Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Graswurzelrevolution

Arne Hoffmann, Friday, 23.01.2004, 20:12 (vor 8049 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Ich will es nicht zu Tode reiten, aber... von Arne Hoffmann am 23. Januar 2004 10:51:31:

Vielleicht noch zur Illustration etwas, was gerade in den aktuellen Väter-News erschienen ist, nämlich der Hinweis auf eine Projektarbeit einer Kriminalbeamtin:

Projektthema: Häusliche Gewalt

Thema der Projektarbeit:
Häusliche Gewalt gegen Männer – ein tabuisiertes Problem!

vorgelegt von Isabel Weimann

Münster, im Dezember 2003
Fachhochschule Münster
Projektleiter: Prof. Dr. Lehr
Fachbereich: Polizeivollzugsdienst
Jahrgang: PV III 2001
Einstellungsbehörde: PP Münster

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung
1.1 Hinführung zur Thematik
1.2 Ziel der Projektarbeit
2. Begriffsbestimmung
2.1 Physische Gewalt
2.2 Psychische Gewalt
2.3 Verbale Gewalt
2.4 Sexuelle Gewalt
2.5 Häusliche Gewalt laut IM
2.6 Tabu
2.7 Resümee zu den Begriffserläuterungen
3. Aktueller Forschungsstand der Untersuchungen
3.1 Vergleichende Untersuchung in den USA von Murray Straus, Richard Gelles und Susanne Steinmetz
3.2 Untersuchung aus Dänemark
3.3 Repräsentative Dunkelfelduntersuchung des kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens
3.4 Studie der Universität Bielefeld
3.5 Studie der katholischen Universität Eichstätt
3.6 Die Polizeiliche Kriminalstatistik und die Dunkelfeldproblematik
3.6.1 Interpretation der Polizeilichen Kriminalstatistik
4. Beschreibung und Durchführung der Expertenuntersuchung
4.1 Ziel der Experteninterviews und Begründung der Methoden unter Einbeziehung der Hypothese
4.1.1 Der Interviewleitfaden zur Expertenbefragung
4.1.2 Bestimmung und Auswahl der Interviewpartner
4.1.3 Durchführung des Experteninterviews
4.2 Ziel der Opferbefragung und Begründung der Methoden
4.2.1 Der Opferfragebogen
4.2.2 Durchführung der Opferbefragung
4.2.3 Darlegung der Datenerhebung und Datenerfassung
4.2.4 Darstellung der Datenverarbeitung
5. Ergebnisse der Literatur- und Internetrecherche sowie aus den Experten-und Opferinterviews in Bezug auf die Ausgangsfragestellungen
5.1 Die Rolle/das Bild des Mannes in der Gesellschaft aufgrund geltender Rollenerwartungen
5.2 Die Rolle/das Bild der Frau in der Gesellschaft aufgrund geltender Rollenerwartungen
5.3 Charakteristika des männlichen Opfers
5.4 Der Umgang mit der Gewalterfahrung
5.5 Die Macht der Täterin und die angewandten Gewaltformen
6. Ursachen der Gewalt
6.1 Gewaltverhalten als gesellschaftsimmanentes Phänomen
6.2 Die unterschiedliche Sozialisation der Geschlechter als Erklärungsansatz für das Gewaltverhalten
6.3 Die Lerntheorien zur Erklärung von Gewaltverhalten
6.4 Traumatisierungen als Erklärungsansatz für Gewaltverhalten
6.5 Die verzerrte Darstellung in den Medien als Erklärungsansatz für Gewaltverhalten
6.6 Stressoren als Ursachen von Gewaltverhalten
7. Anregungen und Verbesserungsvorschläge für die polizeiliche Praxis
8. Resümee
9. Abkürzungsverzeichnis
10. Literaturverzeichnis
10.1 Internetquellen
10.2 Zeitschriften/Zeitungen
10.3 Weiterführende Literatur

Die Arbeit kann bestellt werden bei:
Isabel Weimann
Wykstr. 1
48153 Münster

(Jörg, die Adresse ging so durch die v-news. Wenn dir ihre Veröffentlichung hier im Forum zu heikel ist, dann nimm sie halt raus.)

Ich habe mich gefreut, dass auch ich von Frau Weimann befragt wurde und dabei mir wichtige Informationen, Ansichten und Erklärungsmodelle weitergeben konnte. Auf diese Weise wurde dieses bislang tabuisierte Thema weiter bei den Polizeibehörden eingebracht. (Soviel übrigens zu dem Mythos, dass Frauen Opfer-Erfahrungen von Männern egal sind.) Wir als Männerrechtler haben noch nicht die breite öffentliche Aufmerksamkeit, die der Frauenbewegung zuteil wird, aber es ist eben hier ein Artikel in einer Zeitschrift, da eine ZDF-Sendung, dort eine kriminologische Forschungsarbeit ... das läppert sich mehr und mehr. Irgendwann wird die kritische Masse erreicht sein, und Männerrechte werden als Gesprächsthema auch in Polit-Talkshows oder im SPIEGEL diskutiert werden.

Herzlicher Gruß

Arne


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