Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Vom Regen in die Traufe?

Andreas, Tuesday, 20.01.2004, 13:30 (vor 8053 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Vom Regen in die Traufe? von reinecke54 am 20. Januar 2004 10:01:54:

Es gibt Leute, die auch nach Abschaffung der Wehrpflicht weiterhin
Maenner diskriminieren wollen.
http://www.tagesspiegel.de/pubs/aktuell/pageviewer.asp?TextID=35142
Zitat:
Am Wochenende hatten vor allem Politiker der SPD und der CDU für ein soziales Pflichtjahr plädiert. Der stellvertretende CDU- Vorsitzende Christoph Böhr begrüßte die Diskussion um ein verpflichtendes soziales Jahr als Ersatz für den Wehr- und Zivildienst. Frauen dürften aber dazu nicht herangezogen werden, da sie mit Geburten- und Erziehungszeiten bereits einen Dienst an der Gesellschaft leisteten.

Übrigens: das Argument, Frauen leisten durch Erziehungszeiten bereits einen Dienst an der Gesellschaft, eignet sich hervorragend, um auf die verfehlte Gleichstellungspolitik in diesem Land hinzuweisen, die zwar Frauen fördert, Männer hingegen ausschließt. Eine Gleichstellungspolitik, die auch Männer mit einbezieht, würde Männer vor allem durch aktive Gleichstellungsmaßnahmen entlasten, so daß Väter in die Lage versetzt werden, stärker an der Familie und Kindererziehung zu partizipieren. In Schweden gibt es Männerbeauftragte und umfrangreiche Männerprogramme, die auf eine Beseitigung von Benachteiligung der Männer hinarbeiten. Mit großem Erfolg: in Schweden nehmen 30% der Männer Elternzeit. Tendenz steigend. In Norwegen gibt es aktive Bestrebungen, um den Männeranteil vor allem im Bereich der vorschulischen Kindererziehung auf 20% zu erhöhen.

Ich weise in meinem Briefen immer darauf hin, daß Männer sich stärker an der Kindererziehung beteiligen möchten, vom Staat allerdings keine Unterstützung erfahren, weil diese bereits für diverse Frauenförderungsprogramme vorgesehen ist. Statt Männern Pflichtjahre aufzubrummen, sollte man sie unterstützen, damit sie sich mehr ihren Kindern widmen können.

Gruß
Andreas


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