Pädophilie
Als Antwort auf: Missbrauch von Tran am 21. Januar 2004 14:26:28:
Hi Tran, 
ich habe den von dir verlinkten Beitrag mit Interesse gelesen und auch den darin verlinkten Text "Pädophilie zwischen Dämonisierung und Verharmlosung" überflogen. Sie gefallen mir in ihrer Differenziertheit ausgesprochen gut und stimmen mit meinen eigenen Ansichten und Texten (z. B. dem Eintrag "Pädophilie" in meinem "Lexikon der Tabubrüche") überein. Auch den Eintrag des net-lexikons zum Thema sexueller Missbrauch halte ich für sehr kundig und fundiert (auch wenn ich punktuell anderer Auffassung bin, was die Zahlen bzw. die Folgerungen daraus angeht). Danke also erst mal für den interessanten Link!
Leider ist dies ein Thema voller Fußangeln und Tretminen, wie Sophinette Becker in ihrem Artikel ja auch schreibt. ("Wenn fünf Sexualwissenschaftler privat zusammensitzen, und einer schneidet das Thema Pädophilie an, bricht innerhalb kurzer Zeit heftiger Streit aus.") Für eine angemessen ausführliche Debatte fehlt mir deshalb ein bisschen die notwendige Zeit, aber generell scheint deine Irritation daraus ausgelöst zu werden, dass du Pädophilie und sexuellen Missbrauch zusammenfasst. Im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch wird weit überwiegend von Mädchen als Opfern gesprochen, das ist richtig. In dem von dir verlinkten Artikel heißt es aber: "Sexueller Missbrauch wird nahezu ausschließlich von Nicht-Pädophilen begangen" sowie "Der Anteil pädophiler Täter am sexuellen Missbrauch von Kindern wird auf 2 bis 10 Prozent eingeschätzt." Missbrauchstäter und Pädophile sind nach Auffassung dieses Verfassers (sowie nach Ansicht vieler Sexualforscher und meiner eigenen) weitgehend unterschiedliche Personengruppen.
Herzlicher Gruß
Arne
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21.01.2004, 16:26
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21.01.2004, 17:04
- Re: Pädophilie - Tran, 22.01.2004, 10:03
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