

Besser gesagt, die Frauen wissen ganz genau wie notgeil junge Männer sind, heizen das noch mit ihren weiblichen Waffen gehörig an und nutzen das dann schamlos aus, um damit die masslose Überhöhung ihres eigenen Egos zu zelebrieren. Erst wenn diese Frauen in nennenswertem Maße Widerstand hiergegen verspüren, kommen sie wieder auf den Teppich zurück.

Gruss,
Ferdi

Re: relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 16:38 (vor 8047 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität von gaehn am 25. Januar 2004 12:50:18:

was die bewußten singles angeht, so frage ich mich woher du das weisst?

siehe anderes Posting von mir

ich muss sagen ich glaube das nicht so richtig. ich kenne eine ganze menge informatiker die wirklich keine anstalten machen eine frau zu finden. gut mag sein das sie sich eine wünschen, aber wer nichts unternimmt wünscht es sich zumindest nicht so sehr wie das essen was er sich in ein paar stunden im supermarkt kauft.

Es gibt Jungmänner, die gehemmt sind.

diese grenze zwischen etwas tun und etwas einfach haben zu wollen.

Wenn man etwas unbedingt haben will und mitkriegt, wie alle um einen herum es schon haben und spürt, daß es nicht so einfach ist, es zu bekommen, verspürt man schnell ein unbeschreibliches verlangen.

Das setzt einen unter Druck. Ein Teufelskreis: "Ich kriege keine Frau ab, weil die Frauen merken, wie ich Angst habe, keine Frau abzukriegen"

ich meine diese blöde um die frauen gebettel nervt doch. es sind nur frauen!

Schön für Dich, wenn Frauen für Dich bedeutungslos sind. :-) Aber warscheinlich warst du nie in der Situation eines notgeilen Jungmannes, der nicht gerade der Ober-Aufreißer ist.

und mal ehrlich, wenn die frauen einen ablehnen ist es besser seine zeit sinnvoll zu verbringen. die frauen laufen zum teil riesendeppen hinterher und lehnen intelligente und humorige männer ab, sollen doch die frauen frusrtriert sein.

rein rational betrachtet, stimmt das. Aber nicht alle sind in der Lage, die Situation jederzeit rational zu betrachten.

ich weiss nicht wie es dir geht, aber ich habe keine lust um eine frau ein wahnsinnstheater zu machen, dafür sind frauen einfach zu normal.

Jetzt sicher nicht mehr. Aber es gab eine zeit, da investierte ich viel zeit in Frauensuche. Es war aber auch eine spannende zeit :-) 14 Monate dauerte sie.

das lustigste ist aber gerade wenn ein mann frustriert ist das er keine frau bekommt, macht ihn das noch um welten unattraktiver. es ist seltsam aber soweit ich das erkennen kann mögen frauen eigentlich genau die männer die sich nicht allzuviel aus ihnen machen.

Das ist genau der teufelskreis, von dem ich oben sprach.

Re: relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität

Emmalein, Monday, 26.01.2004, 17:25 (vor 8046 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Re: relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 14:38:42:

Hm, Emannze,

aber wenn eine Frau unbedingt einen Freund will, ist das ja auch nicht unbedingt eine Sache, die sie attraktiver macht, nicht wahr? Alles,was zu vrkrampft geschieht, wirkt unanattraktiv. Das ist normal.

Stell Dir vor, eine Frau suchte den Mann fürs Leben. Welchen Typ Frau würdest Du bevorzugen:

Typ A: Hey, wär ja schön, wenn ich wen kennenlerne, vielleicht auch wen, mit dem es was Längerfristiges wird. Na ja, wenn das nicht klappt, ist es auch nicht schlimm, ich hab viele Freunde, eine Menge Hobbies, mein Leben ist auch so richtig klasse. Na ja, mal sehen, was die Zeit so bringt, wird schon werden.. Und wenn nicht, na ja, alleine ist das Leben auch nicht soo übel.

oder Typ B: Verdammt, ich werd jetzt so langsam dreissig, ich MUSS jetzt auf Biegen und Brechen einen Mann finden, sonst wird das mit mir wohl nichts mehr.. Wo nehm ich jetzt wohl wen her? Da, der sieht nett aus, ich sprech den an.. Och, nee, da ist ja doch ne Frau bei, schade.. Mensch, überall nette Paare, ich find keinen.. Ich mach mir so langsam Sorgen... Ob das bei mir noch was wird? Sollte ich abnehmen, bin ich zu fett? Bin ich nicht hübsch genug? Bin ich nicht toll genug?

Die Wahl ist da doch wohl leicht, wenn beide gleich gut aussehen und eigentlich als Menschen gleich interessant sind, oder?

Es grüsst Typ A wählend

das Emmalein

Re: relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität

Resa, Sunday, 25.01.2004, 22:15 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 11:55:26:

Der absolute Männerüberschuß im Altersbereich <45 ist in der Tat gering.

Gering? Der Männerüberschuß beträgt in der Altersgruppe bis 45 ca. 2 Millionen.

Gruß Resa

@Resa

Realist, Monday, 26.01.2004, 01:13 (vor 8047 Tagen) @ Resa

Als Antwort auf: Re: relativer Männerüberschuß bei den Partnersuchenden ist Realität von Resa am 25. Januar 2004 20:15:05:

Der absolute Männerüberschuß im Altersbereich <45 ist in der Tat gering.

Gering? Der Männerüberschuß beträgt in der Altersgruppe bis 45 ca. 2 Millionen.
Gruß Resa

Hallo Resa!

Mein Kompliment an Dich! Anscheinend bist Du weit besser informiert als die Herren im Forum? Darf ich fragen woher Dein fundiertes Wissen stammt?

Gruß
Realist

Re: Tabuthema?

Jens, Sunday, 25.01.2004, 15:19 (vor 8047 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: Tabuthema? von gaehn am 25. Januar 2004 11:05:44:

äh ich habe zwar keine statistiken im kopf, aber dieser "männerüberschuss" ist nicht so gewaltigt (bin mir da ziemlich sicher). das ist eher ein anderes problem z.b. wandern aus ostdeutschland viele frauen ab und lassen sich in westdeutschland nieder, so das es hier wohl eher umgedreht ist.

Häh? Was hat das mit der Gesamtanzahl von Frauen und Männern in ganz Deutschland zu tun? Außerdem gibt es kein Ostdeutschland - es sei denn du meinst die Gegend um Königsberg und Danzig. Die "neuen" Bundesländern gehören nach wie vor zu Mitteldeutschland, das nur nebenbei.

ausserdem müsste man in deiner rechnung berücksichtigen wieviele männer schwul sind (also überhaupt gar keine freundin haben wollen lol), wieviele momentan keine freundin haben wollen. wieviele keine zeit haben für ne alte usw..

Aber abziehen muss ja dann wieder die Frauen, die lesbisch sind oder feministisch - die wollen ja auch keine Bindung mit einem Mann, oder ist Alice Schwarzer verheiratet oder kennst du jemanden, der die heiraten würde? Hannibal vielleicht würde freiwillig Sklave dieser "Herrin" werden, aber sonst fällt mir keiner ein.

im übrigen ist es mehr als gewagt zu behaupten das vergwaltigungen aus sexuellem notstand resultieren. vergewaltigungen haben andere ursachen (hatte mal was davon gehört, das es mit hass auf die eigene mutter zu tun hat). wenn deine these stimmt müssten einige männer die ich kenne und noch nie eine freundin hatten, ja vergewaltiger sein aber die sind ganz friedlich.

Hier hast du vollkommen recht.

mir gefällt im übrigen die grundthese nicht welche besagt "frauen sind so ziemlich das wichtigste". frauen sind auch nur nen haufen zellen, so wie männer eben auch :).

Eben. Es kommt darauf an, wie der Haufen Zellen mit den anderen Zellhaufen interagiert. Geschlecht ist da zweitrangig, es sei denn es geht ums Poppen.

Jens

Re: Tabuthema?

gaehn, Sunday, 25.01.2004, 15:40 (vor 8047 Tagen) @ Jens

Als Antwort auf: Re: Tabuthema? von Jens am 25. Januar 2004 13:19:54:

äh ich habe zwar keine statistiken im kopf, aber dieser "männerüberschuss" ist nicht so gewaltigt (bin mir da ziemlich sicher). das ist eher ein anderes problem z.b. wandern aus ostdeutschland viele frauen ab und lassen sich in westdeutschland nieder, so das es hier wohl eher umgedreht ist.
Häh? Was hat das mit der Gesamtanzahl von Frauen und Männern in ganz Deutschland zu tun? Außerdem gibt es kein Ostdeutschland - es sei denn du meinst die Gegend um Königsberg und Danzig. Die "neuen" Bundesländern gehören nach wie vor zu Mitteldeutschland, das nur nebenbei.

also ich nenn das ostdeutschland von mir aus auch dunkeldeutschland oder die zone (und hey ich darf das bin da geboren).

ausserdem müsste man in deiner rechnung berücksichtigen wieviele männer schwul sind (also überhaupt gar keine freundin haben wollen lol), wieviele momentan keine freundin haben wollen. wieviele keine zeit haben für ne alte usw..
Aber abziehen muss ja dann wieder die Frauen, die lesbisch sind oder feministisch - die wollen ja auch keine Bindung mit einem Mann, oder ist Alice Schwarzer verheiratet oder kennst du jemanden, der die heiraten würde? Hannibal vielleicht würde freiwillig Sklave dieser "Herrin" werden, aber sonst fällt mir keiner ein.

ja ok, wie gesagt mit den homosexuellen hatte ich mich etwas falsch ausgedrückt (erläuteringen in der antwort auf emanzes posting).

im übrigen ist es mehr als gewagt zu behaupten das vergwaltigungen aus sexuellem notstand resultieren. vergewaltigungen haben andere ursachen (hatte mal was davon gehört, das es mit hass auf die eigene mutter zu tun hat). wenn deine these stimmt müssten einige männer die ich kenne und noch nie eine freundin hatten, ja vergewaltiger sein aber die sind ganz friedlich.
Hier hast du vollkommen recht.
mir gefällt im übrigen die grundthese nicht welche besagt "frauen sind so ziemlich das wichtigste". frauen sind auch nur nen haufen zellen, so wie männer eben auch :).
Eben. Es kommt darauf an, wie der Haufen Zellen mit den anderen Zellhaufen interagiert. Geschlecht ist da zweitrangig, es sei denn es geht ums Poppen.
Jens

totgeschwiegen nicht ganz, aber ni8ct in den geschlechtersiskurs eingebracht

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 14:19 (vor 8047 Tagen) @ Realist

Als Antwort auf: Tabuthema? von Realist am 25. Januar 2004 10:54:20:

Warum wurde und wird diese brisante Thematik von den Medien über Jahrzehnte totgeschwiegen? Wird hier die Tabuzone des politisch Unkorrekten berührt?

Vor Jahren las ich in einer normalen Tageszeitung schon von diesem Problem vieler junger Männer. Allerdings wurde es nicht im Zusammenhang mit dem Geschlechterdiskurs gebracht.

Oder paßte so eine Sichtweise nicht in das feministische Weltbild von den benachteiligten Frauen. Wer weiß eine Antwort?

Wie immer, kann eine Tatsache immer so interpretiert werden, daß sie der eigenen Ideologie dienlich ist. Vermutlich wird der Männerüberschuß unter den Partnersuchenden damit relativiert, daß Frauen es sehr viel schwerer hätten, einen "modernen, verständnisvollen" Partner zu finden. (Auf deutsch: Da Frauen im Schnitt bessere Menschen sind, haben sie auch Anspruch auf einen ebenso"guten" Partner. Deshalb ist der Männerüberschuß gerechtfertigt. Die Frauen sollen ja eine Chance auf einen "guten" Partner haben. Der Bodensatz der Männer (die "schlechtesten" Männer) geht halt leer aus.

Schließlich besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Frauenmangel und Geburtenrückgang, aber die Politik hat diese Tatsache anscheinend ignoriert.

Der Frauenmangel bei <45 hat m.E. biologische Ursachen. Die höhere Männer-Sterblichkeit fängt schon im Embryonalstadium an und zieht sich wie ein roter Faden durch alle Lebensstadien. Die Natur reagierte vor vielen Jahrtausenden mit einer grundsätzlich höheren Männer-Zeugungsrate. Jetzt kommt der Knackpunkt: Da die moderne Medizin die Männersterblichkeit besonders im Säuglingsstadium, aber auch im Erwachsenen-Alter (Autounfälle, Unfälle bei gefährlichen Arbeiten) herabsetzte sowie gesellschaftliche Bedingungen (fehlende Kriege bzw. Beutezüge, Jagdausflüge) Einfluß nahmen, kam es unter den überlebenden Säuglingen bzw. Männern zu einem verschärften Männerüberschuß.

Re: totgeschwiegen nicht ganz, aber ni8ct in den geschlechtersiskurs eingebracht

Jens, Sunday, 25.01.2004, 15:12 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: totgeschwiegen nicht ganz, aber ni8ct in den geschlechtersiskurs eingebracht von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 12:19:19:

Da die moderne Medizin die Männersterblichkeit besonders im Säuglingsstadium, aber auch im Erwachsenen-Alter (Autounfälle, Unfälle bei gefährlichen Arbeiten) herabsetzte sowie gesellschaftliche Bedingungen (fehlende Kriege bzw. Beutezüge, Jagdausflüge) Einfluß nahmen, kam es unter den überlebenden Säuglingen bzw. Männern zu einem verschärften Männerüberschuß.

Ich dachte immer dass die natürliche Rate zwischen Männern und Frauen biologisch - unter dem Schnitt - bei 52:48 Prozent liegt, also nur ein leichter Männerüberschuss. Oder ist das falsch?

Jens

Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 15:39 (vor 8047 Tagen) @ Jens

Als Antwort auf: Re: totgeschwiegen nicht ganz, aber ni8ct in den geschlechtersiskurs eingebracht von Jens am 25. Januar 2004 13:12:33:

Bei der Zeugungsrate ist der Männerüberschuß wesentlich krasser als bei der Geschlechterstatistik aller (lebenden!) Menschen im Alter von 0 bis 45. Sprich: Wenn Du mit Deiner freundin poppst, ist die Wahrscheinlichkeit viel, viel höher, daß ein Junge gezeugt wird. Nicht zu verwechseln mit der Lebend-Geburtenrate! Zwischen Zeugung und erfolgreicher geburt ist es noch ein weiter, weiter Weg. Dennoch ist auch bei der Geburtenrate die Wahrscheinlichkeit, einen Sohn zu bekommen, noch etwas höher. Trotzdem haben es männliche Neugeborene schwerer. Sie sind häufiger Problemfälle, Frühchen u.s.w. Doch moderne Bedingungen (Medizin, Gesellschaft) machen die Wahrscheinlichkeit, daß ein gezeugtes männliches Leben bis zum Alter von 45 überlebt, wahrscheinlicher.

Anders ausgedrückt: Eigentlich dürften viele der Männer, die durch moderne Medizin, durch fehlende Mammutjagden u.s.w. überlebt haben, gar nicht da sein. Seit hunderttausenden von Jahren war die Männersterblichkeit - vor allem im Säuglingsalter und in jungen Jahren - höher als in den letzten 30-40 Jahren. "Mutter Natur" reagiert auf diese veränderten Bedingungen jedoch sehr träge. Deshalb besteht weiterhin ein so hoher Zeugungsüberschuß bei den Männern.

Die Folge der einerseits konstant bleibenden Zeugungsquote und der andererseits niedrigeren Männersterblichkeit vom Säuglingsalter bis 45 führt zu einer Überkompensation: Im Altersbereich von 0 bis 45 herrscht ein höherer Männerüberschuß als z.B. vor 100 Jahren.

Richtig krass ist die Schieflage im Geschlechterverhältnis aber erst, wenn man die partnersuchenden heterosexuellen Menschen gegenüberstellt.

Während sich das absolute Geschlechterverhältnis in der Größenordnung von z.B. m:w = 11:10 bewegt, haben wir in einem bestimmten Altersbereich (z.B. 18 bis 35) bei den partnersuchenden Menschen ein Verhältnis von m:w = 2:1!

Re: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur

gaehn, Sunday, 25.01.2004, 15:41 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 13:39:23:

Bei der Zeugungsrate ist der Männerüberschuß wesentlich krasser als bei der Geschlechterstatistik aller (lebenden!) Menschen im Alter von 0 bis 45. Sprich: Wenn Du mit Deiner freundin poppst, ist die Wahrscheinlichkeit viel, viel höher, daß ein Junge gezeugt wird. Nicht zu verwechseln mit der Lebend-Geburtenrate! Zwischen Zeugung und erfolgreicher geburt ist es noch ein weiter, weiter Weg. Dennoch ist auch bei der Geburtenrate die Wahrscheinlichkeit, einen Sohn zu bekommen, noch etwas höher. Trotzdem haben es männliche Neugeborene schwerer. Sie sind häufiger Problemfälle, Frühchen u.s.w. Doch moderne Bedingungen (Medizin, Gesellschaft) machen die Wahrscheinlichkeit, daß ein gezeugtes männliches Leben bis zum Alter von 45 überlebt, wahrscheinlicher.
Anders ausgedrückt: Eigentlich dürften viele der Männer, die durch moderne Medizin, durch fehlende Mammutjagden u.s.w. überlebt haben, gar nicht da sein. Seit hunderttausenden von Jahren war die Männersterblichkeit - vor allem im Säuglingsalter und in jungen Jahren - höher als in den letzten 30-40 Jahren. "Mutter Natur" reagiert auf diese veränderten Bedingungen jedoch sehr träge. Deshalb besteht weiterhin ein so hoher Zeugungsüberschuß bei den Männern.
Die Folge der einerseits konstant bleibenden Zeugungsquote und der andererseits niedrigeren Männersterblichkeit vom Säuglingsalter bis 45 führt zu einer Überkompensation: Im Altersbereich von 0 bis 45 herrscht ein höherer Männerüberschuß als z.B. vor 100 Jahren.
Richtig krass ist die Schieflage im Geschlechterverhältnis aber erst, wenn man die partnersuchenden heterosexuellen Menschen gegenüberstellt.
Während sich das absolute Geschlechterverhältnis in der Größenordnung von z.B. m:w = 11:10 bewegt, haben wir in einem bestimmten Altersbereich (z.B. 18 bis 35) bei den partnersuchenden Menschen ein Verhältnis von m:w = 2:1!

wie zum teufel kommst du bitte auf die 2:1?

Re: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 16:18 (vor 8047 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur von gaehn am 25. Januar 2004 13:41:23:

wie zum teufel kommst du bitte auf die 2:1?

Durch die Analyse von 7 verschiedenen Internet-Kontaktbörsen sowie dem Vergleich der Mail-Rücklaufquote von männlichen und weiblichen Kontaktanzeigen-Antwortern. (Ich sprach mit Männern und Frauen über Rücklaufquoten).

Weiterhin tauschte ich erfahrungen im Freundeskreis aus.

Das alles geschah bis vor ca. 3 Jahren. Nachdem ich eine Freundin hatte, interessierte mich dieses Thema nicht mehr so sehr ;-)

In Wirklichkeit kann dieses Mißverhältnis durchaus noch krasser sein. Zumindest ist es durch die krassen Unterschiede vor allem bei den Mail-Rücklaufquoten noch sehr milde geschätzt.

Man kann die 2:1 bei den Suchenden als Faustregel betrachten.

Re: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur

gaehn, Sunday, 25.01.2004, 16:42 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Re: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 14:18:16:

wie zum teufel kommst du bitte auf die 2:1?

Durch die Analyse von 7 verschiedenen Internet-Kontaktbörsen sowie dem Vergleich der Mail-Rücklaufquote von männlichen und weiblichen Kontaktanzeigen-Antwortern. (Ich sprach mit Männern und Frauen über Rücklaufquoten).

wie genau hast du diese kontaktbörsen analysiert? könnte ich deine erhebungen bekommen?
die frage ist aber rein logisch schon, könnte es sein das männer eher in kontaktbörsen ihr glück versuchen? wenn ja warum, wenn nein warum?

Weiterhin tauschte ich erfahrungen im Freundeskreis aus.

naja das ist müll, ich nehme mal an du hast weniger als ein paar tausend freunde ;).

Das alles geschah bis vor ca. 3 Jahren. Nachdem ich eine Freundin hatte, interessierte mich dieses Thema nicht mehr so sehr ;-)
In Wirklichkeit kann dieses Mißverhältnis durchaus noch krasser sein. Zumindest ist es durch die krassen Unterschiede vor allem bei den Mail-Rücklaufquoten noch sehr milde geschätzt.
Man kann die 2:1 bei den Suchenden als Faustregel betrachten.

Re: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 17:18 (vor 8047 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur von gaehn am 25. Januar 2004 14:42:17:

wie genau hast du diese kontaktbörsen analysiert? könnte ich deine erhebungen bekommen?

Ich stellte einerseits das Verhältnis von männlichen zu weiblichen Kontaktazeigen gegenüber, andererseits die Rücklaufquoten von Kontaktanzeigen m:w und die Rücklaufquoten von Kontaktanzeigen-Antworten m:w und die Zahl erfolgreicher Dates m:w

Dies ist meine persönliche Erhebung, die keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit erhebt. Sie wäre jedoch Anlaß für eine wissenschaftliche Erhebung. Eine solche gibt es meines Wissens (noch) nicht.

die frage ist aber rein logisch schon, könnte es sein das männer eher in kontaktbörsen ihr glück versuchen?

Ja. Dies hat m.E. gesellschaftliche ursachen. Einerseits sind viele junge Männer wegen bestimmter gesellschaftlicher Entwicklungen (alles maskuline ist verpönt, die "Power-Frau" wird propagiert u.s.w.) verunsichert, andererseits gilt es trotz Emanzipation bei Frauen weiterhin als selbstverständlich, sich umwerben zu lassen ("ich habe es nicht nötig, nach einem kerl ausschau zu halten"), d.h. Frauen übernehmen bei der Partnersuche den passiven Part, Männer, die betont aktiv sind, sind jedoch als "Aufreißer" verpönt - Inkonsequenz der Emanzipation. Bei echter Emanzipation müßten viel mehr Frauen aktiv bei der Partnersuche sein, als es in wirklichkeit der Fall ist.

Dies erklärt das Mißverhältnis zwischen Männern und Frauen insbesondere bei den Internet-Kontaktanzeigen (m:w = 10:1!) oder sogar Rücklaufquoten (30:1 -> Männer müssen 30mal so viele Mails schreiben, um eine Antwort zu erhalten, bzw. bekommen Frauen 30mal so viele Mails wie Männer)

Re: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur

Odin, Sunday, 25.01.2004, 20:38 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Re: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 14:18:16:

wie zum teufel kommst du bitte auf die 2:1?

Durch die Analyse von 7 verschiedenen Internet-Kontaktbörsen sowie dem Vergleich der Mail-Rücklaufquote von männlichen und weiblichen Kontaktanzeigen-Antwortern. (Ich sprach mit Männern und Frauen über Rücklaufquoten).

Das wäre ungefähr so, als würdest Du anhand der Teilnehmer aller Kochkurse bei der VHS auf die Geschlechterquote schließen.

nix mit Kochkurs

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 21:01 (vor 8047 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur von Odin am 25. Januar 2004 18:38:02:

Glaub mir, (durchschnittliche) Hetero-Männer im Altersbereich 18-35 haben es bei der Partnersuche schwerer als vergleichbare Frauen. Das ist nun mal Fakt.

Sorry, daß ich keine wissenschaftlichen Studien parat habe. Aber ich kann mit bestem Wissen und Gewissen versichern, daß es so ist.

Re: nix mit Kochkurs

Odin, Monday, 26.01.2004, 01:54 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: nix mit Kochkurs von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 19:01:31:

Glaub mir, (durchschnittliche) Hetero-Männer im Altersbereich 18-35 haben es bei der Partnersuche schwerer als vergleichbare Frauen. Das ist nun mal Fakt.
Sorry, daß ich keine wissenschaftlichen Studien parat habe. Aber ich kann mit bestem Wissen und Gewissen versichern, daß es so ist.

Was heißt "schwerer", was heißt "leichter". Es ist ja tatsächlich so, daß Männer mehr den aktiven Teil bei der Partnersuche spielen, Frauen eher den passiven. Daher scheint ihr Anteil leichter. Es ist für beide Geschlechter aber immer die Frage von "wünschen" und "kriegen". Jeder muß da letztendlich Kompromisse schließen.

Re: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur

Jens, Sunday, 25.01.2004, 15:58 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 13:39:23:

Richtig krass ist die Schieflage im Geschlechterverhältnis aber erst, wenn man die partnersuchenden heterosexuellen Menschen gegenüberstellt.
[quote]Während sich das absolute Geschlechterverhältnis in der Größenordnung von z.B. m:w = 11:10 bewegt, haben wir in einem bestimmten Altersbereich (z.B. 18 bis 35) bei den partnersuchenden Menschen ein Verhältnis von m:w = 2:1!
[/quote]

Also wenn du das anhand von der Anzahl der Kontaktanzeigen ausmachst, mag das stimmen. Liegt wohl daran, dass Männer von vornherein viel aktiver bei der Partnersuche sind, Frauen somit genügend Angebote von unterschiedlichen Männern bekommt. Frauen die nach Männern direkt suchen, werden doch von ihren Freundinnen ausgelacht, weil sich kein Mann für sie interessiert so dass sie es nötig hat, selber auf Fang zu gehen.

Jens

sagte ich doch

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 16:11 (vor 8047 Tagen) @ Jens

Als Antwort auf: Re: Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur von Jens am 25. Januar 2004 13:58:32:

Frauen die nach Männern direkt suchen, werden doch von ihren Freundinnen ausgelacht, weil sich kein Mann für sie interessiert so dass sie es nötig hat, selber auf Fang zu gehen

Das, was Du hier angesprochen hast, ist eine gesellschaftliche Ursache. Und ich kritisiere, daß die Emanzipation in diesem Bereich scheinbar spurlos an den Frauen vorübergegangen ist. Nur bei angenehmen, bequemen und vorteilhaften Dingen wird auf die Emanzipation gepocht.

Neben der gesellschaftlichen Ursache gibt es noch die biologische (Zeugungsrate, Sterblichkeit) und die verhaltensbiologische. Letztere steht in Wechselwirkung zur gesellschaftlichen Ursache.

Gruß
Der Eman(n)ze

Re: sagte ich doch

Emmalein, Monday, 26.01.2004, 17:11 (vor 8046 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: sagte ich doch von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 14:11:04:

Hi, Emmanze,

ich würde keine Freundin auslachen, nur weil sie direkt einen Mann sucht, wirlich nicht - ich habe sogar mal einer Freundin zu einer Kontaktanzeige geraten.

Allerdings: Würdest Du Dich um etwas bemühen, dass Du mühelos bekommen kannst? Nicht? Dann müsste Dir doch eigentlich auch verständlich sein, warum so viele Frauen darauf verzichten, direkt einen Partner zu suchen. Will frau irgendeinen Partner, kann frau den sehr leicht finden. Hat sie bestimmte Vorstellungen, wird das schon schwerer. Aber das ist auch bei Männern so. Es war halt schon immer etwas "teurer" einen besonderen Geschmack zu haben!

Es grüsst sehr geschmackvoll
das Emmalein

Re: Tabuthema?

Andreas, Sunday, 25.01.2004, 15:16 (vor 8047 Tagen) @ Realist

Als Antwort auf: Tabuthema? von Realist am 25. Januar 2004 10:54:20:

Meine Frage an das Forum:
Warum wurde und wird diese brisante Thematik von den Medien über Jahrzehnte totgeschwiegen?

Offengestanden glaube ich nicht, daß dieses Thema "Männerüberschuß" oder "Frauenmangel" wirklich ausschlaggebend ist. In unserer Gesellschaft dauern Beziehungen doch mittleweile nicht mehr länger an als ein paar Jahre - maximal. Gerade durch dieses Modell der "wechselnden Partnerschaften" werden permanent Frauen und Männer frei und das Spiel beginnt von neuem. Ich würde mal sagen, die meisten Männer haben keine Probleme damit, eine Frau kennenzulernen - es gibt schließlich genügend Singlefrauen. Und Männer, die ihr Leben wirklich als "Ladenhüter" fristen, werden wohl auch bei einem "Frauenüberschuß" Probleme haben, eine Frau kennenzulernen.

Übrigens sehen einige Wissenschaftler einen ausgeprägten Überschuß junger Männer als eine entscheidende Ursache für Bandenkriminalität, Aufstände, Terrorismus und Krieg an.

Mit Verlaub: Das halte ich für sehr weit hergeholt!

Andreas

Contra

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 16:04 (vor 8047 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Tabuthema? von Andreas am 25. Januar 2004 13:16:12:

Offengestanden glaube ich nicht, daß dieses Thema "Männerüberschuß" oder "Frauenmangel" wirklich ausschlaggebend ist.

Für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe sind dies sehr ausschlaggebende Sachverhalte: Für die Jungmänner wider Willen.

In unserer Gesellschaft dauern Beziehungen doch mittleweile nicht mehr länger an als ein paar Jahre - maximal.

Und was hat das mit dem rechnerischen Mißverhältnis zwischen Männern und Frauen zu tun? Was ändert das?

Gerade durch dieses Modell der "wechselnden Partnerschaften" werden permanent Frauen und Männer frei

Nochmal: Was ändert das am Mißverhältnis zwischen Männern und Frauen? Oder willst Du hier andeuten, daß Frauen öfter die Partner wechseln oder zweigleisig fahren als Männer, so daß trotz Männerüberschuß alle Männer "bedient" werden? Das glaube ich nicht.

und das Spiel beginnt von neuem. Ich würde mal sagen, die meisten Männer haben keine Probleme damit, eine Frau kennenzulernen - es gibt schließlich genügend Singlefrauen.

Sicher. Aber sie müssen sich trotzdem mehr anstrengen als Frauen. Und sie haben i.a. weniger die Qual der Wahl.

Und Männer, die ihr Leben wirklich als "Ladenhüter" fristen, werden wohl auch bei einem "Frauenüberschuß" Probleme haben, eine Frau kennenzulernen.

Aber weniger Probleme, zumindest die Fast-Ladenhüter.

Gruß
Der Eman(n)ze

hmmm, also ich weiß nicht

Andreas, Sunday, 25.01.2004, 16:38 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Contra von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 14:04:16:

Für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe sind dies sehr ausschlaggebende Sachverhalte: Für die Jungmänner wider Willen.

Ja gut, schon! Aber wie gesagt: die Jungmänner wider Willen werden auch bei einem höheren Frauenanteil diese Probleme haben. Denn wenn sie keine Frau abkriegen, dann machen sie wohl irgendwas falsch.

In unserer Gesellschaft dauern Beziehungen doch mittleweile nicht mehr länger an als ein paar Jahre - maximal.

Und was hat das mit dem rechnerischen Mißverhältnis zwischen Männern und Frauen zu tun? Was ändert das?

Naja, ich habe einfach angeregt, diese Sache von einem etwas "pragmatischeren" Standpunkt aus zu betrachten. Es ist ja nicht so, daß Frauen und Männer verkuppelt werden und dann ein Leben lang zusammenbleiben. Dann hätte man natürlich eine fixe Restgruppe von Männern, die keine Chance haben, Frauen kennenzulernen. Tatsächlich ist das aber nicht der Fall. Es werden Beziehungen aufgebaut und wieder gelöst. D.h. es gibt immer einen "Pool" von Singlefrauen und Singlemännern. Jeder "Jungmann" hat in seinem Leben also die Möglichkeit, eine Frau abzukriegen. Ob er diese Chance nutzt oder nicht, bleibt ihm überlassen.

Gerade durch dieses Modell der "wechselnden Partnerschaften" werden permanent Frauen und Männer frei

Nochmal: Was ändert das am Mißverhältnis zwischen Männern und Frauen? Oder willst Du hier andeuten, daß Frauen öfter die Partner wechseln oder zweigleisig fahren als Männer, so daß trotz Männerüberschuß alle Männer "bedient" werden? Das glaube ich nicht.

Nö. Aber Du setzt hier voraus, daß ALLE Männer und ALLE Frauen zur selben Zeit einen Partner wollen oder haben. In Wirklichkeit gibt es zu jedem Zeitpunkt Menschen, die eine Beziehung haben und Menschen, bei denen das nicht der Fall ist. Und es gibt zu jedem Zeitpunkt Menschen, die eine Partnerschaft wollen und Menschen, die dies eben nicht wollen usw usf.
Durch einfache Schnittmengenbildung erhältst Du also zu jedem Zeitpunkt eine Menge von Frauen und Männern, die frei sind UND eine Partnerschaft möchten. Dieses "Männerüberschußproblem" wäre nur in einer extremen Ausprägung wirklich signifikant.

Sicher. Aber sie müssen sich trotzdem mehr anstrengen als Frauen. Und sie haben i.a. weniger die Qual der Wahl.

Ok ok...schon klar, aber Männer haben es in dieser Hinsicht generell schwieriger als Frauen - jedenfalls in unserem Kulturkreis.

Und Männer, die ihr Leben wirklich als "Ladenhüter" fristen, werden wohl auch bei einem "Frauenüberschuß" Probleme haben, eine Frau kennenzulernen.

Aber weniger Probleme, zumindest die Fast-Ladenhüter.

Da würde ich wiederum behaupten, daß sich das nur bei einer extremen Ausprägung bemerkbar machen würde.

besten Gruß
Andreas

Das Poolmodell / Rechenbeispiel

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 17:03 (vor 8047 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: hmmm, also ich weiß nicht von Andreas am 25. Januar 2004 14:38:07:

Das von Dir angesprochene Poolmodell will ich für ein rechenbeispiel nutzen. Die Zahlen in diesem beispiel sind fiktiv, sollen jedoch verdeutlichen, welchen große Wirkung eine kleine ursache (kleiner männerüberschuß) haben kann.

Die Gesamtzahl aller heterosexuellen Menschen im Altersbereich 18 bis 35 sei 210, sie teilt sich auf in 100 Frauen und 110 Männer.

Macht ein Geschlechterverhältnis von m:w 11:10

Von jeder Geschlechtergruppe befinden sich 50 Personen in einer festen Partnerschaft. (Daß die Partner von Zeit zu Zeit mit Partnern aus dem Singlepool getauscht werden, spielt keine Rolle, da der Pool der Singles immer konstant bleibt) -> 60 Männer zu 50 Frauen bleiben übrig.

Macht ein Geschlechterverhältnis im Singlepool von m:w 6:5.

In diesem Singlepool sind 10 Männer und 20 Frauen nicht interessiert an Partnerschaft oder sexuellem Kontakt mit anderen Singles -> 50Männer zu 30 Frauen

Macht ein Geschlechterverhältnis von 5:3

Von den verbleibenden 50 Männern und 30 Frauen haben jeweils 10 eine feste Beziehung mit Partnern außerhalb des Altersbereiches 18-35 ->40Männer zu 20 Frauen

macht ein Geschlechterverhältnis der partnersuchenden Singles von m:w = 2:1

Re: Contra

Leser, Sunday, 25.01.2004, 18:44 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Contra von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 14:04:16:

Für die Jungmänner wider Willen.

? die können sich dich umpolen lassen.. oder was meinst du?

;))

Re: Contra

Odin, Sunday, 25.01.2004, 20:45 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Contra von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 14:04:16:

Offengestanden glaube ich nicht, daß dieses Thema "Männerüberschuß" oder "Frauenmangel" wirklich ausschlaggebend ist.

Für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe sind dies sehr ausschlaggebende Sachverhalte: Für die Jungmänner wider Willen.

Selbst diese "Jungmänner wider Willen" werden in ihrem Bekanntenkreis mindestens 10-15 Frauen kennen, die auch auf Partnersuche sind. Wenn nicht, liegt ihr Solodasein wohl eher an der Tatsache, daß sie zuwenig vor die Tür gehen und nicht an irgendeinem Männerüberschuß.

KRIEGST WOHL KEINE AB, WA?

boris, Sunday, 25.01.2004, 19:27 (vor 8047 Tagen) @ Realist

Als Antwort auf: Tabuthema? von Realist am 25. Januar 2004 10:54:20:

Ich hatte noch nie Probleme, eine Frau flachzulegen, ein Disco-Besuch reichte meist aus. Dabei sehe ich ganz durchschnittlich aus.

Dein Vorschlag ist aber trotzdem nicht ganz verkehrt...

Bitte keine Beitragstitel in Großbuchstaben

Jörg , Sunday, 25.01.2004, 19:49 (vor 8047 Tagen) @ boris

Als Antwort auf: KRIEGST WOHL KEINE AB, WA? von boris am 25. Januar 2004 17:27:01:

Großbuchstaben bedeuten im Internet nämlich Schreien.

Und wir wollen uns doch nicht gegenseitig anschreien, sondern
miteinander diskutieren, oder?

Jörg

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